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Gemahlin, Prinzejsin (Siena. 6e.net g-rau teilte der Prinz mit, daß er die Lheqemeinjchait aufgehe und nie wieder aufnehmen würde. Er gebe ihr volle Freiheit, Scheidungsklage einzureichen.

Dombenattenral auf den neuen Schah von Persien?

London, 3. Jan. (WB.) Nach einer Agenkurmeldung aus Bagdad soll auf den neuen persischen Schah in Teheran ein Bombenaffentat verübt worden sein, wobei der Schah beide Beine verloren habe. Bei Reuler liegt bisher noch keine Bestätigung dieser Mel­dung vor.

Aus aller Wett.

Schweres Automobilunglück in Indien.

velhi, 3. Jan. Aus Lalca im Punjab wird Eilbet: Als ein Kraftwagen des Maharad- von Patialas von einer Ausfahrt zurück-

e, wurde er von einem Lisenbahnzuge er­faßt. Don den darin befindlichen Frauen wurden sechs sofort getötet, zwei andere starben im Krankenhaus, während zwei Frauen sich voch in Lebensgefahr befinden.

Lxplofionsnaglück in einer amerikanischen Fabrik.

P e u s a g o l a (Florida), 2. Jan. Durch die Explosion eines schadhaften Destilierapparates ist das Gebäude der Newport Harz- und Ter- penkingesellschafi in furchtbarer Weise ver­wüstet worden. Zur Löschung des ausge- brochenen Brandes mußte die ganze Feuer­wehr herangezogen werden. Bis jetzt sind 12 Tote und 8 Verwundete aus den Trümmern geborgen worden. 10 bis 15 Personen werden noch vermißt.

Explosion eines ArttsieeiegeschoffeS.

8iem, 3. Januar. Wie aus Görz berichtet wird, krängen zwei junge Leute am Ellvesrertag in »ne der verlassenen, au« der Kriegszeit stam­menden Kasernen in Monte Calvario ein und fanden dort ein schwerer Ärtilleriegeschoh, das seit dem Kriege hier lag. Ms sie es wcg- tragen wollten, explodierte das Geschoß. Der eine junge Mann wurde auf der Stelle getötet, der andere lebenSzefährlich verletzt.

Bluttat in der Silvesternacht.

Wien-Reuftadt, 1. Januar. In der Nähe vou Lobenrort wurde in der Silvesternacht der Obmann des dortigen Republikanischen Schutz­bünde», Julius Walter, von unbekannten Tätern er» schossen. Anscheinend handelt es sich um einen Rache­akt, _ doch soll, wie die Blätter melden, die Möglichkeit eines Attentats aus politischen Gründen nicht ausgeschlossen sein.

Mordversuch unb Selbstmord.

Friedberg, 3. Jan. Der Gemüsehändler Emil Weber, ein vielfach vorbestrafter Mensch, hat am Samstag abend gegen 7 Uhr nach kurzer Auseinandersetzung die ledige Su- farrrre Wagner aus N'edermSrlsn durch'ztSck Revolverschüsse am Kopfe schwer verletzt. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt, heute morgen wurde Weber in einem Alt- warenlager erhängt aufgefunden.

Deutsche Schiffe im Eise-

Hamburg, 3. Jan. Ueber ein Dutzend Handelsschiffe, darunter auch deutsche, die von Leningrad mit Eisbrechern unterwegs sind, sitzen seit dem 28. Dezember bei Nerva im Eise fest und treiben mit dem Eise in östlicher Rich­tung. Seitens des Deutschen Reedereiverban­des sind bei der deutschen Marineleitung be­reits Schritte um Hilfeleistung durch ein Kriegsschiff unternommen worden.

Dampferunglück bei Ceylon-

Colombo, 3. Jan. Ein Küstendampfer ist an der Ostküste von Ceylon auf einen Felsen aus­gelaufen und gesunken. Die Mannschaft des Dampfers und die Reisenden blieben die ganze Nacht in offenen Booten aus dem Wasser- Vier Personen werden vermißt-

Tödlicher Aukounfall. Ein rücksichtsloser Chauffeur.

Berlin, 3. Jan. Ein folgenschwerer Auto- knobilunfall ereignete sich am Dienstag nach­mittag auf der Jnvalidenstraße- Als zwei Damen den Fahrdamm überqueren wollten, wurden sie von einer in sehr großer Geschwin­digkeit von der Chausseestraße kommenden Autodroschke überfahren und zu Boden ge­schleudert, so daß alle beide erhebliche Ver­letzungen davontrugen. Der Kraftwagenführer versuchte mit seiner Autodroschke zu entkom­men, jedoch wurde er von einer ziemlich großen i Menschenmenge verfolgt und am Platz vor dem Neuen Tor gestellt und gezwungen, wieder nach der Unsallstelle zurückzukehren. Eine der überfahrenen Damen erlitt eine schwere Ee- Hirnhautverletzung, während die andere, eine Schwester des bekannten Professors Schönedeck vom Zahnärztlichen Institut. so schwer verletzt wurde, daß sie aus dem Weae Mr Charitee verstarb und nach dem Leichenlchauhaus ge­bracht wurde. Der Führer des Kraftwagens wurde von einem Beamten der Schutzpolizei keftgestèllt-

Die Rückkehr ins Leben ein teures Ver­gnügen. Ein Einwohner der amerikanischen Stadt Milwaukee namens Kindt hat die Er­fahrung machen müssen, daß nicht nur das Leben ein teures Vergnügen ist, sondern daß man es auch teuer bezahlen muß, wenn man als Totgeglaubter nach langer Zeit wieder ins Leben zurückkehrt. Herr Kindt verschwand spurlos im Jahre 1909, als er in einem Ehe- scheidungsprozeß oazu verurteilt wurde, seiner von ihm geschiedenen ehemaligen besseren Hähle eine ansehnliche Jahresrenie auszu­zahlen. Offenbar hatte er die Absicht, sich der

Montag den 4. Januar

Nach dem Diplomaken-Empfang am Neujahrelage beim Reichspräsidenten. '

Die Glückwünsche des Diplomatischen Korps brachte der Apostolische Nuntius Monsignore Pacelli als Doyen in einer großen Ansprache zum Ausdruck. Unsere Aufnahme zeigt Monsignore Pacelli von dem Empfang der Diplomaten zurückkehrend.

Sehr gereizt

1926 beginn! mit einer VerfchSrfun

Berlin, 3. Jan. Man nimmt an, daß es im Reichstagsausschuß für auswärtige Angelegen­heiten über die politischen Fragen, d. h.Völ­kerbund" undLocarno", zu" sehr lebhaften Auseinandersetzungen kommen wird. Jeden­falls deuten Ausführungen, die der deutsch­nationale Abg. Schlange (Schöningen) heute in derDeutschen Tageszeitung" ver­öffentlicht, darauf hin. In diesem Artikel heißt es u. a.

Die Beweisführung für Locarno ist heute bereits an den Tatsachen zerschellt. Was machen eigentlich die verantwortlichen Staats­männer in Berlin? Sind sie sich klar darüber, daß dumpfe Verzweiflungsstimmung allent­halben im Volk lebendig wird, eine Stimmung, die lebhaft erinnert an" das letzte Halbjahr des Krieges, da man das Unglück bereits fommetr sah, oder an die Blütezeit der Inflation, aus der es scheinbar keine Rettung gab. Das V o l k ist es müde, sich weiter zu Grunde parlamentierenzulassen. Es ist reif geworden, wieder regiert zu werden. Man braucht ein Rettungsprogramm, das alle Zweige vom Staat und Wirtschaft nach einheit­lichem Plan umfaßt. Ist es nicht Pflicht der maßgebenden Männer, rechtzeitig zu einem Abbau des Staatsapparates, zu einer groß­zügigen Vereinfachung und einem Umbau des ganzen Systems unter weitestgehender Heran­ziehung aller Kräfte zurückzukehren, wie es sich früher jahrzehntelang bewährt hat? Aber auch das reicht nicht im entferntesten aus, solange alle Sparmaßnahmen durch die außenpoli­tischen Verpslichtungsn zu Schanden werden. Erst Brot, dann Reparationen! Entweder stellen wir jetzt diese Forderung der Entente gegenüber auf und setzen sie auf jede Gefahr hin durch, oder es helfen uns alle noch so harten und rücksichtslosen innerpolitischen Maßnahmen nichts." Ob Schlange-Schöningen diese Gedankengänge nur für seine Person ober für den größten Teil der deutschnatio­nalen Fraktion ausspricht, läßt sich nicht ohne weiteres erkennen, aber man wird nach diesem Artikel annehmen müssen, daß auch gegen die Außenpolitik Dr. Stresemanns wiederum Sturm gelaufen werden soll. Dadurch aber wird, besonders nachdem sich Zentrum und Sozialdemokraten in der letzten

Zahlungspflicht zu entziehen. Im Jahre 1924 wurde er dann gesetzlich für tot erklärt, als seine väterliche Erbschaft unter die Erbberech­tigten verteilt wurde. Herr Kindt muß dann wohl von diesem Fall gehört haben, denn er tauchte kürzlich in Milwaukee wieder auf und focht die Todeserklärung an. Er setzte es auch durch, daß die Erklärung zurückgezogen wurde. Aber das dicke Ende kam nun nach.

Der moderne Don 3ofé und die aussätzige Carmen. DiePrawda" meldet folgenden tragischen Vorfall, der sich vor kurzem in Rußland abgespielt hat. In der Leprakolonie Krivyje Rutschst" war ein kubanischer Arzt namens Don Josè Rapillado tätig. Er ver­klebte sich in die Krankenschwester Prokow- jewa, die selbst aussätzig war und erstach sie in einem Anfall wilder Eifersucht. Mit dem Messer, mit dem er die Geliebte getötet hatte, brachte- er sich dann selbst eine Wunde be' und infizierte sich so gleichfalls mit Lepra. Der kubanische Konsul in Deutschland erfuhr von dem fürchterlichen Drama und ersuchte die Sowjetregierung, den Arzt in seine Heimat zu befördern. Die Ueberführung war aber sehr schwer, da der Kranke dauernd Tobsuchiran­fäll« hatte. Im letzten Augenblick haben dann die Hamburger Behörden die Einreise des Aus­sätzigen nicht gestattet.

e Stimmung!" j der parlsmsniarifchen Gegensätze.

Zeit so weitgehend für den Völkerbund­gedanken eingesetzt haben, zweifellos eine sehr gereizte Stimmung entstehen.

Mit den Beratungen des Reichstagsaus- schussss wird überhaupt die innenpolitische Tätigkeit wieder voll einsetzen. Denn am 10. Januar tritt bekanntlich der Partsivorstand des Zentrums zusammen, um über die Frage der Regierungsbildung zu beraten. Das Zentrum will, wie bereits feit längerer Zeit be­kannt, durch einen nochmaligen Appell an die Sozialdemokraten versuchen, die Große Koalition doch noch in Gang zu bringen. DerTag" meldet:

In der Pause der Regierungsverhandlun­gen haben zwischen Vertretern der Sozialde­mokraten, des Zentrums und der Demokraten neue

das Verhalten des Zentrums in dem Sinne beeinflußt worden ist, daß die Zentrumsfraktion nochmals einen Beschluß gegen die Beteiligung an einer Koalition der Mitte und gegen eine Unterstützung des Kabinetts Luther faßt und sich nochmals auf die Bildung der großen Koa­lition festlegt. Offfenbar soll durch einen der­artigen Beschluß des Zentrums ein Versuch der Regierungsbildung durch den Reichskanzler Dr. Luther, mit dessen Betrauung man allge­mein rechnet, zum Scheitern gebrächt unb eine Betrauung des früheren Reichskanzlers Marx erreicht werden.

Soweit dürfen die Dinge kaum fortge­schritten sein. Es ist sehr zweifelhaft, ob bei den Sozi-aldemokraten wirklich die Neigung zuge­nommen hat, sich an der Regierung zu"beteili- gen, wenn man in diesem Zusammenhang sich auch an öffentliche Kundgebungen führender Sozialdemokraten für die Große Koali­tion erinnern muß. Als sicher kastn man aber schon heute cmiehen daß die von den Reichstagsserien erhoffte Beruhi­gung der Gemüter nicht eingetreten ist, und daß die Verhandlungen des Ausschusses ebenso wie die jetzt abgeschlossenen Presseerörterungen über Stellenbewerbungen beim Völkerbund nur beigetragen haben, die Gegensätze zu ver­schärfen, um deren Ausgleich man bei den Verhandlungen über die Regierungsbildung sich wird bemühen müssen.

Eine geheimnisvolle Bombenexplosion, die mit allerlei rätselhaften Vorgängen ver­bunden ist, stellt die Polizei in der belgischen Stadt Carnisres vor ein bsher ungelöstes Rätsel. Das Opfer der Explosion ist ein gewisser Kasimir Pluskin, ein wohlhabender alter Mann, der offenbar ängstlicher Natur war und deshalb alle feine Wertsachen in seinem Hause in einen Kösser verschlossen hielt. Der Koffer war mt enem besonders starken Schloß ver­sehen. Trotzdem muh es wohl einem Dieb ge­lungen sein, ihn zu öffnen, denn als der Be­sitzer sich kürzlich von dem Vorhandensein seiner Schätze überzeugen wollte, war die Hälfte seines Inhaltes verschwunden. Dabei war das Schloß in keiner Weise verletzt und der Schlüssel immer in dem Besitz des alten Geizhalses gewesen. Herr Pluskin wollte sich nun einer List bedienen, um den Räuber zu fangen. Er ging von der Annahme aus, daß der Verbrecher an der Stelle seiner Tat zurück­zukehren pflegt, namentlich dann, wenn es noch etwas zu holen gibt. Er brachte im Innern des Koffers eine Bombe an, die in dem Augenblick explodieren mußte, in dem ein un­berufener den Koffer öffnete. Dann verschloß er den Kofser sorgfältig und verbarg sich hinter einem Vorhang, um das Weitere zu beobachten Was nun geschah, läßt sich schwer vermuten.

Nr.

Tatsache ist, daß die Tochter des Mannes in einem Zimmer des unteren Stockwerkes ein paar Stunden später eine heftige Explosion hörte und daß man den Vater tot im Zimmer fand mit einem Knüppel in der Hand und einer fast un-merklichen Wunde in der Strirn- Merkwürdig erwe ise ist der Mann nicht von der Bombenexplosion, sondern vor Schreck ge­storben.

Hochwasser.

Langsames Zurückgehen des Mains Er­neutes Steigen der Kinzig.

Das Hochwasser des Mains geht mit langsam zurück. Am 1- Januar hatte der Fluß in Hanau den Höchststand mit 5,76 Mtr- er­reicht, diesen Stand hielt er bis zum 2. Jaw, 9 Uhr vormittags und fing dann langsam an zurückzugehen. Der heutige Stand ist 5,37 Meter gegen gestern mittag 5,72 Mtr. Die Kinzig ist dagegen infolge der letzten Regen­güsse wieder etwas gestiegen. Gestern mittag hatte sie einen Stand von 1,80 Mtr. und heute morgen einen solchen von 1,90 Mtr. Bei Wirtheim hatte die Kinzig gestern mittag einen Wasserstand von 3 Mtr. und heute 3,12 Mtr. Gelnhausen meldete gestern mittag 3,05 Mtr-, heute morgen 2,88 Mtr.

Der Main ist in Schweinfurt von 4,14 Mtr. (gestern) auf 3,64 Mtr. (heute) ge­fallen, in Würzburg von 4,71 Mtr. auf 4,16 Mtr., in Lohr von 5,38 Mtr- auf 4,93

Meter, in Miltenberg von 5,22 Mtr. auf i

5,04 Mtr- und in Aschaffenburg von

5,61 Mtr. auf 5,31 Mtr-

*

Weiter liegen folgende Meldungen vor: Frankfurt a. M., 3. Jan. Der Main fällt jetzt stündlich- Heute vormittag 8 Uhr würd« ! ein Pegelstand von 5,09 Mtr. gemessen; in den Nachmittagsstunden war das Wasser be- I reits unter 5 Meter gefallen. Auch von Aschaf­fenburg wird weiteres Fallen der Wassermas­sen gemeldet, ebenso von Mainz.

Aus dem Hochwassergebiet am Rhein.

Düsseldorf, 3. Jan- Der Rhein fällt hiek ; langsam weiter. Das Wasser ist gegen gestern i nachmittag um etwa 30 Ctm. gefallen. Eine Ueberschwemmungsgefahr für die Altstadt be- s steht nicht mehr. Der Kaiser Wilhelmpark steht i dagegen noch immer unter Wasser. Im links- i rheinischen Stadtteil ist das Grundwasser in viele Häuser eingebrungen- Im Neußer Hafen- 1 gebiet und im dortigen Industrieviertel ist durch- Dammsiruch erheblicher Schaden 'sänge- k richtet worden. Schwer gelitten haben die südlich von Düsseldors gelegenen Ortschaften Hamm, Himmelgeist, Volmerswerth und Ur­denbach. In der Ortschast von Zons stehen ! über 200 Häuser im Wasser. Auch das nörd­lich von Düsseldorf gelegene Kaiserswerth ist teilweise überschwemmt.

Das Elend am Niederrhein-

Cleve, 4. Jan Das Elend am Niederrhein, I besonders in dem zur Hälfte überschwemmren | Kreise Cleve, ist außerordentlich. Eine große | Gefahr bildet der mittags aufgekommene I Weststurm, der das Wasser mit furchtbarer r Wucht gegen die Dämme treibt. In der ver- | gangenen Nacht ist in Erlekum bei Nymwegen | ein Dammbruch erfolgt. Dadurch ist der Kreis | Cleve auch von Holland her stark bedroht | Das Waffer steht bereits am großen Grenz- I und Querdomm. Der bis jetzt angerichtett | Schaden ist unübersehbar.

Bammbrud) bei Asiheim.

Frankfurt a. M., 3. Jan. Wie Wagners | Südwestdeutscher Nachrichtendienst meldet, | brach in der Silvesternacht an der Raben- J spitze bei Astheim der kleine Sommerdamm durch. Die Bewohner der dortigen Gegend ( konnten mit Hilfe von Booten gerettet wer- x den. Der Rhein ist andauernd im Steigen be- 8 griffen. Die Kraftpostlime Darmstadt-Oppen- | heim verkebrt bis auf weiteres nur noch bis | Geinsheim-Ort.

Das Hochwasser der Saale.

Halle a. b. S-, 3- Jan. Das Hochwasser ber | Saale erreichte gestern vormittag seinen Höch- i sten Stand. Bis heute abend ging cs aber nur. I um einen Zentimeter zurück. Besonders gro- | ßer Schaden wurde in Merseburg angerichtet. | Die Werderstrahe wurde völlig unter Wasser | gesetzt und durch die Fluten vom Verkehr ab- | geschnitten. Auf dem Neumarkt konnte der I Verkehr nur mit Notbrücken aufrechierhalten | werden. Die Fluren in der Umgebung bilden | einen einzigen See. " |

Drei Todesopfer des Hochwassers in Thüringen |

Berlin, 3. Jan Das Hochwasser der Saale ! hat drei Todesopfer geforberr In Saalfeld ertrank der 20jährige Eifendreher Barth, in Unterloquitz der 14jährige Rudi Heinze und in Schwarza fand ein unbekannter junger Mann den Tod.

Neue Regengüsse in Frankreich.

Paris, 5. Jan. Das Zurückgehen des Wasser­standes der französischen Flüsse wird nicht als beständig angesehen, da neue Regenguss- ein­getreten sind. Die Stadt Maubeugc yar gestern teilweise ohne Licht und Strom. Am schlimmsten ist die Lage in Cain, wo für all» Vertriebenen öffentliche Speisungen eingerich­tet wurden.