Nr. 306
Sette 4
Samstag den 2. Januar
Vom Sochwafjer.
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Die
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Basere Aufnahme zeigt ein« vom Hochwasser überflutete Straße in Köln, in welchen: der Verkehr zum Teil nur mit Kähnen aufrecht erhalten werden kann.
Das Hochevasser kst erfrerUicherweise überall zum Stillstand gekommen bezw. zurück- zegairgen. Der Main hatte gestern morgen einen Wosferstand von 5,68 Meter und erreichte abends 10 Uhr eine Höhe von 5,76 Meter. Derselbe Wafferftand wurde auch heute noch gemessen. — Die Kinzig hatte in der bl- oefternacht den Höchststand von 2,10 Meter erreicht, sank gestern morgen auf 1,94 Meter und ist heute auf 1,88 Meter zurückgegangen. Bei W i r t h eim wurden gemessen am 31. Dezember 3,30 (Höchststand), 1 Januar 3,05 und heute 2,92 Meter. — Gelnhausen: 31. Dezember 3,28, heute 2,73 Meter.
Auch vom Obermain wird ein Fallen gemeldet. Schweinfurt: am 31. Dezember 4,89, L Januar 4,87 und heute 4,65 Meter; Würzburg: am 3L Dezember 4,94, 1 Januar 5,04 und heute 5,03 Meter; Lohr: Am 31, Dezember 5,63, 1. Januar 5,84 und heute 5,66 Meter; Aschaffenburg: 31. Dezember 5,09, 1. Januar 5,72 und heute 5,83 Meter.
Nach diesen günstigen Meldungen vom Obermain kann im Laufe des heutigen Tages auch in Hanau mit einem Fallen des Wasser- standes gerechnet werden.
3m übrigen fingen folgende Hochwafier- Meldungen vor:
ßöln, 1. Jan. In der Neujahrsnacht ist das Wasser weiter gestiegen. Heute nachmittag 6 Uhr betrug der Wasserstand 9,67. Damit ist der Stand des Hochwassers im Jahre 1920 Ebenso wie in Koblenz überschritten. In Köln steigt der Rhein seit heute mittag nicht mehr und von den Nebenflüssen wird ebenfalls fallendes Wasser gemeldet. In Koblenz steigt der Rhein stündlich noch um 1 Zentimeter, doch wird bis gegen mittag auch mit einem Stillstand gerechnet. In Köln ist das Wasser in die Markthalle eingedrungen. In der Nacht mußten verschiedene Stände geräumt werden. In Köln wird ein zweiter Damm gebaut. Die Lichtversorgung in K^ln-Deutz ist großen Störungen unterworfen. Heute mittag setzte die
Der Schlitten is lang vorgefahren, wir müssen uns schleunen!"
_„Unb ich wollte Ihnen Lebewohl sagen, gnädige Frau, Lebewohl, und von ganzem, ganzem Herzen alles, alles Glück auf den Lebensweg!"
„Ich — banse — Ihnen . . / Eiskalt lag bie kleine Hand in der meinen, rasch beugte ich mich nieder.
„Werden Sie glücklich!"
„Ober ousgezaichnet! Da sein's ja!" Der Ritter von Mollnar stand in der Tür: „No, Sopherl, also, behüt di Gott, ah na, nit meinen, tut meinen! Vinzenz fei gut mit ihr!"
Ich kam mir einigermaßen überflüssig vor, drückte mich still beiseite und lies gerade dem Pold! Pürkstein in die Arme. Ganz aufgeregt fafoe er mich beim obersten Knopf meiner Spifeeroefte.
„Du, hast ’s schon gehört?!"
„Das benn?J'
„Also da hat's doch immer geheißen, d' fccptjg d'Harancourt fei an ganz armes Mad'l, arab' d' Aussteuer, und jetzt kommt, auf — Kis-Erdö hat ihr der Molnar mitgegeben, iS sie, wenn er amal stirbt, d'r Graf Erdödy Janos weiß 's für gewiß, zwanzig Millionen Kronen in bar und all die Lieaenschalten. Jeffas, jeflar, hat dees an G 'chau gegeben, wann der Andrafly un der Schönborn bees früher gewußt hätten!"
„So, so" Mir war der Gesellschaft-tratsch « J^l?^ Eugenblict herzlich gleichgültig — ®e(b, Besitz — als ob darin allein das Glück be» rupf - und während ich langsam dem Saal zu- lchrut, aus dem schwirrende Geigen, rasende Eymbalr, Stimmengewirr und Lachen tonten, «ansi drunten von der Hofseite her silberheller, bimmelnder Schellengeläute ...
„ ,^".Muner Schimmer lag über den weiten
lütten!
ellschafts tratsch
, - - , ------ —, —ne» bk schneeia- wt sei und bla^Ua getonten Kerzen der Kro- stauben. Die Kaselsträucher hatten braungelbe Raupen geschoben, seidige Fäden spann >er verdelbast, und an den Zweigen der asten
Stromversorgung ooHfomnten aus, weil das Kabel unter Grundwasser steht. Der Bahnhof, die Hängebrücke und die Hohenzollernbrücke waren vollkommen in Dunkel gehüllt. Dies hatte ungeheuere Mengen Schaulustiger angelockt, fodaß der Verkehr auf den Brücken große Störungen erlitt. Sollte das Wasser doch noch steigen, so werden auch die Kölner Messehallen unter Waller gesetzt werden. Verschiedene tiefer liegende Gartenhallen und die Anlagen des Messegeländes sind von dem Wasser überflutet. Ein Teil der Gartenhallen ist zu Notwohnungen für die vom Hochwasser Betroffenen hergerichtet worden.
Neuwied, 1. Jan. Wohl keine andere Stadt am Rhein hat unter dem jetzigen Hochwasser so zu leiden, wie die Stadt Neuwied. Der Strom ist in einer Breite von 1,6 Kilometer itt die Stadt einaedrunaen. In den Rheinanlagen beträgt die WasserhLhe 4 Meter. Die Wasserhöhe in der Stadt wurde heute vormittag 11 Uhr mit 2,38 Meter bemessen. Die Strömung innerhalb der Stadt ist so stark, daß die Straßen sowohl in der Nord- wie in der Südrichtung nur mit Motorbooten befahren werden können. Mehr als 1000 Wohnungen wurden geräumt. Ein großer Teil davon dürfte kaum wieder bezugsfähig fein. Das gesamte Wirtschaftsleben der Stadt ruht. Heute vormittag ist ein Stillstand des Wassers eingetreten. Heute abend war das Wasser bereits um einige Zentimeter zurückgegangen.
Den „Düsseldorfer Nachrichten" zufolge ist die Stadt Zons zum großen Teil vom Wasser -übexflMili. Die Ortschaften Rheinfeld und Dormagen sind gänzlich von der Welt abgeschnit- ten. In Grimlingshausen stehen etwa 5 Häuser im Master. In Neuß riß das Wasser in den neu aufgeschütteten Damm am Erftkanal in der Nähe der Eisenbahnbrücke ein Loch in einer Ausdehnung von 25 Metern.
Das Hochwasser in Luxemburg.
Luxemburg, 1. Jan. Nachdem das Hochwasser vorübergehend zurückgegangen ist, ist es seit heute morgen nach starken Regengüssen erneut gestiegen. Alzette und Sauer haben den Wasserstand des Katastrophenjahres 1920 bereits erreicht. Die große Moselstraße Remich- Wasterbillig-Trier ist an vielen Stellen überschwemmt. Die Vorstädte von Luxemburg liegen teilweise unter Wasser. Der Sachschaden ist sehr bedeutend.
Salweide neben dem Wallgraben saßen weiche, silberweiße Blütenkätzchen. Es wollte Frühling werden in deutschen Landen . . . Frübling. Schon vor drei Wochen waren die Stare heimgekehrt von ihrer Reise nach wärmeren Gegenden, schwatzten und duldeten, Fink und Singdrossel stellten sich ein, und abends, wenn leise, lose die Dämmerung ihre Schatten breitete, zog der Vogel mit dem langen Gesicht.
(Fortsetzung folgt.)
Kunst und WMZNfchast
o Siadtthealer. Zu ermäßigten Preisen von 50 Psg. bis zu 2 Mk. gelangt morgen Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zum letzten Male das entzückende Kindermärchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge" f ;
Abends VA Uhr wird die mit so großem Er- sotas aufgesührte Operette „Annemar' '" von, Gilbert wiederholt. Als 16. Vorstellung im i die Universität Breslau Dienstag-Abonnemenl gelangt am kommen- = Altars, für die den Dienstag, abends VA Uhr das Schillersche i -- -........— ----- - ...........
Schauspiel „Wilhelm Tell" zum ersten Male j M°rk. für d:e Universität Göttingen 2.75 Milli
3ur Wiederholung. — Es wird hösl. gebeten, Dnen Mark. für die Universität Münster 2.25! ^^EMaBag^^
die 2. Sibonnementsrafe ^u begleichen. Millionen Mark, für die Universität MarSurg iAj^âjiitÜa iÜAhfiürtiittA^
o Die einstweilige Nachfolge Max o. üngs. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat die interimistische Leitung der Staatsoper vom 1. Januar ab bis zur endgültigen Regelung der Intendanten- frage dem Generalmusikdirektor Erich Kleiber, dem leitenden Oberregiffeur Prof. Hörth und dem Direktor der Generalverwaltung Geheimrat Winter unter genauer Festsetzung der gegenseitigen Kompetenzen übertragen.
o Verabschiedung Dr. Rottenbergs. Der erste Kapellmeister des Frankfurter Opernhauses, Dr. L. Rottenberg, wird im August 1926 aus dem Verband der Städtischen Bühnen ausscheiden. Nachdem er in Wien bei Fuchs und Mandyczerski studiert hatte und eine zeitlang Konzertbegleüer sowie Dirigent des Orchotzervereins der SefeCkbaft der Musik-
* In der Neujahrsnacht kam es in der Stadt wie alljährlich, zu einer Reihe Schlägereien. Einige davon waren ernsterer Natur. So mußten drei Mann im Landtrankeichaus ver- bunden werden, während zwei nach Hause gebracht werden konnten, mußte einer im Krankenhaus verbleiben. — Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich gestern nacht gegen 1 Uhr am Stadtheater. Eine junge Dame wurde von einem Auto angefahren und ein Stück Weges geschleift. Sie erlitt dabei so schwere Verletzungen an beiden Beinen und am Kopfe, daß sie durch die Sanitätskolonne in das Krankenhaus verbracht werden mußte.
* Preußische Klassenlotterie. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß heute der letzte Erneuerungstag für die 4. Klasse ist.
Landkreis Kanau.
b Windecken, 2. Jan- (Hausbrand.) In dem Anwesen des Kolonialwarenhändlers Georg Färber brach in der Neujahrsnacht kurz vor 1 Uhr ein Brand aus, der in den auf dem Boden lagernden Kisten und Holzwolle reichliche Nahrung fand. Der günstigen Windrichtung und dem sofortigen Eingreifen der hiesigen Freiw. Feuerwehr ist es zu verdanken, daß nur der Dachstuhl des Hauses niederbrannte. Die Familie Färber war bei Ausbruch des Brandes nicht anwesend, sie weilte bei Verwandten in Heldenbergen. Es. kostete viel Mühe, ein Uebergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude zu verhindern- Der Schaden ist groß.
Bischofsheim, 1. Jan. Ein Unglücksfall ereignete sich hier in der Silvesternacht. Eine Frau wollte einer Gans mit einem Spirituskocher die Federreste abbrennen, wobei sie den Kocher umstieß. Ihre Kleider fingen sofort Feuer, sodaß sie schwere Brandwunden am ganzen Körper davontrug. Sie mußte ins Landkrankenhaus überführt werden.
Wetterbericht.
Frankfurt a. M„ 1. Jan. Das Hochdruckgebiet, das sich gestern von Nordengland nach Island erstreckte, hat sich ostwärts verlagert und gleichzeitig ausgedehnt, sodaß es auch auf die Witterung unseres Gebiets Einfluß erlangt. Es ist dabei mit einem Temperaturrückgang zu rechnen. Da jedoch westlich von England bereits neue starke Druckstörungen eintreten, wird die Temperaturabnahme nur vorübergehend sein.
Vorhersage bis Samstag abend: Abnahme der Bewölkung, trocken, kälter, vorübergehend nach Nordwesten drehende Winde.
Aussichten bis Sonntag abend: Wieder Bewölkungszunahme, später auch Regen, langsamer Temperaturanstieg bei südwestlichen Winden.
Aus May und FerR.
Franksurk a. M., 1. Jan. Wie jetzt besannt wird, wurde am 23. Dezember um 4 Uhr nachmittags in der Schumannstraße eine 15jährige Schülerin von einem unbekannten, etwa 1,70 Meter großen Manne überfallen und ihrer Handtasche mit Inhalt beraubt
Franksurt « M., 31. Dez. Infolge des orkanartigen Stromes am 30. und in der Nacht zum 31. d. Mts. sind zahlreiche Bäume in die Telephon- und Telegraphenleitungen gefallen, wodurch ganz besonders die Leitungen nach Norden ganz erheblich zerstört wurden. Der Fernsprech- und Telegraphenoerkehr konnte durch Umleitung und Ersatzschaltungen ohne wesentliche Verzögerung aufrecht erhalten
freunde in Wien gewesen war, ging er auf drei Jahre nach Brünn und kam dann auf Empfehlung von Johannes Brahms und Hans v. Bülow im Jahre 1893 nach Frankfurt a. Main. Der Ruf, den er sich hier als Operndirigent erwarb, hatte auch ehrenvolle Berufungen nach auswärts, u. a. nach London zur Folge.
o Die Universitäten im preußischen Ekak. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst dem preußischen Haushaltsentwürfe für 1926 entnimmt betragen die laufenden Zuschüsse für die preußischen Universitäten im kommenden Etatsjahr rund 31.50 Millionen Mark, gegenüber 27.50 Millionen im Borjahr. Die Zuschüsse verteilen sich auf die einzelnen Uniuer« „öuutteiuiumeii ! sitäten folgendermaßen: für bie Universität zur Aufführunq. Berlin rund 7.50 Millionen Mark, für die Universität Königsberg 2 Millionen Mark, für 1^5 Universität ©re fsmalb 2 Millionen Mark,; * Pprffart-Toi»riK«n-Verein. Wir machen . . 3.25 Millionen MchnuUS aus die morzen stactfindkndc Wechnachtsfeicr
- — Universität Halle 3 Millionen aui dem '2ai>. cniamm aufmerksam und bitten um
Mark, für die Universität Kiel 2.50 Millionen aülce:chc Brteiliflmig. Huk Wanderer herzlich will» emnteiL 6
I. Schil- 2'/r Milli- nen Mark, für die Universität Bonn " i 3 Millionen Mark, für die Akademie in Braunsberg 1229 000 Mark. Der Zuschuß für das Charitee-Krankenhaus in Berlin betragt rund 2.50 Millionen Mark. Ferner kommen noch verschiedene Ausgaben für Universitäten in Höhe von ungefähr 7.50 Millionen Mark hinzu, so daß die laufenden Ausgaben im Haushaltsentwurf mit etwas über 41 Millionen Mark veranschlagt werden. Für die Akademie der Wissenschaften in Berlin wird ein Zuschuß von 409 000 Mark eingestellt; ferner werden für die Kaiser Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften rund 130 000 Mark gefordert.
werden. Man hofft, am Samstag wieder den regelmäßigen Betrieb durchführen zu können.
Frankfurt a. Bl., 31. Dez. Nach der ständigen Rechtsprechung des Gewerbegerichts können Arbeiter, auch wenn Ausschluß der Kündigung ausdrücklich vereinbart wurde, nur am Schluß eines Arbeitstages entlassen werden. Mehrere ohne Kündigung beschäftigte Tiefbauarbeiter, die morgens zur Arbeit kamen und sofort entlassen wurden, klagten am Gewerbegericht auf Zahlung des Lohnes für den an- gefangenen Tag auf Grund obiger ständiger Rechtsprechung. Das Gericht aber wies in diesem Falle die Klage kostenpflichtig ab, weil festgestellt wurde, daß in der Nacht vor der Entlassung plötzlich Frostwetter eingetreten war, wodurch die Weiterbeschäftigung unmöglich wurde. Hierin wurde eine höhere Gewalt erblickt, die eine Entlassung am Abend vorher verhinderte.
Homburg o. d. H., 1. Jan. In einem hiesigen Ladengeschäft kaufte eine Frau mit einem alten Jnflationsschein, der ursprünglich über „100 Millionen Mark" lautete, aber in ganz ungeschickter Weise durch Aufkleben eines „B zu einem „100 Billionenschein" umge* wandelt worden war, für einige Mark Ware und verschwand. Der Geschäftsinhaber entdeckte erst später den Schaden, als es zur Festnahme der Frau zu spät war. Die Täterin dürfte versuchen, den Trick auch anderwärts zu wiederholen.
Friedberg, 31. Dez. Am Montag wurde ein Kaufmann aus Bad Nauheim unter dem dringenden Verdacht festgenommen, am Donnerstag, 24. Dezember 1925 auf der See wiese an einem 5jährigen Knaben ein Sittlichkeitsverbrechen begangen zu haben.
Bad Nauheim, 31. Dez. Hier wurden zwei Arbeiter wegen Sittlichkeitsverbrechens festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Es wird ihnen zur Last gelegt, sich an einem 14jährigen Mädchen vergangen zu haben. Der eine derselben wird sich auch wegen Blutschande zu verantworten haben, da das Mädchen seine Stieftochter ist.
Heidelberg, 1. Jan. In der Neujahrsnacht schlug hier bei einem heftigen Gewitter der Blitz in die etwa 35 Meter hohe Esse der Herrenmühle A.-G. ein. Der aus Backsteinen erbaute Schornstein wurde dabei zertrümmert und durchschlug im Fallen auch das Dach des Kesselraums, in dem erhebliche Zerstörungen angerichtet wurden. Im Hauptgebäude der Mühle sind zahlreiche Fensterscheiben zertrümmert worden. Der Gesamtschaden ist ziemlich beträchtlich. Menschenleben sind nicht zu beklagen.
Ludwigshafen c. Rh., 31. Dez. Hier sind falsche Einmarkstücke in Zahlung gegeben worden mit der Jahreszahl 1925 und dem Münzzeichen D.
Von einem Löwen angefallen.
München, 31. Dez. Im großen Dressurkäfig des zur Zeit hier gastierenden „Zirkus Krone" wurde der Dompteur Helios bei der Morgenarbeit von einem erst kürzlich wild eingefange= nen Berberlöwen angsfallen. Er erlitt zwei schwere Bißwunden am Unterarm, vermochte aber noch die Löwen in ihre Käfige zu bringen.
Boolsunglück auf dem Müggelsee.
Berlin, 1. Jan Gegen 11 Uhr vormittags kenterte auf dem Müggelsee infolge Wellengangs ein Boot der Berliner Rudergesellschaft von 1884. Die beiden Insassen, der 20 Jahre alte Student Boßmann und der 27jährige Kaufmann Kurt Pallckat sind vermutlich ertrunken.
Vereins, Versammlungen.
* Evangelischer Arbeiter-Verein. Wir bitten unsere Mitglieder, an der W'ikmachtSfeier des Evang. Kasino am Sonntag. 3. Januar, nachm. 5 Uhr in der Turnhalle, üahnftr., sich laUreiä zu beteiligen. Jeden Samslag Weihnacht?- und Kohlenkasse. Aufnahme neuer Mitglieder, 514
* Turn- u. s-echt - Club (Dpielabteilnng) Montag abend ^9 Uhr außerordentliche Spielersitzung. Erscheinen eure? jeden unbedingt eriorderlich. 1
* Turn- u. Spor Vereinigung 1860 e. V. Alle stimmbegabten M-tgl e>er wollen sich Montag abend 8 Uhr zwecks sehr wichtiger Aussprache im Ver- einelo'al einfinden. Der Singwart. 2
* Brandwache. Nächste Zusammenkunft am Montaa seit 11. Januar. 3
* Eh cm al. 9? ct. Sonntag, 3. Januar, 3 Uhr nachmittag Monatrversammlung int Sängcrheim. Wichtige Tagekordnung.
* Bogelsbcrrcr Höhen-Elub Zwcigverei» Hanan <B. H. C.). Montag den 4. d. Mis., abend? 8i, Uhr Monatsversammlung im Oiart?nfälc6en bei Mohr. Tagesordnung: Wmierscst und Verschiedener.
WSüslSe sèüSMiMUWeii.
Die Ianuar- IRiete im Stadtkreis Hanan.
Die gesetzliche Miete für den Monat Januar 1926 beträgt 84 v. H. der reinen Friedensmiete. Hinzu treten die bisherigen Sonderumlagen an städtischen Abgaben. 1
Hanau den 31. Dezember 1925.
Der Magistrat. Dr. Müller.
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