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Ueberfall". Elvira brachte wenigstens die Kaviar­dose in Sicherheit. Der Faun hüpfte inzwischen ziel­sicher an die Wandstelle, an der das alte Bildchen hing: ,^aha, ein Heiligenbildchen soll das sein?! Alter Schläfer. Ich werde dir das Bild einmal erklären." Bleidiesel war so voll Wein, daß er.nicht mehr an die verhaßten Quälereien um das Bild dachte, er vermutete selig einen Silvesterscherz, und hörte ge­duldig zu, je länger es dauerte. Der Faun räusperte sich, nahm die Posse des kllmpernden Bänkelbarden an und machte einen für das Ohr Bleidiesels schmack­haften Umweg.

Die Sonne Spaniens bringt die Luft über die Al­hambra zum Zittern . . . Eine nacktwadige Dirne feilscht mit einem Fremden um einen elfenbeinernen Bambino, den sie soeben ihrem Herrn stahl. Man sieht ihr an, daß sie einer schweren Stunde entgegengeht, aber mit einem silbernen Gelächter läßt sie sich von dem Fremden Schmeicheleien sagen."

Plem, plem, machte der Faun, als wäre eine Strophe umDurch schmutzige Gassen führte das Mädchen den Fremden zu einem ärmlichen Häuschen: Ein Bildermaler wohnt darin mit Weib und Kind."

Nun wurde der Faun gründlich:Jung ist der Maler und hat ein madonnenfeines Geschöpf zur Frau, das Lächeln gelernt hat, wenn es hungert."

Anselms Augen verstellten sich ein wenig frag­würdig, aber er hörte still weiter zu. Der Fremde kam um zu gaffen. Das Bübchen spendete Glückseligkeit mit jedem Schritt, mit jeder Silbe. Der Vater arbeitete Tag und Nacht um ein Geringstes. Da hat er sich schließlich Aum Trost ein Bild gemalt." Der Faun be­gann zu jubilieren:Seine Frau und sich und den Buben Nicht: Madonna, Joseph und Jesulein. Nein, sich selber malte er Braunhaarig, auf die Tischplatte herabgebeugt, daß man seine Sorge nicht sähe. Ueber ihn gebeugt sein Weiblein, die nichts merkt, sondern nur das Büblein hütet, das ihm nackt auf dem Rücken

reitet, ein Peitschlein schwingend: Hallo, vorwärts! Doch: Maria, Joseph und Kind?"

Plem, plem, stimmte der Faun. Der Maler lächelt sein Weib an: Vielleicht bringt uns das Bild das Glück, dessen Name ist Brot und Milch ... Da aber pfändeten die Gläubiger das Bild und überließen es den Dreien, in der Gosse zu schlafen, weil sie sagten, wie ^- ^^^»^.^.-^ ^^ ^^v^ das Bildgeld reiche noch lange nicht für die Mietschuld. kaum gesehen, schon stürzte er zu seinen Regalen, schlug

Der Sänger umschwänzelte nun Bleidiesel immer w'"'^"" K""» »sm^os« tiamnr mno tont» «

enger:250 Jahre sind vergangen. Das Bildchen hat von seiner Duftigkeit nichts eingebüßt."

Bleidiesel wollte flüchten, deshalb fing der Faun

wie ein hampelnder Scherenschnitt an, die Glieder zu --'V* -- - ^---,-- ------------ --- schlagen:--und es hängt jetzt bei einem groß- wendet wurde. O, wo haben sie es her?Ersatz für spurigen Ofenonkel und langweilt sich! Wenn die »roflickie Schorn,.emfeaerichulh.

Menschlein darin doch auch so zappeln könnten, wve

ich."

Nun schmetterte er faszinierend:Die Figuren fangen an, sich zu bewegen. Sie kommen bittend auf uns zu!"

Mit einem Satz war der Verkünder wieder zum

Fenster hinaus, wie er gekommen.

Bleidiesel war es unheimlich geworden, er schickte seine Gäste schlafen. Er selber aber stellte sich schwan­kend vor das Bildchen. Er fing die Figuren zu suchen an. Das erste Mal! Die wuchsen ihm wie die Bilder im Film ins Menschengroße. Jetzt stiegen sie sogar aus der Leinwand heraus. Bleidiesel verkroch sich grausend in sein Bett. Aber die Gestalten waren wieder da. Die eine trug auf den Kleidern ein blutendes Herz. Die Peitsche klatschte ihm Striemen ins Gesicht. Du hast kein Breisüppchen übrig gehabt, das Weib hatte gar Evas staubfreien Scheitel, den starren, glatten.--

Am andern Morgen ging er gruselnd um das Bild herum. Er hatte es angesehen, aber es schauderte ihn. Eva lachte aus ganzem Herzen:Soll dir mein armer Poet helfen, es wegzuschaffen?" Bleidiesel dämmerte es: Ah, der Faunl"

Dennoch: Mich grauts, hol den Reimschmied." Zu diesem brummte er bissig:Ich will nur sehen, ob das Ding wirklich Wert hat. Sonst brenn ichs am Ende noch ab!"

Da nahm der Poet den Reichen beim Arm, unter den andern das Bild und ging lächelnd zum ersten Leiter der Staatsgalerieen. Der hatte das Bildchen

Bücher nach, holte Bildtafeln hervor. Eine legte er neben Bleidiesels Bild. Mit einer Stimme, als fetze ihm das Herz aus, fragte er:Es ist es--es ist der verlorene Villavicencio! Es ist das Bild, das der Marquise Abecidofug in der Pariser Revolution ent-

eine gräfliche Schornsteinfegerschuld.

Der Leiter beschwor ihn:Schon aus meiner Tasche garantiere ich 100 000 Kronen"

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Bleidiesel wurde bei dieser Zahl selbst die Lücke an der Wand gleichgültig. Er wurde beweglich wie ein Jüngling, Geld in Haufen! Als der Kauf perfekt war, und es an das Einkassieren ging, zog der Poet einige Tausender vom Zahlbrett:Für meine Straßensänger in der Neujahrsnacht." Bleidiesel zerging in Gerührt- Heit, legte noch Scheine dazu.Für arme Poeten. Das sind ja Pfiffikusse!"

Heddy strampelte böse wie ein Füllen in der Runde. Sie war in der Alleingunst bei Bleidiesel abgesetzt. Etwa, weil das Bildchen nun fort ist? Im Gegenteil. Der Poet ist lachend nur bis an die Treppenflucht der Galerie gegangen. Dann hatte er das Onkelchen am Arm zurückgezogen. Ihn lange gütig geneckt--

Märchenprinzessin Abecidofug sitzt unsichtbar auf dem Stuhl neben dem süßen Armenheiligenbildchen in der Nußbaumstube an derselben Stelle, wo es immer hing. Aber es lebt jetzt, wenn auch immer noch un­entdeckt. Der Breisüppchentopf steht gut vorbereitet zur Hand und es schwimmen meist sogar Fleischstücklein darin.

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Humoreske von Berkhold Dehler.

Heißer Punsch dampft und duftet Im Glase. Draußen schneit's. Im Ofen bullert das Feuer. Da er- zählt sich's gut. Eben noch diese Zigarre! . . . So, hört zu!.

Die kleine Stadt Mörsingen hatte ihre Sensation. Dor ein paar Monaten war ein Prinz angekommen, Und dieser Prinz war schwarz; nicht an der Seele, 8 sondern außen herum. Gänzlich schwarz. Er hieß Manga Dell Große Glocke m mui lum fw ' zellichem Ausweiß der zw^uiiodreißigste Sohn des

S Königs von Duala in Kamerun. Es war in jener llllllt

seligen Zeck, als dieses Land noch deutsches Schutzgebiet Blechmünzen. Die Lenden umgürtete malerisch ein

w«r. Eingedenk seiner hohen Wurde war Manga Bell weißes Ziegenfell, das als Eisbär ausgemacht war und

nach Vorsingen gekommen, um sich dort, nachdem er es fonft als Bettvorleger zu dienen hatte. Atan hat ja

in einigen anderen Städten vergeblich versucht hatte, auch nicht immer ein Löwenfell zur Hand. Mangas

mit Kultur belecken zu lassen. Zu diesem Zwecke be- Füße staken in elastischen Turnschuhen, die mit

suchte er die Prima des Gymnasiums und betrieb - - - - - - -

eifrigst Tanz, Fußball, Tennis, Flirt und ein wenig Latein. Die weißseidene Mütze saß überzeugend male­risch auf seinem krausen Wollschädel. Er trug mit Vor­liebe helle Anzüge, bunte Florstrümpfe, Monokel. Sonst sah er aus wie ein Affe. Die Mythe, die in Mör­singen besonders farbenprächtig gedeiht, umgab ihn mit fabelhaften Reichtum. Man munkelt von des schwarzen Prinzen ungeheueren Ochsenherden, Elfen­bein, Goldklumpen, Straußeneiern und Johannisbrot.

Man sah ihn häufig mit zwei großen Hunden durch die ____^.^»

Straßen gehen, einen Kometschwerf fohlender Gassen- Kri'egstanz, den Manga Bell vorführen wollte. Ge­lungen hinter sich herzrehend. ----------- ^- ------

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Die Herzen mancher Mädchen entzündeten sich an _________ ___________ _________

seiner Schwärze. Vor der Glut seines äquatorialen Zimmers, stieß ein gellendes Geheul aus, schwang

Blickes schmolzen sie wie Wachs. Selbst einige ältere " ' " " " "

Damen kamen aus dem Gleichgewicht. Es regnete Blumensträuße, Süßigkeiten und Sofakissen mit sinn­vollen Stickereien von Löwen und Giraffenmotiven in sein Heim. Durch selige Mädchenträume gaukelten un­erhörte Bilder. Sie sahen sich sitzen zur Linken Manga Bells auf einem Thron von Kokosnüssen und Anti- einen ö«Fpiuuä uuu i^uu wnuuc mu9W. ^m lopenhäuten, umgürtet mit einem Zebrafell, in der Augen quollen ihm dick vor, Schaum stand ihm norm Hand eine Banane und einen zierlichen Ring durch die -----------r -----------

Nase. Und der schwarze Prinz machte allen solcherart Verrückten auf heimlichen Spaziergängen Hoffnung auf den Thron von Kokosnüssen und Antilopenhaut. Jedenfalls erfreute sich Manga Bell großer Beliebt­heit, er tanzte glänzend, besonders Niggertänze aus Haiti, lief fabelhaft Schlittschuh (vom Tschadsee her), er konnte wie ein Gorilla im Nu auf Bäume klettern.

Er kaufte die unnötigsten und unmöglichsten Dinge, was ihm bei den Geschäftsleuten hohe Sympathie ein­trug und zahlte sehr vornehm mit Schecks auf die Mittelafrikanische Bank in Paris.

Zu den Mädchen, die Manga Bell bezauberte, ge­hörte auch Vera Koch, die Freundin des stad. med. Eduard Sempell, kurz Edchen genannt. Als Edchen _____ ________,_.__, ........----- ------

aus feinem ersten Semester nach Hause kam, hörte er Flur hing ein Schwebeturnreck. Die Reckstange konnte

von Blumen, gestickten Lautenbändern, Schokolade- i---''' m:-----^..n... -----

herzen, die Vera der Großen Glocke ins Haus geschickt g______ ______ ____ _____,____________

haben sollte, er hörte weiter von Mondscheinspazier- ihn unter die Ringe und steckte die Arme durch je einen

gängen durch die Seufzerallee. Zuzutrauen war ihr R- * " ' ' ' " ' ' " " "

das schon. Edchen schwieg und schwur Rache. Heimlich verbündete er sich mit Nöll, dessen Vater Lackfarben fabrizierte.

Für den Silvesterabend hatten die Studiker einen kleinen Streich geplant. Auf der Bude eines Kommi- litonen kam man zusammen, um das alte Jahr ge­hörig unter den Tisch zu trinken. Neben den alten un­entwegten Kumpanen: Struppi, Dippsche, Stief, Too-

fel, Nöll, Kaktus und Edchen hatte man auch einige sie ihm eine rote Badehose an, sodaß nunmehr ein " farbenvoller Effekt entstanden war: lackgrüner Kör­

per, schwarzes Haar, rote Hände und Füße, ein glühen­des Herz. Sie hüllten ihn in seinen dicken Flausch­mantel und ließen ihn einstweilen auf dem Kanapee

Primaner eingeladen, darunter Manga Bell.

In einem Waschkessel dampfte Arrakpunsch. Tabak­qualm verfinsterte die Gegend. Man sang die alten Burschenlieder mit Klavierbegleitung. In diesem er­lauchten Kreise erschien die Große Glocke im Gala­kriegskostüm seiner schwarzen Heimat. In dem ver-

- - ~ ,- schwenderisch mit Salatöl gesalbten. Wo.llhcrar ^pipLten^ LlockLtz^eiersich,^ lauten begannen, zog ^die^ganze Ge-

und war laut voll-

den Ohren baumelten große Ringe. Um den Hals klirrte eine Kette von dicken Glasperlen, Muscheln und

sonst als Bettvorleger zu dienen hatte. Atan hat ja auch nicht immer ein Löwenfell zur Hand. Mangas

Kaninchenfell drapiert waren. In der Rechten hielt er einen Speer aus dem Kriegsspielgerät des Turn­vereins. Er sah grotesk aus. Nachdem die Große Glocke uns mit einem erschrecklichen Kriegsgeschrei und einem Wortschwall von Kamerunisch und Kisuaheli begrüßt hatte, hob in gewaltiges Saufen und Qualmen an. Ed- chen goß dauernd Mangas Glas voll und Manga wollte allen zeigen, was eine Harke ist, oder vielmehr, was er zu saufen vermöge. Hinter blauen Rauch­schwaden versanken trunkene Gesichter. Selige Bläue stieg. Da wurde Platz gemacht für einen afrikanischen

schwellt von pfauenhafter Eitelkeit, schwankend vor Trunkenheit trat die Große Glocke in die Mitte des

wild den Speer und traf die Gaslampe, die klirrend zu Boden polterte. Man fegte sie in die Ecke und zündete Kerzen an. Dann ging's los. Zu den exotischen Klängen eines Shimmys sprang die Große Glocke steil in die Luft, wirbelte Arme und Beine durcheinander, wandte sich in grotesken Zuckungen, trommelte mit den Füßen einen Stepptanz und schnitt verrückte Fratzen. Die

Mund. èann raste er aus einem Bein durchs Zimmer. Er sah schrecklicher aus als ein Götzenfetisch der Pa­puas. Die Pleureufen flogen im Zmimer herum, das Ziegenfsll fiel ab. Jetzt ging allen die Augen auf, denn was da tanzte, war schon nicht mehr Mensch, das war ein ausgewachsener Affe. Schließl'ch fiel Manga Bell her), aufs Kanapee, wo er liegen blieb und schnarchend ein­schlief.

Nun verschwanden Edchen und Nöll. Nach kurzer Zeit kamen sie mit einigen Büchsen, Flaschen und Pin­seln wieder. Nöll fing gleich an, Farben zu mischen und zu rühren. Man verstand ihn nicht. Als Edchen bedeu­tungsvoll auf den schlafenden black prince zeigte, waren alle gleich im Bilde. Aber wie machte man das am besten. Da kam Toofel auf eine glänzende Idee. Im

man mit zwei Ringen vertauschen. Kaum gesagt getan. Man hob den schnarchenden Manga auf, trug

Ring. Dann wurden diese soweit hochgezogen, daß die Große Glocke aufrecht stehend in den Ringen hing. Schon war Nöll bei dtzr Hand und strich mit breitem Pinsel Mangas Körper mit einer lackglänzenden Farbe grün an, während Edchen Hände und Turnschuhe knallrot anstrich und ihm ein leuchtend rotes Herz auf die Brust malte. Da Nöll die Farben sachkundig stark mit Sikkativ und anderen Beigaben gemischt hatte, trockneten diese sehr rasch. Nach einer Weile streiften

weiterschnarchen.

Als es kurz darauf zwölf Uhr schlug und alle

Straße Struppi Nahm die Laute mit.

Man begrüßte das neue Jahr mit einem gewaltigen Kantus. Dann zog man in geschlossener Kolonne, den grün angestrichenen Manga Bell in der Mitte führend, vor Vera Kochs Haus. Dort ließ man zunächst einige Raketen prasselnd in die Luft steigen. Dann überraschte man Vera und die ganze Nachbaisichaft mit einem Ständchen. Veras Blondkopf erschien. In allen Fen­stern wurd's lebendig, nun war es Zeit- Die mitge­brachten Magnesiumfackeln wurden entzündet, Manga wachgeschüttelt und ihm erklärt, Vera sei da und sehe vom Fenster zu, er müsse tanzen. Da zog ein breites Grinsen über Mangas lackiertes Gesicht. Man bildete einen großen Kreis, Struppi griff in die Klampfe, Manga warf den Mantel ab und begann wild zu tan­zen. Die maßlos erstaunten Zuschauer sahen nun im rötlichen Schein der Fackeln einen grünen Menschen mit roten Händen und Füßen groteske Springe machen Ein Kind schrie:Mutter, komm mal schnell, auf der Straße tanzt ein großer Frosch!"

Nun erscholl ein tolles Gelächter, das Manga noch mehr anfeuerte. Er stieß wilde Rufe aus mrd ging auf den Händen. Schließlich gab Edchen ein Zeichen. Stief, ein riesiger Kerl, packte sich die Große Glocke und zog ihn übers Knie, Toofel und Nöll hielten mit fest. Die Klampfe setzte aus. Atemlose Stille. Eine Stimme rief: Für freche Anmaßung einem Mädchen gegenüber!" Dann klatschten in die Stille schallende Hiebe, und Manga bekam mit einem richtigen Schullehrerrohrstock fünfundzwanzig hinten aufgezählt, sodaß er aus seinem Tran erwachte und jämmerlich heulte und versprach, es nicht mehr wieder zu tun- Oben verschwand Veras Kopf. Dann zog die ganze Gesellschaft zu Mangas Wohnung und lud ihn in seiner Bude ab. Noch lange schallte das Gelächter über diese nächtliche Strafszene durch die Straßen.

Spät erwachte der schwarze Prinz, gähnte, stutzte, besah sich, sprang vor den Spiegel und schrie:Manga di Loba, was ist aus mir geworden? Bin ich ein Frosch? Bin ich verrückt?"

Er rannte durchs Haus, holte feine Wirtsleute, die die grüne Glocke maßlos erstaunt besahen. Dann er­blickten sie sein grün und rot gebatikes Bett und be­griffen allmählich, was vorgegangen fein dürste. Manga mußte zwei Wochen zuhause bleiben, ehe die Farbe ganz abgegangen war. So verfiel der Prinz allgemeiner Lächerlichkeit.

Nach einiger Zeit verließ die Große Glocke Mör- singen, wo man seine königliche Geburt nicht respek­tierte und ihn sogar grün anstrich. Er ging wieder nach Kamerun. Verschiedene Mörsinger Mädchen aber kamen sich nach diesen Ereignissen selber recht lächer­lich vor. Zuletzt bekamen die Geschäftsleute Wut­anfälle, als es sich herausstellte, daß die auf die mittel- afrikanische Bank gezogenen Schecks nicht gedeckt waren.

Der Klang der Großen Glocke verhallte schnell, nur die grüne Farbe blieb.

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