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401. Jahrgang.

General-Anzeiger für die Kreise Kanarr Stadl und Land.

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Nr. 281 Samsla^ den 12. Dezember 1925

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Das Neueste.

Senator Borah fordert die bedingungs­lose Rückgabe des deutschen Eigentums.

Der Vorschlag des amerikanischen Schatz­sekretärs Mellon sieht eine Entschädigung für das beschlagnahmte Eigentum in Bonds vor.

Der Reichstag führte gestern feine Aus­sprache über die Landwirtschaft fort.

In der Mossulfrage wurde gestern ge­heim verhandelt, ohne daß bis jetzt eine Klä­rung erfolgte.

Im Mordprozeß Grütte-Lehder beschul- digt der Angeklagte mehrere Abgeordnete noch anderer Mordpläne. Er wurde wegen Mordes zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt.

Das zweite Verhandlungs- Nadium.

Cs stellt sich immer mehr heraus, daß es sichtig war, auch den diesmaligen Regierungs­verhandlungen die gewohnte lange Dauer zu prophezeien. Die zu Ende gehende Woche ist durch Besprechungen und Fraktionsberatungen ausgefüllt worden, die man als das Dor- oder Bnfangsftabium der Verhandlungen bezeichnen kann. Mit der Woche schließt auch dieses Sta­dium ab. Der Reichspräsident hat zu Beginn der Woche den in Betracht kommenden Frak­tionen die Frage vorgelegt, ob'sie gewillt feien, über die Bildung der großen Koalition mit­einander zu verhandeln. Bei dem Zentrum und den Demokraten verstand sich die Sache von selbst. Die Fraktion der Deutschen Dolks- xartei hat sich durch den Mund ihres Vor­sitzenden sofort bereit erklärt, schon aus dem einfachen Grunde, weil es unmöglich war, sich MK ölcken .Hindenbur von vcrn-

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saben ein " paar ags gebrauchst um schlüssig zu werden. Es handelt sich dabei nickt so sehr um die sachliche Stellungnahme. Die Sozialdemokratische Reichstagsfraktion ist ihrer großen Mehrheit nach der Auffassung, daß die große Koalition ihr nicht bekommen wirb und daß sie deshalb kein wünschenswertes Experi­ment ist. Zu d'eser Feststellung hätte es nicht stundenlanger Debatten b »durft. Der Streit drehte sich um die taktische Seite der Angelegen­heit, um d'e Form und Fassung der sozial­demokratischen Antwort. Dabei haben sich die­jenigen durchgesetzt, die es vermeiden wollen, daß die Sozialdemokratie sich durch eine glatte Absage an die Aufforderung des Reichspräsi­denten von vornherein bei dem Zentrum und den Demokraten ins Unrecht seht. Die Ver­handlungsbereitschaft wird erklärt, zugleich aber an zehn sachliche Forderungen und an perjönFdfe Garantien. d. h. also an Vorbehalte geknüpft, die es jederzeit gestatten, die Ver­handlungen auf den toten Punkt oder zum Sck»itern zu bringen.

Es ist gestern viel über die Natur des sozialdemokratischen Berhandlunasprogramms gestritten worden. Man hat die Frage aufge­worfen, ob es sich um Forderung oder um Wünsche handelt. DerVorwärts" bezeichnet in fernem gewiß auttzentffchen Kommentar die einzelnen sachlichen Punkte als Forderungen, dis, wie er sagt, von der Tagesordnung der deutschen Politik nicht verschwinden werden, so­lange sie nicht erfüllt sind. Er bemerkt ferner, daß das sozialdemokratischeArbeitsprogramm" sich aufgeringe Punkte von entscheidender Be­deutung" habe beschränken müssen. Demnach ist derVorwärts" sicher nicht der Auffassung, daß es si.h um unverbindliche Wünsche handele. Die Sozialdemokratische Reichstagsfraktion aber ist vorsichtiger Sie sagt nur, daß sie auf die Erörterung der sachlichen Programmpunkte Wert lege. Danach schlägt die Fraktion also nur eine Ausspxache vor, die ihr niemand ver­weigern wird, der sich einmal zu Verhandlun­gen bereit erklärt hat. In diesem Sinne hat dann auch gestern der Fraktionsvorsitzende der Deutschen Volkspartei, Dr. Scholz, dem Reichs­präsidenten in einer persönlichen Besprechung auf Befragen versichert, daß sich an der Ver­handlungsbereitschaft der Deutschen Volkspartei durch die sozialdemokratischen Veröffentlichun­gen nichts geändert habe. Reichspräsident Hindenburg hatte Wert darauf gelegt, sich über diesen Punkt bei den in Betracht kommenden Fraktionen noch einmal zu vergewissern. Die «èsvrechungen haben ergeben, daß die Ver­handlungsbereitschaft bei der Deutschen Volks­purtei, bei den Demokraten und bei dem Zen­trum weiterbesteht. Nachdem sich die Sozial­demokraten dieser Haltung angeschlosscn haben, sind die Vorfragen zur Genüge beantwortet und

Berlin, 11. Dez. In der Frage der Regierungsbildung ifi insofern bereits ein ge­wisser Abschluß erreicht worden, als nunmehr von allen für die Regierungsbildung in Be- trachk kommenden Parteien Meinungsäuße­rungen dahin vorliegen, daß sie bereit sind, über die Frage der Großen Koa­lition in Verhandlungen einzu- treten. Es handelt sich jetzt darum, ob es zweckmäßiger ist, daß der Reichspräsident selbst die weiteren Verhandlungen unter den Parteien leitet, oder daß er eine Einzelper- sönlichkeik mit diesen Verhandlungen betraut. Zurzeit ist eine Beauftragung einer Einzel­persönlichkeil mit der Kabinetsbildung noch nicht erfolgt und ist auch für heute nicht mehr zu erwarten. In parlamentarischen Kreisen ist man im allgemeinen zu der Auffassung ge­langt, daß es zweckmäßiger sei, die nötigen Verhandlungen durch eine vom Reichspräsiden­ten beauftragte Persönlichkeit führen zu lassen. Der ursprünglich in Aussicht genommene Empfang auch der übrigen Parteiführer ist dadurch gegenstandslos geworden, daß Heuke mittag Dr. Scholz auch im Ramen der Deutschen Volkspartei die Bereitwilligkeit er- klärte, über die eventuelle Bildung der Großen Koalition in Verhandlungen einzukreien.

Wird Dr. Luther mit Ser Kabtnetts- bUöung beauftragt?

Berlin, 11. Dez. Wie wir von parlamen­tarischer Seite erfahren, ist damit zu rechnen, daß der Reichspräsident morgen vormittag eine Persönlichkeit mit der Führung der Derhand-

lichkeit wird allgemein der jetzige Reichskanzler Dr. Luther genannt. *

Berlin, 12. Dez. Zu der für heute zu er­wartenden Betrauung Dr. Luthers durch den Reichspräsidenten bemerkt dieTägliche Rund­schau": Reichspräsident v. Hindenburg hatte im Bewußffein feiner hohen Amtspflichten die Initiative ergriffen. Die Parteien haben feinem Appell Folge geleistet, und es besteht jetzt die Möglichkeit, sie alle an den gemeinschaftlichen Verhandlungstisch zu bringen, um festzustellen, wie weit der gute Wills zu einer Verständi­gung und zum Verzichts auf einseitige For­derungen reicht. Diese Feststellung aber ist Sache derjenigen Persönlichkeit, die von dem Vertrauen des Reichspräsidenten zur Regie-

die eigentlichen Verhandlungen über die Re­gierungsbildung können nunmehr beginnen.

Dis Mission des Reichspräsidenten ist damit beendigt. Er hat sich im Interesse einer raschen und sicheren Lösung auf die Verhandlungen mit den einzelnen Parteien soweit eingelassen, als es seine Stellung nur irgend gestattet. Das Weitere muß nun Sache des Mannes sein, den er mit der Aufgabe betraut, eine Regierungs­bildung auf der Grundlage der großen Koali­tion zu versuchen In diesem Stadium kann sich auch die Presse nicht viel davon versprechen, daß man etwa die einzelnen Punkte des sozial- demokratischen Arbeitsprogrammes diskutiert. Man kann ja nach der Fassung der sozialdemo­kratischen Antwort nicht mit voller Sicherheit übersetzen, ob die sozialdemokratische Reichs- ^agssraktion alle Punkte aufrecht erhalten oder ob sie trotz des Kommentars desVorwärts" einzelne fallen lasten wird. Man kann auch noch nicht klar erkennen, wie einzelne der For­derungen gemeint sind. So kann man z. B. unter einer reichsgesetzlichen Regelung der so­genannten Fürstenabfindung sich mancherlei öorstellen. Diese Zweifelsfragen können vom Reichspräsidenten selbst nicht weiter geklärt werden und sie können auch durch eine Dis­kussion in der Presse nicht viel gewinnen. Hier muß der Mann mit seiner Arbeit beginnen, der den Versuch der Regierungsbildung machen soll. Er wird die Forderungen des sozialdemokrati­schen Programms auf ihre wirkliche Bedeutung zu prüfen haben und er wird feststellen müssen, was die Sozialdemokraten als unerläßliche Be­dingung betrachten und wis nicht Erst dann wird man beurteilen können, ob das sozialdemo­kratische Programm für die anderen Parteien überhaupt tragbar ist, oder ob es von vorn­herein als Kulisse gedacht war, hinten der die Sozialdemokraten ihre Ablehnung zu verstecken versuchen. Diese Verhandlungen sind vorerst unerläßlich. Man wird gut tun, ihren Ver-

rungsbildung berufen wird. Man wird damit rechnen können, daß dann der Möglichkeit der Großen Koalition rasch auf den Grund ge­gangen wird.

Severing für Sie große Koalition.

Berlin, 11. Dez. In den Sozialistischen Monatsheften tritt der preußische Innen­minister Severing für die Notwendigkeit der Großen Koalition ein. Ihr Scheitern, schreibt er, wäre der erste Schritt, der uns wieder von Locarno und damit von Europa entfernen würde. Das wäre kein Aufbau, das wären neue Trümmer. Wichtiger als alle Richtlinien für Einzelfragen ist die "Erkenntnis, daß es der Zusammenfassung aller produktiven Elemente des deutschen Volkes bedarf, um für eine längere Zeit unserem Lande Erschütterungen fernzuhalten, um die formellen Bestimmungen der Locarnoer Verträge zu fruchtbarer Aus­wirkung zu bringen.

Dr. Wirth über die politische Lage.

Berlin, 12. Dez. In einer von dem Landes­verband Berlin-Brandenburg der Zentrums­partei veranstalteten Kundgebung in der über­füllten Stadthalle sprach Freitag abend Reichs­kanzler a. D. Dr. Wirth über die innen» und außenpolitische Lage. Der Redner, der stür­misch begrüßt wurde, wies zunächst auf die Wirtschaftskrisis hin, die nicht durch Abbau der Löhne beseitigt werden könne. Die In­dustrie müsse sich klar werden, daß die hohen Preise zum Untergang großer Wirtschaftskreise führen müßten. Die Lötung dieser Fragen

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Aus die außenpolitischen Fragen übergehend, erklärte Dr. Wirth, die Locarno-Linie müsse jetzt klar und strikte befolgt werden. An die Jugend, vor allem an die akademische Jugend, richtete er den Appell, gleichfalls für die Linie von Locarno einzutreten.

In seinen weiteren Ausführungen setzte sich Dr. Wirth mit dem rechten Flügel der Zentrumspartei auseinander und betonte, daß das Zentrum die Große Koalition an­streben müsse. Die Kräfte zum Wiederaufbau feien nicht rechts, sondern links, bei den Arbeitern und Werktägigen in Stadt und Land. Das größte Ziel sei d'e Freiheit des deutschen Volkes und der deutschen Republik. (Lebhafter Beifall.)

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lauf ohne Optimismus entgegenzusehen. Denn wenn man sich auch auf Einzelheiten nicht ein­läßt, so wird man dock als allgemeinen Ein­druck feststellen müssen, daß die Sozialdemokra­ten nicht von demselben Verhandlungswillen beseelt sind wie die übrigen Parteien, sondern daß es ihnen mehr auf Verschleppung und auf taktische Manöver ankommt, als auf einen wirklichen sachlichen Erfolg.

Eine Voifchafternvle in der Luf!- fnhrrfraqe.

Paris, 11. Dez. Wie amtlich mifgefeilf wird, hat die Doffchafterkonferenz beschlossen, an die deutsche Regierung eine Roke über die Regelung der deutschen Luftschiffahrt zu richten. Die Rote wird von technischen Erwägungen ge­leitet und im Geiste von Locarno gehalten sein.

Bsich!ü?se zur Beamtenbe'sidung.

Berlin, 11. Dez. In der Ab-ndsitzurra des Haushaltsausschustes des Reichstages schlug Staatssekretär Fischer vom Reichsfinanz­ministerium dem Ausschuß im Interesse einer schnell zu erledigenden Zuwendung für die Be­amten und Angestellten folgende Regelung vor: Es soll den Beamten, Wagegeld- und Ruhege­haltsempfängern, Angestellten und Beamten- Hinterbliebenen der Gruppe 1 bis 4 eine ein­malige Zuwendung in Höhe von einem Viertel eines Monatsbezuges, den Beamten der Gruppe 5 und 6 eine solche von einem Fünftel eines Monatsbezuges gegeben werden mit der Maßgabe, daß der Mindescketrag für Ledige auf 30 Mark festgesetzt wird, der sich für jeden Frauen- und Kinderzuschlag um je fünf Mark erhöht und für die Vollwaisen insgesamt zehn Mar« beträgt. Die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen sollen eine Zuwendung von einem Viertel ihres Monatsbezuges erhal­ten. Staatssekretär Fischer erklärte hierzu, daß dies aeaenwärtia das äußerste sei, was bei dem

Stande der Finanzen auszuführen sei. Man müsse auch die Rückwirkungen bedenken, die aus die Finanzen der Länder entstehen und mar wolle doch vor allem schnelle Hilfe bringen.

Rach einer längeren Aussprache wurde fest- gestellt, daß sich die Mehrheit deg Ausschusses nicht auf den Standpunkt der Regierung stellen könne; es wurde vielmehr ein Antrag des Zen- lrums angenommen, worin verlangt wird, daß der allgemeine Teuerungszuschlag für die Be­amten der Gruppe 1 bis 4 von 12.5 Proz. auf 25 Proz., für die Beamten der Gruppe 5 und 6 von 12.5 Proz. auf 20 Proz. erhöht werden soll. Die Beträge können kapitalisiert und in einmaliger Lumme ausbezahil werden.

Der neue portugiesischePräsident

Ciffabon, 12. Dez. Im zweiten Wahlgang rde gestern mit 148 : 12 Stimmen Berrv

wurde gestern mit ................. hardino Machado zum Präsidenten der Repur blik gewählt.

Die Lage in Syrien.

Paris, 12. Dez. Havas meldet aus Beirut: Bei Tekije wurde ein Vorstoß gegen einem Frontposten versucht. In Damaskus wurden nach dem gestrigen Angriff 11 Leichen von Aufständischen aufgelesen. Durch ein Flugzeug­bombardement sollen 40 Personen getötet sein

Ein Tag mit Kindenburg.

Der Re chspräsidenk bei der Arbeit.

Als Hindenburg zum Präsidenten des Deutschen Reiches gewählt wurde, versuchte so mancher Einblick in das Privatleben des grei­fen Heerführers zu erhalten, um einer lauschen­den Menge Intimes aus dem Alltag ihres Präsidenten mitteilen zu können. Nur selten gelang es und meist beschränkte sich ein Per

feine Umgebung zu schildern, auf die trockene Feststellung, daß der Präsident des Deutschen Reiches sehr anspruchslos ist und sehr viel arbeitet.

Ein ungenannter Regierungsrat veröffent- lickst nun im Verlag für Kulturpolitik Berlin eine Broschüre, worinEin Tag aus dem Leben des Reichspräsidenten" beschrieben wird. Vor allem wird das Palais des Reichs­präsidenten in der Wilhelmstraße geschildert. Ungeachtet seiner besonderen Vergangenheit zeigt es heute streng dienstlichen Charakter. Die Einrichtung des Arbeitszimmers Hinden­burgs besteht aus dunklen, wuchtig wirkenden Möbeln. An der rechten Wand erblicken wir, ein Ledersofa mit einer Gruppe von Klub-^ fesseln um einen Tisch. Die Hinterwand wird fast ganz durch einen breiten Bücherschrank ausgefüllt. Links aber ist schräg an das Fen­ster der große, schwere Schreibtisch gerückt, die Stätte der wichtigsten Arbeit des ersten Man­nes im Deutschen Reich. Hier begegnen wir zuerst einer ganz persönlichen Note. Dem Sessel gegenüber hinter dem Schreibzeug auf dem Schreibtisch m schlichtem Holzrahmen ein vergilbtes Papier, auf dem in großen fateini, schen Buchstaben die WorteOra et labora" eingeschrieben sind Dieses Papier mit dem alten Spruch:Bete und arbeite" hat Hinden­burg von seinem Vater geerbt und es ist eines der ganz wenigen Stücke, die er aus seinem Hause in Hannover in den neuen Wirkungs­kreis nach Berlin mitgenommen hat.

Zu einer Stunde, wo noch ein großer Teil der Bevölkerung Berlins in den Federn liegt, beginnt der Reichspräsident seinen Werktag. Herr von H'ndenburg pflegt um 6 bzw. 7 Uhr morgens aufzustehen. Um 8 Uhr tritt er, be­gleitet von seinem geliebten Hunde Rolf, einem deutschen Schäferhund, in den großen schattigen Garten hinter dem Palais. Hier sieht man seine hohe, wuchtige Gestalt im dunk­len Ziv lanzug langsam über die Wege wan­dern. Bei regnerischem Wetter läßt er sich auf der Veranda ni-der und genießt sitzend die freie Luft. Dann begibt er sich an seinen Schreibtisch, um die Arbeit anzufangen. Unter­dessen hat das Büro die Flut der Akten und Schriftstücke, die eingelaufen ist, geordnet und die wichtigsten Papiere sind in die Mappe des Staatssekretärs gewandert, der seinem Vor­gesetzten als Erster allmorgendlich 9 Uhr 50 Minuten Vortrag zu halten hat. Er tritt an den Schreibtisch des Präsidenten und brei­tet die amtlichen Neuigkeiten aus. An den Vor­trag des Staatssekretärs schlößen sich im all­gemeinen die Vorträge der Referenten. Hier­auf erscheint der Pressechef Ministerialdirektor Kiep zum Vortrag. Dieser bildet eine überaus wichtige Ergänzung zu dem Ueberblick über