201. Jahrgang.
Hanauer V Anzeiger
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sladl und Land.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Emin- und Feiertage. / Ferniprech-Avschluß Nr 1237 und 1238.
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Nr. 269
Monlag den 16. Movernder
1925
Das Neueste.
— Die gestrige Berliner Zcppelin-Eckener-Feier gestaltete sich zu einer riesigen Kundgebung für die Sitzalluiig der Friedrichshafener Werke.
— Die deutsche Regierung hat zum Nachfolger des bisherigen deutschen Bolfchafters in Madrid den bisherigen deutschen Gesandten in Bucapest, Giaf Wilzek, bestimmt, für den die spanische Regierung das Exequatur erteilt hat.
— Die spanische Regierung hat in Ergänzung der bisherigen Kampfmaßnahmen gegen die deutsche Einfuhr am 14. November eine königliche Verordnung veröffentlicht, wonach deutsche Waren auch in den spanischen Kolonien einem Zollaufschlag von 80 Proz. unterliegen.
Lerwerfliche Kampfeswerje.
Die Linksblätter schlagen sich gegenwärtig mit dem Reichswehrminister Dr. Geßler, einem Mann aus ihrem eigenen Parteilager, herum, weil Herr Geßler es ablehnt, sich als Kronzeugen für angebliche bayerische Pulschabsichten im November des vorigen Jahres mißbrauchen zu lassen. Die ganze Angelegenheit hat starke Aehnlichkeit mit einem Hintertreppenroman. Der Gewährsmann der Linkspresse, Herr Emil Ludwig, als Verfasser einer Kaiser-Biographie nicht eben rühmlich besannt, hat Herrn Dr, Luppe, den Oberbürgermeister von Nürnberg, gesprochen. Hierbei ist ihm nach seiner Behauptung der Inhalt eines Gesprächs zwischen Herrn Dr. Luppe und Herrn Dr. Geßler mitgeteilt worden. Der Reichs- wehrminister kam damals aus München und soll nun seinem Parteifreund in Nürnberg er«
stellen und den Kronprinzen Rupprecht als König einsetzen. Er sei gefragt worden, wie er sich verhalten werde und habe geantwortet, daß ihn die ganze Sache als Reichswehrminister nichts angehe. Wenn die Bayern wieder einen König einsetzen wollten, so habe er nichts da« gegen. Das sei eben Sache der Bayern. Herr Ludwig hat diese angebliche Mitteilung des Oberbürgermeisters Lupps, wie man sich den« fen kann, mit brennendem Interesse ausgenommen. Er hat sie dann zur Füllung einer Bombe verwandt, die am 9. November in einer Berliner Revolutionsfeier platzte. ' Die Berliner Linkspresse hat dafür gesorgt, daß sie ihre Wirkung nicht verfehlte. Was tut es, wenn Herr Geßler jetzt mit aller Bestimmtheit erklärt, er habe niemals auch nur im entferntesten dem Nürnberger Oberbürgermeister eine solche Mitteilung gemacht. Wer weiß, welche Aeußerung man ihm im Munde verdreht hat. Das alles ist für die Linkspresse'Nebensache. Die Hauptsache ist, daß man sich wieder einmal als Monarchistentöter und als Retter der Republik in helles Licht gesetzt hat. Mag Herr Dr. Geßler sehen, wie er mit den monarchistischen Greuelmärchen seiner eigenen Parteigenossen fertig wird.
Wir haben es in der letzten Zeit mehrfach erlebt, daß Minister persönlich in die Debatte gezogen worden sind und daß der Parteieifer
Indiskretionen und Klatsch nicht halt machte. Man muß solche Entartungen des Kampfes bedauern, aber man wird es wahrscheinlich nicht zum letzten Male erlebt haben, in der Hitze des politischen Gefechtes auch einmal unfaire Waffen verwendet werden. Mit allem Nachdruck aber wird man verhindern müssen, daß auch die letzte Schranke nie« oergerissen und die Person des Reichspräsi- oenten in die Niederungen des Parteikampses gezogen wird. Dies ist leider geschehen. Ber- msr Blätter berichten über eine ^Aeußerung, oie Hindenburg bei seinem Aufenthalt in Stutt- 9^9en die Deutschnationalen getan haben EU. Er habe erklärt, so heißt es, zuerst ver- 1 chere man ihm, daß er das Vertrauen der ganzen Partei genieße und eines Tages stehe "durch die Beschlüsse dieser Partei allein da .Ehe seine Stellung gefährdet. Im An- L "â^oan soll der Reichspräsident das Bild t'en ‘m Porzellanladen aebrâucht haben.
°uf den ersten Blick sagen, daß d'eser angebliche Aussvruch dem Reichspräsi- denten so unähnlich sieht wie nur möglich und sich» "icht solcher Worte bedient P Aber ganz abgesehen davon — wohin
das zu taktloser Reklame für das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Es mar das schlimmste noch nicht, daß Herr Dr. Wirth in Amerika den Reichspräsidenten als den besten deutschen Re- » -----. o “"o -^tiHnmi uuuun — mogln publikaner gefeiert bat. Solche Reden beweisen
i nmen wir, wenn es Brauch werden sollte, nur etwas für die Wandlungsfähigkeit demo- oie Brorte des Reichspräsidenten bei solchen "ratischer Auffassung. Verwerflich aber ist es, Unterhaltungen zu belauern und sie dann der ">enn die Presse der L-nken nun noch einen oeffentlichkeit als Kampfäußerung gegen eine Schritt weiter geht und die Person des Reicl's- bestimmte Partei vorzusetzen. Man muß scho: '"äfibenten selbst als Zielsche be mitten in den
Die Rückwirkungen
Paris, 15. Nov. Die Morgenpresse beschäftigt sich mit dem gestrigen Beschluß der Botschafterkonferenz. Der größte Teil der Presse druckt das offizielle Kommunique der Botschafterkonferenz ab, behält sich jedoch die Würdigung der gestrigen Entscheidung vor, bis morgen der endgültige Text der Mitteilungen, die an die Reichsregierung ergehen, festgelegt ist. „Matin", „Journal", „Echo de Paris", ,Hetit Parisien" und „Oeuvre" veröffentlichen Einzelheiten über den gestrigen Beschluß.
Die Rückwirkungen im besetzten Gebiet.
Was die Konzessionen betrifft, die in der Frage des Besatzungsregimes beschlossen wurden, so beziehen sie sich auf folgende Fragen:
1. Der deutschen Reichsreaierung wurde die Ernennung e'nes Reichskommissars für das besetzte Gebiet in der Person des ehemaligen Botschafters in Madrid, Frhrn. Langwerth von Simmern, zu--estanden.
2. Es wird eine vollkommene Revision der Ordonnanzen für das besetzte Gebiet vorgenommen. (Journal).
3. Die Befugnisse der deutschen Gerichte werden ausgedehnt. („Journal".) Die Kom- petcnz der Kriegsgerichte wird beschränkt auf die Vergehen, die ihnen ihrer Ratur nach zu- kommen. Die deutschen Gerichte werden wieder das Recht haben, über alle anderen Fälle Recht zu sprechen. („Makin" und „Oeuvre".)
4. Die Einmischung der Alliierten in die deutsche Verwaltung beschränkt f:^ von nun ab ausschließlich auf die notwendigen Maßnahmen ?ür d e Sicherung
wird
de
Journal“.)
6. Es werden we kgehende Amnestiemaß- nahmen für alle diejenigen erlassen, die im be- setzken Gebiet verfolgt wurden. („Journal".)
7. Schließlich ist. wie einige Blätter fest, stellen, auch eine Revision der Urteile der Kriegsgerichte in Aussicht genommen worden.
8. Endlich wird em neues System für die Aukerbringung der Truppen geschaffen. Die öffentlichen Gebäude werden freigegeben, was durch eme praktischere Regelung der Kasernie- rung der Besahungskruppen, deren Zahl wesentlich herabgesetzt wird, ermöglicht werden soll. („Pek k Puristen" und „Makin".)
Sy dem Beschluß der Botschafterkonferenz schreibt die „Ere Nouvelle": Nun ist endlich der Tag gekommen, wo die beiden wieder ausgesöhnten Feinde Deutschland und Frankreich an dem gemeinsamen Werke des Wiederaufbaues teilnehmen können. Die Politik von Locarno
kann den Beginn der kont'Nsntalen Wiederauf- richtung bedeuten. Die Räumuna Kölns bedeutet das Ende des durch den Vertrag von
sagen, daß die Linke mit der Person des Reichspräsidenten ein wirklich nicht sehr feines Spiel treibt. Sie hat ihn als den Gegenkandidaten des Herrn Marx auf das schärfste bekämpft und daß sie dabei auch vor persönlichen Verunglimpfungen Hindenburgs nicht zurückschreckte, beweist der berüchtigte Aufsatz des Hannoverschen Professors Lessing in einem Prager Blatt und die nicht minder berüchtigte Eintragung des Herrn Dr. Jaenicke, des Schwiegersohnes des Reichspräsidenten Ebert, in dem Fremdenbuch eines italienischen Hotels. Als Hindenburg dann durch die Tat bewies, daß er sein Amt in tiefem Verantwortungsbewußtsein als Erwählter des ganzen deutschen Volkes auf sich nahm, als er'sich an Parteiunterschiede nicht kehrte, da hat die Presse der Linken diese vornehme und pflichtbewußte Haltung des Reichspräsidenten sofort dazu benutzt, um'Hmdenburg gegen die Rechte auszuspielen. Wenn Hindenburg die Reichsfarben respektierte, so gab das Anlaß zu höhnischen Bemerkungen und wenn er beim Besuche einer Stadt den Willkommensgruß aller Bevölke- rungsscknchten mit derselben Freundlichkeit und Bereitwilligkeit entoegennahm, so benutzte man
Versailles geschaffenen Waffenstillstandes und den Beginn des Friedens im Okzident. Der gestrige Tag ist der wirkliche Tag des Friedensschlusses.
Räumung Kölns am 1. Dezember.
Paris, 14. Nov. Die Botschaftsrkonferenz, die nach den gestern getroffenen Sispöfitionen erst am Montag zusammentreten sollte, ist von ihrem Vorsitzenden bereits heute nachmittag zusammenberufen worden, um über die deutsche Antwort auf ihre jüngste Note und die ihr zu gebenden Folgen zu beschließen. Ueber die Sitzung, die um 5 Uhr begonnen und bis kurz vor 8 Uhr gedauert hat, ist folgendes offiziöse Kommunigs ausgegeben worden:
„3m Anschluß an die Mitteilungen, die von der deutschen Regierung eingelassen sind, hat die Dotschafterkonferenz beschlossen, heute nachmittag um 5 Uhr eine Sitzung abzuhalten. 3m Verlaufe dieser S'tzuna hat die Konferenz beschlossen, noch heute abend eine Rote an b’e deutsche Regierung zu r thfen, um ihr Kenntnis zu geben von den Erleiä-lerungen. welche die alliierten Regierungen für das Wunafions- regime in den besetzten Gebieten e-'n- kreten zu lassen beschlossen haben. Andererseits hat d'e Konferenz nach Kenntnisnahme der S^ntwork der deutschen Regierung über die noch strittige Ergoe der Abrüstung und in Anbetracht des Umstandes, daß diese TUitkeilungen geeignet ericbein"». die Râumuna der Kölner Zone zu erlauben, den 1. Dezember
als Dalum für den Tnr^n h’o’ar Dnnmuna
sofort in Kennln--; aeketzk worden. Die Konfe-
reni tr'st am Montaa ornant zutammsn, um b^n Vortto,,» der Ro^e feft'ulaaoa, d"r^ roetoe dipte Enkscbeidunq der d<"'"chen Regierung offiz ell mikgekeilk werden foQ.“
Der Rsichsnräki-ens und -?e Frage -er Vus'°e^eru"-«;Me.
In einem großen Teile der Presse ist wiederholt darauf hingewiesen worden, daß die Tatsache, daß der Reichspräsident immer noch an der Spitze der Auslieferungsliste steht, nicht im Einklang mit dem Geiste von Locarno zu bringen sei. Bon zuständiger Seite wird demgegenüber darauf hingewiesen, daß die ganze Auslieferungsfrage schon unter der Regierung Poincarès bei einer Debatte in der französischen Kammer als erledigt erklärt wurde. An dieser Tatsache ändert auch n'chts der Umstand, daß die Bestimmungen des Versailler Vertrages formell noch nicht aufgehoben seien. Durch die Stellungnahme der Gegenseite sei die Frage der Auslieferrmg tatsächlich für uns und für die Welt erledigt.
parteipolitischen Kampf stellt, und das auch noch unter mißbräuchlicher Benutzung angeblicher Aeußerungen, die sicher niemals in diesem Sinne gefallen sind.
Verspricht man sich von einer derartig verwerflichen Kampfeswe'sè irgendwelchen Erfolg? Als die Sozialdemokraten im Herbst 1923 aus der großen Koalition im Reiche ausschieden, hat Herr Ebert, der damalige Reichspräsident. diesen Schritt aufs schärfste in privaten Gesprächen mißbilligt. Iß es irgend s-mandem einaefallen, diese Aeußerunoen in die Oeffentlichkeit zu zerren und den Srüal- demokraten varzudalten, daß ■ sie den Mann ihrer eigenen Wahl verleugneten? Eine solche Nnaebör'gkeit hat damals niemand begannen. Man loltts sich auch setzt davor hüten und in dem Reichspräsidenten dm Mann respektieren, der über den Parteien steht.
M-e Re-e Slr^emarrns in Duisburg.
Duisburg. 15. Rav. Anläßlich einer von der Deutschen Volksvartei in Duisburg veran-alte- ten Versammlung svrach ^eirh^nu^en'^ini^er Stresemann über Fragen der deutschen Außenpolitik. Er führte u. a. an st
Ein sseberblich "ber die Z"it vom Beainn des Ruhrkamnfes bis zur G"genwart zeige, daß es darauf ankomme, insbesondere dm Zusam- menbana der roeffmirff’haft'idfen Ideenverbindungen mit den Forderungen der deutschen Außenpolitik oaf dem Geb'et deutscher Souveränität und Freiheit im Onn-rn zur Eeltuna zu bringen Auf dieser Gnmdlaae hätten die Verhandlungen von London zur Räumung des Ruhrgebiets und zur Räumung der Sanktion? b
stäidte geführt. Derselbe Weg wurde von Locarno über die morgen im Kabinett zu beratenden, der deutschen Regierung bekannt gegebenen Erleichterungen für das Rheinland zu einer Politik führen, die uns eine andere Bewegungsfreiheit in Deutschland verbürge. Der Vertrag von Locarno entspreche den Grundlinien der Note der deutschen Regierung vom 20. Juli. Deshalb hätten die deutschen Delegierten auch das Recht der Paraphierung für sich in Anspruch nehmen müssen. Die deutsche Initiative sei erfolgt, um Bestrebungen entgegen« zu wirken, die bereits im Versailler Vertrag als Ersatz für die belgische Neutralität ein einseitiges Abkommen der Allieirten vorgesehen hätten. Nach Locarno sprach eines der ange- schensten verbreitetsten französischen Blätter davon, daß England und Frankreich sich allein verständigt hätten, wenn sie mit Deutschland nicht zur Verständigung gekommen wären. Einer der Hauptgesichtspunkte des Vertrags von Locarno liege in der Ersetzung der gegen Deutschland gerichteten Entente durch einen Gegenseitigckeitsvertrag, der auch Deutschland Schutz und Sicherheit gewähre. Die große fort« wirkende Bedeutung von Locarno liege in der Notwendigkeit des Zusammenwirkens der euro« päischen Wirtschaft, die samt und sonders unter den Wirkungen des Krieges gelitten hätte. Die Erkenntnis von der Notwendigkeit der euro« päischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit habe dem Vertrag von Locarno den Weg geebnet. Man müsse hoffen und daran arbeiten, daß dieser Gedanke auch in Zukunft Boden in Europa finde und sich in einer Politik friedlicher Zusammenarbeit der Völker auswirke. Daß Locarno der Beginn einer neuen Aera in Eu-
ropa sein müsse, dies fei die Auffassung aller derjenigen, die an diesem Vertragswerk mit«
Der Minister ging zum Schluß seiner Au& führungen auf die Frage der Rückwirkungen ein. Die Reichsregierung werde morgen über die Note zu beraten haben, die von den alliierten Regierungen eingegangen sei. Sie enthalte Erleichterungen für das Rheinland und kündige ferner die endgültige Räumung der nördlichen Rheinlandzone an, deren Beginn für den 1. Dezember in Aussicht genommen sei. Das, was man für das Rheinland erwarte, fei wiederholt ausgesprochen worden. Auf Grund des bisherigen Ganges der Verhandlungen könne er nur sagen, daß das Vertrauen, das die deutschen Delegierten den Worten von Briand, Chamberlain und Vandervelde entgegengebracht hätten. in keiner Weise erschüttert worden fei. Wenn die Reichsregierung auf Grund der bevorstehenden Beratungen ihrerseits zu der Auffassung komme, das Ja zu dem vorliegenden Gesamtwert auszusprechen und das deutsche Volk auffordere, hinter diese Entscheidung zu treten, so müsse man trotz allem, was vorgegangen sei, hoffen, daß unter Hintansetzung aller neuen politischen Erwägungen das deutsche Volk in seiner überwiegenden Mehrheit in dieser wichtigsten außenpolitischen Frage hinter die Regierung trete.
Die Rede des Reichsaußenministers wurde von der Versammlung mit großem Beifall ausgenommen. Mit dem Absingen des Deutschlandliedes schloß die Veranstaltung.
Koloniale Kundgebung.
Berlin, 15. Nevcmbr. Die bereinigten Kolon ial- verhânoen neianftalteten deine eine große Kun grbung, in der Vertreter reg Zentrums, der Deutschen BotkS- parteh der Sng-ntoen Volk-partei, der Demokraten, Der D iitschnationalen Voüspartei und der Wirlschatt- hcben berem g ma die Durchsegung unserer berechtigten folomalen 'dnwrücke forderten. Habe doch eist in Locarno der franzöüsche Außenminister Biiand die Erklâi iing ab "geben, daß niemand in der Welt Deutschlands moralisches stecht auf Kolonien bestreiten sönne. Zum Schälst der zablretch besuchten Ver» Miulung wurde eiust>mmlg eine Entschließung an« enommcn, in der die Ne chereg erung und die gesetz- ebenden Köipcrschatt n dringend geb ten werden, dafür einzmikteii, daß den LebenSnotwendigkeiten Deulschiands auch auf kolonialem Geb et Rechnung g.tiügen wird.
Der Dank -es ReichspräsiSenlen an Sü-üeutschlan-.
Berlin, 14. Roo. Der Re r,Spra,ident bat den Lau. s.e.ie.ung n von Wüittcmbcrg, Baden und Hessen, lome dem O.erbürge.m.ister von Frankfurt am Main in Herpich : gedalteuen Handschreiben seinen wärmsten Da k für oie freundliche «ufnabmc, die er beratl bei den Behörden und bei der Bevölkerung Esunücn bat, ausac Violen und gleichzeitig gebetener LbvöNeiunz in Stadt und Sam ben Ausdruck tuet Tankiarieit für die ibm allenthalben darge- radne Bc. rüßung zu überm/tteln.