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Nr. 268
Samstag den 14 November
1925
W les AMsslSBtkIt« in Stiillitl
Arankfurk a. St, 13. Nov. Schon seit den frühen Morgenstunden ist das Straßenbild der Älen Reichsstadt völlig unter dem Einfluß des Besuchs des Reichspräsidenten, obwohl dessen Eintreffen erst für die Mittagsstunden in Aussicht steht. Der Bahnhofsplatz und die Straßen, durch die die Rundfahrt führt, sind mit Fahnen reich geschmückt. Von einer besonderen Ausschmückung ist auf ausdrücklichen Wunsch des Reichspräsidenten Abstand genommen worden. Nur der Eingang der breiten Kaiserstraße zeigt zwei mächtige Pylonen, ebenso der Römer, das alte Wahrzeichen der Stadt, von Künstlerhand in reichen Blumenschmuck gehüllt, durch den sich auch Oper und Hauptbahnhof auszeichnen. Von 11 Uhr ab beginnt der Aufmarsch der spalier- bildenden Verbände, während sich der zweite Platz vor dem Römer mit über 20 000 munteren Schulkindern nach und nach füllt.
Starke Bewegung unter der unüberseh- baren Menge, die den Bahnhofsplatz besetzt hält, zeigt gegen 1 Uhr an, daß der Zug, der den Reichspräsidenten und seine Begleitung von Darmstadt bringt, soeben eingelaufen ist. Reichspräsident von Hindenburg entsteigt dem Zuge in Begleitung des Staatssekretärs Meißner und seines persönlichen Adjutanten Majors v. Hindenburg, wechselt kurze Begrü- ßungsworte mit Oberbürgermeister Dr. Landmann, General Reinhardt, dem stellvertreien- * den Polizeipräsidenten Dr. Hammacher, dem Präsidenten der Reichseisenbahndipekiion LrmUlur^,Gxheincrüt-â>>er und dem Kmdi- " verordnetenoorsteher Heißwolsf, und begibt sich I dann auf wenige Minuten in das Fürstenzim- if mer des Bahnhofs. In Autos wird dann über den Bahnhofsplatz und die breite Kaiserstraße die Fahrt nach dem Römer angetreten ,während Flieger über der Stadt kreisen und von sämtlichen Kirchen ein stimmungsvolles Geläut anhebt.
Der Jubel der Menschenmenge beim Anblick der ehrfurchtgebietenden Gestalt des Reichspräsidenten ist unbeschrechlich, pflanzt sich durch alle Straßen fort und kommt noch einmal besonders stark in Tausenden und Abertausenden I Heller Kinderstimmen zum Ausdruck, als das Auto des Reichspräsidenten auf den Römerberg einbiegt. Das achtjährige Töchterchen des Stadtschulrats Meckbach überreicht mit einem innigen Begrüßungsspruch einen Blumen- trauß, den der Präsident mit sichtbarer Freude tankend entgegennimmt. Ein Händelchor, den de- Motettenchor unter Leitung von Professor Gamble wirkungsvoll vorträgt, erhöht den feierlichen Eindruck, und der Jubel steigt erneut empor, als der Reichspräsident auf dem ; Balkon des alten Kaiserpalais erscheint und nochmals einige beherzigende Worte an die Jugend richtet, die in Heller Begeisterung das Deutschlandlied anstimmt.
Nach einer Vorstellung der Vertreter der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden, sowie der Arbeiterschaft im Kaiser- saal fand dann im Kurfürstenzimmer ein Frühstück statt, bei dem Oberbürgermeister Dr. Landmann den Reichspräsidenten im Namen der Stadt bewillkommnete, deren Bedeutung der Reichspräsident in seiner Antwort als geistige und politische Brücke zwischen Nord und Süd unseres Vaterlandes hervorhob.
Oberbürgermeister Dr. Landmann begrüßte den Reichspräsidenten mit folgender Ansprache: Herr Reichspräsident! In diesen historischen Räumen, die ragende Zeugen der großen Geschichte dieser uralten Stadt deutscher Kultur sind, entbiete ich Ihnen namens der Stadt Frankfurt herzlichen Willkommengruß.
Ihr Kommen ist uns eine Anerkennung der großen ideellen und wirtschaftlichen Bedeutung, die nach dem Verluste ihrer politischen Selbständigkeit dieser Stadt verblieben ist. Empfangen von der Ehrerbietung derBürgerschaft, umrauscht von der Begeisterung der Jugend, sind Sie über die Kaisertreppe dès altehrwürdigen Römers in den Saal eingetreten, von dessen Wänden die Kaiserbilder und damit die Schicksale von Jahrhunderten sprechen. Als Sie hinaustraten auf den Söller, da standen Sie an der Stätte, von der aus dem Volk die Kaiserwahl verkündet wurde. In diesem denkwürdigem Raume hat vor mehr als 130 Jahren zum letzten Male ein neugewählter Kaiser mit den Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches
nach alter Sitte zu Tafel gesessen. Wenige Schritte von hier grüßt das wuchtige Massiv der Paulskirche herüber, darin die vom Pathos Schillers erzogene erste politische Generation des deutschen Bürgertums mit heißem Herzen nach politischer Einheit und Freiheit, nach des Vaterlandes Größe und Glück rang. In der Eschenheimer Gas e steht das Bundespalais, der Sitz des deutschen Bundes, des obersten Organes des deut chen Volkes in der trüben Zeit zwischen 1815 und 1866, unweit davon das Haus, worin 1871 das Siegel unter den märchenhaften Aufstieg des deutschen Volkes durch den Abschluß des Friedens von Frankfurt gefetzt wurde. Diese geschichtliche Berufung Frankfurts hängt eng zusammen mit seiner gütevollen örtlichen Lage. Da, wo die Furt des Maines im Schnittpunkt des deutschen Landes Ost und West, Nord und Süd verknüpft, erstand diese Stadt, sie war das ganze Mittelalter hindurch bis in unser Iahrhuichert das deutsche Handelsemporium, der naturgegebene Sitz der größten Konzentration des mittelalterlichen und frühkapitalistischen Handels in der ältesten und berühmtesten Messe, der Frankfurter Reichsmesse, der Grundlage der Entwicklung Frankfurts zum ersten Handels- und Börsenplatz Süddeutschlands. Aber diese Stadt birgt auch die Stätte, an der der größte Genius des Abendlandes sein Sonnenauge zur Welt aufschlug, sie ist die Stadt, ..in Her Schoppenhauer dort, wo jetzt der Neubau der alten Brücke der Vollendung entgegengeht, in Nirwarna einging. Aus der „Fülle üer historischen Geschichte sollen diese wenigen Erinnerungen .herausgegriffen sein, um Wert und Bedeutung dieser Stadt für das nationale Leben der deutschen Vergangenheit darzutun. Wer niemals hat sich die Stadt, gebeugt unter der Last der Vergangenheit in eine rückwärtsgewandte Träumerei eingesponnen, sondern sie ist, selbstbewußt sich erhebend, festgegründet auf dem Fundament ihrer großen Vergangenheit, im Wellenspiel der Zeiten stets jung geblieben. Sie hat daraus, trotz den schweren Nöten der Eeg:n- wart den unerschütterlichen Mut zu neuen bedeutsamen wirtschaftlichen Wagnissen und Unternehmungen, zugleich aber auch zur Schaffung großer Kulturinstitute geschöpft, ohne daß sie dabei es je aus den Augèn ließ, ihren alten Ruhm, Bannerträgerin der sozialen Fürsorge zu fein, mit aller Macht zu erhalten. Heute lebt auch unsere Stadt in einer Zeit, da das Volk stöhnt in tiefster wirtschaftlicher Not, in der die Stürme des Krieges und der Nachkriegszeit die Existenzunterlagen vieler ihrer besten Schichten unterwühlt und die alte Wirtschaftskraft auch unserer Stadt geknickt haben. Lange wird es dauern, bis unsere Stadt von den Schäden und Gefahren sich erholt, die zeitweise Besetzungen und die jahrelange Abschnürungen ihres natürlichen Hinterlandes, des besetzten Gebietes, über sie gebracht haben. Wenn wir aber trotz alle dem und trotz der Erkenntnis der ungeheueren Schwere der kommenden Aufgaben mit Selbstvertrauen an das Werk der Zukunft gehen, dann bin ich gewiß, daß ich mit diesen Worten nur einen Ausschnitt aus der Gesinnung der besten Teile unseres gesamten Volkes gebe. Ich blicke zurück auf die Zeit des ersten Besuchs Ihres Herrn Amtsvorgängers, dessen Bild als das eines klugen und mutigen Staatsmannes und eines treuen deutschen Patrioten immer fleckenlos erstrahlen wird, je länger die Zeit um sein stilles Grab in Heidelbergs Bergfriedhof weht. Vergleicht man jene Zeit des Chaos, Der unaufhörlichen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Dammbrüche mit der Station, an der das deutsche Volk heute steht, dann darf man dankbar zurückblicken auf diesen
weg einer allgemeinen Gesundung.
Dann darf auch der Stolz wiederkehren auf das, was in zähem Gigantenkamps vas deutsche Heer draußen an der Front, das deutsche Volk in geduldigem Ausharren in der Hetmat in vier Jahren unaufhörlichen Ringens gegen eine Welt geleistet und gelitten hat. Dann dürfen wir aber auch für die Zukunft auf eine sichere, wenn auch langsame Erholung, auf Gefundng und Festigung von Volk un-d Reich hoffen. Denn eines, Die Grundlage für den Wiederaufstieg ist uns geblieben, das, wofür die draußen vier grausige Jahre gekämpft und die xu
Hause gedarbt habm, das eine unversehrte Gut: die politische
Einheit von Reich und Vplk.
Die Bürgschaft dafür, daß wir durch alle Stürme und Fährlichkeiten der kommenden Zeit dieses köstliche Gut retten werden, erblicken wir heute vor allem in der Gesinnung, in der Sie, Herr Reichspräsident, Ihr Amt übernommen haben und führen. Ihr Leben ist für uns die
Verkörperung der Treue zum deutschen Volke. Zweimal ist der Ruf des Vaterlandes an Sie ergangen in Ihre hohen Lebenslage hinein, als Ihnen nach langen Jahren der Pflichterfüllung die wohlverdiente Ruhe als Ehrensold des Lebens gebührt hätte. Das war damals, als Sie mutvoll ans Werk gingen, mit wuchtig ausholenden Schlägen den Alpdruck von unserem Volke zu nehmen, den das Eindringen der Russen in deutsches Land erzeugt hatte. Und dann, als Sie zurückgekehrt aus den schwersten Kämpfen, in denen Sie Jahre hindurch die ungeheure Verantwortung trugen und deutsches Land vor den Fußtritten der fremden Heere schützten, den Ruf vernahmen, das äußerst würdevolle, aber unendlich schwere Amt des Reichspräsidenten des deutschen Volkes zu übernehmen, da siegte über alle Hemmungen und inneren neuen Kämpfe, über die Scheu vor der schweren Last, deren Sie gewärtig sein mutzten, in Ihnen das Gefühl der Pflicht und der Dr.eu« zum üeui|ü>eu VpM. Hâ Hingabe an das Ganze in jeder Lage ist uns Gewähr a- für, daß Sie Ihr Amt in dem Sinne ausüben werden, in dem es Ihnen vom deutschen Volke anoertraut worden ist. Wir sind gewiß, daß Sie das Deutsche Reich, die deutsche Republik bewahren werden vor allen Angriffen, mögen sie kommen von oben oder von unten. Wir sind gewiß, daß unter Ihrem Wirken an höchster Stelle des Reiches alle Glieder des in der jungen Republik geeinten deutsch-sn Volkes sich immer mehr zum Ganzen verbinden und kraftvoll darnach trachten werden, die Einigkeit nach innen zu festigen, die Wohlfahrt zu fördern und das Ansehen nach außen zu mehren.
In Treue fest, so stehen Sie vor Ihrem Amte und dem Deutschen Reiche, für dessen Erhaltung, für dessen Schutz und für dessen Staatsform Sie Ihr Manneswort verpfändet haben. So haben Sie bisher gehandelt, so wird künftig Ihr Tun. sein. Dieser Ihrer Treugesinnung soll nunmehr der Ruf entgegenhallen, zu dem ich die Vertreter der Fraickfurter Bürgerschaft und der Spitzen der Reichs- und Landesbehör- den auffordere: Des deutschen Volkes Repräsentant, des Deutschen Reiches Präsident, er lebe hoch!
Reichspräsident v. Hindenburg1 erwiderte darauf: Herr Oberbürgermeister! Meine Herren! Ich danke Ihnen herzlichst für die freundlichen Worte und Wünsche, die Sie meiner Person wie meinem Amte gewidmet haben. Es ist mir eine Freude, im Anschluß an meine Reise zu den süddeutschen Regierungen heute auch in der alten Reichsstadt Frankfurt zu weilen, die als geistige und politische
Brücke zwischen Nord und Süd unseres Vaterlandes für uns Deutsche immer von besonderer Bedeutung gewesen ist. Eine Fülle altehrwürdiger Erinnerung wirkt in Ihrer Stadt auf uns ein, besonders in diesem Saale, der die Bilder aller deutschen Kaiser in sich birgt und so die große Geschichte nicht nur der Krönungsstadt Frankfurt, sondern des Deutschen Reiches verkörpert. Der trotz Zersplitterung und Befehdung in den besten Deutschen doch immer lebendige Drang nach Einigung und Einheit hat gerade hier in Frankfurt vielfachen Ausdruck gefunden: Wir sehen diesen Wunsch und Willen nach Zusammenschluß zur Nation verkörpert in der Wahl und der Krönung der Kaiser des alten Reiches; wir erkennen ihn in der Einsetzung des deutschen Bundestages, und wir finden ihn in der Nationalversammlung der Paulskirche, dem ersten gesamtdeutschen Parlament. So ist diese Stadt immer ein Mittelpunkt des politischen Lebens aller Deutschen gewesen, und immer hat das Sehnen nach Einigung der deutschen Stämme hierbei den Grundton gegeben. Daß dem auch in Zukunft so sein möge, daß Sammlung der
Kräfte in Staat, Gemeinde und Wirtschaft bei Ihnen und überall im Reich stets der Leitgedanke sein möge, ist mein herzlichster Wunsch.
Mit Anerkennung und Befriedigung kann ich feststellen, daß das Frankfurt von hätte bk Tatkraft und den Unternehmungsgeist der Vorfahren übernommen und mit diesen Waffen die Nöte der Nachkriegszeit, die ßajten zeitweiser fremder Besatzung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten aller Art überwunden hat. In wissenschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht hat die alte Reichsstadt neue Entwicklungswege eingeschlagen: Universität, wissenschaftliche Institute und Sammlungen, Messen und Ausstellungen geben bem neuen Frankfurt sein Gepräge, Geschichte und alte Ueberlieferung mit den Notwendigkeiten der Gegenwart verbindend. Möge die Zukunft der ehrenvollen, über 1000jährigen Geschichte Dieser Stadt ebenbürtig, möge ihr eine glückliche Ent- wicklung und ihren Bürgern Wohlergehen und Gedeihen beschieden sein! Mit diesen Wünschen erhebe ich mein Glas auf das Wohl der Stadt Frankfurt!
Eine auf hoher künstlerischer Warte stehende Vorstellung im Opernhause, bei der auf Wunsch des Reichspräsidenten „Figaros Hochzeit" gegeben würbe, bildete einen würdigen Abschluß des Frankfurter Präsidentenbefuchs. Als der Reichspräsident, beim Betreten des Hauses von Direktor Müller-Wieland begrüßt, in seiner Loge erschien, erhob sich das ganze Publikum und bereitete ihm eine stürmische Huldigung. Die Vorstellung, bei der die Hauptrolle» mH Walter Schneider, Else Gentner-Fischer, Elisabeth Kandt und Adolf Peermann besetzt warx», nahm unter der feinfühligen Leitung von Professor Clemens Kraus einen glänzenden Verlauf. Auch der Reichspräsident äußerte Direktor Müller-Wieland gegenüber seine hohe Anerkennung über die künstlerische Qualität des Frankfurter Opernhauses, besonders über das heute gezeigte gute Zusammenspiel. Nach der S oeiten Pause nahm Oberbürgermeister Dr. andmann Gelegenheit, dem Reichspräsidenten eine Reihe weiterer Frankfurter Persönlichkeiten vorzustellen, mit denen sich der Reichspräsident in seiner gewohnten liebenswürdigen Weise unterhielt. Bevor er das Opernhaus verlieh, erschien er noch auf dem Balkon, um den auf dem Opernplatze zu einer Kundgebung des Reichsbanners versammelten Menschenmassen seinen Dank für die Ausnahme auszusprechen, die er in Frankfurt gefunden habe. Seine Worte endeten in einem dringenden Appell, sich in gemeinsamer Arbeit zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes zusammenfinden. Unter den Klängen des Deutschlandliedes erfolgte die Abfahrt nach dem Bahnhöfe, wobei der Wagen des Reichspräsidenten von Autos mit Fackelträgern begleitet war. Auch diesmal waren die Durchfahrsstraßen mit dichten Men- schenmaffen eng besetzt. Einen besonders imposanten Anblick boten die Kaiserstraße und der geräumige Bahnhofsplatz, die mit spalierbildenden Fackelträgern besetzt waren. Auf dem Bahnhofrplatze nahm der Reichspräsident noch eine musikalische Huldiguna der hier zusammengezogenen ehemaligen Militärmusiker entgegen. Aus dem Bahnsteig verabschiedete er sich in leutseligster Weise von Oberbürgermeister Dr. Landmann und drn übrigen erschienenen Persönlichkeiten und erschien auch später beim Betreten des Salonwagens an besten Fenster, um den Außenstehenden nochmals in liebenswür- diger Weise Abschiedsorüße zuzuwmken.
An den Empfangsfeierlichkeiten im Römer und im Opernhause nahm der Präschent der Geschäftsstelle Hanau der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau, Herr H. C. Deines teil.
Bei der Erwiderungsanjprache Hindenburg» bei dem Empfang in Darmstadt im Alten Palais, von der wir gestern den Anfang ver- öffentlich haben, führte der ReichspräsDent noch aus: Wir wollen hoffen, daß die fdümmsten Zeiten nunmehr überstanden sind, und daß die in Locarno angebahnten Verhandlungen dazu führen mögen, dem besetzten Gebiet und in ihm auch Hessen Befreiung von den schlimmsten Lasten zu verschaffen. Mit «rufrcch- tigem Dank und stolzer Anerkennung spreche auch ich es hier aus, daß die Hessen in der Zev