S01. Jahrs ans.
Hanauer W Anzeiger
General-Anzeiosr für die Kreise Kana« Stadt und Cano.
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Nr. 262 Samstag den 7. November 1926
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Kölner AäMungsbeginn: 1. Zezemlssr
Paris, 6. Nov. Die Botschasterkonferenz ist heute vormittag zusammengetreten und hat von dem Bericht Kenntnis genommen, den sie vom Jnterallnerten Militärkomitee in Ver- sailles über die deuffche Note vom 23. Oktober eingefordert hatte. Nach Kenntnisnahme dieses Berichts hat die Botschasterkonferenz den Wortlaut einer Mitteilung festgesetzt, die heute der dsuffchen Botschaft in Paris übermittelt werden wird, um von der deiftschen Reich-sregie- rung gewisse Aufklärungen zu verlangen, in der Hoffnung, daß die Antwort, die den alliierten Regierungen erteilt werden wird, es ihnen erlauben wird, einen Zeitpunkt für den Beginn der Räumung der Kölner Zone ins Auge zu fassen.
Die EinWänSe der Botschafter- Konferenz.
Nach einer Havas-Meldung aus London kennzeichnet das Gutachten des Versailler Mi- titärkomitees die Lage dahin, daß es grundsätzlich ernste Konflikte über die materielle Entwaffnung Deutschlands nicht mehr gibt. Es seien nur noch Schwierigkeiten von ziemlich geringer Bedeutung vorhanden, die wahrscheinlich bis Ende November geregelt sein würden. Die fünf bekannten Forderungen der Botschafterkonferenz werden wie folgt erläutert:
1. In der Frage des Generals v. Seeckt wäre das Militärkomitee damit einverstanden, daß die Vollmachten des Generals durch einen besonderen Erlaß verringert würden.
2. Dss Bestehen der Sportverbände ehemaliger Offiziere werde gestattet, doch dürften diese nicht die Jugend militärisch ausbilden.
3. Das Militärkomitee bleibt dabei, daß die deuffche Armee verbotene Waffen
wieder gutzumachen. Zu erwarten ist auch die Aufhebung der Ordonnanz, die die Anwendung des § 15 der deutschen Strafprozeßordnung im besetzten Gebiet nicht gestattet. Es handelt sich um ein Ueberbleibsel aus der Separatistenzelt, das endlich beseitigt werden soll. Schon nach Artikel 7,3 des Londoner Abkommens hätte diese Ordonnanz, die sehr viel böses Blut gemacht hat, aufgehoben werden sollen, aber erst jetzt will sich die Rheinlandkommission dazu entschließen. Es schweben ferner Erwägungen über die Aushebung von Ordonnanzen, die sich auf die Vorschriften der Zivilprozeßordnung beziehen.
Der künftige Rheinlandkommissar.
Der zum deutschen Rheinlandkommissar ausersehene deutsche Botschafter in Madrid, Langwerth von Simmern, soll einer Korrespondenzmeldung zufolge bereits nach Paris abgereift sein, wo er mit dem deutschen Botschafter von Hoesch Besprechungen haben werde.
Das Urteil im Prozeß der Landes- pfandbriefanslair.
Berlin, 6. Nov. Nach fast eineinhalbstün- digcr Verhandlung wurde im Prozeß gegen die L a n d e s p fa n d b r i e f a n st a l t folgendes Urteil verkündet: Der Angeklagte Nehring erhält wegen Vergehens gegen § 348 Abs. 1 und 2 des Strafgesetzbuches vier Monate Gefängnis, die. in. eine Geldstrafe von 3000 Mk umgewandelt werden. Der Angeklagte Lüders erhält wegen desselben Ver-
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Politiker sämtlicher Länder Europas Grund den soll, der sich mit den wirtschaftlichen Hin- en, voN- ihrem Werk beftiedigt zu sein, dernissen befassen wird. Es ist an uns, die ~ n ersten Maßnahmen zu i "
_!• öffentlichen Meinung einen Wandel herbeizu- ’r Wirt- führen, der es ermöglichen wird, dem Ergebnis sgesührt, der vom Völkerbund beabsichtigten internatio« liionalen nalen Wirtschaftskonferenz hoffnungsvoll ent-
Präsident Loaf besprach dann den im Namen Frankreichs von Loucheur im Völkerbund gestellten Antrag aus Einberufung einer Wirtschaftskonferenz. Schließlich wird aus! daß demnächst seitens der Internat Handelskammer ein Ausschuß geschaffen wer-
gegenzusehen.
i treffen, um in der einen Wandel herbeizu-
Der Dolchllotzprozetz
München, 6. Nov. Als weiterer Sachverständiger wurde O b e r st a. D. Iochim gehört, der im Kriege Oberquartiermeister der Armee, Stabschef der Etappeninspektion, Regi- mentssührer und nach dem Kriege bis zur Auflösung des Generalstabs Chef der kriegsgeschichtlichen Abteilung und später Direktor im Reichsarchiv war. Der Sachverständige betonte, die Veröffentlichungen des parlamentarischen Unkerfuchungsausschuffes könnten nicht als Gefchichtsquelle untrüglicher Art angesehen werden,
denn es sei ein Unding, über geschichtliche Vor-
gänge durch eine Mehrheit Beschlüsse zu fassen, da hierbei auch Parteiinteressen mitspielten. Die Sachverständigengutachten, mit Ausnahme des Gutachtens des Professors Delbrück, das wegen der Einseitigkeit des Urteils und feiner Dielén Widersprüche und Fehler unter den Tisch gefallen sei, seien in keiner Weise nachgeprüft worden. Jochim erklärte weiter, man müsse zwischen der langsamen Zersetzung des Heeres seit 1915 und den Auswirkungen des eigentlichen sogen. Dolchstoßes der Revolution unterscheiden, die dem Heere das Rückgrat zerbrochen hätten. Man sagt, daß die Revolution
sprengt werden sollten, sei haltlos. Bei den Engländern und Amerikanern sei eine Angriffsfreudigkeit nicht mehr vorhanden gewesen. 3m entscheidenden Augenblick sei der Dolchstoß der Revolution erfolgt.
Der Sachverständige schilderte dann die Lage, in die das Heer auf dem Rückmarsch durch die Revolution gebracht wurde. Es habe zweifellos vorbereitende Organisationen gegeben, da überall nach demselben Muster gearbeitet worden sei. Es bestehe kein ^ Zweifel darüber, daß die Partei der U. S. P. als Drahtzieher anzufehen sei. Auch die Parteilettung sei verantwortlich. Zum U-Bootkrieg Myrte d Sachverständige amerikanische und englische Urteile an, wonach in England die Besorgnis bestand, daß man vor dem U-Bootkriege werde kapitulieren müssen. Der Sachverständige nue £—»— h^Aitf hin daß durch den U-Bootkrieg, Viertel der gesamten Welttonnage
ferner darauf hin daß durch oen u--x>ouunvy, der Ler ein Viertel der gesamten Welttonnage versenkt habe, etwa 30 000 Menschen da^ ßeben verloren hätten, während in Deutschland infolge der Hungerblockade 770 000 Meüschen gestorben seien. Trotzdem habe die schwächliche Regierung des Prinzen Max diese schaffst- Waffe auf Drängen von Scheidemann und Sols ' Wusou als Morgengabe ohne ’ t, um gleich darauf
nickt haben darf.
4. In dec Festung Königsberg befi: den sich 22 Kanonen. Die deutschen Behörde., werden gefragt, weshalb auf dieses Material soviel Wert gelegt wird.
5. Der Effektivbestand der Schutzpolizei darf 150 000 Mann nicht überschreiten. Die Frage der Organisation der Polizei in Kadres fei wichtiger, als die der Kasernierung. Die deutsche Polizei solle unter einem ähnlichen Regime stehen wie in anderen Ländern.
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und außerdem wegen Betrugs 1500 Mk. Geld- h}- .. «nn hieiem die entwürdigen
fängnis umzuwandeln' sind. Der ^Angeklagte
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Zu dieser Meldung, die wir mit allem Vorbehalt wiedergeben, wird von zuständiger Seite darauf hingewiesen, daß es sich dabei um die angebliche Aeußerung der militärischen Sachverständigen handelt, welche bekanntlich von der Botlchafterkonferenz zur Berichterstattung aufgefovoert worden sind, nicht dagegen, um eine Meinungsäußerung der für die politische Entscheidung maßgebenden Botschafterkonfe- renz selber. Bei der Botschasterkonferenz und nicht bei Foch liegt aber die Entscheidung darüber, die deutschen Entwaffnungsanstrengungen als befriedigend zu bezeichnen oder nicht. Man darf annehmen, daß die Aussprache von Locarno auf diese Entscheidung eine günstige Rückwirkung haben wird.
Die Aushsbnng der Ordonnanzen der lKhernianSLommissisn.
veuksch-französifche Verhandlungen in Koblenz.
Die Verhandlungen des Ministeriums für die besetzten Gebiete mit der Rheinlandkommission in Koblenz sind im vollen Gange. An den Verhandlungen sind beteiligt der Oberpräsident Fuchs und — als Vertrerer des Ministeriums für die besetzten Gebiete — die Ministerialdirektoren Dilthey und Dr. Mayer. Zur Erörterung stehen die Besprechungen über die Aufhebung von Ordonnanzen, die sich auf folgende Maierien beziehen: 1. Versammlungs- sEcht, 2 Pressefreiheit, 3. Steuerhoheit, 4. Wirt- chastsgebiet, 5. Wiederherstellung der staatlichen Souveränität.
m § 312 des Strafgesetzbuch, stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten 1500 Mk. Geldstrafe. Der Angeklagte v. K a r st ä d t erhält wegen fortgesetzter Untreue in Tateinheft mit Unterschlagung neun Monate Gefängnis und 20 000 Mark Geldstrafe und ferner wegen Untreue im Falle Bürohaus „Börse" an Stelle von zwei Monaten Gefängnis 1500 Mk. Geldstrafe, der Angeklagte v. Carlowitz wegen der gleichen Vergehen neun Monate Gefängnis, wovon drei Monate und drei Wochen durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. In den übrigen Punkten werden die Angeklagten frei«
gesprochen. Den Angeklagten v. Etzdorfs und v. Karstädt werden auf Verbüßung von fünf Monaten und dem Angeklagten v. Carlowitz auf Verbüßung von weiteren drei Monaten der erkannten Strafe Strafaufschub und Aussicht auf Begnadigung auf drei Jahre gewährt.
Das Verfahren gegen Kutzmann eingestellt.
Berlin, 6. Nov. Durch Beschluß des Schöffengerichtes Berlin-Mitte wurde das Strafverfahren gegen Assessor Dr. Kußmann und den Kaufmann Knoll auf Grund der Amnestie vom August ds. Js. eingestellt.
Deutschland und die internationale Sandeishammer.
Paris, 6. Nov. In der Nachmittagssitzung des Verwaltungsrats der Internationalen
Auch der vorhandene Rest von Ordonnanzen aus der „Mieum"-Zeit soll endgültig be- eitig! werden. Ueber die Aushebung einer Reihe von Ordonnanzen ist bereits eine Eini- gung erzielt worden; so steht die Aufhebung
Dr^r’HriQn^n beoor, biß den nünerten Krappen das freie Fischerei- und Jagdrecht gewährten. Gerade diese Ordonnanzen haben im besetzten Gebiet Erbitterung hervorgerufen, da ihre Anwendung in rücksichtslosester Weise erfolgte. Bekanntlich ist Deutschland verpflich-
tet. alle diele mutwillia verursacktan Sckäden Grunde
Handelskammer gab der Vorsitzende Leaf einen Ueberblick über die Lage Europas. Ein derartiger Bericht soll von nun ab alle sechs Monate von dem jeweiligen Vorsitzenden der Internationalen Handelskammer ausgearbeitet werden. Leaf beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen des Dawesplanes und sagte: Die Lage Deutschlands ähnelt sehr der Lage Oesterreichs. Wie Oesterreich so hat auch Deutschland eine internationale Anleihe zur Wiederherstellung seiner Währung erhalten. Die Aufrechterhaltung des Goldwertes der Mork ist durch Schaffung eines Transferierungskomi- tees ficher^estellt worden. Der deutsche Handel leidet trotz der beträchtlichen Einführung aus- ländischen Kapitals unter der Höhe der Zins- satzes. Die Inneren Bedingungen in Deutschland scheinen noch nicht vollständig stabilisiert zu sein. Präsident Loaf kommt in seinem Bericht zu folgendem scharfen Urteil über die Wirtschaftslage in Europa: Wir sehen, daß diese Skizze nicht sehr ermutigend ist. Im Brunbe aenommen müssen wir aber sagen. daß
gehe klar hervor, daß die planmäßige Vorbereitung der Revolution durch die Zersetzung des Landheeres und der Marine stattgefunden hat. Der Sachverständige geht auf Einzecheiten der Aussagen über diese Zersetzung und auf die Tätigkeit der feindlichen Propaganda ein und wendet sich entschieden gegen die Aussage des Zeugen Kuttner über die Mißstände im Heer, die den Stempel der ungeheuren Uebertreibung auf der Stirn trügen. Wenn Mißstände vorhanden gewesen seien, hätte man Beschwerde darüber an die Abgeordneten bringen sollen. Es fei alles geschehen, um die Verpflegung des Heeres sicherzustellen. Vor der Frühjahrsoffensive 1918 sei das ganze Heer bis ins kleinste neu ausgerüstet und aus- gestattst worden. Der Sachverständige schilderte dann die Verhältnisse an der Front >on 1916 bis zur Revolution. Der Kern des Heeres habe sich n°ch im Herbst 1918 gut geschlagen. Wenn die Mißstände wirklich so' schlimm gewesen âen, so sei doch merkwürdig, daß die sozialistischen Abgeordneten bei ihren Besuchen an der Front bei der Heeresleitung sie nicht zur Sprache gebracht hätten. Jochim bestreitet bann bie Jtotroenbigfeif der Briefkontrolle da auch der deuffche Angriff bei Reims 1918 durch Unvorsichtigkeit in der Heimat dem Feinde ve^ raten worden fei. Es besteh« kein Zweifel, daß eine Verbindung zwischen der U. S. P. und Neichpietsch bestand. Ein schwerer Fehler sei es gewesen, daß die Regieruna damals etngegriffen habe, als Nck fffc^ ml?”
mann unb Trimborn schützend vor die U. 6. P. gestellt hätten. Die Marlne-Meuterei 1918 M E^ s" aufgezogenen Organisation klappen können. Es könne keine Rede davon fein, daß Marinraffiziere der Flotte sich Sw M”^^ lösten opfern «allem t /^Sachverständige wies dann auf die Flua- blattpropaganda und das Unwesen bei den Reklamationen hin, wobei sich in der Hauptsache gerade Abgeordnete der Linken dazu heroe- geben hatten, störend einzugreifen. Es seien l^L ^ene Fabriken zur Herstellung gefälsch. ter Papiere eingerichtet worden. Die Führer g°Aen Treibens habe man aber niemals fassen können, weil die Regierung Angst vor der U. S. P. hafte, die sich allen scharfen Maßnahmen immer widersetzt habe. Die Meuterei in der Flotte habe im entscheidenden Augenblick einen großen Teil der Kräfte gelähmt. Die Der- dächtiaung. daß die Friedensverhandlungen durch das Auslaufen der ?Aott« in bi» ö».u »=.
von diesem die entwürdigendsten Bedingungen für den Frieden zu erhalten. Zu der Frage des Einflusses der Obersten Heeresleitung aus die Reichsregierung erklärte der Sachverständige, daß unter Bethmann Hollweg die Verbindung mit der Obersten Heeresleitung fast ganz abgerissen gewesen sei, da der Kaiser wiederholt gegen sie entschied und daß sich Kühlmann überhaupt nicht um die Oberste Heeresleitung gekümmert habe. Im Vergleich mit den Kriegszielen der Entente seien die Sicherungen, die Ludendorff an der belgischen Grenze für die deutsche Kriegsindustrie anstrebte, ein Kinderspiel gewesen. Im Mai 1918 habe Ludendorff erklärt, daß wir auf Annexionen in Belgien verzichteten. Der Friede von Brest-Litowsk fei im Auslande als ein Zeichen der Schwäche gewürdigt worden. Bei den Verhandlungen mit der Obersten Heeresleitung am 22. und 23. Juli über die Kriegsziele sei von der Annexion Belgiens keine Rede mchr gewesen. Im August 1918 habe Staatssekretär Hintze der belgischen und der amerikanischen Regierung ohne Be-
fragen der Heeresleitung den glatten Verzicht Deutschlands auf belgisches Gebiet mitgeteilt. Der Sachverständige erklärte weiter, der englische Gesandte beim Vatikan habe im Herbst 1917 erklärt, daß mit dem Verzicht auf Belgien keineswegs die Forderungen der Westmächte erfüllt seien.
Es ist mir unverständlich, sagte Jochim, daß die Sozialdemokraten immer wieder eine Erklärung des Verzichts auf Belgien forderten und daß man die Weigerung der Regierung hierzu als Annexionskrieg hinfiellte. ‘ Damit hat man dem Sriegswtüen außerordentlich geschadet. Bezüglich der Ariedensmöglichkeiien yat Lndendorff wiederholt die Pläne, darüber Besprechungen in Stockholm stakkfinden zu lassen, mit aller Energie betrieben. Die Entente wollte aber den Frieden nicht. Es ist auch nicht der böse Wille oder die Langsamkeit der deutschen Regierung gewesen, daß der päpstliche AriedsnsvermiMungevorschlag nicht znstaude kam. Alle Illusionen der deutschen Träumer, die an einen VerstSndigunasfrieden glaubten, wurden zerstört durch den Beschluß des Obersten Kriegsrate» her Entente vom 30. Januar 1918: „Der Krieg wird fortasführt." Wir wollten einen Verständigungsfrieden, aber Lie Gegner wollten das nicht. Das mußten die Parteien, die vom VerftSndigungrfrieden sprachen, wissen. Dieser Gerede mußte das darbende deutsche Volk zermürben. Don einer sofortigen Hinaurgabe des Waffenstillstands- angcbots ist d»' den Verhandlungen vom 29. September bis 3. Oktober überhaupt nicht die Rede gewesen. Die Kapitulation wollte die Oberste Heeresleitung auf keinen Fall. Das Drängen der Obersten Heeresleitung am 1. netter aaU UkifltWi har SUlrhlMtHiäuna dar