UNIVERSITÄTS
BIBLIOTHEK
201. Jahrgang
MARBURG/LAHN i W
SanimerW Anzeiger
General-Anzeiger für -ie Kreise Kanan Siad! und Lano.
(Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1287 und 1238.
v«,»g,pr«»»: Für den Halden Monat l Retchsmart, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne TrLgerloha Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12 Retchspfennig. - An, e I genpreil r: Für 1 mm Höh- im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameletl von 68 mm Breite LK Retchspfrnnig. — Offertengrbühr: öv Reich-Pfennig. — Geschäftsstelle: Hammerstratze S.
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Nr. 257
Montag -en 2. November
1925
Das Neueste.
— Auf der Zeche „Holland' in Wattenscheidt er» folgte «ine SchlagwetterexplosiM, die 17 Todesopfer erforderte.
— Im Meineidprozeß Loeb wurde ein freisprechendes Urteil gefällt.
— Der ruiffsche Krieg»kommissar Fmnscn ist an den Folgen einer Operation gestorben.
— Di« Lage der französischen Besatzung ist Damaskus gestaltet sich immer schwieriger. Von Frankreich find Truppenverstärkungen nach Syrien ab- gegangen.
— Das persische Parlament hat die Dynastie der
Schahs sür abgcschafft erklärt.
— Nach einer Meldung au» Bukarest ^aben die
Mächte d«r Kleinen Entente die Abficht, im November in Belgrad eine Konferenz abzuhalten. E» soll über das Abkommen von Locarno verhandelt werden, außerdem die Frage einer W rtschaftlichen Annäherung der Mächte der Kleinen Entente besprochen und die Regelung der Schulden gegenüber der Großmächten erörtert werden
— Wie aus Genf verlautet, hat der VölkerbundS- rat in seiner außerordentlicher Pariser Tagung die Bildung eines Ausschusses besprochen, der die Einberufung einer internationalen Wirtschaftskonferenz vor- ereiten soll.
Tin enifcheidungsschwerer Mona!
Der Monat November wird in einer wichtigen Periode deutscher Geschichte von entscheidender Bedeutung sein. In seinem Verlaufe wird Klarheit darüber geschaffen werden
—ufe wird Klarheit darüber geschaffen werden müssen, ob die deutsche Regierung die Verant- wortima aus sich nehmen will, das Vertrags- Locarno dem Parlamcnt zur Am md ob der
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nähme oder Ablehnung vorzulegen w Reichstag sich für diese oder jene entscheiden wird. Rund vier Wochen trennen uns noch von dem Tage, an dem das Vertragswerk in London unterzeichnet werden soll und wenn die Dinge ihren normalen Verlauf nehmen, so wird in der letzten Woche vor diesem Termin der Reichstag sein Votum fällen. Bei dieser abschließenden Entwicklung, die jetzt vor uns liegt, laufen zwei Fäden nebeneinander her, die sich schließlich werden verbinden müssen. Auf der einen Seite wird sich zeigen, ob sich die in Locarno gegebenen Versprechungen jetzt erfüllen und auf der andern Seite wird die Haltung der Parteien sich endgültig auf Annahme oder Ablehnung des Sicherheitspaktes einstellen müssen. Beides greift zum Schluß ineinander über. Denn ohne Erfüllung der Versprechungen ganz gewiß keine Mehrheit für Locarno im Reichstag! Diese Behauptung läßt sich mit voller Bestimmtheit aufstellen. Nicht ganz so sicher ist es aber, ob Die Erfülluno unserer Winlanbforberungen sofort alle parlamentarischen Schwierigkeiten aus dem Wege räumen und dem Vertragswerk in der letzten Novemberwoche eine Annahme im 9b sichern wird.
eichstag
Die Kontroverse, die zwischen den verschiedenen Parteien über den Verlauf der Dinge vor, in und nach Locarno geführt worden ist, hat Ende der vorigen Wocke durch die Veröffentlichung einer amtlichen Darstellung einen gewissen Abschluß erhalten. Die Deutschnationalen werden gewiß die Differenzpunkte nicht als erledigt betrachten. Trotzdem wird man abwarten müssen, ob die fortschreitende Auswirkung der in Locarno gegebenen Versprechen sich nicht doch noch in den Kreisen der veutschnationalen bemerkbar macht Wir merken wahrscheinlich in dieser Woche in der Antwortnote der Botschllfterkonferenz feste Zusiche- Ningen über die Räumung Kölns erhalten. Wir werden, wenn nicht in dieser, so doch llcher in den nächsten Wochen mit Bestimmt- )eit erfahren, ob im besetzten Gebiet ein an- ■lerer Wind wehen soll und ob man die Be- atzungslast vermindern wird. Die Verband- wngen über diese Rückwirkungen im besetzten Gebiet wie über die Räumung Kölns haben leit dem Abschied von Locarno nicht einen Tag fetW. Sie sind durch den Austritt der Deutsch- nationalen aus der Regierung auf kurze Zeit aber nicht aufgehalten worden und i iw sind heute so weit gediehen, daß man sich oii ihnen in der Frage des Rheinlandreaimes ' , der Vesatzungsstärke einen vollen Erfolg "'-sprechen kann. Ist der Erfolg gesickert und : M landen zu greifen, so wird in deutschnaUo- ''a en Kreisen die Frage der Annahme oder Ablehnung sicher noch einmal aufleben, selbst
Eine LerWeckNOsOe im Ruhrgebiet.
17 Tote.
Essen, 1 Nov. Auf der zur Phönix A.G. gehörenden Zeche „Holland ereignete sich gestern abend gegen 9 Uhr eine Schlag- weiter explojion, wobei 17 Personen getötet und 2 leicht verletzt wurden. Sämtliche Tote sind geborgen. Die Ursache der Explosion, die sich in einer Schachtabteilung ereignete, konnte während der Nacht beim Befahren durch die Bergbehörden und die Zechenverwaltung noch nicht geklärt werden. Eine weitere Gefahr für die betroffene Abteilung und die anderen Betriebe besteht nicht.
Das preußische Oberbergamt in Dortmund teilt dazu mit: Auf der Schachtanlage in Wattenscheid hak am Samstag den 31. Oktober, abends gegen Ende der Wittagsschicht eins Explosion stattgefunden, bei der 17 Bergleute getötet und 2 verletzt worden sind. Die Explosion hat eine Abteilung der S. und 9. Sohle betroffen, in der die untere Fettkohle im Flöz Dickebank als liegendes Flöz gebaut wurde. Der Entzündung sind schwere Gebirgsschläge im Flöz Dickebank vorausgegangen, das als hängendes eine etwa 10 Meter mächtige Sandsteinbank hat. Die betroffenen Baue waren durch Gesteinsstaub, und zwar durch Sperren und Streuungen gesichert Diese Sicherung hat ihre volle Schuldigkeit getan, da die Explosion über den eigentlichen Herd nicht hinausgeschlagen ist. Die Wirkung hat sich nach dem bisherigen Befund anscheinend sogar nur auf einige Hauptstrecken beschränkt. Die ganze Belegschaft ist mit elektrischen Lampen ausgerüstet. Die Toten sind sämtlich geborgen. Hiner der beiden Verletzte» sch-gebt. in Lebensgefahr. Der zweite ist nur leicht verletzt. Weitere Bergleute sind nicht gefährdet.
Die betroffenen Baue sind, mit Ausnahme weniger Stellen, die zu Bruch gegangen sind, wieder befahrbar. Die Ursache der Explosion konnte noch nicht festgestellt werden. Es wird bisher vermutet, daß es sich um eine Explosion von Schlagwettern hanoelt, die bei dem ruckhafken Wechsel des Gebirges ausgetrieben wurden und an irgend einer Stelle zur Entzündung gekommen sind. Die bergbauliche Untersuchung ist im Gang. Der Berghauptman ist mit Vertretern der Bergbehörde an Ort und Stelle.
Ueber das Unglück erhalten wir von einem Augenzeugen aus den Reihen der Rettungsmannschaften die folgende Darstellung: Bei den Schachtanlagen der Zeche Holland handelt es sich um einen modern eingerichteten Grubenbetrieb, in welchem bisher keine besonders großen Ansammlungen von Schlagwettern festgestellt wurden. Die Behauptung, daß es sich um eine kombinierte Schlagwetter- und
wenn sich in der Haltung der Partei als solcher kein Wechsel vollzieht.
Wer selbst, wenn man auf einen Gesinnungsumschwung bei einem Teil der Deutschnationalen hofft — wie soll man diesen unsicheren Faktor in die Berechnung der parlamentarischen Kräfte einstellen? Soll man von der Regierungsseite aus der Unsicherheit ein Ende machen und soll man, wie die Parteien der Linken es verlangen, einfach die große Koalition wieder herstellen, und die Annahme des Paktes auf ihre Schultern legen? Der Reichskanzler hat die Führer der Regierungsparteien für morgen nach Berlin berufen, um mit ihnen über diese Frage zu beraten Man wird das Ergebnis der Besprechung abroarten müssen, aber man kann doch schon im voraus annehmen, daß das Kabinett Luther den Ratschlägen der Linken nicht folgen, sondern auf seinem bisherigen Wege verharren wird. Der Reichskanzler hat es abgelehnt, das Vertragswerk von Locarno, wenn es zur Annahme reif ist, zum Gegenstand eines Parteistreites oder Parieigeschäftes zu machen. In diesem Sinne hat sich die Regierung entschlossen, ohne parteipolitische Bindungen vor dem Reichstag zu vertreten. Bei diesem Kurs wird sie wohl bleiben und es dann dem Reichstag überlassen, eine Entscheidung zu fällen, wie er sie mit seinem Gewißen vereinbaren kann.
Entspannung der Reichslagskrise.
Berlin, 1. Nov. Es wird immer klarer, daß, von der Sozialdemokratie und natürlich von den Kommunisten abgesehen, keine Partei
Kohlenstaub-Explosion gehandelt hat, ist unzutreffend, da überhaupt keine Koksreste, die typischen Kennzeichen für eine Kohlenstaubexplosion, gefunden wurden. Die Rettungsmannschaften der Zechenanlagen waren sofort zur Stelle. Kurze Zeit nach Bekanntwerden des Unglücks trafen auch die Rettungstruppen der Zeche Rhein-Elbe ein. Die an sich schwierigen Rettungsarbeiten wurden durch die genauen Ortsangaben der Steiger der Mittagsschicht erleichtert. In der Schachtabteilung, in der sich die Explosion ereignet hat, waren ungefähr 50 Mann beschäftigt. Es handelt sich um eine geschlossene Abteilung, von der keine direkte Verbindung zu anderen Abteilungen, in denen eine größere Anzahl von Leuten beschäftigt war, bestand. Andernfalls hätten die giftigen Nachschwaden eine weit größere Anzahl von Opfern gefordert.
Auch bei dieser Schlagwetterexplosion haben sich nach den Feststellungen von bergbehördlicher Seite die Gesteinsstaubschranken wieder segensreich bewährt. Die furchtbare Gewalt der Explosion zeigte sich in den Verheerungen der Schacytabteilung der alten Sohle. Dagegen waren sämtliche Streben und die Ortsbetriebe durchaus intakt. Außer einem vollkommen zusammengebrochenen Gesenke der Schachtabteilung ist keine Stelle zu Bruch gegangen. Verschiedene Wagen lagen übereinandergekippt. Die Toten sind größtenteils verkohlt und durchweg stark verstümmelt. Auf der Teilsohle Ort 6 lagen ein Hauer und der Lehrhauer tot an ihrer Arbeitsstelle. Einige Tore wurden in den Querschlägen gefunden, wo sie Rettung gesucht hatten. Bei "ihnen ist der Tod anscheinend durch die Nachschwuden eingeireten. Dank der vorzüglichen Leistung der Rettungstruppen gelang es, sämtliche Tote bis 4 Uhr morgens zu bergen.
Vor den Zechentoren hatten sich sofort nach Bekanntwerden des Unglücks im Laufe der Nacht eine riesige Menschenmenge angssam- melt. Der Zechenplatz wurde polizeilich gesperrt. Herzzerreißende Szenen spielten sich bei Bekanntwerden der ersten Namen der Toten ab. Viele Frauen harrten in banger Sorge um das Schicksal ihrer Männer und Söhne bis zum Tagesanbruch, als die Totenliste bekannt wurde. Nach der Liste sind vierzehn Tote verheiratet, nur drei sind ledig. Die Zechenanlage 1 bis 2 der Zeche Holland hat eine Belegschaft von 2500 Mann. Das letzte größere Schlagwetterunglück ereignete sich auf der Zeche Holland im Jahre 1915 auf Schachtanlage 3 bis 4, wobei zwölf Tote dem Schlagwetter zum Opfer fielen.
die Reichstagsauflösung mehr will. Die „Germania" spricht es in ihrem Sönntagsblatt unumwunden aus. „Jetzü den Reichstag aufzu- lösen, hätte keinen richtigen Sinn und hieße künstlich eine Parlamentskrise herbeiführen. Daran können eigentlich nur die grundsätzlichen Gegner, des Parlamentarismus Freude haben." Die für die Fortführung einer ehrlichen Friedenspolitik entschlossene Mehrheit würde den ernsten Willen zum Handeln aufbringen, dann würde die jetzige Krisis bald gelöst und der Weg für eine auf breiter Grundlage ruhende Politik bald frei sein. Auch der Führer der Deutschdemokraten, der frühere Reichsinnenminister K o ch, erklärt, es wäre tief bedauerlich, wenn man sich durch eine Reichstagsauflösung die Möglichkeit künftiger Lösungen verbauen würde. In einer Aussprache mit dem Berliner Vertreter der „Neuen Freien Presie" formuliert er seine Auffassung folgendermaßen:
„Ich stehe auf dem Standvunkt, daß eg auf zweierlei ankommt, nämlich darauf, den Vertrag von Locarno durchzusetzen und gleichzeitig die Sicherheit dafür zu erlangen, baß die innere Entwicklung und die Festigung der Republik in den nächsten Jahren fortgeführt und nicht durch deutschnationale Zwischenfälle gestört wird. Wie das zu erreichen ist, darüber sollten alle Beteiligten baldigst kühlen. Blutes verhandeln. Wir werden jeden Kurs mitmachen, der diese beiden Bedingungen sicherstellt und keinen, der von ihnen abweicht."
Es ist wohl anzunehmen, daß der deutsch- demokratische Parteivorstand, der am Dienstag nachmittag in Berlin zusammentritt, sich dieser Auffassung anschließt
Keine Volksabstimmung über Locarno
Berlin, 1. Nov. Sin Berliner Mittagsblatt hatte gestern gemeldet, in Regierungskreisen würde erwogen, zur Entscheidung über Annahme oder Ablehnung der Verträge von Locarno ein Plebiszit zu veranlassen. Das Gerücht, das hier und da noch den Wendblättern zu tiefsinnigen Betrachtungen herhalten mußte, ist unbegründet. Die Regierung hat, wie uns versichert wird, diesen Gedanken überhaupt nicht H-wogem Die Verfassung läßt den Volks- entscheid nur zu, wenn ein vom Reichstag beschloßenes Gesetz vorliegt, das der Reichspräsident nicht verkünden will. In jedem Fall müßten also die Verträge zuvor den Reichstag durchlaufen haben. Wie immer man die Artikel 73 und 76 der Reichsverfassung interpretiert: Um den Reichstag kommt man nicht herum.
Unterzeichnung des deutsch-ikatien. Kandelsverlrags.
Rom, 31. Okt. Der deutsch-italienische Handels- und Schiffahrtsvsrtrag ist in Rom vom deutschen Botschafter v. Neurath und von Mussolini auf der Grundlage der gegenseitigen Meistbegünstigung unterzeichnet worden.
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Dieser Vorgang ist von ganz besonderer Bedeutung, weil damit der erste große Tarifvertrag nach dem Krieg von Deutschland abgeschlossen worden ist. Der deutsche Zolltarif erfährt durch den Vertragsabschluß Korrekturen einer großen Zahl von Zollsätzen, wie es von vornherein beabsichtigt war. Die gemachten âugeftänbniffe kommen für Länder wie ponien und Frankreich nicht in Betracht, da diese Länder nicht das Recht der Meistbegünstigung genießen. Die Unterhandlungen mit Italien hatten bekanntlich im Herbste vorigen Jahres begonnen. Im Januar d. I. wurde ein Provisorium abgeschlossen, das im Juli verlängert wurde und in der Nacht des 31. Oktober abläuft. Infolgedessen ist es notwendig, daß bis zum Inkrafttreten bes Handelsvertrages ein weiteres Provisorium eingeschaltet wird. Der Vertrag ist mit dem Vorbehalt abgeschloßen, daß, falls ein Land seinen Zolltarif ändere, neue Verhandlungen über die Zollsätze einsetzen.
Grabdenkmalsweihe für Friedrich Ebsri.
Heidelberg, 31. Okt. Auf dem hiesigen Bergfriedhof fand heute vormittag die feierliche Uebexgabe des von der Reichsregierung dem verstorbenen Reichspräsidenten Ebert errichteten Grabdenkmals an die Stadt Heidelberg statt. Die Reichsregierung war durch Reichswehrminister Dr. Geßler, Reichsarboits- minifter Dr. Brauns und Staatssekretär Dr. Meißner vertreten. Die preußische Staats- regierung, die badische Landesregierung und der Reichstag hatten gleichfalls Vertreter ge- andt. Nach einem einleitenden Gesang bes städtischen Chors hielt Reichswehrmini- 'ter Dr. Geßler folgende Ansprache:
„Namens und im Auftrage der Reichsregierung habe ich die Ehre, Ihnen, Herr Oberbürgermeister, in die Obhut der Stadt Heidelberg das Grabmal zu übergeben, das die ReÄsregierung dem ersten Präsidenten der deutschen Republik errichtet hat. Es ist kein Denkmal in dem Sinne, was man sonst darunter versteht. An diesem Denkmal arbeiteternstunbestechlichdieGe- schichte ohne unseren Auftrag, aber wir sind der festen Ueberzeugung, daß, wenn einmal die Gerüste abgenommen und der Staub verflogen ist, es uns mächtig und stark den Mann zeigen wird, dereinst in den Tagen der tiefsten Not an Deutschland nicht verzweifelte, sondern mit feinem Leib den Riß zwischen der alten und neuen Zeit deckte. Bis dahin werden all«, die mit ihm gearbeitet haben für die Wiederaufrichtung unseres Vaterlandes, sein Denkmal in ihrem Herzen tragen. Dieses Grabmal aber möge auf biefetn herrlichen Friedhof stehen als Zeichen unserer Danfbarteit und Verehrung. Schlicht und stark, rote es dem Wesen de» Toten entspricht, möge es noch späten Geschlechtern verkünden, daß sich hier der Wunsch Friedrich Eberts erfüllt hat, nach den Sümpfen und Mühen eines arbeitsreichen Lebens «n Heidelberg, der geliebten Heimat, deren treuer Sohn er war, die letzte Ruhe zu finden, «nü die Namen seiner für das Vaterland gefallenen Söhne mögen es allen, die das Grab besuchen, erzählen, daß ihm von den Bittermuen unsere? ■Seit nichts erspart Geblieben ist Zum 3»teste*