Einzelbild herunterladen
 

201. Jahrgang.

Hanauer W Anzeiger

GeneraZ-Anzeiger für die Kreise Kanau SSadt und Laus.

Erscheint täglich mit Ausnahme -er Ssnn. und Feiertage. , Fernsprech-Anschluß Nr. 1287 und 1238.

* ,a,pret»! Für den Halb«, Monat 1 Reichsmarl, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne verlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12 Reichspfenntg. - Anzeigenpreise: Für , 3 tm Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite È^letchrpfennig. - Off ertengebühr: v0 Reichspfennig. - Geschäftsstelle: tzammerftrahe S.

Nr. 245

Las Neueste.

Die deutsche Delegation ist gestern aus Locarno ; ln Berlin wieder eingetroffen.

_ Der Reichskanzler erstattete gestern dem Reichs- prâpdenlen Bericht über Locarno.

_ In Frankfurt a. M. ist gestern ein Straßen- bahnerstreik ausgebrochen, der auch heute noch anhält.

- DemSlew Jork Herald" wird aus Madrid gemeldet, Abd el Krim habe einen wichtigen Kriegs- rat einberufen, der sich damit beschäftigen werde, er­neut Hilfe beim interislamitischen Komitee in Berlin und Moskau zu suchen.

- Eine Reutermeldung aus Pecking besagt, daß der Krieg zwischen den Provinzen Tschekiang und Kiangsu so gut wie unvermeidlich scheint.

InnerpolMsches Vorgefecht um Locarno.

Noch ehe die paraphierten Verträge im Wortlaut bekanntgegeben sind, betritt der »Vorwärts" im Hinblick auf die kommen­den parlamentarischen Erörterungen und Ent­scheidungen bereits den innerpolitischen Fecht­boden. Wie stark die parteipolitischen Ab­neigungen desVorwärts" bereits ihren Ein­fluß auf seins Berichterstattung über Locarno

llusühten, ist bekannt. Unter boshaften Bemer- z. B., daß die Deutschnationalen Wagen der Weltgeschichte ange­bunden sind und mitgeschleift werden zu den fielen, die die deutsche Sozialdemokratie der deutschen Außenpolitik gewiesen hat," bringt er heute folgendeProphezeiung" hervor:

Wenn die Deutfchnationalen die Ratifi­zierung des Vertragswertes von Locarno ver-

langen, wie hinten am

weigern wollen, nun gut, so werden sie eine Abrechnung herbeisühren, deren Ergebnis nicht ersreuli ein wird. Aber wir alau

I WMMcht

lehnen werden, ir kennen das Spie

kennen die Akteure aus der Zeit vor der An­nahme der Dawesschen Verträge. Sie werden ;Ols stärkste Regierungspartei sich ein wenig radikal-oppositionell gebärden. Sie werden tönende Phrasen schreiben und sprechen. Herr Hergt kann noch einmal verkünden: hier stehe ich, ich kann nicht anders, und dann werden s'e im entscheidenden Moment die rote iNeinkarteindielinke Hosentasche stecken und aus der rechten die weiße Jakarte I herausziehen. Sie werden den Nie-Wieder- Kri-a-Vertrag, den endgültigen Verzicht auf Nsaß-Lothringen, die Wiederherstellung der Unt->rzeichnung des Vertrags von Versailles i ebenso annehmen, wie sie vor einem Jahre die ' -oanjesfdjen Verträge angenommen haben.

Mit kühler Sachlichkeit stellt, dieK r e u z- ' Zeitung" in ihrer innerpolitischen Wochen- I iw sür die Deutschnationalen das Problem chrer Entscheiduna so:

Erfüllnagsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Belmwerschuldvem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreise». Für Platzvorschrift und Ersch etnungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleitet

Montag den 19. Oktober

Erster allgemeinerReichskriegerlag

1925

waren, vollzog sich die Ankunft vor der großen Oeffent- lichkeit völlig unbemerkt. Um 1.20 fuhr ein Sonder- zug aus Locarno in die Hallen des An kalter Bahn­hofes. Zum Empfang warm erschienen Reichsminister BraunS, der Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Italiens, der belgische Gesandte, der tschecho- slowakiiche Geschäftsträger und andere Mitglieder des diplomatischen CorpS. Ferner Vertreter der Reichs­kanzlei, des Auswärtigen Amts, Staatssekretär Dr.Weiß mann sowie Frau Stresemann mit ihren Söhnen Der englische Botschafter Loro d'Abernon richtete im Auftrage Chamberlains einige Begrüßungèworte an Dr. Luther und Dr. Stresemann, für die der Kanzler herzlich dankte. Die Ansprache, die der britannisch« Botschafter Lord d'Abernon beim Eintreffen der Dele­gat. an an den Reichskanzler und Reichsminister des Auswärtigen richtete, hatte folgenden Wortlaut:

Ich bm ausdrücklich von Herrn Chamberlain be­auftragt, sie zum Erfolg der Konferenz in Locarno zu beglückwünschen und zum Ausdruck zu bringen, daß Herr Chamberlain immer mit Freude an dem erst­maligen Zusammentreffen in Locarno und an den Geist der Aufrichtigkeit und Offenheit zurückdenken wud, den die deutschen Delegierten den Erörterungen ausgeprägt zu haben. Der deutschen Regie­rung wird immer die Ehre bleiben, di« Initiative erg riffen zu haben, welche zum Vertrag von Locarno geführt haben. Lord d'Abernon fügte hinzu, daß Chamber­lain überzeugt sei, daß die in Locarno paraphierten Abmachungen einen Wendepunkt in den europäischen Geschichten bilden werden. Er gab der Zuversicht Ausdruck, daß die persönlichen freundschaftlichen Be­ziehungen, die zwischen der britischen und deutschen Delegation entstanden sind, das sichere Zeichen neuer Beziehungen zwischen beiden Rationen seien.

Der Reichskanzler und der Außenminister sprachen dem Botswafter ihren Dank für die freundlichen Worte her Begrüßung aus und baten ihn, diesen Dank auch

Lewzil

lipzig, 18. Okt. Der Deutsche Abend, den Sächsische Militärvereinsbund (Bezirk Leipzig) im großen Saale des Zoologischen Gartens veranstaltete, war gleichzeitig offi­zieller Empfangsabend zum Reichskriegertag. Nach dem Einmarsch der Fahnenabordnungen, von denen die des Innsbrucker Kriegervereins mit der alten Andreas Hofer-Fahne mit stür­mischem Jubel begrüßt wurde, und nach Ge- sangsoorträgen des Leipziger Männerchors er­griff der erste Vorfitzende des Reichskrieger­bundesKyffhäuser", Generaloberst von Heeringen, das Wort. Zunächst überreichte er zum Zeichen des Dankes dem Bezirksvor­stand Leipzig» Rektor W i t t r i ch, und dem Vorsitzenden des LandeskriegerverbandesSach- fen, Generaloberst Hopf, das Ehrenzeichen des Kyffhäuserbundes. Er betonte sodann, daß der Reichskriegertag dem Geiste der Zusam­mengehörigkeit und der Kameradschaftlichkeit dienen solle. Er sprach die Hoffnung aus, daß das deutsche Volk in diesem Geiste wieder auf- erstehen möge. Fern von aller Pc^teipolitik wolle der Reichskriegerbund ein nationaler

der

Block sein, der nur dem Vaterlande diene. Seine Ausführungen schlossen mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Deutsch- land-Liede. Namens des Sächsischen Militör- vereinsbundes begrüßte W i t t r i ch die Er­schienenen, besonders herzlich die Gäste aus Tirol, während Oberbürgermeister Dr. R o t h e sie im Namen der Stadt Leipzig willkommen hieß. Der Empfang auf den Straßen zeige, sagte Rothe, daß die Stadt an dem ersten beut« schen Reichskriegertag den wärmsten Anteil

wurde. Beide Züge vereinigten sich an der Deutschen Bücherei, wo der Präsident des Reichskriegerbundes, Generaloberst v. Heerin­gen, den vier Stunden dauernden Vorbeimarsch. entgegennahm. Im An­schluß an den Festzug fand nachmittags auf dem Ausstellungsgelände eine Gedächtnis­feier für die Gefallenen statt, verbunden mit einer vaterländischen Kundgebung. Nach den Gedächtnisreden des evangelischen und des katholischen Militärpfarrers hielt der Präsident des Reichskriegerbundes, Generaloberst von H e e r i n g e n, eine Ansprache, in der er den deutschen Brüdern im besetzten Gebiet und in den entrissenen Grenzländern den Gruß des Reichskriegertages entbot und sodann aus­führte:Das Vaterland über alle s", das ist der Kern dieser nationalen Kundgebung von uns alten Soldaten. Der Reichskriegertag soll unsere feste Zuversicht auf den Wiederauf­stieg Deutschlands fördern und unser Deutsch- bewußtsein im Gedanken an die Großtaten un= seres Volkes im Krieg und Frieden festigen. Er soll ein deutscher Ruf in die Welt sein: Hier gut Deutschland allewege!", aber auch ein Ruf in die Reihen unseres Vol­kes. Mehr als an irgendeiner anderen Stelle unseres Vaterlandes packt uns angesichts des hehren Leipziger Denkmals die Ueberzeugung, daß Deutschlands Auferstehen davon abhängt, daß der Geist von 1914 wieder in unserem Volk lebendig wird, b. h. wie ihn Hindenburg einst kennzeichnete, der Geist der Treue, der Einigkeit, der selbstlosen Hingabe an das Va­terland und des nationalen Stolzes. Der Red- atertanbi

Den Deutschnationalen ist die Linie ihres Verhaltens klar vorgezeichnet. Sie haben dem Kabinett und sich selbst die Grenze gesetzt, bis ö» der gegangen werden konnte. Stellt sich bei ver genauen Prüfung des Vertragswertes heraus, daß sie überschritten ist, so gibt ~ nur zweierlei: entweder müssen die Veutschnationalen die Ablehnung des paraphierten Vertrags im Kabinett durchsetzen sie müssen ihrerseits die Verantwortung avlehnen und aus der Regierung a u s s ch e i- o e n. Wir stehen also, wenn nicht der Beweis 'yt werben kann, daß die seinerzeit aufge- , -tm Richtlinien in den Hauptpunkten befolgt e Voraussetzungen und Bedingungen rur ? e ènahme des Paktes und den Eintritt tn °en Völkerbund erfüllt worden sind, innttpelitifchen Krise.

» ckür die auf dem völkischen Flügel der ^eutschnationalen Partei kämpfende D e n tschc S " ung verknüpfen sich mit der bevor« parlamentarischen Entscheidung be« onoere Erwartungen. Sie schreibt:

. Verträge werden, was ihrs parlamen- ansche Behandlung betrifft, im Reichstag an« hw°Anmen merbern entweder mit den Stimmen ^utschnationalen oder gegen die Stimmen Jp LEsthnationalen. gm ersteren Falle wirb

.â der deutschnationalen Wühler ihrer ^" Rücken kehren und mit den völ- und vaterländischen Verbänden zusam- i nationale Opposition außer-

Parlaments gewaltig stärken und zu Machtfaktor gestalten, im letzteren Falle ^Deutschnationale Volkspartei sich dieser

e Opposition eingliedekn können und R ^u ?,u ihrer Hauptaufgabe, nämlich die Füh-

Kampfe gegen den neuen, undeutschen An,, .übernehmen können. Also wie auch die

Reichstag vor sich gehen wird, ndestens die Hälfte des deutschen Volkes

ires

I, vor einer

nis der Treue zum deutschen Vaterlande. Die Festrede hielt General Kaden, welcher aus­führte, die deutsche Geschichte lehre, daß auf Zeiten des Niederganges stets der Aufstieg ge­folgt sei. Wenn wir treu sind, wird Deutschland auch einmal wieder auferstehen. Nicht in einem Kriege. Wir können gar keinen Krieg führen, aber in der Schlacht der Geister, um in dieser Schlacht siegreich zu bestehen, müssen wir uns sittlich, religiös und national erneuern. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Reichs­präsidenten

Jm Anschluß an den offiziellen Empfang fand eine Begrüßung der Pressevertreter statt, bei der General v. Heeringen Ausführun­gen über die Ziele und Aufgaben des Reichs­kriegerbundes machte. Der Bund fei, wie die Militärvereine, parteipolitisch neutral und mache sich die Jugenderziehung und Unter­stützung der Hinterbliebenen der Kameraden zur Aufgabe. Der Bund habe 1924 allein 12 Millionen Mark an Unterstützungen gezahlt. Das vornehmste Ziel sei aber die Pflege der Vaterlandsliebe und der Kamsradentreue.

Den Höhepunkt erreichte der Reichskrieger­tag am Sonntag mit dem großen Festzug. In zwei Zügen begaben sich die Teilnehmer durch die von dichten Menschenmauern eingefaßten Straßen der Stadt nach dem Völkerschlacht- denkmal und das Ausstellungsgelände. Die im

Kyffhäuserbund vereinigten Militär- und Kric- gervereine bildeten den Kyfshäuserzr zahlreichen historischen künstleriscksen G während der andere Z

,U' mit

. , ruppen, Zug von Angehörigen des Stahlhelms und anderer Wehrverbände n-^ellt

wird das Machwerk von Locarno als eine Verleugnung des Kampfes gegen den Versailler Schandvertrag ablehnen. Welche Folgen das außenpolitisch hat, läßt sich noch nicht annähernd übersehen. Jnnerpolitisch bedecktet die kommende Entwicklung den

Kampf des einzelnen gegen den einzelnen, be­deutet sie eine Verschärfung der Gegensätze von ungeahnter Größe.

DieDeutschnationaleKorrespon-

un

d e n z schreibt:

Die Paraphierung der Entwürfe in Locarno bedeutet nicht die Unabänderlichkeit. Diese Tat­sache geht schon aus der BezeichnungEnt­wurf" hervor. Weder dem Kabinett noch den Parteiführern ist ihr zuletzt fertiggestellter In­halt und Wortlaut bekannt. Die Freiheit der Beurteilung und des Entfch luf - f e s gegenüber diesem Entwurf ist also eine Selbstverständlichkeit. Sie ist nicht nur eine rein formelle, sondern eine durchaus materielle. Wieviel von dem Programm der Regierung erreicht ober vor der endgültigen Entscheidung

litärbundes, Sanitätsrat Dr. Hopf. Im weüe^ ren Verlauf des Nachmittags wurde an dem Völkerschlachtsdenkmal das WeihefestspielHel- denehrung" wiederholt. Bei Eintritt der Dunkelheit wurden zahlreiche Häuser der Stadt illuminiert. Abschiedsfeiern in einer gro« ßen Reihe von Sälen beschlossen den Tag.

VegrützungslelegramM des Neichs- prefidenten.

Berlin, 18. Okt. Der Reichspräsident richtete an den Deutschen Reichskriegertag in Leipzig folgendes Vsgrüßungst-legramm:

Den zum ersten allgemeinen Deutschen Reichskriegertag versammelten deutschen und österreichischen Krieger- und Militärvsreinen sende ich in dankbarer Erinnerung an die hel­denmütigen Leistungen unserer Krieger in dem gemeinsamen großen Abwehrkampfe herzliche kameradschaftliche Grüße."

Darauf ist folgendes Antworttele­gramm bei dem Reichspräsidenten einge« gangen:

Hunderttausend zum Deutschen Reichs­kriegertag in Leipzig versammelte Kameraden des Deutschen Reichskriegerbunües Kyffhäuser und der Oesterreichischen Krieger- und Militär- vereine danken Eurer Exzellenz, ihrem großen Heerführer, ehrerbietigst fiir die übermittelten Grüße und erwidern sie aus vollem Herzen. Angesichts des grwalligen Völkerschlachtdenk- mais geloben alle vom ersten bis zum letzten erneut unverbrüchliche Treue zu Volk und Vaterland, v. Heeringen, Generaloberst, Prä­sident.

Berlin, 18. Otto her. Reichskanzler Dr Luther erstattete heute nachmittag 5 Uhr dein Reichspräsidenten einen ersten Bericht über den Gang der Verhand­lungen in Locarno und über das Ergebnis der Konferenz. *

Zu obiger Meldung hört derMontag", daß es sich dabei lediglich um eine kurze Information geban» velt habe, die der Kanzler dem Reichspräsidenten ge­geben bade. Am heutigen Montag weroe Dr. Luther dem Reichspräsidenten einen eingehenden Vortrag alten. Am Nachmittag beabsichtigt, der Reichskanzler vor den Vertretern der Presse über Locarno zu sprechen. Zum heutigen Kabinettsrat meldet derMontag", daß es in dieser Sitzung zu irgendwelchen Beschlüssen nicht kommen werde, da die vorgesehenen ausführlichen - Referate dis Reichskanzlers - und des Außen­ministers das Kabinett hinreichend beschäftigen würden. Reichstagspräsident Löbe hat nach Bekanntwerden bei Abschlusses der Konferenz von Locarno mitgeteilt, daß er in den letzten Tagen des Oktober Amerika verlasse und in den ersten Novembertagen in Berlin eintreffen werde. Dann dürfte auch die Frage der etwaigen früheren Einberufung des Reichstages, der nach der jetzigen Bestmimnngen am 15. November wieder zu- fammkntreten soll, akut werden.

Siresemaun zur Rheinlandfrage.

Köln. 17. Okt. Der Reichsminister des Aeutzern gab dem Berichterstatter dttRöl- - -- " von Locarno folgende Lr-

Nischen Zeitnuö von Cocon Hütung über die Rheinlandfr, Uni« den behandelten Ar

noch erreichbar ist, bleibt offen. Heute kann nochmals festgestellt werden, daß für eine Preisgabe deutschen Landes und Volkes und für ungenügende Sicherung gegen die Wir­kung des Artikels 16 die Deutschnationale Volkspartei nicht zu haben sein wird. Ebenso wird die Deutschnationale Volkspartei dem Vertragswert nur zustimmen, wenn die be­kannten Voraussetzungen der Regierung für den Eintritt in den Völkerbund gesichert und auch die für das deutsche Volk selbstverständ­lichen Voraussetzungen und Rückwirkungen aus die besetzten Gebiete durch ausdrückliche vertragliche Abmachungen sichekgestellt sind. Im übrigen dürfte als bekannt vorausgesetzt werden können, daß dieser Standpunkt auch derjenige der Reichsregierung und aller hinter ihr stehenden Parteien ist.

Ankunft der Seulfchen Delegation.

Berlin, 18. Okt. Die deutsche D kgahont ft heute nachmittag wieo-r in Berlin eingetroffen, Da iowohl Zeit wie der Bahnhof sorglich geheungehalten

klärung über die Rheiniandfrage:

Unter den behandelten Aragen Hak für die deutsche Abordnung die Utzeinlandfrage an erster Stelle gestanden. Dieie Frage war der Gegenstand iangandauerndtt itusiptadjen zwischen den Staatsmännern der Besatzungs­mächte und den deutschen Derkreterm Sie hat auch den Mittelpunkt bet Rede gebildet, die am Schluß der Konserenz gehalten worden ist. Wenn der Vertrag von Locarno angenommen ist, so bedent-è das eine große praktische Er- lcichterung für das befehle Geb.eft Sin Wunsch, der dahin ging, das Rheinlandabkomm.ru unter den Gedanken des Schiedsgerichts zu stellen, ist verwirkticht worden. Der französische Mini­ster des Arußern bezeichnete cs als s-lbstver- ständlich, daß der Vertrag von Cocarno sich auswirken müsse in einer wesentlichen Aende­rung und Erleichterung in dem Verhältnis zu dem besetzten Gebiet. Es ist notwendig, die Ruhe zu wahren, um abzuwarten, welche Fol­gen die Besprechungen von Locarno haben werden. Ich habe ausgeführt, daß die tiefe Bedeutung bet Abmachungen von Locarno da­rin liegt, daß sie nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Entwicklung fein müssen.