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201. Jahrgang.

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sladl und Lans.

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Nr. 227

Montag den 28. September

1925

MerooDe Der Deutzen Antwortnote.

Gleichzeitige Ueberreichung in Paris, Brüssel, London und Rom. Die Parteien zur Paktsrage. Neue Hetzreden französischer Politiker.

Paris, 26. Sept. Der deutsche Botschaf­ter v. Hoesch hat heute nachmittag in Ab­wesenheit des Außenministers Briand dem Generalsekretär im Quai d'Orsay, Herrn Berthelot, die Antwort der deutschen Re­gierung auf die Einladung der alliierten Flächte Zu einer Minislerkonferenz überreicht. Die Antwort stellt eine Annahme der Einla­dung dar. 3 m Anschluß an die Uebergabe der Antwort der Rote kamen verschiedene mit der Begegnung der Minister zusammenhängende Fragen zur Sprache.

Aus Brüssel wird gemeldet, daß der dortige deutsche Botschafter einen gleichen Schritt im Ministerium des Aeußeren unternommen habe. Der deutsche Botschafter wurde gegen Mittag von Vandervelde empfangen, dem er die Antwortnote der deutschen Regierung überreichte. Es entspann sich im Anschluß an die Uebergabe eine zweistündige Unterredung.

Der deutsche Botschafter in London, Dr. Skhamer, hat gleichfalls Heuke nachmittag im Foreign Office durch Ueberreichung einer Rote die Annahme der Einladung Deutschlands be­stätigt.

Ebenso hat der deutsche Geschäftsträger in Rom im Ministerium des Aeußern mitgeteilt, daß die deutsche Regierung an der Minister­konferenz über den Sicherheitspakt teilnehmen werde.

Der Auftrag der deutschen Botschafter in London, Paris, Brüssel hat sich nicht darauf -beschränkt, die schriftliche Antwortnote der ^cheu Regierung zu uderxeiwen, kiiw.b sind im Anschluß daran mündliche Erläute­rungen gegeben worden. Ueber deren Inhalt ist ? hier natürlich Authentisches nicht bekannt. Dennoch ist es kein Geheimnis, daß sich die Erläuterungen auf zwei Punkte bezogen I haben:

Auf die Räumung der Kölner Zone und die Kriegsschuldfrage.

I Daß die Räumung der Kölner Zone eine un- I erläßliche Vorbedingung für die Unterzeich- I nuna des Sicherheitspaktes fei, ist den Alliier­ten durch wiederholte offiziöse Auslassungen der Reichsregierung hinreichend bekannt. Die I deutschen Botschafter haben aber betont, daß es die Verhandlungen über den Pakt vorteil- . Haft beeinflussen würde, wenn dahingehende I Sicherungen von der Entente freiwillig ge­geben würden.

Parteibeschlüsse«

Die Deutsche Volksparkei Badens.

Baden-Baden, 27. Sept. Bei einer öffent­lichen Kundgebung zur Einleitung des Landes­parteitages der Deutschen Volkspartei im dicht besetzten Kursaal sprach anstelle des in letzter Stunde verhinderten Reichsaußenministers Dr. Stresemann der badische Reichstagsabgeordnete Dr. Curtius über die Probleme der deutfch en Außenpolitik. Er betonte die Richtigkeit der Teilnahme Deutschlands an der Sicherheitspaktkonferenz. Der Pakt soll nicht Selbstzweck sein, sondern dazu dienen, die europäische Wirtschaft zu beruhigen und in Dränung zu bringen. Auf der Londoner Ju- rytenkonferenz habe man den wesentlichen Fortschritt erzielt, daß alle Streitigkeiten zwi- lchen Deutschland und Frankreich aus dem

£r Ertrag künftig unter das Schiedsverfahren fallen sollen. Nach

S ch i e d s v e r f ». u . lt |uueu. 7LUU,

Notenwechsel sei die Zeit zur mündlichen Aussprache gekommen. Der Redner unterstrich unter Anlehnung des Gedankens einer machtpolitischen Angliederung Elsaß-

daß man nicht verzichten könne aus den kulturellenZusammenhang desDeutsch-

der ganzen Welt mit dem Mutter- lanüe. Die Räumung der Kölner Zone sei eine Selbstverständlichkeit. Der Redner glaubt, M ein fester Räumungstermin bevorsteht.

e Zweite und dritte Zone fordert er im mit allen Parteien von den Sozial- .j^^aten bis zu den Deutschnationalen ° > ne A e n de r u n g des V e s e tz u n g s - r ni ? s' dessen Notwendigkeit mit dem Ab- eines Sicherheitspaktes überhaupt ent- Eine französische Garantie für östliche

M abzulehnen. Bezüglich des Deutschlands in den Völkerbund rnnh E deutsche Regierung an dem Memo- änn September vorigen Jahres fest-

V iten. Es sei selbstverständlich, daß wir einen

5. Diese Forderungen sind als Mindest - forderungen zu bezeichnen, von denen unter keinen Umständen abgegangen werden darf auf die Gefahr hin, sich in Zukunft nicht mehr an der Regierung zu beteiligen,

Hetzreden des Pariser Milttär- gvuoerneurs.

Paris, 27. Sept. Der Militärgouverneur von Paris, Couraud, gehört zu denjenigen Persönlichkeiten, die ihrem Chauvinismus keinen Zwang auferlegen, auch dann nicht, wenn die französische Regierung, wie dies gegenwärtig der Fall ist, durch derartige Drohungen in ihren diplomatischen Plänen ge­stört wird. Couraud hat bereits unter Herriot mehrmals die schärfsten Schmähungen gegen die deutsche Regierung gerichtet. Obwohl da­mals starke Entrüstung bei den Linksrepubli- kanern herrschte, blieb der Militärgouverneur doch weiterhin auf seinen Posten. Er küm­merte sich so wenig um die Regierung, daß er vor einer Wiederholung seiner gegen Deutsch­land gerichteten Beleidigungen nicht zurück­schreckte. Als Beweis dafür dient seine Rede am Denkmal für die bei den Kämpfen um Na- varin gefallenen französischen Soldaten. Cou­raud ironisierte direkt den deutschen Paktvor­schlag. Er stellte die Frage, welchen Zweck es eigentlich habe, sich auf dieser Konferenz mit den Deutschen einzulassen, da Deutschland rüste und Frankreich zwinge, nach wie vor die Macht zu halten. Der Pariser Militärgouverneur sprach von der Räumung des Ruhrgebiets und des Sanktionsgebiets in einer Weise. als ob Frankreich dadurch einen Beweis seiner Frie­densliebe geliefert hätte. In Wirklichkeit er­füllte Frankreich einfach die eingegangenen Verpflichtungen. Man erkennt hier deutlich den Hetzfeldzug der französischen Chauvinisten kann die Erklärungen des Pariser Militär- gouverneurs als Musterbeispiel hierfür getreu lassen.

Couraud mischte sich auch in die deutsche Entwaffnungsfrage. Er bezeichnete Deutschland als ein Arsenal und eine Rüstungsschule. Selbst­verständlich beutete er auch die Legende aus, daß Abd el Krim von deutschen Stabsoffizieren umgeben sei. Charakteristisch für den fran­zösischen General ist es, daß er den Völker­bund als eine zwecklose, ja gefähr­liche Angelegenheit betrachtet. Als Exeinpel führte er den Moffulstreit ins Treffen, dessen Lösung der Völkerbund nicht zustande dachte. Von den Paktoerhandlungen erwartet Couraud gar nichts. Er fürchtet im Gegenteil ein deutsches Manöver. Die Rede gipfelte in einer Apothese des französischen Militarismus. General Couraud ist r eine entschlos­sene Rüstungspolitik trotz Pakt­konferenz und allen diplomati­schen Verhandlungen.

Die Zeitungen veröffentlichen diese sensatio­nellen Hetzreden in vollem Umfange und legen den Nachdruck darauf, daß die zahlreich er­schienenen Militärkommissionen, darunter die polnische und tschechoslowakische, die Ausfüh­rungen mit demonstrativem Beifall aufgenom­men haben.

Maginsl über die Aufrechterhaltung der Rüstungen.

Paris, 27. Sept. Bei der Einweihung eines Kriegerdenkmals in Castelnandary hielt der Kriegsminister im Kabinett Poincarè Maginot eine Rede, worin er erklärte, überall, wohin man sehe, in Syrien, Marokko, in den Be­ziehungen zu Deutschland, in der Regelung der interalliierten Schulden, stoße man auf die größten Schwierigkeiten. Für die bessere Zu­kunft des Landes sollten sich daher alle Par­teien in Frankreich zusammenschließen. Die beiden Thesen zur Sicherung des Landes, internationale Abmachungen oder kriegerische Bewaffnung, schlössen sich nicht aus. Sie sollten sich vielmehr ergänzen. Zwei Vorsichtsmaß­nahmen seien besser als nur eine. Man dürfe keine Gelegenheit für den Frieden vorüber­gehen lassen, noch ein Mittel, sich gegen die Kriegsgefahr zu schützen, vergessen.

Deutschlands Schuldbekenntnis unwiderruflich.

Paris, 27. Sept. DerTemps" beschäftigt sich in seinem Leitartikel mit der gestern über­reichten deutschen Antwortnote, die die An­nahme der Einladung zu einer Konferenz der Außenminister bekanntgibt. Nach seiner Ansicht genügt es, aufmerksam die deutschen Blätter zu lesen, um die Art der mündlichen Mittei­lung zu verstehen, mit der die Reichsregierung &re Antwort begleitet hat. Trotz der Proteste

Ratssitz bekommen. In dem Augenblick, da wir in Verhandlungen eintreten, sei es auch nötig, offen und klar noch einmal zu wiederholen, daß wir niemals die Kriegsschuld­lüge anerkennen. Ferner müsse der be­sonderen Lage Deutschlands Rechnung getra­gen werden, so lange nicht die allgemeine Ab­rüstung erfolgt sei. Darüber herrsche im Reichs­kabinett völlige Einmütigkeit. Redner schloß mit dèr Mahnung an das deutsche Volk, den Männern, die die Herkulesarbeit verrichten sollen, die Grundlage für den künftigen Frie­den zu schaffen, mit Vertrauen oder wenigstens taktvoller Zurückhaltung zu begegnen und in dieser schicksalsschweren Stunde Ernst und Würde zu bewahren.

Die deutsch-demokratische Partei Badens.

Pforzheim, 27. Sept. Auf dem hiesigen Lan­desparteitag faßte die Deutsch-demokratische Partei Badens eine Entschließung, in der es heißt:

Die deutsch-demokratische Partei Badens verfolgt die Verhandlungen über den Sicher­heitspakt als eine Partei des Grenzgebietes mit ganz besonderem Interesse. Sie begrüßt grundsätzlich alle Bestrebungen, die einer ehr­lichen Verständigung und einem auf Recht ge­gründeten Frieden zwischen den beiden großen Nachbarvölkern dienen. Sie stimmt aber den Ausführungen Kochs in vollem Umfange darin zu, daß mit einer Politik der Verständgiung Maßnahmen des Mißtrauens unverständlich ^rscheimn, und hast deshalb die bevorstehen­den Paktverhandlungen nicht zu einem Ab­schluß gebracht werden, wenn nicht eine grund­sätzliche Aenderung in den Verhältnissen des besetzten Gebietes eintritt. Sie hofft, daß m i t dem Abschluß des Sicherheitspak­tes die militärische Besetzung deutschen Bodens der Sinn der Da - seinsberechtigung verliert. Insbe­sondere müßten in dem besetzten Gebiet nach dem Abschluß eines Sicherheitspaktes die Hoheitsrechte des Reiches und der Länder am Rhein und die staatsbürgerlichen Grundrechte, die entgegen dem Rheinlandabkommen unüber­sehbaren Beschränkungen der Besatzungsmacht unterliegen, in ihrem vollen Umfange wieder­hergestellt werden. Der Gedanke des Rechts und der Schiedsgerichtsbarkeit,' wie er in dem Reparationsplroblem verankert wurde, muß auch in das Besatzungsregime Eingang finden. Sicherheiten in dieser Hinsicht sind unerläßlich, wenn der Sicherheitspakt auf dem Gedanken der Gegenseitigkeit und der Gleichberechtigung aufgebaut sein soll.

Die badische Deutschn'alionale Volksparkei. faßte auf ihrem Landesparteitag in Mann­heim folgende Entschließung: Der Landesparteitag ersucht die Reichstagsfraktion nachstehende Forderungen sich zum Programm zu machen:

1. Vor allen etwaigen Verhandlungen über einen Sicherheitspakt und Eintritt in den Völkerbund hat die amtliche Notifizie­rung des Widerrufs der Kriegs­schuldlüge zu erfolgen, muß die Räu­mung der ersten Zone vollzogen und die Beseitigung der Unwürdigkei­ten des Besatzungsregimes im Rheinland und im Saargebiet sichergestellt sein. Außerdem müssen Entwaffnungs- und Luftnote und Jnvestigationsbe- schlüssesistiert, über den Schutz der deut­schen Minderheiten in fremden Ländern und die Rückgabe der Kolonien aussichtsreiche Zu­sagen gegeben sein.

2. Ein etwaiger Sicherheitspakt darf sich nur auf die We st grenze beziehen und niemals einen Verzicht auf deutsches Land enthalten.

3. Ein Eintritt in den Völker­bund, der sich auf die §§ 1016 des Ver­sailler Vertrages und der Schuldlüge aufbaut, ist von vornherein abzulehnen.

4. Der Abschluß endgültiger Verträge ist davon abhängig zu machen, daß über die frühere Räumung der zweiten und dritten Zone und die frühere Abstimmung im Saar­gebiet bindende Abmachungen getroffen wer­den, und daß über die Durchführung einer allgemeinen Abrüstung entsprechend dem Ver­sailler Vertrag und der Völkerbundsidee bin­dende Zusagen gegeben werden.

der Nationallisten sei es wenig wahrscheinlich, daß das Berliner Kabinett den Charakter und die Bedeutung der bevorstehenden Verhand­lungen ernstlich zu beschränken suchen werde. Deutschland werde in Locarno hinsichtlich des Sicherheitsproblems in der gleichen Lage sich befinden, in der es sich bei den Verhandlungen im vergangenen Jahre auf der Londoner Kon­ferenz befand. Das Kabinett Luther werde sich natürlich bemühen,Versicherungen zu erlangen, die den unmittelbaren Besorgnissen, nicht nur der Nationallisten, sondern aller deutschen politischen Parteien entsprechen.

Man wisse, daß alle Deutsche darin einig seien, vor der Unterzeichnung des Sicherheits­paktes und vor dem Eintritt in den Völker­bund einen Widerruf der Verantwortung Deutschlands für den Krieg und das Ver­sprechen einer beschleunigten Räumung der Kölner Zone zu fordern. Es sei möglich, daß Berlin ganz besonders auf diesen beiden Fra­gen bestehen werde, selbst wenn es keine Aus- sicht habe, die Versicherungen zu erlangen, die es glaube, fordern zu müssen. Man verlange von Deutschland nicht ein neues Zugeständnis seiner Verantwortung für den Krieg als Be­dingung für seinen Eintritt in den Völkerbund, aber diese Verantwortung sei in Art. 231 des Friedensvertrages festgestellt, und kein Wider­ruf könne die Wirkung dieses von Deutschland gemachten Schuldbekenknisses verringern. Keine Macht sei in der Lage, diesen Artikel 231 auf­zuheben, der vollkommen rechtfertige, von den für den Krieg verantwortlichen Rationen die Reparationen zu erlangen, die ihnen von den Alliierten auferlegl worden seien. Was die Räu rung der Kölner Zone anbclreffe, so sehe man nicht, welche Versicherungen Deutschland gegeben werden könnten, da es allein von ihm abhänge, daß die erste rheinische Vesahungs- , Zone von den Alliierten verlassen werde. Die BäuMug der Kölner Zone und der Abschluß eines rheinischen Sicherheitspakteg seien zwei voneinander unabhängige Probleme, und die Deutschen selbst hätten immer betont, daß man die Lösung der einen Frage nicht von de« Lösung der anderen Frage abhängig machen könne.

Die Konferenz erst am 12. Oktober?

London, 28. Sept. Der diplomatische Be­richterstatter derDaily Telegraph" schreibt, wenn auch die deutsche Regierung die Ein­ladung zur Konferenz zu item 5. Oktober ange­nommen habe, sei es doch noch nicht sicher, daß sie an diesem Tage stattfindet. Möglicherweise werde sie erst am 12. Oktober beginnen. Auch der Ort, ob Locarno oder Luzern, sei noch un­bestimmt. Daß das Datum noch ungewiß sei, erkläre'sich daraus, daß der deutsche Botschafter in Paris, Außenminister Briand erst heute sprechen werde.

Großer Waffereinbruch auf der Zeche Kaniel.

Skerkrade, 28. Sepk. Am Freitag er» eignete sich auf Schacht 1 der Zeche Haniel ein ein Wassereinbruch. Die Schachtwände wurden eingedrückt. Die auf der ersten Sohle beschäf­tigten sechs Arbeiter konnten sich in Sicherheit bringen. Rur einer erlitt einen Armbruch. Auch die Schachkanlagen der benachbarten Zechen wurden kilometerweise überschwemmt. Aus der Zeche 3acobi drang das Wasser bis zur zwei­ten Sohle vor, konnte dann aber durch Ab­dämmungsarbeiten zurückgehalten werden. Der Schacht 1 der Zeche haniel gilt als ver­nichtet. Am Samstag versanken das Schacht­gebäude und die Maschinenan­lagen in einem.mehr als 18 Meter großenTrichter. Auch der zweite Schacht droht zu ersaufen. Die Bergbehörde hat sich so­fort zur Unfallstelle begeben, um die Ursache festzustellen.

Oberhausen, 28. Sept. Zu dem Wasser­einbruch auf der Schachtanlage Haniel ist noch zu melden: Das Wasser und der Schlamm von der Zeche Haniel sind auf die innerste Sohle der Zeche Jacobi vorgedrungen und stehen dort bereits auf der zweiten Sohle in beträchtlicher Höhe. Auf der Zeche Haniel selbst hat der Wassereinbruch große Verheerungen angerich- tek. Das Hauptbetriebsgebäude ist zusammen­gebrochen. Eine ganze Reihe von Maschinen ind in die entstandenen Löcher ge­kürzt. Man glaubt, daß es kaum zu ver- hüten sein wird, die Zechen Haniel und Jacobi völlig slillzulegen. Inwieweit die Zechen Van- lern und Oslerfeld betroffen werden, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen.