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200. Jahrgang

Hanauer WAnM

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und 811«»?^%

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Nr. 226

Eamsrag den 26. September

1925

Das Neueste.

Das Angebot Caillaux ist von Amerika als unannehmbar bezeichnet worden.

Die Ministerpräsidenten der Länder haben die Einladung zur Paktkonferenz ange­nommen und sich dann mit der Frage des Preisabbaues befaßt.

Als Tagungsort der Paktkonferenz soll Locarno bestimmt sein. Konferenzbeginn am 5. Oktober.

Die Völkerbundsversammlung geneh-

migte gestern die vom arbeitete El ..... r

rn die vom Rechtsausschuß ausge- mtschließung über das Schiedsver- I das Abrüstungs- und Sicherheits-

fahren und Problem.

Caillaux* ZahlungsvvrfchlSge unannehmbar.

Paris, 26. Sept. Wie Havas berichtet, hätte im Laufe der kurzen heute Mittag statt­gefundenen Vollsitzung Staatssekretär Mellon dem Finanzminister Caillaux ein Memoran­dum überreicht, in dem der Standpunkt der amerikanischen Kommission bezüglich der fran­zösischen Vorschläge auseinandergesetzt wird, so­wie die Gründe, aus denen die amerikanische Kommission die französischen Vorschläge für unannehmbar hält. Außerdem werden in dem Memorandum gewisse Vorschläge angeregt, um eine Grundlage für die Schuldenregelung zu finden.

Die französisch-amerikanischen Schuldenver­handlungen scheinen nicht nach dem Wunsche Caillaux zu verlaufen. Vor seiner Abreise hat Caillaux den Haushaltsplan für das Jahr 1926 entworfen, damit die Kammer sich mit dieser "wichtigen Frage beschäftigen kann, wenn sie in "der zweiten Oltoberwoche zusammentritt. Die Steuereinnahmen sind in diesem Haushalts­plans mit rund 30 Milliarden Franc festge­setzt, das sind 3 Milliarden mehr, als die Steuereinnahme im Haushaltsplan für das laufende Jahr beträgt. Der Mehrertrag wird fast ausschließlich von dem Kapital getragen werden müssen. Dabei ist aber auch dieser Haushaltsplan mit der stark gesteigerten Steuerziffer nach den eigenen Erklärungen des Finanzministers noch keineswegs endgültig. Die für den Wiederaufbau notwendigen Sum­men find ebensowenig darin enthalten wie der Dienst für die Verzinsung und Zurückzahlung der auswärtigen Schuld. In der Vorbemer­kung, die Caillaux dem Haushaltsplan vor­ausschickt, bemerkt er so schonend wie möglich, daß dieser auswärtige Schuldendienst er­schreckende Anforderungen an die französische rsinanzkraft stellen und voraussichtlich mehrere hundert Millionen Goldfrank in Anspruch neh­men wird. Für den Wiederaufbau und den Schuldendienst solle noch ein besonderer Etat aufgestellt werden. Eine nette Aussicht!

Vielleicht hat Caillaux den Stand der fran­zösischen Finanzen auch deshalb vor seiner Ab­reise fein säuberlich zu Papier gebracht, um bei dem amerikanischen Gläubiger damit einen gewissen Eindruck zu erzielen. Jedenfalls hat er vor dem Antritt der Fahrt die Hoffnung ausgesprochen, daß Frankreichs Freunde jen­seits des Ozeans großherzig und zur selben Zeit geschäftsklug genug sein würden, um in wie annehmbare Schuldenregulierung zu willigen. Wie steht es nun damit Man hat 'n der französischen Presse eine Zeit lang ge­glaubt, daß Frankreich sehr billig davonkom- wen werde. Eine gegenseitige Streichung sämtlicher Kriegsschuld wäre Frankreich sicher die angenehmste Lösung gewesen. Aber man hat in den Vereinigten Staaten niemals daran gedacht, den großmütigen Gläubiger zu spielen, sondern man hat immer die geschäftsmäßige Auffassung vertreten, daß Schulden auch be­zahlt werden müssen. Theoretisch hat man sich w Frankreich denn auch mittlerweile zu dieser Auffassung bequemt. Caillaux hat auch den «atz niedergelegt: Frankreich ist bereit, zu Wien. Man ist aber in Frankreich immer "och geneigt, sich inbezug auf die Höhe der Rückzahlung gewissen Illusionen hinzugeben.

tauchte die Nachricht auf, der frühere frän­kische Botschafter Jusserand habe von Seiten ocr amerikanischen Schuldenkommission den Vorschlag überbracht, Frankreich möge im We eine Amortisation von 1% Prozent der Schuldsumme zahlen. Ueber die Verzinsung haucht man sich dann den Kopf nicht mehr zu »erbrechen.

Inzwischen ist aber auch diese Version von amerikanischer Seite mit Entschiedenheit zu- kuckgewiesen worden und die obige Meldung

9 iun würden, um in ------ Schuldenregulierung zu ie steht es nun damit Man hat

Zur PaKlKonserenz.

Die Attnislerpräsidenten - Versammlung nimmt an.

Berlin, 25. Sept. In der Versammlung der Staats- und Ministerpräsidenten der Län­der. in der sich die außenpolitische Aussprache bis in die Rachmittagsstunden erstreckte, erstattete zunächst der Reichsaußenmini­ster einen eingehenden Bericht. 3m Verlaufe der umfassenden Erörterung, in der auch der Reichskanzler mehrfach das Wort ergriff, wurde einhellige Zustimmung zu dem Ent­schluß der Reichsregierung festgestellt, die i n - lernationale Zusammenkunft in der Schweiz zu beschicken.

Die deutsche Antwort an die Attiferken

Berlin 25. Sept. Wie die Blätter melden, wird die Mitetilung der deutschen Antwort an die Alliierten auf die Einladung zur Sicher- Heitspaktkonferenz morgen erfolgen, und zwar, wie wir hören, nicht in Form einer Note, sondern als mündliche Mitteilung der deutschen Botschafter an die Regierungen der in Frage kommenden Länder.

Zürich 26. Sept. Die Schweizer Presse mel­det, daß Die französische Regierung die Villa Pedraccim in Locarno als Aufenthaltsort für die Delegation gewählt habe, damit steht Die Wahl Locarnos als Konferenzort fest. Die Eröffnung der Konferenz soll am 5. Oktober erfolgen.

Befriedigung in London.

London, 26. Sept. Die Berliner Meldung, daß das Reichskabinett beschlossen habe, die âladWg zy , ÜWLÄNW? hat in hiesigen Kreisen lebhafte Befriedigung hervorgerüfen. Man gibt der Hoffnung Aus­druck, es werde sich bestätigen, tmß an die Er­klärung der Annahme keine Vorbehalte geknüpft werden, denn dadurch könne höchstens eine neue Verzögerung erwirkt werden, was nur zu bedauern wäre. Schließlich habe ja jeder Teilnehmer die Möglichkeit, das was er vorzubringen wünsche, auf der Konferenz selbst zu sagen.

Zu der verschiedentlich ausgesprochenen Vermutung, die Konferenz habe nur vorläufi­gen Charakter, denn es werde ihr eine Haupt- konferenz folgen, wird erklärt, daß dafür nicht

läßt erkennen, daß Amerika mit dem franzö­sischen Zahlungsplan nicht einverstanden ist. Die Schuldenkommission der Vereinigten Staa­ten wird Frankreich gegenüber grundsätzlich zweifellos auf derselben Art der Schuldenregu­lierung stehen, wie sie von England ange­nommen worden ist. England muß von der Schuldsumme zuzüglich der gestundeten Zin­sen jährlich 4% v. Hundert zahlen. Darin ist die Amortisation mit 1% Prozent und die Zinszahlung mit 3 Prozent vertreten. Mit der Abzahlung sinkt natürlich auch der Betrag, der für die Verzinsung abgezogen wird, während der Betrag wächst, den Amerika für die Amor­tisation gutbringt. So wird England den ein­mal festgesetzten Betrag weiter zahlen, bis nach ungefähr 62 Jahren die aanze Schuld ge­tilgt ist. Einen solchen Rückzahlungsplan wird die amerikanische Schuldenkommission ganz sicher auch dem französischen Finanzminister vorlegen. Auch Frankreich wird sich dazu ver­stehen müssen, die gesamte Schuldsumme zu­züglich der bis jetzt gestundeten Zinsen anzu­erkennen. Es wird ferner einen bestimmten Prozentsatz dieser Gesamtsumme im Jahre zahlen müssen und zwar einen Betrag, der über l^ Prozent beträchtlich hinausgeht. Auch hier wird es sich darum handeln, durch Amor­tisation und Verzinsung die gesamte Summe etwa in 62 Jahren zu tilgen. Bei den Verhand­lungen kann es sich lediglich darum handeln, welchen Zinssatz man Frankreich auferlegen wird. Caillaux und sein Begleiter geben sich alle Mühe, zu beweisen, daß eine ähnliche Zinsenlast, wie England sie trägt, für Frank­reich vollkommen unerträglich ist. Die Schwie­rigkeit liegt nur darin, daß die französischen Finanzsachverständigen die französische Zah­lungsfähigkeit mit einem Betrage angesetzt haben, der über die 1% Prozent Amortisation hinaus nur einen ganz geringfügigen Spiel­raum läßt. Mit einem so geringfügigen Zinsen­satz wird man sich in den Vereinigten Staaten nicht zufrieden geben.

Nach dem Washingtoner Berichterstatter der Times" werde es für die amerikanische Kom-

der geringste Anlaß besteht. Die Juristen hätten bei ihrer Besprechung große Arbeit ge­leistet und eine große Zahl technischer Fragen geregelt; es sei deshalb nicht einzusehen, wa­rum die Arbeiten der Konferenz keinen ab­schließenden Charakter haben sollten.

Wir können uns der letzteren Auslegung nicht anschließen, sind vielmehr der Auffassung, daß das Ergebnis der Verhandlungen der deutschen Regierung und dem Parlament unterbreitet werden muß, bevor die endgültige Unterzeichnung und Ratifizierung der Ab­machungen erfolgen kann. Die Konferenz kann lediglich einen informatorischen Charakter haben, die wirkliche Entscheidung muß einer darauffolgenden Plenarkonferenz der Minister­präsidenten vorbehalten bleiben.

Der SicherheUspakt die einzig annehmbare Frieöenssormel".

Paris, 25. Sept. In einem Interview, das dem Genfer Berichterstatter derEreNouvelle" von einemVertrauten Lord Cecils" gewährt wurde, machte dieser u. a. folgende Ausfüh­rungen:

Wenn wir den europäischen Frieden auf­bauen wollen, dann brauchen wir den russischen Zement und den deutschen Stein, sonst bauen wir in die Wolken. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß weder Sieger noch Besiegte in der bisherigen Weise weiter leben können. Die Tatsache ist erwiesen, daß die Völker nicht mehr in Sieger und Besiegte geteilt werden i Lürken. Mprauf.es ankomme, fei, daß Paris und Bertin ein für allemal die noch bestehen­den Mißverhältnisse beheben. Allein der Sicherhettspakt sei die einzig annehmbareFrieoensformel. Eng-

land habe nicht leichten Herzens die Stellung eingenommen, die man ihm zum Vorwurf macht und die ihm selbst sogar beschämend komme. Die Frage sei aber nach allen S

vor-

er nach allen Seiten

geprüft und festgestellt worden, daß es keine andere Lösung gibt, als die der Sonderabkommen. Diese Abkommen würden etappenweise zum Ziel führen, auf das die Bemühungen des Völkerbund-s gerichtet sind."

' Mission nicht möglich und nicht klug sein, poli­tische Erwägungen außer Rechnung zu lassen. Noch gestern vormittag habe Präsident Coo­lidge eine Denkschrift der Jung-mohammedani­schen Vereinigung und anderer Risleute freund­lich gesinnter Organisationen erhalten, in der erklärt werde, daß eine entgegenkommende Be­handlung Frankreich in der Schuldenfrage be­deuten würde, daß neue Kräfte zur Zermal­mung Abd el Krims losgelassen würden. Das Dokument sei an und für sich nicht wichtig, aber seine Bedeutung liege darin, daß es den Leu­ten ein neues Argument gebe, die unter Füh­rung Senators Borah der Ansicht seien, die europäischen Schulden an Amerika sollten als

lum

wei

Instrument benutzt werden, um den Drang nach militärischen Abenteuern zu entmutigen und den Frieden zu sichern. Ferner sei noch ein rein innerpolitischer Faktor zu erwägen. Die Re­gierung Coolidge zeigte von Anfang an in der Frage der auswärtigen Schulden eine durch­aus nachgiebige Haltung. Wenn sie ihre Stet­ig jetzt zum erstenmal, wenn auch nur teil- ise oufgeben sollte und zwar zugunsten Frankreichs, dessen Politik seit 1921 so wenig Sympathien in den Vereinigten Staaten fand, so könnte sie dies nur tun, wenn auf politische Entwicklungen hingewiesen werden könnte, welche die finanziellen Zugeständnisse rechtfer­tigten. Andernfalls würde sich die Regierung vor erhebliche Schwierigkeiten innerhalb des

Kongresses gestellt sehen, wo erregte Erörterun­gen bereits jetzt sicher seien.

Ob unter diesen Umständen eine Einigung zustande kommen wird, ist noch mehr als zwei­felhaft.

Die Miniflerpräsi-enten zur Preis« fenkungsaktion.

Berlin. 25. Sept. 3n der heutigen Rach- milkagsfitzung der Ministerpräsidenten der Länder mit der Reichsregierung wurden Sie Maßnahmen zur Preissenkung beraten. Der Reichskanzler wies auf die Notwendigkeit einer weiteren Senkung der Preise hin. Die"

Maßnahmen, die von der Reichsregierung in nächster Zeit noch durchgeführt werden sollen, wurden mitgeteilt und fanden die einmütige Zustimmung der Staats- und Ministerpräsi­denten, die der Reichsregierung ihre umfassende Unterstützung zusagten. Vie Regierung werde alle Mittel anwenden, um bestehende Miß­stände zu beseitigen und die Wirtschaft von dem Druck einer ungesunden und unorganischen Preissenkung zu befreien.

Berlin, 26. September. 3n Ergänzung zu der Meldung aus der Rachmittagssitzung der Minister und Staatspräsidenten der Länder, in der die Maßnahmen der Reichsregierung über die Preissenkung beraten wurden, weiß das B. T." mikzuteilen, daß das Reichswirtschafts- minifterium mit dem Studium der Karlellge- sehgebung des Auslandes beschäftigt ist, um, wenn nötig, auch in Deutschland dIe Kar­tellverordnung zu verschärfen, auch wird im Reichswirtschaftsministerium ein Gesetzentwurf über die Offenbarungs- Pflicht fürVerabredungzuösfent- lichen Verdingungen vorbereitet. Wie das Blaks weiter hört, wird die Reicks- regierung bei ihren Bemühungen um den Ab­bau der Preise sich vor allem auf die P r e i 5 - prüfungeffeilen stützen, die der Exe­kutive der Länder unterstellt werden sollen. Vor allen Dingen soll darauf geachtet werden, daß sich die Herabsetzung der Um­satzsteuer voll auswirkt.

Beamtenausschuß -es Preußischen Lan-iages.

Berlin, 25. Sept. Der Beamtenausschuß des Preußischen Landtages beschäftigte sich in sei­ner letzten Sitzung auf Grund verschiedener Anträge mit dem Beamtenrecht. Nach eingehender Aussprache wurde folgender An- trag angeuD' men:

Das Staatsministerium wird ersucht, auf die Reichsregierung dahin einzuwirken, daß mit größter Beschleunigung ein Reichsgesetz er­lassen wird, das einheitliche Grundlagen für dis Rechtsverhältnisse aller Beamten des Rei­ches, der Reichsbahn, der Länder, der Gemein­den und der Körperschaften des öffentlichen Rechtes schafft. Dieses Gesetz hat auch zu ent­halten die Bestimmungen über a) das Dienst­einkommenrecht, b) das Warte- und Ruhe- stanüsrecht, c) die Hinterbliebenen-Fürsorge, d) die Rechtsverhältnisse der Beamten und Anwärter, e) die Dienstschäden- und Kranken- Fürsorge, l) den Rechtsweg für die öffentlichen Rechtsansprüche der Beamten, g) die Beamten­vertretung für das Dienststrafverfahren, h) das Dienst-Strafverfahren und i) das Beschwerde­verfahren. Ein kommunistischer Antrag, der den Beamten das Streikrecht gewähren will, wurde bei Stimmenthaltung dèr Sozialdemo­kraten abgelehnt.

LanSesparteilag der Deulfchnalionalen in Baden.

Mannheim, 25. Sept. Der Landespartei­tag der Deutschnationalen Volksparte! Badens nahm heute abend 6 Uhr mit einer Sitzung des Landesvorstandes seinen Anfang. Reichstags­abgeordneter Dr. Hanemann-Mannheim gab einen Ueberblick über die Verhandlungen des Reichskabinetts und der Parteien über Sicher- heitspakt- und Völkerbundsfragen. Im An­schluß daran gab der Landesvorsitzende Geh, Regierungsrat Dr. Mayer Bericht über die Landtagswahlen.

Verbot von Äitlerversammlungen in Preußen. ,

Berlin, 25. Sept. Der preußische Innen« minister Hai mit sofortiger Wirkung in Ab­änderung feiner bisherigen Stellungnahme das Auftreten Hitlers als Redner in öffentlichen Versammlungen oder sonstigen öffentlichen Ver­anstaltungen für das Gebiet des Freistaat» Preußen bis auf weiteres verboten.

Zusammenstoß zwischen Werwolf und Rotem Hungsturm.

Dortmund, 25. Sept. Nach einer Meldung desGeneral-Anzeiger" kam es gestern abend nach Schluß einer Versammlung der nationalistischen Arbeiterpartei zu einem Zu- ammenstoß Zwilchen einer etwa 30 Mann stör­en Gruppe von Angehörigen des Werwolfs und Mitgliedern des Roten Jungsturms. Wäh­rend der sich entwickelnden Schlägerei wurden vier Schüsse abgegeben. Eine weibliche Per­son wurde durch einen Querschläger erheblich verwundet und mußte sofort dem Kranken­haus zugeführt werden.