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Erscheint täglich mit AusnaLrie der Sonn- und Feiertage. / FernlvreÄ-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bet unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt. Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Für Platzvorschrift und Erschetnungrtage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.

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Rr. 223

Mittwoch den 23. September

1925

Das Neueste.

Die deutschnationale Delegiertenkonfe­renz in Berlin hat die bisherige Politik der Reichstagsfraktion in der Sicherheitsfrage ge­billigt.

Der unter Vorsitz des Reichspräsidenten stattfindende Kabinettsrat ist für morgen Don­nerstag in Aussicht genommen.

In der zweiten Völkerbundskommission wurde der Antrag Loucheurs auf Einsetzung eines Komitees zur Vorbereitung einer Welt­wirtschaftskonferenz mit einem englischen Zu­satzantrag angenommen.

Blättermeldungen zufolge soll Abd el Krim die französische Front von Truppen ent­blößen, um sie gegen die spanischen Linien von Tteuan einzusetzen, die er zu durchbrechen hoffe, um dann in die Tangerzone einzu­dringen und dadurch internationale diploma­tische Verwicklungen zu schaffen.

Vor -er Enlschei-ung -er Reichsregierung.

Das Kabinett hat gestern seine Beratungen fortgesetzt. Man hat sich ausführlich mit dem Bericht beschäftigt, den Gaus über die Lon­doner Juristenkonferenz erstattet hat, und man hat auch die Frage der Ministerkonferenz durchgesprochen. Unter das Ganze soll heute durch einen Kabinettsrat unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten von Hindenburg das Siegel gefetzt werden. Niemand zweifelt heute mehr daran, daß der Beschluß des Kabinetts die Einladung zu mündlichen diplomatischen .-Lerhandlungen Wer den WestMt Leiden wird. Mag es auch dann noch Leute geben, die an der Entscheidung der Regierung heftige und abfällige Kritik üben das deutsche Volk wird sich in seiner ganzen überwältigenden Mehrheit daran genügen lassen, daß das Ka­binett in gemeinsamer Beratung mit dem Reichspräsidenten nach bestem Wissen und Gewissen beschlossen hat.

Die Regierungen haben einander gelobt, über die Einzelheiten der Londoner Juristen­konferenz Stillschweigen zu bewahren. Es ist aber namentlich in der ausländischen Presse doch schon recht viel über diese Konferenz an das Licht der Oeffentlichkeit gedrungen. Da­raus geht mit Bestimmtheit hervor, daß schon in den Vorbesprechungen in London die Grundlage der Verhandlungen in sehr wesent­lichen Punkten zugunsten der deutschen Auf­fassung sich verschoben hat. Mag auch der Entwurf, der in der Londoner Juristenbera­tung zustande gekommen ist, keine der beteilig­ten Regierungen formell binden und mögen auch einzelne Paragraphen des Entwurfs um­stritten sein der Entwurf ist als Verhand- lungsgrundlage jedenfalls ein recht nennens­werter Fortschritt. Es ist ein sichtbarer und greifbarer Beweis für die volle Gegenseitigkeit des Westpaktes, wenn in dem Entwurf aus­drücklich festgelegt wird, daß England im Falle einer flagranten Grenzverletzung auch Deutschland mit seiner ganzen Macht zur Seite treten will, und zwar unmitelbar und ohne jede Intervention des Völkerbundes. Selbst­verständlich trifft diese Bestimmung auch im umgekehrten Falle auf Frankreich zu, aber wir wissen selbst am besten, daß ein solcher Fall nur theoretisch in Betracht gezogen wer­den kann. Ferner aber ist es auch außer­ordentlich wichtig, daß in dem Entwurf die obligatorischen Schiedsgerichte, die Frankreich unter seiner Garantie zwischen Deutschland und seinen östlichen Grenznachbarn zustande bringen wollte, unter den Tisch gefallen sind. Sie spielen im Rahmen des Rheinpaktes keine Rolle mehr und auch die Schiedsgerichte, die Zwischen Deutschland und seinem westlichen Irenznachbarn abgeschlossen werden sollen, ind nicht obligatorisch, sondern genau so ge­taktet wie die andern, die Deutschland mit einer Reihe von Staaten, wie Schweden, Finnland und der Schweiz bereits verein­bart hat.

Trotzdem wir in London eine bessere Ver­handlungsgrundlage schon gewonnen haben, gibt es natürlich doch noch erhebliche Schwie­rigkeiten, die überwunden werden müssen. Die Frage der östlichen Schiedsgerichtsver- tröge wird einmal auftauchen. Nachdem die Tschechoslowakei ihre Bereitwilligkeit erklärt hat, wird sich vielleicht auch Polen dazu be­quemen, die Hand zu solchen Verhandlungen zu bieten. Die Frage der französischen Garan­tie, die aus dem Entwurf des Rheinpaktes entfernt worden ist, wird dann wieder akut werden. Da Deutschland eine solche Garantie

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Berlin, 23. Sept. Die deutschnationale Dele­giertenkonferenz imRheingold" hat den er­warteten Ausgang genommen: Es ist der bis- jerigen Politik der Reichstagsfraktion die Zu- timmuna erteilt und dem Minister Schiele so­zusagen Vollmacht gegeben worden, in diesem Sinne auf die Paktberatungen des Kabinetts einzuwirken. Die Partei gibt über die Bespre­chung folgende Erklärung aus:

In einer langen und eingehenden Aus- prache, die am Vor- wie am Nachmittag des 22. September stattfand, nahmen Parteivor- tand und Landesverbandsvorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei Stellung zu den großen außenpolitischen Fragen. Die Ans­prache ergab völlige Uebereinstimmung über Die politischen Ziele. Die Sitzung hat begonnen mit einem einleitenden Referat des Fraktions­vorsitzenden Gras von Westarp, M. d. R. Nachdem der Parteivorsitzende durch eine wir­kungsvolle Einleitung in die Lage und Auf­gaben der Sitzung eingeführt hatte, wurde am Schlüsse folgende

Entschließung angenommen:

Parteivorsiand und Landesparkeivorsihende der Deulschnakionalen Volkspartei billigen die Ausführungen, die die Vorsitzenden der Partei und der Reichstagsfraktion, sowie Minister Schiele über die programmatische Stellung­nahme zur gegenwärtigen außenpolitischen Lage gemacht hatten und geben ihre Zustim­mung zu der Hiemach zu führMeu 'poMk der Reichstagsfraktion.

Am späten Nachmittag trat dann noch die deutschnationale Reichs agsfraktion zu­sammen, deren Beratungen jedoch nicht zu Ende geführt, sondern auf heute vertagt wurden.

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unter allen Umständen ablehnt, so wird es an harten Kämpfen nicht fehlen. Auch die Frage des Völkerbundes ist noch ungeklärt. Aber die Aussicht auf diese Schwierigkeiten braucht uns nicht zu hindern, den ersten Schritt jetzt zu tun. Dieser Ansicht sind auch die Deutsch­nationalen. Auch sie erklären sich damit ein­verstanden, daß die Ministerkonferenz von Deutschland beschickt wird.

Die Schwierigkeiten also, die hier bestan­den, sind beseitigt. Nur über die Beschaffenheit der Konferenz hat sich die Ansicht der Deutsch­nationalen etwas geändert, womit aber auch die anderen Koalitionsparteien einverstanden sein können. Die deutschnationale Partei war bisher der Ansicht, daß die bevorstehende Ministerkonferenz für die Regierungen mehr oder weniger bindend sein müsse. Nach ihrer gegenwärtigen Auffassung ist sie eher dafür, die Konferenz als unverbindlich zu betrachten und die entscheidende Bedeutung erst einer Generalkonferenz beizumessen, die ja unbe­dingt zum Abschluß der ganzen Paktverhand­lungen wird stattfinden müssen. Dieser ver­änderten Auffassung entspricht es auch, wenn die Deutschnationalen jetzt eine Beschickung der Konferenz durch den Außenminister allein für genügend erachten. Auf diesem Wege nähert man sich wieder etwas dem ursprünglichen Plane, der Londoner Juristenkonferenz als zweite Etappe eine Zusammenkunft der Außenminister folgen zu lassen, die den ganzen Komplex der politischen Fragen durchberaten sollte, ohne jedoch endgültige Entscheidungen zu treffen.

Dabei muß aber als selbstverständliche Voraussetzung gelten, daß der Außenminister freie Hand für die Verhandlungen hat. Die Regierung hat wiederholt mit aller Bestimmt­heit erklärt, daß sie vor der Räumung der Kölner Zone nicht abschließen kann und die Kriegsschuldlüge ist bereits in dem Völker­bundsmemorandum vom 23. September vori­gen Jahres zurückgewiesen worden. Das Ka­binett hält im übrigen an den Richtlinien seiner Juli-Note durchaus fest.

Erörlerungen zur Vorberettunq des Minifterrais.

Berlin, 22. Sept. Im Laufe des heutigen Tages fanden eine Reihe von Erörterungen zur Vorbereitung des morgigen Ministerrates statt. Der unter dem Vorsitze des Herrn Reichs­präsidenten stattfindende Kabinettsrat ist für Donnerstag in Aussicht genommen. Für Frei­tag sind die Ministerpräsidenten der Länder zu einer Konferenz nn* ^""' " -««i«*

DieDeutsche Ztg." und die.Tägliche Rundschau" wissen mitzuteilen, daß die Deutsch­nationalen bereit seien, ihre Zustimmung zu der Teilnahme Deuttschlands an einer Mini­sterkonferenz über den Sicherheitspakt zu geben, wenn es sich bei dieser Zusammenkunft nicht um die endgültige Paktkonferenz, sondern lediglich um eine Ministerkonferenz handelt, auf der nach der Klärung der rechtlichen Seite in London nun die politische Klärung der Frage durch die Außenminister erfolgen solle. Die eigentliche Entscheidung solle dann erst auf einer Schlußkonferenz fallen.

Die Valerländischen Verbünde zu den SicherheUsverhandlungen.

Berlin, 22. Sept. Die Vereinigten Vater­ländischen Verbände Deutschlands faßten gestern zu den Sicherheitspaktverhandlungen eine Entschließung, in der es heißt:

Die Reichsregierung steht vor Beantwor­tung der Konferenzeinladung der Entente­mächte. In dieser entscheidungsvollen Stunde rufen wir die Parteien, rufen wir das ganze deutsche Volk zur Selbstbesinnung. Will eine deutsche Regierung wiederum in Verhandlun­gen mit den Feinden eintreten, ehe die L ü g e von der Schuld Deutschlands am Kriege beseitigt i st? Wollen Deutsche freiwillig den Anspruch auf deutsches Land freigeben? Wollen Deutsche, daß wir im V ö l - kerb und neu in Fesseln gelegt wer­den? Wir wollen nicht Verräter werden an uns und unseren unertösten Brüdern und nicht Verräter werden an uns selbst. Wir wollen nicht ein neues, freiwilliges Versailles".

Der in der Entschließung zum Ausdruck gebrachten Auffassung haben sich angeschlossen: Der deutsche Reichskriegerbund Kyffhäuser, der Stahlhelm und der Bund der Frontsoldaten.

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Der auswärtige Ausschuß wird am Samstag vormittag 10 Uhr zusammentreten.

Sirafbefehl für den französischen Flieger Coste.

Wie mehrere Blätter melden, ist auf Grund des Gesetzes über den Luftverkehr vom Jahre 1922, welches das Ueberfliegen deutschen Ge­bietes durch ausländische Privatflieger ohne Genehmigung verbietet, vom Gericht in Frei­burg i. Br. ein Strafbefehl von 5000 Mark gegen den im Höllental abgestürzten franzö­sischen Flieger Coste erlassen worden. Wenn kein Einspruch erfolgt, wird der Strafbefehl rechtskräftig. Der leichtverletzte Flieger be­findet sich zurzeit in einem Freiburger Kran­kenhaus, wo er gut verpflegt wird und Be­suche empfangen kann.

Eine polnische Garnison in Danzig.

Polen will Danzig einverleiben.

Der für polen überaus günstige Schieds­spruch des Völkerbundsrates in der Brief­kastenaffäre läßt die Warschauer Regierung auf ihrenLorbeeren" nicht ruhen. Mit weite­ren Ansprüchen Danzig gegenüber tritt Polen neuerdings an die Oeffentlichkeit. So will es jetzt unbedingt auf der Westerplatte, die ihm vom Völkerbund für die Munitionsstapelung zugewiesen ist, eine Wache von beinahe 100 Mann einrichten.

Das ist ein geradezu unerhörtes Verlangen. Dem Danziger Völkerbundskommissar ist an­scheinend auch nicht ganz wohl angesichts der Tragweite dieser Forderung. Er hat sich mit Geschick aus dieser Angelegenheit herausge­wunden und dem Völkerbund bie Entscheidung darüber zugeschanzt, ob Polen sich eine Wache auf der Westerplatte einrichten darf oder nicht. Der eigentliche Zweck des Manövers ist natür­lich der, sich im Herzen des Freistaates eine polnische Garnison zu gründen und die Wester­platte, von der sich sehr leicht der ganze Hafen beherrschen läßt, mit Artillerie zu bestücken. Polen hofft, daß es ihm gelingen wird, hier eine Basis für eine polnische Marinestation zu schaffen, mit deren Hilfe es dann eines Tages ein Leichtes sein wird, Danzig dem polnischen Staat restlos einzuverleiben. Gewiß, Polen wird sich in den ersten drei Wochen an dem von ihm selbst geforderten Mannschaftsbestand von 88 Mann halten, die ihm bei der heutigen Gesamteinstellung des Völkerbunds auch zwei­fellos zugestanden werden. Es wird aber dann auf Zwischenfälle hinarbeiten, vielleicht auch minderwertiger 'Munitionsbestände

in die Luft fliegen lassen, um daraus die Not­wendigkeit eines noch stärkeren Schutzes feinet Munition usw. herzuleiten und die Wache zu einer kleinen Garnison auszubauen. Es dars daneben nicht vergessen werden, daß Danzig bereits 50 polnische Kriegsschiffe mit 600 Ma­trosen zu beherbergen hat, die an sich schon eine Gefahr für die Freiheit Danzigs bilden.

Die Forderung nach einer Schuhwache auf der Westerplatte ist eine hochpolitische Ange­legenheit, die sich der Völkerbund sehr ein­gehend zu überlegen haben wird. Setzt et Polen jetzt in Danzig fest, dann ist es über kur; oder lang mit dem Rest der Danziger HoheU zu Ende.

SchwereAusschreilungen französischer Soldaten.

Saarbrücken, 23. Sept. Nach derSaar, brückener Ztg." halben sich vier französische Soldaten in einer hiesigen Wirtschaft große Ausschreitungen zu Schulden kommen lassen. Die Soldaten betraten gegen 10 Uhr abends ein Lokal und ließen sich Bier verabfolgen. Gleich darauf stand einer von ihnen auf, zog ein Messer und drang auf die Gäste ein, wöl^- rend die anderen drei ihm mit erhobenen Stühlen den Rücken deckten. Die Frau des Wirtes erhielt einen Stich in den Kopf und drei Gäste Verletzungen durch Messerstiche. Aus der Straße überfielen die Soldaten eine Frau und entrissen ihr die Geldtasche mit 65 Franken. Der Polizei gelang es die Uebel­täter festzustellen.

Freilassung der Berliner Ku-Klux- Klan-Anhänger-

PecU'a,,22. Sext. Wie das W. T.,B. erfährt. sind Professor Strohschein und sein Sohn sowie die anderen Anhänger des Ku-Klux-Klanbun- des aus der Haft entlassen worden. Bei Stroh- schein junior hat das Gericht die sofortige Aus- weisung verfügt, welcher Amerikaner ist. Bei seinem Vater wird noch nachgeprüft, ob er sich nicht im Besitze eines deutschen Passes befindet.

Wiederbeginn des Landlags.

Berlin, 22. Sept. Der Preußische Landtag nahm heute nachmittag nach mehrmonatiger Pause feine Sitzungen wieder aus. Vor Ein­tritt in die Tagesordnung erhebt Abg. Kör­ner (Völkisch) Einspruch gegen die Entgegen­nahme einer Regierungserklärung über den Finanzausgleich durch den Hauptausschuß. Der Redner beantragt als zweiten Punkt auf die Tagesordnung den Sicherheitspakt und den Finanzausgleich zu setzen. Dagegen wird aber Widerspruch erhoben. Darauf wird ein Antrag Stieler (Zentrum) für Schaf­fung von Wohnungen für ausgewiesene ver­heiratete Schutzpolizeibeamte des Ruhrbezirkes dem Hauptausschuß überwiesen. Hierauf nimmt das Haus den

Bericht des Antersuchungsausschusses über die Landespfandbriefanstalt

entgegen, der von dem Abg. Riebel (Dem.) erstattet wird. Das Haus tritt darauf in die Besprechung des Berichtes ein, für die für jede große Fraktion eine Stunde festgesetzt ist.

Abg. Leinert lSoz.) erklärt, die natio­nalistische Hetzpresse habe sich im Gegensatz zu ihrer Haltung im Falle Barmat usw. über die Vorkommnisse in der Landespfandbriefanstalt ausgeschwiegen, weil es sich hier nicht um Ost­juden und Sozialdemokraten handele. Die Untersuchung habe ein trauriges Bild von der Gewissenlosigkeit mancher Träger adeligen Namens und von der unglaublich leichtfer­tigen Verwaltung der Anstalt entrollt. Abg. Leinert erklärt weiter, im Ausschuß habe der Abg. Held (D. V. P.) über diese Herren das schärfste Verdammungsurteil gefällt. Diese hätten sich, um Geld zu bekommen, und die Schulden ihrer noblen Passionen zu decken, mit den gerissensten Geldvermittlern einge. lassen. Es handele sich hier um die Nachfolge: derer, die früher Preußen regiert haben (Lärm rechts.) v r

Abg. Koch (Dnat.) betont, daß seine Partei sich von der Linken gerade dadurch unterscheide, daß sie dieses Konsortium leichtsinniger junger Leute nicht decke. Seine Partei verteidige die statutenwidrigen Geschäfte der Landespfand­briefanstalt nicht im geringsten. Es dürfe aber gefordert werden, daß für ihre Leitung und ihren Leiter auch die in der Situation liegen­den Milderungsgründe beachtet werden. Kein« politisch rechtsstehende Organisation sei irgend­wie bei der Sache beteiligt gewesen. Mit Ge­nugtuung könne festgestellt werden, daß dar Ergebnis der Untersuchung nicht die Rechts­parteien belaste, sondern die Linke. (Beifall rechts, Gelächter links.)