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SamuerS Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.

Erscheint täglich mit Ausnabrr« der Eon«. und Feiertaae. / Fernlvrech-AnschluL Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 218

Donnerstag den 17. September

1925

Das Neueste.

- Die vom französischen Botschafter dem Reichsaußenminister übergebene Konferenz­einladung wird heute veröffentlicht.

Der Auswärtige Ausschuß des Reichs­tages tritt am 23. September zusammen.

Die Reichsregierung hat die am 15. Sep­tember fällige Reparationsrate bezahlt.

Französische Truppen haben den Ge­birgsstock von Dibane, der von den Rifkabylen stark befestigt war, genommen.

Polens Kampf gegen die -eulfchen Schulen.

Das polnische Vorgehen gegen die deut­schen Schulen in Bromberg kann in seiner Bedeutung für die gewaltsame Unterdrückung der deutschen Minderheit in der polnischen Republik nicht übersehen werden. Es ist das untrügliche Zeichen dafür, daß die Warschauer Regierung dazu entschlossen ist, den bisher mehr in latenter Weise und mehr aus dem Hinterhalt geführten Kulturkampf von nun ab mit offener Rücksichtslosigkeit und Bruta­lität durchzuführen. Die Brombergsr skanda­lösen Vorgänge sind das nicht mehr mißzu- verstehende Signal eines auf der ganzen Front zu erwartenden polnischen Angriffs gegen das Hauptbollwerk des Deutschtums, das in den geraubten Ostmarkengebieten ver­blieben ist, gegen das deutsche Schulwesen, und zwar insonderheit gegen die deutschen höheren Schulen. Denn die deutschen Volks­schulen haben den Polen bisher weniger WL^Sorge gemacht, weil sie genügend Wittes fanden, dagegen trotz des Minderheitenschutz- gesetzes vorzugehen. Sieht doch dieses Gesetz nur vor, daß Polen für deutsche Volksschul­klassen zu sorgen hat, wenneine beträchtliche Anzahl von Kindern vorhanden ist". Von vornherein setzte nun die polnische Regierung diese Zahl ziemlich hoch fest, nämlich auf 40 Kinder, und sie hat sich keine Gelegenheit ent­gehen lassen, wo nur irgendwann einmal diese Zahl nicht erreicht wurde, die deutschen Volks­schulklassen sofort einzuziehen. Sie hat dann weiter durch eine künstliche Gemeindeabgren- a dafür gesorgt, daß die Bildung von chen Schulklassen erschwert wurde, hat durch Schikanen allerlei Art deutsche Lehrer vertrieben, sie durch deutschsprechende pol­nische Lehrer ersetzt, hat zwangsmäßig deutsche Kinder in polnische Schulen einge­schult und was dergleichen Mittel mehr sind. Die Folge davon ist, daß viele, viele deutsche Kinder entweder garnicht beschult werden, oder daß sie gezwungen sind, in polnische Schulen zu gehen, weil eben andere nicht er­reichbar sind. Die statistischen Zahlen darüber sind erschreckend. So sind Ende 1925 in den Gebieten Nordpomerellen, Südpomerellen und Netzgau von 38 664 deutschen Schulkindern 12 804 nicht ordnungsgemäß beschult gewesen. 5816 haben überhaupt keine Schule besucht, 3142 haben nur einen unvollständigen Unter­richt genössen, nämlich nur 23mal wöchent­lich. Diese Zahlen haben sich in letzter Zeit noch wesentlich verschlimmert, da immer mehr deutsche Volksschulklassen aufgehoben wor­den sind.

Weit schwieriger als bei den deutschen Volksschulen gestaltete sich nun aber für die Polen der Kampf gegen das deutsche höhere Schulwesen. Zunächst allerdings hatten sie gehofft, gerade ihm von vornherein den Todesstoß versetzen zu können, indem sie ent­gegen dem Minderheitenschutzgesetz und ihren eigenen Versprechungen erklärten, daß der polnische Staat für sich keine Verpflichtung sehe, die bestehenden deutschen höheren Lehr­anstalten, oder wenigstens einen Teil von ihnen, weiter zu erhalten. Staatliche wie kommunale Mittel wurden dafür gesperrt und damit schien das höhere deutsche Schul­wesen in der ehemals deutschen Ostmark ver­nichtet. Da aber schritt das in der polnisch gewordenen Ostmark verbliebene Deutschtum zu einer energischen nationalen Tat, indem es mit opferbereiter Hingabe an seine ererbte deutsche Kultur die Mittel selbst aufbrachte, um auf diese Werse wenigstens in einigen Städten Westpreußens und Posens deutsche höhere Schulen zu unterhalten. Allen pol­nischen Schikanen und Schwierigkeiten zum Trotz ist dieses Werk gelungen, und wenn zu­erst die deutschen Kinder in Keller- oder Bodenräumen und ohne alle Schulmittel unterrichtet werden mußten, so ist es dank der nationalen Energie und Zähigkeit der deutschen Ostmärker doch erreicht, daß diese privaten höheren Lehranstalten in Bromberg,

Der Mont der Eil

Berlin, 16. Sept. Das am 15. September von dem französischen Botschafter de Margerie dem Reichsminister des Aeußern Stresemann übergebene Memorandum hat nachstehenden Wortlaut:

Bei Uebergabe der Note vom 24. August ds. Js. an Herrn Stresemann war der fran­zösische Botschafter beauftragt worden, dem Mi­nister für auswärtige Angelegenheiten mitzu- tellen, daß die französische Regierung in Uebereinstimmung mit ihren Alliierten es für zweckmäßig halte, im Falle einer günstigen Aufnahme der bezeichneten Note durch die deutsche Regierung den Abschluß der einge- leiteten Verhandlungen durch eine Zusammen­kunft juristischer Sachverständiger und weiter­hin durch eine Begegnung der Außenminister der beteiligten Staaten zu beschleunigen. Nach den nunmehr abgeschlossenen Besprechungen der Juristen in London glaubt die französische Regierung und ihre Alliierten, daß die in Frage kommenden Staaten ein gemeinsames Interesse daran haben, die Verhandlungen nicht in die Länge zu ziehen und daß der Augenblick gekommen ist, einen Zeitpunkt für die geplante Zusammenkunft festzusetzen. Für diesen Zweck dürfte das Ende des Monats September oder spätestens die ersten Tage des Monats Oktober eine geeignete Zeit sein. Die Konferenz würde auf neutralem Gebiet, zweck­mäßiger Weise in der Schweiz, stattfinden und .zwar an einem Ort, über den liefe die Neue­rungen noch zu einigen hätten. Die französische Negierung und ihre Alliierten hoffen zuver­sichtlich, daß diese Vorschläge den Wünschen der deutschen Regierung entsprechen und daß diese in der Lage ist, ihnen alsbald ihre Zu­stimmung mitzuteilen.

Der Wortlaut der von dem englischen Ge­schäftsträger Botschaftsrat Addisor am 15. September abgegebenen Note ist mit dem vor­stehenden Text des französischen Memoran­dums vollkommen übereinstimmend.

Aus dem Wortlaut dieser Note geht nicht hervor, ob die Entente damit einverstanden i|t, daß, was Deutschland wünscht, an der Kon­ferenz neben den Außenministern noch weitere Minister teilnehmen. Das Auswärtige Amt in Berlin wird also noch festzustellen haben, ob Frankreich und England damit einverstanden sind, wenn an den Verhandlungen außer den Außenministern auch die Ministerpräsidenten

Thorn, Graudenz und noch einigen anderen Städten jetzt den deutschen Kindern in an­gemessenen Räumen und durch tüchtige Leh­rer deutsche Bildung in engster Anlehnung an das deutsche Schulwesen vermitteln können. Selbstverständlich, daß die Polen über diese Wendung der Dinge von Anfang an erbost waren, da hier der feste Hort deutscher Kul­tur, den sie zerschlagen zu haben meinten, von neuem erstand, und zwar gesichert durch das Minderheitenschutzgesetz. Rechtliche Mittel also fehlten den Polen von Anfang an, diesen schweren Stein des nationalen Anstoßes zu entfernen, und da auch alle sonstigen Schika­nen versagten, die man mit Erfolg gegen das deutsche Volksschulwesen anwandte, weil eben die deutschen höheren Schulen ein Privat­unternehmen der deutschen Minderheiten dar­stellen, so blieb nur die brutale Gewalt. Zu ihr hat man sich jetzt entschlossen, und man hat absichtlich damit wohl in Bromberg an- gefangen, weil diese Stadt immer noch das stärkste Bollwerk deutscher Kultur darstellt, wie das allein die hohen Ziffern zeigen, welche das deutsche Gymnasium und das deutsche Lyzeum aufweisen.

Polen hat zweifellos die Axt an eine Stelle gelegt, an der das Deutschtum empfindlich getroffen wird. Denn ist das deutsche höhere Schulwesen vernichtet, dann wird vom deut­schen Schulwesen bald so gut wie nichts mehr übrig bleiben. Umsomehr haben wir Deutsche alles zu tun, unseren bedrängten Brüdern und Schwestern in ihrem Kampf um die Er­haltung deutscher Kultur zu Hilse zu kommen! Nicht nur, daß wir bei den jetzt wieder im Gang befindlichen Handelsvertragsoerhand­lungen energisch auch auf politische Zuge- ständnisse zugunsten des so hart berängten Deutschtums drängen müssen, wir müssen auch vor dem Forum der Welt dieses verbreche­rische und vertragswidrige Vorgehen Polene

mit aller Rücksichtslosigkeit brandmarken. Polen muß durch den wirtschaftlichen Druck, den wir ausüben können, und durch die öffentliche Weltmeinung dazu gezwungen werden, seine vertragsmäßig übernommenen Verpflichtungen dem Deutschtum gegenüber zu erfüllen. Ist durch das neue Agrargesetz schon der deutsche Grundbesitz auf das ver­hängnisvollste bedroht, so muß verhindert werden, daß nicht auch noch die letzten Reste deutscher Kultur vernichtet werden. Die Grundbedingung dazu aber bleibt die Erhal­tung eines deutschen Schulwesens und zwar in einem Sinne, wie er in dem auch von Polen anerkannten Minderheitenschutzgesetz wirklich gemeint ist.

Das Unrecht von Marienbad.

Berlin 17. Sept Wie dieVosi. Ztg." aus Prag meldet, hat der deutsche Senator Dr. Ledebour in Genf dem Sekretär des Völker­bundes das Memorandum der deutschen Par­teien über die Beschlagnahme der Marien­bader Bäder übergeben.

Folgen des französischen Raubbaues.

Neunkirchen, 16. Sept 3n dem saar­ländischen Schnappach ist die seit einigen Wochen geschlossene Schule das Opfer des Raubbaues in den französischen Bergwerken geworden. Nachdem bereits vor einiger Zeit mehrere Häuser infolge Einsturzgefahr ge­räumt werden mußten, stürzte jetzt die Schule beim Abbruch eines Gewölbes plötzlich voll­ständig zusammen. Dabei wurde ein Arbeiter von den Gesteinsmassen erfaßt und durch Verschüttung lebensgefährlich verletzt.

Zahlung Ser am 15. September fälligen Reparationsrate.

Berlin, 16. Sept. Der Generalagent für Reparationszahlungen teilt mit: Die Reichs­

Mug zur KoOrenz.

von deutscher Seite also der Reichskanzler und Innenminister teilnehmen können.

Zusammentritt -es Auswärttgen Ausschusses.

Berlin, 16. Sept. Der deutschnationale Abgeordnete Hergt, der Vorsitzende des Aus­wärtigen Ausschusses des Reichstags, hat den Ausschuß auf Mittwoch, 23. September einbe­rufen, um der Regierung Gelegenheit zu geben, die Ausschußmitglieder über ihre Beschlüsse in der Paktfrage zu informieren.

Das UaNenifche Interesse am Garantiepakt.

Rom, 16. Sept. Zum Garantiepakt schreibt derM e s s a g e r o", daß das Inter­esse Italiens allgemeiner Natur sei, wie dies ja auch der allgemeine Charakter des Paktes erheische. Da Italien dem europäischen Frie­denswerke nicht fernbleiben könne, werde es dem Pakt beitreten und zwar in gleicher Stel­lung wie seine früheren Verbündeten und auch wie Deutschland. Da der Pakt aber keine aus­gesprochenen nationalen Interessen Italiens berühre, werde Italien auf der nächsten Kon- erenz in der Schweiz nicht hervortreten und omit auch nicht die Rolle übernehmen, die die ranzösischen Vlätter ihn zugedacht hätten. Es ei ausgemacht, daß der Pakt das Brenner­problem nicht berühren werde. Nötigenfalls werde Italien diesen Punkt eventuell mit den beteiligten Mächten. beraten. Italien werde sich an der Konferenz beteiligen und auch dem Pakt beitreten, aber den französischen Anre­gungen zu einer Einberufung einer neuen Kon­ferenz in der Frage der Vrennergrenze, die mit der der polnischen und tschechoslowakischen Grenze verquickt werde, nicht folgen. Italien sei nicht abgeneigt, das Recht Polens und der Tschechoslowakei auf Sicherheit anzuerkennen und druch eine neue Konferenz zu bestätigen, obgleich die Tschechoslowakei auf die italienische Freundschaft keinen großen Wert lege. Italien wolle außer den allgemeinen Bindungen des Garantiepaktes sich nicht noch weiter verpflich- ten. Frankreich habe Bündnisverträge mit der Tschechoslowakei und freundschaftliche Be­ziehungen politischer und militärischer Natur mit Polen. Italien habe dagegen gute Freund­schaft mit Polen und korrekte Beziehungen zur Tschechoslowakei. In dieser Hinsicht werde also die Politik dieser beiden lateinischen Länder, nämlich Frankreich und Italiens Politik, ihre eigenen Wege gehen müssen.

regierung hat den am 15. September fälligen Betrag von 30 Millionen Goldmark als erste Rate der im zweiten Jahr des Sachoerstän­digenplans zu leistenden Annuität heute ge­zahlt. Die Zahlung erfolgte durch Ueber- Weisung des Gegenwertes in Reichsmark auf das Konto des Generalagenten für Repara­tionszahlungen bei der Reichsbank.

Verletzung -er -eulfchen Lufthoheit?

DieVoss. Ztg." meldet aus Hamburg, daß gestern nachmittag ein mit vier Motoren ausgerüstetes Flugzeug, das mit dänischen Hoheitsabzeichen versehen war, in großer Höhe den Hamburger Flughafen überflog. Es han­delt sich um ein Flugzeug der neuen dänischen Linie KopenhagenAmsterdam, die über deutsches Gebiet führt, ohne daß dazu die deutsche Genehmigung eingeholt worden ist. Das in Frankreich erbaute Flugzeug besitzt vier Motore von je 200 PS. und widerspricht daher den für Deutschland aufgrund des Frie­densvertrages geltenden Begriffsbestimmun- gen für die Luftschiffahrt. Die Hamburger Lustverkehrsaufsicht hat sich wegen der schwe­ren Verletzung des deutschen Hoheitsrechtes an das Reichsministerium gewandt.

Keine Auflösung -es preußischen Lanölages?

DerLokalanz." will wissen, daß der Be- schluß des Gemeindeausschusses des preußi­schen Landtags, den Termin für die Provin­zial- und Kreistagswahlen von dem der Ge­meindewahlen, die am 25. Oktober vorge­nommen werden, zu trennen und jene Wah­len erst im November stattfinden zu lassen, vom Plenum des Landlag- gehPttgt weiche, da das Zentrum sich entschieden habe, einer Hinausschiebung nicht zuzustimmen und auch die Sozialdemokratie nicht mehr unbedingt dafür eintreten wolle. In dieser veränderten Haltung des Zentrums und der Sozialdemo­kratie glaubt man in Landtagskreisen ein Fallenlassen des sozialdemokratischen Ver­langens nach Auflösung des Landtags er» blicken zu können.

Debatten un- Resoluttonen.

Die Tagung des Völkerbundes.

Genf, 16. Sept. In der heutigen Voll- Versammlung des Völkerbundes erklärre der rumänische Außenminister Duca, daß seine Regierung die Minoritäten- srage vom Standpunkt der Gerechtig­keit und des Wohlwollens aus be­urteile und den Antrag Galvanauskas auf Abschluß einer allgemeinen Minderheiten- konüention unterstütze. Ferner sei sein Land bereit, mit allen Nachbarstaaten Schiedsge­richtsverträge abzuschließen. Der zweite Red­ner D o r e t - Haiti verbreitete sich über die moralische Abrüstung und stellte einen Antrag, wonach allen Staaten nahegelegt wer­den soll, im Rahmen des Möglichen in den Schulgeschichtsbüchern die Darstel­lung oder Verherrlichung von kriegerischen Er­eignissen zu unterlassen. Der kanadische Se­natspräsident Bestock führte daraufhin aus, daß sein Land das Protokoll abgelehnt habe, jedoch bereit sei, die obligatorische Schiedsge­richtsbarkeit und die Abrüstung zu unterstützen. (Im Hintergrund der kanadischen Argumenta­tion steht die Tatsache, daß die große amerika­nische Nachbarrepublik dem Völkerbund nicht angehört.) Den Schluß der Rednerliste der Si­tzung und der allgemeinen Debatte bildete der Chilene P a n e z, der einen Antrag einbrachte für die Heranziehung der Presse zum Friedens werk sowie Unterstützung und Erleichterung ihrer Tätigkeit im Dienste des Völkerbundes.

Die Vollsitzungen der Versammlung fallen für die nächsten Tage, wahrscheinlich bis Mon- tag, aus.

Von den K o m m i f s i o n e n der Versamm­lung tagten am Nachmittag diejenigen für so- ziale, juristische und politische Fragen. Die erstere faßte am Schlüsse der Beratung des Berichts der hygienischen Abteilung eine Ent­schließung, worin die Genugtuung ausgespro­chen wird über den praktischen Nutzen der ge­leisteten Arbeit (ärztliche Siudienkommissionen, Bekämpfung epidemischer Krankheiten usw.) und die wachsende Mitwirkung der Regierun­gen daran. Die juristische Kommission behan­delte den dänischen Antrag über die Schaffung einer Schlichtungskommission beim Internati­onalen Gerichtshof und verschob ihn zum Schluß auf eine spätere Tagung, mit anderen Worten, schob ibn vorläufig beiseit«. Zu bie» em Resultat führte namentlich die ablehnend« Haltung des englischen, französischen und bra­silianischen Vertreters, die geltend machten, daß