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200. Jahrgang.

Mauer «Anzeiger

General-Anzeiger für Sie greife Kanan Slaöl und Land.

ErsLeint täalick mit Ausnobrue der Sonn- und Feiertage. / Fernlvrech-Anjchlutz Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 209

Montag den 7. September

1925

Das Neueste.

Die Rifkabylen suchen einen starken Drues auszuüben, um die Vorbereitungen der Spanier und Franzosen für die kommende Aktion zu erschweren.

Die Kommission zur Untersuchung der Ursachen derShenandoah"-Katastrophe stellte die Vernichtung des Luftschiffes durch Sturm fest.

An den französischen Herbstmanövern nehmen als Zuschauer 17 von der französischen Regierung eingeladene polnische Generale teil.

Der Pariser Friedenskongreß hat am Samstag seine Schlußsitzung abgehalten und verschiedene Entschließungen angenommen.

Vom marokkanischen Kriegs­schauplatz.

Neue wuchtige Angriffe der kabylen.

In Marokko rüstet man zur militärischen Entscheidung zwischen Abdel Krim, dem Führer der Rifkabylen, und der spanisch-französischen Truppenmacht. Auch die Franzosen und die Spanier sind davon überzeugt, daß sie einen etwaigen Erfolg mit den denkbar größten An­strengungen und mit harten Opfern werden er­kaufen müssen. Abdel Krim ist mit seinen An­hängern der Meinung, daß er auch der ver­stärkten französisch-spanischen Truppenmacht gegenüber das Feld behaupten wird. Ueber die zuversichtliche Stimmung, die hier herrscht, gibt ein Bericht bemerkenswerte Auskunft, den der Berichterstatter derTimes" feinem Blatte aus Marokko schickt. Der Bericht beruht auf Mit­teilungen, die dem Engländer aus den Kreisen der Riffkabylen selbst zugegangen sind.

ZntereIanh ist zunächst, wie sich der Kampf- wert der spanischen und der französischen Trup­pen in diesem Berichte widerspiegelt. Danach sind die spanischen Flieger besser als die fran­zösischen. Sie sind mehr als die Franzosen an die klimatischen Verhältnisse und an die At­mosphäre gewöhnt. Auch die spanischen Flug­zeugbomben sind nach Ansicht der Rifkabylen besser als die französischen. Auf der anderen Seite scheint die französische Artillerie der spa­nischen überlegen zu sein. Die Kabylen sehen in den französischen Truppen den gefährlichen Gegner. Französische Posten halten ihre Stel­lung länger als die spanischen. Namentlich die französischen Senegaltruppen entfalten eine große Widerstandskraft. Auch in geringer Zahl halten sie oft ihre Stellung, bis sie Mann für Mann überwältigt werden.

Aus dem Bericht geht hervor, daß Abd el Krim vor der großen Zahl der spanisch-franzö­sischen Truppenmacht keinen besonderen Re- chekt hat. Er ist der Ansicht, daß von zehn spanischen oder französchen Soldaten, seien es Landes- oder Kolonialtruppen, drei insolge son Krankheit oder Verwunden immer außer Gefecht gesetzt sind, vier weitere Soldaten auf je zehn Köpfe sind entweder in Reserve oder hinter der Front beschäftigt. Somit bleiben von je 10 Soldaten nur 3 für den eigentlichen Frontkampf übrig. Von der unbezwinglichen Widerstandskraft der eigenen Truppen ist Abd el Krim felsenfest überzeugt. Jeder Rifkabyle weiß, daß er sein eigenes Land verteidigt. Er wird zudem durch religiösen Eiser zur äußer­sten Kraftleistung angefeuert. Er ist an das Klima gewöhnt, er ist außerordentlich leicht be­weglich, da er kein Gepäck mit sich führt und nichts weiter braucht, als etwas trockenes Brot und eine wohlgefüllte Patronentasche. Mit dem Lande ist der Rifkabyle aufs innigste vertraut. Und deshalb glaubt Abd el Krim, daß jeder seiner Soldaten drei französische oder spanische Soldaten wert ist. Diese seine Gegner sind Fremde in einem fremden Lande, auch wenn es sich um französische Kolonialtruppen handelt, sie sind beschwert mit der europäischen Kriegs­ausrüstuna und sie sind unvertraut mit dem Lande und mit dem Klima. Wie es in dem Bericht heißt, hat Abd el Krim erklärt, daß er mit seinen 20 000 Subtien die 200 000 gram Wn und Spanier aufzuhalten imstande ist. Auf diese Kopfstärke beläuft sich seiner Ansicht nach die Truppenmacht, die ihm gegenüber- > steht.

Eine Stelle des Berichtes, die von den Ge- sEZenen der Kabylen handelt, wirft auf die Gesinnungsart der Marokkaner ein bemer­kenswertes Licht. Unter diesen Gefangenen be- slnden sich zwei spanische Franziskanermönche, me gefangen wurden, als sie vor den Toren von ^etuan einen Spaziergang unternahmen. Sie wurden in das Rif gebracht, aber nicht mit den anrern spanischen Gefangenen zusammengelegt, sondern in einem Orte untergebracht, wo sie

Hie FrietzMenUetz

Paris, 6. Sept. Der internationale Friedens­kongreß hat im Verlaufe der gestrigen letzten Arbeitssitzung eine Reihe von Entschlie­ßungen gefaßt. So verlangt er, daß der V ö l k e r b u n d auf die nächste Tagesordnung die wirtschaftliche Organisation desFriedens fetze. Die ständig wachsende Annäherung der europäischen Staaten und das Bestreben, eine Zollunion unter ihnen herzu­stellen, werde bewirken, daß sich die Menschheit wieder in Sicherheit und in Frieden an die Arbeit machen könne. Zu der Marokko- frage wurde eine Entschließung gefaßt, in der gefordert wird, daß der Marokkokonflikt so­wie alle anderen Konflikte dem Völker­bund unterbreitet werden, damit dieser für eine gerechte Lösung sorge. Nach der Prüfung der Tagesfragen, in deren Verlauf auch Professor Quidde das Wort ergriff, wur­den die Entschließungen noch ergänzt und u. a. eine Tagesordnung angenommen, in der es heißt: Der Friedenskongreß entbietet den Op­fern des Kolonialkrieges seinen Gruß und spricht angesichts des gegenwärtigen Rifkrieges in Marokko seine Entrüstung aus und for­dert daß der V ö l k e r b u n d an die interessier­ten Völker einen Aufruf richten möge, damit ihm das Problem zur Lösung unterbreitet werde. Dies müsse ebenso für alle anderen Kolonialkriege gelten. Der Marokkokrieg und die Schwierigkeiten in Aegypten, Syrien und China und anderwärts beweisen, daß die Kolo- nialfragen und die Fragen, die sich auf die Län- der mit beschränkter Souveränität beziehen, so­wie endlich die Beziehungen der Rassen unter­einander, einer vertieften und ständigen Prü­fung unterzogen werden müssen. Der Kongreß setzte eine Kommission ein, die diese Fragen bis 'zum nächsten Kongreß studieren und einen Be­richt ausarbeiten soll. Alsdann beschäftigte sich der Kongreß mit den Fragen, die der Ausschuß für die Sicherheit und die Abrüstung geprüft hatte. Es lagen zwei Tagesordnungen vor. In der von der Kommission ausgearbeiteten Tagesordnung wird

die vollständige Aufhebung der milikärischen Dienstpflicht verlangt,

außerdem Straflosigkeit für Verstöße gegen diese allgemeine Dienstpflicht in den Ländern, in denen sie noch weiter bestehen soll. Diese Kommissionsenkschließung wurde

von dem französischen Delegierten Buisson bekämpft,

der sich gleichfalls gegen die Dienstpflicht aus­sprach, ohne es jedoch in das Belieben des Ein­zelnen zu stellen, ob er sich der Dienstpflicht ent­ziehen will oder nicht. Die Rede Buissons wurde aus der Versammlung mit den Rufen: Das b e d e ut e t K r i e g !" unterbrochen. Die Abstimmung ergab eine Annahme der Entschließung Buisson mit 193 gegen 144 Stimmen.

In der Vormittagssitzung wurde im übri­gen noch eine besondere Einschließung einstim­mig angenommen, die sich mit den d e u t sch- französisch enBeziehun gen beschäf-

ein kleines Hus für sich bewohnen. Sie haben dort einen Garten gepflanzt, den sie sorglich pflegen. Ein Rifkabyle, der sie kürzlich besuchte, erzählt, daß sie durch freiwillige Arbeit nicht nur ihr Haus und ihren Garten, sondern das ganze Dorf durch fleißige Pflege in die Höhe gebracht haben. Ihre Geduld und ihre Güte finden allgemeine Anerkennung. Die Rifkaby- len pflegen den Mönchen zahlreiche Besuche ab= zustatten und sich mit ihnen über religiöse und andere Gegenstände zu unterhalten.Sie sind so gut und so klug, so heißt es in dem Berich der Rifkabylen. daß wir nicht verstehen können, warum sie sich nicht zu unserem Glauben be­kehrt haben. Aber wir üben keinen Druck auf sie aus, ihren Glauben abzulegen."

Man kann dem Bericht entnehmen, daß Abd el Krim und seine Anhänger der Entscheidung mit ruhiger Zuversicht entgegensetzen. Ob sie den Vereinigten Anstrengungen der Franzosen und der Spanier und der gegen sie aufgebote­nen modernen Kriegstechnik auf die Dauer ge­wachsen sind, wird sich allerdings erst zeigen müssen.

Der Angriff der Rifkabylen.

London, 6. Sept.Daly Mail" berichtet; aus Tanger: Endlich ist die Offensive unter­

- W mm Hetzrede«.

tigt und in der das Bedauern darüber ausge­sprochen wird, daß diese beiden Länder, von denen letzten Endes der Friede Europas ab­hänge, noch nicht die notwendigen Gesten ge­macht hätten, oder hätten machen können, um klare loyale und herzliche Beziehungen zuein­ander herzustellen. Am späten Nachmittag wurden dann noch eine Reihe von Entschließun­gen angenommen und dann der Kongreß ge­schlossen.

Eine wüste Hetzrede.

Paris, 6. Sept. Anläßlich des Jahrestages der Marneschlacht hat Oberst Debeugny von der patriotischen Liga in Meaux eine Rede gehalten, in der er unter anderem sagte: Ich will hier keine Worte des Hasses sprechen, aber ich will wiederholen, was unsere teuren Toten sagten: Wir haben euch einen Sieg verschafft, ihr habt es jetzt in der Hand, diesen Sieg zu behaupten. Ihr habt euch gegen­über ein beutegieriges Volk, ein Volk, das nur den Krieg will. Denkt an alle seins Invasionen. Denkt an alles, was dieses Volk getan hat. Gestattet vor allen Dingen nicht, daß ähnliche Grausamkeiten sich wiederholen. Seht vor allen Dingen darauf, was dieses Volk vorbereitet. Schon donnern die Geschütze in Marokko, schon donnern sie in Syrien. Wir verlangen daher noch ein letztes Mal von Euch, haltèteuch bereit. Steht Gewehr bei Fuß und bleibt ein einig Volk für Frankreich. Seht, teure Freunds, so schloß der Oberst, wir hören euch, wir versprechen euch, euere Befehle auszuführen. Wir werden Ge­wehr, per H*'^ MMwerdèn. voixè-- Regierenden yerlangen, daß sie eueren Sieg nicht noch mehrzuschanden machen.

Eine schallende Ohrfeige.

Paris, 6. Sept. Gestern wurde auf dem

Grab des unbekannten Soldaten von einer deutschen Abordnung ein Kranz niedergelegt. Der Kranz war mit zwei Bändern, die in den Farben schwarz-rok-gold gehalten waren, versehen. Sie trugen die In­schrift:Dem unbekannten Soldaten. Die SoldatendesIriedens" und auf dem anderen ebenfalls in deutscher Sprache: Liga für Menschenrechte.

Auf Befehl der Polizei wurden aber, um Anruhen zu vermeiden, die Bänder ent­fernt. Eine Abordnung der ehemaligen Frontsoldaten begab sich zum Polizeidirek­torium und erhob Protest gegen das Vorhandensein eines deutschen Kranzes am Grabe des unbekannten Sol­daten. Auf der Polizei wurde versichert, daß die Schleifen bereits entfernt feien und Heuke auch der Kranz beseitigt würde.

*

(Die Hetzrede des Obersten Debeugny von der Liga der Patrioten und die Ohrfeige, die der Liga für Menschenrechte verabreicht wor­den ist, beweisen, daß wir trotz internationalen Friedenskongreß von dem wahren Frieden noch recht weit entfernt sind.)

nommen worden, aber nicht die lang erwartete Offensive der Franzosen und Spanier, sondern ein Angriff der Rifkabylen auf z w e i F r o n l e n, der selbst, wenn er auch nur mäßigen Erfolg haben wird, nach der hier herr­schenden Auffassung einen entscheiden­den Einfluß haben wird.

Die französisch-spanische Aktion wird in diesem Jahre unmöglich gemacht werden. Die spanischen Truppen bei Sibi Daritz, die für einen Angriff auf das Hauptquartier Abd el krims bestimmt waren, wurden bei Beni Karrasch von starken Rif- Skreitkrästen angegriffen, die seit mehreren Tagen in diesem Abschnitt zusammengezogen waren. Die spanischen Verluste sind sehr schwer. Gestern und heute lagen die Straßen Tehuan- Tanget unter Feuer. Der Verkehr mußte einge­stellt werden. General Primo de Rivera ist nach Tehuan zurückaekehrt. Auch im Westen der französischen Front fanden heftige Kämpfe statt. Man rechnet mit der Aufrechterhaltung großer Armeen während des Winkers und der Notwendigkeit eines neuen Feldzuges im Früh­jahr.

Madrid, 6. Sept. Der amtliche Bericht ; über die Lage in Svanifch-Marokko besagt, daß, der Kampf im westlichen Frontabschnitt auch

gestern andauerte und zwar besonders heftig im Gebiet der Beni Hozmar. Der Feind sucht einen starken Druck auszuüben, um die Vorbe­reitungen der Spanier und Franzosen für die kommende Aktion zu erschweren.

Frankreich der Soldal Europas."

Paris, 6. Sept. Justizminister Steeg hat heute auf einem Bankett des Wein- und Acker- bauvereins in Libourne, dem mehrere Parla­mentarier der dortigen Gegend beiwohnten, eine Rede gehalten, in der er sich mit der Ma­rokkofrage beschäftigte. Er wies darauf hin, daß die Regierung bedeutende Verstärkungen an Truppen und Material nach Marokko ge« sandt habe und daß Marschall Petain das Oberkommando übernommen hätte, dessen hohe militärischen Fähigkeiten Frankreich und die französische Armee in schwerer Stunde dankbar begrüßt habe. Marokko, nach dem so viel Blut geflossen und so viel Geld ausgegeben worden sei, aufgeben, hieße nicht nur das rühmlich Begonnene aufgeben, sondern auch Frankreichs Herrschaft in Nordafrika in Frage stellen. Das hieße Frankreich einen schweren, wenn nicht tödlichen Stoß versetzen. Das würde auch darauf hinauslaufen, Frankreichs poli­tische und militärische Sicherheit zu schwächen. Frankreich schütze in Marokko seine wirtschaft­liche und finanzielle Sicherheit nicht nur allein, sondern es sei auch der Soldat Europas. Nicht Proteste fanatischer Beduinen noch Verschwör­ungen und ähnliche durchsichtige Manöver würden Frankreich dazu bringen, auf das in Afrika geschaffene Werk zu verzichten, das die ganze Welt bewundere.

Nach 6er Londoner FnriflenKsnfer.enz

Paris, 6. Sept. Havas verbreitet folgende Mitteilung: Der Bericht der juristischen â a ch u e r st u u ur g e u ,MN HW «MvttSver Besprechungen in der Frage des Sichei'hcit'-- Paktes wird von den Außenministern der alli­ierten Staaten nicht vor Montag oder Diens­tag erwartet. Zu der Nachricht, daß die Rechts­sachverständigen den Außenministern mündlich Bericht erstatten würden, wird in Genf darauf hingewiesen, daß der englische Vertreter bei den Londoner Juristenbesprechungen, Sir Cecil Hurst, Mitglied der englischen Delegation bei der Völkerbundsversammlung ist und sein bal­diges Eintreffen daher mit Recht erwartet wird. Da der französische Ministerpräsident und der französische Außenminister sich beide in Genf befinden, ist es möglich, daß auch der französische Sachverständige Fromageot nach Genf kommt und sich mit ihnen über die Lon­doner Ergebnisse ausspricht. Andererseits hat­ten die Außenminister Chamberlain, Briand und Banderoelde, denen sich bei diesem Anlaß auch der italienische Vertreter im Völkerbunds- raf Scialoja angoschlossen hatte, am Freitag abend eine Aussprache über das nunmehr nach der Londoner Juristenkonferenz einzuschlagende Verfahren. Man hielt es für zweckmäßig, zur Prüfung des Londoner Ent-- wurfes eine besondere Konferenz stattfinden zu lassen, zu der a u ch d e r d e u t - sche Außenmini st er eingeladen werden soll. Die vier alliierten Vertreter waren übereinstimmend der Auffassung, daß diese Konferenz nach den Londoner Vorbe­reitungen zu den nächsten praktischen Aufgaben gehört. Immerhin war man der Ansicht, daß ein genauer Zeitpunkt noch nicht bestimmt wer­den könne und daß die Stadt Genf jedenfalls als Ort der Zufainmenkunft nicht in Betracht kommt.

Coolidge Hoffl noch auf eins Abrüstungskonferenz.

Berlin, 6. Sept. Aus Washington wird ge­meldet: Präsident Coolidge erklärte, er hoffe immer noch, eine Abrüstungskonferenz nach Washington einberufen zu können. Lediglich die Verzögerung des Zustandekommens des europäischen Sicherheitspaktes habe die Einbe­rufung der Konferenz für ^diesen Herbst ver­hindert.

Badischer Jeulrumsparteiiag.

Offenburg i. Baden, 6. Sept. Der Parteitag der badischen Zentrumspartei hat heute vor­mittag seinen Anfang genommen. Die beiden ehemaligen Reichskanzler Marx und Wirth wurden bei ihrem Erscheinen mit Jubel be­grüßt. Zum Präsidenten der Versammlung wurde Rechtsanwalt Kopp -Freiburg i. Br. gewählt. Außerhalb der Tagesordnung gab Reichstagsabgeordneter Wirth eine Erklä­rung über seinen Austritt aus der Reichstaasfraktion des Zentrums ab. Er er-