200. Jahrgang.
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Qani).
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernivrech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.
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Nr. 207 Frettag den 4. SeMmber 1925
Das Neueste.
— Das amerikanische Zeppelinluftschiff ^Shenandoah" ist von einem Gewittersturm vollständig zerstört worden. Es werden 12 Tote und 15 Verletzte gemeldet.
— In Genf hat gestern die Mossuldebatte begonnen. Es machen sich tiefgehende englischtürkische Gegensätze bemerkbar.
— Sultan Atrasch fordert vollständige Unabhängigkeit für ganz Syrien.
— In Marokko hat die französisch-spanische Generalosfensive ihren Anfang genommen.
Ein Jahr Dawesplan.
Der Tag der Annahme des Londoner Abkommens, an welches das deutsche Volk mancherlei Hoffnungen und Erwartungen geknüpft hat, hat sich am 1. September zum ersten Male gejährt. Eine abschließende Kritik vom heutigen Standpunkt aus ohne Rücksichtnahme auf unsere damalige Lage dürfte ebenso unangebracht sein, wie die in der ersten Freude über das Zustandekommen des Gutachtens verabreichten Vorschußlorbeeren. Gewiß gab es wohl kaum einen Mitarbeiter, der den Plan als . Allheilmittel für die europäische und insbesondere deutsche Wirtschaft aufgefaßt hätte. Eine derartige, endgültige sanierende Lösung konnte niemand angesichts der politischen und wirtschaftlichen Zustände unseres Erdteils erwarten. Jedoch haben sich die Verfasser des Gutachtens immerhin das Verdienst erworben, daß sie uns geholfen haben, den toten Punkt des vorigen Jahres zu überwinden und die I lähmende Unsicherheit wenn auch nicht zu beseitigen, so doch zu mildern. Wir haben uns in den letzten Jahren daran gewöhnt, alle auf den nieten Konferenzen verjuchlen UepurMovstü- sungen nicht als endgültig zu betrachten, und unter diesem Gesichtspunkt müssen wir auch ' das Londoner Abkommen und insbesondere 8 seine uns vom 31. August 1929 auferlegten . übermäßigen Belastungen betrachten. Die I Zwangsläufigkeit und Wahrheit bricht sich auf wirtschaftlichem Gebiet stets eher als auf po- ß litischer Bahn und die wirtschaftliche Unver- § nunft, welche in und nach Versailles geherrscht i hat, muß sich vor den eigenen Folgen beugen i und von ihnen lernen.
Das verflossene Jahr sollte für uns eine ' Schonzeit bedeuten und wir sind an die Aus- S führung der uns obliegenden Verpflichtungen, wie allgemein anerkannt, mit gutem Willen U herangetreten. Wir sind mit der Unterzeich- nung des Abkommens über die Belastungen - des Friedensvertrages beträchtlich hinausge- U gangen, um hierfür eine Befreiung großer r Teile unseres Landes zu erreichen, und eine K größere Selbständigkeit zu gewinnen. Die un= a entrinnbaren wirtschaftlichen Gesetze werden U die Schranken unseres guten Willens sein und s unseren Gegnern die Widersinnigkeit so ge- K wattiger Reparationsforderungen um so eher 8 und nachhaltiger beweisen, als sie sich aus è ihren eigenen Vorschlägen entwickeln. Die Be- - I freiung der besetzten Gebiete und der Strom H ausländischer Kredite brachten unseren Mitte H1924 fast völlig stagnierenden Produktions- H opparat vorläufig in Gang und verhüteten das U Schlimmste: jedoch hat diese Schonzeit von 6 einem Jahr im Endergebnis unsere Wirtschaft f - wohl notdürftig in Gang zu halten, aber nicht I für die kommenden Zeiten zu kräftigen ver- R möcht. Ohne die ausländischen flüssigen Mittel iund den Dawes-Plan — also unter Fortführung der alten Methoden und Diktate — sähe es bei uns heute noch schlimmer aus; eine Sanierung unseres Wirtschaftskörpers hat dieses Fremdwerk jedoch nicht erreichen können. Steuern und Soziallasten haben eine unerträgliche Höhe erreicht und spotten eines Vergleichs mit der Zeit vor dem Kriege. Die sich daraus ergebende Verteuerung der Produktion verhindert die lebensnotwendige Kapitalneubildung und zeitigt Absatzkrisen im In- und Ausland. Das getreue Spiegelbild der Wirtschaft gibt unsere im Jahre 1924 mit 2,7 und im ersten Halbjahr 1925 mit fast der gleichen Summe . passive Handelsbilanz. Und gerade am Ende
§ch?nzeit steigert sich die Krise unserer UMohstoffindustrien und mehren sich in allen N Zweigen Stillegungen. Die Verkennung der
^e9riffe Substanz und Rentablität und die uaraus entspringende falsche Verwendung der ; ; Uuslandskredite zeigt das unerfreuliche Bild i ^mer m manchen Gliedern noch nicht gereiften K^und gefestigten Wirtschaft. Die äußerste Drosse- Ü lung unserer Einfuhr, Sparsamkeit des Stoa- Mtes, Der Gemeinden wie der Wirtschaft, eine
^Zusammenlegung und Typisierung per Betriebe verlangen eine entschlossene Ab
LuslschWalaslrophe in Amerika.
Die „Shenandoah" zerstör!.
Cumberland (Ohio), 3. Sepk. Das Zeppelin-Luftschiff „Shenandoah" ist heute während eines Gewittersturmes sechs Meilen östlich von Cumberland zerstört worden. Von der Besatzung wurden 12 Personen getötet und 15 verwundet. Die eine Hälfte des Luftschiffes fiel einige Meilen nördlich von Aba zu Boden, während die andere hälfte etwa 10 Meilen nach Süden abgetrieben wurde und in der Nähe von Sharon niederfiel. Unter den Toten befindet sich auch dec Kommandant des Schiffes Lansdowne, der zu den Pionieren des ameri- kanifchen Flugwesens zählt.
Paris, 3. Sept. Havas meldet aus Cumberland, daß die Ueberlebenden der „Shenandoah" in einem Gutshof bei Cumberland untergebracht sind. Die „Shenandoah" habe gestern früh kurz nach 6 Uhr die Luftschiffhalle in Lakehurst verlassen. Sie hätte elf Staaten überfliegen müssen, um nach Minnesota zu gelangen. Zum letzten Male wurde das Luftschiff um 1% Uhr früh über Elmgrove bei Wheeling (Ostvirginia) gesichtet in einer höhe von 1000 Fuß. Die Besatzung soll 35 Mann, nach einer anderen Meldung 42 Mann betragen haben.
Newyork, 4. Sept. Das Marineministerium bestätigt in einem offiziellen Kommuniques den Unglücksfall und teilt mit, daß sofort besondere militärische Abteilungen an die Unfallstelle entsandt wurden Nach Privatberichten trieb das Luftschiff vor dem Unglück eine Stunde im herym, ohne die vorgenommene Fahrt- richtung einhalten zu können. Plötzlich wurde das Luftschiff mitten entzwei gerissen. Während der eine Teil zu Boden gedrückt wurde, wurde der andere vom Sturm weitergetragen. Die Nachricht von der Zerstörung des Luftschiffes hat in allen Kreisen die größte Aufregung hervorgerufen. Das Marineministerium wird mit Anfragen bestürmt, doch ist im Augenblick über die Ursache des Unglücks noch nichts bekannt.
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Ein schwerer Schlag hat das amerikanische Volk getroffen. Die Zerstörung der Shenandoah trifft darüber hinaus die gesamte Kultur- welt, die um die Eroberung und Beherrschung der Lüfte ringt. Das deutsche Volk bedauert den Verlust, es begreift den Schmerz des amerikanischen Volkes, hat es doch oft genug am eignen Leib erfahren, wie schwer der Weg zur Eroberung der Lüfte ist, was es heißt, Luftschiffe großen Ausmaßes mit tapferer Besatzung zu verlieren. Die Zerstörung der Shenandoah bedeutet keinen Rückschlag auf dem Wege der technischen Fortschritte, sondern ist ein Mahnzeichen ähnlich wie das von Echterdingen, mit großen Opfern den Weg weiterzugehen, der zur absoluten Sicherheit des Luftverkehrs führt.
Schon öfter hatte die Shenandoah kleinere Unfälle erlitten. Sie waren aber unbedeutender Art und hatten die Flugfähigkeit des Schiffes keineswegs beeinträchtigt. Während der Nordpolexpedition Amundsens machte das Luftschiff viel von sich reden. Es sollte nach amerikanischen Vlättermeldungen zu einer Hilfsexpedition nach dem Nordpol gerüstet werden, um Amundsen und seine Begleiter aufzusuchen und zu bergen. Der Erbauer der Shenandoah, Tusket, erklärte aus Anlaß der glücklichen Ueberfahrt des Z. R. 3 nach Ame-
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wehr von der Wirtschaftauffassung der letzten Jahre.
Wir haben den Trost, daß sich die gleichen krisenhaften Zustände auch in anderen Ländern unseres Kontinents zeigen, weil auch hier die sechs Jahre nach dem Friedensschluß einen chaotischen Zustand geschaffen haben. Dieser Trost mag zu umso größeren Hoffnungen be- rechtigen, da diese Krise aus einer ökonomischen Lage der Weltwirtschaft entsprungen ist, welche im schärfsten Gegensatz zu Den Voraussetzungen und Bedingungen des Dawesplanes steht. Das unausgeglichene Kräfteverhältnis zwischen Produktion und Absatz beherrscht die Welt. England hat eben erst unter schwerer Belastung des Staates eine allgemeine, katastrophale Wirtschaftskrise — und auch nur vorläufig — vermieden. Die französische Valuta und Finanzwirtschaft ist nahezu ruiniert, Ita
lien geht es nicht besser. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit lastet über Europa und spottet aller Versuche, es zu bannen. Für diese Länder bestand die Funktion des Gutachtens darin, daß Deutschland bezahle und sie von ihm Geldsummen empfingen, mit denen ihre Anleihen liquidiert und die für die Reparation Der Kriegsschulden ausgegebenen Summen zurückgezahlt werden würden. Diese einfältige Vorstellung wurde aus politischen Gründen angelegentlich verbreitet und von den Völkern als Wahrheit angenommen. Schon heute bevor die Normalannuität des Jahres 1929 von 2% Milliarden eingesetzt hat, bricht sich in Theorie und Praxis die Erkenntnis Bahn, daß es ebenso unmöglich ist, Milliarden von Mark zu bezahlen, wie zu empfangen, und das dieses Experiment unheilvolle Folgen für beide Teile nach sich ziehen muß.
rika, daß der Z. R. 3 große technische Fortschritte der Shenandoah gegenüber aufweise. Die Shenandoah, die im Jahre 1915/16 erbaut wurde, war natürlich veraltet, verglichen mit dem mit allen neuzeitlichen Errungenschaften ausgerüsteten Z. R. 3. Tusket erklärte damals, daß die Shenandoah in der Lage wäre, 120 Kilometer Stundengeschwindigkeit zu entwickeln und so dem Z. R. 3 in der Schnelligkeit ungefähr gleichzukommen. Die Shenandoah hatte 70 600 Kubikmeter Inhalt, 220 Meter Länge, 24,40 Meter Durchmesser und eine Nutzlast von 35 Tonnen, sowie eine Motorenkraft von 7 Liberty 300 PS. .gleich 21 000 PS. Zum Vergleich sei gesagt, daß der von uns nach Amerika abgelieferte Z. R. 3 200 Meter lang ist, einen Durchmesst von 27,64 Meter und 70 000 Kubikmetr Inhalt besitzt. Die fünf Motoren entwickeln insgesamt 2000 PS.
Auch ein amerikanisches Flugzeug verunglück!.
Die der „Newyork Herold" aus San Franzisko meldet, ist das von dem amerikanischen Leutnant Snoddy gesteuerte Riesenflugzeug P. N. 9 2, das nach Honolulu geführt wurde, mit Donn und Daus auf dem Deere verloren gegangen Auf dem Stillen Ozean wütet ein furchtbarer Sturm.
Amerika
gibt Sie Lustfchlffversuche auf
London, 4. Sept. „Daily Expreß" meldet aus Newyork, daß der amerikanische Flottensekretär Wilbur den Chef der Flottenoperation Admiral Eberle zur Veröffentlichung der Mitteilung autorisiert habe, daß infolge des Luftschiffunglücks die amerikanischeFlotte für unbestimmte Zeit die Versuche mit Luftschiffen a u f g e b e. Die Station Lakehurst wird geschlossen und das Luftschiff Los Angeles für Handelszwecke verkauft.
Dr. Eckener über die Kalastrophe.
Der „Berl. Lokalanz." veröffentlicht eine Unterredung Dr. Eckeners mit einem Mitarbeiter des Blattes über die mutmaßliche Ursache der amerikanischen Luftschiffahrtskatastrophe. Dr. Eckener erklärte, es erscheine ihm nicht wahrscheinlich, daß die Shenandoah in der Luft entzwei gebrochen sein soll. Er nehme an, daß das Schiff beim Landen von einer vertikalen Böe erfaßt und auf den Boden geschmettert worden ist. Dr. Eckener erinnerte weiter daran, daß die Shenandoah schon einmal ihre Lufttüchtigkeit bei schwerstem Wetter bewiesen habe, nämlich bei ihrer Sturmfahrt nach dem Losreißen vom Ankermast. Dr. Eckener wies dann noch darauf hin, daß man das verunglückte Luftschiff nicht als Schwesterschiff des Z R 3 bezeichnen könne. Das Schiff, das in Amerika erbaut sei, sei um 3000 Kubikmeter kleiner als das deutsche und mit fünf amerikanischen Motoren ausgerüstet, während Z R 3 fünf Maybachmotoren habe. Zum Schluß der Unterredung gab Dr. Eckener seinem lebhaften Bedauern über das Unglück Ausdruck. Gerade die Besatzung dieses Luftschiffes habe des öfteren Proben ihres Wagemuts und ihrer Geschicklichkeit abgelegt, so erst vor kurzem bei der Ueberquerung des amerikanischen Kontinents, vom Atlantischen zum Großen Ozean.
Von dieser wachsenden Erkenntnis der Wahrheit muß jede Einbildung weichen. Ueber die Grenzen des Landes kann auf die Dauer nur mit Sachgütern gezahlt werden; je größer die verlangten Summen sind, um so mehr muß von dem Verpflichteten erzeugt, um so mehr von dem Berechtigten ausgenommen werden. Letzterer verzichtet nicht nur auf einen Teil seiner Ausfuhr, sondern zieht außerdem eine Konkurrenz im eigenen Lande künstlich hoch. Gibt es ein größeres Dumping, als wenn man ein so produktionsfähiges Land wie Deutschland für Jahrzehnte zwingt, Milliardenwerte in Waren umsonst auf den Markt zu werfen, während auf der anderen Seite eine Abnahmeverpflichtung besteht?
Diese Wahrheiten werden der Entente schon im nächsten Jahre auch durch die Praxis aufgezwungen und die Modifikation verschiedener Klauseln und Zahlen des Londoner Abkommens veranlassen. Nach einem derartigen Krieg gibt es keine Sieger, die sich auf Kosten der Besiegten bereichern oder auch nur entschädigen können, indem sie ihm Geld oder Waren wegnehmen. Der moderne Krieg hat die bisherigen Gepflogenheiten verändert. Die Kriegführenden müssen das von 'ihnen zerschlagene Porzellan selbst bezahlen — beide Teile sind also finanziell zusammengebrochen und unterlegen.
Die Londoner Juristenkonferenz.
London, 3. Sept. Während Daily News hervorhebt, daß man gemeinsam beschlossen habe, keine Mitteilungen über den Verlauf der I u - ristenkonferenz zu veröffentlichen und nur ein gutes Fortschreiten der Erörterungen zu melden weiß, schreibt der diplomatische Berichterstatter des Daily lelegrapb „Die gestrigen Erörterungen waren, wie verUuter, sehr oerwillen uno bezogen sich ury techm.che Fragen. Während aller Beralungen hat jedoch eine kollegiale Stimmung geherrscht. Selbst zwischen dem deutschen und dem französischen Vertreter hat sich der Geist gegenseitiger Anpassungen gezeigt. Gauß hat hartnäckig seinen Standpunkt vertreten, wenn er die Ueberzeugung hatte, daß der Wortlaut oder die Grundsätze des Paktes oder seiner Anhänge nicht genügend den Grundsatz der Gegenseitigkeit, der ihm und der deutschen Regierung am Herzen liegt, entsprachen. Gauß fühlte sich auch gezwungen, der öffentlichen Meinung in Deutschland und den Vorteilen, an die sich die rußlandfreundlichen Teile der öffentlichen Meinung in Deutschland auch weiterhin klammern, Rechnung zu tragen. Trotz der erpresserischen Art "und Weise, mit der Moskau die Wirtschaftsverhandlungen abgebrochen hat und trotz sonstiger Einschränkungen wird von allen zugegeben, daß Gauß geschmeidig und reich an eigenen Gedanken und Formeln ist, denen umfaßende Beratung gewidmet wurde. Der Korrespondent muß zugeben, daß es für den Laien unmöglich ist, sich mit den einander widerstreitenden Arten von Schieds- und Ausgleichssystemen zu befassen, die die Sachverständigen jetzt miteinander vergleichen und daß es ebenso unmöglich ist, das Wie und Warum der deutschen und alliierten Paktentwürfe zu verstehen. Die Sachverständigen haben sich mit Einzelheiten, wie z. B. dem Charakter der Schiedsgerichtsinstanzen und ähnlicher Ausschüsse beschäftigt, die zu Rate gezogen werden müssen, der Völkerbund oder der neue Haager Gerichtshof oder ad hoc zu berufende Gerichtshöfe. Einfacher und vielleicht von noch größerer Bedeutung ist die Gestaltung des Rheinlandpaktes selbst. In dieser Hinsicht nähern sich die Ansichten der juristischen Vertreter der verschiedenen Länder. Obgleich es Sache der Außenminister sein wird, eine endgültige Auswahl unter den von den alliierten und deutschen Sachverständigen hinsichtlich gewisser vitaler Klauseln bei den verschiedenen vorliegenden Lö- sungsmöglichkciten zu treffen, nimmt der Korrespondent doch an, daß Gauß genötigt gewesen ist, auf Verbesserungen im Text im Zusammenhang mit Bestimmungen in beiden Definitionen „Offenkundige Angriffe" und „Individuelle Rechte" zu dringen. Von größerer Bedeutung ist jedoch, daß der belgische Sachverständige Rollin der Ansicht Sir Cecil Hursts beipflichtete, daß keine Großmacht, weder Frankreich noch Großbritan- nien, das Recht haben soll, für sich selbst über den Tatbestand eines Konfliktes, z. B. eines polnisch-deutschen Konfliktes eine Entscheidung zu fällen und auf diese Weise den Durchmarsch durch die entmilitarisierte Rheinlqnd- Zone zu gestatten oder durchzuführen. Dir Entscheidung darüber mutz vielmehr von dem