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Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land. ^ ^

Erscheint täglich mit Ausnabu-e der Sonn- und Feiertage. / FernIvrech-Anfchluß Nr. 1237 und 1238 ^ /

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Nr. 204

Dienstag öen 1. SeKZemher

1925

Das Neueste.

In London traten gestern die Vertreter Deutschlands, Englands, Belgiens und Frank­reichs zu einer zwanglosen Besprechung zu­sammen. _

Chamberlain ist gestern an der Spitze der englischen Völkerbundsdelegation nach Genf nbgerest^r ^^re Reichskanzler Dr. Wirth be­gibt sich nach Amerika. Es wird versichert, daß die Reise schon seit längerer Zeit beschlossen sei.

Im preußischen Landtagsausschuß wur­den gestern Schulfragen behandelt.

Die Deutsche Reichsbahngesellschaft hat eine Lohnerhöhung vorgenommen.

Zur JnJerparlamenrarischen Tagung in Washington.

Mitte September begeben sich die deutschen Delegierten auf dem Lloyd-DampferBremen" zur Teilnahme an der 23. Konferenz der Inter­parlamentarischen Union nach Amerika. Seit dem Jahre 1904, als die Interparlamentarische Union zum ersten Male auf amerikanischem Boden tagte, hat diese Körperschaft die Ver­einigten Staaten nicht mehr besucht. Es ist also das erste Mal nach dem Weltkriege, daß Parlamentarier aller Länder die Fahrt über den Atlantischen Ozean antreten, um sich in dem Lande ein Stelldichein zu geben, das durch sein Eingreifen den größten Krieg der Weltge­schichte entschieden hat und das sich aus Grund des Dawes-Planes rühmt, der Welt den wirt­schaftlichen Frieden geben zu können.

Die besondere Bedeutung dieser Tagung, die am 1. Oktober iMWoshmgton ihren Anfang w'<. ?cw> bexeit« ünßerNck dadurch zum Ausdruck, daß das Kapital in der Bundes- bauptftabt Washington zum ersten Male seine Pforten einer anderen Körperschaft als dem amerikanischen Parlamente öffnen wird. Auch in Kanada, wo der zweite Teil der Beratungen stattfinden soll, wird die Interparlamentarische Union in den Räumen des Parlamentes zu Ottawa tagen.

Diese Wertschätzung der Interparlamenta­rischen Union, wie sie "durch die Hergabe des Parlamentes in Washington für die Abhaltung der Konferenz einen beredten Ausdruck findet, sollte auch in Deutschland entsprechend beachtet werden. Die unglückliche Lage, die in unser Vaterland durch den verlorenen Krieg geraten ist, macht es uns zur dringenden nationalen Pflicht, jede Gelegenheit zu benutzen, um die Augen der Weltöffentlichkeit auf das schreiende Unrecht zu lenken, das der Mitte Europas durch die Friedensverträge von Versailles, St. Ger­main usw. zugefügt worden ist. Angesichts der geistigen Absperrung und der Einstellung der Presse in den uns ehemals feindlichen Ländern stellen diese Konferenzen fast die einzige Mög­lichkeit dar, um wenigstens vor einem inter­nationalen Forum gehört zu werden. Auch unterschätzte man nicht den Wert der persön­lichen Fühlungnahme zwischen den einzelnen Parlamentariern der verschiedenen Länder. Das gesprochene Wort, der persönlich gepflo­gene Gedankenaustausch, sind eindrucksvoller, wirken nachhaltiger und führen eher zum Ziele, als das gegenseitige Anleitartikeln und Aneinandervorbeireden in den einzelnen Par­lamenten. Daher ist es zu begrüßen, daß diese wichtige Tagung in Washington von allen Län­dern besonders 'gut und zahlreich beschickt sein wird.

Ist doch auch der Beratungsstoff wahrlich oon allergrößter Bedeutung. An die Debatte über den allgemeinen politischen Bericht des Generalsekretärs, mit dem jede Konferenz zu beginnen pflegt, wird sich zunächst ein Bericht und eine Aussprache über die panamerikanische Union anschließen. Bei dieser Gelegenheit wer­den zum ersten Male auch die südamerikani­schen Staaten, die der Interparlamentarischen Union bisher fernstanden, in Erscheinung tre­ten. Des Weiteren sieht das Programm eine Erörterung des Problems der Kodifikation des Völkerrechtes vor, sowie eine Besprechung des Berichtes des Belgiers La Fontaine über Rechte und Pflichten der Staaten und des Ru­mänen Pella über das Verbrechen des Angriff- krieges. Im Anschluß daran wird das wichtige Problem der europäischen Zollgemeinschaft er­örtert werden. Bei den Verhandlungen in Ottawa steht vor allem die Frage der natio­nalen Minderheiten auf der Tagesordnung und im Vordergrund des Interesses.

Sie Lon-oner Zurijtenkonserenz.

London, 31. Aug. Heute nachmittag fand im Foreign Office die erste Zusammenkunft der Rechtssachverständigen Deutschlands und der alliierten Länder statt. Deutschland war durch Ministerialdirektor Dr. Gauß, England durch Cecil Hurst, Frankreich durch Fromageot, Bel­gien durch Rollin und Italien durch ein jünge­res Mitglied der italienischen Botschaft vertre­ten. Da der italienische Sachverständige Pilotto erst morgen nachmittag in London eintreffen kann, war die heutige Zusammenkunft eine durchaus zwanglose Unterhaltung, in der vor allem die Arbeitsweise besprochen wurde. Morgen nachmittag findet die erste vollständige Sitzung statt.

Durch die Tatsache, daß die drei" verantwort­lichen Leiter der Außenpolitik ihrer Länder, Stresemann, Briand und Chamberlain gleich­zeitig auf Urlaub bezw. von ihrer Heimatstadt abwesend sind, kennzeichnet sich die Zusammen­kunft der Rechtssachverständigen als eine rein informatorische Fühlungnahme der Persönlich­keiten, die später wahrscheinlich dazu berufen sein werden, den noch völlig offenen politischen Anschauungen in der Paktfrage völkerrechtliche Formen zu geben. Die juristische Zusammen­kunft wird für keinederanihrbetei- ligtenMächteirgend ei neverb ind- liche oder entscheidende Bedeu­tung haben können. Insbesondere wird sich keine teilnehmende Macht auf bestimmte Formulierungen für den Pakt oder für die Schisdsgerichtsverträge festlegen können. Die mnr^^^hmnen. wr-ben voravssichtlick drei b'S vier Tage dauern.

Italienischer Beobachter auf der juristischen Sachverständigenkonferenz.

London, 31. Aug. Aus hiesigen Pressemel­dungen ergibt sich, daß Mussolini als Beobach­ter zur juristischen Sachverständigenkonferenz einen der hervorragendsten italienischen Ju­risten, nämlich Pilotti, entsandt habe. Äus den Bemerkungen der englischen Presse geht hervor, daß es sich hierbei nicht nur um einen stillen, sondern wahrscheinlich recht aktiven Beobachter handeln werde. Wenn Italien auch nicht daran gebunden sein werde, Unterzeichner des Paktes zu sein, so werde Pilotti dennoch im Verlauf der Konferenz in London auf Wünsche An­regungen geben, die den italienischen Stand­punkt wiedergeben. Nach Mitteilungen des Daily Telegraph" soll die Entscheidung Musso­linis zur Entsendung eines Beobachters nach London große Befriedigung erzeugt haben, da man das italienische Heer als natürliche Er­gänzung der britischen Flotte zur Garantierung

Schon um dieser Frage der nationalen Min­derheiten willen ist die Konferenz der Inter­parlamentarischen Union von allergrößter Wichtigkeit. Gerade die Vereinigten Staaten von Amerika deren damaliger Präsident Wil­son einst den Ruf nach dem Selbstbestimmungs­recht der Völker über die Erde erschallen ließ, müssen diesem Problem, ohne dessen befriedi­gende Lösung an eine Beruhigung der Welt nicht zu denken ist ihre besondere Aufmerksam­keit zuwenden. Wo wäre es aber wirksamer, auf die Tatsache hinzuweisen, daß es heutzutage kein nationales Selbstbestimmungsrecht gibt, als auf amerikanischem Boden und in den Räumen eines amerikanischen Parlamentes? Selbst die Minderheitenschutzverträge, die an die Stelle des verheißenen Selbstbestimmungs­rechtes traten, stehen bis jetzt nur als leere Phrasen auf dem Papier. Unter dem Zeichen des Minderheitsschutzes mußten wir Deutsche es erleben, daß in Polen, in der Tschechoslowakei und in Italien Hunderttauseude aus ihrer Hei­mat verjagt wurden, daß man ihre Schulen schloß, daß man ihnen den Grund und Boden unter dem Vorwande irgendwelcher Agrarre­formen fortnahm. Der Völkerbund aber, der der Hüter de sSelbstbestimmungsrechtes und der Garant des Minderheitenschutzes sein sollte, sieht diesem schreienden Unrecht bisher taten- und teilnahmlos zu.

Dies ist der Punkt, bei dem mit Aussicht auf Erfolg die Arbeit der Interparlamentari­schen Union einsetzen muß. Daher ist es vom deutschen Standpunkte aus ganz besonders zu begrüßen, daß die Verhandlungen in diesem Jahre auf amerikanischem Boden stattsinden.

des künftigen Friedens zwischen Frankreich und Deutschland am Rhein betrachte.

Eine Drei-Minister-Konferenz die nächste Etappe?

Paris, 31. Aug. DerEri de Paris" schreibt: Briand 'st mit Loucheur am Montag nach Genf gefahren, wo der Völkerbundsrat vom 2. Sep­tember ab tagen wird. Freitag kommt Pain- levs an, um zunächst an den Sitzungen des Rats und am nächsten Montag und Dienstag an. den Vollversammlungen teilzunehmen. Briand wird an den V ö l k e r b u n d s be­rat u n g e n bis Ende des Monats teilnehmen, hofft aber, gegen den 15. September auf einige Tage nach Paris zurückkehren zu können. Viel­leicht wird er genötigt sein, dieses Programm wegen der Verhandlungen mit Deutschland zu andern. Tatsächlich wird man sich in Genf weder mit dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, noch mit dem Pakt befassen, uyd der wichtigste Beratungsgegen­stand wird die M o s s u l f r a g e sein. Aber es ist sehr wahrscheinlich, daß um den 15. Sep­tember herum in irgend einem Schweizer Kurort eine Konferenz über den S i ch e r h e i t s p a k t zwischen Briand, Chamberlain und Stresemann statt­finden wird. Briand nahm an, daß diese Kon- ferenz erst im Oktober Zusammenkommen werde, aber Chamberlain wünsche wohl, daß das Problem vor dem Zusammentritt der fran­zösischen Kammer gelöst werde .Er möchte nicht Gefahr laufen, daß durch eine Ministerkrise alle Resultate wieder in Frage gestellt werden. Da­her macht er alle Anstrengungen um Strese­mann, der jetzt ein entschiedener Anhänger des Pakt ist, zur Beschleunigung der eingeleiteten Verhandlungen zu bewegen. In diesem Falle würden sich französische, englische und deutsche Sachverständige am 8. September zusammen­setzen, um den Pakt vom juristischen Gesichts­punkt aus zu prüfen und ihm eine genaue und den Ansichten der vertragschließenden Parteien möglichst entsprechende Form zu geben. Diese Vorprüfung hätte den Vorteil, daß von vornherein alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt würden, und daß sie stattfindcn könnte, ohne die Aufmerksamkeit der Presse und der Oeffentlichkeit auf sich zu lenken. Die Konferenz der Vertreter der drei am stärksten interessierten Mächte könnte dann vor sich gehen, ohne daß irgendwelche unvorhergesehene Schwierigkeiten zu befürchten sind, so daß sie schnell zu einem definitiven Unterschriftenaus­tausch gelangen würde. ,

Die Vereinigten Staaten von Amerika, vertre­ten durch ihren Präsidenten Wilson, auf dessen Wort sich das deutsche Volk seinerzeit verlassen hat, sind Deutschland Genugtuung schuldig. Eine der großen Aufgaben der Konferenz wird es sein, dafür zu sorgen, daß dieser verloren­gegangene Glaube unseres Volkes durch das Ergebnis der diesjährigen Tagung der Inter­parlamentarischen Union owie durch die weitere politische Entwicklung wiederhergestellt wird.

Lranplausschuh des Preußischen Landtages.

Berlin, 31. Aug. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages trat am Montag nach­mittag nach der Sommerpause erstmalig zu­sammen, um die Vorbereitung des Kultushaus­haltes zu beginnen. In der allgemeinen Aus­sprache übte Abg. Oelze (Dn.) scharfe Kritik an der Personalpolitik des Ministers Becker. Außer vielen anderen Fällen beweise der Fall Lessing in Hannover, daß der Minister den nationalen Belangen keine Rechnung trage, sondern den linksgerichteten Parteiwünschen in erschreckendem Maße entgegenkomme. Die gesamte partei-politische Betätigung unserer Jugend müßte grundsätzlich verboten werden. Falsch sei es aber, die Linksverbände zu för­dern und die nationalen Bestrebungen zu unterdrücken. Der Kampf um die nationale Aufklärung der Kriegsschuldlüge und Frie­densvertrag müßte auch von Seiten der Schule ausgenommen werden.

Abg. Lauscher (Ztr.) bedauert, daß bei der Reform des höheren Schulwesens die For­derungen des Zentrums bezüglich der Reli­gionsstunden nickt erfüllt worden seien. Das

höhere Schulwesen müsse auch bekenntnis­mäßig eingestellt werden. Das Monopol der staatlichen Schule müsse fallen. In den staat­lichen Bildungsanstalten fühle sich der katho­lische Volksteil benachteiligt. Der Redner for­derte bessere Unterstützung der kulturellen Anstalten an den Grenzen. Ein Konkordat sei notwendig. Bis zum Abschluß müsse für die katholische Kirche ein erträgliches Provisorium geschaffen werden.

Abg. Dr. Boelitz (D. V.). Die letzten Maßnahmen des Ministeriums auf schul­politischem Gebiet hatten erfreulicherweise die Fortsetzung der Gesamtreform gebracht, die in maßvoller Form eingeleitet worden sei. Die Deutsche Volkspartei stehe nach wie vor aus dem Standpunkt, daß auch auf dem Gebiete der Schule sich neue Gedanken in gesundem Fortschritt durchsetzen müßten. Die' Deutsche Volkspartei trete unter allen Umständen für eine paritätische höhere Lehranstalt ein. Sollte der vierjährigen Grundschule zuliebe die höhere Schule auf 8 Jahre reduziert werden, so werde die Deutsche Volkspartei entschie­denste Opposition dagegen machen. Die Deutsche Volkspartei kämpfe für das historisch Gewordene und wolle keine Auflösung des be­stehenden Schulaufbaues. Sie halte fest an der religiös-sittlichen Grundlage.

Abg. Graue (Dem.) beklagte, daß die Volksschulen konfessioniert seien. Die Kon- fessionalisierung der höheren Schulen sei ab­zulehnen. Die Konkordatsfrage sei sehr schwie­rig und dürfe nicht über das Knie gebrochen werden. Die katholische Kirche habe sich im all­gemeinen mit den veränderten politischen Ver­hältnissen abgefunden. Wenn sie Politik treibe, so tue sie es zugunsten der Kirche, evangelische Geistliche zugunsten einer Partei.

Abg. König (Soz.). betont, daß der Land- fixe ^'^NN:F v^f

immer eine emyeujâß MM cuwiauen- habe. Die konfessionelle Gestaltung sei aufs Schärfste zu verurteilen. Die nationalistische Verhetzung in den höheren Schulen sei un­glaublich.

Abg. Kilian (Kom.) kritisierte die sozial­demokratische Schulpolitik.

Eine Erklärung Dr. Wirlhs.

DieGermania" veröffentlicht eine Unter­redung mit dem gestern in Berlin eingetroffe­nen Reichskanzler a. D. Dr. Wirth, in deren Verlauf er über seinen Austritt aus der Zen­trumsfraktion des Reichstags erklärte, daß die­ser Schritt nicht etwa einer Art impulsiver Ein­gebung, auch nicht einer politischen Verbitte­rung entsprungen, sondern die notwendige Folgerung feiner politischen Gesamthaltung zum neuen deutschen Volksstaat und feinen poli­tischen Kräften sei. Seine grundsätzliche innere Einstellung stehe nach seiner Ueberzeugung in vollem Einklänge mit dem alten Zentrumsgeist. In die Hände der für ihn zuständigen Partei­organisation in Baden habe er eine schriftliche Begründung feines Schrittes gelegt, der nach einer Klärung der jetzigen politischen Konstella­tion im Reiche strebe, die, wie die Erledigung gewisser Gesetze gezeigt habe, notwendigerweise zu einer Auseinandersetzung, zu einem Protest und weiter Zu einer politischen Bewegung füh­ren müsse In Verfolg seiner Aktion werde er auf dem Parteitag der badischen Zentrums­partei seinen Schritt begründen und darlegen, was zu geschehen habe, um der von ihm einge­leiteten Bewegung Nachdruck zu verleihen. Immer wieder betonte Dr. Wirth, so erklärt dieGermania", daß er nicht die Partei sprengen wolle, sondern daß fein Ziel vielmehr die Festigung der Partei im Geiste der alten Zentrumspolitik sei.

Kursänderuug Ser K. P. D.

DieRote Fahne" veröffentlicht einen Brief der Exekutive der kommunistischen Inter­nationale in Moskau, der nach Verhandlungen mit einer Delegation der kommunistischen Partei Deutschlands und unter Billigung des Zentralkomitees der ft. P. D. scharfe Kritik an der bisher leitenden Gruppe Ruth Fisck^r- Maslow in der Führung der deutschen Kommu­nisten übt. In dem Briefe wird darüber Klage geführt, daß die Politik der genannten Führer- Spe einen ernsten Rückgang der Gewerk-

:en und starke Verluste bei den politischen Wahlen zur Folge gehabt hat. Es wird eine Kursänderung der kommunistischen Politik in Deutschland angekündigt, die vor allem in dec Verlegung des Schwergewichts der gesamten politischen und organisatorischen Arbeit der Partei in die Gewerkschaften und die Betriebe und dem Eintritt neuer iübrender Arbeit»-.