Einzelbild herunterladen
 

200. Jahrgang.

KamllerS Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kana« Stadt und Sand.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / ^ernkvrech-Anschluß Rr. 1237 und 1238.

«,,»g»pr«i»! Für d.n halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfennig. - Anzeigenpreise: Für I mm SSHe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite LS Retchspkenni» Offertengebühr: 58 Reichspfennig, Geschäftsstelle: Hammerstraße S.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bet »«verschuldet«» Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt. Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung de» Bezugspreise». Für Platzvorschrist und Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleitet

Sr. 202

Samstag den 29. August

1925

Das Neueste.

9n ihrer Antwort an Frankreich be« â Ne Reichsregierung die in der letzten Mnote ergangene Anregung zu einer MistenkonfsrenZ in London.

Der französische General Gouraud, der an den polnischen und tschechischen Manövern teilnahm, ist des Lobes voll über den Gefechts- Mèrt der beiden mit Frankreich verbündeten Armeen.

In politischen Kreisen Londons erhält sch das Gerücht, daß Baldwin nach seiner Rück- lchr aus den Ferien sein Kabinett umbKden gerbe. Besonders werde der bisherige Innen­minister Hicks einen anderen Posten erhalten.

Nach Meldungen aus Mana befindet sich Damaskus vollständig in der Hand der Drusen.

Eins neue kleine Ketze.

Zu den Blättern, die sich namentlich in der Vergangenheit an Gehässigkeit gegen alles was deutsch heißt, nicht genug tun konnten, gehörte die pariser Ausgabe desNewyork Herald", die in dieser Hinsicht hinter den ärgsten Hetz­blättern oer französischen Chauoinistenpresse nicht zurückstand. Nun benutzt sie eine deutsche Niegertat in Mittelamerika zu einer neuen stisch-fröhlichen Hetze gegen Deutschland.

Wie das Matt meldet, sind fünf deutsche Flieger in Wasserflugzeugen von Barranquilla in der Republik Columbia nach- dem Grenz­hafen Ken West in Florida geflogen. An viese Tatsache knüpfen die Luftstratogen in-der ame­rikanischen Redaktion zu Paris die Bemerkung, daß die grösste Gefahr für eine Verletzung her Monroedoktrin durch einen gewaltsamen An- von Mittelamerrka her drohe. Denn'. nur von dort könne ein Luftkrieg gegen die Ver­einigten Staaten angesetzt werden; Europa, Wen und Südamerika seien von der nord- amerikanischen Küste zu weit entfernt. Der abenteuerliche Flug der fünf Deutschen, der allerdings wohl ohne besondere Absicht einen Konflikt herbeizuführen unternommen worden sei, lasse jedoch deutlich erkennen, nach welcher Richtung sich die strategischen Pläne eines feindlich gesinnten Landes FU wenden hätten. Infolgedessen müsse von neuem betont werden, daß die Vereinigten Staaten nie einer nicht- amerikanischen Macht gestatten würden, auf dem amerikanischen Kontinent Fuß zu fassen. Aber Intrigen könnten zu einem geheimen Mi­litärbündnis führen, das gleichen Zwecken dienen möchte. Die amerikanisch« Regierung dürfe solchen Vorkommnissen gegenüber nicht blind sein.

Natürlich ist die hierin enthaltene Andeu- ung, daß künftig einmal Deutschland ein ge- MMès Bündnis mit einer mittelamerikanischen Macht gegen Amerika eingehen und von solcher vails aus einen Luftkrieg gegen die Vereinig- Staaten ins Werk fetzen könnte, so albern kindisch, daß es sich eigentlich nicht ver- ohnt, ein Wort darüber zu verlieren. Aber ®*r haben denn doch in der Vorkriegszeit zu erfahren, ohne sonderlich darauf zu achten, ?>e durch derartige infame Verdächtigungen aber deutsche Absichten auf Mittel- oder Süd- amerkka die Stimmung im amerikanischen Volk "Mchet und der Boden für den Eintritt Ame- aas in den Weltkrieg vorbereitet werden W.Gerade derartige Auslassungen, die mir früher vornehm unbeachtet ließen, haben uns am meisten geschadet. Um so notwendiger V5 letzt, die infame Verleumdungsarbeit des »üewyork Herold" an den Pranger zu stellen iw energisch dagegen Front zu machen.

Frankreichs östliche Kilfsiruppen. General Gouraud über die polnische und tschechische Armee.

Paris. 28. Aug. Der militärische Gouver- P r von Paris, General Gouraud, der von der ar ^ung beauftragt worden war, an den Na^" polnischen Manövern teilzunehmen, ist, Ä °r sich noch einige Tage in -der Nori-" lowakei ausgehalten hatte, wieder nach überb^^^ekehrt. Pressevertretern gegen- ber 6»;serm er 1*4 über die Heeresmanöver Den Verbündeten Frankreichs wie folgt: MlermiirM ° nB^e Manöver umfaßte eine Ka- We M » ang im Osten und eine Uebung für lautete- m^llung-en im Westen. Das Thema and Ofs-r,v â"A aor einem überlegenen Feind ^anöcer6^^ ainen Gegenangriff. Die p ° l n i s ch . / L^ ° ? d k e F ä hi g k e i t d e r kiesen r ö > e r e glänzend b e - iaßt »n^ -rue Befehle wurden richtig aufge- ausgesührt. Die Verpflegung und die

MB) Mart M WMM.

Die in Paris überreichte deutsche Antwort­note hat folgenden Wortlaut:

Die deutsche Regierung beehrt sich den Emp. fan^der französischen Roke vom 24. August zu

Me am Schluß der stanzösischen Rote aus­gesprochene Ansicht, daß eine Fortsetzung des Rokenwechsels kaum geeignet wäre, zu einer weiteren Klärung der mit dem Abschluß eines Sicherheikspakkes zusammenhängenden Fragen zu führen, wird von der deutschen Regierung, die dem Wunsche nach möglichster Beschleuni­gung der Erörterungen in der Role vom 20. Juli auch ihrerseits Ausdruck gegeben hatte, durchaus gekeilt. Die deutsche Regierung be- grüßt deshalb die von seiner Exzellenz dem französischen Herrn Botschafter mündlich mikge- teilte Anregung, daß die juristischen Sachverständigen Deutschlands, Bel­giens, Frankreichs und Großbritanniens mög­lichst balN Zusammentreffen, um dem deutschen Sachverständigen Gelegenheit zu geben, sich von den Ansichten der alliierten Regierungen über die juristische und technische Seite der zur Er­örterung stehenden Probleme zu unter­richten.

Unter diesen Umständen glaubt die deutsche Regierung, nachdem sie ihren Standpunkt zu einer Reihe der wichtigsten Fragen in der Rote vom 20. Juli dargelegt hat, von einer weiteren schriftlichen Erläuterung ; dieses Standpunktes und von einer Stellungnahme zu den Ausfüh­rungen der französischen Rote jetzt absehen zu sollen.

Liergl über Sie Sicherheilssrage.

Berlin, 28. Aug. Der deutschnationale Abgeordnete Hergt schreibt in der Spätaus­gabe desTag" über die Stellung der Par­teien zur Rote Briands und zur Sicherheits- Politik der Regierung u. a. folgendes:

Soweit aber die Regierung selbst sich nicht geäußert hat (in dem amtlichen Kommentar zur Note Briands), insoweit werden die Lücken ausgefüllt durch di« grundsätzliche Ein­stellung der Regierungsparteien, vor allem darunter der Deutschnationalen Volkspartei als der größten. Mag auch die einzelne Regierungspartei nicht verlangen können, daß sie in allen Einzelheiten mit ihrer Auffassung durchdringt, mögen auch die Nuan­cen bezüglich der deutschen Außenpolitik unter den einzelnen Regierungsparteien verschieden sein und die Regierungspolitik einen Kompro­miß zwischen den verschiedenen Standpunkten darstellen, soviel steht fest, daß in den großen grundsätzlichen Fragen die Regierung unter allen Umständen sich nach demrichtenmuß, wasderprogram- matischen Auffassung der hinter ihr st ehenden Parteien entspricht. Die deutschnationale Volkspartei hat in der Reichstagssitzung vom 22. Juli durch die Rede des Fraktionsvorsitzenden Grafen Westarp eine volle Klärung ihrer Auffassung gegeben. Die Partei ist in ihrem Entgegenkommen ge­genüber der von der Regierung eingeschlage­nen Politik außerordentlich weit gegangen. Wenn es in der Westarpschen Rede hieß: Darum können wir uns auch mit denjenigen Teilen der heute veröffentlichten Antwortnote einverstanden erklären, in denen der ernste Wille Deutschlands, auf dem eingeschlagenen Wege fortzuschreiten sowie der Wunsch betont wird, auf diesem Wege zu einem Ziele zu ge­langen", so bedeute das in der Tat das Her­angehen bis an die äußerste Grenze dessen, was für die Partei als olche bei der bekann­ten Einstellung ihrer Mitglieder gegenüber der Sicherhsits- und V.lkerbundsfrage über­haupt noch erträglich war. Wie aber diese be­deutsame Erklärung, und in ihrer Bedeutuna ist sie bei den Verbandsmächten voll erkannt worden, durchaus ehrlich für die (Sefamtpartei abgegeben worden ist, so sind ebenso ernst ge­meint gewesen die Bedingungen und Voraus­

setzungen, an welche diese Erklärung geknüpft wurde. Es ist hier nicht der Ort, um alle die grundsätzlichen Vorbehalte dieser programma­tischen Erklärung der deutschnationalen Frak­tion wiederzugeben; es genüge die Feststellung, daß sich an dem Standpunkt der Partei inzwischen nicht das Ge­ringste geändert hat, und daß insbe­sondere auch in der Form und im Zeitpunkt der vor oder zugleich mit dem Sicherheitspakt bezw. dem Eintritt in den Völkerbund zu treffenden Bindungen und Sicherungen diesen Vorbehalten Rechnung getragen sein muß, wenn auf die Mitwirkung der Partei bei der endgültigen Entscheidung gezählt wird. Ste­hen wir Deutschnationalen denn mit solchen Forderungen allein? Mir scheint, daß es bis in die Reihen der Linken hinein niemand geben könnte, der nicht die Formel: alles für das deutsche Recht, alles für das Rheinland und darauf beziehen sich ja die wesentlich­sten unserer Vorbehalte mitmachen müßte. Das Zentrum insbesondere hat in den letzten Jahren in ausgeprägtem Maße stets Rheinlandpolitik getrieben; das Zen­trum kann nicht anders, als auch bei der Sicherheitspakt- und Völkerbundfrage alles und jedes für das Rheinland herauszuholen, was unbedingt herauszuholen ist. Mir scheint auch, daß eigentlich In Deutschland kein Ver­ständiger auf den Gedanken kommen dürfte, die für die Gegenseite so ungeheuer wert­vollen Zugeständnisse, die in dem weit über den Versailler Frieden hinausrei- chenden Sicherheitspakt und in der Fesselung

N i ch t s z u v e r s ch e n k e n. Nicht oft genug kann die Frage aufgeworfen werden: W o sind denn eigentlich die Vorteile, die für Deutschland bei dem von ihm selbst so großmütig inszenierten Geschäft heraussprm- gen? Wenn man nun einmal trotz aller greif­baren Bedenken glaubt, aus die st a r k e Stellung verzichten zu können, die Deutsch­land außerhalb des Bölkerbunds besitzt, eine starke Stellung, wie sie heute offenkundig für Amerika und Rußland unter anderm gerade deshalb besteht, weil sie außer­halb der Bindungen des Völkerbunds geblie­ben find, so sollte man doch in Wahrung der Lebensinteressen Deutschlands dieses Opfer nur gegen völlig gleichwertige Vor­teile auf dem Gebiete der gesamten außen­politischen Stellung Deutschlands bringen. Wenn von uns die endliche Wiederherstellung unseres Rechts im altbesetzten Gebiet, im Saarland und bezüglich künftiger Sanktions­bedrohungen gefordert wird, wenn das U n- rechtder Entwaffnung s-undLuft- n o t e beseitigt werden soll, so sind das nicht etwa schon Aequivalente bei dem abzuschließen- den Geschäfte, sondern einfache Selbstver­ständlichkeiten, wie sie von der Ehre Deutsch­lands gefordert werden. Als Aequivalente können verständigerweise nur Verbesserungen gegenüber der gegenwärtigen Rechtslage in Betracht kommest, Verbesserungen, wie sie in der französischen Not vorläufig abgelehnt wer­den, wie sie aber vom deutschen Standpunkt aus und insbesondere, im Inter« der so be­drängten Rhein- und Saarländer unter allen Umständen zu verlangen sind. Auf dieser Grundlage wäre für den leitenden deutschen Staatsmann jederzeit eine groß« einheitliche Grundlage herzustellen, eine Grundlage, die für etwaige künftige Verhandlungen eine gar nicht hoch genug zu bewertende Stärkung der deutschen Stellung bedeuten würde.

Alles in allem", so heißt es am Schluß: wir Deutsche haben unter schweren Opfern das unsrige getan, um im Interesse des Welt­friedens eine Verständigung auf dem Boden der Gleichberechtigung herbeizuführen. An den Verbandsmächien, und mir an den Verbands- mächten ist es, nun das ihrige zu tun, wenn wirklich Greifbares aus den bisherigen Be­mühungen Herkommen soll."

Verbindungen funktionierten gut. Die In­fanterie setzt sich aus kräftign Mannschaf­ten zusammen, die imstande sind, große Marsche zu leisten und die im Gelände geschickt manöv­rieren. Die K a v a l l e r i e ist sehr beachtens­wert, trotzdem sie im allgemeinen einen schlech­ten Ruf besitzt. Ihre besondere Stärke liegt in ihrer Geschicklichkeit, den Kampf als Vortrupps zu führen und hernach wieder in den Sattel

zu steigen, um sich nach einem anderen Punkte zu begeben. Auch die Artillerie und dis Aviatik sind befriedigend. Dor allem haben auch die Auto-Mitrailleusen sehr gute Resultate zu verzeichnen.

Das gleiche Lob möchte ich den tschechoslovakischen R egimentern spenden, die ich vor drei Tagen im Manö­ver gesehen habe. Der Eindruck, den ich von

der tschechoslovakischen Armee habe, ist natürlich weniger deutlich, da ich nur einige Tage in der Tschechoslovakei war. Aber er ist sehr günstig. Ich habe beobachten können, daß der G e n e ralstab gute Fortschritte erzielt hat, daß die Offiziere gut durch­gebildetsind und die Truppen vor. zügliche Eigenschaften haben.

Sowohl in Polen als auch in der Tschech» flowakei bestehen die Truppen zu 30 bis 40 Prozent aus Reservisten. Das zeigt einerseits die militärische Verve in der Bevölkerung, an­dererseits geht daraus hervor, daß die Regie­rungen nicht zögern, große Opfer zu bringen, um ihre Sicherheit zu garantieren. Es ist klar, daß Polen sich eines Tages in einer schwierigen Situation befinden kann. Das Land ist aber gewillt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die nötig finb, um ihrer Herr zu werden. Die Tschechoslowaken sind beunruhigt durch die deutschen Bestrebungen, den Anschluß Oester­reichs an Deutschland herbeizuführen. Dadurch würde das Land eingeschlossen. Zusammen­fassend kann ich sagen, daß ich einen aus­gezeichneten Eindruck von der Stärke dieser beiden noch sehr jungen Armeen habe.

Gouraud fügte noch hinzu, daß der franzö­sische General Dupont, der die Ausbildung der polnischen Armee leitete, an der Ausarbeitung aller militärischen Aktionen teilnimmt. 15 pol­nische Generale werden dieser Tage nach Paris kommen, um ihre Ausbildung zu vervoll­ständigen.

Der DrufenauffianS.

Schwere Kämpfe um Damaskus. Erfolge der Syrier. Einnahme von Damaskus.

Paris, 28. Aug. Wie der Remyork Herold aus London berichtet, stellen Telegramme âus Jerusalem und Kairo, die gestern eingetroffen sind, die Lage in Syrien weiter als kritisch dar. Berichte aus syrischer Quelle besagen, daß die ankifranzösische Agitation rasch um sich greife und daß die Beduinen und die arabischen Rationalisten, die mit den Drusen gemeinsame Sache machten, die Franzosen bis an die Tore von Damaskus verfolgt hätten. Die Franzosen und die franzosenfreundliche Bevölkerung hätten die Stadt geräumt. Französische Verstärkungen trafen täglich ein, und die Franzosen rechneten damit, bald in der Lage zu sein, die drusischen Aufständischen niederzuwerfen.

Weitere Weldungen aus englischen Quellen bestätigen die Erfolge der Drusen und die kritische Lage der Franzosen. So meldet der Daily Herold" die Verwundung dreier eng- lischer Untertanen durch Briganten in dec Rähe von Damaskus. Eine Sendung Gold, die von der Jmperial-Bank of Persia nach Syrien gesandt worden war, sei durch Räuber ent­wendet worden. Französische Kamel- Patrouillen seien in die Wüste gesandt worden, um die Räuber einzufangen. Gegenwärtig fei der Verkehr unterbunden. DieTimes- melden aus Jerusalem, daß die Versuche, mit den Drusen den Frieden abzuschließen, end­gültig gescheitert seien.

Der Sultan Akrasch hak an die syrische Be­völkerung eine Proklamation erlassen, in der er sie zum Aufstand gegen die Fremdherrschaft auffordert.

Aus Beirukh wird gemeldet: Die franzö- fiftfien Behörden haben entdeckt, daß zahlreiche Mitglieder der panarabischen Volkspartei in Damaskus mit dem Drusenaufsland in Ver­bindung stehen.

Inzwischen haben weitere schwere Kämpfe um Damaskus ftaffgefunben, die für die Fran­zosen sehr verlustreich waren. Aus Adana ist die Rachrichk eingekroffen, daß Damaskus voll­ständig in der Hand der Drusen sei. Die franzö­sischen Truppen hätten sich unter schweren Ver­lusten weiter zurückziehen müssen.

Derrrauensvolum für die Danztger Regierung.

Nach Abschluß der drritâaigen Regierungsdebatt« hat die neue Danziger Regierung, die sich au» Zen­trum, Deutsch - Liberalen und Sozialdemokraten tu« sammensetzt, vom VolkStag mit 65 gegen 36 Stimmen ein Vertrauensvotum erhalten. Gegen daS Vertrauens­votum stimmten die Deutsch-Nationalen und Deutsch- Sozialen.

Die Eisenbahnervrganisaiionen an be» Reichsardeilsminisier.

Berlin, 28. August. Die Beisitzer in der Streit­sache der Eisenbahnarbeiter haben an den Reichs- arbettsminister ein Schreiben gerichtet, in dem es «, a. heißt: Die gestern unter dem Vorsitz de» Obe« bürgermeisters a. D. Ziethen geführt«» Verband»