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20 0. Jahrgang.

Hanauer S Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kana« Sladl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernlvrech-Anschluk Nr. 1237 und 1238. .. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- 1 ...... ...

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ar. 20!

Freilag den 28. August

1925

Das Echo -er Drianönote

Die deutsche Antwortnote in Paris übergeben.

Varis, 27. Aug. Der deutsche Botschafter

Herr v. Hoesch ist heute abend um 6% Uhr von hem französischen Außenminister Briand emp- hngen worden. Von zuständiger französischer Seite wird dazu mitgeteilt, daß Herr v. Hoesch Briand eine schriftliche Note überreicht habe, die die deutsche Antwortnote auf die franzö- M darstelle. Diese Note sei in sehr liebens­würdigem Tone abgefaßt und nehme den fran- Mchen Vorschlag einer Konferenz von juristi- chen Sachverständigen an. Es verlaute, daß

Konferenz in den ersten Tagen des Sep­tember in London stattfinden werde. Franzö- sischersèits nehme an dieser Konferenz Fro- wageot teil, belgischerseits Rollin, deuffcher- jeits Gauß. Wie wir hören, ist die deutsche Antwort, die morgen veröffentlicht werden [oll, im wesentlichen nur eine Empfangsbestäti-

Bund die Einladung zu mündlichen Be- ungen. D. Red.).

Keine Einberufung des Ausschusses.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Aus- Huffes, Exz. Hergt, hat an die ständigen und stellvertretenden Mitglieder des aus - »artigen Ausschusses ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt:

Vor dem Auseinandergohen des Reichs­tages war mir aus dem Auswärtigen Aus­schuß mm verschiedenen Seiten nahegelegt wor­den, den Auswärtigen Ausschuß s 0 - pH zusammen zu d^uLen, M eine grundsätzliche Entscheidung der Regierung zur Sicherheits- und Völkerbundsfrage bevor- stände, zu der rechtzeitig Stellung zu nehmen der Auswärtige Ausschuß verfassungsmäßig berufen sei. Nach der heutigen amtlichen Ver­lautbarung der Regierung zu der am 24. d. M. überreichten französischen Note darf fsstgestellt werden, daß die ^deutsche Antwort wiederum "urdenCharaktereinerZwischen- n ° ie trägt und die deutsche Regierung zu­nächst noch eine weitere Klärung der grund- Mchen Fragen für notwendig hält, daß die Mienbung des deutschen Sachverständigen zu " Konferenz der Rechtssachverständigen ledig- ch informatorische Bedeutung hat, ohne daß v Instruktion des deutschen Vertreters über !?,^^rterung der rein juristischen und tech- hchen Seite der Angelegenheit hinausgeht und yne daß eine Festlegung der die politische erantwortung tragenden Instanzen bei dieser ,°^erenz nach irgendwelcher Richtung erfol- sonnte, , daß ferner durch den Zusatz ib Frage künftiger Ve r- un9n offenbar auch ihrer äuße- 1^ ausdrücklich noch offen- Lr!ist und daß endlich in der Sache Kni E deutsche Regierung den von ihr in der Sinn 241 Sulf d. Js. eingenommenen aufrecht erhält, wie ftn^,? ^? allgemeinen Hinweis auf diese ibr^ wiederholte einzelne Hinweise auf Umstand -^ SU ersehen ist. Unter diesen ^ m. E. durch die deutsche Ant- her^ Srundsätzlich an der bis- ..Sach- und Rechtslage toit 9/e ändert, und ich glaube deshalb, Ausschuss; ?E Einberufung des Auswärtigen Ikyusses verzichten zu sollen.

. Die französische Presse.

mortnnh Sur französischen Ant-

Vriand U ^ »Ere Nouvelle":

land Chamberlain sagen zu Deutsch-

, mtr uns mit Deutschland unter-

Lenker s°>gt das Blatt, roteste ^8°n keinen

Lenker f° fa9t das Blatt, wie die legen w^"^""^ ihnen antworten:Wir ¥. "» Wert darauf!"

jeitiq 1 9V" findet, daß die Note gleich- Wluna m!?^^moglichen Wunsch nach Ver- hauvtcn->»^k"^^""^'berAufrechterhaltungder Lenes^/'hdsatze vereinigt. Die Herzlichkeit des ftändniss- »/^"sichtlich. Briand mache Zuge- licher â , er m keinem Punkte von wesent- habe n^'utung habe er nachgegeben, und er die er in an die Grundsätze gehalten, bracht "n äheren Noten, zum Ausdruck ge- an L9°,.P®^ könne nach dieser Note noch und fr^s^l^b offenkundigem guten Willen $WnhG<+r '9en Absichten zweifeln? In dem räume nl' m bcm Frankreich die Ruhr '" eiSMm*w»?***

renze

der Zugeständnisse. Stresemann sehe sich ge­zwungen, seine Karten offen auf den Tisch zu legen.

ImHolme L i b re " heißt es, es seien mehrere Punkte zu unterstreichen, die in mate­rieller Hinsicht den guten Willen Frankreichs bewiesen, der übrigens in dem herzlichen Ton der Note offen zum Ausdruck komme.

der Note offen 31

DerExcelsi 0 r" schreibt, die französische Note bringe Deutschland gewisse Aufklärungen, die geeignet seien, eignige seiner Einwände zu widerlegen. Was die Verzögerung in der Ueber- reichung und Veröffentlichung betreffe, so solle der höfliche und herzliche Ton genügen, um jeden Verdacht eines machiavellistischen Gedan­kens seitens Frankreichs zu zerstören. Vollkom­

men loyal lade die französische Note die Deut­schen zur Förderung der Verhandlungen ein. Aber selbstverständlich würden, wenn Deutsch­land diese Tat nur als ein Mittel auffasse, fick) seinen Verpflichtungen zu entziehen und eine Revision der Verträge zu erreichen, diese Ver­handlungen unbrauchbar sein.

Nach demM a t i n" stellt die französische Antwortnote eine sehr höfliche, aber feste Ent­gegnung auf die drei von der deutschen Regie­rung aufgeworfenen Fragen dar, nämlich voll­ständige Aufrechterhaltung der bestehenden Verträge, Eintritt Deutschlands in den Völker­bund ohne besondere Ausnahmen und Vor­rechte und obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit.

Pertinax ist imEcho de Paris" darüber erstaunt, daß die Dinge plötzlich so große Eile haben. In der französischen Note tauchten die französischen Ansprüche vom 16. Juni nur noch in abgeschwächtèMMMMStzM,

ter

ime alles in â^M

den Grundsatz der deutschen These an. Frank­reich erkläre sich damit einverstanden, daß zur Feststellung von Verstößen gegen den Frie­densvertrag, deren sich Deutschland im Westen oder Osten fchuldig machen könnte, eine unpar­teiische Autorität eintrete, d. h. der Völker­bund. Nur für einige flagrante Verletzungen mache Frankreich Vorbehalte. Jedenfalls sei Frankreich heute weit davon entfernt, den eng­lischen Helfer zu haben, dessen Bündnis zu er­reichen bei Beginn der Verhandlungen seine Hauptsorge war. Man sei auf den. Völker­bundspakt zurückgekommen, d. h. auf eine Liga von Neutralen.

Von den Abendblättern beschäftigt sich nur derT e m p s" mit der französischen Antwort­note an Deutschland. Er schreibt unter ande­rem, die französische Antwort sei in versöhn­lichem Geiste abgefaßt. Deutschland werde da­rin keinen Vorwand finden, den Versuch zu machen, sich des Angebotes eines Sicherheits­paktes zu entledigen. Man müsse jetzt die Rück­wirkung der Antwort auf die deutsche öffent­liche Meinung abwarten. Der erste Eindruck scheine in Berlin günstig zu sein. Deutschland stehe jetzt am Scheidewege. Es müsse eine Ent­scheidung in dem vollen Bewußtsein seiner Verantwortung treffen. Von ihm hänge es jetzt ab, ob der Sicherheitspakt Wirklichkeit werde.

Englische Presseslimmen.

London, 27. Aug. Soweit die Presse, deren Hauptinteresse der Entwicklung in den englisch- französischen Schuldenverhandlungen gilt, sich mit der französischen Antwort befaßt, hebt sie deren versöhnlichen Ton hervor und drückt den Wunsch nach Beginn versöhnlicher Erörte­rungen zwischen den Alliierten und Deutsch­land aus.

Der diplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph" schreibt, die franzö­sische Note sei noch versöhnlicher im Tone als die vorhergehenden Noten. Sie sei noch ent­gegenkommender außer betreffs der fetten Weigerung, irgendeine Ausnahme für Deutsch­land hinsichtlich der Wirksamkeit des Artikels 16 der Völkerbundssatzung zuzulassen. Deutsch­land werde vielleicht noch weiter einiges Miß­trauen bezüglich der Bemerkung hegen, daß die Garantien seiner Durchführung und die Bestimmungen, die die Anwendung dieser Garantien beherrschen", nicht abgeändert wer­den könnten, oder bezüglich der weiteren Be­merkung, daß Frankreichseine Rechte nicht aufgeben" könne. Berlin werde violleimt hier etne Aufrechterhaltung des Rechts, unabhängig Sanktionen zu verhängen, von Frankreich sehen. was Berlin jedoch, so meint der Bsricyt- erstatter, als äußerst befriedigendes Merunal zugeben müsse, sei die Erklärung, daß unter dein in Aussicht genommenen System der Garant nicht autokratisch einseitig entscheide,

wer der Angreifer ist. Der Berichterstatter fügt hinzu, Washington strebe darnach, daß die ganze Angelegenheit beschleunigt werde.

Daily News" bezeichnet die franzö­sische Antwort im ganzen als befriedigend, wie umgehe allerdings den Einwand gegen den Eintritt in den Völkerbund, daß nämlich Artikel

MU

16 zugunsten Deutschlands abgeändert werden müsse. Aber an anderer Stelle der Antwort finde sich ein leiser Hinweis darauf, daß nach dem Eintritt Deutschlands die Mittel gefunden

werden könnten, um zweifellos den ernsten

Befürchtungen fast aller Deutschen über die möglichen Wirkungen des Artikels 16 zu be­gegnen. Das Blatt ist der Ansicht, daß der französische Standpunkt in dieser besonderen Frage verständlich und vernünftig sei. Deutsch­land würde viel wahrscheinlicher in der Lage sein, wirksam gegen einen Durchmarsch des französischen Heeres durch sein Gebiet Ein- spruch zu erheben, wenn es Mitglied des Völ­kerbundes sei, als wenn es dies nicht sei. Die Hälfte der Schwierigkeiten und Mißverständ­nisse im letzten Jahre seien aus dem zwecklosen Versuch entstanden, heikle und strittige Punkte in diplomatischen Korrespondenzen zu erörtern.

iplomatischen Korrespondenzen zu erörtern. _____ Blatt schließt, wegen dieser Einladung zur mündlichen Konferenz bedeute die Note den endgültigen Beginn einer neuen weit hoff­nungsvolleren Periode in dieser so lang hinaus­gezogenen Auseinandersetzung.

Das

Eine bemerkenswerle Stimme aus der Tscheche;.

Mit bemerkenswerter, wenn auch nicht schö­ner Offenheit äußert sich die nationaldemokra- tischeNarodni politika". Das Prager Blatt erklärt zu der Note wegen des Garantiepak- tes: Es sei zwar notwendig, daß die Tschecho- finmmfM die ganze Sache zum Schein mit-

ei

»lick

vergessen, daß vom Garantiepakt dasselbe gelte, wie vom Genfer Protokoll. Auch wenn er un­terzeichnet werden würde, würde der Garan­tiepakt im Augenblick wirklicher Gefahr nur auf dem Papiere bleiben. Lediglich auf Ver­träge, deren Grundlage das Interesse der be­teiligten Staaten sei, und auf militärische Allianzen könne man sich verlassen. Alles übrige sei nur schöne Dekoration.

Einigung im Dauarbeilerkonflikl.

Berlin, 28. Aug. Der Reichsverband des deutschen Tiefbaugewerbes teilt dem 2D. B. mit: Die im Reichsministeriumm am gestrigen Nachmittag eingeleitete Verhandlungen zwecks Erklärung der Verbindlichkeit des am 14. die­ses Monats gefällten Schiedsspruches haben nach außerordentlich schwierigen, während der ganzen Nacht durchgeführten Verhandlungen am heutigen Vormittag zu einer Einigung geführt. hiernach wird die angekün­digte Generalaussperrung auf­gehoben. Leider muß festgestellt werden, daß diese Einigung durch die Arbeitgeberver­bände des Hoch- und Betonbau-Gewerbes mit schweren Opfern erkauft wurde. Nicht nur die Aacharbeiterlöhne in den strittigen Gebieten wurden erhöht, sondern auch die Löhne der Hilfsarbeiter erfuhren teilweise eine Erhöhung bis 5 Pfg. pro Stunde. Lediglich der Reichsver­band des deutschen Tiefbau-Gewerbes E. V. Berlin hat, was die Tiefbauarbeiter anbelangk, jede Lohnerhöhung abgelehnk. Für die Tief­bauarbeiter ist deshalb in den strittigen Gebie- ten eine tarifliche Vereinbarung nicht zustande gekommen. Diese Tatsache dürfte jedoch keine Schwierigkeiten nach sich ziehen.

Die Schlichlungsverhan-lungen mit den Eisenbahnern abgebrochen.

Berlin, 28. Aug. In der elften Abendstunde des Donnerstag wurden die Verhandlungen wegen der Lohnerhöhung der Eisenbahnarbei­ter dadurch zu einem unvermittelten Abschluß gebracht, daß nach stürmischen Auseinander­setzungen die Arbeitnehmerbeisitzer des Schieds­gerichts unter Protest den Saal verließen, da sie mit der Verhandlungsführung durch den Vorsitzenden, Oberbürgermeister a. D. Dr. Zie­then, sich nicht einverstanden erklären konnten. Wie verlautet, sehen sie in der Verhandlungs­führung eine Bevorzugung der Arbeitgeber- vertreter. Die Gewerkschaften wollen sich wei­tere Schritte vorbehalten. Der Rest des Schieds­gerichts beriet dann noch über die Frage, ob man auch trotz der Abwesenheit der Arbeitneh­mervertreter einen Schiedsspruch fällen könnte.

Die Lohnbewegung bei der Reichsposl

Die Verhandlungen, die gestern nachmittag im Reichspostministerium über die Lohnforde­

rungen der Post- und Telegraphenarbeiter stattfanden, haben zu keinem Ergebnis geführt. Sie sind auf heute nachmittag vertagt worden.

Schiedsspruch im Daukgewerbe.

Berlin, 27. Aug. Am heutigen Tage haben, wie der Deutsche Bankbeamtenverein mitteilt, im Reichsarbeitsministerium unter dem Vor­sitz von Oberregierungsrat Kuttig Verhand­lungen für das Bankgewerbe stattgefunden. Nach längeren Beratungen kam gegen die Stimmen der Arbeitgeberbeisitzer ein Schieds­spruch zustande, nach welchem die gegenwär­tigen Gehälter der Bankbeamten bis zum 31. Oktober in Kraft bleiben sollen. Zur Be­gründung für diesen Schiedsspruch führte der Schlichter aus, daß eine Teuerung in der Tat vorliege und daß es einem Gebote der Gerech­tigkeit entsprechen würde, einen Ausgleich zu schaffen, daß aber im Augenblick im Hinblick auf die bevorstehende Preissenkungsaktion der Regierung die weitere Preisentwicklung abzu­warten fei. Der Schiedsspruch verlange von den Bankangestellten weitere Opfer und es mühten sich auch die Vankleitungen darübe­klar sein, daß eine Erhöhung der Gehalts­bezüge einzutreten habe, falls die derzeitige Teuerung anhalte oder sich gar fortsetze.

Äindenburg und das deutsche Kandwerk.

Berlin, 27. Aug. Der deutsche Handwerks« und Gewerbetammertag, dem als Spitzenkör­perschaft sämtliche deutschen Handwerks- und Gewerbekammern angehören, begeht am 28. August in Lübeck die Feier des 25jährigen Be­stehens, an welcher der Reichswirtschaftsmini­ster und der Reichskommissar für das Hand­werk und für das Kleingewerbe, Dr. Hoppe, leilnehMN. Zugleich feiert O b e rjn e t st e r Plate, einer der beiden Ehrenmöisrer des deutschen Handwerks, sein 25jähriges Jubi­läum als Vorsitzender dieser Körperschaft. Wegen feiner außergewöhnlichen Verdienste um das deutsche Handwerk verlieh ihm der Reichspräsident in Anknüpfung an einige sel­tene frühere Fälle, in denen führende deutsche Männer in ähnlicher Weise geehrt worden sind, die bronzene Adlerplakette, welche die Inschrift trägt:Harry Plate, dem Vor­kämpfer und Führer des deutschen Handwerks 19001925".

Zugleich richtete der Reichspräsident an Obermeister Plate ein Handschreiben solgenden Inhalts:Mein lieber verehrter Herr Plate! Mit warmer Dankbarkeit und herzlichen Wün­schen gedenkt Ihrer an dem heutigen Festtage das deutsche Hanhwerk. Während der ganzen 25 Jahre erfolgreicher Tätigkeit, auf die der Deutsche Handwerker- und Gewerbekammertag zurückblickt, sind Sie dem deutschen Handwerk ein echt deutscher Führer gewesen. Sie haben in heißer Liebe zu Ihrem Berufsstand und zum deutschen Vaterland alle die Kräfte Ihrer Persönlichkeit für Ihre Aufgabe eingesetzt und das Amt des Vorsitzenden, auf das Sie durch das Vertrauen "Ihrer Berufsgenossen gestellt sind, mit Geist und Leben erfüllt. Dem deut­schen Handwerk war Ihr Wirken eine Quelle der Kraft. Das berufsständige Gefüge und dis staatsbürgerliche Geltung des Handwerks stehen nicht zum mindest dank Ihrer Tätigkeit gefestigt da. Neben den wirtschaftlichen In­teressen haben Sie die sittlichen Werte nie ver­gessen und über die Sorge für den Berufsstand stets die Sorge für das deutsche Vaterland ge­stellt. Es ist mir eine besondere Freude und ein Bedürfnis, als Reichspräsident und zu­gleich als Ehrenmeister des deutschen Hand­werks Ihnen für Ihr segensreiches Wirken Dank zu sagen. Als äußeres Zeichen der An­erkennung verleihe ich Ihnen die Adlerplakette, die Ihnen der Reichswirtschaftsminister in mei­nem Namen überreichen wird. Möge Ihnen noch lange Zeit ein tatkräftiges Wirken zum Wohle des Handwerks und des Vaterlandes beschieden fein!"

Auslausch LeipzigMoskau.

Nach einer Meldung derVoss. Ztg." sollen die drei im Tscheka-Prozeß vom Staatsge­richtshof in Leipzig zum Tode verurteilten Kommunisten Neumann, Pöge und Caoblewskk gegen die von dem Moskauer Tribunal zum Tode verurteilten drei deutschen Studenten an­geblich ausgetauscht werden.

Gespräch mit Trotzki.

DieVoss. Ztg." veröffentlicht ein Gespräch des pazifistischen Generalmajors a. D. Freiherr v. Schönaich ,der gegenwärtig Rußland bereift, mit Trotzki, in dessen Verlauf dieser erklärte, daß Rußland heute nicht in den VMerbiM!