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200, Jahrgang.

ganauerS Anzeiger

General-Anzeiger sSr die Streife Kanan Sladl und Land.

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Nr. 194 ' Donnerstag den 20. August

1925

Das Neueste.

Im ständigen Ausschuß des preußischen Landtags wurde gestern die preußische Am- »estievorlage angenommen.

Die Verhandlungen über eine Lohn­erhöhung bei den Reichseisenbahnen führten zu feinem positiven Ergebnis.

Aus Paris wird gemeldet, daß die fran­zösische Antwort auf die deutsche Sicherheits- mte noch Ende dieser Woche in Berlin über­reicht werde.

Die Weltkirchenkonferenz in Stockholm wurde gestern durch den König von Schweden eröffnet.

Das Gerücht vom Tode des chinesischen Generals Chang Tso lin wird offiziell in Ab­rede gestellt.

Eine vage Bewegung".

Daß die Anschlußbewegung in Oesterreich tob Deutschland den andern Mächten höchst unbequem ist, liegt auf der Hand. Am wenig­sten find vielleicht noch die Engländer daran beteiligt. Aber Franzosen, Italiener, Tschechen, Rumänen und Polen schäumen sämtlich und jeder für sich, schon bei dem bloßen Gedanken auf, daß zwei $ olfsteife, die von rechtswegen zueinander gehören, auch zueinander streben. 6s ist sehr lehrreich und kennzeichnend für die ungemein geschickte und vorsichtige Art, wie die Engländer derartige Fragen zu behandeln ver­stehen. In der LondonerTimes" wird die Anschlußbewegung Oesterreichs in zwei langen Aufsätzen eines besonderen Vertreters behan­delt, die den Anschein großer Sachlichkeit und Unparteilichkeit erwecken, doch aber unverkenn-, bot der Absicht dienen, sowohl die Oesterreicher wie die Deutschen zu entzweien und der Ver­wirklichung des Anschlußgedankens Hindernisse in den Weg zu legen. Gerade wer begeisterter Befürworter des Zusammenschluffes ist, wird gut tun, sich mit dem vertraut zu machen, was von anderer Seite dagegen ins Feld geführt wird.

Der Verfasser jener Aufsätze in der Lon­donerTimes" schildert ganz zutreffend, daß das Oesterreich von heute mit seinem geringen Umfang und der Großstadt Wien nicht leben und nicht sterben kann. Ganz richtig legt er auch dar, daß die Anschlußbewegung in Oester- reichte nach den augenblicklichen Verhältnissen an Stärke zu- und abnimmt, wie das bei sol­chen Bewegungen stets ganz selbstverständlich fr Er ist aber offenbar auf dem Holzweg, wenn er aus dem gelgentlichen aus einer ver- uvergchenden Besserung der wirtschaftlichen Uage erklärlichen Nachlassen der Bewegung den Schluß zieht, daß diese an sich ohne inneren Mund und nur recht unbestimmt und vage I«. Es geht auch nicht an, lediglich rein wirt- '.chaftliche Verhältnisse als Urgrund der An- ichlußbewegung in Oesterreich hinzustellen. Denn wenn auch dem ungemein kalt und nüchtern urteilenden Engländer nur äußerlich materielle Gründe plausibel erscheinen mögen, m liegen die Dinge bei den Deutschen und Österreichern doch wesentlich anders. Für die Eutsch-Oesterreicher und für uns ist nicht nur we auch dem Engländer aufgedämmerte Er­kenntnis maßgebend, daß das heutige Oester- keich in der Gestalt, die ihm im Friedensver- krag von St. Germain aufgezwungen worden

mn lebensunfähiges Gebilde ist. Selbstver-

^ tritt diese Tatsache am meisten in die Erscheinung, denn es ist klar, wie der englische orrespondent sehr anschaulich hervorhebt, daß

-Ekerung des heutigen Oesterreich ein« kffcht leben kann, solange sie auf die Aus- industrieller und landwirtschaftlicher Er- o ugnisse angewiesen ist, die Nachbarn aber mit Kahme Deutschlands sämtlich sich durch

fr Hachen Schutzzolltarifen gegen jede Einfuhr aus Oesterreich fast luftdicht abschlie- i ^ade dem nüchtern urteilenden Englän- follte.aus dieser Tatsache um so mehr die mnfr^fr5 erwachsen,daß die einzigeRettungs- ^fr'^/fr für Oesterreich, rein wirtschaftlich

> t' 'm Anschluß an Deutschland geht. mifrnrfror scheut er zurück und er begnügt sich frugen, daß eben der Völkerbund ffr hflsend einzugreifen und daß sich Jn ienen Nachbarländern, die sämt- ra^riaus jemals österreichisch-unga-

fr entstanden sind, oder Fetzen da- toa fr griffen haben, langsam die Nei- ö durchsetzen wird, die Einfuhr österreichi- ickein^^^"^^ 3U erleichtern. Es will uns uen, als ob die Bezeichnung vage, mit der

Vor Uebergabe -er Antwortnote

IDie Ueberreichung am Freitag oder Samstag.

Paris, 19. Aug. Die belgische Regie­rung hat dem Quai d'Orsay mitgeteilt, daß sie die französische Antwortnote an Deutschland bezüglich des Sicherheitspaktes billige.

Auch Mussolini hat den französischen Bot­schafter in Rom davon benachrichtigt, daß der Text der Antwortnote die Billigung der italie-

ni

inde.

Diese beiden Mitteilungen sind heute vor­mittag dem französischen Botschafter in Berlin zur Kenntnis gebracht worden und dieser hat gleichzeitig Anweisung erhalten, bezüglich der amtlichen Uebermittelung der Antwortnote an. die deutsche Regierung. Botschafter de Mar- qerie wird noch vor Ende der Woche um eine Audienz beim Reichskanzler und beim Reichs- außenminster nachsuchen und sich mit den Mit­gliedern des diplomatischen Korps in Verbin­dung setzen, damit das Dokument in Gegen­wart der Vertreter der alliierten Mächte über­geben werden kann.

Es bestätigt sich nach Havas, daß die Ver­öffentlichung der Note am Tage der Ueberrei.- chung, also am Freit ag oder am Sams« t a g, stattfinden wird.

Die heutigen Abendblätter beschäftigen sich lebhaft mit der Frage, welchen weiteren Ver­laus die Dinge nehmen werden. Wie auf einen Wink von oben legen sie in ihren Ausfüh-

rungen das grö

ewicht auf die Frage des Eintritts Deutschlands

in den Völkerbund, offenbar in der Absicht, auf Deutschland, dessen BorbeheOe bezüglich desU aufs schroffste zurückgewiesen wer einen Druck auszuübsn.

DerTemps" behauptet, daß Deutschland sehr wahrscheinlich während der September« fession nicht ausgenommen werden könne, weil es seine internationalen Verpflichtungen nicht erfüllt habe. Berlin werde zwar ohne Zweifel kein Gesuch stellen, solange Köln besetzt ist, aber Köln werde von den Alliierten nicht geräumt, b ev or Deutsch land feine Entwaffnungsverpflich- tungxn nicht erfüllt h a be. Es liege einzig und allein an Deutschland, die Räumung Kölns herbeizuführen. Die vorgeschlagenen Auswege provisorische Aufnahme Deutsch­lands, Ermächtigung des Völkerbundsrates, Wer die Aufnahme Deutschlands zu entschei­den weist derTemps" aus prinzipiellen Gründen zurück. Außerdem hält er diese Aus­wege nicht für geeignet, die Lösung der Sicher­heitsfrage zu beschleunigen, da der Pakt doch nicht definitiv abgeschlossen werden könnte, so­lange das Reich nicht in aller Form Mitglied des Genfer Bundes sei.

Der Kommentar desJournal des Debats" bewegt sich in den gleichen Bahnen. Auch dieses Blatt verlangt von Deutschland den beding­ungslosen Beitritt zum Völkerbund als Beweis

der Mann in der Ueberschrift feiner Aufsätze den Anschluß in Oesterreich zu kennzeichnen versucht, vielmehr hierauf paßt.

Um den Hauptkernpunkt der ganzen An­schlußbewegung jedoch geht der Engländer ängstlich und schüchtern herum wie die Katze um den heißen Brei. Umso deutlicher muß von uns der eigentliche Kern der Frage hervorge­hoben werden. Wie gesagt, wirtschaftliche Mo­mente spielen gleichfalls eine große Rolle dabei. Aber ausschlaggebend ist doch das ethische Mo­ment, die große nicht aus der Welt zu schaffende Tatsache, daß Deutsch-Oesterreicher und Deutsche eines Stammes sind und nach Sprache, Kultur und Gesittung zueinander gehören. Es ist das Selbstbestimmungsrecht der Volker das hier seinen schärfsten Ausdruck findet. Und die große Sorge, die das englische Gemüt bewegt, daß der Gedanke des Selbstbestimmungsrechts der Völker durch den Zusammenschluß Oesterreichs und Deutschlands neue Nahrung und neue Stärkung erfahren könnte, klingt vernehmlich durch seine Ausführungen durch. Er will war­nend seine Stimme erheben und macht daraus aufmerksam, daß der Zusammenschluß Oester­reichs und Deutschlands im- gleichen Augenblick in Italien Besorgnis wegen der vergewaltigten Deutschen Tirols, in Rumänien wegen der An­eignung rein deutsch besiedelter Landstriche, in Jugoslawien und der Tschechoslowakei und m Polen gleiche Befürchtungen wach rufen mutzte.

seines guten Willens. Die Kombination, wo­nach Deutschland auf seine Vorbehalte bezüg­lich des Artikels 16 verzichten würde, wenn es sofort ein Mandat über seine ehemaligen Ko­lonien erhielte, bezeichnet dasJournal des Debüts" als absurd. Wenn man etwa Deutsch­land ein Kolonialmandat verleihen wollte, so dürfte dies nur dann geschehen, wenn Deutsch­land loyal seinen Platz unter den Nationen im Völkerbund eingenommen und durch Taten bewiesen habe, daß es auf seine Intrigen- und Revanchepolitik verzichten wolle.

Die Haltung der nationalistischen Pariser Presse in dieser Frage ist auffallend wider­spruchsvoll. Einerseits wird täglich die Forde­rung wiederholt, Deutschland müsse in den Völkerbund eintreten, da man sonst keinen Pakt mit ihm abschließen könne, andererseits werden die Gedanken und Vorbehalte des Reiches kur­zerhand abgewiesen, ohne daß man sich auf eine Diskufsion mit ihm einläßt. Zudem ist

die Behauptung desTemps", Deutschland habe seine internationalen Verpflichtungen noch nicht erfüllt, keineswegs stichhaltig und nur geeignet, die Situation noch mehr zu verwirren.

Rückkehr Stresemanns nach Berlin.

DerBerliner Lok.-Anz." meldet, daß Außenminister Dr. Stresemann gestern nach­mittag von seinem kurzen Erholungsurlaub nach Berlin zurückgekehrt ist. Die Rückkehr

anzösischen Antwortnote, die voraussichtlich am Freitag erfolgen werde. Für Samstag fei dann mit der Veröffentlichung der Note zu rechnen.

Amerikas Desinleressemenl in der Paklfrage.

Paris, 19. Aug. Havas berichtet aus Washington: Die Anwesenheit Houghtons bei dem offiziellen Essen und seine Unterredung mit Briand und Chamberlain gelegentlich der Londoner Besprechung haben zu Gerüchten über eine mehr oder minder direkte Beteiligung der Vereinigten Staaten an der Sicherheits­frage Anlaß gegeben. Nach Auffassung der of­fiziellen Kreise sei diese Annahme in keiner Weise gerechtfertigt. Die Vereingten Staaten erwarten keine Aufforderung und wenn sie eine solche erhielten, würden sie es wahrschein­lich ablehnen, Vertreter zu entsenden, um eine falsche Auslegung ihrer Anwesenheit zu ver­hindern. Die amerikanische Regierung hat in London und Paris an der Inkraftsetzung des Dawesplanes teilgenommen, weil sie direkt in« teresfiert war; aber obwohl sie alles verfolgt, was dazu bestimmt ist, in Europa den Frieden zu gewährleisten, ist sie der Ansicht, daß die Sicherheitsfrage lediglich die eu= ropäischen Mächte angeht.

Hier trennen sich unsere Wege. In seinen be­rühmten vierzehn Punkten hat Wilson unter dem gewaltigen Beifall aller jener Völker, die sich nachher nicht scheuten, Fetzen deutschen Ge­bietes an sich zu reißen und Millionen deut­scher Volksgenossen zu unterjochen, den Grund­satz vom Selbstbestimmungsrecht der Völker proklamiert. Ihn aus der Welt zu schaffen, wird heute niemand mehr fertig bringen. Die Ueberzeugung, daß auch äußerlich zueinander kommen wird, was innerlich unlöslich mitein­ander verbunden ist, liegt allen solchen Be­strebungen zugrunde und birgt zugleich die Ge­währ in sich, daß das künstliche Gebilde, wie es in den verschiedenen Friedensverträgen nach dem Weltkrieg geschaffen worden ist/ keinen Bestand haben wird. Je früher die heutigen Machthaber das einsehen, desto besser ist es für alle Teile.

Das belgisch-amerikanische Schulden- abkommen.

Brüssel, 19. Aug. Zu den Meldungen aus Washington über das Kriegsschuldenab­kommen erklärte der Finanzminister in einem Interview, daß das eben abgeschlossene Abkom­men zwei Regelungsformen vorsehe. Einerseits habe Belgien Kriegsschulden in Höhe von 271 Millionen Dollar binnen 62 Jahren zu beglei­chen, ohne jedoch einen Pfennig Zinsen cnk- tichken zu müssen. Anderseits sollen Kriegsschul-

den, die mit Zinsen und Zinseszinsen den Be­trag von 246 Millionen Dollar ausmachen, ebenfalls binnen 62 Jahren beglichen werden. Im ersten Jahre werde Belgien die Gesamt­summe von 3 840 000 Dollar, im zweiten 4 100 000 und sofort bis zum zehnten Jahre zu zahlen haben. Vom 11. bis 62. Jahr werde die jährliche Abzahlung stets 12 672 000 Dollar betragen. Der Minister erklärte weiter, daß die Kriegsschulden durch Summen gedeckt würden, die Belgien gemäß dem pariser Abkommen über den Dawesplan zu erhalten habe. Was die Rachkriegsschulden betresfe, so werde die jährliche Belastung der belgischen Finanzen das Gleichgewicht des Haushalts nicht gefährden und das Budget der öffentlichen Schuld nicht allzu stark in Anspruch nehmen. Bis 1935 werde die Gesamtbelastung des Budgets lang­sam wachsen, dann aber werde die Entlastung sich langsam bemerkbar machen.

Der Minister meinte, es handele sich hier um ein Fair Play-Abkommen. Um seine Ver­pflichtungen einzuhalten, werde Belgien große Anstrengungen machen müssen, doch werde seine Zahlungsfähigkeit ihm erlauben, alle Schwierigkeitsv unter der Bedingung, daß es sich zu arbeiten entschließe, mit Ehren überwin- ben. Der Minister rechnet darauf, daß das ab­geschlossene Abkommmen den Kredit des Lan­des im Innern und nach außen erhöhen werde

Italien und die Schuldenregelung.

Rom, 19. Aug. Zur Schuldenregelung Bel­giens mit den Vereinigten Staaten erklärt die Agenzia di Roma", daß auch gegenüber den anderen alliierten Schuldnern die gleichen Grundsätze angewandt werden sollten, nämlich die Gewährung eines langen Moratoriums . Vaim«

chuldnerstaaten. Da der durchschnittliche Besitz des Italieners, so heißt es in der Verlaut­barung weiter, nur 586 Dollar betrage, wäh­rend auf einen Belgier durchschnittlich 1337 Dollar fallen, müßte Italien weit günstigere Zahlungsbedingungen erhalten als Belgien.

Neue Bedingungen der Drusen.

London, 20. Aug. DieTimes" erfährt aus Jerusalem, daß die Drusen folgende wei­tere Bedingungen stellten: Zurückziehung aller französischen Truppen aus hauran und Be- fchrânkung der französischen Kontrolle auf fünf französische Beamte. Wiederaufbau aller durch französische Flugzeuge zerstörten Dörfer und unbeschränkter Waffenhandel in Hauran. DerTimes" zufplge verlautet, daß die Fran­zosen in Vorbereitung weiterer Operationen neue Truppen zusammenziehen.

Zur Lage in China.

London, 19. Aug. Reuter meldet aus

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Veking, die britische Regierung erwäge zurp die durch die Maßnahmen der Kantoner W gierung entstandene Verschlimmerung der Lage in China, die besonders für die britischen Han­delsschiffe den Verkehr mit den chinesischen Hafenstädten einschränke. Offensichtlich stelle die chinesische Maßnahme einen derartflaggrankenBruchderVer- tragsrechte dar, daß ein energischer Schritt seitens der britischen Regierung erforderlich sei. Die britische Regierung werde die Gesamtlage in China einer genauen Prüfung unter­ziehen, bevor sie eine Entschließung treffen

werde.

London, 19. Aug. Reuter meldet, daß die Reise des Vizeadmirals Sinclairs nach! Kanton zweifellos mit den von der Regierung in Kanton verfügten Maßnahmen gegen die britische Schiffahrt in Zusammenhang stehe und daß, obgleich der Admiral keine besonderen Instruktionen erhalten habe, bei den chinesischen Behörden Vorstellungen zu erheben, er in seiner Eigenschaft als Oberkommandierender der britischen Warinestation in China alle not­wendigen Schritte zum Schutze der britischen Schiffahrt unternehmen werde, ohne sich vorher mit seiner Regierung in Verbindung zu setzen.

Der schwedische König an die Wett­kirchenkonferenz.

Stockholm, 19. Aug. Nach einem Fest- gottesdienst in der Stockholmer Kathedrale ist am 19. August dieWeltkirchenkonfe- renz für praktisches Christentum im könig. lichen Schlosse durch König Gustav von Schwe­den offiziell eröffnet worden. Nach einführen­dem Introitus des Erzbischofes D. Dr. Söderblom richtete der K ö n i g eine Ansprache an die Konferenz in der er die Vertreter der