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200. Jahrgang

Erfüllung,ort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung der Bezugspreise,. Für Platzvorschrift und Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.

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.»»«preis: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne ?e»a«lodn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für , m Aöb« im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite zsMch»pk»»uig. Offertengebühr: öd Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstratze S.

General-Anzeèger für die Kreise Kanau Sladt und Land

Erscheint täglich mit Ausnobrre der Sonn- und Feiertage. / Fernwrech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

Ar. 193

Mittwoch öen 19. August

1925

Das Neueste.

o Hindenburg hat an den Stockholmer ^irchènkongreß ein Begrüßungstelegramm ge-

Vom Nationalkongreß der französischen Sozialisten wurde gestern eine Entschließung angenommen, die jede Beteiligung an der Re- aièiung ablehnt.

_ Havas meldet aus Washington, daß be- Mlich der belgischen Schulden an die Ver­einigten Staaten eine endgültige Regelung zu­stande gekommen sei.

Wie Reuter erfährt, wird Caillaux am Sonntag in London eintreffen und am Mon­tan seine Besprechungen mit der britischen Re­gierung über die französischen Schulden an Großbritannien beginnen.

Die Lage in China hat eine erneute Zuspitzung erfahren.

Ums Elsaß

Der Verlust von Elsaß-Lothringen, den uns der Weltkrieg gebracht hat, ist fast das schmerz­lichste von allem, was uns durch den Versailler '" ' - j worden ist.

Beitrag an Prüfungen auferleg:

Jeder Deutsche trägt das Gefühl im Herzen, daß die Reichslande nach der Sprache ihrer Be­völkerung und nach ihrer hohen alten Kultur rein deutschen Ursprungs waren und daß all dasjenige, was an französischen Einflüssen im Lause von 200 Jahren hinzugekommen war, doch nicht vermocht hatte, den urdeutschen

Grundcharakter von Land und Volk zu ver-

amen.

Wenn wir heute schmerzlich rückblickend noch einmal überdenken, wie alles gekommen ist, so dürfen wir uns von Schuld durchaus nicht frei P«tz«n. Preußen und die M-chLrägierung, M ja im Deutschland der Vorkriegszeit unver­gleichlich enger verbunden waren als es heute der Fall ist, haben bei der Behandlung der Elfäffer seit ihrer Wiedergewinnung nach dem siegreichen Krieg von 1870/71- unzweifelhaft schwere Fehler begangen. Man übersah in Berlin vollständig, daß die Elsässer ein süddeut­scher Stamm waren, von großer knorriger Eigenart, ähnlich so wie es die Bayern waren Md heute noch sind, ohne daß darunter der Reichsgedanke leidet, wenn man nur den be- ^chtigten Ansprüchen Bayerns nachkommt. Was tat nun Preußen-Deutschland, um das neugewonnene Land und seine Einwohner der germanischen Kultur und der deutschen Volksgemeinschaft aufs neue zu erschließen?

Um es kurz zu sagen: So ziemlich alles was geeignet war, das Gegenteil des gewünschten diels zu erreichen. Zunächst pflasterte man das ganze Reichsland mit preußischen Verwal- lungsbeamten aus den östlichen Provinzen, Wen deren guten Willen und sonstige gute Eigenschaften hier an sich nicht das mindeste gesagt werden soll. Aber für die moralische Ge­winnung der Elsaß-Lothringer waren diese oft« deutschen nun einmal ungeeignet, da sie der ^"deutschen Psyche der Reichsländer einfach verständnislos gegenüberstanden. Wobei der "chektivität halber allerdings auch nicht über« legen werden darf, daß es manchmal in ge« Essien Kreisen der elsässischen Bevölkerung auch ftorE an gutem Willen mangelte. Es wäre staatsmännisch viel klüger gewesen, wenn man ^®aUung des Landes den Badensern Württembergern überlassen hätte, die den stammesverwandt find (Alemannen) Assen zum mindesten als Raffe sehr nahe ! eyen (Schwaben). Weiter wäre es klug ge« die Elsässer selbst in ausreichendem rinr^er Gestellung ihrer eigenen Be- . dnschaft zu beteiligen. Von alledem geschah er selbst wenn Preußen auf preußi- ârwaltungsbeamten bestanden hätte, immer noch gegangen, wenn man tmJr ^er Ins Land gesandt hätte, die größ- nälw» b. Katholiken den Elsaß-Lothringern Hinsicht uni3 auch in stammesmäßiger

Baugeschehen ist, ist geschehen; man die Ji Aulitik nicht über Dinge lamentieren, «ännin . "uflg wenigstens nicht mehr rück- Tllnk, VU "Scherr sind. Alle Berichte aus dem heut-"smen darin überein, daß die Elsässer fow-ni^ tar überwiegenden Mehrheit eben« EtaMsnnn^-b^^erung für die französische für di- »i^.i aufbringen wie seinerzeit & Ä ist heuteso, daß die Nota- ®egenmn^ Führer des Volkes, in

bewubt KrJJxQnâ°Jl^er Offiziere und Beamten fisch oWp$nKU & und nicht franzö- bas befnnnH'.^ Zur deutschen Zeit war umgekehrt, in der Gesellschaft " ^r OssiNere und Beamten sprachen die

Paris, 18. Aug. Havas meldet aus Fez: Im I in der Bucht von Alhucemas gelandet. Die " ~ ~ ägyptischen^Mohammedaner hätten dem Rif-

; sichrer sehr große Geldsummen überweisen

Abschnitt von Taza führten die Teilangriffe französischer Streitkräfte, die die Vorbereitung für die groß angelegte Offensive nach den Plänen Lyauteys und Naulins bilden, zu einem

vollen Erfolg. Westlich von Nezzan sind von französischer Seite zwei Stützpunkte angelegt worden, die die Verbindung zur spanischen Front sichern sollen. Die Operationen im Ab­schnitt von Tsul entwickeln sich günstig. Die französischen Truppen haben alle Angriffsziele erreicht und rücken wie vorgesehen vor. Der Feind mußte sich nach Norden zurückziehen und wird von unserem Bombengeschwader verfolgt. Südlich von Tsul unterwarfen sich einige Stämme unbedingt.

Paris, 18. Aug. Havas berichtet aus Fez, daß nach den letzten eingetroffenen Nachrichren der französische Angriff auf die Front der Tsuls sich weiter günstig entwickelt. Der Feid scheine lokalen Widerstand leisten zu wollen.

General Naulin vervollständige die Organi­sation des Kommandos und habe das Kom­mando des mittleren Frontabschnittes dem Divisionsgeneral Marty, dem Kommandanten der marokkanischen Division, anvertraut, dem die Generäle Billotte und Goureau beigegeben werden. Die drei Frontabschnitte würden also folgendermaßen verteilt: General Pruneau im Westen, General Marty in der Mitte und General Boichut im Osten.

*

Der Sonderberichterstatter FbsMatin" in Fez telegraphiert, daß die Propaganda Abd el Krims wieder erheblich zugenommen habe. Dey, Agenten, der Rifleute fei es gelungen, sich in Verkleidungen durch die französischen Linien durchzufchmuggeln und im Rücken der franzö­sischen Armee Meldungen von angeblichen Sie­gen Abd el Krims zu verbreiten. Nach glaub­würdigen Nachrichten verfüge Abd el Krim noch immer über große Geldbeträge und habe auch neuerdings wieder Waffen und Munition erhalten. Zu Beginn der Feindseligkeiten habe für ihn ein Unterseeboot 28 Millionen Peseta

Notabeln und Geistlichen stets.nur französisch oder in der heimischen Mundart unter sich. Der größte Fehler der Vergangenheit, daß man die Elsässer gängeln wollte, darf nicht wiederholt werden. Infolgedessen scheint es uns wichtig, daß wir von deutscher Seite uns nicht in ihre Verhältnisse einmischen, zumal wir im Ver­sailler Vertrag notgedrungen auf diese Gebiete verzichtet und jetzt mit dem Sicherheitspakt so­gar einen freiwilligen Verzicht ausgesprochen haben. Der Wunsch der Elsässer selbst geht be­kanntlich nach Autonomie, was Frankreich bei seiner heutigen Machtfülle allerdings auf keinen Fall zugestehen wird, wie die krampfhaften Versuche beweisen, dies urdeutsche Land zu ver- welschen. Wogegen man allerdings auch vom deutschen Standpunkt Protest erheben muß, ist eben diese planmäßige Französierung des Landes, die bewußt darauf ausgeht, die alte deutsche Kultur durch die romanisch-gallische zuersetzen". Freilich dürften hier die Elsässer selbst ein Wort mitzureden haben, die sich ihr Volkstum kaum so geduldig strangulieren lassen werden. Sie waren in Frankreich vor 1870 alsQuerköpfe" bekannt und verschrien. Man hat allen Grund anzunehmen, daß an dieser Querköpfigkeit oder wie man es höflicher nennen möchte, das französische Ziel schließlich doch zu schänden werden wird.

Im übrigen noch einmal kurz zusammen­gefaßt: Wir Deutsche stimmen mit den deutsch­stämmigen Elsässern darin überein, daß ihre Kultur deutsch bleiben muß und im übrigen haben wir, durch Erfahrungen gewitzigt, er­kannt, daß man sie politisch auf ihre Fasson selig werden lassen soll.

Der Entführungsschwindel von Saarbrücken.

die die

Vor einiger Zeit meldeten wir, daß Saarpolizei einerVerschwörung" auf Spur gekommen sei, die sich angeblich gegen den Separatisten und Herausgeber desNeuen Saarkourier", Dr. Schöttler, richten wollte. Wie mitgetsilt wurde, sollen Angeböriae natio­naler Verbände geplant haben, Dr. Schöttler rm Auto zu entführen, um ihn vor ein Feme­gericht in München zu stellen. DerDeutschen Tageszeitung" werden über den Ursprung die­ser mysteriösen Enstäb- nv-a-ir-ich- r br folgende interessante Einzelheiten aus Saar-

brücken mitaeteilt-

lassen.

Pèlains neue WaroKKoreise.

Paris, 18. Aug. Ministerpräsident Pain- levë hat über die heute nachmittag mit Mar­schall Petain gehabte Besprechung heute abend den Vertretern der Presse folgende Erklärung gegeben: Marschall Petain kehrt nach Marokko zurück, wie es bereits bei seiner ersten Reise ausgemacht worden ist. Er wird diesmal viel länger dort bleiben, denn es handelt sich darum, mit Marschall Lyautey und dem Oberstkom­mandierenden der Marokkotruppen General Naulin den endgültigen Plan für die Offensiv­operationen festzulegen, dessen Vorbereitungen gegenwärtig bereits beendet sind. Marschall Petain wird die Durchführung dieser Vorbe­reitungen überwachen, für die er einige Direk­tiven angegeben hat, z. B. die Besetzung der Front mit mobilen Truppen und die Vertei­lung der Transportmittel. Diese Transport­mittel sind bei den Operationen außerordentlich wichtig, um die Offensive möglichst schnell und wirksam durchzuführen und gleichzeitig auch möglichst an Menschenleben zu sparen. Zu be­merken sei, daß die Mehrzahl der zu unter­nehmenden Operationen den einzigen Zweck

verfolgen, künftig die französische Sicherheit in Marokko zu gewährleisten, denn sie würden es gestatten, die Nordgrenze der französischen Zone mit möglichst wenig Truppen zu über­wachen. Im übrigen sei die Haltung der fran- zösischen Marokkotruppen glänzend. Sie hätten ihr volles -Vertrauen wwHMgeWtzWMMch* dem sie überall über den ®(

gewonnen hätten.

Marschall Petain wird morgen nachmittag in Algeciras mit Primo de Rivera zusammsn-

treffen, um mit ihm über die zwischen den fran­zösischen und spanischen Truppen zu verein­barende Zusammenarbeit zu beraten.

»Es ist bewiesen", heißt es in dem Bericht, daß der ganze Enlführungsversuch eine abge­kartete Mache zwischen dem Angeber Sleignet und dem »Ueberfallenen" Dr. Schöttler ist, die vor 14 Tagen den Plan in der Schötklerschen Villa am Reugrabenweg besprochen und fesi- gelegk haben!"

Der als Landesverräter übelbeleumundete ehemalige Wachtmeister Steigner ist nämlich nachgewiesenermaßen der Fabrikant der auf- gefundenen Bomben, der Dieb des Spreng­materials und der Verbringer des Waffen­arsenals in die Wohnung derVerschworenen." Ein arbeitsscheues Subjekt aus Ottweiler, Zim­mer, der auf der französischen Bergwerksdirek­tion Angeberdienste geleistet hat, ist der Ver­mittler zwischen Steigner und dem sogenann­ten Haupttäter Ebel, den man nach München geschickt (!) hat, um dort für einenationale Sache" Leute zu werben.

Der Geldgeber Köchlin als Vertreter des französischen Auswärtigen Amts, der als »Service des Ekudes Economiques" mit seinem Stab bei der französischen Bergwerksdirektion geführt wird, ist nämlich der eigentliche Finan­zier des ausgeheckten Attentaksplänchens der Schöttler, Steigner und Konsorten!

Und nicht, wie der sozialdemokratische Pressedienst zu melden wußte, dieFreunde und Gönner* des Münchener Hauptmanns Oesterreicher". In ihrer Finanzlage mochte es nun den arbeitslosen Landesverrätern cu r erscheinen, durch Inszenierung einesAtten­tates" der Regierungsabteilung des Innern das gewünschte Material gegen neuen Zu­schuß zu liefern,

um für die nächste Völkerbundskagung im September die »Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" durch deutsche Rationalisten be­weisen zu können.

Man will nämlich damit die Rotwendig­keit der völkerrechtswidrigen Beibehaltung des französischen Militärs sowie der Ersatz- notverordnung im Saargebiet begründen und die von den deutschen Parteien des Saarge­biets und der Reichsregierung eingelegten Proteste unwirksam machen.

Hier laufen die politischen Fäden des neben­sächlichen Anschlagsplanes hin, die für das Deutschtum des Saargebietes viel wichtiger sind '

als das zusammengelogene Zeug von natio, nalistischen Femekomplotten."

Eine Erklärung Dr. Edmund Stinnys

Berlin, 18. Aug. In einer Aussprache mit Presfevertretern führte Edmund Stinnes u. a. folgendes aus: Die Auseinandersetzung der Firma Hugo Stinnes mit feiner Familie sei ohne Beteiligung der Banken erfolgt. Die ihm überantworteten Vermögensstücke bildeten den Erbanspruch an seinen Vater. Er habe volles Verfügungsrecht darüber gehabt. Als die Banken bei der Abwicklung der Schuld­verpflichtungen des Stinneskonzerns Schwie­rigkeiten hatten, verlangten sie von ihm, daß er mit seinem Vermögen mit in die Stinnes- masse bedingungslos eintrete. Er habe dies abgelehnt, da keinerlei juristische Verpflichtung für ihn bestehe. Die Banken hätten dagegen der Aga die Kredite entzogen, aus die er glaubte, mit Bestimmtheit rechnen zu können. Er sei daher gezwungen gewesen, seine Ver­mögensstücke zu veräußern, insbesondere die Nordsternaktienzusicherung von sechs Millionen aus dem Vermögen der Hugo Stinnesfirma, die ihm in Raten vom 1. Januar 1926 ab ge­zahlt werden sollten. Er habe sich für diese Werte Kredite verschafft, um den Betrieb der Gesellschaft und seiner anderen Unternehmun­gen durchzuhalten. Der Vorwurf, er habe die Nordsternaktien zu billig weggegeben, sei voll­kommen unberechtigt. Er habe sie zum gestrigen Börsenkurse verkauft. Die Banken hätten z. B. die Aktien der Deutsch-Luxemburgischen Berg­

Werksgesellschaft aus der Masse des Stinnes­konzerns weit unter dem Börsenkurs verkauft. Bei einer späteren Unterredung mit der Lei­tung des Bankenkonsortiums habe er sich zu einer Ausfallsbürgschaft bereit erklärt, aber nicht etwa, weil dafür eine juristische Ver­

öergewonnen, nach- psiichtung bestanüen Harre, fonaern lsd.gtuy aus legner die Oberhand moralischen Gründen. Die Banken hätten ihm

die Berechtigung bestritten, die ihm ausgelie­ferten Vermögensstücke nach seinem Ermessen zu verwenden. Er habe das Empfinden, daß der Vertreter des Bankenkonsortiums einen

Mißbrauch mit seiner Macht ihm gegenüber geübt habe, und er habe ihn zur bedingungs­losen Uebergabe des Besitzes der Aga-Aktien zwingen wollen, das aber hätte ihm nichl zu- gemutet werden können. Als keine Möglich­keit bestand, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Den Betrieb der Aga aufrechtzuerhalten, habe er die Hälfte seiner Aktien der Arbeiter­schaft angeboten, damit auf diese Weise eine staatliche Hilfe für das seiner Meinung nach vollkommen lebenskräftige Unternehmen be­schafft werden könne. Er glaube, daß, wenn etwa drei Milliosten Mark zur Verfügung ge­stellt werden würden, die Umstellung des Wer­kes auf eine Massenproduktion vollkommen durchgeführt und das Unternehmen rentabel gestaltet werden könne.

Dr. Stinnes bestätigte, daß Verhandlungen wegen des Verkaufes des Werkes mit einem ausländischen Konsortium schwebten, und daß im Falle des Zustandekommens des Verkaufes die Möglichkeit bestände, die gesamten Aktien, also auch die der Arbeiterschaft überantworteten unter Sicherstellung der finanziellen Inter­essen der Arbeiter zur Verfügung zu stellen.

Schwere Schissskataslrophe in Amerika.

Rew Port (Rhode 3slanb), 18. Aug. Auf dem Vergnügungsdampfer Mackènac, auf dem sich 676 Ausflügler, darunter viele Frauen und Kinder befanden, explodierte der Dampfkessel. Der ganze mittlere Teil des Schiffes wurde zerstört. Unter den Passagieren entstand eine Panitz, 17 Personen erlitten durch den aus- stlvmenden Dampf tödliche Brandwunden, 75 Personen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Da sich die Explosion in der Rähe eines Marine- übunnspiatzeg ereignete, konnte das Schiff mil den darin verbliebenen Personen von den Kriegsschiffen ans Ufer gebracht werden.

Die französische Antwort.

Paris, 18. Aug. Die französische Antwort auf die deutsche Note in der Frage des Sicher, beitspaktes ist heute nachmittag 4 Uhr dem französischen Botschafter in Berlin, de Marguerie, zugestellt worden. Sie umfaßt fünf Seiten. Der französische Botschafter wird sie der deutschen Regierung überreichen, sobald vom Quai d'Orsay telegraphisch Anweisung vor­liegt, voraussichtlich erst Ende der Woche, da die verschiedenen Noten der alliierten Regie­rungen über ihre Zustimmung zum Text nocht nicht in Daris eirtae troffen ü«L