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200. Jahrgang.

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Slaöl und Lanö

Ersckeint täalick mit Ausnabme der Sonn- und Feiertage. / Fernivrech-Ansckluß Nr. 1237 und 1238.

«»,»a»pr«t»! Für ben halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne nL-erl-hn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfenntg. Anzeigenpreise: Für m MBe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite SS^Vieichspfennig. Offertengebühr: S0 Reichspfenntg. - Eeschäftsstelle: Hammerstrabe 9.

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Kr. 190

Samslag Den 13. August

1925

Das Neueste.

w Der auswärtige Ausschuß des Reichs- taaes soll zwischen dem 18. und dem 22. Aug. irr Besprechung der Antwortnote über den vicherheitspakt einberufen werden.

Der am 13. April d. Js. paraphierte Vertrag über die Festsetzung der deutsch-fran- lösischen Grenze ist gestern in Paris von dem ; deutschen Botschafter Dr. v. Hösch und dem wirklichen Legationsrat, Freiherrn v. Grünau, sowie "von dem Direktor der wirtschaftlicken Md politischen Abteilung im französischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, I Laroche, unterzeichnet worden.

- In Tripolis wurde der griechische Konsul ermordet.

London, 14. Aug. Wie der Korrespondent desDaily Telegraph" heute mitzuteilen weiß, -enthält der Text der neuen französischen Note an Deutschland einen Absatz, dessen Bedeutung bisher noch nicht genügend erkannt worden sei. Der stanzösische Außenminister soll in Beant­wortung der deutschen Argumentation in der Frage der Schiedsgerichtsverträge zu verstehen gegeben haben, daß der deutschen Regierung das Recht zuerkannt werden soll, den Alliier­ten gelegentlich der kommenden Verhandlungen ihre Ansicht über die Schiedsgerichtsverträge des Näheren darzulegem Diese Andeutung be« sage jedoch noch keineswegs, daß die deutsche Auffassung in dieser Frage von Frankreich und seinen östlichen Verbündeten als annehmbar be­zeichnet werden würde. Briand will damit nur den Ausdruck seiner größeren Bereitwilligkeit andeuten, die kommenden Erörterungen mit Deutschland auf der Grundlage der völligen Gleichberechtigung vorzunehmen.

In Wirklichkeit, fährt der Korrespondent des Blattes fort, fei die französische Lesart der Schiedsgerichtsverträge doch nicht mit der deut­schen in Einklang zu bringen. Durch die Geste des Entgegenkommens beabsichtige Briand lediglich, Deutschland zu einem rascheren Ein­tritt in den Völkerbund zu bewegen. Der Wink an Deutschland bedeutet, daß es nur durch Er­werbung der Mitgliedschaft des Völkerbundes in den Genuß des Artikels 16 des Völkerbunds­paktes gelangen könne, der bekanntlich von ben Abänderungen und -der Wisdererörterung der einzelnein Vertragsklauseln handelt. Man glaube in Paris, daß ebenso der amerikanische Einfluß sich jüngst in London mit großem Er­folg zu dem Zwecke bemerkbar gemacht habe, dem Pakt einen wahrhaft gegenseitigen Charak­ter zu sichern und ein neues Diktat an Deutsch­land zu verhindern. Amerika sei auch gesonnen, seinen Einfluß in Berlin dahin geltend zu machen, Deutschland zu veranlassen, dem Völ­kerbund ohne unnötige Verzögerung beizutre­ten. Der Korrespondent spricht sein Bedauern darüber aus, daß Vandervelde nicht gleichzeitig nach London gekommen sei und sagt, daß der belgische Außenminister zu der französischen Forderung, aus eig-ener Initiative und ohne Befragen des Völkerbundes in den Krieg zu ziehen, allerlei hätte sagen können. Damit spielt der Korrespondent auf die belgische Auffassung an, die sich bekanntlich der englischen nähert. Großbritannien habe sich im Gegensatz zu Frankreich nicht das Recht vorbehalten, ohne Befragen des Völkerbundes in den Krieg zu ziehen, sondern vielmehr dieses, auf eine Teil­nahme an einem kommenden Kriege überhaupt zu verzichten. Zum Schluß bemerkt der Korre­spondent, daß man in alliierten Kreisen über das Verhalten Polens nicht nur in London, sondern auch in Paris die Erkenntnis habe durchdringen lassen, daß die Entwicklung in der Paktsrage, insbesondere soweit sie sich auf den Osten bezieht, mit der größten Vorsicht behan­delt werden müsse.

Englische Kritik an den Lon-oner Verhau-lungen.

London, 14. Aug. In wenig freundlichen Worten bespricht ein Teil der großen poli­tischen Zeitschriften die Londoner Paktbe­sprechungen. Die bedeutende konservative New Statesman" kritisiert die Geheimnis­krämerei der englischen Politik und greift die Stellung Chamberlains im englischen Kabinett in nicht mißzuverstehender Weise an. Wir sind, so schreibt das Blatt, nicht so sehr opti­mistisch über die Berichte von einer vollkom­menen Uebereinstimmung der beiden Staats­männer. Wer kann sich erinnern, daß jemals seit dem Krieg amtlich eine Nichtübereinstim­mung zwischen englischen und französischen Staatsmännern berichtet worden wäre? Es heißt dann weiter, daß die britischen und die französischen Ansichten über bas Paktprojekt so von einander verschieden seien, daß man sie beinahe als unüberbrückbar bezeichnen könne. In England betrachte man den Pakt,als einen großen Schritt nach vorwärts für die Befrie­dung Europas und die Wiederaufnahme Deutschlands in die Gemeinschaft der Groß- EKwaiMigBmawwiMi^^

Das beschlagnahmte Eigentum in Amerika.

Zwar ist die Note, die der deutsche Bot­schafter in Washington, Frhr. v. Maltzahn, über die Rückgabe des beschlagnahmten deut­schen Eigentums dem Staatssekretär Kellogg Verreicht hat, noch nicht veröffentlicht worden, vchl dem diplomatischen Brauch folgend, erst chzuwarten, wie sich die amerikanische Regie- mng dazu stellt. Wer die vorsichtigen - Kom» inentare, die in Washingtoner Presseäüßerun- gen zu dem Schritt gegeben werden, lassen von neuem erkennen, mit was für Schwierigkeiten

In dieser Hinsicht zu rechnen ist.

Mit der Beschlagnahme des deutschen Eigentums in Amerika hat es eine eigene Be- Mndtnis. Das Vorgehen der anderen uns feindlichen Mächte im Weltkrieg, die sofort nach Kriegsbeginn alles deutsche Eiaemum l^icklaa- filmten, war eine schmachvolle Verletzung des Völkerrechts, besonders nachdem unmittelbar vorher auf einer der sogenannten Friedenskon- lerenzen im Haag ausdrücklich der Schutz des feindlichen Privateigentums im Kriegsfall fest« e wachen war. Darüber hinaus jedoch

d für Amerika eine besonders feierliche Verpflichtung, ibas deutsche Privateigentum im Falle eines Krieges zu achten und zu schützen, nämlich durch den Vertrag von 1828, in dem ich ausdrücklich die beiden vertragschließenden Mächte, die Vereinigten Staaten und Preußen, an dessen Stelle später das Deutsche Reich trat, gegenseitig im Fall eines Krieges den Schutz des Privateigentums zusicherten. Diese feier« nche Verpflichtung wurde von Präsident Wil- M schmählich gebrochen, wie er später auch durch seine ausdrücklich festgelegten vier-

Punkte Deutschland gegenüber emgegan- Me Verpflichtung für den Frieden in Paris Mählich gebrochen hat. Es hat von dem -Augenblick an, da dieser Vertragsbruch began- gen wurde, anständige Amerikaner gegeben, e' was für ein Unrecht sich die ameri- Ä Regierung und damit das amerika-

Zuschulden kommen ließ. Zu diesen U7U)rocfenen und anständigen Amerikanern geyorte Senator Borah und der vor kurzem Deqtorbene Senator La Folette. Beide traten uach Friedensschluß -dafür ein, das be« Magnahmte deutsche Privateigentum ohne Zurückzugeben. Unleugbar hat auch »^ âwegung, die sie ins Rollen brachte, 6 rycyritte gemacht und es gibt heute in Ame- Leute, die einen solchen Schritt schon ,-,^,âstandsgründen befürworten. Es unter« Ä ^A?emem Zweifel, daß Präsident Coo- der gleichen Ansicht ist und einem

Beschluß des Kongresses sofort die Schwier' ^ber hier beginnen eben häu^âge im Sinne Borahs sind in beiden toorh des Kongresses wiederholt gestellt daß «r Senator Borah hat angekündigt, Korn/°m^^en Antrag bei Wiederbeginn der brinna» ^ Dezember von neuem ein« [<f)eihpnh?trA.i sicher ist überhaupt ein ent« tuna Schritt in der angedeuteten Rich- muß Ä Ä erwarten. Denn der Kongreß hat t ^60^ sprechen. Der Präsident Zeh ben @nnrfaflUn^ das Recht, jeder- berufe» 8« einer Extrasession einzu- wird wohl kein vernünftiaer

KOn rbm erwarten, daß er lediglich Sanitor ^nh ^-§"^ zusammenberuft. Vor eine ^ruar kann also bestensfalls nicht ^L^ '6e.Stellungnahme des Kongresses ^be^ werden. Immerhin wäre chsbotl^s/ s^ der Präsident in feiner Jah- Qmmenfr tt An?^^""^ bei seinem Zu- )en m6 ; Atzsang Dezember übersandt wer- les sws,k,sb^"?'E Vorschläge zur Rückgabe unu mn^buahmten deutschen Privateigen- W macht imd bauch ââ«r Schritten

Eine versöhnliche Geste DrianSs? Beunruhigung in Paris über das Verhalten Polens.

Mächte auf der Grundlage der Gleichberechti­gung. Frankreich betrachte ihn als eine Ge­legenheit, um die britische Unterstützung für seine Politik zu gewinnen, welche die dauernde Machtlosigkeit Deutschlands zum Ziele habe. Chamberlain hätte Briand klarmachen sollen, daß diese Verhandlungen die letzten sein wür­den, die Großbritannien jemals in der Sicher­heitsfrage mit Frankreich führen werde. Wenn dieser dritte Paktversuch nicht zustandekäme, werde es nicht möglich sein, den Plan in irgendeiner Form wieder auferstehen zu las­sen. Frankreich müsse an den knappen Sieg er­innert werden, den es nur mit Hilfe der Alli­ierten habe erringen können. Es handele sich jetzt um die sudamentale Frage, den Krieg endlich zu beendigen oder Europa weiter dem Abgrund entgegenzuführen. Der Friede sei in Europa nicht eher hergestellt, bevor Deutschland nicht wieder die Stellung einnehme, auf die es auf Grund feiner großen Energien und feiner hohen Kultur Anspruch habe. Sieben Jahre seien seit dem Kriegsschluß vergangen, aber rwch immer bezeichne man Deutschland als eine minderwertige, räube­rische, verbrecherische und kriegerische Nation. Diese Betitelung Deutschlands fei vielleicht während des Krieges zweckdienlich gewesen, um die Hilfe der Amerikaner zu erreichen. Jedoch seien diese Ausdrücke im Jahre 1925 nur als

rung scheine der Mut zu fehlen, diese eigene Ueberzeugung zum Ausdruck zu bringen. Chamberlain sei dafür verantwortlich, daß die englische Politik eine so unwürdige Rolle spiele. Seine Anwesenheit im Kabinett behindere es, eine klare und unabhängige Politik zu treiben. Ebenso übt die bekannte ZeitschriftNation" scharfe Kritik an Chamberlain. Es heißt dort unter anderem, daß sich verschiedentlich im Ka­binett Strömungen gegen Chamberlain be­merkbar gemacht hätten.

Wie man in Amerika die Lage beurteilt.

p a r i 5,14. Aug. Ueber die Londoner Be­sprechungen liegt heute in derChicago Tri­bune" ein sehr bezeichnender Bericht vor. Briand wünschte, daß der Pakt nur einseitigen Charakter habe. Davon könne für Großbri­tannien keine Rede sein, das einen Pakt mit Gegenseitigkeits-Charakter fordere. Man gehe sogar so weit, in Großbritannien allmählich dafür Stimmung zu machen, daß man über­haupt nur mit Deutschland einen Pakt ab­schließen solle. Allerdings erwartet man, daß Frankreich in den nächsten Wochen noch allerlei Angebote machen werde, um England für seine Anschauungen zu gewinnen und den einseitigen Pakt doch noch durchzusehen. Aber man frage sich in London, was Frankreich eigentlich an- bieten wolle. Es brauche dringend Geld und habe zwei kostspielige Kolonialkriege zu über­stehen. Infolgedessen müsse man mit einem geschwächten Frankreich in der nächsten Zeit rechnen, und dies führe einen großen Teil der öffentlichen englischen Meinung zu der An­schauung, daß ein Einverständnis mit Deutsch­land wichtiger sei als die Entente mit Frank­reich. Auch der Bosickaster Ho!'v»bon ""k dem Standpunkt. Cr habe den englischen Stellen erklärt, daß die Wiederherstellung oes Friedens und des Wohlstandes in Mittel­europa notwendig sei, wenn Amerika weitere Kredite gewähren solle.

Verzögerung der Ankmortuole Briands?

DerBerl. Lokalanz." meldet: Die Ueber«

reichung der Antwortnote Briands wird nach den letzten in Berlin eingelaufenen Nachrichten eine Verzögerung von einigen Tagen erleiden.

<7> hiirFta FAm^rirf, ,/ rc s an Loren Mtnoefiens zouu uno au vetrouuw

nXMi ^an^l1^ -^^ «schwerlich vor Ende {ep cunb 500g auf die deutschen Milgliederder FR^aV ^och^ ' ^^^^ erntreffen. Der cr^;cn. 3n diesem Zusammenhänge kann fest- ^^?^Mler und der Rcichsaußsnmimster gestellt werden, daß Fremdenlegionäre nach haben daher heute ^eilin verlassen. Dr. Luther vielen Iahren nach Deutschland zurückkehre»

ro^ s®1 "Ä. ^^^^^' Stresemann ohne jede Entschädigung, allein mit zehn

nach Norderney äbgercist. Nach dem Eintreffen der Note dürften die Minister nach Berlin zu- rückkehren.

von Senatoren und Kongreßmitgliedern mehr Annahme, daß die durch die Ueberreichung Nachdruck verleiht. Das wäre schon ein großer der Note in Washington begonnenen 8 er« Gewinn und man aebt wobl nickt fehl m der Handlungen ein solches Ziel im Auge haben.

Die Scheu vieler Kongreßmitglieder an den Gegenstand heranzutreten, hat ihren tiefen Grund. Es braucht nur daran erinnert zu werden, daß sich mit der Verwaltung des be- schlagnahmten deutschen Privateigentums durch den ersten Treuhänder Palmer Skan­dale abgespielt haben, die eine schwere Schädi­gung großer deutscher Interessen durch die Verschleuderung wertvoller Patente bedeute­ten. Bekanntlich hat die Bundesregierung selbst auf Rückgabe der unrechtmäßig ver­schleuderten Patente geklagt und dieses Ver­fahren schwebt noch. Nun kommen gerade jetzt Meldungen aus Washington, wonach man dort unmittelbar vor der Enthüllung eines neuen Skandals bei der Verwaltung des be­schlagnahmten deutschen Privateigentums steht. Generalanwalt Sargent hat auf Veran­lassung des Präsidenten persönlich eine gründ­liche Untersuchung eingeleitet und ihm in sei­nem Sommeraufenthalt Bericht erstattet. Als Folge soll die Verhaftung einer einflußreichen- Persönlichkeit aus der Verwaltung des frem­den Eigentums bevorstehen; angeblich handelt es sich um den Betrag von 47 000 Dollars in Liberty Bonds, die auf geheimnisvolle Weise aus dem Besitz einer deutschen Firma in den eines Verwaltungsbeamten überge­gangen sind. Unter solchen Umständen ist es schließlich begreiflich, daß der Kongreß zögert, die völlige Freigabe des gesamten Eigentums anzuordnen, denn damit wäre notwendiger­weise eine restlose Abrechnung verbunden. Die Sorge, daß dabei noch manche recht häßliche Dinge zum Vorschein kommen könnten, spielt eine nicht geringe Rolle bei der Behandlung der ganzen Angelegenheit.

Zur Räumung der SanMonsstä-rs.

Düsseldorf, 14. Aug. Nach einet Mil- keilunq des Overvefetzlstzau^cs ^rulfeitt Vcfatzunqsarmee, General Guillaumes, die heute dem Reaierunqsprästdtznlen übergeben wurde, haben die französische und belgische Re­gierung beschlossen, die Brückenköpfe Duisburg und Düsseldorf zu räumen. Die Räumung wird am 25. August 1925 um Mitternacht voll­ständig beendet sein. Die Grenze des besetzten Gebietes im Norden des Brückenkopfes wird in diesem Augenblick wieder an den Rhein zurückverlegt.

In dem Schreiben des Generals Guillaumai wird ferner der Erwartung Ausdruck gegeben, daß beim Abmarsch der Truppen dieselbe Ord­nung herrschen werde, wie sie bei der Räu­mung des Ruhrgebietes vorhanden gewesen sei. In Ausführung dieser Verordnung hat der Kommandierende General des 32. Armee­korps, Douchy, dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf mitgeteilt, daß die Kontrolle seitens der französischen Bejatzungsorgane in dem Brückenkopf von Düsseldorf am 25. August um Mitternacht ihr Ende gefunden habe.

Einstellung der Oplanlermusweisung?

Entrüstung in polnischen Rechtskreisen.

Warschau, 15. Aug. Der polnische Innen- minister hat gestern durch dringendes Tele­gramm die polnischen Behörden in Posen und Pomerellen angewiesen, die Ausweisung der deutschen Optanten einzustellen. Nach Bekannt­gabe dieser Anordnung in den Abendblätter« versammelten sich die Leimabgeordneken der Rechtsparteien und emfanbieu eine Word nung zum Ministerpräsidenten, die die sofor­tige Aufhebung der Verordnung des Innen­ministers verlangte. Die Antwort des Minister­präsidenten steht noch aus. In den Rechks­kreisen herrscht im Zusammenhang damit große Aufregung.

14000 Deutsche in -er Fremdenlegion.

Der in Marokko weilende Berichterstatter der Hearst-Presse, Wiegand, hat kürzlich Zah> lenangaben über den Prozentsatz der Deut­schen in der französischen Fremdenlegion ge­macht, die zu niedrig sein dürften. Auf Grund authentischen Materials können folgend« Zahlen veröffentlicht werden:

Die französische Fremdenlegion zählt 20 00(1 Mann, davon sind allein 14 000 Deutsche und Deutsch-Oesterreicher. Die Fremdenlegion ist mit ihren Hauptteilen seit drei Monaten im Kampf eingesetzt. Von den Verlusten entfallen an Token mindestens 2500 und an Verwunde«

Franken, das sind etwa zwei Mark, Reifegeli ausgestaktek.

RLMrMsabsichlen Tschitscherins?

Paris, 14. Aug. Die vor einigen Tage» von der Radio-Agentur verbreitete Nachricht, daß Tkckitscherin zurücktreten wird. beltätmt