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2oö. IkHrqanq.

Erscheint täglich mit Ausnabne der Sonn- und Feiertage. / Fernsvrech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hana«. Bei unverschuldete» Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch ans Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung de» Bezugspreise». Für Platzvorschrift und Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.

B j>Bij)ret»« Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne Trilaerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Retchspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite L Reichspfennig. Offertengebühr: SV Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstraße S.

Nr. 181 Mittwoch den 5. August 1925

Das Neueste.

In Hanau sind 21 Typhusfälle zu ver- zeichnen.

Die noch bestehenden Ausfuhrverbote für Betreibe und Mehl dürften, wie in parlamen- arif^en Kreisen verlautet, im Laufe der näch- - ten Woche aufgehoben werden. Die Aufhebung ; igll auch erfolgen, wenn der Reichstag ohne Annahme der Zollvorla-ge in die Ferien gehen sollte.

Der Reichstag hat gestern die Ver­brauchssteuern in der im Mehrheitskompromiß vorgesehenen Höhe in zweiter Lesung ange­nommen.

Aus London wird gemeldet, Churchill plane die Erhöhung der Biersteuer, um so die s Mosten für die Subsidien für den englischen Bergbau aufzubringen.

Trotzki gab einem Vertreter derUnited ; streß" längere Erklärungen über die Wirt- ; Ichastslage Rußlands und namentlich über die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den Bereinigten Staaten.

Anverskan- oder bewutzle Irreführung?

Daß die Pariser Ausgabe des inzwischen nit derNewyork Tribune" verschmolzenen Jewyork Herald" von jeher nicht gerade be- xnders deutschfreundlich war, ist bekannt. Das Blatt ist im Gegenteil seit Kriegsbeginn in seiner ganzen Haliung noch französischer ge­wesen als die nationalistische französische Presse S. Von dieser Politik ist der Pariser

Jßi'* Herald" auch bis in die jüngste Zeit nicht abgegangen, zetzt aber hat er mit einem Leitartikel über die Räumung des Ruhrgebiets sein Meisterstück geliefert. Gewöhnliche Sterb­liche halten es für selbstverständlich, daß ein an- iändiger Mensch ein einmal gegebenes Der- prechen auch hält. Der PariserHerald" be- ommt es fertig, aus der Räumung des Ruhr­gebiets, die auf Grund des Londoner Proto­kolls bis zum 15. August vollzogen fein mußte, als einen Beweis ganz außerordentlicher Fried- lertigkeit und versöhnlicher Stimmung des ranzösischenVolkes hinzustellen, das in Deutsch- ausgezeichnet wirken mußte. Das deutsche sllolk würde sich nun leichter über die Be­dingungen des Vertrages beruhigen können. Diesem Zweck habe aber auch, fährt das Blatt fort, mittelbar die Ruhrbesetzung gedient. Denn dadurch wurde der großen Masse des deut- Volkes die Erkenntnis beigebracht, daß es tatsächlich den Krieg verloren habe. Die ehrliche Mtung der französischen Regierung bewepe M nur einen aufrichtigen Wunsch zur Wiederherstellung guter Beziehungen mir Deutschland, sondern beraube Deutschland ancs anscheinend berechtigten Grundes zur ^°8s. Das französische Volk habe einen Schritt der Ritterlichkeit getan.

E knan solchen Gedankengängen auch in Wenkanischen Kreisen heute noch immer wie- ^.Aoegegnet, erscheint es dringend geboten, in S Vescheidenheit daran zu erinnern, daß die Besetzung sogar im schroffen Widerspruch

Estttnmungen des Schanofricdens von ersailles stand und in jeder Hinsicht eine so Handlung war, wie sie in ^kken ihresgleichen findet. Es der Unritterlichkeit, begangen von apnon--L .an die Zähne bewaffneten Staat einem entwaffneten und wehrlosen endlich nach drei Jahren der qxgps N'druch m Innehaltung eines feierlich ro-S T versprechens rückgängig gemacht blicken wir Deutschen darin keinen sinnnn. fn 'Beweis einer ritterlichen Ge- ür Andern bestenfalls einen Beweis da- i 'n<m selbst in Frankreich das Unrühm- Dw ^u Elchen Beginnens eingesehen hat. aber ^gabe desNewyork Herald" nerfS A" .fragen, ob sie wirklich so un* banF^ 9 "ad töricht ist, diesem klaren Ge- b°wuk?°i^ folgen zu können oder ob sie SS '^ Werk der Verhetzung und Verun-

Das Sicherhettsproblenr. französisch-englische Verhandlungen.

Nn-U n"^. 4- Aug. Die Frage, ob sich Briand h . opdon begeben wird, um sich mit Cham- ?mn über die der deutschen Regierung in '^l^rheitsfrage zu erteilenden Antwort- zu verhandeln, wird, seitdem die Havas- zmtur das unmittelbare Bevorstehen einer pik ch London gemeldet hat. lebhaft er-

Moskau, 4. Aug. Der Vertreter der United Preß hatte mit Trotzki eine Unterredung, die sich um die

Fragen der wirtschaftlichen Wiederherstellung Rußlands

und der besonderen Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika in dieser Frage dreht. Im Laufe des Interviews, welches das erste ist, das Trotzki der Presse seit Rückkehr von seinem Urlaub" aus dem Kaukasus und seinem Amts­antritt als Vorsitzender des Komitees von Kon­zessionen und des Komitees für den Staatsplan das sich mit Fragen des wirtschaftlichen Wieder­aufbaues befaßt, gewährte, erklärte Trotzki unter anderem:Sie fragen mich, in welchem Maße und in welcher Form das ausländische Kapital zu dem Wiederaufbau der Sowjetunion beitragen könnte. Wir sehen uns zwei Kardinal­problemen gegenüber:

1. Der Mechanisierung, besonders der Trak- torisierung unserer Landwirtschaft.

2. Der Erneuerung des Grundkapitals unse­rer Industrie.

Wenn es auf der Welt außer unserer Union kein anderes Land gäbe, würden wir beide Probleme selbstverständlich durch unsere eigene Kraft lösen. Allerdings während eines länge­ren Zeitraumes. Doch unter den gegebenen Umständen würden gerade diese Zusammen­hänge mit der Mechanisierung und der Elektri­sierung unserer Landwirtschaft und der Er­neuerung der Macht unserer Industrie ein Plan des Zusammsnarbeitsns zwischen der Sowjetunion und der amerilanischen Industrie für einen Zeitraum von 5 bis 10 oder mehr Jahren von größter Wichtigkeit fein. Die Kre­dite, die die transatlantische Republik uns bie­ten würde, könnten durch die Beschleunigung unseres wirtschaftlichen Wiederausschwungs die größte Sicherheit für ihre Deckung finden.

In dem soeben Genannten skizziere ich die große Linie der Fragen. Als Experiment könnte man mit der Lösunq kleinerer und spe­zieller Fragen beginnen. Ihre nächste Frage lautet: Welche politischen und wirtschaftlichen Faktoren würden die

Beziehungen zwischen der Sowjetunion

und den Vereinigten Staaten ermöglichen. Hierauf möchte ich folgendes er­widern: Eine der Ursachen, welche die Entwicke­lung wirtschaftlicher Beziehungen zwischen unse­rer Republik und kapitalistischen Ländern ver­hindert, sind die Furcht der letzteren vor der Revolution. Diese Furcht w.ächst selbstverständ­lich in dem Maße, wie die innere Lage eines Landes sich verschlechtert. Die kapitalistischen Regierungen schreiben der Sowjetunion und ihrer Propaganda automatisch ihre eigenen Schwierigkeiten und Kalamitäten zu, die Ar­beitslosigkeit, Defizite im Staatshaushalt, schlechte Valuten und die Unzufriedenheit der Arbeiter und Bauern. Genau in derselben Weise beschuldigen die unwissendsten und aber­gläubischen alten Bäuerinnen in Rußland den bösen Geist, Feuersbrünste und Krankheiten zu verursachen. Da die Lage der Ver. Staaten ungleich besser ist, als die der europäischen Län­der, sollte ihre herrschende Klasse den absurden Werglauben, daß die Revolutionen von Moskau aus gemacht werden, viel weniger zugänglich sein. So ist der sehr wichtige politische Faktor geschaffen, der nach meiner Ansicht die Erneue­rung der Beziehungen zwischen der Sowjet­union und Amerika erleichtern sollte. Bisher lebte die amerikanische Bourgeoisie allerdings in der wisdergespiegelten Furcht der europäi­schen Bourgeoisie, besonders der britischen. In dieser Frage wie in vielen anderen muß man zu der Folgerung gelangen, daß trotz der ko­lossalen Macht des amerikanischen Kapitals und der fortschreitenden Schwächung Europas im Vergleich zu Amerika die Bourgeoisie der Ver­einigten Staaten noch immer in geistiger Hörig­

DieInformation" glaubt, daß die französische Antwort auf die deutsche Note in etwa 10 Tagen erfolgen werde, daß aber über die Reise Briands nach London, die die offi­ziellen englischen Kreise lebhaft wünschen, noch nichts bestimmtes beschlossen sei. , , ____________________ __________

DasJournal des Debats" erklärt: !lungen zwischen den Ministern sie in entschei Es ist notwendig, daß unsere Antwort so bald , dender Weise fördern können.

Es ist notwendig, daß unsere Antwort so bald , deiner Weise fördern können.

als möglich nach Berlin geht, denn der Völker- j Paris, 4. Aug. WieHavas" aus London

' H.....i'Monat und der Völ-erfährt, erklärte Chamberlain, er werde sich , . . . , . . . .

kerbund am 7. September feine Arbeit bcgin- sehr über den Besuch Briands freuen. Es ein- der Arbeitgeberverband bis heute feine Zustinz- -------- " - "-"", I pfeife sich jedoch aus parlamentarischen Grün- 1 muna M denselben verweigert. In der Arbel«

bundsrat wird in einem

nen. Vorher müssen sich die alliierten Kabinette

keit zu den herrschenden Klassen Europas und zu ihren Ansichten, Vorurteilen und Aber­glauben steht. Es gibt aber ein gutes französi­sches Sprichwort:La raison finit toujours par avoir raison". (Das Recht behält schließ­lich immer recht.) Wir wollen hoffen, daß es auch diesmal so kommen wird. Die wirtschaft­lichen Faktoren zu Gunsten einer Annäherung sind endgültig. Die Sowjetunion wird inner­halb der nächsten Jahre einer der wichtigsten Abschnitte des Weltmarktes werden. Bisher wurde das Außenhandelsmonopol von unseren Kunden hauptsächlich vom negativen Gesichts­punkte aus betrachtet. Das erklärt sich

1. durch den kleinen Maßstab unserer Ein­fuhr- und Ausfuhroperationen und

2. durch die unvermeidliche anfängliche Rei­bung eines Mechanismus, der das erste mal in der' Geschichte erschaffen und angewendet wurde. Der Maßstab unserer Operationen wird unterbrochen wachsen und einen sehr großen Fortschritt machen. Das weitere Wachsen unse­rer Industrie bedeutet selbstverständlich keine Abnahme, sondern im Gegenteil ein gigantisches Anwachsen unserer Einfuhr. Die Weltauftei­lung der Arbeit und der Weltaustausch, der eine Konsequenz der ersteren ist, werden nicht beseitigt oder beeinträchtigt durch die Tatsache, daß in dem einen Lande ein sozialistisches Sy­stem, und in dem anderen ein kapitalistisches System besteht.

Wir haben jetzt 60 bis 70 Prozenk des Vorkriegsstandes unserer Industrie und

Heißf, eine Verdoppelung der Produktion des Landes viel leichter und rascher er- reichen werden, als wir die 60 Prozent erreichten.

Mit dem allgemeinen Wachsen der Handels­tätigkeit wird die Verdoppelung unserer na­tionalen Einkünfte im Vergleich zum Vorkriegs­stände eine fünffache oder vielleicht zehnfache Vergrößerung unseres Handelsüberschusses be­deuten. Selbstverständlich nenne ich diese Zah­len nur als ein Beispiel, um die allgemeine Tendenz unserer wirtschaftlichen Entwickelung zu kennzeichnen. Das Außenhandelsmonopol, weit entfernt, unsere Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten zu erschweren, wird sie im Gegenteil erleichtern und beschleunigen. Unser Staat als Käufer bietet der mächtigen und konzentrierten amerikanischen Industrie den unschätzbaren Vorteil, daß sein Handels­monopol die persönlichen Geschmacksrichtungen und Wünsche der verschiedenen Cinzelkäufer vermeidet und den fortschrittlichen amerikani­schen Tendenzen zur Standardisierung und Vereinheitlichung entgegen kommt. Die Trust­industriellen Nordamerikas haben keinen Grund, einen Käufer wie unser Staat es ist, zu fürchten, der ein Trust der Truste und ein Syndikat der Syndikate darstellt. Der Umstand daß bei uns die Arbeiter und Bauern an der Spitze des Staates stehen und die Besitzer der Truste und Syndikate sind, bringt in keiner Weise eine Aenderung in der Weltarbeitsauf­teilung hervor. Wir wissen, daß die Abhängig­keit der amerikanischen öffentlichen Meinung von den konservativen Orakeln in London, diè gegenwärtig ein so trauriges Bild der Konfus­sion bieten, die amerikanischen Konservativen davon zurückhält, die genannten Umstände zu verstehen und zum großen Vorteil beider Teile auszunuken; doch wird sich die gestundete Rech­nung früher oder später durchsetzen.

Was schließlich Ihre Fragen über die Fol­gen des konservativen Krieges in Europa für unsere internationale Lage und unsere inneren Probleme betrifft, kann ick dem nur zustimmen, was die Genossen Rykow und Tschitscherin ge­legentlich des letzten S^wsetkongresses über diese Fragen geäußert haben."

ZS

verständigt haben, damit die Debatte in Genf nicht in der Verwirrung stattfindet.

Die französisch-englischen Verhandlungen sind nach der Ansicht dieses Blattes an einem Punkt angekommen in dem, nach dem statt*

gehabten Notenaustausch nur direkte Berhand-

den, vor allem mit Rücksicht auf die für bqf 6. August anberaumte Unterhausdebatte, über die Wirtschaftslage, die Zusammenkunft zu verschieben. Die Zusammenkunft wird wahr­scheinlich Anfang nächster Woche stattfinden.

MUUärjustiz in Bergzabern.

Rücksichtsloses Vorgehen französischer Gen darmen gegen eineu Lirchenrat.

Bergzabern, 4. Aug. Der vom französischen Kriegsgericht in Lindau am 23. Juli wegen Gehorsamsverweigerung gegenüber einem Be­fehl der Besatzungsbehörde zu vier Tagen Ge­fängnis und 125 Mark Geldstrafe verurteilte Kirchenrat Born wurde am 1. August, 7 Uhr früh, von französischen Gendarmen von der Straße weg verhaftet und ins Gefängnis ab­geführt. Infolge der Verhaftung konnte kein Gottesdienst abgehalten werden. Durchziehende farbige Truppen, für die in einem Gasthaus Quartier bereitgestellt wurde, hatten von dem Vorstand der protestantischen Kirchengemeinde ohne Vorzeigen eines Requisitionsbefehls die Kirchenschlüssel verlangt. Durch Verhandlungen mit dem der deutschen Sprache nicht völlig mächtigen quartiermachenden französischen Unteroffizier konnte der Kirchenrat nicht fest­stellen, daß die Soldaten in dem neben der Kirche gelegenen Kindergarten Unterkommen wünschten. Diesem Verlangen konnte der pro­testantische Ortspfarrer nicht entsprechen, do die Verfügung über das Gebäude dem Bürger­meisteramt zusteht. Kirchenrat Born hat sich also in keiner Weise gegen das Besatzungsrecht vergangen. Um so größere Erregung hat seine Verurteilung und das rücksichtslose Vorgehen der französischen Gendarmen in allen Schich­ten der Bevölkerung ausgelöst. Man nimmt an, daß das Vorgehen von Militärpolizei und Military ufti» -»14 den ortlichemBezirksde^ gierten Adam zurückzuführen ist. der früher r« Kreuznach wirkte und sich als Beschützer der Separatisten einen bekannten Namen gemacht hat.

Amerika und der Weltgerichlshof.

Swampfcolk, 4. Aug. Präsident Colidge hofft, daß der Kongreß in der Lage sein wird, in seiner Dezembersession eine endgültige Aktion im Zusammenhang mit Amerikas Bei­tritt mm Weltgerichtshof zu unternehmen. Der Präsident glaubt, daß die Angelegenheit völlig in den Händen des Senats liege, der sich bereit erklärt hat, zu diesem Zeitpunkt die Frage wieder zu erwägen.

Die spanisch-französischen Friedens- bedinguugen.

Paris, 5. Aug. Die von Spanien und Frank» reich festgelegten Friedensbedingungen für Abd el Krim werden heute veröffentlicht und sollest Abd el Krim bereits mitgeteilt worden fein. Sie find folgende:

1. Abd el Krim erkennt die religiöse Herr­schaft des Sultans von Marokko Mulay Juffuff ober seines rechtmäßigen Nachfolgers an.

2. Spanien und Frankreich erkennen die Autonomie des Rifgebietes an.

3. Frankreich wird gestattet, im Rifgebket Polizeitruppen zu halten.

4. Die vergrößerte Zone von Senta und Mellila wird Spanien als Eigentum zuerkannt.

Die Subventionen für die englische Kohleninduskrie.

London, 4. Aug. Den Blättern zufolge wird in politischen Kreisen die Möglichkeit erörtert, daß Churchill vorschlagen wird, die erhöhten Ausgaben für die Beihilfe an die Kohlenindu­strie, die auf 1015 Millionen Pfund in neun Monaten geschätzt werden, durch eine Zu­schlagsteuer auf Bier aufzubringen. Eine Steuer von einem Penny pro Pintz würde wahrscheinlich annähernd 20 Millioner Pfund einbringen.

Neue Sireikgesahr im Saargebiel.

Saarbrücken, 5. Aug. In der Hütten» und weiterverarbeitenden Eisenindustrie des Saargebiets scheint, nachdem sich kaum die Wogen des Bergarbeiterstreiks ge­glättet haben, ein Streikausbrechenzu wollen. Die seit Ende Juni im Gange be- ändliche Lohnbewegung der ca. 50 000 Hütten- und Metallarbeiter hatte durch die Schieds- Sprüche vom 23. Juli für die weiterverarbei- -ende Industrie und vom 28. Juli für bi< Schwerindustrie, die eine 10- bezw. 8prozentig« Lohnerhöhung vorsahen, eme vorläufige Er­ledigung gefunden. Während die Metallarbei­terverbünde die Schiedssprüche annahmen, hat