200. Jahrgang.
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General-Anzeiger für die Kreise Kanan Sladl und Land
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Nr. 161
MsMag Den 13. Juli
1925
SSI
Das Neueste.
— Dr. Eckener hat in Königsberg, bemerkenswerte Ausführungen über die Möglichkeit einer Polfahrt mit dem Luftschiff gemacht.
- Bochum kann als von französischen Truppen geräumt betrachtet werden.
— Der Höfle-Ausschuß kam zu einer den Selbstmord Dr. Höfles verneinenden Fest- stellung^ gMrib Erde das französisch- spanische Abkommen über gemeinsames Vorgehen in Marokko unterzeichnet.
_ Zwischen Deutschland und Frankreich wurde ein Abkommen über den Handel im Saargebiet getroffen, das von französischer Seite bereits genehmigt wurde.
Wochenvorschau.
Vor der Lösung der Aufwertungsfrage. — Deutsche Antworknote in dieser Woche.
In den Juliwochen, die noch vor uns liegen, konzentriert sich der wesentliche Teil der bisher geleisteten politischen Jahresarbeit. Monatelang sind die einzelnen politischen Fragen herangereift. Jetzt soll und muß es zu einer befriedigenden Lösung kommen, wenn die bisher aufgewandte Mühe nicht umsonst vertan sein soll. In der Aufwertungsfrage stehen wir unmittelbar vor der Lösung. Es ist kein Wunder, wenn in der Generaldebatte von großer Begeisterung nichts zu spüren war. Auch die Zustimmung war mit manchen Zweifeln und mit vielen kritischen Aeußerungen gemischt. Trotzdem aber ist mit Recht betont worden, daß in der Zeit, als die 3. Steuernotverord- nuny die ganze Aufwertungsfrage erst recht in Kuß brachte, kein Menscy einGMj^tz Mr möglich gehalten hätte, wie sie erreicht worden ist. Eine durchgängige 25prozentige Aufwertung der Hypotheken und eine 12l4prozentige Aufwertung der Anleihen im Altbesitz ging damals über den Begriff des Möglichen. Eine besonders wertvolle Errungenschaft kann man darin sehen, daß die Papiermarkanleihen der Gemeinden nicht schematisch, sondern je nach der Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden aufgewertet werden sollen. Hier wird in vielen Fällen über den Äufwertungssatz von 12% hinausgegangen werden können, und zwar zum Teil in recht beträchtlichem Umfang.
Die Steuerreform, das zweite große innerpolitische Werk des Reichstages, soll der nächten Woche Vorbehalten sein. Die große außen- mlitische Aktion wird aber voraussichtlich in üefer Woche noch um eine Etappe weiter vor- wärtsschreiten. Ueber die deutsche Antwort auf die Briand-Note ist in den letzten Tagen namentlich in der ausländischen Presse viel zusammengefaselt worden. Man wollte sogar wissen, die Note sei bereits überreicht. Dabei hat man sich offenbar durch frühere Meldungen irreführen lassen. Wenn wir recht unterrichtet sind, hat tatsächlich die Absicht bestanden, die deutsche Antwortnote bis zum Ende der vorigen Woche fertig zu stellen. Es haben sich aber inzwischen technische Schwierigkeiten ergeben, die mit dem Inhalt der Note an sich nichts zu tun haben, die aber die Ueberreichung der iltote um mehrere Tage verzögern. Soweit die deutsche Regierung in Frage kommt, nimmt dieses Werk folgerichtig seinen Fortgang. Das Kabinett wird sich durch nichts, auch nicht durch die Antwort Briattds, von dem einmal eingeschlagenen Wege abbringen lassen. Die Antwort wird mit dieser Haltung sicher in Uebereinstimmung stehen. Ein Pariser Blatt wollte erfahren haben, daß sie in der Frage des Völkerbundes eine positive Zustimmung enthalten werde. In dieser Erwartung wird man sich wohl getauscht sehen. Die Bedenken, die die deutsche Regierung seinerzeit gegen den Arti- kel 16 der Volkerbundssatzungen geltend gemacht hat, bestehen weiter fort und werden si.ur dann herabgemildert, wenn Deutschland die Gewißheit hat, daß ein etwaiger Eintritt in den Völkerbund keine Bindung gegen Rußland bedeutet. Es liegt aber nahe, darauf hinzuweifen, daß die Verknüpfung des Sicherheitspaktes mit dem Völkerbund eine ganz andere Verhandlungsbasis schafft, als Deutsch- lie ^sMngUch vorgeschlagen hat und daß deshalb auch die Frage der östlichen vchiedsgerichtsverträge ein ganz anderes Ge- W erhält, wenn der Sicherheitspatt mit dem Völkerbund zusammcngefchmiedet wird Vielleicht greift die deutsche Antwort diesen Gedanken auf und vielleicht stellt sie damit die Frage des Völkerbundes und die der Schieds- gerichtsoerträge zur Diskussion. Vielleicht ist
Königsberg i. Pr., 12. 3uli. Auf der zur Zeit hier stattfindenden Tagung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger hielt heute Dr. Eckener einen Vortrag über den gegenwärtigen Stand des Luftschiffwesens. Er gab zunächst seiner Freude Ausdruck, daß ihm an dieser Stelle Gelegenheit geboten werde, vor der Presse seine Pläne zu entwickeln. Eckener streifte dann die gegenwärtige Lage der Luftschiffahrt nach dem Versailler Vertrag und gab einen weiteren Ausblick über die künftige Ent- Wickelung des Luftverkehrs. Dabei hob er hervor, daß die Reisen im Luftschiff auf große Entfernungen wesentliche Vorteile gegenüber der Reise im Flugzeug bieten. Wenn man behaupte, daß das Luftschiff an Bedeutung gegen- über den Flugzeugen zurückgehe, so sei das durchaus nicht richtig. Trotz aller Verbesserungen komme nach seiner Ansicht das Flugzeug nur für Entfernungen bis 1500 Kilometer in Frage. Für den Verkehr über weitere Strecken fei unbedingt das Luftschiff das geeignete Flugzeug. Der Ausspruch, man fliege im Flug- zeug, aber man reise im Luftschiff, sei durchaus zutreffend.
Eckener wandte sich dann der augenblicklich im Vordergrund des Interesses stehenden Frage der Erforschung des Nord- poles mithilfe des Flugzeuges zu und führte etwa aus: Ich bin überzeugt, daß es von außerordentlichem Wert für uns ist, den Beweis zu erbringen, daß das Zeppe- linluskschiff ein Instrument ist, mit dem wissenschaftliche Probleme gelöst werden können, die
'" i£ 9M M. Jen _N> Das Er- >ch^;lzchc Expedition mittels Luftschiffs den gebms der Ämundsenexped-tion zergie, da» he. Beweis zu «bringen, daß Las Luftschiff ein
dem heutigen Stand der Technik die Erreichung des Nordpols mit Flugzeugen zunächst unüberwindliche Gefahren in sich schließt. Amundsen hak deshalb fetzt auch erwogen, sein Ziel mit Hilfe des Luftschiffs zu erreichen. Auch nach seiner Ansicht istdasnurunterVerwen-
dung des Luftschiffes möglich. Die Meinungen, die dahin gehen, als ob das ein sehr großes Risiko fei, sind nicht zutreffend. Dasjenige, was am unbequemsten und unter Umständen für die Luftfahrt etwa gefährlich ist, das sind nur die Wetterstürze, welche durch das Zusammentreffen von heißen und kalten damit der erste Schritt zur Einleitung diplomatischer Verhandlungen getan. Aber das wird im (Bruche genommen von den Entschließungen der Gegenseite abhängen. Für die deutsche Regierung ist folgerichtig die Marschlinie gegeben, die bereits in dem deutschen Memorandum vorgezeichnet war.
Das Schlutzgutachlen des Kvsle- Ausschuffes.
Berlin, 11. Juli. Der Höfle-Ausschuß des Preußischen Landtages schloß am Samstag feine Beratungen ab. Der Ausschuß beschloß mit allen Stimmen gegen die der Kommunisten folgende Feststellungen:
I. Der Haftbefehl gegen Dr. Höfle ist non der Staatsanwaltschaft beantragt worden, ohne daß in dem Antrag die vorschriftsmäßigen Angaben über die den Flucht- oder Kollisions- vcrdacht begründeten Tatsachen enthalten waren. Die Ausführung der Untersuchungs- Haft scheint in mehrfacher Hinsicht unverhältnismäßig hart. Hierbei sind insbesondere je ein Fall verspäteter und nicht erfolgter Benachrichtigung der Frau Höfle und die Beschränkung der" Sprecherlaubnis hervorzuheben, die Arrestverfahren insbesondere das der Gerichtskasse und das Meineidsverfahren haben ohne Not die Qual der Untersuchungshaft verschärft. Das Verhalten der Vertreter der Staatsanwaltschaft in Sachen Höfle läßt in einigen Fällen ruhiges Urteil und Takt vermissen.
II. Ein Erlaß mit der Grundtendenz des
Erlasses vom 23. August 1924 war notwendig, weil in einer Reihe von Fällen für gerichtliche Zwecke sehr bedenkliche Gutachten beamteter Medizinalpersonen abgegeben waren, die eine geordnete Rechtspflege erheblich gefährden mußten. Der Erlaß hat jedoch bei seiner An- wendung in der Praxis zu Mißverständnissen, .
und Schäden geführt, so daß eine Klarstellung : rooiben.
der einschlägigen Stellen angezeigt erscheint, s V. Der Tod Dr. Höfles ist letzten Endes III. Während der Inhaftierung des Dr. i durch Einwirkung narkotischer Gifte herbeige- Höfle sind mehrfach Verstöße gegen die D. führt worden. Auf welche Weise diese Giste V. O. festzustellen. Insbesondere hat es gefehlt j in den Körper Höfles hineingelangt sind, ist an der notwendigen Kontrolle Dr. Thieles — i bei der Mißwirtschaft mit narkotischen Mitteln soweit nicht seine rein ärztliche Tätigkeit in im Lazarett unter der Leituna Dr. Thieles
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Luftströmungen entstehen. Die sogenannten Gewitterfronten, Kälteeinbrüche, Sturm, Regen und Schneebelastung sind für das Luftschiff in seiner heutigen Leistungsfähigkeit eine Kleinigkeit. Wetterstürze, die unter Umständen unbequem sein können, hat man aber aus dem ?!ol gar nicht zu gewärtigen. 3m Sommer errscht eine Durchschnittstemperatur, die sich um null Grad bewegt. Man kann dort etwa so gut und sicher fahren, wie im Spätherbst in Deutschland. Wir können jedenfalls mit Sicherheit sagen, daß man das, was überhaupt bei einer Nordpolexpedition sich wissenschaftlich feststellen läßt, durch Luftschiffe erreicht werden kann. Man kann über die Verteilung von Land
und Wasser ein abschließendes Urteil gewinnen, man kann feststellen, ob diesseits oder jenseits des Pols noch größere Landkomplexe liegen, man kann ein Urteil über die Waiserliefe gewinnen, man kann schließlich feststellen, ob dort Flachsee oder tiefer Ozean vorhanden ist usw. Davon ausgehend, kann die Wissenschaft wichtige Schlüsse über die Meeresströmungen, die meteorologischen Verhältnisse usw. gewinnen. Man kann , über die Luftelektrizität, den Erdmagnetismus, die Erscheinung des Nordlichtes wissenschaftliche und experimentelle Forschungen anstellen. Das ist ja die Aufgabe der Wissenschaft und des Forscherkums, jede Lücke auszufüllen, die in unserem Wissen noch vorhanden ist. Es muß ohne Zweifel die Wissenschaft reizen, mittels Luftschiffes diese Feststellung zu machen. Eckener führte dann weiter aus, daß ihm neben diesen wissenschaftlichen Schritten auch daran liege, durch eine wissen-
kauglsches Fabrzeu" und geeignet ist. dereinst eine goße Rolle als völkerverbindendes Ver- kehrsinsicumenk zu spielen. Es komme nunmehr zunächst darauf an, die erforderlichen Geldmittel für den Bau eines Zeppelinluftschiffes zusammenzubringen. Dazu erbitte er die Mitwirkung der deutschen Presse. — Dem Borkrage Eckeners folgte stürmischer Bestall. Der Vorsitzende Krumbhaar dankte Eckener für seine werkvollen Ausführungen und versicherte, daß die deutsche Presse die Pläne Eckeners mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln
unterstützen werde.
Frage kommt — durch die Aufsichtsstellen, an einer genügenden Beaufsichtigung des übrigen Personals durch Bully und Dr. Thiele, an einer genügenden Ueberwachung der Apotheke, namentlich der stark wirkenden Medikamente, an einer genügenden Kontrolle der Befolgung ärztlicher Anordnungen durch Dr. Thiele, an einer genügenden Beobachtung der Kranken hinsichtlich ihres Zustandes und ihrer Verpflegung.
IV. Die ärztliche Untersuchung und Behandlung Dr. Höfles durch Medizinalrat Dr. Thiele war in hohem Grade oberflächlich. Die Abgabe narkotischer Mittel erfolgte im Untersuchungslazarett unter Leitung Dr. Thieles leichtfertig. Der Ernst des Gesundheitszustandes Dr. Höfles ist bis zum Schluß nicht voll erkannt und nicht richtig gewürdigt worden.
Jm Gutachten Strauß-Störmer ist zu beanstanden, daß durch eine Nachlässigkeit ein folgenschwerer Schreibfehler unkorrigiert blieb. Die gutachtliche Aeußerung Dr. Thieles vom 16. April 1925 war falsch und irreführend: sie trägt wohl die Hauptschuld daran, daß die Untersuchungshaft über den Zeitpunkt hinaus ausgedehnt wurde, zu dem sie mit Rücksicht auf den gesundheitlichen Verfall hätte unterbrochen oder aufgehoben werden müssen. Bei dem vorläufigen toxikologischen Gutachten Dr. Kippers ist zu tadeln, daß er sich durch Staatsanwaltschaftsrat Dr. Duder bestimmen ließ, es aus dem Kopf ohne schriftliche Unterlagen in die Schreibmaschine zu diktieren. Das endgültige Gutachten Straßmann sen.- Kipper-Störmèr vom 29. April 1925 ist, soweit es den Tod Höfles auf Selbstmord zurückführt, van Straßmann und Störmer nach Aufklärung über die inzwischen erfolgten Feststellungen des Ausschusses wesentlich eingeschränkt, von Dr. Kipper in der Hauptsache zurückgenömmen
nicht aufzuklären, insbesondere ist auch ein Selbstmord Höfles bei freier Willensbestimmung nicht erwiesen. Jedenfalls haben zu dem Tode Dr. Höfles beigetragen fein bereits beim Eintritt in die Haft bestehendes Leiden, die Verschlimmerung dieses Leidens während und infolge der Haft durch ungenügende ärztliche und pflegerische Behandlung und Ueberwachung in der Haft sowie die seelische Einwirkung von Versäumnissen und Härten seitens einzelner amtlicher Personen.
Grundsteinlegung
eines Abstimmungs-Denkmals.
Allenstein, 12. Juli. Heute nachmittag wurde die Grundsteinlegung des Äbstim- mungsdenkmals feierlich vollzogen. Nachdem der Leiter des Ostdeutschen Heimatdienstes Marks den Text der Urkunde verlesen hatte, vollzog er den ersten Hammerschlag. Als Vertreter der Reichsregierung waren erschienen Ministerialdirektor Dallmann, der preuß. Kultusminister Becker, der Oberpräsident der Rheinprovinz Fuchs, der Oberpräsident von Ostpreußen Siehr, ferner Oberbürgermeister Zülch sowie Vertreter der Heimattreuen Vereine. Der Vorsitzende des Heimatdienstes, Marks wies in feiner Eröffnungsrede darauf hin, daß, als am 11. Juli 1920 die Bewohner des Abstimmungsgebietets Allenstein 150 000 Zettel mit der Aufschrift „Ostpreußen" in die Wahlurne legten, Allenstein vor fremder Knechtschaft für unser deutsches Vaterland gerettet worden sei. Zum Gedächtnis dieses Tages solle dieser Stein sich emporrecken als ein Mahnmal unserer geliebten Heimat, als ein Mahnmal unseres heiligen Vaterlandes und als ein Mahnmal unseres deutschen Volkstums. Darauf hielt der ehemalige Abstim- .mungsfommiffar und Mitglied des Reichsrates und preußischen Staatsrates Freiherr, v. Gayk die Weiherede. An zweiter Stelle sprach der preußische Kultusminister Becker namens der preußischen Staatsregierung. Anstelle des verhinderten Reichsinnenministers Schiele wandte sich dann Ministerialdirektor Daumann an die Festverfammlung, der er die wärmsten Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregierung übermittelte. Er sagte unter anderem:
Siegreich behauptet sich dec alte Spruch: Noch nie war Deutschland überwunden, wenn es einig war. Die Reichs- und Skaalsregie- rung werden stets mit allen Mitteln denjenigen Friedensstörern entgegentreken, die an dieser Einigung einen Teil unseres Volkes irre machen wollen. Dieses Denkmal soll ein bleibendes Zeichen für Ostpreußens unlösbare Verbundenheit mit dem Reich fein. Das Reich wird Rechnung tragen allen Schwierigkeiten, die sich aus Ostpreußens isolierter Lage ergeben. Ostvreußens Zukunft gründet sich auf das zähe Selbstvertrauen, mit dem seine Bewohner immer wieder im Laufe der Geschichte ihre zerstörte Heimat aufbaulen. Darum vorwärts für Preußen und Deutschland!
Als letzter in der Reihe der Festredner legte ein Vertreter der Heimattreuen Ostpreußens Berlins, die in Stärke von 400 Mann herbeigeeilt waren, ein erneutes Treugelöbnis zur alten Heimat ab. Sodann verlas der Leiter des Heimatdienstes, Marks, folgendes Telegramm des Reichspräsidenten: Herz- lieben Dank für das Treugelöbnis und freundliches Gedenken. Hindenburg.
Gegen die Knebelung -er deutschen Luftfahrt.
Berlin, 12. Juli. Der Verband Deutscher Luftfahrzeugindustrieller veranstaltete am Samstag abend im groben Saal des Flugverbandshauses eine Protestkundgebung gegen die unerhörten Forderungen, durch die die neue Note des Feindbundes der Entwicklung unseres Luftfahrtwesens den Todesstoß zu geben versucht. Verbandsdirektor Deekens wies tm einzelnen nach, daß die Note des Botschafterrats im Gegensatz zu den Beschlüssen des Londoner Ultimatums nicht nur die berechtigterweise zu erhoffenden Erleichterungen, sondern über den bisherigen Zustand hinaus außergewöhnliche Einschränkungen bringe. Wurden die Forderungen angenommen, so bedeute das die sofortige und vollständige Stillegung der deutschen Luftfahrzeugindustrie und des aufblühenden Luftverkehrs. .
Als Vertreter der Reichsregierung führte Ministerialrat Brandenburg aus, daß das Kabinett noch nicht Stellung zu der Note genommen habe, da es vorher mit den Kreisen der