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200. Jahrgang.

Sanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kana« Stadl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernlvrech-Anfchluß Nr. 1237 und 1238,

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Dienstag öen 23. Juni

1925

Das Neueste.

_ Der Austausch der Ratifikationsurkunden zu dem deutsch • spanischen Handelsvertrag vom 25. Juli 1924 ist gestern in Madrid erfolgt.

— Der deutsche Botschafter v. Hösch hat gestern mchwittag den französischen Außenminister Briand -ufgesucht und mit ihm eine Reihe schwebender Fragen besprochen. Die Sicherheit?- und die Paktfrage waren nicht Gegenstand der Demarche.

— Painlevs wird heute in der französischen Kammer über die Marokkopolitik sprechen.

— In der gestrigen Sitzung des Wiener Hochschul- tages wurde auf Antrag der Rektorenkonferenz der österreichischen Hochschulen einstimmig eine Ent­schließung gefaßt, die sich dahin ausspricht, daß der Anschluß Oesterreichs an da? Deutsche Reich mit allen Mitteln zu erstreben sei, da eine andere Möglichkeit für die geistige und wirtschaftliche Gesundung Oester­reichs nicht gegeben erscheint

Parlamentarische Schwierig­keiten ?

Berlin, 23. 3uni. 3m Reichstag fand zeslern nachmittag eine Reihe von Besprechun- zen zwischen den Vertretern der Regierungs- scaklionen und Mitgliedern der Reichsregie- 3 statt, in denen die parlamentarische De.

lung der wichtisslen Regierungsvorlagen erörtert wurde. Line völlige Einigung ist noch nicht erzielt worden. Bei den Regierungsfrak­tionen soll der Dille vorherrschen, zum minde­sten die sämtlichen S leuervorlagen, einschlieszl der Bier- und Tabaksteuer, bis Anfang Juli un- bedingt zu erledigen. Ob auch die Zollvorlage bis zum 18. Juli, an ««MM

tag in die Ferien gehen wollte, ihre parlamen­tarische Erledigung finden werde, ist noch zweifelhaft. Der Aelteskenavsschutz wird heute über das Arbeitsprogramm des Reichstages be- schließen. Dabei soll auch der Termin der in Aussicht genommenen außenpolitischen Debatte fesigesetzl werden.

Nach dem letzten Beschluß des Aeltssten- rates ist dem Reichstag die Ausgabe gestellt, bis zum 18. Juli zu tagen und bis zu diesem Ter­mine alle wiegen Vorlagen einschließlich der Zolltarifvorlage zu erledigen. Gegen dieses Ärbeitsprvgramm macht sich seit einigen Tagen im Reichstage ein gewisser Widerstand bemerk­bar. Wie es scheint, neigt man in parlamen­tarischen Kreisen der Ansicht zu, daß es besser sei, die Tagung in der ersten Juliwoche abzu- brechen und Mitte oder Ende AuMst wieder zusammenzutreten, um den Rest des Be- ratungsstofses zu verabschieden. Bis zum 4- Juli soll die Etatberatung zu Ende geführt und die Aufwertung unter Dach und Fach ge­bracht werden. Die Steuergesetze und die Zoll- tarifoorlage will man sich für das Wiedersehen M August aussparen.

Die Reichsregierung hat diesem Abände- sungsplane sofort energisch widersprochen, so­bald über die Absichten etwas zu ihren Ohren gedrungen war. Gestern haben nun nach obiger Meldung Besprechungen zwischen den Vertretern der Regierungsfraktionen und Mit­gliedern der Regierung stattgefunden, ohne je« M zu einer Einigung zu gelangen. Wir er­blicken eine gewisse Gefahr darin, daß man die -Parlamentstagung auseinander reißt. Aufge- Ichoben ist zwar auch im Parlament nicht immer ausgehoben, aber in den meisten Fällen ovch auf die lange Bank geschoben. Eine solche -Behandlung vertragen weder die Steuergesetze 110die Zolltarifvorlage. Wenn der Steuer- Marat, der durch die bisherigen Methoden in Unordnung geraten ist, für das nächste Jahr wieder normal in Gang gebracht werden soll, m müssen die Steuergefetze unbedingt bis zum - Juli verabschiedet werden. Auch die Zoll- Mlfvorlage drängt. Alle in Betracht kommen-

Kreise sind sich einig darüber, daß den eutfcgen Unterhändlern bei den Handels- lÄMsverhandlungen die Hände gebunden

' Wenn sie nicht einen regelrechten Tarif als i ^M Wungsinstrument besitzen. Deshalb muß bisherigen Zustand schleunigst Wandel L schaffen werden. Eine Unterbrechung der Eheberatung in der Dauer von 6 Wochen bedeutet auf jeden Fall eine Verzögerung Deshalb hält sich die Regierung als Füh- un^.T "Mflichtet, vom Reichstag eine un- nn^^o^ue Tagung zu verlangen, wie sie

°em letzten Beschluß des Aeltestenrates rub- "Höfchen ist. Mag der Reichstag dann Mm9Jetne Ferien auf ein paar Monate aus- en ehe er lieh der Rube Linaibt must er

über die Ueberwachur

Paris, 23. Juni. Wie aus Madrid gemel­det wird, veröffentlicht die spanische Regierung nachfolgendes Communique:

General Jordana zusammen mit einem weiteren spanischen Delegierten und der fran­zösische Botschafter in Madrid zusammen mit einem weiteren französischen Delegierten haben gestern das Abkommen zwischen Spanien und Frankreich über die UeberwachungderMarokko-Küste unterzeichnet. Diese Ueberwachung wird sich auf die Küstengegend der spanischen und fran­zösischen Gebiete, sowohl der Souveränität als auch der Protektoratszone zwischen dem 2. Grad östlicher Länge und dem 27. Grad nörd­licher Breite einschließlich erstrecken. Die Kriegsschiffe beider Länder werden die Ueber­wachung gemeinsam durchführen. Der franzö­sische und der spanische Oberbefehl wird jedoch vollkommen unabhängig bleiben gemäß den allgemein zwischen den Marinebehörden beider Länder verabredeten Direktiven. Die Ueber­wachung wird sich auf die Einfuhr von Waffen und Kriegsmaterial nach Marokko und auf die strikte Beobachtung der internationalen Be­stimmungen und des Reglements beziehen, nachdem der Zugang zu der marokkanischen Küste auf anderen Wegen als unter Benutzung der Handelshäfen verboten ist. Die franzö­sischen und spanischen Kriegsschiffe werden, um sich die Mittel beschaffen zu können, derer sie auf ihren Kreuzfahrten bedürfen, die dem Handel offenstehenden Marokkohäfen benutzen können. ÄUtzeroein -weroer, oie uHUum^« Kriegsschiffe „Oron" und „Nemours^ und die französischen Kriegsschiffe „Algeciras", „Ma­laga" und „Almeria^ anlaufen können.

Zur Lage in Marokko.

Paris, 22. Juni. Wie der Sonderberichter­statter des „Temps" aus Fez berichtet, hat Marschall Lyautey gestern mit dem Sultan eine längere Unterredung gehabt, in der er dem General seine Eindrücke mitteilte, die er auf seiner Reise und bei seiner Ankunft in Fez übhr die Eingeborenen gewonnen hat. Der Sultan erklärte, er beabsichtige demnächst eine Proklamation zu erlassen, in der er beweisen werde, wie Abd el Krim der Einheit des Sche- rifenreiches Abbruch tue. Bekanntlich habe der Führer der Rifleute überall verbreiten lassen, er werde am Tage des Heiligen Lammes, Ail- El-Kenbir, das am 3. Juli stattfindet, in Fez einziehen. Um auf diese Provokation zu ant­worten, habe der Sultan beschlossen, dieses Fest selbst in der nördlichen Hauptstadt seines Ge­biets zu feiern und zu diesem Zweck seinen Aufenthalt in Fez zu verlängern.

Paris, 22. Juni. Nach dem aus Fez ver­öffentlichten amtlichen Bericht über die Lage in französisch Marokko ist der Feind aus dem Gebiet der Rhouna nach heftigem Widerstand

sie sich nach Ansicht der Regierung durch völliges Aufarbeiten des Vrratungsstoffes erst verdienen.

An sich besteht durchaus die praktische Mög­lichkeit, des ganzen Beratungsstoffes noch im Monat Mai Herr zu werden. Die Erledigimg der Auswertungsvorlagen im Ausschuß macht gute Fortschritte. Bekanntlich ist zwischen der Regierung und den Regierungsparteien ein Kompwmiß geschlossen worden, das die wesent­lichen vorher umstrittenen Punkte einschließt. Auf dieser Grundlage ist es gelungen, im Aus­schuß die Aufwertung der Hypotheken zu regeln und die Aufwertung der Anleihen, mit der man gegenwärtig im Ausschuß beschäftigt ist, ist ebenfalls im Ausschuß in der Hauptsache bereits beschlossene Sache. Die Beratung der Steuer- vorlagen macht im Ausschuß ebenfalls gute Fortschritte. Die einzige Frage, die man über­haupt noch nicht in Angriff genommen hat, ist die des Zolltarifs. Diese Vorlage ist dem Reichs­tag erst gestern zugegangen und sie bedarf noch eingehender Beratung im handelspolitischen Ausschuß. Daß hier noch große Schwierig­keiten zu überwinden sind, ist ohne weiteres klar. Noch stehen sich innerhalb des Regierungs- lagers die Befürworter landwirtschaf« sicher Mindestzölle für Getreide und ihre Gegner ziemlich scharf gegenüber. Auf der anderen Seite aber ist doch auch unbestreitbar, daß nur die hauptsächlichsten Streitfragen des Zolltarifs eine eingehende Beratung im Ausschuß nötig machen. Ueber die technischen Einzelheiten de«

MWllll.FrMM

g der Marokko-Küste.

nahezu vollständig vertrieben worden. Fran­zosentreue Stämme haben mit Unterstützung von Maschinengewehrfeuer in der Gegend von Djebel Bom Messaoud den Feind eineSchlappe beigebracht, der 15 Tote und 23 Verwundete zu verzeichnen hat. In der Gegend von Taou­nat herrscht Ruhe. Die Dissidentenstämme bringen die Ernte ein. Die Säuberungsaktion bei Ain Maatouf hat bei den Bewohnern der dortigen Gegend starken Eindruck gemacht. Französische Flieger haben zehn Bombarde­ments unternommen, darunter eins auf einen gerade äbgehaltenen Markt. An der Ostfront bei Akaoul und Syah werden von beträcht­lichen Streitkräften Verteidigungsstellungen ausgebaut.

Painlevs spricht heute über die Marokkopolitik.

Paris, 23. Juni. Heute vormittag findet ein Ministerrat statt, in dessen Verlauf die Erklä­rungen festgelegt werden sollen, die heute nachmittag Ministerpräsident Painlevs in der Kammer über die Marokko-Politik abgeben wird. Ministerpräsident Painlevs hat gestern einem Vertreter des „Petit Parisien" gegen­über betont, er werde heute sprechen, denn es handle sich darum, mit vollkommener Ge­nauigkeit zu begründen, welche Absichten die Regierung in Marokko habe. Er wolle in aller Offenheit und Loyalität vor der Kammer die Ziele und die Mittel besprechen, durch die man zu einem Ende gelangen könne. Er werde die Absichten, die man habe, begründen und es sei erklären. ob sie der Regie- klargestellt werden -und jeder einzelne muffe hierzu Stellung nehmen. Ein Mitarbeiter Painlevss erklärte auf Befragen, daß im Ver­laufe der heutigen Debatte auch das Verhalten der Kommunisten entwickelt werde. Nach dem „Matin" wird auch Justizminister Steeg Auf­klärung über die gegen Kommunisten bereits singeleiteten Strafverfahren geben und nach gewissen Morgenblättern ist es nicht ausge­schlossen, daß vielleicht die Aufhebung der Im­munität gegen den einen ooer den anderen kommunistischen Abgeordneten gefordert wird, der bei der Agitation gegen die Marokko- Politik der Regierung besonders tätig gewesen ist. Es handle sich vermutlich um die kommuni­stischen Abgeordneten Doriot und Marty.

Die Schwierigkilen im Kartell der Linken.

Paris, 22. Juni. Wie Havas aus Chalon- Sur-Saone berichtet, verlangt der dortige so­zialistische Bezirksverband in einer Tagesord­nung von der Parlamentsfraktion, daß sie augenblicklich eine oppositionelle H a l- t ii n g einnehmen solle, bis eine Mehrheit und eine Regierung sich zusammenfinden, um offen den Weg zum internationalen Frieden, zu be­herzten sozialen Reformen und zur Finanzie­rung zu beschreiten.

Tarifs kann der Ausschuß ebensowenig tief­gründige Betrachtungen anstellen wie das Plenum. Hier muß man die Entscheidung dem Fachmann überlassen, nachdem man sich über die Art und Höhe der Hauptzölle einig gewor­den ist. Diese Einigung kann recht schwierig sein. Aber da man allgemein der Ansicht ist, daß sie zustande kommen wird, so wird man sich bei gutem Willen ebenso leicht in 14 Tagen ver­ständigen können wie nach Ablauf von 6 bis 8 Wochen.

Die eigentlichen parlamentarischen Bedenken gegen eine ununterbrochene JulitaAmg bis zum vollständigen Aufarbeiten liegen denn auch wahrscheinlich auf anderem Gebiete. Die Sozialdemokraten haben wiederhast die Absicht geäußert, die Verabschiedung der Zolltarifvor­lage mit allen parlamentarischen Mitteln zu verhindern. Ihre ganze Opposition richtet sich auf diesen Punkt. Sie wollen Obstruktion treiben, wie sie es bei früheren parlamentari­schen Zallkämpfen ja auch schon wiederholt getan haben. Soll dieses Spiel mißlingen, so müssen die Regierungsparteien während der kommenden Wochen ihre Fraktionen im Reichs­tag stets vollzählig beisammen haben. Die sozialdemokratische Fraktion wird sicher in voller Stärcke auftreten und sie hat ihre Partie gewonnen, wenn die Bänke der Regirrungs- varteien große Lücken aufweisen und die Be­schlußfähigkeit des Hauses auf den Augen von ein paar Abgeordnete steht. Hier scheint der wunde Dunkt zu lieaen. Man rweikest offenbar

daran, ob es möglich sein wird, in dem Ferien- monat Juli die Fraktionsstärke auf der Seite der Regierungsparteien auf der nötigen Höhe zu halten. Das wäre also eine Frage der Frak- tionsdisziplin. Man wird doch wohl zunächst noch hoffen dürfen, daß eine sachliche Not­wendigkeit an ihr nicht scheitern wird.

Um die Regierungserwesterung in Preutzen.

3m preußischen Landtag wurde gestern nachmittag die Frage der Regierungserweike- rung von Vertekern der deutschen Votkspartei, des Zentrums, der Demokraten und der So­zialdemokraten erneut besprochen. Ein Be­schluß wurde nicht gefaßt. Wie die Blätter hören, wird das Zentrum den,nächst konkrete Vorschläge an die übrigen Fraktionen richten.

Dermögenssieuerfraqen im Steuer- ausschuh.

Der StencrauSschuß bei Reichstage? setzte am Montag die Beratung der Vermögens- und Erbschafts­steuer fort. Die Aussprache drehle sich zunächst um hie Streiareuje, die Höhe des Erbes, daS steuerfrei ble ben soll. — Aba. Hollein (Rom.) fordert, daß tiefe Grenzen im Interesse der kleinen Leute, insbe­sondere beim KindeSerbe, da? zum Aufbau einer neuen Existenz dienen soll, auf lOOOO Mark erböht werden soll. — Ministerialdirektor Zanden weist auf den 'ärteparograpben hin, der gestattet, noch höhere Erb- ’djnft-n fretiufaffen al? bi? lOOOO Mark. — Der Antrag Höllein wird abgelehnt. Die weitere Be­sprechung dr-ht sich um die Bewertung deS Hausrates bei der ErhschaftSsteiier. — Die Abgg. Höllein sstom.s und' N e u b a u e r (Som.) fordern scharfe Be­steuerung der Hausrathamsterer. Der „berühmte* Familiensinn dürfe hier keine Schutzmauer bilden. — Abg. Ströbel (Soz.) weist auf hti8 Beispiel von Tevpichhamsterern und Neu­reichen mit Kunstbansrat hin und nnterstiitzt den sich nur uni die Befreiung des bstraerlichen Hausrates, »er nicht durch Sef'euerum der Fami'ie entzogen und verschleudert werden soll, denn wir haben nun einmal noch eine bürgerliche Gesellschaft. Nicht jede Doppel- wobniino ist eine Sache deS LnxnS.

Die Erörterung über den Hausrat wurde abge­brochen. Angenommen wurden die Vorschriften über die Regelung der Steuerschuldfragc, die über die Bewertung und über den Zeit­punkt deS Inkrafttretens de? Gesetzes. Den Vor- fdjrtffen über die Verwertung (§ 32 Ab*. 2) wurde ein Zusatz binzugefngt, der besagt, daß allgemeine Wertverändernngen, die auf Aendèrungm der allge­meinen wirtschaftlichen Verhältniße beruhen, nicht in Betracht kommen s»lange die EinheitSwerte jährlich estgeftsept werden. Für die Vorschrift zur Frage der Steuerstundung bei Vererbung von Grundbesitz sicherte die Regierung eine Rachprüsting bis zur zweiten Lesung zu.

Kein Selbstmord Kofles?

Berlin, 22. Juni. Vor dem Höflc-Auèschuß beS preußischen Landtags schilderte heute der leitende Ge­sang niSarst Hirsch, der für den beurlaubten Dr. Thiele feit dem 14. Mai die Leitung der Anstalt in Moabit übernahm, als Zeuge und Sachverständiger die trost­losen Zustände in der Anstalt bei seinem Eintritt. Seiner Ansicht nach fei ungeheuer viel Narkotia ver­braucht worden, anscheinend auf Grund zu großer Nachgiebiokrit Thiele'r. Auch in der Verköstigung habe keine sachgemäße Verteilung stattgeüindcn. Es habe etwa drei Tage gedauert, bis einiger­maßen Ordnung herrschte. Die Pfleger seien wohl, um Ruhe zu l aben, über die Anordnungen de» Arztes hinan gegangen. Die Einrichtungen des Laza­retts seien in l yginischer und sonstiger Bezicdnng ein» wandfrei. Auf die Fragen des Sachverständigen, Professor Lew u, gibt Dr. Kipper, der toxikologisch be« «ibifte Sachverstân»'«- und erste Assistent am Staatlicher Institut für gerichtliche Medizin, der das chemische Gutachten über Hoefle» Tod abgab. er könne die An- zabc in fernem Gutachten, daß Hoefle unmittelbar vor fei« newTobc die sestzesteatenRengenLumiual nahm nicht auf« unterbauen. Mn» der weiteren Darstellung der Art der Marnaitme bet S-teriuchung entnimmt Geheimrat Sewn, daß bx Untersuchung nicht mit der erfordere l chen Sorgfalt »orgenommen worden sei, sodag da» Gutachten Kippers nicht als vollgiltig anzusehen sei.

Der Zeng« Kircher bekundet pt been Mn ihm ab« gegebenen cherm'ch m «ntnchten weiter, b a# erste Gut» achten habe er auf Grund beS bisuer gemachten Sc« nnve» erstattet. Daraus sei bet Schluß auf Selbst, mord gejagen worden. Er gebe jetzt die Mögüchcnt r«. bax <• sich Nicht um einen absichtlichen Gelbstmord Höfl-s handelte. Höfle habe sich bielleicht nur Rich« »erschaffen wessen und eine etwas größere an sich aber nicht tätliche Dosis genommen, die infolge bet U ebersättig uns beS Körpers mit Giften int vergift«,-.« fühlte, ohne 16 be Absicht einet Selbsttörung be an». Der Zeuge etffiri, daß ein erheblicher Druck Mx der Gtaat»an»«ltsch«,t auSgeüht »erben sei hinsichtlich »er Abfaffun, das »ntachien' Leiner Erinnernng nach sprach Mediz nalrat Storm als erster den Verdacht eine« SeUumor»eS in «ch gemein amen Beratung mit Professor Straff*« km Hw «ms.