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200. Jahrgang.

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Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernivrech-Anschlutz Nr. 1287 und 1238.

«E,pg,pret»: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne TrLgerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Neichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höh« im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Neichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite 25 Neichspfennig. Offertengebühr: 30 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerftraß« 9.

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Kn 142

Samstag den 20. Ium

1923

Das Neueste»

Der Reichstag hat im Namen des deut­schen Volkes Amundsen herzliche Glückwünsche zu seiner Rückkehr übermittelt.

Nach Meldungen aus Oslo hat Amundsen der norwegischen Luftgesellschaft mitgeteilt, daß er in drei Wochen nach Oslo zurückzukehren hoffe. Er beabsichtige, eine neue Polexpedition vorzubereiten, da es die bei der letzten Fahrt gesammelten Erfahrungen ermöglichten, den Dol zu erreichen.

Die Zolltarifvorlage ist jetzt beim Reichs­tag eingegangen.

Der südafrikanische Premierminister hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, die Deutsch- küdwestafrika eine beschränkte Selbstverwal­tung geben soll.

Das Scho der französischen Antworinore.

Französische Stimmungsmache gegen Deutsch­land.

Noch bevor irgendeine offizielle Verlaut­barung aus Deutschland über die Aufnahme der französischen Antwort in Paris bekannt ist, beginnt, offenbar auf Weisung des Quai d'Or­say hin, die Pariser Presse in altgeübter Weise einmütig gegen Deutschland Stimmung zu machen, und es vor aller Welt als den Frie­densstörer hinzustellen, falls es die französi- schen Paktwünslye nicht unbesehen annimmt. Man übersieht dabei geflissentlich, daß die An­regung zum Abschluß eines Sicherheitspaktes non Deutschland ausging, das durch weitest­gehende Zugeständnisse jeinen Friedenswillen dokunièntierte, und daß jetzt, wo Angebot gegen Angebot stehl, der einzig mögliche zu einer Einigung zu kommen, in Verhand­lungen auf der Basts der Gleichberechtigung bestehen kann.

Paris, 19. Juni. Erst die heutigen großen Abendblätter veröffentlichen die zwischen Deutschland, Frankreich und England gewech­selten Noten über den' Sicherheitspakt im Wortlaut. Sie befassen sich auch eingehend mit der Kritik der Dokumente und suchen vor e die fran-

»llem festzustellen, in welchem Maße zösischen Interessen in diesen Frager

igen gewahrt werden. Der allgemeine Eindruck, den die Presse momentan widerspiegelt, ist der, daß Frankreich in dem diplomatischen Spiel her letzten Wochen gut abge- l^nitten habe. Briand erhält fast in allen Blättern reichliches Lob gespendet und auchChamberlainwirdalsaufrich- figer Freund Frankreichs geprie- !e n. Der Brief, den er am 8. Juni an Briand Mete, bietet für denTemps" den Beweis, Chamberlain vom Geist der Versöhnung and von dem herzlichen Wunsch beseelt ist, mit Frankreich aufrichtig Zusammenzuarbeiten, heim Durchlesen dieses Dokumentes habe man reicht einen Augenblick das Gefühl, daß zwi- ,en eine tiefgehende

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ö d^n beiden Regierung^ Differenz bezüglich des Paki

Differenz bezüglich des Paktes herrschte.

Was den Wortlaut der französischen Ant- »ortnote an Deutschland betrifft, so wird sie als ein Zeichen guten Willens und als Aus- °ruck eines versöhnlichen Geistes betrachtet. Gleichzeitig ist man aber überzeugt, daß sie auch geeignet ist, alle Rechte Frankreichs aus âen Verträgen zu schützen. In allen Sommern taten kommt die Auffassung zum Ausdruck, letzt Deutschland das Wort yabeunddaßesdurchdieAnnahme °ar französischen Vorschläge den ^eweis erbringen müsse, ob es 'y.m mit dem Vorschlag, einen vicherheitspakt abzuschließen, ernst war. Die nationalistischen Blätter be- aweifeln allerdings, daß dies tatsächlich der

®ie Bede des Reichskanzlers Luther .^âsteldorf wird in dieser Beziehung als Rn Hechtes Zeichen gedeutet. DerJntran- sGeant nennt sie eine deplazierte Kund- il^ung, die sich an die Proklamation Hinden- urgs gegenüber der Aufrechterhaltung der -Atzung Kölns würdig anschließe. Anderer- U? ^itaidjnet Bainville in derLibertè" die . vleynung Hindenburgs, nach Düsseldorf zu ' als einen Akt der Geschicklichkeit und W-, Hindenburg habe nur abgelehnt, h,VV1?^^ nicht zu provozieren. Eine putsche Recht-regierung könne als ' 8 er chauvinistisch zeigen, eine Regierung der Linken, fnh/ Darm liege nur eine umso größere Ge- ^^^^^ Mäßigung finde nämlich Hin- ura das Mittel, Deutschland wieder auf«

Amunösens Polarslug.

In Schnee und Eis. Ein Erfolg deutscher Technik.

F. R. MnSotbbetSeimbal (Spitz­bergen).

Als Amundsen nach der Kingsbay zurück­kehrte. spielte sich eine dramatische Szene ab. Große Menschenmengen halten sich gegen 10 Uhr abends am Quai versammelt, um die Ab­fahrt derHeimdal" zu beobachten. Durch den Nebelschleier schob sich der Robbenfänger Sjöniv" langsam heran, von dem schwachen Glanz der Mitternachtssonne malt beleuchtet. Man sah viele Männer aus Deck, plötzlich rief ein Mann an Bord derHobby" laut aus:E s ist Amundsen!" Amundsen, mit betäuben­den Hochrufen begrüßt, begrüßte seinerseits die Schiffe im Hafen. Wir stimmten laut die schwe­dische Nationalhymne an.

Langsam, nach und nach, entlockten wir den zu Tode ermüdeten Forschern den Bericht über ihre Erlebnisse. Aber schon ehe sie begannen, konnten wir sehen, was sie während der letzten Wochen durchgemacht hallen.

Amundsen sagte uns, daß die Insassen eines jeden Flugzeuges längere Zeit hindurch ge­trennt waren. Während dieser Zeit hat Ells- worth Dietrichson und Omdal vom Tode desErtrinkensgeretket, während Lar­sen auf der anderen Seite des Eises Hilferufe hörte, ohne Rettung bringen zu können, denn es war wegen des Treibeises nicht möglich, im Faltboot das Wasser zu kreuzen.

Die Vorbereitungen des Startplatzes bedeu­tete für die Forscher eine recht mühevolle Arbeit

Niederlage

Nach Meldungen aus Oslo hat Amundsen dem Direktor Thomsen von der norwegischen Luftverkehrsgesellschaft mitqeteilt, er hoffe in drei Wochen nach Oslo zurückzukehren, um eine neue Polarexpedition zu organisieren. Ueber seinen Flug äußerte sich Amundsen Pressever­tretern gegenüber, er hätte nicht geglaubt, daß solche Strapazen, wie er sie in diesen drei Wo­chen durchgemacht habe, möglich wären und er hoffe, daß kein anderer jemals solche Dinge durchmachen müsse. Einige Maie sei die Lage so furchtbar gewesen, daß die Forscher versucht waren, sich aufzugeben. Die Eisverhältnisse auf dem Wege nach Kap Columbia seien derart ge­wesen. daß eine Wanderung dorthin den siche­ren Tod bedeutet hätten.

Amundsens Lob des deutschen Flugzeugs.

In seinem Bericht über den Polarflug, den wir bereits veröffentlichten, sagt Amundsen zum Schluß:

Während der ganzen Navigation haben die Sonnenkompasse von Görz vollständig zufrie­denstellend gearbeitet. Kein anderes Flugzeug als der Dornier-Typus hätte den Eis druck überstehen können. Ihre besondere Bauart hat sie mehr als andere Typen für unsere Anforderungen in besonderem Maße geeignet gemacht. Die Rolls-Royce-Motore erwarben sich schon in den ersten wenigen Stunden unser Vertrauen. Nicht ein einziges Mal haben wir während der späteren Flüge, wo wir keine Möglichkeit einer Landung hatten, die geringste Furcht verspürt. Während unseres Aufenthaltes im Norden sind die Motore immer augenblicklich ohne Verzug gestartet und haben das Flugzeug gerettet als wir gezwungen waren, es von dem drohenden Packeis hinweg zu schaffen.

Glückwünsche für Amundsen.

Oslo, 19. Juni. Anläßlich der Rückkehr Amundsens nach Spitzbergen prangt die ganze Stadt in reichem Flaggenschmuck. Eine große Anzahl von Glückwunschtelegrammen wurde an Amundsen abgesandt. Die heutige Sitzung

zurichten und ihm seine alte Stärke wiederzu- geben, ohne die Aufmerksamkeit des Auslandes auf sich zu ziehen.

DerTemps" unterstreicht besonders den Ton aufrichtiger Freundschaft, der aus dem Briefe Chamberlains zu ersehen ist, und der seinen dringenden Wunsch ersehen lasse, eine dauernde Zusammenarbeit zwischen den Wcstmächten herbeizuführen. Weiterhin beweist der amtliche Schriftwechsel, mit welcher Geschicklichkeit Briand es verstanden habe, die Interessen und die Rechte Frankreichs zu wah­ren und damit von vornherein alle Manöver zu vereiteln, die sich an das deutsche Angebot

des Storthing wurde mit einer Rede des Prä­sidenten Lykke für Amundsen eingeleitet, die die Abgeordneten stehend anhörtem Die Absendung folgenden Telegramms wurde einstimmig be­schlossen: Das Storthing entbietet Ihnen und Ihren Kameraden ein herzliches Willkommen nach der kühnen Fahrt mit Dank für Ihren Mut und Ihre Tatkraft zum Nutzen der For­schung und zu Ehren unseres Landes.

Der K ö n i g telegraphierte: Die Königin und ich entbieten Ihnen und Ihren Begleitern ein Willkommen. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz sowie dafür, daß Sie abermals dem Na­men Norwegens Ehre gemacht.haben.

Der kommandierende Admiral erhielt die telegraphische Nachricht, daß das SchiffHeim- dal" heute abend von der Kingsbay nach der Lady Franklins Bay abgeht, um die dagelasse­nen Flugzeuge zu holen.

Dr. Eckener an Amundsen.

Friedrichshafen, 19. Juni. Dr. Eckener tele graphierte an Amundsen:Au^ '' " " """ *

ufrichtigste Glück- irften Versuch, die

wünsche zu dem erfolgreichen & . . ,

Arktis mit Luftfahrzeug zu erforschen. Ich hoffe im Sinne unserer Besprechung in Newyork auf eine Zusammenarbeit bei weiteren Unterneh-

munden ähnlicher Art. *

Amundsen hat eine Strecke von über 2000 Kilometer zurückgelegt. Ererreichtezwar nichtdenPol, aber es gelang ihm doch bis ördlicker

dem Pol genähert und ist rund 150 Km. näher an den Pol herangekommen als Nansen 1895. Dreierlei ist es, was bei diesem Ereignis beson­ders hervorgehoben werden muß: erstens die Tatsache, daß es überhaupt möglich ist trotz allergrößter Schwierigkeiten im Flugzeug arktische Gegenden auf weite Strecken zu erforfchen, zweitens Amundsens Beobach­tung, daß sich , auf der europäischen Seite des Großen Eismeeres mit größter Wahrscheinlich­keit kein Land befindet und daß auch der Nordpol von einem 3 bis 4 Kilometer tiefen Meer bedeckt ist. Und die dritte bedeutende und für uns hocherfreuliche Tatsache ist, den die deutsche Technik mit ihren Dornier- Flugzeugen wieder einmal vor aller Welt ihre großartigen Leistungen bezeugen konnte. Die Genugtuung, die man überall über die glückliche Rückkehr Amundsens und seiner Hel­fer empfindet, muß in Deutschland besonders groß sein.

Die Flugmaschinen, die Amundsen verwen­dete, deren Leistungsfähigkeit zum Erfolge ihr Teil beigetragen haben, waren deutsche Ma­schinen. Zur Verwendung gekommen sind, zwei Dornier-Wal-Maschinen' der Dornier-Flug­zeugwerke Friedrichshafen, jener Typ, mit dem der Aero-Lloyd seinen internationalen Seever­kehr durchführt. Für Deutschland ist dieser Typ dank seiner Leistungsfähigkeit von der En­tente nicht z u g e l a s s e n worden, die da­mit auch wieder beweist, daß sie die berüchtig­tenBegriffsbestimmungen" für den deutschen Flugzeugbau in den Dienst des Konkur­renzneides gestellt hat. Vorläufig muß Dornier diesen Typ im Auslande in Pisa bauen. Hoffen wir, daß der Erfolg der Ma­schinen auf dem Nordpolfluge Amundsens dazu beiträgt, die Lächerlichkeit und Schädlichkeit der sogenanntenBegriffsbestimmungen" vor aller Welt zu erweisen. Der Welt ist an diesem Bei­spiele wieder gezeigt worden, daß das inter­nationale Verkehrsflugwesen der deutschen Mit­arbeit bedarf, soll es in seiner Entwicklung nichl künstlich zurückgehalten werden.

knüpfen könnten. Die aufmerksame Lektüre der Dokumente, fährt derTemps" fort, bestä­tigt die Interpretationen, die wir hier immer wieder von der französischen Auffassung über das Rheinlandabkommen gegeben haben. Eng­land verpflichtet sich, mit allen seinen Kräften den Status quo am Rhein zu verteidigen gegen jede Macht, die ihn verletzen sollte. Der Pakt wird gegenseitig fein, aber auf keinen Fall könne, wie Herr Chamberlain selbst aus­spricht, der Pakt und die Abkommen, die mit _______ ihm verbunden sein werden, zum Schutze einer Verdrängten. Es.

Macht angerufen werden, die ihre vertrag- von Treu und Glauben^uspre ch en lieben Verpflichtungen oeriefeen würde. I Sold« Fragen müßten losgelöst vom Auf.

Eine englische Deschwichligungsnote.

London, 19. Juni. Reuter verbreitet fol­gende Mitteilung:

In unterrichteten Kreisen besteht zwar keine Neigung sich zu den Verhandlungen über den Sicherheitspakt zu äußern, da das Blaubuch für sich selbst spreche. Jedoch kommt die Auf­fassung zum Ausdruck, Großbritannien werdetatsächlichkeineneuenVer- pflichtungen übernehmen, son­dern nur seine bisherigen ge­nauer umschreiben. Es wird darauf hingewiesen, daß England als Mitglied des Völkerbundes selbstverständlich durch dessen Satzung gebunden ist und als etwas auffällig bezeichnet, daß in gewissen Kreisen, in denen das Genfer Protokoll befürwortet wurde, nun­mehr der Sicherheitspakt bekämpft wird, denn letzterer beziehe sich letzten Endes auf nur zwei Staaten, während das Genfer Protokoll alle Staaten umfassen sollte. England stellt kein Eingreifen in einen Krieg in Aussicht, an dem seine Interessen nicht beteiligt sind, aber es glaubt, seine Stellung klar umschreiben und die Mächte, zwischen denen kriegerische Verwick­lungen möglich sind, zur Unterzeichnung eines mit verstärkten Garantien versehenen Paktes veranlassen zu sollen, um Kriege zu verhüten, in die es jedenfalls ohne Vorhandensein einer Garantie verwickelt werden könnte.

Macdonald gegen Chamberlain.

London, 19. Juni. Macdonald hat einen Mißtrauensantrag gegen Chamberlain eingebracht, der am Mittwoch, wo Chamber­lain zur auswärtigen Politik im Unterhause das Wort ergreifen wird, zur Abstimmung ge­langen soll. Es wirdwohl mit Recht bemerkt,

er Regierung nach sich ziehen

würde, wird natürlich die Opposition, die sich sonst in der Konservativen Partei sicherlich recht stark geregt hätte, zur Vorsicht veran­lassen. Die englische Regierung wird, was die kommenden Wochen anbetrifft, sich vermutlich stark zurückhalten und der deutsch-französischen Auseinandersetzung ihren Lauf lassen. Im Augenblick scheint sie damit zufrieden zu sein, daß durch die französische Note die Tür zu Äer- Handlungen wenigstens nicht zugeschlagen wor-

den ist.

Sehr gut unterrichtete Kreise vertreten hier die Auffassung, daß BrianddemSicher- Heitspaktabgeneigt bleibt, selbst wenn er in der extremen französischen Form zur Durchführung käme, wie er in der franzö­sischen Antwortnote vorgeschlagen wird. Der Grund dafür liegt darin, daß Frankreich in eine sehr unangenehme Lage kommen könnte, sobald sein Sicherheitsverlangen gestillt ist. In diesem Falle nämlich wäre für England und die Vereinigten Staaten endlich die Zeit ge­kommen, ihre letzte Karte auszuspielen, nämlich ' frage. Schon jetzt nimmt auf Frankreich zweifellos all-

die Schulden

Amerikas Druck auf mählich zu. Heute wehrt Frankreich sich noch, was Abrüstung usw. anbetrifft, mit dem Hin­weis auf die ungelöste Sicherheitsfrage. Nach Abschluß des Paktes aber würde ihm ein solcher Hinweis genommen sein und die Zeit für Ab­rüstungen, Schuldenzahlungen, Finanzierung und vielleicht einen Dawes-Plan könnt« den angelsächsischen Staaten gekommen zu sein scheinen. Nach dieser Version geht Briands Taktik dahin, Deutschland in eine Lage zu bringen, in der es seinerseits ablehnen muß, um so Frankreich vor der Belastung zu sichern, daß an ihm die Verhandlungen gescheitert seien.

Die Ablösung vssentticher Anleihen.

Eine Rede des ReichsbankprSsidenken.

Berlin, 19. Juni. Im Auswertung?, ausschuß des Reichstags äußerte sich heute der Reichsbankpräsident Schacht zu dem Gesetzentwurf über die Ablösung öffent­

licher Anleihen: '

Dr. Schacht wies darauf hin, daß ] e o e Aufwertung für die deutsche Wirtschaft eine ungeheure Belastung bedeute. Die Jnflationsgeschädigten seien so vom Un« qlücf des Vaterlandes betroffen wie diejeni- gen, denen im Kriege der Ernährer wegge- schossen wurde oder denen ihre Häuser in Brand gesteckt wurden, oder die ihr ganzes 'Hab und Gut im Stich lassen mußten, wie die Kolonialdeutschen und die Vertriebenen und ~ > sei abwegig, hier