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zuo. Jahrgang.

Mauer S Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Slaöl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnobm« der Sonn- und Feiertage. / Fernsvrech-Anschluk Nr. 1237 und 1238.

Bezugsprei»: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne TrSgerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Brette 8 Reichspfennig, im Rellameteil von 68 mm Breite LS Reichspfennig. Offertengebühr: 80 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstratze S.

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Donnerslag den 18. Juni

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Das Neueste

Das preußische Staatsministerium hat -arüber beraten, in welchem Sinne die preußi­schen Ministerialstimmen im Reichsrat für die Abstimmung über die kleine Zolltarifvorlage zu instruieren seien.

Wegen der angeblichen Befürchtung vo Ruhestörungen anläßlich der rheinischen Jah tausendfeier sind gestern nacht zwei französische Jägerregimenter ins Saargebiet transportiert worden. Auch marokkanische Truppen sind in den letzten Tagen im Saargebiet wieder auf-

von

ir=

getaucht.

Die Zahl der Toten bei dem Eisenbahn­unglück in Amerika beträgt jetzt 42.

Die chinesischen Wirren nehmen immer »rnsteren Charakter an. Vertreter der Landes- srganisationen fordern, Großbritannien den Krieg zu erklären.

In der französischen Kammer kam es gestern zu Tumultszenen. Die Kommunisten wurden mit Gewalt entfernt.

Tumult in -er französischenKammer

Paris, 17. Juni. Die Kammevausschüsss für auswärtige Angelegenheiten, für Heeresange­legenheiten und Finanzen sind heute nachmittag zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengetre- en, um einen Bericht des Ministerpräsidenten Zainlevè über seine Reise nach Marokko ent­egenzunehmen. Auch einige Mitglieder des

Die Vertrauenskrise.

Vertrauen ist ein Gut, das mühsam erwor­ben werden will, und wem es einmal verloren ging, der hat es außerordentlich schwer, das verlorene Vertrauen zurückzuerwerben. Das ganze deutsche Volk und jeder Einzelne ist durch die Zeit der Inflation seines Kredits verlustig gegangen und die Stabilisierung der deutschen Währung konnte nur der erste Schritt zur Wie­dererlangung dieses Kredits sein, nicht aber, wie manche damals glaubten, durch das Zau­berwort der Rentenmark mit einem Schlage alles wieder an den rechten Ort rücken. Das zu Kreditzwecken verfügbare Kapital wird auf 24 Milliarden geringer geschätzt, als es im Jahre 1913 war. Die SpartWgkeu konnte erst , in geringem Umfange wieder ausgenommen werden, und das am Geldmarkt in Deutschland erreichbare Geld täuscht großenteils nur den schein der Flüssigkeit vor, denn es stammt zum großen Teil aus der rigorosen Uebererhebung

en in den

Marineausschusses haben der Sitzung bei» gewohnt. Ministerpräsident Painlevö er­klärte, bevor er seine Ausführungen beginne, nässe jeder Anwesende die ehrenwörtliche Ver- icherung abgeben, keine Mitteilungen militäri- cher Art, die gemacht werden, weiterzugeben. Die K o m m u n i st e n, welche anwesend waren, ließen eine Erklärung verlesen, in der ie Widerspruch gegen das Verlangen des Mi- nsterpräsidenten erheben, und für sich das Recht in Anspruch nehmen, der Sitzung beizuwohnen, ohne die ehrenwörtliche Verpflichtung zu über­nehmen. Der Vorsitzende, Abg. Franklin Bouillon, ersuchte den Ministerpräsidenten, ich zurückzuziehen bis der Zwischenfall geregelt ei. Er schlug vor, einen Unterausschuß einzu- etzen, der sich in ein anderes Beratungszimmer »geben soll, um dort die Erklärungen des Mi­nisterpräsidenten unter Ausschluß der kommu­nistischen Abgeordneten entgegenzunehmen und darüber zu berichten. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Bevor die erwählten Mitglieder des Unterausschusses sich nach dem Veratungs- zimmer, das im Gebäude des Kammerpräsi- Üums gelegen ist, begeben konnten, erschienen echs kommunistische Abgeordnete und verlang­ten Zutritt. Dieser wurde ihnen verweigert. Als Franklin Bouillon rief:Sie werden nicht

wurde für seine Verhandlungen, die er in Sva- nien geführt hat, und ebenso dem sozialistischen Abg. Paul Boncour für die Rolle, die er bei den Verhandlungen über den Waffenhandel in Genf geführt hat, der Dank ausgesprochen.

Paris. 17. Juni. Der kommunistische Abg. Renaud Jean hat über die Zwischenfälle, die sich heute nachmittag beim Zusammentritt der Drei Kammerausschüsse ereignet haben, eine Interpellation eingebracht, deren sofortige Diskussion er fordern wird.

Mögenssteuer jährlich Fünf vom Tausend des abgerundten Vermögens beträgt. Die Der- Mögenssteuer ermäßigt sich bis 10 000 Mk. Vermögen auf 2 v. Tausend, bis 25 000 Mk. auf 3 v. Tausend, von 25 000 bis 50 000 Mk. Vermögen auf 4 v. Tausend Vermögenssteuer-, sie erhöht sich bei 250 000 bis 500 000 Reichs, mark Vermögen auf 5,5 v. Taufend, von 500 000 bis 1 000 000 Rm. auf 6 v. Taufend, von 1 000 000 bis 2 500 000 Nm. auf 6,5 v. Taufend, von 2 500 000 bis 5 000 000 Rm. auf 7 v. Tausend und wenn es fünf Millionen Reichsmark übersteigt, auf 7,5 v. Tausend. Jedoch beträgt der Höchstsatz für Vermögen, das der Ertragsbesteuerung durch Länder und

Gemeinden unterliegt, fünf vom Tausend.

Berlin, 17. Juni. Im Steuerausschuß

Meinunqsverschieöenheilen Berlin, 17 Juni. Jm Steuerausschuß in der f»5taIlfIWa> SammerfraMion. gSXfSJti^Ä bSZ^ Paris, 17. Juni. Die gestern in offener aU5 landwirtschaftlichem Vermögen besteht, an Kammersitzung zutage getretene Memungsver- Stelle der Zahlungen am 15. August und an­

schiedenheit, die innerhalb der sozialistischen Kammersraktion angesichts der Marokkopolitik der Regierung herrscht, hat die Fraktion ver­anlaßt, bereits heute vormittag zu einer Be­ratung zusammenzutreten. Bekanntlich haben, als Painlevö gestern die Vertagung der kom­munistischen Interpellation über die Lage in Marokko beantragte, 84 Mitglieder der Partei gegen die Regierung und nur 17, darunter allerdings die Führer Blum, Varenns, Auriol und Boncour, mit der Regierung gestimmt. Die Fraktionsberatungen erstrecken sich aber

nicht, nur auf die militärischen Vorbereitungen in Marokko, sondern auch auf dringende Fra­gen der Finanzen, den Budgetausgleich und die Wahlreform. Nach einem Bericht der Havas- agentur konnten die Diskussionen, die um 10 Uhr begonnen hatten und bis 1 Uhr dauerten, u keinem Ergebnis führen. Es ist deshalb für

15. November eines Viertels des Jahresbei­trages die Zahlung am 15. November in Höhe der Hälfte des Jahresbetrags zu leisten haben.

Der deulsch-yvlnische Zollkrieg.

Warschau, 17. Juni. WiePrzeglad Wied zorny" erfährt, findet heute abend ein Mini- sterrat statt, in dem Maßnahmen zur Be­schränkung des deutschen Imports nach Polen beraten werden sollen, die in Kraft treten sollen, wenn sich ein deutsch-polnischer Zoll­krieg als unvermeidlich erweisen sollte.

Die polnischen Rüstungen.

Warschau, 17. Juni. Der kriegsminl« sker, General Sikorski, ergriff gestern abend gelegentlich einer Budgetdebatte im Senat das Wort, um die für das laufende 3ahr vorgesehenen militärischen Ausgaben,

artn den

non Steuern für die öffentlichen Kasse abgelaufenen eineinhalb Jahren. D mismus der Amerikaner, welche im Frühjahr 1924 durch die Aufstellung des Dawesplanes Deutschland das Rezept zu feiner Rettung in die Hand zu drücken glaubten, hat ohne Zweifel die Schwierigkeiten der deutschen Kredit- und Geldlage weit unterschätzt und anderseits den guten Willen des amerikanischen Volkes, seine überschüssigen Kapitalien nach Deutschland zu leiten, zu hoch veranlagt. Mögen auch außer der Anleihe von 800 Millionen noch erheb­lich höhere Beträge auf privatem Wege aus Amerika nach Deutschland geflossen sein, jeden­falls hat dieser Geldzufluß bei weitem nicht ge» niigt, um den trocken gewordenen Schwamm der deutschen Wirtschaft wieder genügend an= zufeuchten, und auch der Rückfluß deutscher, in °» Revolutionszeit ins Ausland abgewander- ter Kapitalien, der in dem hohen Einfuhrüber- Ichuß mindestens zum Teil zum Ausdruck kommt, hat das gewaltige Loch in der deutschen Gelddecke bei weitem nicht ausgefüllt. Der hohe Zinsfuß, der sich hieraus für den Geldbedarf ergibt, wirkt lähmend auf die so notwendige Beweglichkeit der Betriebsmittel, auf die tech- ntjme Vervollkommnung des Wirtschafkspro- ^tzes und auf die Wiederherstellung normaler Kredit- und Handelsbeziehungen im Inland und Ausland.

Besonders schwer lastet die Geldverteue­rung auf der Landwirtschaft, die nach ihrer Nerzen Wirtschaftsweise niemals in der Sage

l n ihr Kapital auch nur annähernd mit "^.geforderten Zinssätzen zu vergüten;

icht weniger aber ruht der Geldmangel au ®emerbe und Handel aller Zweige, und hier besonders auf den Schultern des Mittel-

""^-dessen Kapital ohne einen Rückstand hn?A werten aus der Inflationszeit restlos n.I"ilationswelle hinweggefchwemmt Angesichts der Zinsmöglichkeiten sucht Kapital naturgemäß in erster

her re Anlage im Personalkredit, während tleb.'t aIs die Belastung des Grundbe- chkt gesundere Kreditform für Landwirt-

und ansässiges Gewerbe darstellt. Eine <Dn Hilfsaktionen mit öffentlichen Mit- itan^k bei der Stabilisierung der Währung einÄ dürften im ganzen bis zu

der M° ?r^^'°^en Mark auf diesem Wege weiemn'i f zugeflossen sein,, aber eine ist bahÄ Mästung des Kreditbcdürfnissec ber ans $ eingetreten. Dabei liegen auf am Seite des Ozeans Milliarden flüssi tonwV - 6 sozusagen brach und man vermag Zu einem Zinssatz von 3 Prozent flüssige

er Opti-

den k au da l s z e n en, an der Pch au er kommunistische Abg-, Vaillant-Courturier betei­ligte. Man befürchtete sodann, daß es zu einer Schlägerei kommen werde, da die Kommunisten die Vorsitzenden der Ausschüsse und die Saal­diener beiseite zu schieben versuchten. Als der Abg. Doriot seinerseits protestierte, rief ihm Franklin Bouillon zu:Schweigen Sie, SiesindeinVerräter!" Etwa zehn Mi­nuten dauerten diese Szenen. Als die kommu­nistischen Abgeordneten sich nicht entfernen wollten, wurden Soldaten der Garde Republicaine beordert, um das Vorzimmer zu räumen. Jetzt erst ent» soffen sich die kommunistischen Abgeordneten )er Sitzung fernzubleiben.

Nach diesen Zwischenfällen hat ein Unter­ausschuß getagt, dem in einer privaten Sitzung Ministerpräsident Painlevö. wie bas osfizielle Kommunique besagt, in weitgehendster Weise auf alle Fragen, die ihm von Vertretern aller Parteien gestellt wurden, Antwort erteilt hat. Die etwa 100 Mitglieder der drei Kommissio­nen haben Kenntnis von diesen Erklärungen genommen und Painlevö den Dank hierfür und für die Durchführung seiner Mission in Ma­rokko ausgesprochen. Auch dem Abg. Malvy

schuffes der Partei beiwohnen werden. Im Verlauf dieser Sitzung soll eine Formel gefun­den werden, in welcher Weise mit den anderen, dem Kartell der Linken angehörenden Par­teien zufammengearbeitet werden kann und o b und unter welchen Bedingungen d i e Unterstützungspolitik gegenüber dem Kabinett Painlevö fortge­setztwerdenkann. Die Diskussion wird wahrscheinlich einen lebhaften Verlauf nehmen.

Die oppositionelle Presse glaubte bereits das EndedesKartellsfür gekommen zu sehen. Andererseits wurde bereits darauf hin­gewiesen, daß die verantwortlichen Persönlich­keiten eine Krisis in diesem Augenblick, wenn nur irgend möglich, vermeiden wollen, um an­gesichts der starken Zuspitzung der Lage die schwebenden Entscheidungen abzuwarten. Vor­läufig hat sich das Kabinett einen weiteren Zeitgewinn für die Verhandlungen hinter den Kulissen dadurch gesichert, daß die Erklärungen Painlevös vor der Kammer nicht, wie bisher beabsichtigt, am Freitag, sondern erst anfangs nächster Woche erfolgen sollen.

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Gelder in der Wirtschaft unterzubringen. Dies Mißverhältnis zeigt, wie gering auch heute noch trotz Dawesplan und Währungsstabili- ierung das Vertrauen Zu Deutschland und zu einem ehrlichen Willen, sowie zu seiner Lei­tungsfähigkeit ist. Wir haben selbst Ver­trauen genug, um zu glauben, daß durch Be­tätigung unserer wirtschaftlichen Tugenden es uns schrittweise möglich sein wird, den verlore­nen Boden zurückzugewinnen. Zur Beschleu­nigung dieser Entwicklung aber brauchen wir dringend die endgültige Bereinigung unserer Jnflationssünden und die völlige Wiederher­stellung des normalen Laufes unserer öffent­lichen Finanzen.

der Welt den Beweis liefern, daß wir die als

land und zu

Die Auswertungsfrage und der Abschluß der finanziellen Sanierung des Reichs, der Länder und Gemeinden find die großen Auf­gaben, deren Lösung in den Augen der Welt mit einem großen Ruck den Glauben an die deutsche Kreditwürdigkeit vorwärts bringen kann Leider werden beide Fraaen viel zu wenig unter dem großen Gesichtspunkt der Wiedererlangung unserer wirtschaftlichen Be­wegungsfähigkeit behandelt und weit über Ge­bühr in den Streit um das Einzelinteresse ge­zogen und zum Gegenstand eines erbitterten Kleinkampfes Gemacht. Aber mir müssen diese Frage endlich aus der Welt schaffen, und zwar so schnell wie möglich. Das Reich wie das Volk kommen an schweren Opfern nicht vorbei. Je eher wir aber die Zähne zufammsnbeißen und

notwendig empfundene Wiederherstellung unse­rer finanziellen Ordnung aus eigener Kraft zu vollbringen wissen, umso schneller wird das Vertrauen zurückkehren und die auflebenden Zuströme des Kredits der Welt auf Deutsch­land zu in Bewegung setzen. Die Losung der Kreditfrage muß "jetzt unsere wichtigste Aufgabe sein. Sie muß gelost werden, wenn nicht er­neut schwere Erschütterungen über unser Volk hereinbrechen sollen.

Es wäre ein Verbrechen an der deutschen Gegenwart und Zukunft, wenn man aus Grüßen des eigenen Interesses sich einer sol­chen Gesundungsarbeit hindernd in den Weg stellen wollte. Ganz gewiß werden die wohl­tätigen Folgen der Wiederherstellung des Ver­trauens direkt oder indirekt jedem einzelnen im Volke zugute kommen und die Wiederbe­lebung der wirtschaftlichen Tätigkeit dem Ar­beitnehmer nicht weniger als dem Unterneh­mer die Befreiung von manchen schweren Sor­gen verschaffen und seine wirtschaftliche Tätig­keit erleichtern. Wer die Vertrauenskräse über­wunden sehen will, muß selbst Hand mit an­legen und verstehen, sein Sonderinteresfe in das Allgemeininteresse einzuordncn.

ge­leistete Arbeit Bericht zu erstatten. Der Mini­ster betonte, daß die Bewaffnung Po­lens in jeder Hinsicht gewaltige Fortschritte gemacht habe. Die Feuerstörke der Infanterie ist durch die Neu­einführung von Maschinengewehrabteilungen verstärkt worden, in der Neuorganisation der Kavallerie wurde bei jedem Regimen! ein Panzergeschwader ausgestellt, in der Artillerie wurde die veraltete Ausrüstung durch eine neue ersetzt, im Heeresflugwesen ist die bis­herige Bestandszahl von drei Luftregimenkern auf sechs erhöht worden. Auch in der Entwick­lung der nationalen Kriegsindustrie ist man dem endlichen Ziel der vollen Unabhängigkeil vom Auslande näher gekommen. In dem Iahr 1924 sind nicht weniger als 40 neue Fabriken zur Herstellung von Kriegsmaterial errichtet worden. Was die Munikionserzeu- guna anbelangt, so können die Polen alle Gattungen bis zu den schwersten großkali­brigen Geschaffen im Lande selbst Herstellen. Wahrend wir 1924, so fährt der Minister fort, nur 14 900 Gewehre hergefkellk haben, können wir Henke 150 C00 im Jahr erzeugen. Auch was die Heeresflugzeugindustrie anlangt, ist im vergangenen Jahr ein Wendepunkt einge­treten. Die bisher in Polen allein bestandene Firma Plage u. SasNewicz wurde umorga- nifiert und neben ihr noch vier neue Flug- zeuafabriken errichtet. Auch was die Aus­rüstung des Gasschutzes anlangk, wird Polen vom Auslande unabhängig fein. Der Ministe! schloß mit der Bemerkung, daß fein mililä- ryches Programm mit Rücksicht auf die Um­stände nur bescheiden sei und sich nur auf dis Befriedigung der unerläßlichen Bedürfniss, beschränken müsse.

und die

Berlin. 17. Juni. Der Amtliche Preußisch, Pressedienst teilt mit: Das preußische Staats- Ministerium hat sich in seiner Dienstagsitzung m eingehender Beratung mit der Zollvorlag: der Reichrregierung befaßt. Bei einer Anzahl von Punkten rottttben Abânderungsvor, schläge formuliert. Als wichtigste dieser Ba Müsse sind hervorzuheben:

§ 3 Ziffer 1 des Gesetzentwurfs soll wie folgt gefaßt werden: Die Reichsregierung wird

wunden

Aus dem Steuerausfchutz.

Dis Vermögenssteuer.

Jm Steuerausschuß des Reichstags wurde ein Antrag angenommen, wonach die Der-

ermächtim, die Zölle für Roggen, Weizen, Spelz, Gerste mid Hafer zu ermäßigen obel aufzrchrbsn und im Bedarfsfälle bis zur Höh, der im Zolltarif vorgesehenen Sätze wieder ein- zrrführen oder heraufzusetzen. Die Reichsregie- rung wird ferner ermächtigt, solchen «Staaten gegenüber, mit denen keine h-sndelsvertrag« lichen Abmachungen bestehen, bk Zollsätze für. 'Booten. Gerste und Hafer bis auf 7 Mark für