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Nr. 108

wovon 3900 Mk. ersetzt werden, also rund 50 000 Mk. Zuschuß gegen 35 380 Mk. im Jahre 1924. hinzu kommen noch 13 000 Mk. für Lungenkranke, schulärztliche Fürsorge, Impfwesen, Bekämpfung ansteckender Krank­heiten usw. 1924 wurden hierzu 8000 Mk. gebraucht. Im Jugendamt werden 8 Beamte beschäftigt. Die Ausgaben betragen 9659 Mk. gegen 2259 Mk. in 1924. Für die Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder müssen aufgewendet werden 42 000 Mk, wovon 2800 wieder einkommen; Zuschuß 39 200 Mk. ier handelt es sich um ungefähr 70 Kinder, ü« ht Pflegestellen und um etwa 25 Kinder, Ht hn Elisabethenheim untergebracht sind, dem um je 10 Kinder in der Kinder- , Kleinkindergarten und Kinderheim, rdem um 300 Kinder, welche auf Stadt­kosten ein warmes Frühstück erhallen auf acht Monate. Erholungsaufenthalt für »inbet : Es können nur 200 Kinder gegen 600 im Vorjahr zur Erholung gesandt werden; bie Kosten erhöhen sich von 60 auf 100 Mt. Angesetz sind 20 000 Mk. in Aus- Rabe C 10 200 M in Einnahme. Klein- kindergarten und Krippe: 1 Beam- Hn, 2 Angestellte. Ausgabe 28 382 Mk., Ein­nahme 8295 Mk^ Zuschuß 20 000 Mk. für 1925 (Ausgabe 21 534 Mk., Einnahme 8760 Mark, Zuschuß 12 800 Mk. in 1924). Kin- b e r b e l m : 2 Angestellte, Stärke 20 Kinder. Ausgaben 11900 Mk., Einnahme 7900 Mk., Zuschuß 4000 Mk. Das Arbeitsamt

Hanau ist mit den Kreisen Hanau Stadt und Land, Gelnhausen und Schlüchtern zusammen» delrgt; der Zuschuß für die Stadt beträgt etwa 8500 Mk. Crwerbslosenfürsorge: Di« Erwerbslosenfürsorge Hanau-Stadt ist mit nigen von Hanau-Land zusammengelegt, ie Stadt ist verpflichtet. V» der eingehenden ge, die etwa 303 000 Mk. betragen, zu gen, d. h. in Frage kommen 38 0Ö0 Mk. Zugrundegelegt sind für diese Beträge 500 Er- perb-lose. Ausgabe für 1925: 38 000 Mk., fax 1924: 35 000 Mk. Die Wander- Arbeitsstätte bedarf einen Zuschuß von 800 Mk. wie im Vorjahre. Bei dem W o h - nungs- und Mieteinigungsamt ftnb 2 Beamte und 2 Angestellte beschäftigt. JDie Ausgaben betragen 18 680 Mk., die Ein­nahmen 1200 Mk. gegen 15 690 Mk. Ausgabe h»b 400 Mk. Einnahme in 1924. Beim Dersicherungsamt, Kaufmanns-, Gewerbe- und Arbeitsgericht sind beschäftigt 3 Beamte und 1 Angestellter. Die Ausgaben betragen 17 810 Mk. und die Ein- AO Mk., sodaß ein Zuschuß von Mk.

tOO nötig ist, gegen 10 000 Mk. im Vor- tahre. Die Gesamtausgaben für diesen Titel betragen nach Abzug der Einnahmen 590 000 Mark, gegen 429 000 Mk. im Vorjahre. Be-

Mark, gegen 429 000 Mk. im Vorjahre. Be­trachten wir uns diese Zahlen, so können sie Ms hoch vorkommen, und doch sind sie im Verhältnis zu der ungeheuren Not verschwin­dend klein». wenn wir bedenken, daß alle aus- tzesteuerten Erwerbslosen mit darunter fallen. Wenn meine Ausführungen auch nicht zum Etat gehören, so möchte ich doch auf zwei pri- Sate Einrichtungen Hinweisen, die versuchen, soweit ihre Mittel reichen, dem Elend der Llll«r8rmsten etwas zu steuern. Die eine ist der Sozialausschuß, der zu den Kosten der Be­leuchtung, sei es Elektrizität, Gas oder Petro­leum, dadurch beiträgt, daß er je nach den vor­handenen Mitteln Gasmarken allmonatlich verausgabt. Diese Mittel werden aufgebracht dadurch, daß Gasbezieher einen gewissen Pro­zentsatz von ihrem Verbrauch hierzu beitragen. Eine weitere Einrichtung dieser Art ist die Hilfe in Not. Dieselbe verteilt ebenfalls Monatlich Lebensmittel und Brennmaterial. Die Mittel hierzu werden von wohltätigen Mitbürgern, fe, es in Gestalt von Geld, Brennmaterial oder Lebensmitteln, gespendet. Außerdem kommt noch die Rentnerhilfe in Stage. Mit Hilfe dieser Einrichtungen ist jedem titbürger Gelegenheit gegeben, sein Scherf- kein mit dazu beizutragen, die unverschuldete Not von armen Mitbürgern, wenn auch in kleinem Maße, zu lindern.

Herr Stadtv. Dr. Wagner gab einige Vergleiche der Etatsansäße von 1913 und heute. So seien in diesem Jahre für die Kran­kenhauspflege 92 000 Mk. angesetzt, während 1913 dieser Betrag nur 10 000 Mk. betragen habe. Diese Erhöhung sei nun nicht darauf turückzuführen, daß den Krankenhäusern eine größere Zahl Kranker zugewiesen werde, son­dern der Grund liege darin, daß die Tages- vreise in ganz bedeutender Weise gestiegen seien. Interessant sei dabei, daß diese Tages­preise nur bei den hiesigen Krankenhäusern gestiegen seien. Redner ersuchte, eine Ent­schließung zu fassen, in der gegen diese hohen Tagespreise Protest erhoben wird und ersuchte den Magistrat, sich diesem Protest anzu­schließen. Frau Stadtv. Gimbel forderte eine Reformierung der Wohlfahrtspflege und Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für die krwerbslosen. . Auch Herr Stadtverordnete Schmidt hielt die heutige Armenunter- stützung für nicht mehr zeitgemäß, desgleichen fjerr Stadtv. Nagel. Herr Oberbürger­meister Dr. Blaum stellte eine diesbezügliche Vorlage auf Einführung des sogenannten Straßburger Systems in der Armenpflege in Aussicht. Herr Stadtv. Kargl sprach seine Verwunderung aus, daß die Krankenschwester in Kesselstadt, für die 1000 Mk. im Etat ein« gesetzt seien, von der dortigen Kirchenverwal- ttlna eingestellt worden ist, und nicht von der Stadt, und stellte die Anfrage, ob diese Schwe­ster allen Gemeindemitgliedern ohne Rücksicht »uf die religiöse Einstellung zur Verfügung stehe. H"rr Stadtschulrat Dr. Berens- mann bejahte die letztere Frage.

Alsdann wurde zur Abstimmung der zu diesem Etat gestellten Anträge geschritten. An­genommen wurde: der Antrag Schmidt, Die Versammlung beschließt, der Magistrat wird ersucht, die Unterstützungssätze des Wohl­fahrtsamtes einer Revision und zeitgemäßen Erhöhung zu unterziehen bezw. entsprechende Anweisungen an. die zuständigen Organisatio­nen ergehen zu lassen"; ein Antrag dèr Finanzkommission,Das Gehâlt der Schwester für das Kinderheim ist zur Hälfte bei dem TitelPflegehaus" zu verrechnen"; ein Antrag des Magistrats,Das Taschengeld für die Insassen des Pflegehauses wird von 80 Pfg. auf 1 Mk. erhöht. Eine Aenderung des Etatsansatzes findet nicht statt"; der Antrag Rehbein,Die Ver­sammlung wolle beschließen, allen gehunfähi­gen Insassen des Pflegehauses Freifahrtscheine für die Straßenbahn zum Besuch von Ange­hörigen zur Verfügung zu stellen"; der An­trag Schmidt,Dem Naturheilverein Prießnitz werden zur Instandsetzung des Licht- und Luftbades 3000 Mk. bewilligt"; der An­trag der Finanzkommission,Für den Titel Erholungsaufenthalt für Kinder wer­den 5000 Mk. mehr eingestellt; ein Antrag Dr. Wagner,Die Elternbeiträge für Kin­dergarten und Kinderkrippe werden gleich­mäßig auf 30 Pfg. festgesetzt"; ein Antrag der Finanzkommission,Für die Berufsberatung werden 1000 Mk. bewilligt". Äbgelehni wurde: ein Antrag Schmidt,Die Versammlung wolle beschlie­ßen, Titel 121Offene Armenpflege einschl. Ersatzleistungen von 219 500 Mk. auf 249 500 Mark zu erhöhen und aus diesem Titel die­jenigen Ausgaben zu bestreiten, die im Laufe des Jahres außerhalb des Rahmens der öffentlichen Armenpflege seither für die min­derbemittelte Bevölkerung aus besonderen An­läßen bewilligt worden sind", und ein weiterer Antrag Schmidt,Die Versammlung wolle beschließen, die Einnahmeposition zu Titel 143 Erholungsaufenthalte für Kinder um 5000 Mk. herabzusetzen". Angenommen wurde schließlich noch folgende Entschlie­ßung Dr. Wagner:Die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, gemeinsam mit der Stadtverordnetenversamm­lung ein dringendes Ersuchen an die Provin- Zialverwaltung zu richten, die Tagessätze für das Landkrankenhaus Hanau nicht höher an« zusetzen, als bei den Anstalten in Marburg usw."

Zum Etat: Bildungs - und Erzie­hung sw ese n führte Herr Stadtv. Ost aus, daß für die städt. Schulen 200 000 Mk. mehr angesetzt worden sind als im Vorjahr. Diese Mehrausgabe wird durch die Vermeh­rung der Ruheoehälter bedinat. Der An­trag der Finanzkommission, acht weitere Kon­rektoren anzustellen, wurde angenommen. Herr Stadtv. Becker bedauerte, daß das Schulgeld erhöht werden soll. Der Doruhlaa des SinantauëftStiffé hté

600 Mk. für eine Hilfskraft zu bewilligen, wurde angenommen. Für Ferienwande­rungen wurden auf Antrag des Herrn Stadtv. Schmidt 3000 Mk. genehmigt.

Es folgte die Beratung des Etats der Technischen Angelegenheiten Der Berichterstatter, Herr Stadtv. Gobn emp­fahl Annahme dieses Kapitels. Herr Gt-rht« verordn. Henrick wünschte, daß in Zukunft der Zuschlag zur Friedensmiete für Müllab­fuhr, Wassergeld und Kanalgebühr-n erhöht wird. Herr Bürgermeister Dr. Müller stimmte dem zu, da ein Ausgleich geschaffen werden müsse, da in Friedenszeiten her Mob- nungsinhaber diese Gebühren telbü bewahrt habe. Ein Antrag des Herrn Stadtverordn. Schmidt, 1000 Mk. zur Wiederherstellunn des Bulausteges einzustellen, wurde ana-nommen. Abaelebnt wurde daaeaen ein Antrag h»s Herrn Stadtv. Winkler. die Müllabfubr bald- möglickst in städtische Regie zu übernebmen. Zustimmuna fand noch ein Antrag des Herrn Stadtv. Dr. Wagner, dm ging, bei Festsetzung her Nebenlelltung der gefehfidjen Miete eine Acnderuna in der--- herigen Weise nicht vorzunehmen. ^ Damit schloß die Sitzung und der Vorsitzende be­raumte die nächste Sitzung für D'enstoo ^»nb 6 Uhr an, in der dann der Etat verabschiedet werden dürfte.

Leipziger Soloquarlekk. Der morgige Eantatesanntag bringt den Bewohnern unserer Stadt einen ganz besonderen musikalischen Genuß. Das Leipziger Sologuarie't, das es sich zur Aufgabe gemacht, den evangl. Kirchen­gesang in künstlerischer Weise uns na'-ezu- bringen, wird uns ein Konzert neu kün"- lerischer Vollenduna bringen. Das Pr-g"a»-m behandelt das geistliche Volkslied. Die Leip­ziger werden uns zeigen, wie diele ergreifen­den Lieder der mittelalterlichen Maltik a^er der trutzigen Weisen der Reformation und die todesverachtenden Kriegslieder der Taböriten oder auch die mehr beweglichen Me'odien des neueren geistlichen Liedes gelungen werden müssen. Das Konzert findet in der Johannes- kirche statt und beginnt um 8 Uhr. Pro­gramm«, die zum Besuch berechtigen, sind zum Preise von l"Mark bei Kirchendiener Würker, Tielegasse 12, und Glöckner Naher. Job-mnes- kirchplatz 6, a»ch abends an den Kirchentüren zu haben. Die Kir-^e wird um 548 Uhr ge= öffnet. Sich« Inserat in der heutigen Nummer.

* Sonn- u. ^eiertagsdienlt der Avotbe'en. Bon den Apotheken verliebt den morgigen Sonn­tagsdienst die Altstadt-Avotbeke; auch hat bie> Nachtdienst für die kommende Woche von heute abend 7 Uhr bis nächsten Samstag 7 Uhr abends.

Den Müttern zum 10. Mai.

Durch alle Lande bringet uralte, stets erneuteKunde:

Ehret eure Mutter!

Ehrt sie, die Hüterin des heil'gen Herd, Die euch das Dasein hat beschert, Ehrt sie, die höchste Freude, tiefstes, unergründlich

Leid

Durch euch, für euch ertragen.

Die niemals wollt' verzagen,

Galt es, ihr Leben einzusetzen für das eure!

Gedenket der Tage eurer Jugend,

Der eure Mutter Borbild höchster Tugend Für euren hilflos zarten Körper hat gesorgt: Bon früh bis nachts von nachts bis früh Ein selbstlos Sorgen, stille, treue Müh! ....

Als erste lächelt' sie mit eurem Lächeln Und trocknete betrübt die Tränen;

Sie war's, die euer geistiges Erwachen froh belauscht, Die ersten Worte hat mit euch getauscht, Sie war's, die eure ersten Schritte hat gelenkt 0, daß ihr dieser Liebe stets gedenkt! Besinnet euch auf eure Mutter, Wie sie in Krankheitstagen Euch treu gehegt, gepflegt, Und lindernd bei euch harrte, unentwegt. Ja, euer Leid empfindend, doppelt als das ihre!

D sinnet nach, war sie's nicht auch gewesen» Die euch zu höherm Dasein auserlesen, Und Liebe in euch pflanzte Für Schönes, Hohes, Edles, Sie lehrt' euch, zu verstehen die Natur, Und brüderlich betrachten jede Kreatur, Das Gute lieben, Böses stets verachten!

Der 10. Mai er fei ein Tag der Mütter Gedenkt es ehrt am 10. Mai die Mutter!

Ihr Mütter alle, habet Dank für eure Opfer tausendfach,

O schütze Gott euch treu vor jedem Ungemach, Schenk' euch das Leben köstlichen Gewinn Und segne euer Handeln, Euren reinen Sinn!

Euch aber, die die Erde schon umschließt, Euch sei in Wehmut heut gedacht;

Ms Zeichen treuer Dankbarkeit

Der Maienblüten schönste auf das Grab gebracht.

Zum Sonnlage der Mutter.

Du bist doch alles, du bist immer da. Du bist mit deiner Wärme da; ich müßte sonst frieren, wenn hier die feuchte, naßkalte Zeit anfängt. Du bist mit deinen Augen da. Du siehst mich überall, und ich sehe immer wie­der nach dir auf und sage: Du bist noch da!

Dann nickst du! Eduard Reinacher.

Solche Worte schreibt ein Sohn an seine Mutter, als er in der fremden Stadt ist und Schweres auf feiner Seele liegt. Und ich muß an das Gedickt Hermann Hesses denkenHoch­gebirgsabend ', da er klagt, daß die Mutter tot ist und all das Schöne nicht mehr mit ihm genießen kann, und wie die Stimme der toten Mutter antwortet:

Der lichten Tage freue dich allein!

Doch wenn die sternenlosen Nächte kommen, da deine Se«i dunkel und bekommen

O du wunderbare Muttergegenwart im Leben und im Tode! Welch ein stilles hohes Gebot liegt in diesem Worte für die deutsche Mutter selber und für die, die ihre Kinder sind!--

Mehr wirkliche, große, edle, unendlich tiefe Muttergegenwart von feiten aller Mütter und mehr feines Gefühl und Verständnis, mehr Willen zu dieser Gegenwart von allen, die Kind heißen! Je lebendiger dieser Strom des Seelischen herüber und hinüber ist, um so glücklicher ist ein Volk und sind die Einzelnen zu nennen! Dieser Strom ist die Sichtbarkeit der innersten Kraft und Schönheit eines Vol­kes, seiner Gesundheit und Zukunftsmächtig- ke-.t, seiner Gssinnungslauterkeit und wahrhaf­ten Kultur. Hier liegt eine der Kräfte, die im Grunde alles bewegen!

Welch ein unendlich Beseligendes schließt das Erlebnis echter, reiner Muttergegenwart ein! Welch eine wohlige Wärme strömt, welch ein Segen ohnegleichen!

Wiegenlied, Nèutterblick, tröstende Hand, unergründlich gütiges Herz, Liebe ohne Ende, ' nn immer Dasein über Tod und Grab hinaus: Alles, alles und was sich nicht in Worte fassen läßt, schwing» sonnenhaft aus diesem ©rieb« niste! Muttergegenwart! Gebot und Ver­heißung! Wieviel weniger Irrweg und Heim­licker Frevel, weniger Zerbrochensein bei alt und jung wäre da, wenn mehr wirkliche Muttergegenwart vorhanden wäre! Mehr leuchtende Muttergestalt in einem ganz inner­lichen Sinne!

Schenk deinem Kinde deine reine Muttergestalt; dann gibst du seinem Herzen den besten Halt und Gehalt!

Ja, mehr echtes Muttersein, von Gott und Ewigem in sein-n Tiefen bewegt! Wahres Muttersein ist ohne Gottverbundenheit un­denkbar! Und es ist undenkbar ohne den Auf­wärtsdrang ins Edelmenschliche!--

Mutter sein und nicht Vorbild zugleich sein ist ein Widerspruch, den das heilige Leben, das der Liebe, nicht verträgt. Etwas muß daran zerbrechen! O ihr Mütter, bedenkt, wie man auf euch schaut und was man von euch mit Recht an Liebe und Größe fordert!--

Muttertag! Tag eurer Ehre! Ein Tag, vor dem jede von euch, bestehen soll! Wir wollen uns neigen in Ehrfurcht und tiefer, heißer Liebe, voll Dankes vor euch, und die Abgeschiedenen umschließt unser ganzes Herz und wir sind voll stillen, heiligen Gelobens! --Tag der großen, herrlich leuchtenden Muttergegenwärtigkeit! Deine schöne seltene Festlichkeit segne uns, Mütter und Kinder! Tag entfalte dich zum schönsten Tage unseres geliebten Volkes!

Muttertag, Sonnentag! Windet Blüten kränze! Hilf du deutsches Mutterherz unserm Volk zu neuem Lenze!

Zum Hanauer Fliegerlag.

Die Vorarbeiten für den hiesigen Fliegerta. sind nunmehr abgeschlossen, sodaß die Veram staltung morgen vor sich gehen kann. Hoffens lich ist uns der Wettergott hold und bescher uns echtes Fliegerwetter, sodaß Mühe und An seit der hiesigen Flugtechnischen Vereinigung auch ihren Lohn finden. Für die Veranstaltuw hat sich ein Ehrenausschuß gebildet an besser Spitze Herr Oberbürgermeister Dr. Blau« steht. Das sportliche Programm sieht vormit tags 10 Uhr ein Modellwettfliegen vor. Nach mittags 3 Uhr beginnen die Flugvorführungen wie Kunst- und Schaufliegen, Luftkampf mi| Ballonabschießen und Fallschirmobsprünge Während der gesamten Veranstaltung konzen tiert die Musikkapelle der hiesigen Freiwillige Feuerwehr. Für Verpflegung der Besucher isj auf allen Plätzen Restaurationsbetrieb vorgs sehen. Um vielen den Genuß der Fliegerei zu verschaffen, verlost die Veranstalterin auf alle Plätze gleichmäßig verteilt, eine Anzahl Frei­flüge. Für die Jugend werden noch freiflie. gende Flugmodelle zur Gratisverlofung ge. bracht und dodurch mancher Anhänger für die­sen interessanten Sport gewonnen.

Die Veranstaltung findet auf dem ehemali­gen Exerzierplatz hinter der Eisenbahnerkaserm statt.

* Aufruf der Reichsbanknoten. Bei bet gestrigen Meldung über die Außerkurssetzung von Reichsbanknoten mit den Daten vor dem 11. Oktober handelt es sich natürlich um Pa­piergeld (Billionenscheine). Die neuen Reichs­markscheine bleiben selbstverständlich im Kurs

* Elkernbeiraislagung. Zu der am Sonn­tag, vormittags 10 Uhr, in der Aula der Mit- telschule in Hanau stattfindenden Tagung be« Provinzialverbandes der Elternbeiräte hessen­nassauischer Mittelschulen sind die Eltern uni Freunde des Mittelschulwesens eingela-den Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung is: eine rege Beteiligung sehr erwünscht.

* Ein Veteran der Lehrerschaft. Am 4. Mai waren es 50 Jahre, daß der seit einigen Jahren im Ruhestande lebende Lehrer Füller in den Schuldienst der Stadt Hanan : trat. Er bekam nach seinem Abgänge vom Lehrerseminar in Fulda sofort eine Lehrer­stelle in Hanau und unterrichtete für wenig - Geld 120 Schulkinder. Bei so großer Schüler­zahl lernte er neben den Schulnöten aller Ari ; die sozialen Mißstände unter der Volksschul- ' fugend besonders kennen. Er stellte sich des- - halb schon früh in den Dienst solcher Einrich- k tungen, die diesen genannten Nöten zu steu-1 ern suchten. So arbeitete er lange Jahre in | Knabenhort. Bis zu seinem Austritt aus beut lÄÄÄWW und körperlicher Hinsicht ganz besonderer Pflege bedürfen, eine segensreiche Tätigkeit l Wir wünschen dem alten Herrn noch einen ; recht langen Ruhestand. |

* Gesangsabteilung der Turngemeind« f Hanau 1837. Auf das heute abend stattfindende I Frühlingsfest mit Ball anläßlich des 18. Süß t tungsfestes wird nochmals aufmerksam ge- i macht. Karten zum Preise ton 1 Mark sind in [ den bekannten Vorverkaufsstellen: Zigarren- i geschäft Fuchs, Hammerstr., Sattlerei Münch, i Nürnbergerstr., Kolonialwarenhandlg. Lohne, f Freigerichtstr., beim Vereinswirt, Jahnstr. 3, J sowie abends von 7% Uhr ab an der Kasse er- - hältlich. Die Veranstaltung nimmt um 8 Uhr ihren Anfang.

* Auf der großen Fach-Ausstellung für Hotel- und Gastwirte-Gewerbe zu Offenbach am Main wurden sämtliche Hanauer Firmen prämiiert. Es erhielten vom Preisgericht für | hervorragende Leistungen die Süddeutsche-, Wein- und Spirituosen-Groß - i Handelsgesellschaft Dufto die gol­dene Medaille. Die gleiche Auszeichnung- wurde der Firma Stück N-achf. A.-G. uni; J u n g & Co. verliehen, die dazu noch einer Ehrenpreis erhielten. Die Firma Zigarren- fabrik Hosse erhielt die silberne Medaille.

* Der Wochenmarkt zeigt ein Frühlings­gesicht. Es gibt viel Blumen: Flieder, Mai­glöckchen, Vergißmeinnicht, Butterblumen, alle Farben sind vertreten. Auch Frühlingsgemüse gibt es wieder. Der Spargel kostete 0.901.30 Mk., grüner Salat 35 Pfg. der Kopf, Spinal 3 Pfd. 2535 Pfg., Gurken 80 Pfg. das Stück. Für Butter mußten 2.10 Mk. und für Siet 11 und 12 Pfg. bezahlt werden.

* Sladtiheater. Auf das morgen Sonn­tag, 10. Mai, abends 8 Uhr, ftattfinbenix letztmalige Gastspiel des Frankfurter Neuer Theaters möchten wir nochmals Hinweisen Das zur Aufführung gelangende StückDei Jahrmarkt zu Pulsnitz", Luftspiel in 3 Akter von Harlan ist von stärkster Wirkung, ein aus gezeichnetes Stück. Die Kasse ist geöffne: vormittags von 101 Uhr und nachmittag!