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General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land

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Nr. 105

Mittwoch den 6. Mai

1925

Die Oeffentlichkeit hat sich in der letzten Zeit im Anschluß an den zweimonatigen Urlaub des Reichsverkehrsministers Oeser sehr stark mit der Finanzlage der Reichsbahngesellschaft be­schäftigt. Die Person des Herrn Oeser wurde dabei nach zwei entgegengesetzten Richtungen mit in die Debatte gezogen. Auf der einen Seite wurde behauptet, der Generaldirektor der Reichsbahn A. G. solle vom Auslandeabge­sägt" werden, um einem willfährigeren Beam­ten Platz zu machen. Hier erschien Herr Oeser gewissermaßen als der Märtyrer der guten deutschen Sache. Auf der anderen Seite wurde behauptet, die finanzielle Lage der Reichsbahn sei recht ungünstig und Herr Oeser, der daran die Schuld trage, werde wohl oder übel daraus die Konsequenzen ziehen müssen. Es wurde hinzugefügt, Herr Oeser werde wohl aus sei­nem Krankheitsurlaub nicht mehr zurückkehren.

Der Stellvertreter des Generaldirektors, Staatssekretär S t i e l e r, hat Wert darauf ge­legt, die Oeffentlichkeit über diese Angelegenheit aufzuklären. Staatssekretär Stieler äußerte sich gestern Pressevertretern gegenüber ungefähr folgendermaßen:

Alle Folgerungen, die in der Presse aus der

Beurlaubung des Generaldirektors Oeser

âvgèn .würdèD Dtd .fälM Generaldirektor etzes einaeführten Leistungszi ^ML^AffÄte-^ W^WM^ ttg diese Zulagen Mr tzie Anjx Kucksichten, , trotz erheblicher Storung seiner fanals sind, so wenig bedeute Gesundheit die Zugel der Verwaltung der deut- , amte Finangwirtschaft der (

scheu Reichsbahngesellschaft so lange gehalten, als es irgend ging. Bei einer weiteren Fort­setzung dieser Bemühungen hätten aber ent­weder die Reichsbahn oder die Gesundheit des Generaldirektors, vielleicht sogar beide Teile, Aweren, dauernden Schäden nehmen müssen. Deshalb und aus keinem anderen Grunde, hat der Verwaltungsrat dem Antrag seines deut­schen Präsidenten entsprechend, ohne irgend­einen Anstoß von ausländischer Seite, den Generaldirektor gebeten, sich durch einen Ur­laub von zwei Monaten unter völliger Aus­spannung von der Verantwortung die Kräfti­gung seines Befindens zu verschaffen, die not­wendig ist für die Leitung des größten Be- triebsunternehmens der Welt." Zur Frage der

Einwirkung des Auslands auf die Tarif- und Perfonenpolitik

bemerkte der Staatssekretär:Weder der Eisen- bahnkommissar, noch die vier ausländischen Mitglieder des Verwaltungsrates hatten bisher Anlaß, auf den beiden hier erwähnten Gebieten Anregungen zu geben. Die Hauptverwaltung der Reichsbahngesellschaft selbst war es viel- mehr^die in Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflicht die Maßnahmen vorschlug, die zur Aufrecht- M ^ Gleichgewichts im Haushalt der Reichsbahn notwendig sind. Daß unsere Tarife Konkurrenz nicht aufnehmen können mit valutaschwachen Nachbarn, ist selbstverständlich. Wir erleben hier dasselbe, was dem Ausland während unserer Infla­tionszeit widerfahren ist. Diesen Vorsprung Men^^n ^n oder ungern den ausländi- lassen. Wohin ein solcher Vor- bas hoben wir erlebt: An den Rand des Abgrunds, wenn nicht noch weiter inerr-A° ^5 Ausland auf der Goldbasis Wh " Schweden, Holland, England, der Äb/iuns" Ö ble Xorife regelmäßig höher . Die Darstellung, als habe das Ausland an dem Stellvertreter einen bequemeren General­direktor der Deutschen Reichsbahn A. G qe- wonnen, ist also ganz unzutreffend. Eine 'ganz andere. Frage ist es, ob die Finan^laae Reichsbahngesellschaft zu Besorgnissen Alllaß S-bt, und hier setzt die Frage ein, ob Herr Oeft? es bisher verstanden hat, richtig zu mir siebenten D'e Reichsbahngesellschaft hat gestern '

Ueberblick über ihre Finanzlage veröffentlicht, um nachzuweisen, daß sie laufenden Geschäftsjahr (1. Oktober 1924 bis 31. Dezember 1925) voraussichtlich ohne Defizit abfchliehen wird. In diesem Bericht heißt es: , 'l?'o deutsche Reichsbahngesellschaft hat die 'm.Veptz der französisch-belgischen Eisenbahn- regie befindlichen Strecken am 15. November 1924 giirüdübernommen. Das Erbe, das die Gefellschaft übernommen hat, ist mit schweren Verpflichtungen belastet. Es galt zunächst, in Die tüieberaemnnmmpn

Summen hineinzustecken, um alsbald den An­forderungen der Wirtschaft im Westen auf flotte Verkehrsbedienung entsprechen zu kön­nen. ohne daß gerade diese Strecken, die sonst die ertragsreichsten waren, günstige Einnah­men lieferten.

Bei der Aufstellung des Voranschlags für das Geschäftsjahr 1925 (1. Oktober 1924 bis 31. Dezember 1925) hat die Wirtschaft die Ein­nahmen in vorsichtiger Weise geschätzt.

Die Verkehrsentwicklung

hat diese Schätzung bestätigt. Es gelang, die vorgesehenen Einnahmen hereinzubekommen. Für die nächsten Monate kann man nicht mehr erhoffen als den bisherigen Verkehr, der der Entwicklung während eines normalen Jahres entspricht. Bei den Ausgaben trat auf der per­sönlichen Seite vor allem in Erscheinung, daß

der Personalabbau

mit außerordentlichem Erfolg Lurchgeführt ist. Während im Oktober 1923 das Gesamtpersonal der Reichsbahn sich auf über 1 Million belief, rechnen wir heute als Durchschnitt des Ge­schäftsjahres 765 000 Köpfe. Die Bemühungen, die dahin gehen, die wirtschaftliche Verwendung des Personals in jeder Weise zu fördern, wer­den mit besonderem Eifer fortgesetzt. Diesem Zwecke dienen auch die auf Grund des Ge-

etzes eingeführten Leistungszulagen. So wich-

pornung des Per- ~ ;en sie für die ge- amte Finanzwirtschaft der Gesellschaft. Die Gesellschaft beabsichtigt, im Kalenderjahr 1925 nur etwa 20 Millionen dafür auszuschütten. Das ist noch nicht 54 Prozent der Gesamtaus­gaben für Las Kalenderjahr. Mit besonderer Besorgnis muß dagegen das Ergebnis der Untersuchungen erfüllen, Lie neuerlich über das Lohn- und Gehaltsniveau der Beamten und Arbeiter angestellt worden sind.

Jede weitere Lohn- und Gehaltserhöhung wird zu Tariferhöhungen führen müssen, die ihrerseits wieder ihre ungünstige Wirkung auf die deutsche Wirtschaft äußern. Für die Beurteilung ber sachlichen Ausgaben ist voran­zustellen, daß die Gesellschaft die Anlagen und Einrichtungen in dem Zustand übernehmen mußte, wie sie ihr von dem Unternehmer Deutsche Reichsbahn und der Regie übergeben wurden. Die Instandsetzung Ler Rhein- und Ruhrbahnen wird in diesem Jahre allein rund 100 Millionen kosten. Weiter muß die. Wirt­schaft erhebliche Kosten aufwenden, um die Schäden, die insbesondere beim Oberbau und bei den Brücken immer noch bestehen und die eine Folge der Kriegs- und Nachkriegszeit find, alsbald zu beheben. Alle diese Ausgaben muß die Gesellschaft zur Zeit aus ihren laufenden Einnahmen decken, da ihr Kredite in größerem Umfange nicht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus muß aus Len Einnahmen noch

die Reparalionslast

bestritten werden. Wie bekannt, hat die Reichs­bahn im ersten Reparationsjahr 200 Millionen, im zweiten Jahr 595 Millionen und im dritten Jahr 550 Millionen sowie vom vierten Jahre üb 660 Millionen Goldmark zu leisten. Das erste Reparatiomsjahr läuft vom 1. September 1924 bis 31. August 1925. Die Zahlung am 1. März mit 100 Millionen ist pünktlich geleistet worden. Die Zahlung am 1. September ist sichergestellt. Außerdem sind aber im ersten Geschäftsjahr Rückstellungen zu machen für die erste Zahlung des zweiten Geschäftsjahres, die am 1. März 1926 mit rund 300 Millionen fällig ist. Es sind also für diese Zahlung bis Ende des ersten Geschäftsjahres bereits 200 Mil­lionen zurückzustellen, so daß die Belastung des ersten Geschäftsjahres bereits 400 Millionen beträgt. Durch die gesetzliche Verpflichtung, für die Reparationszahlungen entsprechende Be­träge bereit zu halten, ergibt sich naturgemäß für die Reichsbahn die Notwendigkeit, stets ge­wisse Ansammlungen an Geld zu machen, ohne daß an eine Thesaurierung gedacht werden könnte.

Eine Gesamtübersicht über die Einnahmen und Ausgaben auf Grund der neuesten Feststellungen zeigt, daß die Rechnung 1925 voraussichtlich mit rund 5550 Millio­nen in Einnahmen und Ausgaben abschlie­ßen wird.

Im übrigen muß gesagt werden, daß die Lösung aller Probleme der deutschen Wirt-

der Schutzpolizei empfangen werden und im Kraftwagen über den Reichskanzlerplatz, die Charlottenburger Chaussee und das Branden­burger Tor nach der Wilhelmstraße fahren, wo er für diesen Tag im Hause des Reichs­kanzlers Wohnung nimmt. Abends gibt der Reichskanzler dem Generalfeldmarschall zu Ehren ein Abendessen, an dem der bisherige Stellvertreter des Reichspräsidenten Dr. Simons und die Reichsminister teilnehmen werden. Am 12. Mai, 11.45 Uhr vormittags, begibt sich der neugewählte Reichspräsident in Begleitung des Reichskanzlers zum Reichstag und wird dort vor dem versammelten Reichs­tag und in Anwesenheit der Reichsregierung und der Vertreter der Landesregierungen den in Artikel 42 der Reichsverfassung vorgeschrie- benen Eid leisten. Nach der Eidesleistung wird er sich zur großen Freitreppe am Köirigsplatz begeben und dort die vom Wachtregiment Ber­lin gestellte Ehrenkompanie abschreiten. Hier­nach fährt er, von einer Schwadron des Reiter­regiments Nr. 4 geleitet, zum Hause des Reichspräsidenten, wo der Stellvertreter des Reichspräsidenten ihn empfängt nud ihm die Geschäfte übergibt. Um 1.15 Uhr empfängt der Reichspräsident in seinem Hause den Reichs­kanzler und die Reichsminister zur Entgegen­nahme ihrer Glückwünsche. Im Anschluß daran findet zu Ehren des neuen Reichspräsidenten ein Frühstück statt, zu dem der Stellvertreter des Reichspräsidenten den Reichspräsidenten v. Hindenburg, den Reichskanzler, die Mit­glieder der Reichsregierung, den Präsidenten des Reichstages, die Chefs der Heeres- und Marineleitung sowie die Staatssekretäre in der Reichskanzlei und im Büro des Reichspräsi­denten geladen hat. Am 13. Mai wird der Reichspräsident das Reichspräsidium des Reichstages, die Vertretung des Reichsrats, die Vertretung der preußischen Staatsregierung, die Chefs der Heeres- und Marineleitung, die Vertretungen der Hauptverwaltung der Reichsbahn und des Reichsbahndirektoriums, den Oberpräsidenten von Brandenburg, den Oberbürgermeister von Berlin, sowie den Poli­zeipräsidenten und den Kommandanten der Schutzpolizei zur Entgegennahme ihrer Glück­wünsche empfangen. Für den 24. Mai ist großer Empfang des diplomatischen Korps vorgesehen. Am Tage der Vereidigung werden ; die Reichs-, Staats- und Kommunalgebäude 1

wärtige Krise in absehbarer Zeit zu über­winden. Die Wirtschaft der Reichsbahn wird bedingt durch die Lage der deutschen Gesamt­wirtschaft. Wer also hier nicht alle Hoffnung fahren lassen will, kann auch mit einer gewissen Ruhe der finanziellen Entwicklung bei der Reichsbahngesellschaft entgegensetzen. Die Ge­sellschaft wivd alles daransetzen, Äie Repara­tionslast zuverlässig zu erfüllen. Sie wird aber gleichzeitig bemüht fein, auf dem Tarifgebiet alle Erleichterungen zu gewähren, die ihre wirtschaftliche Lage jeweils gestatten."

Dieser Bericht läßt erkennen, daß die Fi­nanzlage der Reichsbahn-A.-G. infolge der un= geheueren Instandsetzungskosten für die Rhein- unb Ruhrbahnen eine Folge der französu belgischen Regie außerordentlich gespannt ist und man wird deshalb unbedingt ver­langen müssen, daß der Leiter der Reichsbahn­gesellschaft seinem Posten in jeder Beziehung, technisch wie kaufmännisch gewachsen ist. Dies allein entscheidend kann für die Frage sein, ob Herr Oeser nach völliger Wiederherstellung feiner Gesundheit auf seinen Posten zurückkehrt.

ReichspräsiSenk v. Kinöenburg.

Berlin, 5. Mai. Der Reichswahlausschuß hat heute den Generalfeldmatschall von Hindenburg als zum Reichspräsidenten ge­wählt erklärt.

Programm für die Amtseinführung des neuen Reichspräsidenten.

dSärito und

Amtseinführnug des neugewühlten Reichs­präsidenten sind nunmehr folgende Disposi­tionen getroffen: Hindenburg wird in Beglei­tung feines Sohnes, des Majors in der Reichs­wehr v. Hindenburg und dessen Gattin am 11. Mai, 5.52 Uhr nachmittags, mit dem fahrplan­mäßigen Zuge im Salonwagen in Berlin auf dem Bahnhof Heerstraße eintreffen. Er wird am Bahnhof vom Reichskanzler, dem Reichs­wehrminister, dem Reichsminister des Innern, den Chefs der Heeres- und Marineleitung, den Staatssekretären in der Reichskanzlei und im Büro des Reichspräsidenten, dem Komman- danten von Berlin, dem Oberbürgermeister, dem Polizeipräsidenten u. dem Kommandanten

Die parlamentarische Lage in Preußen

DerLokal-Anzeiger" weiß über Verhand­lungen zu berichten, die in den letzten Tagen zwischen den Vertrauensleuten der Parteien des preußischen Landtags über die Frage einer Umbildung des jetzigen Kabinetts in Preußen ftaltgefunden hätten. Insbesondere waren zwischen dem Abg. Hermes (Zentrum) und v. Richter (Deutsche Volkspartei) ver­trauliche Besprechungen erfolgt, wobei der Vertreter der Volksvartei die nötige Fühlung mit den Deulschnakionalen aufrecht erhalten hätte. Das genannte Blatt hält es für nicht unmöglich, daß diese Bestrebungen noch vor Freitag, dem Tage der Abstimmung über das Vertrauen zu dem Kabinett Braun, zu einem Ziele führen, das eine neue preußische Regie­rung ohne Severing und ohne den seit länge­rer Zeit erkrankten Justizminister Am Zehn- Hoff mit sich bringen wurde.

Die Gründung der Deutschen Akademie.

München, 5. Mai. Den Eröffnungsfeier­lichkeiten des Deutschen Museums in München ging heute eine Tat voraus, die nicht weniger bedeutsam ist als die Schaffung dieses Meister­werkes deutscher Kunst und Technik und deren Auswirkung sich ebensowenig wie dieses nur auf Bayern beschränkt, sondern sich auf ganz Deutschland und weit über Deutschlands Gren! zen hinaus erstrecken wird. In der Aula der Münchner Universität wurde heute der feier­liche Gründungsakt der D e u t f ch e n Ä k a- demie vollzogen. Fanfarenklänge und tlü]]i]O)e Music leiteten ihn ein. Der Generab sekretär der Deutschen Akademie, Dr. F r e y, verkündete, daß der Senat die Wahl der Vor­standschaft vollzogen habe. Zum Präsidenten wurde gewählt Geheimrat Prof. Dr. Pfeil­schifter, zum Präsidenten der wissenschaft­lichen Abteilung Geheimrat Prof. Dr O n ck e n, zum Präsidenten der praktischen Ab­teilung Universitätsprofessor Dr. Haus­hofer. Der Präsident Geheimrat Dr. Pfeil­schifter, der zuerst das Wort ergriff, hieß die erschienenen Ehrengäste herzlich willkommen u. a. den bayerischen Ministerpräsidenten Dr Held mit dem bayerischen Gesamtministerium, die Vertreter der Reichsregierung und de- preußischen Kultusministeriums, die Staats- präfideüten Bazille von Württemberg und Hellpach von Baden, den österreichischen Kul­tusminister Schneider, sowie die Rektoren fast sämtlicher deutscher Hochschulen. Einen beson­ders herzlichen Willkommengruß entbot er ferner den Vertretern der Prager, Grazer, Innsbrucker und Straßburger Universität, endlich dem ebenfalls anwesenden ehemaligen Kronprinzen Rupprecht und dem Schöpfer des Deutschen Museums Exz. Dr. v. Müller.

Nach den Begrüßungsworten warf der Prä­sident einen kurzen Rückblick auf die Entstehung

der Gründung und betonte dabei einige prin­zipiell wichtige Aufgaben: Verbindung, von wissenschaftlicher und praktischer Arbeit in der Akademie, eine Arbeit, die dem gesamten Deutschtum in der Welt gelte, sowie abso- lut ü b e r p a r t e i l i ch e E i n st e l l u n g der ganzen Tätigkeit. Alle Porteiverschiedenheiten und Gegensätze, alle konfessionellen und sonsti­gen Differenzen müßten zurücktreten hinter dem, was uns eine: Das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu dem einen großen deutschen Volke.Nur eins verlangen wir," so schloß der Präsident,von jedem, der mit uns und in unseren Reihen ar­beiten will: deutschmuß erfein, deutsch muß er fühlen, deutsch muß er denken und han­deln. In diesem Sinne wollen wir d e m g a n - zen deutschen Volke dienen."

Der Präsident der wissenschaftlichen Abteilung, Professor Oncken, sprach in längeren Ausführungen über den Geist, in dem die Gründung dieser Akademie aufzufassen ist und über die besondere Richtung, die ihre Ar­beit einzuschlagen hat. Der Präsident der praktischen Abteilung, Prof. Haushofer, bezeichnete als die schlichte Aufgabe der p r a k - tischen Abteilung: dienen, sam­meln und vermitteln, und zwar viel­leicht jahrelang in viel bescheidenerem Rahmen, als die glänzende Versammlung hier erwarte. Im Gegensatz zu so vielen geräuschvoll ange­kündigten Tagungen und Vereinsvorhaben, von denen deutscher Kulturboden jetzt wider- hallt.

Es folgte hierauf eine Reihe von An« prachen der staatlichen und wissenschaftlichen Vertreter, in be^en überall die Gründung der Akademie freudig begrüßt wurde. Das Fi­nale aus der Mozartlchen Jupiter-Symphonie