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Hanauers Anzeiger

w General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.

Erscheint täglich mit Ausnabme der Conn. und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

Bezugspreis: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne Trâgerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichrpfennig. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite Lb Retchspfenntg, O ff er t en g eb ü h r: 80 Reichrpfennig. Geschäftsstelle: Hammerstrabe S.

Ar. 96

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Samslag den 25. April

Auf zur ReichsprSstdentenwahl!

Morgen Sonnlag s bis 8 Ahr!

Slatilsbürger fue deine Pslichi !

Das Schicksal des Reiches lieg! in deiner Kand!

Der Sieg Hindenburgs muß morgen unsere I Wahlparole sein. Es gibt schon deshalb gar, keine andere Parole, weil wir uns freimachen wollen und müssen von den unheilvollen Kräf­ten, die uns im November 1918- in die tiefsten Tiefen der Machtlosigkeit und der Ohnmacht hinabgerissen haben und weil wir an ihrer ,Stelle die besten Kräfte des deutschen Volkes chieder zur Geltung bringen wollen, die in sittlicher Reinheit des öffentlichen Lebens und mit der Kraft des vaterländischen Gedankens sund Willens unser zusammengebrochenes Volk wieder aufrichten und den Staat wieder auf- Niuen wollen. Der Herold dieser Kräfte ist Hinderckmvg und der Sachwalter jener ver- - Erblichen Gegenkräfte ist Herr Marx. Der Kandidat des Linksblockes mag persönlich noch so ehrenwert sein, er ist doch politisch gespro- ' men, Fleisch und Bein vom Körper derjenigen 1 Parteien, die ihn als ihren Mann ausgestellt i haben und die ihn wählen. Und diese Parteien 1 reichen mit ihnen Wurzeloerzweigungen bis i

»nieder zur

LEJ&W»

desto glühenderem Eifer wollen wir dafür er der Auserwählte des deutschen

werben, daß Volkes wird.

Es darf morgen niemand in un»

seren Reihen beiseite stehen. In der großen Kundgebung in Berlin hat Karl Jarres in seiner warmen und herzhaft überzeugenden Art für Hindenburg gesprochen und damit allen, die im ersten Wahlgange für ihn ge- ftimmt haben, ein weithin leuchtendes VorbilÄ gegeben. Karl Jarres reicht ohne jede Verstim­mung dem Dolkshelden Hindenburg die Fahne, die er im ersten Wahlgange dem Reichsblock vorangetragen hat. Es wäre unverantwortlich,

wollte auch ersten Wahl

nur einer derjenigen, Lie ihm im

ersten Wahlgange gefolgt sind, im zweiten Wahlgange die Fahne verlassen. Es wäre ein frevles Spiet, wollte man jetzt im zweiten Wahlgange den Namen Karl Jarres auf den Stimmzettel schreiben, nachdem der Träger dieses Namens Hindenburg die Hand gereicht und ihm unverbrüchliche Treue im Wahlkampf

unverantwortlicher 's freuten Spiele«

in. Storm rar Mmm und Frau für eten die Wähler und Wählerinnen des

wans. hat kürzlich einen Appell an dir tum« fähig sein, muuiftifchen Arbeiter gerichtet, für Marx zu Frau treten stimmen und er hat sich dabei auf Sinnowjeff, Reichsblocks den russischen Bolschewistenführer berufen, ihren Stim..... ,...___________ Sinnowjeff hat in einer Kundgebung neuer- den Bolksmann Hindenburg abzugeben. Und vings erklärt, der Kommunismus gedeihe Millionen werden sich zu ihnen gesellen, Lie im

1 morgen an die Wahlurne, um Stimmzettel für den Voltshelden und

internationale Kreditlage nicht verändern

würde und glaubten, das düngen nicht aus amerikani

chließen, nach dem Vorbild des bayert«

lUllVKlH U/HVpVll', «WU/ Will -VVIVIUU UV» V U t t ;e Mel- chen Konkordates, wodurch fast das ge< izkreisen amte PilLungswesen, Universitäten und

Die Amerikaner an Kindenburg. Neun Zehnkel der Amerikaner wünschen Hindenburg.

UJHLV ^lUJUH^»WtJVlU MlllUVtfUUlUl UNv Schulen, dem Einfluß der römischen Kirch« unterstellt worden sind und dieser in Ler Frag« der Ordensniedeclassungen völlige Freiheit g«.

deshalb wünscht, Laß Deutsche nach deutschen Gesich fährt von maßgebender Stelle: Die United L^nLV^mh'ß^Mta^^ States Society, eine der alkesten Gesellschaften ^hp ^X prf^h^6 ^^ är^ der vereinigten Staaten, die die Einheit, Der- & K ^ M ^ft« ständigung des Landes und die Tradition der £ ©" S' ^ Freiheikskämpfe pflegt, hat an Hindenburg fol- ^^0

^if^nht Ge Tri^ hJr^Tn^^ ' unseres Volkes arbeiten, kurz, wer unser

^^^^^^^^^ ^n^^nnTr^ bedrängtes Volk vor einem neuen

^nl»»9»^ Anmrlttnn nnr^n^f ^rât/ iKulturkampf bewahren will, der

wähle am nächsten Sonntag nicht Marx, sondern Hindenburg!

Hannover, 23. April. Die T.U. er­

Einheit und Zivilisation vor Verrat errettete.

Neun Zehntel hoffen und erwarten, daß Hin-

allein

land

chts-

den Konfessionen schiedlich, friedlich- in gegen- fettiger Achtung und in edlem Wetteifer mit.

einander an Ler sittlich-religiösen Erneuerung

beffer auf einem Staatshoheit, der von den so­genannten republikanischen Parteien beherrscht Dird, als im Machtbereich der andern Par­teien. Das sozialdemokratische Organ bezog ese Kundgebung unmittelbar auf die deutsche eichsprüsidentenwahl und forderte Lie deut- schen Kommunisten auf, dem Wink Sinnow- jeffs zu folgen und demgemäß Herrn Marx zu wählen, Len zuverlässigen Hüter der deutschen Republik. Dieser Appell desVorwärts" spricht Bände. Er beweist klar und deutlich, wer -ein Interests an der Wahl des Herrn Marx Kat. Und wer sich alles um Las Banner seiner Kandidatur schart. Der Zulauf aus dem kom-

die;

N

elften Wahlgange noch in Lauheit beiseite ge­standen oder einer anderen Fahne folgten. Hindenburg muß siegen und er wird siegen, wenn wir morgen alle unsere Schuldigkeit tun, nicht nur aus Dankbarkeit für das, was Hindenburg für üns getan hat, sondern auch zum wohlver­standenen Besten des deutschen Vaterlandes.

munijmcyen Lager kam im ersten Wahlgang Herrn Braun zugute. Er wird, wie derVor- wartsâ' hofft uni) erwartet, im Meilen Wahl­gange Herrn Marx in noch höherem Maße förderlich sein.

Es ist ein grober Mißbrauch des Wortes Volk, der mit dieser BezeichnungVolksblock" getrieben wird. Zentrum und Demokraten zu­sammen sind den Sozialdemokraten der Zahl nach weit unterlegen und wenn sich auch noch ein Teil Kommunisten auf die Seite des Herrn Marx schlägt, so wird auf demVolksblock" eine Wahlgemeinschaft, in der Sozialisten und Kommunisten zusammen die beiden andern Parteien in die Tasche stecken können. Dieses Kräfteverhältnis wird bei einem etwaigen Siege des Herrn Marx ohne Zweifel in un» |erm innerpolitischen Leben den denkbar chär - Ausdruck finden. Die Sozialisten würden sich den Siegespreis, den Herr Marx erringen ollte, ihrem Verdienste entsprechend bezahlen lassen. Und das deutsche Volk wäre abermals für sieben lange Jahre in den Bann einer gartet geschlagen, die unser Verhängnis in den ersten Jahren nach der Revolution ge­wesen ist und die das Zentrum und die Demo­kraten lediglich als ihren Spielball betrachtet Gegen die Möglichkeit eines solchen Rückfalles in unheilvolle Zeiten müssen auf der Gegenseite alle bis zum Letzten zusammenstehen.

Aber wir wählen Hindenburg nicht nur, weil wir die Wahl des Gegenkandidaten ver­hindern wollen. Wir wählen ihn auch, weil wir m ihm Len deutschen Mann erblicken, der im Amte des Reichspräsidenten seine besten, im schweren Kampfe und im Sturme der Revo­lutionszeit erprobten Kräfte Lem Vaterlande weihen wird. Je mehr sich die Presse und die Redner des Linksblockes in den letzten Tagen und Wochen an der ehrwürdigen Persönlich­keit dieses Mannes vergriffen haben, desto mehrheißen wir ihn als Len Träger der höch- ken deutschen Reichswürde willkommen, mit

Sven Kedm an KinSenburg.

Hannover, 23. April. Sven Hedin hat an den Generalfeldmarschall von Hindenburg fol­gendes Telegramm gerichtet:

Stockholm. 23. April. Mit Verwunderung höre ich, daß in Deutschland Befürchtungen geäußert werden, die Wahl Ew. Exzellenz würde im Auslande wie ein Signal als Re­vanche und Reaktion wirken. Aus meinen Be­obachtungen heraus möchte ich Ew. Exzellenz versichern, daß die Befürchtungen grundlos sind. Weite Kreise des Auslandes betrachten Ew. Exzellenz als die Verkörperung der guten Eigenschaften des deutschen Volkes und werden in Ihrer Wahl die Rückkehr zu allem dem sehen, was im deutschen Volk gut und wert­voll erscheint. Sven Hedin.

Rerchspräsidenlenwahl und Aus- lanöskredue.

Ssll ei» Protestant Marx mâhlen ?

Zur Beantwortung dieser Frage wird uns aus Kreisen des Evangelischen Bundes für Kurhessen und Waldeck folgendles geschrieben:

Wir antworten: Nein! Wir lehnen Marx ab, nicht weil er Katholik ist, wir be­kämpfen nicht den religiösen Katho­lizismus, auch nicht die Katholiken, mit denen wir in Frieden leben wollen. Wir be­kämpfen in Marx vielmehr den Zentrum s- m a n n, den Führer des im Zentrum organi­sierten politischen Katholizismus oder Ultramontcmèsmus. Das Zentrum steht nicht nur im Dienste Deutschlands, es fühlt sich zugleich einer aus­wärtigen Macht, Rom, verpflich- t e t, und die Geschichte beweist, daß die deut­schen Interessen nur zu oft von ihm zurück­gestellt wurden.

Newyork, 24. April. (Funkspruch.) Laut Journal of Commerce aus Washington hat ein hoher Beamter bes C"

Schatzamtes sich dahin ie Gerüchte, wonach

ausgesprochen, daß die

amerikanische Banken die Gewährung weiterer Kredite an Deutschland im Falle der Wahl Hindenburgs aussetzen würden, leicht genom­men werden könnten. Maßgebende Persön­lichkeiten seien der Ansicht, daß der Ausgang der Präsibentschaftswahl in Deuaschland die

Das Zentrum steht mit seinen politischen Machtmitteln hinter der von Rom aus seit Be­endigung des Weltkrieges eingeleiteten Gegen- reformation mit dem Ziel, Deutschland wieder katholisch zu machen. Das Zentrum ist mitver­antwortlich dafür, daß sich die konfessionellen Gegensätze in unserem Volke verschärft haben. Das Zentrum hat sich für die Durchführung Les neuen römischen Kirchenrechtes mit seinen verschärften Mischshenbestimmungen eingesetzt und ist mitverantwortlich dafür, Laß der Kampf um die Mischehe aufs neue entbrannt ist, daß evangelisch getraute Mischehen mit evangelischer Kindererziehung als unchristlich hingestellt werden. Das Zentrum ist mitver- antwortlich dafür, Laß seit 1919 in Deutschland mehr als 7 0 0 Dlöst è r gegründet worden ind. Das Zentrum ist verantwortlich dafür, ) in den letzten Jahren die evangeli- chen Beamten im Widerspruch zu aller wahren Parität planmäßig zurückgesetzi namenLlich von Len leitenden Stellen fi halten wurden.

Das Zentrum beabsichtigt im Reich und in Preußen mit Rom Konkordate abzu-

»WBH

Ueber den Parteien

fleh! nur einer der Kandidaten der Präsidentenwahl am morgigen Sonntag* Seinen Namen zeig! das Feld 1. Es ist

Vater Sindenburg

it und ernge-

Es ist aber heilige Pflicht eines jedèv sMHMTs-MnThristM,"siH an L»r W zu beteiligen! Wenn die Gutgesinnten sich um die öffentlichen Dinge nicht befümmern, dann gerät erfahrungsgemäß die Macht im öffentlichen Leben in die Hände derer, die aus der Politik ein Geschäft machen und auf Kosten des Allgemeinwohles ihre Sonderinteresten verfolgen. Darum darf keiner am nächsten Sonntag an der Wahlurne fehlen!

Die Losung aber sei: nicht Marx, sondern Hindenburg!

Kommunistische Umtriebe in Paris.

Blutige Zwischenfälle. vier Tote und 43 verwundete.

Paris, 24. April. In der Aula einer Schule auf dem Montmartre fand gestern abend eine von der Jugendabteilung der republikanischen Bereinigung veranstaltete Versammlung statt, in der der durch seine leidenschaftliche Be­kämpfung des Kartells der Linken sich aus- zeichnende Abgeordnete Taittinger, der Chef­redakteur derLiberte", das Wort ergnn Der Zudrang zu dieser Versammlung war so stark, daß etwa 300 bis 400 Personen seinen Ed laß mehr finden konnten. Als nach 10 Uhr ab^ds der Abgeordnete Taittinger das Wort ergriff, wurde die Stimmung so kritisch, daß die Einberufer der Versammlung nach dem Zirkus telephonierten, in dem Millerand sprach und um die Entsendung von Mitglie- dern der Jugendabteilung der national- republikanischen Vereinigung ersuchten. W diese in geschlossenem Zuge, 40 Mann stark ankamen, stießen sie auf die Menge, die keinen Einlaß zu der Versammlung Taittingers fin* den konnte. Es kain zu einem heftigen Zusam­menstoß, in dessen Verlauf Schüsse fielen. Cs wurden drei Personen getötet und acht ver­letzt. Nach dKmPetit Parisien" sind die Schüsse von zwei Personen, die Kommunisten sein sollen und die verhaftet wurden, abge­geben worden.

Erhöhte Täkigkeik der Pariser Polizei. Belastendes Material zutage gefördert Die blutigen Zwischenfälle, die sich gestern abend nach Beendigung einer Wahlversamm­lung der national-republikanischen Liga, in der der nationalistische Abgeordnete Taittinger ge­sprochen hatte und die den Tod dreier Men­schen herbeigeführt hatte, ereignet haben, haben zu einer aktiven Tätigkeit der Pariser Polizei geführt. Da es sich angeblich um einer Angriff dr Kommunisten gehandelt haben soll hat der Untersuchungsrichter im Laufe der Vormittags bei führenden Persönlichkeiten bei Kommunisten Haussuchungen vornehmen las sen, die nach Berichten der Abendblätter be­lastendes Material gegen gewisse Organisatio­nen der Kommunisten zutage gefördert habe» sollen. Auch der Ministerrat, der heute vor­mittag unter dem Vorsitz des Präsidenten bei Republik stattfand, hat sich mit der A»o-t;gr»-