m >rrvffor>
MauerS Anzeiger
General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadt und Land.
Erscheint täglich mit Ausnabme der Sonn- und Feiertage. / Fernfprech-Anfchluß Nr. 1287 und 1238.
B«»uS»pkeir: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfennig. — Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Neichrpfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite L Sietchspsennig. — Offerten gebühr: 80 Reichspfennig. — Geschäftsstelle: Hammerftratze 9.
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hana«. — Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreise». — Für PlatzVorschrift und Grscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.
WM
Nr. 93
Mittwoch den 22. April
1925
Das Neueste.
— Der „Roten Fahne" zufolge lehnte der gnnenminister Schiele es ab, dem Kandidaten Thälmann den Rundfunk zu einer Wahlrede jur Verfügung zu stellen, da die Voraus- setzuimen, daß die hinter den Rednern stehenden Parteien eine gewaltsame Aenderung der (Verfassung erstreben, bei den Kommunisten picht zutreffen.
— Die französische Kammer hat mit 304 gegen 217 Stimmen der Regierung das Vertrauen ausgesprochen.
— Da die von dem Verband der schlesi- chen Metallindustriellen von den im Teilstreik lefindlichen Drehern, Fräsern und Kupfer- chmieden gestellte Frist, die gestern ablief, nicht die Wiederaufnahme der Arbeit gebracht hat, ist am Dienstag die Aussperrung der in der Breslauer Metallinditttrie beschäftigten Arbeiter erfolgt. Wie vom Deutschen Metall- irbeiterverband mitgeteilt wird, beträgt die Zahl der Ausaesperrten ca. 6000, anderer- jeits wird die Zahl auf 7500 angegeben.
— Der portugisische Kriegsminister trat zurück. Das Ministerium wird interimistisch vom Innenminister vermaltet. 500 Personen wurden verhaftet, weil sie sich nach 9 Uhr abends noch auf der Straße befanden, was gegen den Belagerungszustand verstößt.
K!ndenb«rgs Sieg.
Von Dr. Otto H u g o, M. d. R.
Ueber Ostern war ich in Rom, als die Kunde von der italienischen Presse verbreitet wurde, daß Hindenburg der Präsidentschaftskandidat des Reichsblocks geworden sei. Die
. cce «cts tisAWMä
elche im ganzen Ausland. Und das mit Recht. Denn das Ausland weiß zu werten, was es bedeutet, wenn sich das deutsche Volk in diesem Kampf um die erste Reichspxäsidentschaft durch Wahlen m seiner Mehrheit um diesen Mann schart. Man hat im Auslande ein ganz klares Empfinden dafür, was diese Kandidatur bedeutet. Die innerpolitischen Momente treten dabei zurück. Gewiß wäre es allen Deutschen ueber gewesen, wenn der Pacteigeist in Deut» lanb eine Einigung ermöglicht hätte, die Hindenburg aus dem Treffen ließ. Aber das ist eine innere deutsche Angelegenheit und die interessiert außerhalb Deutschlands niemand. Wenn das Gegenteil behauptet wird, wenn man in der ausländischen Presse das deutsche Volk davor graulen machen möchte, daß Hindenburg ein Monarchist, der Statthalter der Hohenzollern sei, daß ferne Wahl den Kampf um die Wiederherstellung der Monarchie bedeute, so ist das ein Manöver aus die politische Dummheit des deutschen Volkes oerechnet, aus ^Erfahrung heraus, daß das deutsche Volk seicht auf solchen Leim geht. Schlimmer ist, wenn deutsche Parteien mit diesem offenkun- pigen Schwindel hausieren gehen und den Un= Mn würdelos nachdrucken. Sie sollen wissen, oatz das Ausland, soweit wir mit ihm als Eeg-
5 Zu rechnen haben, ein Interesse daran hat, ix" ^M^ Gesicht zu zeigen und uns zu be- ®e sollten auch endlich soviel nationales Empfinden aufbringen, um zu zeigen, daß uns nicht zum Spielball der ausländischen Mieressen hergeben, sondern die Aufgabe
uns durch eigenes Wollen unser eigenes Zu schmieden. Wenn man vorurteils- Ausländer spricht, so gibt es über die ähre Bedeutung des Sieges Hindenburgs ,erln Urteil und das lautet: Das deutsche inİ B 65 sott, sich von der scheinheiligen De- °, oste der Entente länger an der Nase p rumziehen zu lassen und eine Ohrfeige nach anderen einzustecken!
ys„ Wenn unsere Linksparteien einmal einen .„"Anblick polittsch statt parteipolitisch denken „outen, so müßten sie sich doch sagen, daß es ,” rein einfacheres Mittel gab, Herrn Marx
ihrem demokratischen Schwurzeugen Herriot erlebt hat. Und damit ist politisch in Deutschland Herr Marx gerichtet und das deutsche Volk hat gewiß keine Veranlassung, auf die außenpolitische Naivität der Demokratie länger hereinzufallen, nachdem selbst Herr Herriot hat abtreten müssen und damit die deutsche Demokratie außenpolitisch völlig am Ende ihrer Weisheit angelangt ist. Das außenpolitische Programm des Herrn Marx von der Fortsetzung der Politik der Versöhnung der Völker liest sich hier im Auslande wie ein fauler Witz.
Die einzig richtige Antwort auf alles Gewäsch der uns feindlichen ausländischen Presse hat der leitende italienische Staatsmann Mussolini in diesen Tagen gegeben, indem er äußerte, daß der Sieg Hindenburgs die selbstverständliche Quittung auf den Wortbruch der Nichträumung des Kölner Gebietes fei und daß die Drahtzieher der Ententepolitik es selbst verschuldeten, wenn in Deutschland ein anderer Wind bei der Präsidentenwahl wehen werde, als ihnen lieb ist. Das ist die ehrliche Bedeutung, die Hindenburgs Wahl außenpolitisch besitzt. Und die sollte das deutsche Volk am Wahltage beherzigen. Der Sieg des Herrn Marx würde nach all den Ohrfeigen, die wir außen- polstisch haben einstecken müssen, der Welt bekunden, daß das deutsche Volk keine andere Behandlung haben will und deshalb auch nicht verdient! Dieses Urteil würde für die ganze Welt feststehen, wenn Marx die Mehrheit erhält. Die Wahl Hindenburgs aber bedeutet heute einen lebendigen, weit in die Wett hm- einwirkenden Protest des deutschen Volkes aeopn das in der ganzen Welt bewußt empfun-
dene und uns mit Absicht angetane um- bedeutet die wichtigste Anklage gegen die • o- sifche Behinderung des Friedens und ein Menetekel für alle, die es angeht, daß auch germanische Geduld ein Ende finden und die Saat des französischen Hasses böse Früchte tragen kann. Es sollte deshalb jeder Deutscher sich der überragenden außenpolitischen Bedeutung der Wahl Hindenburgs bewußt sein und zu seinem Teile dazu beitragen, daß der Sieg Hmden- burgs für Deutschland eine bewegende politische Kraft wird.
Ich komme von Rom. Da sah ich das Heer der deutschen Pilger, sah die Pilger der ganzen Welt, sah die tiefernste religiöse Macht, die von Rom aus eine Welt durchdringt bis in die fernsten Zonen Japans, Südafrikas und Australiens. Wer Rom in diesen Ostertagen sah, kann nicht verstehen, daß der deutsche Katholik in Deutschland die Geschäfte der Sozialdemokratie betreiben foll, die ihren antichristlichen Wechsel schon zur gegebenen Zeit präsentieren
ozmldemo-
-christlichen
wird.
Und noi
id) ein letztes Italienisches zur Wahl. Mussolini es fertig brachte, aus die-
,„^ tem einfacheres Mittel gab, Herrn Marx ^rmmphator Deutschlands zu machen, gd das, Deutschland nach dem Abschluß der hn»s°fner Verpflichtungen anständig zu bc- de6 "l Die Linke_ rühmt Herrn Marx nach, rej.er der große Staatsmann des Londoner nirki K fëj' aber kümmert sich anscheinend fr?/ den Teufel darum, daß der Linksdemo- f ®,,A"nat auf London die nationalistische Eroberungspolitik daraufsetzte, die Ruhr räumte noch die Befreiung feinst Engländern zugestand, bis zu ein alles verhinderte, was der Wett
bi 7 darüber hätte geben können, weshalb hJ. v i^W^ische Demokrat die Rheinlands friphm ^ir weiter vergewaltigt und die Be- keinon^i" Europas verhinderte. Es gibt doch deutün^ lammerlichsren Reinfall, als den, den die
Wenn ein '—,,_....... ,.—„ , .
sem Italien etwas zu machen, und sein Vaterland vor der Volschewisierung zu bewahren, so nur dadurch, daß er dem Sozialismus in Theorie und Praxis ein Ende bereitete. Wenn man auf Herz und Nieren prüft, woran wir in Deutschland noch immer kranken, so ist es das Fortwirken der sozialistischen Kräfte in unserem Volk- und Wirtschaftsleben seit der Revolution. Die Aufzehrung der Kräfte nimmt ihren rapiden Fortgang. Der Ersatz bleibt aus. Das ist nun mal die Wirkung des Sozialismus, der mehr gibt als er schafft, daß er jedes Volk, das von ihm befallen ist, in den Abgrund führt. Nun ist Hindenburg gewiß kein Mussolini; das soll und kann er auch gar nicht sein, schon weil Deutschland nicht Italien ist. Aber umgekehrt würde der Sieg des Herrn Marx die Fortwirkung der zerstörenden sozialistischen Kräfte gewährleisten, weil die sieben Millionen sozia- istischer Stimmen durch den gewählten Herrn Marx sortwirken müssen, ohne Rücksicht darauf, ob der katholische Bauer oder Handwerksmann, oder Arbeiter das ertragen kann. Neben der großen außenpolitischen Bedeutung der Wahl Hindenburgs tritt das Motiv, daß damit der
Sozialismus, der selbst keinen Führer mehr zum Siege bringen kann, auch nicht im bürgerlichen Präfidentschaftsgewande mehr politisch ortregieren kann, sondern in Deutschland eine chwere Niederlage in entscheidender Stunde erlebt.
So ist das Ziel klar. Es erreichen, ist die große politische Aufgabe des deutschen Volkes am kommenden Sonntag.
Drrlfchaster v. Waltzan über Hindenburg.
Club" ganz besonders lobend über Hindenburg aus. General Allen sowie hunderte deutsch-amerikanischer Kaufleute bewillkommneten den Botschafter und applaudierten enthusiastisch Maltzans Lobrede auf Hindenburg. Weder das amerikanische Volk, noch Washington, noch Wallstreet (Regierung und Börse) sind gegen Hindenburg, wie fälschlicherweise nach Deutschland durch immer schon deutschfeindliche oder semitische Zeitungen wie „Philadelphia Ledger" und „New Pork-Post" und „Times" berichtet worden ist
Der sozialistische „Forward" und das deutsche Kommunistenblatt ,Molkszeitung" machen natürlich Opposition und bringen Karikaturen Hindenburgs. Die meisten andern Blätter verhakten sich sympathisch und respektvoll.
Der Eindruck» den Hindenburg machte
Amsterdam, 21. April. Während die anderen großen holländischen Blätter über die Hindenburg-Kundgebung nur kurze kritiklose Berichte veröffentlichen, sendet der Berliner Berichterstatter des „Nieuwe Rotterdamsche Courant^ seinem Blatt einen langen Aufsatz, in dem ausgeführt wird, Hindenburg habe vollkommen recht, daß die Behauptung über seine „senile Abtakelung" außerordentlich übertrieben sei. Es sei kein Augenblick daran zu zweifeln, daß es der Feldmarschall vollkommen aufrichtig meine,wenn ersage, daß er den Frieden nach innen und außen fördern wolle und wenn er hervorhebe, daß er weder so einfältig noch so willensschwach sei, um sich durch seine Umgebung derart beherrschen zu lassen, daß diese zu Taten führten, die mit feinen AnMtenin augenscheinlichem Wider-
spruch stehen würden. Die Reden, welche Hindenburg hielt, konnten ebenso gut von Marx oder einem anderen Kandidaten ge* halten worden sein. Wer das eigentliche Schwergewicht liege nicht in dem, was Hin-
Schwergewicht liege nicht in dem, was Hindenburg sagte, sondern in dem Eindruck, den seine Person machte. Es könne aber nicht geleugnet werden, daß dieser gewaltig war. Die menschliche Weise, in der er sprach, über»
zeuge seine Zuhörer von seiner Ehrlichkeit, Einfachheit, festen Willen und guten Absichten.
Ein Dementi zur Kindenburg- Kandidatur.
Berlin, 21. April. Generaloberst o. Heenn» gen ersucht uns um Verbreitung folgender Erklärung: In der „B. Z." vom 21. d. M. befindet sich in einem Artikel unter der Ueberschrift „Der Kronprinz und Hindenburg" folgende Nottz: „Dagegen hat Generaloberst v. Heeringen, der sich im Augenblick der Entscheidung in Doorn befand, die Kandidatur Hindenburg dort zur Erörterung gestellt, v. Heeringen stieß zunächst zwar nicht auf Bedenken; die Unterredung sand aber ein vorzeitiges Ende, als er die Frage des Schloßherrn nach den weiterhin für diesen selbst sich ergebenden Aussichten in ungünstigem Sinne beantworten mußte." Diese ganze Notiz ist von Anfang bis zu Ende erlogen. Ich erkläre hiermit ausdrücklich, daß ich weder in Doorn gewesen bin, noch irgendeinen Schriftwechsel bezüglich der Kandidatur Hindenburg mit dem Kaiser geführt habe."
(Mit solchen dicken Lügen wird von der Linkspresse gearbeitet.)
Die MM AeZiMUserUmW
Abstimmungsergebnis: 304 : 217 Stimmen für die Regierung.
Paris, 21. April. Die heute vormittag der ( Kammer von Ministerpräsident P a i n l e v é und dem Senat vom Justizminister verlesene ministerielle Erklärung hat folgenden Wortlaut:
Sie Regierung, die sich Ihnen heute vorstellt, steht, wie die vorausgegangene Regierung vor zwei ungeheuer schweren und dringenden Pflichten der Verantwortung: Sie muß für die Zukunft die Sicherheit wahren und das finanzielle Gleichgewicht s i ch e rste! He n. Vor diesen beiden Problemen müssen in diesem Augenblick alle anderen so wichtig sie auch sein mögen zurückstehen. Daß es fast sieben Jahre nach einem siegreichen Kriege, während dem unser Land so schwere, so heroische und so schmerzliche Opfer gebracht hat, die Beunruhigungen kennen lernte, unter denen es im Augenblick leidet, ist für es eine bittere Enttäuschung. Aber man
muß der Wahrheit ins Antlitz schauen. So drückend auch die Pflichten sein mögen, die
das Land auf sich nehmen muß, es wird, um
sie zu erfüllen, die gleiche Energie aufwenden, die es auf dem Schlachtfelde aufgewendet hat. Die beharrliche Hoffnung, die Reparationen zu erlangen, die die Gerechtigkeit erfordert und die die öffentliche Meinung nach so viel Ruinen und Leiden verlangte, die aber die Wirklichkeit verweigert hat, hat wiederholt das Mögliche undurchführbar gemacht. Das allgemeine Stimmrecht hat, dâ man der illusorischen Hoffnung müde war, seinen Willen darin kundgegeben: Friede in der Sicherheit und in der Ächtung durch Aufrechterhaltung der Verträge, wirtschaftliche Stabilität in einem Regime steuerlicher Gerechtigkeit; das sind die großen Hoffnungen, die sich aus der letzten Volksabstimmung herausheben. Sie haben die Tätigkeit der letzten Regierund geleitet, und auch unsere Regierung wird sich von ihnen leiten lassen. Zur Durchführung der hoppelten und schwierigen Aufgabe, die uns zufällt, fordern wir die Mitarbeit aller Bürger Frankreichs, bei denen das Rationalgefühl höher steht als Parteileidenschaft und wirtschaftliches Interesse. Bei den kommenden internationalen Verhandlungen wird die Regierung die Fortentwicklung der Ausführung des Da» wesplaiies ebenso wie die Regelung der -frage der interalliierten Sch u lb e n, die so schwer aus uns lastet, weiter verfolgen. Aber über alle dem wird sie sich bemühen, die Garantien des Friedens und der Sicherheit
allen Nationen gerecht und friedfertig fein, denn es hat den tiefen Wunsch, dazu beizutragen, daß der Welt die Ruhe und die Stabilität gegeben wird, die sie nötig hat. Aber die erste Bedingung eines dauerhaften Friedens ist, daß Frankreich selbst in Sicherheit ist. Sicherheit, Schiedsgerichtbarkeit und Entwaff- nung, das sind die drei Vorbedingungen, auf denen sich das Protokoll von Genf ausbaut. Das ist der erste Vorbote eines großen internationalen Friedens. Wir sind diesen drei Bedingungen ergeben uni) wenden unsere Bemühungen auf das doppelte Ziel, die vollkommene Einigkeit mit den Völkern aufrechtzuerhalten, die unsere Waffengenossen waren, und gemäß dem Willen aller Vereinigungen ehemaliger Frontkämpfer die Autorität und die Organisation Les Völkerbundes wet- ter zu entwickeln, damit alle Staaten ihm beitreten können, um die WieÄeraussöh- nung Europas vorzubereiten, ohne die unsere Zivilisation dem Untergange entgegengeführt wird. Die glückliche Lösung dieser auswärtigen Probleme wird im weitesten Maße zur Milderung und Reformierung unserer militäri-
auch utf
des Da -
der
Zwischen den Völkern, die gestern sich so stark » - fund so mutig in der Fruerlinie gegenüberge-
NewZork, 21. April. Botschafter Freiherr standen haben, zu i ' ~ ........
von Maltzan sprach sich heute im „Deutschen tollen seinen Alliie
der Fruerlinie gegenuberge- vermehren. Frankreich bleibt
ierten treu. Es wird gegenüber
schen Organisation beitragen, die das Land eifrig gefördert hat und die wir weiter verfolgen unb durchzuführen versuchen. Die isterieüe Erklärung beschäftigt sich alsdann der Innenpolitik. Jedermann kenne den Ernst der Lage. Aber man dürfe nicht übertreiben. Ein großer Fortschritt sei an dem Tage erzielt worden, an dem die Regierung, die der jetzigen voraufgegangen ist, mutig ihren Willen bekundet habe,"die budgetäre Einheit wieder h e r z u st e l l e n. Die jetzige Regierung halte es für ihre wesentliche Aufgabe, diese beizubehalten, und in vollem Einverständnis mit dem Parlament werde sie sich bemühen, diese Ansicht beim Budget zur Gel- tung zu bringen. Die Regierung verpflichtet sich formell, für das Jahr 1925 nur einen Budgetentwurf vorzulegen, in dem alle Staatsausgaben so wett wie möglich herabgemindert und durch Steuern gedeckt werden, da keine Ausgaben von nun ab mehr dem Staatsschatz zu- tollen sollen. Dadurch, daß kurzfristig« Werte ausgegeben worden seien, habe man
minh mit i
die augenblickliche Verlegenheit des Staates herbeigeführt. Die Regierung habe die Auf. gäbe, der Schwierigkeiten Herr zu werden. Wenn erst das Budget ausgeglichen sei, dann werde der Staat nicht mehr die Funktion des Bankiers übernehmen, und man werde für das Land, das freie und starke Finanzen haben wolle, die unerträglichen Passiven vermindern. Man werde der Ration große Opfer auf. erlegen müssen, deshalb appelliere man cm^hes.