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Zoo. Jahrgang.

ganauerS Anzeiger

General-Anzeiger für die Kreise Kanan Stadl und Land.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 81

Montag Len 6. April

1925

Das Neueste.

Die endgültige Proklamierung des Kan­didaten für den Reichsblock wird am Mittwoch erfolgen.

Jm Tschekaprozeß stellte der Reichsan­walt die Strafanträge. Er beantragte gegen Pier Angeklagte die Todesstrafe.

Das belgische Kabinett ist zurückgetreten.

Die Revolte in Südafrika ist ohne Blut­vergießen unterdrückt worden. Der Stamm der Aehoboth hat sich bedingungslos unterworfen.

Wochenvorschau.

politische Osterpause. Die Parolen der Reichspräsidentenwahl. Das wankende

Kabinett Herriot.

Die vor uns liegende Osterwoche bedeutet eine politische Ruhepause, trotz aller Kampf­stimmung, die ringsum herrscht. Der Reichs­tag und der Preußische Landtag haben sich fast für die ganze Dauer des Monats vertagt, und der Endkampf um die Neuwahl des Reichsprä­sidenten wird erst eröffnet werden, wenn das Osterfest hinter uns liegt. Von da ab wird der Wahlkampf dem April den politischen Inhalt geben. Nachdem die Fronten sich Ende der vorigen Woche so gebildet haben, wie man die Wahlschlacht am 26. April schlagen wird, stehen auch die Parolen fest, unter denen man den Wahlkampf ausfechten wird. Die Anhänger der Kandidatur Marx haben sich als Volksblock konstituiert, um dem Reichsblock etwas ent­gegen zu fetzen, was äußerlich ähnlich klingt. Der Reichsblock wird Dr. Jarres wieder auf den Schild heben. Am Samstag vormittag tauchte bei einigen Deutschnationälen der Ge­danke auf, Hindenburg die Kandidatur anzu- nugen. Doch am NMmütag MurhMâMMm daß weder die gesamte deutschnationale Dolks- partei noch die Deutsche Volkspartei noch auch die Vaterländischen Verbände mit einer Kandi­datur Hindenburg einverstanden sind, die in diesem Stadium der Entwickelung nur zu einer Diskreditierung des Feldmarschalls führen könnte. Da außerdem Einmütigkeit darüber bestand, daß die im Reichsblock zufammenge- chlofsenen Parteien und Verbände durchaus Msammenhalten müssen, so hat man keinen Grund, an der endgültigen Aufstellung von Karl Jarres zu zweifeln. Die wiederholten Ver­zögerungen und Verschleppung der Entschei­dung ist außerordentlich zu bedauern. Bei der Anregung einer Sammelkandidatur Simons, die am Freitag spät nachmittags erfolgte, han­delte" es sich um eine Aktion, der Bayerischen öolkspartei, die sich mit dem von anderer Seite erörterten Plane traf, den gesamten Schwierig­keiten der Volkswahl zunächst einmal durch einen gesetzgeberischen Akt des Reichstages aus dem Wege zu gehen. Es war dabei daran ge­dacht, durch eine zweidrittel Mehrheit des Reichstages die Amtsführung von Dr. Simons ähnlich zu verlängern, wie es seinerzeit bei ^bert geschehen ist. Da die Linksparteien die Kandidatur Marx bereits unter Dach und Fach hatten, so leisteten sie diesem Versuch von norm herein heftigen Widerstand. Spahn und Feh­renbach lehnten glattweg ab und die fozial- "^okratischen Abgeordneten Hermann Müller und Wels machten dem Kanzler in grobem -Lone den Vorwurf, daß er die Einigkeit der .republikanischen Parteien zu unterminieren Mrsuche.

L Man versuchte in der letzten Zeit auf Seiten des Linksblockes die Wahlziffern der einzelnen Marteren zu addieren um mit diesen Zahlen Wen Sieg der Linken prophezeihen zu können. S 7?^" dies für einen recht kümmerlichen schwachen Versuch. Man wird auf der

Seite noch erleben, was es heißt, drei mneruch ganz verschieden geartete Parteien und i?°n wieder zwei, die sich in ihrer Weltan- diametral gegenüberstehen eine Mytuche und eine antichristliche vor einen zu spannen. Es ist in der letzten Zeit M ziemlicher Bestimmtheit in gut unterrich- . ten Kreisen versichert worden, die preußische Wgwrung werde trotz aller gegenteiligen Aeu- im Landtage das Parlament doch och auflösen und am 26. April die preußischen ^Euwahlen zugleich mit der Wahl des Reichs- p ajidenten vornehmen. Die Möglichkeit dazu uur gegeben, wenn man eine ganze Reihe formalen Hinderungen beiseite schiebt. Ge-

W so kommt darin am besten zum Aus- bl^,p 1012 sehr man in den Kreisen des Links- mit starken Stimmenthaltungen der der Parteianhänger rechnet. Man glaubt r2"e»vähler nur dann sicher zu sein, wenn - lan ihney am 26. April noch den Köder einer

Einzel-Parteikandidatur für den preußischen Landtag hinhält. Ein wirkliches Sicherungs­mittel wäre natürlich auch das nicht. Wenn der Reichsblock die zwei Wochen nach Ostern ausnutzt, so hat er mindestens ebenso sichere Erfolgaussichten wie der Linksblock.

In Frankreich treibt die Entwickelung einem Sturz des Kabinetts Herriot zu. Schon feit Wochen steht das Schicksal des Kabinetts Her­riot nach der Ansicht eingeweihter Kreise fest, da einflußreiche Finanzgruppen, die mit der Steuerpolitik der gegenwärtigen französischen Regierung nicht einverstanden sind, sich

Negierung nicht einverstanden sind, sich gegen ihn verschworen haben. Der Finanzminister

des Kabinetts Herriot, Herr Clementel, war gewiß kein besonders fähigerKopf. SeinNach- folger, de Monzie, ist persönlich wohl ein Ge­winn für das Kabinett Herriot. Jedoch ist eine solche Personenfrage nicht der Kern der franzö­sischen Regierungskrisis. Die eigentlichen Schwierigkeiten des Kabinettes liegen darin, daß Herriot in der inneren Politik nicht vom Flecke kommt. Die sozialistische Kammerfrak­tion hängt wie ein Bleigewicht an seinen Füßen. Und deshalb ist auch durch die Neube­setzung einzelner Ministerposten in dem Kabi­nett keine Lösung der Krisis zu erzielen. Her­riot wird wahrscheinlich nicht von heute auf morgen stürzen, aber lange wird er seines Amtes nicht mehr walten. Die Erbschaft wird ein Konzentrationskabinett antreten, das weiter nach der Mitts orientiert ist, als das Kabinett Herriot. Als Führer eines solchen Kabinettes nennt man Briand und Painleve. Die Zeit von Caillaux scheint noch nicht gekommen zu sein. Ein Ruck nach der Mitte würde natürlich zur Folge haben, daß in der parlamentarischen Ge-

keine Kursänderung gegeben sein, da man der Politik Poincarès bis weit in die Kreise des bloc national" hinein überdrüssig ist. Gewiß ist jedenfalls, daß die Schwierigkeiten Herriots lediglich innerpolitisch sind und daß auch die Lö­sung nach innerpolitischen Gesichtspunkten ge­sucht werden wird.

Zur Reichsprüsidenlenwahl.

Berlin, 4. April. Der Reichsblock teilt mit: Die Verhandlungen des Reichsblocks führten zu dem einmütigen Beschluß, mit aller Kraft gegen die von der Weimarer Koalition ouf- gestellte Kandidatur Marx geschlossen den Kampf aufzunehmen. Die endgültige Prokla­mation des Reichsblocks wird am Mittwoch er­folgen, da die maßgebenden Organe einiger Parteien erst am Dienstag ihre Beschlüsse fassen können.

Berlin, 4. April. In einer Besprechung der Vertreter der im Volksblock zusammenge­schlossenen Parteien erklärte sich der Reichs­kanzler a. D. Dr. Marx zur Annahme der Reichspräsidentschaftskandidatur bereit.

Die angefochkene Rsichspräfiöenten- wahl.

München, 5. April. Nach einer Meldung desVölkischen Kurier" hat der national­sozialistische Reichstagsabgeordnete Frick beim Wahlprüfungsamt die Gültigkeit der Reichspräsidentenwahl vom 29. März angefochten. Die Anfechtung wird mit dem Adolf Hitler auferlegten Rede­verbot und die dadurch verursachte Unmöglich­keit für die Reichspräsidentenwahl nötige Versammlungspropaganda durchzuführen, be­gründet.

Eine Erklärung des siellverirelen-en Reichspräsidenten.

Berlin, 4. April. Don zuständiger Seite wird mitgeteilt:

Der Stellvertreter des Reichspräsidenten hat von dem am 3. d. Mts. im Reichstag er­örterten Vorschlag, ihn noch jetzt als Sammel­kandidaten für die Wahl des Reichspräsidenten auszustellen, ebensowenig Kenntnis gehabt wie seinerzeit von tx ...... - . .

Reichstags, ihm

it öer Parteien des

Reichstags, ihm die Stellvertretung zu über­tragen, und später von dem Vorschlag, ihn schon im ersten Wahlgang als SammeKandida- ten zu proklamieren. Er kandidiert überhaupt nicht. Einer Verlängerung seiner Stellvertre­tungsperiode durch verfassungsänderndes Reichsgesetz würde er aus denselben Gründen widersprochen haben, aus denen er im Früh- hng 1922 dem verstorbenen Reichspräsidenten eindringlich abgeraten hat, sich durch den Reichstag statt durch Volkswahl in seiner Stel­lung bestätigen zu lassen.

Die Regierungsbildung in Preußen.

Berlin, 4. April. Ministerpräsident Braun hat heute mit den bisherigen Ministern die erste Kabinettssitzung der neuen Regierung abgehalten. Danach fand eine Sitzung des in­terfraktionellen Ausschusses der Regierungs­parteien im Landtage statt. Es herrschte volle Einmütigkeit in der Beurteilung der Lage. Am 28. April wird sich das Kabinett Braun dem Landtag vorstellen; es dürfte sich von der bis­herigen Regierung nur durch die Veränderung in der Spitze unterscheiden, indem an die Stelle von Marx Braun getreten ist. Die anderen Minister werden voraussichtlich von Braun er­nannt werden: Dr. Am Zehnhoff (Z.) für die Justiz, Hirtsiefw (Z.) für Volkswohlfahrt, Stei­ger (Z.) für Landwirtschaft, Severing (S.) für Inneres, Dr. Schreiber (D.) für Handel und Gewerbe, Dr. Höpker-Aschoff (D.) für Finan­zen, Dr. Becker für Unterricht.

Die Strafanträge im Tscheka-Prozeß.

Leipzig, 4. April. Im Tscheka-Prozeß stellte der Reichsanwalt folgende Strafan­träge:

Gegen Neumann wegen Mordes die Todesstrafe, insgesamt 7 Jahre Zuchthaus, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet werden sollen und 500 Mark Geldstrafe, die ebenfalls als verbüßt anzusehen sind und dauernden Ehrverlust.

Gegen Skoblewski Todesstcafe, 15 Jahre Zuchthaus, dauernden Ehrverlust, 500 Mark Geldstrafe.

Gegen Pöge Todesstrafe, 8 Jahre Zucht­haus, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet werden sollen, dauernden Ehrverlust und 500 Mark Geldstrafe, die durch die Untersuchungs- anaesehsy werden sollen.

Gegen M a r g i e s Todesstrafe, 9

Zuchthaus, dauernden Ehrverlust und Mark Geldstrafe.

Gegen Szon Todesstrafe, 4 Jahre Zucht­haus, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet werden und dauernden Ehrverlust.

Gegen Meus 4 Jahre 6 Monate Zucht­haus, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet werden, 400 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehr­verlust; gegen Mörsner 3 Jahre Zucht­haus, wovon 6 Monate als verbüßt ange­sehen werden, 300 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust; gegen König 5 Jahre 6 Monate Zuchthaus, 500 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust; gegen Diener 5 Jahre 6 Mo­nate Zuchthaus, 6 Monate werden als ver­büßt angesehen, 500 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust; gegen Mayer 6 Jahre 6 Mo­nate Zuchthaus, wovon 6 Monate als ver­büßt erachtet werden, 600 Mark Geldstrafe, 10 Jahre Ehrverlust; gegen Kuhls 3 Jahre Gefängnis abzüglich 10 Monate, die als ver­büßt erachtet werden, 300 Mark Geldstrafe, die ebenfalls als verbüßt angesehen werden; gegen Huke 3 Jahre Zuchthaus, wovon 6 Monate als verbüßt erachtet werden und 300 Mark Geldstrafe; gegen Hallupp 2 Jahre Gefängnis, von denen 6 Monate als verbüßt anzusehen sind; gegen J n t o r f 1 Jahr 9 Monate Gefängnis, wovon eben­falls 9 Monate als verbüßt erachtet werden; gegen den Ehemann L e s n i f f e 1 Jahr 9 Monate Gefängnis und 150 Mark Geld­strafe. Außerdem beantragte der Reichsan­walt gegen Frau Lesniffe 10 Monate

Gefängnis.

Die Angeklagten nahmen die Strafan­träge äußerlich vollkommen ruhig auf. In ' - "»ahrte

Ver-

seinem vorausgehenden Plädoyer verw sich der Ober-Reichsanwalt gegen alle dächtigungen des Gerichts und . der Unter- suchungsbehörden. Er hält es für bewiesen, daß Skoblewski, der neben Neumann der Hauptangeklagte ist, mit dem russischen Füh­rer Helmut identisch ist. Darauf wendet sich der Reichsanwalt gegen die Einwendungen der Verteidigung, daß es sich lediglich um eine Abwehr eines faschistischen Angriffes im Rahmen der verfassungsmäßigen Staatsform handelte. Aus allen Dokumenten gehe hervor, daß das Endziel die Errichtung der Räte­diktatur gewesen sei. Wenn Neumann jetzt den Kopf dadurch aus der Schlinge ziehen wolle, daß er sage, es sei ihm nicht mehr ernsthaft gewesen, Seeckt zu beseitigen, so sei seine Rechtsauffassung irrig. Es habe bereits Ernsthaftigkeit bis zur Verabredung und bis zur Willenseinigung bestanden. Der Fall Rausch sei ein klassischer Fall für überlegten Mord.

Nachdem Oberreichsanwalt Neumann die Strafanträge gestellt hatte, wurde von der

Verteidigung beantragt, die Verfahren gegen die Angeklagten Meus und Szon zu vertagen, da in dem Strafantrag die Beteiligung in einigen Fällen angenommen werde, obwohl eine solche den Beklagten durch die Anklage nicht vorgeworfen werde. Der Antrag wird abgelehnt. Die nächste Sitzung findet Mon­tag vormittag statt.

Kerriot über die Finanzlage.

Paris, 5. April. Ministerpräsident Herriot hat heute nachmittag in Fontainebleau einer linksrepublikanischen Kundgebung beigewohnt, in deren Verlauf er sich über die Finanzlage aussprach. Er erklärte, man könne seine Re­gierung für die schwierige Finanzlage nicht

n-

verantwortlich machen. Seine Regierung habe nur zu Anleihen gegriffen, um nicht nur neue Ausgaben, sondern auch den Zinsendienst für die früheren Anleihen zu decken. Die jetzige Kammer könne das Verdienst für sich in 21: spruch nehmen, den Budgetausgleich wieder hergestellt zu haben. Als er Finanzminister ge­worden sei, habe die langfristige Schuld 15914 Milliarden betragen, die kurzfristige Schuld 37 Milliarden. Die schwebende Schuld habe im Juni vorigen Jahres 91 Milliarden betragen. Das ergebe annähernd 278 Milliarden. Dazu kämen noch die Schulden bei den Alliierten,

über die man augenblicklich verhandele. Ein Land, das eine derartig hohe schwebende Schuld trage, sei nicht mehr vollkommen Herr seiner inneren Politik. Ein Land, das eine der­artige äußere Schuld beibehalte, ohne den Ver­such zu machen, sich mit seinen Gläubigern auszugleichen, habe auch nicht mehr volle Frei­heit über seine Außenpolitik. Das fei die Wahr­heit, und niemand werde verhindern, daß er sie ausspreche. Die Wahrheit zu sagen, sei eine atciotifche Pflicht. Er habe zur Einigkeit auf- sesorüert, aber was habe man ihm geamwor- et? Man wolle Einigkeit, aber eine Einigkeit der Reaktion wie zu Zeiten der alten Kam­mer. Damals habe er die nationale Einigkeit Koalition genannt, die sich gegen alle Links­republikaner gebildet habe, und die nur habe leben können durch den fortgesetzten Beistand der rechtsstehenden Parteien. Heute wende er sich an alle guten Franzosen, damit sie ihre Pflicht und ihre Interessen verstehen, damit der Franken wieder gebessert werde und damit alles geschehe, um die Schuld zu amortisieren. Er habe aber nicht die Absicht, sich vor der Aufforderung der Privilegierten und vor den Forderungen des unerhörten Luxus zu beugen, den man feit dem Direktorium bekämpft habe, oder schließlich vor den Drohungen der Steuer­hinterzieher, oder von denen, die ihre Kapita­lien ins Ausland bringen. Jeder müsse auf seine Schultern einen Teil der Last nehmen.

Demission des belgischen Kabinetts.

Brüssel, 5. April. Im Zusammenhang mit den Kammerwahlen hat Ministerpräsident Theunis um 11.30 Uhr dem König die Ge- samtdemission des Kabinetts überreicht. (Der Rücktritt des Kabinetts Theunis, der einen formalen Charakter hat, wurde bereits am Donnerstag von uns angekündigt.)

Das weferunglück.

Blinden, 5. April. Bei den heute vorge» nommenen Bergungsarbeiten wurden weitere sechs Leichen der beim Weserübergang verun­glückten Soldaten geborgen und zwar von der 14. Kompagnie Unterfeldwebel Heinrich Rahn aus Bad Salzuflen, der Schütze Arthur Hoppe aus Konitz, Unteroffizier Paul Fischer aus Bad Salzuflen; von der 16. Kompagnie der Schütze Rudolf Terhardt aus Meina bei Mag- dela in Thüringen und der Schütze Wilhelm Duda aus Horst-Emscher. Jm ganzen sind bis­her 37 Leichen geborgen.

Das Grubenunglück auf Zeche »Matthias Skinnes".

Essen, 5. April. Auf der ZecheMathias Stinnes" wurde gestern der letzte Tote gebor­gen. Einschließlich der im Krankenhaus ver­storbenen Schwerverletzten beträgt die Zahl der Toten zehn. Die bergpolizeiliche Un­tersuchung beginnt am Montag.

Das Bauunglück bei Leipzig.

wsft man heute vormittag Am heutigen Tag wird eine

Leipzig, 6. April. Bei den weiteren im Groß­kraftwerk Böhlen vorgenommenen Bergungs­arbeiten wurden bis Sainstag abend 8 Schorn­steinmaurer als Leichen geborgen. Die letzten zwei Vermißten hofft man heute vormittag bergen zu können. Am heutigen Tag wird eine ' für die Verunglückten veranstaltet, worauf' die Üeberführung der Leichen in ihre

Trauer,

Heimat erfolgen wird.