2Ö0. IZaHtgans.
SanauerN Anzeiger
General-Anzeiger / Zugleich amlliches Organ für den Landkreis Sana«.
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Nr. 78
Donnerstag den 2. April
1925
Das Reueste.
Der deutsch-spanische Handelsvertrag ist im Reichstagsausschuß mit 17 gegen 5 Stimmen he, 6 Stimmenthaltungen abgelehnt worden.
— Balfour hat gestern die hebräische Uni« xersität in Jerusalem eröffnet
— Die dänische Regierung hat bei der Be- catung der Hoeresbudgetsverminderungen eine Niederlage im Landsthing erlitten.
— Der Reichstag hat gestern die Grundschulnovelle angenommen.
Preußen und die Reichs- prüfidenleuwahl.
Das Interesse an der Neuwahl des Reic^- präfibenten hat seit gestern eine bemerkenswerte Verschiebung erfahren. Sein Hauptgebiet liegt gegenwärtig in Preußen, wo die
entscheidenden Präsidenschaftswahlgang am 26. April verflochten hat. Die Fäden werden hier in der Hauptsache von den Sozialdemokraten und vom Zentrum geknüpft. Es handelt sich darum, die Rollen so zu verteilen, daß das Zentrum bei der Reichspräsidentschaft im Reich die Führung erhält, während in Preußen die Sozialdemokratie wieder an den Posten rückt, von dem sie mit dem Sturz des Herrn Otto Braun verdrängt worden ist.
Am Dienstag nachmittag schien dieser Kuhhandel bereits fertig zu sein. Im letzten Augenblick stellte sich indessen eine Störung ein, die es zunächst nur zu einer Kompromißlösung kommen ließ. Dieser Ausgang kam selbst den Nächstbeteiligten unerwartet. Der Parteivorstand des Zentrums, der rasch entschlossen das Zentrum auch für den zweiten Wahlgang auf die Kandidatur Marx festgelegt hatte, war habet eauf den Tauschhandel mit den Sozialkraten eingestellt. Er war nämlich der
Ansicht, daß man Herrn Braun die Minister- präsidentschaft in Preußen überlassen müßte, um ihn für die Reichspräsidentenwahl unschädlich zu machen. Als die sozialdemokratische Landtagsfraktion Herrn Braun im Preußischen Landtage als Kandidaten für die Ministerpräsidentschaft präsentierte, glaubte sie deshalb leichtes Spiel zu haben. Sie hätte es wohl auch gehabt ohne den Widerstand der Zentrumsopposition, der sich diesmal auch der Abgeo ' nete Herold anschloß. Die Gruppe der 2tb„ ordneten von Papen und Leonartz widersetzte sich mit Herold und' Hermes der völligen Rückkehr zur Weimarer Koalition unter sozialdemokratischer Führung. Die Fraktion fügte sich und auf diese Weise kam ganz unerwartet der demokratische Minister Höpker-Aschoff zu der Ehre, als Kandidat präsentiert und zum preußischen Ministerpräsidenten gewählt zu werden.
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Die demokratische Presse behauptet, Herr Höpkec-Aschoff werde die Wahl nicht annehmen und dann werde man schließlich doch Herrn Otto Braun wieder zum Preußischen Ministerpräsidenten wählen. Mit dieser Ankündigung hat sie wohl recht. Herr Höpker-Aschoff hat Schern mit Vertretern der Oppositionsparteien Fühlung genommen, um zu erfahren, woran
Regierung ist, wenn die vom ständigen Ausschuß angenommenen Notverordnungen am Freitag dem Landtagsplenum zur Billigung vorgelegt werden. Bei dieser Gelegenheit hat er erklärt, er werde die Wahl wahrscheinlich uicht annehmen und sich jedenfalls zunächst garnicht bemühen, ein Kabinett zu bilden. Damit stimmt es überein, daß man im Preußischen Landtage gestern Abend allgemein von dem Ästandekommen einer Verständigung mit dem Zentrum und den Sozialdemokraten überzeugt mar. Die Zentrumsftabtion scheint sich dem -druck der Koalition und auch dem Druck im Uenen Lager vollständig gefügt zu haben, ^can kann unter diesen Umständen damit rechnen, daß Herr Otto Braun am Freitag zum preußischen Ministerpräsidenten gewählt und M damit der Kuhhandel perfekt wird. Herr ^iarx mirb im Reich der Sammelkandidat der Linken für die Wahl des Reichspräsidenten und Zerr Braun in Preußen wieder preußischer '""Nisterpräsident werden.
. Vorgänge der letzten Tage haben die Schwierigkeiten beleuchtet, in denen sich die Weimarer Koalition befindet. Es hat sich doch recht schwer erwiesen, die drei Parteien der Weimarer Koalition im Reich unter den Hut Sammelkandidatur Marx zu bringen. Als se Zentrumsfraktion in Preußen zunächst men Strich durch die Rechnung machte, schlug ™ sozialdemokratische Empörung im „Vor-
Die KMDmMge im M. Mm
Fort mit den MiliMr-KontrollKommiffionen!
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London, 1. April. Im Oberhause fragte LordParmoor die Regierung, ob die Abrüstungsverzüge, die der deutschen Regeirung vorgeworfen werden, die Fragen einschließen, für die eine Zeitgrenze in Artikel 213 des Versailler Vertrages vorgeschrieben sei. Parmoor wies darauf hin, daß der Artikel 213 ein Verfahren in Aussicht nehme, wonach die Militär- kontrolle von der interalliierten Kommission auf den Völkerbundsrat übergehen solle, der seinerseits Zeinen Plan angenommen habe, welcher auf Deutschland ebenso wie auf Oesterreich, Ungarn nud Bulgarien anwendbar sein soll. Die neue Maschinerie sei bereit. Wann werde die Aufgabe der Ueberwachung von der alliierten Kontrollkommission auf die unparteiliche Instanz des Völkerbundes übergehen?
Lord Newton erklärte, daß ihm 1921 in Berlin mitgeteilt worden wäre, daß die Arbeit der interalliierten Kommission so gut wie vollendet sei. Wenn dies der Fall gewesen wäre, was sei dann in den letzten 4 Jahren geschehen? Anscheinend hätten die Deutschen durch ihr eigenes Verhalten die Beibehaltung dieser Kontrolle ganz unnötig verlängert. Wenn sie vernünftig gewesen wären, den Forderungen der Kommission nachzukommen, so hätte diese schon vor 2 Jahren sich auflösen können. Der deutsche Widerstand habe der französischen und dem Teil der englischen Presse, der noch französischer sei als die französische Presse, selbst Gelegenheit geboten,' zu behaupten, daß Millionen von bewaffneten
Asche zu legen. Es sei von den deutschen Behörden töricht gewesen, die Bestimmungen des Vertrages zu umgehen, aber, so fuhr Lord Newton fort, würden wir schließlich nicht dasselbe getan haben? würden wir nicht injederWeifeObstruk- t i o n üben und die Hoffnung nähren, eines Tages unsere frühere Stellung wieder zu erlangen.
Lord Newton erklärte weiter, es falle nicht sehr ins Gewicht, ob die Deutschen friedlich oder kriegerisch seien. Die höchsten militärischen Autoritäten erklärten, daß die Deutschen nicht in der Lage seien, irgendeine Feindseligkeit auszuführen. Dies müßte allen genügen und die Kontrollkommissionen müßten sobald wie
wärts" in hellen Flammen empor. Man wird sich hier zwar sicher wieder besänftigen, wenn die Verständigung zustande kommt. Aber die peinlichen Zwischenfälle, die sich im Verlaufe des Kuhhandels abgespielt haben, lassen doch ihren Stachel zurück und vertiefen die an sich bestehenden Schwierigkeiten noch mehr. Die Sozialdemokraten erklären jetzt selbst, daß sie bestenfalls 75—80 Prozent ihrer Wähler vom 29. März am 26. April für Marx an die Urne bringen. Und der Widerstand bér Zentrumsabgeordneten von Papen, Herold, Leonnartz, Hermes usw. beweist zur Genüge, welche Einbuße an Sympathien die Kandwatur Marx in den eigenen Reihen des Zentrums durch ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten erleiden muß. Der Stimmverlust des Zentrums wird am 26. April sicher nicht geringer sein als am 29. März. Unter diesen Umständen hat die Kandidatur Jarres die beste Aussicht auf Erfolg. Es ist nur dringend zu wünschen, daß sie endlich proklamiert wird und daß man nicht einen Tag länger mit Erwägungen verliert, die doch gänzlich zwecklos sind.
Wie werden sich die Dinge in Preußen entwickeln? Es war in den letzten Tagen viel von einer unmittelbar bevorstehenden Auflösung und Neuwahl die Rede. So heiß, wie hier gekocht worden ist, wird man aber sicher nicht essen., Dabei ist unverkennbar, daß die Gegensätze sich in Preußen sehr stark verschärft haben und daß man keinen anderen Ausweg aus den Schrvieribkeiten mehr sieht als eine Neuwahl. Sie Auflösung wird aber nicht heute und auch nicht morgen kommen. Die SoziaDemokraten können es, wie es scheint, nicht eilig genug hsiöen. Das Zentrum aber bremst ebenso offen- sitchlich. Kommen am Freitag die Notverordnungen zur Abstimmung, so werden die Koalitionsparteien das Haus voraussichtlich beschlußunfähig machen und es besteht dann alle Aussicht, daß man bis Berhandlnugen in Preußen
möglich verschwinden. Man höre von Abrüstung reden. Aber die einzigen, die abgerüstet hätten, seien vormals feindliche Staaten, während die anderen Länder oder einige von ihnen größere Heere ausrechterhielten als vor dem Kriege. Trotzdem würden diese Kommissionen âufrechterhalten auf Ko sten dieser bankerotten ehemals feindlichen Regierungen. Wenn diese Kommissionen von ihren eigenen Regierungen bezahlt werden müßten, wären sie von selbst schon lange verschwunden. Die Wahrheit sei, daß immer, wenn ein vormals feindliches Land Zeichen von Erholung aufweise, seine Nachbarn, alle bis zu den Zähnen bewaffnet, erklärten, dies Land werde einen neuen Krieg beginnen und daß sie sofortige Vorsichksmaß-
regeln in Gestalt von Kontrollkommissionen und militärischer Besetzung fordern. Wie werde dies alles enden? Wenn wir die französischen Auffassungen von Sicherheit vorherrschen lassen, so würden diese Kommissionen ewig sein und alle von diesen Kommissionen ent- deckten technischen Vergehen würden, was noch schlimmer sei, zum Zwecke einer Verlängerung der Dauer der militärischen Besetzung verwandt werden. Diese Kontrollkommissionen täten nichts gutes. Weit davon entfernt, den Revanchegeist zu beseitigen, verschärften sie ihn, und erhielten eine Kriegsakmosphäre aufrecht, die alle vernichten wollten. Eine bessere Stimmung würde bald in ganz Europa wie- derhergestellt sein, wenn diesen Konkrollkom- M^. -giife^ ;b^ —«'M x - -
Lord Salisbury sagte, daß die Antwort auf diese Frage freilich eine bejahende wäre. Es lägen Verfehlungen in wichtigen Punkten vor, die in den Klauseln betreffend die zeitliche Begrenzung der Besetzung enthalten sei. Es unterliege auch keinem Zweifel, daß Deutschland im Hinblick auf die Abrüstung viel getan habe. Es sei aber wahr, daß einige wesentliche Punkte nicht berücksichtigt worden sind. Lord Salisbury fügte hinzu, er wünsche nicht, in strenger Weise von der deutschen Regierung zu sprechen, die natürlicherweise gegen bedeutende Schwierigkeiten zu kämpfen habe, die aber durch den Vertrag ba;
gewisse Abrüstungsmaßnahr und die in 1
zu gehalten sei,
handelt habe.
istungsmaßnahmsn durchzuführen materieller Hinsicht nicht so ge-
bis auf die Zeit nach der Reichspräsidentenwahl vertagt. Das neugewählte Preußenkabinett aber wäre sicher ein Kampfkabinett, namentlich unter der Führung des Herrn Braun. Und die Parteien der Opposition werden gut daran tun, sich auf eine Wahlentscheidüng im Sommer dieses Jahres zu rüsten. Sie haben den Kampf nicht zu fürchten.
Die Deurfche Dolksparfet für Jarres — Sie Weimarer Koalition für Marx.
Berlin, 1. April. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, hat der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei in seiner heutigen Sitzung einmütig beschlossen, dem Reichsblock die Kandidatur Jarres für den zwecken Wahlgang vorzuschlagen.
Zwischen den Vertretern der Weimarer Koalition — den Sozialdemokraten, den Demokraten und dem Zentrum — fanden heute Vorbesprechungen über die Präsidentschaftswahl statt, in denen der Wille zu einer republikanischen Sammelkandidatur zum Ausdruck kam. Die Verhandlungen rocrben morgen wieder ausgenommen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Bei den mwgen gleichfalls stattsindenden Einzelbesprechungen der Parteiausschüsse, des Zentrums, der Demokraten und der Sozialdemokraten wird, wie aus den Kreisen der Weimarer Ko ditu n verlautet, die Kandidatur Marx im Vordergründe der Erörterungen stehen.
MinislerprSsi-enl Seid beim Papst.
Der Papst empfing heute, wie das „Berl. Tageblatt" meldet, den bayerischen Minister« Präsidenten Held mit seiner Familie.
Das Anglück an -er Weser.
Hannover, 1. April. Nach Mitteilung des Infanterieiübrers beträgt die Zahl der bei!
dem Weser Unglück am 31. März vermißten 70 Mann, und zwar von der 14. Kompagnie des Infanterieregiments Nr. 18 Dekmold 34 Mann Unteroffiziere und Mann- f diaften, von der 16. Kompagnie des Infanterieregiments Nr. 18 Detmold 34 Mann Unteroffiziere und Mannschaften, von der Kraft- fahrabteilung Nr. 6 Minden ein Leutnant und vom Pionierbataillon Nr. 6 Minden ein Mann, von den Vermißten sind bisher als Leiche« geborgen nur der Oberschütze Simon Gibberl vom 14. Infanterieregiment Nr. 18 und bet Schütze Alfred Nollmann von der 16. Compagnie des Infanterieregiments Nr. 18.
Vorläufiger Eindruck von der Ursache des Unglücks.
Die ungleichmäßige Verteilung veranlaßte einseitiges Einsinken der Fähre, nach der Abfahrt noch verstärkt durch die zu scharfe Gierstellung der Fähre, die im ganzen wohl auch etwas überlastet war. In der Mitte des Stromes zogen ein, später zwei Pontons Wasser durch Einlaufen. Darauf erfolgte weiteres Einsinken der Fähre Zusammendrängen und Abrutschen der Besatzung. Die Rettung war trotz des Vorhandenseins von zwei Rettungskähnen und Schwimmgürteln erschwert, infolge des Zusammenballens der im Wasser Liegenden und Umschlagen eines überfüllten Nettungskahnes. An den Rettungsarbeiten haben sich die Bevölkerung und die Fährleute sofort in hervorragender Weise beteiligt. Die Leitung des Uebersetzens hatte Oberleutnant Jordan vom Pionierbataillon 6, der sich auf der Fähre befand und zur Zeit noch nicht vernehmungsfähig ist. Die Vernehmungen werden heute vormittag fortgesetzt. Neben der vom Reichswehrministerium durchgeführten Untersuchung über die Ursache des Unglücks tritt e ijie-fl«4«t) tw&j* üEâchuna ein.
Die Bergungsarbeiten werden zur Zeil noch immer fortgesetzt. Pioniere, Reichswasserschutz und die Technische Nothilfe suchen Tag und Nacht nach den Ertrunkenen. Die Technische Nothilfe setzt sich zusammen aus den an der Weser wohnenden Fischern und Teilen bet Bevölkerung, die auf der Weser Schiffahrt treu ben. Bis unterhalb Minden ist der Fluß mij unendlicher Mühe abgesucht worden. An verschiedenen Stellen ist die Weser abgestauf worden, um möglichst kleine Felder zu schaffen, die frei von der Strömung sind und systematisch abgesucht werden. Wahrend der Nacht arbeiten die Bergungsmannschaften bei Scheinwerferbeleuchtung. Die Kähne und Pontons sind mit Lampen ausgerüstet, um den Fluß bis auf den Grund zu durchleuchten. Da vermutlich die Toten durch die schwere Ausrüstung am Hochkommen und Weitertreiben verhindert werden, dürften die Bergungsarbeiten noch mehrere Tage dauern. Man hofft, im Laufe des heutigen Tages die gesunkenen Pontoni heben zu können und unter ihnen eine größere Anzahl von Ertrunkenen zu finden.
Berlin, 1. April. Der Reichswehr- minister erläßt folgende Kundgebung andieWehrmacht: „Die Reichswehr hat einen schweren Schlag erlitten, mehr als 70 junge Soldaten haben in den Fluten der Weser den Tod gefunden. In tiefer Erschütterung gedenken wir der Kameraden, die ein Soldaten- schicksal aus dem Leben riß, mit inniger Teil» nähme ihrer Angehörigen, die ihr Liebstes verloren haben. Der Tod dieser Treuen sei uns eine Mahnung, bei jeder Erfüllung unserer Berufspflicht unser bestes einzusetzen. Unsers Tätigkeit und unser Leben gehört dem Vatev lande. Das Angedenken unserer jungen Sä meraden, die in seinem Dienst starben, soll üt* vergessen bleiben, gez. Gehler."
UnglücksfaN auf einem Torpedoboot.
Wilhelmshaven, 1. 2tpriL Ein schweres Mng.üd ereignete sich auf der hiesigen Marinewerft. Bei der auf dem Torpedoboot G S im Bauhasen der Marinewerft vorge- nommenen Dampfprobe wurden durch feit« weises Herausfliegea einer Mannlochpackung aus dem Kessel durch ausströmende Dämpfe zwei Kesselschmiede vom Ressort 4 und zwei Heizer des Torpedobootes getötet. Zwei Arbeiter vom Ressort 4 und zwei Mann vom Torpedoboot wurden schwer verletzt.
Ablehnung des spanischen Kandels« Vertrags.
Der deutsch-spanische Handelsvertrag ist gestern im Reichstagsausschuß mit 17 gegen 5 Stimmen bei 6 Stimmenthaltungen abge< i leimt worden. Angenommen muck» atatjEnii