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200. Jahrgang.

Hanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger / Zugleich amlliches Organ für den Landkreis Kana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Gönn« und Feiertage. / tkernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

B«r«g*p"i»! Tür den halben Monat 1 Reichsmarl, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne TrSgerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1m Höhe tm Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite 28 Reichrpfenntg. Offertengebühr: 80 Reichrpfennig. Geschäftsstelle: Hammerstratze S.

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Nr. 47

Mi lwoch den 25 Februar

"B*

1923

Das Neueste.

Im Tscheka-Prozeß verließen die Ber- Mger wegen Nicht-Aussetzens der Verhand­lungen nach Entfernung des Rechtsanwalts Dr. Samter die Sitzung.

Der Zustand des Reichspräsidenten Ebert ist befriedigend.

Die Gegend von Lüttich. ist in der Nacht zum Dienstag durch ein Erdbeben heim­gesucht worden.

Zwischen Südslawien und Griechenland ist ein neues gegen die Türkei gerichtetes Ab- wehrbündnis geschlossen worden.

Der frühere schwedische Ministerpräsi­dent Branting ist gestorben.

Wir wollen kein Panama.

Obwohl in den letzten Tagen keine neuen sensationellen Verhaftungen stattfanden und die Anrfchußsitzungen keine Sensationen brachten, ist das Interesse der Oeffentlichkeit an den vor­handenen Finanzskandalen nach wie vor rege. Handelt es sich doch um Riesensummen, die der Oeffentlichkeit entzogen wurden und für de­ren Aufkommen direkt oder indirekt wiederum , die Oeffentlichkeit, nämlich die Steuerzahler, einstehen müssen. Es besteht also nicht nur vom Standpunkte der Staatsmoral aus das aller- dringendste Interesse baran, das Schiebertum nun endlich einmal an der Wurzel zu packen und Mit Stumpf und Stiel auszurotten, son­dern die Allgemeinheit hat auch aus rein finan­ziellen Gründen heraus allen Anlaß, eine Be­schleunigung der Untersuchung und eine Ab­stellung der aufgedeckten Mängel und Schäden , zu wünschen. Daß hierbei mit der denkbar - größten Schärfe, andererseits aber auch mit . MMHer Objektivität vorgegangen werden. mutz, wenn wirklich Ersprießliches herauskoM- men soll, dürfte jedem, den ernste Sorgen um die traurigen Zustände im deutschen Vaterlande das Herz bedrücken, ohne weiteres klar sein.

; Dieser Vorbedingung scheint indessen nicht i alles zu entsprechen, was mir bisher zwecks i Aufklärung des Tatbestandes erlebt haben. ! Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, i daß aus der überaus ernsten Angelegenheit, bei - der die Ehre unseres ganzen Volkes auf dem ( Spiele steht, teilweise ein, künstlerisch nicht ein- I mal hochstehender, Sensationssilin gemacht i worden ist. Ueber allerlei Einzelheiten und $ Äußerlichkeiten lesen und hören wir aber noch i immer sehr wenig über die Kernfrage, wie ' wurden im einzelnen Reich und Staat geschä- * mgt, und was soll geschehen, um die Gelder f Werte, soweit dies überhaupt noch möglich j zurückzubekommen? Bei dem berühmten - Hanamaskandal in Frankreich ging am Schlüsse I jahrelanger Verhandlungen und Prozesse die i Ältliche Meinung dahin, daß die wahren i immer noch frei umherliefen. Das I ffutsche Volk, das in den letzten Jahren wahr- Uly viel an Schwerem zu tragen hatte, würde ! «men ähnlichen Ausgang unter keinen Umstän- °en gutwillig hinnehmen. Dazu ist die Unzu- ; l^denheit und der Unwille unseres Volkes i 5 .erte Finanzskandale viel zu groß, anderer- M aber auch das Gerechtigkeitsgefühl viel zu * , » "u?geMgt, als daß es derartige Zustande ; ^geahndet duldete. Soll aber das Recht zu * Uren kommen, dann muß die Justiz das letzte I sprechen. Die Arbeiten der parlamentari-

' Untersuchungsausschüsse scheinen keinen Ertrag mehr zu versprechen. Damit : "lcht gesagt sein, daß die Tätigkeit dieser Oberhaupt zu verurteilen wäre. Im M ihre Wirksamkeit kann sich außer- : Amtlich nützlich gestalten, wenn es sich darum Li die verschiedensten Beziehungen i Poütik und Wirtschaft im einzelnen : d "^uleuchten. Die politische Auswertung bann Fmanzskandalen in Zusammen- ' ® Ä Fr°gen ist Sache des Parla- : her ' . Stadium der Voruntersuchung und i ihre Am^ aber ist ihr Zweck und ist QUs Ugabe begrenzt, denn sie geraten, da sie > iei*?; poiitlschen Parteien hervorgehen, zu ! ix ^r, parteipolitische Gesichtspunkte I wo einzig und allein solche der i si eben "nd objektivster Gerechtigkeit zu nieÄ darteipolitik will unser Volk nichts 2ÂOri~ sw ist weiten Teilen - und Das beu schlechtesten ein Greuel, ha* i streck nach Gerechtigkeit, es sehnt sich die mnA unabhängigen Führung, es wünscht Cena2f2e^ wirtschaftlichen Bindun- ^geschaltet zu sehen, die auf unserem po«

Die Konsliklsgesahr im fernen Osten

Paris. 24. Febr. Die Unterhauserklä­rungen Baldwins und Chamberlains über die Errichtung einer britischen Flottenbasis in Singapore haben hier ein starkes Interesse hervorgerufen. In einem von besonderer dip­lomatischer Seite stammenden Artikel nimmt das BlattInformation" zu den Ereignissen in folgender Weise Stellung. Die Erklärungen Baldwins und Chamberlains, so schreibt es,

Allianz zw ab. Die (

sind ausweichend und verraten eine gewisse Verlegenheit. Mehr und mehr gewinnt man den Eindruck, daß die Leitung der auswärti­gen Politik des britischen Reiches dem Lon­doner Foreign Office entschlüpft und daß die Premierminister Australiens und Kanadas, gestützt auf das Vizekönigtum von Britisch- Jndien, mit fester Hand die weltpolitischen An­sichten Englands bestimmen. Mit zunehmender Deutlichkeit zeichnen sich am fernöstlichen Ho­rizont die Konsequenzen der Vereinbarungen von Peking und der kürzlich abgeschlossenen Allianz zwischen Japan und Sowjet-Rußland ab. Die angelsächsischen Mächte sind gi zwungen, eine Abwehrfront herzustellen, die von Kalifornien zur malaiischen Straße und von Sidney nach Vancouver reichen soll. Da­mit rufen sie eine Bedrohung der notwendigen Lebensinteressen Japans hervor. Das ostasia­tische Jnselvolk von 55 Millionen Einwohnern, das sich nur zur Not bewegen kann und sich aus dem eigenen, gefährlichen und unsicheren Boden kümmerlich ernährt, das seit 25 Jahren vergebliche Anstrengungen macht, um sich in Kolonien den notwendigen Platz für seine Auswanderer zu sichern und zu seiner Er­nährung Lebensmittel erster Ordnung einzu-

durch den Wirtschaftsimperialismus und Por- tektionismus der Angelsachsen zurückgeworfen wird, kämpft um sein Dasein. Auf der anderen Seite des Stillen Ozeans sind Gebiete vor­handen, die für Japan glänzend geeignet wären, Nord-Australien, Britisch-Kolumbien, das amerikanische Kalifornien. Alle diese heißen, feuchten Landstriche würde es glän­zend ausnützen können. Aber gerade dort macht sich ein wilder Nationalismus geltend. Amerika und England reichen sich die Hände, um Japan überall zurückzudrängen. Gemein­schaftlich führen sie eine Flottenpolitik, die es den Gelben unmöglich machen soll, ihr Expan­sionsbedürfnis zu befriedigen. Das von" dem Kabinett Macdonald beiseite geschobene Pro­jekt der Befestigung Singapores ist von den englischen'Konservativen unter dem Druck der Dominions wieder ausgenommen worden. Singapore soll die Japaner unter britische Kontrolle stellen.

Ueber die Haltung der Vereinigten Staaten

litischen Leben lasten. Noch stehen wir nicht am Ende der Revolution Die Aenderung der Staatsreform ist nichts weiter als das äußere Kennzeichen eines ersten Abschnittes. Die ge­dankenarme deutsche Revolution, die an die Stell« der Freiheit das französische Surrogat der Gleichheit >zu setzen versuchte, löst jetzt an­dere Bewegungen aus, die aus der Tiefe der Volksfeele heraufsteigen. Vielleicht nehmen die Finanzaffären, die in ihrer letzten Auswirkung noch gar nicht abzuschätzen sind, in der deutschen Geschichte einmal eine ähnliche Stellung ein, wie der berühmte Halsband-Prozeß der Köni­gin Marie-Antomette, der, als er sich im Jahre 1785 abrollte, Goethe schonwie das Haupt der Gorgo" erschreckte. Erst vier Jahre nach die­sem Prozeß geschah der Sturm auf die Bastille, und erst weitere drei Jahre danach wurde das französische Königtum abgeschafft. Mirabeau hat diesen Prozeß aber mit Recht als das Vor­spiel der ganzen Revolution bezeichnet.

Unter solchen Gesichtspunkten einer welt­geschichtlichen Perspektive wollen auch die Fi­nanzskandale und alles, was mit ihnen zusam­menhängt, betrachtet werden. Die Eiter- und Fäulnisherde, die sich hier auftun, verraten, wie krank manche Stellen am Volkskörper sind. Wir wissen aber auch, daß dieses vielleicht ar­beitsamste Volk der ganzen Erde Heilung Rettung ernstlich will. Unsere Aufgabe ist es, nach Mdolf von Bennigsen, die Zeichen der

und

Zeit rechtzeitig zu erkennen. Möge unser Volk die Deutung dieser Zeichen verstehen und auf gesunder Bahn zu neuer Freiheit und Größe gelangen.

gegenüber Japan bemerkt dieInformation" folgendes:Die amerikanischen Zeitungen er­heben großes Geschrei über die japanischen Flottenrüstungen. Eines der bedeutendsten mittelamerikanischen Blätter, derKansas City Star", schreibt:Japan betrachtet die ameri­kanische Reptchlik als einen Eindringling im Stillen Ozean und als Feind der territorialen Forderungen Japans im Osten. Japan ist davon überzeugt, daß Amerika die Gleichheit der Rassen nicht anerkennen will. Die km De­zember erfolgte Ankunft eines neuen japa­nischen Botschafters in Washington wurde von den meisten amerikanischen Blättern dazu be­nutzt, neue Drohungen gegen Japan auszu- stoßen und die Notwendigkeit weiterer großer Rüstungen geltend zu machen."

Soweit das BlattInformation". Man bezweifelt hier, daß es Washington und Lon­don gelingen werde, die Tokioer Regierung an den Konferenztisch in Washington zu bringen. Die ablehnende Haltung Japans wird hier um so ernster beurteilt, als die Ver­einbarungen aus der ersten Washingtoner Konferenz heute nicht mehr von praktischer Bedeutung sind. Die Allianz Japans mit Ruß­land betrachtet man als eine Bedrohung der britischen Stellung, und zwar deshalb, weil Rußland im Kriegsfall nicht unbedeutende englische Hilfskräfte im Mittelmeer oder im Indischen Ozean fesseln könne. Die Tendenz der hier erschienenen Kommentare ist durch­aus den Japanern wohlgesinnt. Deutlich er- kennt man die Rückwirkung der gegenwärtigen englisch-französischen Verstimmung auf die

Heit darauf, daß sich in ganz kurzer Zeit Ge­legenheit bieten werde, Frankreichs Einfluß auf die Lage im fernen Osten nachdrücklich geltend zu machen.

*

Es ist auffallend, daß gerade in diesem Augenblick, wo zwischen London und Paris er­neut entscheidende Verhandlungen über die Weiterbehandlung des Kontrollberichts statt­finden, von französischer Seite die Streitfragen im fernen Osten in die Debatte geworfen wer­den. Man geht wohl nicht fehl, wenn man an­nimmt, daß hiermit der Zweck verfolgt wird, die in England, vor allem aber in Amerika gegen die neuen Diktatspläne in der Kontroll­frage gegen Deutschland erhobenen Bedenken zum Schweigen zu bringen, indem man die Möglichkeit einer französischen Vermittlung im japanisch-angelsächsischen Streit in Aussicht stellt, also Ruhe im fernen Osten anbietet für Freiheit gegenüber Deutschland.

Zurückgewiefene Verleumdung.

Berlin, 24. Febr. Der preußische LandtagS- ahgeorbnete Heilmann behauptete in der Land­tagssitzung vom 20. Februar, daß Krassin im "esitze eines Empfehlungsschreibens fei, in dem Dr. .Tiresemann den Kommerzienrat L i t w in zu Handels­geschäften empfiehlt, und daß Krassin sich Zeugen eienüber, die jederzeit erscheinen können, dahin ge- änstert habe. Stresemann solle wenigstens sorgen, daß Rußland nicht wucheiüchc und betrügerische Geschäfte angeboten würden. Demgegenüber hat Litwin bereits erklärt, er habe niemals ein Empfehlungsschreiben von Dr. Stresemann erbeten und infolgedessen niemals ein olckeS ei halten. Dr. Stresemann hat sich ferner urch den deutlichen Botschafter in Moskau Grafen Brockoorff-Rantzan an den zurzeit in Moskau befind­lichen Krassin gewandt mit der Bitte, zu den Behaup­tungen Heilnianns Stellung zu nehmen. Krassin hat araufhin am 23. Februar folgendes Schreiben an den deutschen Botschafter in Moskau gerichtet:Unter Bezug aut unsere heutige Unten ebung beeile ich mich Ihnen ganz ergebenst mitzutcilen, daß ich nie von Dr. Stresemann weder eine münrliche, noch eine schrütlichc Empzehlung für Litwin erhielt und daß damit die von dem ioz aldemokratischen Abgeordneten Hellmann mii n den Muno gelegte Aeußerung betreffend den Rom« merzunrat Litwin und die damit tm Zusammenhang nehenbe Verleumdung Dr. Slre>einannS ielbstverständ- bch niemals mein rieifl getan wurde. Ich bedauere auf daS lebö. fteste, daß mein Name in dieser Weise missbraucht wurde und bitte sie, Tr. Stresemann aus schnellst m Liege eine entsprechende Piittcüung zu- .onimen lassen zu mollen*.

Berlin am Vorabend einer großen Streikbewegung.

DerVorwärts" meloet, dag die Ma chi- niften u d He zer der Berliner ® ogbetnebe uct Metalllirou,rrie be ch offen haoen, die Arbeit wegen Lohnd.fferenzen ernzustellen.

Beim Allgemeinen Elektrizitätswerk in Hen­nigsdorf bei Berlin streiken bereits 1000 Ar« beiter. Das genannte Blatt schreibt, daß Berlin am Vorabend einer großen Streik« bewegung stehe.

Noch keine Einigung zwischen Paris und London.

Paris, 94. Februar. DasJournal bei Debat 8" will erfahren haben, daß das interalliierte Komitee von Versailles der Botschafterkonferenz leinet» Bericht über den Stand der deutschen Entwaffnung und da» Ergebnil der Generalinipekton erst anfangs kommender Woche übermitteln werde. Éleichieihg unternehme, fe bestätigt da» Blatt, das englische Kabinett eine minutiöse Untersuchung bei Berichte», sodaß die Konklusionen deS Marschall» Foch schon ins Vorau» diskutiert worden seien. Inzwischen mürben die diplomatischen Verhandlungen zwischen Paris und London fortgesetzt werden, um eine Formel zu suchen, die el erlaube, den Deutschen die Möglichkeit zu geben, sich anläßlich der Entscheidungen, die die Alliierten treffen würden, Gehör zu verschaffen,

DerT e m p s" seinerseits will erfahren haben,' daß die Verbandlungen auch mit der belgischen Re­gierung geführt werden und daß sie einen absolut normalen Verlauf nehmen, daß sie sich zunächst aber nur mit Verfahrensfragen beschäftigen. Man fei in Pari» immer noch nicht offiziell von dem Besuch Chamberlains unterrichtet worden. WaS die Einbe­rufung einer internationalen Konferenz betreffe, an der den Engländern besonder» gelegen sei, so schlage man hierfür Brüssel all Ber Handlungsart vor, weil man annehme, daß die dortige Atmosphäre für eine Verständigung günstig sei. Die Gründe, die gegen eine Einberufung der interalliierten Konferenz in Brüssel geltend gemacht werden könnten, würden auch bereits in Kreisen erörtert, die der Regierung nahe stehen. Man glaube daher, daß el nicht un­möglich fei, daß die geplante interalliierte Konferenz wieder im Monat August in London zusammeutrete»

werde.

_ Pari», 25. Febr. , Herriot

gestern den yoL lerèll, nam-ntlick

der Bericht der M. K. K. und der Frage deS Genfer Protokoll. Herriot hat auch eine Unterredung mit dem türkischen Botschafter gehabt.

Das Befinden des Reichspräsidenten.

Berlin, 24. Febr. Bis heute Abens ist im Zu­stand des Reichspräsidenten keine Veränderung cinge- treten. Das Befinden ist befriedigend.

Berlin, 24. Febr. Anläßlich der Erkrankung des Reichspräsidenten haben die frentben Diplomaten teils durch persönliche Besuche teils durch die Besuche ihrer Vertreter ihre Teilnahme zum Ausdruck gebracht. Ferner haben der Reichskanzler, die Reichsminister, der preußische Ministerpräsident, der bayerische, der württembergischc, der badische, der hessische und der sächsische Gesandte, zahlreiche Parlamentarier und andere politische Persönlichkeiten ihre Anteilnahme bezeugt.

Branting f.

Stockholm, 24. Februar. Der schwedische Minister Branting ist heute 12.37 Uhr gestorben.

Karl Hjalmar Branting wurde am 53. Novembel 1860 in Stockholm geboren. Ec begann seine Lauf­bahn als Biffeniäaftler. indem er sich mit astronv' misten Forschungen befaßte. EpLter wandte er sich der Politik zu und wmde ein eifriger Verfechter der sozialistischen Jeee. Als Parteiführer übernahm er 1917 daS Finanzministerium. DaS starke Anwachsen der schwedischen Sozialdemokratie nach dem Kriege übrte im Früviahr 1920 zum ersten Hab nett Branting. Aus Neuwahlen im Selbste 1920, die wieder eilte* Stärkung der Konservytvcn ergab, zog Branting die Folgecuna, innern er zurück: rat, nachdem de Liberalen oen Eiiiiritt m em Koalitionsministerium abgelehnt hätten. Ein zweiter, rein sozialistische» Kabinett bil­dete Branting im Oktober 1921, nachdem die «epteâ'