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s an au er W Anzeiger
General-Anzeiger / Zugleich amtliches Organ für den Landkreis Kanan.
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Nr. 37
Freitag den 13. Februar
1925
Die Dortmunöer Kalaslrophe.
Ske Ursache noch ««geklärt. — Bisher 119 Tote geborgen. 12—14 Bergleute werden noch vermitzt.
Mtten im politischen Getriebe, mitten in diese Perspektive durchaus falsch ist und daß ter täglichen Sorge und Arbeit, traf uns auch fernerhin alles geschehen wird, ^um die so- aestem die Nachricht von einer der furchtbar- ziale Lage der Arbeiterschaft 1
Grubenkvtastrophen, die sich je ereignet teben. Ueber hundert Menschenleben sind mit einem Schlage vernichtet worden. Und der Schmerz über diesen Verlust ist in den engeren und weiteren Kreisen der Leidtragenden ungeheuer. Es ist ein nationales Unglück, an dem jeber teilnimmt. Das ganze deutsche Volk steht irauemd an den Bahren der über 100 toten Knappen. Ein Unglück, das unsere Blicke von den vielen Nichtigkeiten des Lebens auf die Majestät des Todes lenkt und wenn wir es recht verstehen, zu unserer aller Läuterung dienen kann.
Es ist leider zu befürchten, daß dieses furcht- Mre Unglück auf der Zeche Stein nicht von allen recht verstanden, sondern in den Strudel der politischen Leidenschaft gezogen werden wird. Die Kommunisten wollten schon gestern in unmittelbarem Anschluß an die menschlich ^greifenden Beileidsworte des Präsidenten Löbe den politischen Skandal entfesseln. Sie ließen sich dazu überreden, diese Abtion auf heute ju vertagen. Heute wird also im Reichstage der kommunistische Antrag vorliegen, einen Untersuchungsausschuß zur Klärung der Schuldfrage sinzusetzen und außerdem eine kommunistische Interpellation, die dem gleichen Zwecke Dient. Die politische Atmosphäre ist sowieso durch die Angelegenheit der Ruhrkredite und durch die EnMâiaung Der Ruhrindustrie aufs äußerste MparchWWn kennt die Demagogie der Kom- mmusten nur zu genau, um zu wissen, daß sie den Versuch machen werden, Die Entschädigung der Ruhrindustrie und die Katastrophe von Dortmund in Parallele zu ziehen. Wieweit die Sozialdemokratie der Versuchung widerstehen werden, dasselbe zu tun, ist noch die Frage. Atif jeden Fall wird die politische Demagogie sich des Unglücks bemächtigen und wird in das Feuer der inneren Zwietracht blasen, also genau das Gegenteil dessen tun, was angesichts eines solchen nationalen Unglücks an innerer Sammlung und Ueberwindung innerer Gegensätze geschehen müßte.
Es versteht sich ganz von selbst, daß die Ursachen des Unglücks auf das Strengst« untersucht werden müssen und daß man etwaige Fahrlässigkeiten oder irgendwelche Schuldvergehen rücksichtslos bestrafen muß. Dazu wird es nicht aber erst einer parteipolitischen Aktion bedürfen. Schlagwetterbatastrophen kommen leider immer wieder vor und sind auch nach Sachverständigenurteil durch die Beobachtung aller vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen leider Gottes nicht restlos abzuwenden. Ob alles geschehen ist, was hätte geschehen müssen, wird Ävorliegenden Fall festzustellen sein. Die des Ruhrgebietes haben eine außerordentlich unruhige Zeit hinter sich. Monatelang ist auf einzelnen Zechen nicht gearbeitet worden. Auf andern hat die Regie ihres Amas gewaltet und es ist auf diesen Zechen viel- mcht noch mehr durch Verwahrlosung gesün- algt worden, als in den Betrieben, in denen Arbeit eingestellt war. Aber seitdem sind âonate vergangen und es hat nicht an den «mein gefehlt, um überall wieder die Emrich- * auf die vorgeschriebene technische Höhe Zungen. Die Zechen haben eine Zeitlang äwtfeuos ebenso wie andere Betrieb unter Ka- plMmangel zu leiden gehabt. Aber diese Zeiten !Ud vorüber und deshalb kann man in der Tat Jägern daß heute die Betriebssicherheit it.A'^ig im früheren Umfange wieder herge- E Aufsichtsbehörden haben darüber M wachen und haben sicher ihre Pflicht getan. tm vorliegenden Falle irgend etwas ver- S ?°rdèn sein, so wird man ohne Unter- verlangen müssen, daß ein Versäumnis auch gesühnt wird.
ter s°âiale Problem, das in der Versorgung u^ Industrie-Arbeiter im Ruhr- „ bt, ist in der letzten Zeit stark in den tiiekmrtnUl^ getreten. Alle Fragen, die mit ziak^./bblem verknüpft sind, dienen der So- der A^eatie als Agitationsstoff: Die Frage (arg ^eit* ?ie Frage der Löhne, der Zoll- ~ i teiIun9 der sozialen Lasten und der Bildung des Kabinetts die Sozialdemokratie den Hub vUf J?6 Zeitalters der sozialen Reaktion Das Sahins Arbeiterschaft zum Kampf auf. ablnett Luther hat bereits gezeigt, daß
nett Mar^ rangiert, du
geschehen wird, um die so- „ „ üterschaft nach Möglichkeit zu bessern. Durch die Arbeitslosenversicherung wird ein Problem gelöst werden, an dem sich die soziale Gesetzgebung bisher vergeblich versucht hat. Die gegenwärtige Regierung hat ein ebenso gutes soziales Gewisien wie das Kabinett Marx und die sozialdemokratischen Regierungen, die vorausgegangen sind. Sie wird nicht nur ihre persönliche Sorge, sondern auch ihr« tatkräftige Hilfe den Opfern der Berg- werkskatastro^e zuwenden. Sollte trotzdem die Partsiverhetzung mit dem Unglück ihr Spiel treiben, so Sonnte ein solches Verfahren als Demagogie nicht scharf genug gëbrandmarkt
re
merben.
Die AngMcksfteUe
[fegt vor den Toren Dortmunds, nördlich, etwa 2 Kilometer vom Stahlwerk Hoesch entfernt. Es handelt sich um eine verhältnismäßig unan- sehnliche Lustschachtanlage, die aus einem Gemisch neuzeitlicher blaßroter Ziegelsteinbauten und alter wettergebräunter Holzschuppen besteht. „Minister Stein III", der zur Gelsenkir- chener Bergwerks-Aktiengesellschaft gehört, liegt auf einer Hochfläche inmitten der in dec Ferne ihre Fördertürme trotzend gegen den Himmel reckenden Scbachtanlagen von „Kaiserstuhl I", „Scharnhorst, „Preußen I" und „Preußen II", „Gneisenau , „Minister Achenbach", alles Na-
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Landschaft, über die unter Seth fetteten Luftdruck vom Unglücksschacht her ein widrig süßlicher, warmer Geruch zieht, bestehen in zerstreuten Birkenhölzern mit schmutzig-weißen Stämmen, die wie die abweisende Herbheit der Akazienallee längs des Weges zum Schacht, klagend ihr Geäst gegen die Wolken recken. Sie wirken bei dem trüben Wetter im Zusammenhang mit den schwermütigen Schemen und dem unsäglich resignierten melancholischen Ton der Anschlagsignale wie eine zur Landschaft gehörende Totenklage. Auf den vom Dauerregen der letzten Tage noch schlüpfrigen Wegen eilen
Ksetzt Fußgänger, Wagen und Automobile nglücksstätte. Am Wcgesrcmd stehen Leidtragende und um das Schicksal ihrer Angehörigen bekümmerte Menschen, die Männer stummes Leid im kvhlenstaubgeränderten Auge, die zum Teil überraschend besser aussehenden Frauen und Mädchen unbeherrscht ihren Tränen und Klagen freien Lauf lassend. In den Gruppen schwirren fortgesetzt andere Meinungen über die Zahl der Toten, immer neue Ansichten über die Ursachen und die Größe des Unglücks. Der eine will wissen, daß die Berufsrettung struppen nicht gehalten hätten, was man sich von ihnen versprach. Erst als unter dem Steiger Hartmann die Rettungstruppe vom „Kaiserstuhl I" einfuhr, habe es geklappt. Diese Mannschaft habe drei lebend heraufgebracht, von denen allerdings einer starb.
19 Lebende hatten gestern abend noch das Zeichen von sich gegeben: „Wir sind noch am Leben!", man habe aber nicht an sie hecangekonnt. Erst gegen Mittag habe man sie bergen können, allerding tot
Eine Familie soll sechs, 'eine andere drei Mitglieder verloren haben. Einer der geborgenen Toten trug mit Kreide auf seinen Hut geschrieben: „Ich habe um 11 Uhr noch geleb t". Ein Steiger habe die nahende Gefahr erkannt und gewarnt. Ec sei mit seinen 15 Leuten später verbrannt aufgefunden worden. Tatsächlich zeigen die Toten fast
', was auf Gastod
ämtlich geschwärzte _ , , fließen läßt. Auch von den Rettungsmann- chasten wurde einer vermißt und schließlich
iremußtlos aufgefunden. Er konnte aber wieder ins Leben zurückgerufen werden. Auf den Flözen „Präsident" und „Otto" sind die stärksten Verschüttungen vorgekommen. Ein Brand ist nicht ausgebrochen, jedoch haben die bei der Explosion entstandenen Stichflammen starke Verbrennungen hervorgerufen.
Von anderer Seite wird berichtet: 3m
Schichtwechsel hatten sich noch keine Anzeichen bemerkbar gemacht, daß der gefährlichste Feind des Bergmannes, die schlagenden Wetter, in
Bildung begriffen seien, wenigstens hatten we- sind 119 Tote geborgen. Die Äufrâumungs- der die ausfahrenden Bergleute noch die Stei- arbeite« gestalten sich sehr schwierig. Schä- ger irgend welche Meldungen erstattet, daß in L hungsweste werden noch 12 bis 14 Bergleute den Wetterstationen und Kontrollapparaten i vermißt.
sich irgendwie verdächtige Anzeichen bemerkbar gemacht haben. Kurz nach 8 Uhr 20 abends ertönte aus der Grube heraus das bekannte charakteristische Rollen, dem mehrere Explosionen folgten. Die aus der Grube anwesenden Steiger alarmierten alles, was über Tage an Arbeitern vorhanden war, gleichzeitig wurden nach Dortmund und an Nachbarschächte Meldungen weitergegeben, die um Hilfe baten. Die gesamten Ingenieure der Grube, sowie die von der Tagesschicht heimgekehrten Bergarbeiter eilten sofort an die Arbeitsstätten zurück, wo
ein großzügiger Hilfsdienst organisiert wurde. Trotz der in der Tiefe so drohenden Gefahren fanden sich mehr als genug Freiwillige, die unter Leitung der Ingenieure und Steiger einfuhren um zu retten, was zu retten war. Schon nach zwei Stunden wurde aber klar, daß die Schlagwetterkatastrophe fürchterliche Folgen gehabt haben mußte. Ueberall waren durch die Explosionen die Stempel in den Stollen fortgerissen, die Gänge zum Teil verschüttet und aus längere Strecken durch Gesteinseinbruch jedes Vorwärtskommen verhindert. In aufopferndster Weise drangen die Hilfsmannschaften über entlegene Gänge und Stollen vorwärts, pm an die Arbeitsstätten zu gelangen, wo nach menschlicher Berechnung die Schlagwetterexplosion Verheerung unter den Bergabeitern angerichtet haben mußte. Die Hoffnung, daß es den Belegschaften gelungen sein könnte, sich in Querstollen zu retten, war bei der Größe der Explosion von vornherein nicht allzu wahrscheinlich. Die Befürchtungen fanden bald ihre Bestätigung, als man im Hauptstollen
aus die Leichen der Bergarbeiter stieß.
In fieberhafter Eile drangen die Rettungs
bringen. Die Nachrichten, die im Laufe der Nacht zutage drangen, lauteten mehr als trostlos. Auf der Grube selbst, wo die Frauen und Kinder harrten, spielten sich herzzerreißende Szenen ab, als nach den Stunden der Ungewißheit die ersten Opfer an die Oberfläche gebracht wurden. Auf Bahren brachte man die Opfer der Katastrophe in die in der Nähe gelegenen Berwaltungsgebäude, wo sie zunächst aufgebahrt wurden. Morgens um 3 Uhr wurden die zu Tode erschöpften Rettungsmannschaften abgelöst. Die zweite Schicht setzt die Bemühungen, nach etwa abgeschlossenen noch lebenden Gruppen von Bergleuten zu forschen, mit allen Mitteln fort, doch lauten die telephonisch weitergegebenen Meldungen ganz trostlos.
Die amtlichen Mitteilungen der Bergbehörde.
Dortmund, 12. Febr. Das preußische Oberbergamt in Dortmund teilt mit: Auf der Zeche „Minister Stein" Dortmund hat sich Mittwoch den 11. Februar, abends gegen 8 Uhr, eine folgenschwere Explosion ereignet. Sie hat an Opfern 129 Tote und 8 Verletzte gefordert. Zurzeit, nachmittags 3 Uhr, sind außer den Verletzten 95 Tote geborgen. An die übrigen Verunglückten, die zweifellos tot sind, ist noch nicht heranzukommen. Die Exlosion ist entstanden im Südostfeld der Schachtanlage 3 und hat zwei Bauabteilungen in Mitleidenschaft gezogen. Es werden hier vier Flöze der mittleren Fettkohlenschicht gebaut. Explosionsherd und Explosionsursache können noch nicht sestge- stellt werden, da die Baue wegen der vorhandenen schweren Brüche noch nicht befahren werden können. Die Gerüchte, die über die Explosionsursache im Umlauf sind, entbehren der Begründung. Zurzeit kann nur gesagt werden, daß Kohlenstaub bei der Explosion mitgewirkt hat. Die Aufräumungsarbeiten sind im Gange. Es darf damit gerechnet werden, daß auch noch die letzten Opfer im Laufe des Tages geborgen werden. Eine weitere Gefahr für Menschenleben besteht nicht. Die Sicherung der durch die Explosion betroffenen Baue war beabsichtigt, aber noch nicht vollkommen durchgeführt. Die vorgeschriebene Be- rieselungseinrichtung war vorhanden. Die einzelnen Abteilungen waren außerdem teilweise durch Gesteinsstaubsperren gesichert.
119 Tote geborgen.
Dortmund, 13. Febr. Nach Mikkeilun- den der Zechenverwaltung „Minister Stein" Tote geborgen. Die Ausräumungs
Der Reichskanzler an der Unglücks» Hätte.
Dortmund, 12. Febr. Reichskanzler Dr. Luther ist in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Kempner mit dem fahrplanmäßigen D- Zug um 2.25 Uhr von Karlsruhe nach Dortmund abgereift. Er traf abends gegen 11% Uhr hier ein und begab sich sofort mit Ober« bürgrrmeifter Dr. Eichhoff und anderen Persönlichkeiten zur Zeche „Minister Stein", um dort mit der Verwaltung der Zeche und dem Oberbergamt die zu ergreifenden Maßnahmen zu besprechen. Der Reichskanzler weilte bis 1% Uhr nachts auf der Unglücksstätte und hatte auch eine Unterredung mit dem Be- triebsrat.
Kommunistische Ausschlachtung des Anglücks.
Dortmund, 12. Febr. Daß die kommunistische Partei versuchen würde, das furchtbare Unglück parteipolitisch auszuschlachten, war vorauszusehen. So wurde am heutigen I^t- gen der kommunistische Landtagsabgeordnete Sobottka in provozierender Weise am Zechentor vorstellig, um den Betrieb kontrollieren zu können; ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo von dem Generaldirektor der Anlage bis zum letzten Bergmann alle Kräfte unausgesetzt tätig waren, um das Rettungswerk durchzuführen. Das Ansinnen wurde abgelehnt. Sobottka verließ in höchster Erregung die Zeche und versuchte die Bewohner der Kolonie Kirdorf auf- zuputschen, so daß es vor den Zechentoren zu erregten Szenen kam. Die Menschenmasse, die sich hier staute, konnte nur mit Mühe von Schupobeamten zurückgehalten werden, da sie mit aller Gewalt den Zechenplatz zu stürmen versuchte. Die Kommunisten oben au im
nach. So n en nachmittags Zettel angeklebt, fuhren Lastautos mit kommunistischen Flugblättern und Extrablättern durch die Straßen. Bemerkenswert war ein Flugblatt, das die Katastrophe von der Zeche „Minister Stein" widergab und damit schloß: Wir fordern die Verhaftung der Direktoren der Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G.
Beileidskundgebung des Reichstags.
Berlin, 12. Febr. Präsident Löbe gedachte bei Eröffnung der heutigen Reichstagssitzung des schweren Grubenunglücks auf der Zeche „Minister Stein" bei Dortmund. Der Präsident führte u. a. aus: „Nur wer einmal in örtliche und persönliche Berührung mit einem schweren Unglück gekommen ist, kann sich den Schreck und die Angst ausmalen, von denen Hunderte von Menschen, Angehörige der Verstorbenen, in dieser Stunde erfaßt werden, und kaum einer von uns kann sich eine Vorstellung machen von den Todesqualen, unter denen die Toten ihr Leben verloren. Wir können der Trauer, dem Mitgefühl mit den Angehörigen nur dann würdig Ausdruck geben, wenn wir uns bemühen, soweit menschliche Vorkehrungen dazu imstande sind, solche Furchtbarkeiten zu verhindern, wenn wir den Angehörigen die äußeren Lasten zu erleichtern suchen, wenn wir alles tun denen, die unter solchen furchtbaren Gefahren ihrem Beruf nachgehen müssen, mehr Schutz, Erleichterung und Besserung ihrer Verhältnisse zu gewähren."
Das Haus hat die Ansprache stehend angehört.
Abg. Jadasch (Komm.) beantragt die sofortige Bildung eines Untersuchungsaus- schusses zur Nachprüfung des Unglücks, damit ähnliche Katastrophen verhindert werden können.
Präsident Löbe bittet, angesichts der Majestät des Todes keinerlei Streitfragen jetzt aufzurollen und ersucht die Kommunisten, den Antrag erst in der morgigen Sitzung einzubringen, wenn Näheres über das Unglück bekannt ist Die Kommunisten sind damt einverstanden.
Dr. Luther in Karlsruhe.
Karlsruhe, 12. Febr. Heute morgen UM 9 Uhr kam Reichskanzler Luther in Karlsruhe an. Es fand zunächst eine Kabinettssitzung statt, an der der Reichskanzler teilnahm. Für 11 Uhr waren die Vertreter der Reichs- und Landesbehörden, der Gewerkschaften, der Presse usw. zu einer politischen und wirtschaftlichen Aussprache geladen.
Staatspräsident Hellpach begrüßte den Reichskanzler im Namen des badischen Landes und führte sodann aus, daß auch die, welche zur jetzigen Regierung dis