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200. I aH egang.

Sanauer Ä Anzeiger

General-Anzeiger / Zugleich amMches Organ für den Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. - l?ernsprech-Anschlub Nr. 1237 und 1238.

m tuaspre is: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne ® Agerlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für < flöhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite S^Reichrpfennig. Offertengebühr: 80 Reichspfenntg. Geschäftsstelle: Hammerstraße 9.

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Nr. 28

Dienstag -e« 3. Februar

1925

Das Neueste.

Die Versuche des preußischen Minister- orästdenten Braun, ein Kabinett zustande zu bringen, sind auch gestern ergebnislos ver­laufen.

Wie demPetite Parisien" aus Rewyork gemeLet wird, ist die 20 Millionen Dollar- anleibe, die Frankreich dort aufgelgt hat, bei 7 Prozent Verzinsung zu einem Kurs von 87 Franken innerhalb einer Stunde über­zeichnet worden.

Die französische Kammer hat mit 314 gegen 250 Stimmen die Abschaffung der Bot­schaft beim Vatikan beschlossen.

Senator Borah richtet an den Schatz- iekretär Melon eine schriftliche Anfrage, ob Italien irgendwelche Vorschläge für die Rege­lung seiner Schulden an Amerika in Höhe von zwei Milliarden Dollar gemacht habe.

Die WnWslM BeMmgev Brams

Das Anlersuchungs-Craebnis im Barmat-Ausschutz.

Der Untersuchungs-Ausschuß, den der preu­ßische Landtag zur Austlärung der Affären Ku- tisfer und Barmat eingesetzt hat, ist seiner Auf­gabe schon in den ersten Sitzungen gerecht ge­worden. Man kann sagen, daß die Feststellung des Tatbestandes bis zu einem gewissen Grade schon abgeschlossen ist, wenn der Ausschuß auch in späteren Sitzungen noch weiteres Material sichten wird. Freilich darf man nicht vergessen, daß es sich hier nur um die Lösung einer poli­tischen Aufgabe handelt. Der Ausschuß kann und will nur Licht über die Frage verbreiten, wiè west Regierungsmänner oder Parlamen­tarier in diese Affären verwickelt sind. Mit der

Berlin, 2. Febr. Ebenso wie die Verhand­lungen mit dem Vorsitzenden der Wirffchafts- partei Ladendorff verliefen auch die heutigen Besprechungen des preußischen Ministe^räsi- benten mit den Vertretern der Deutschen Dolks- partei über die Beteiligung an der Regierung in Preußen ergebnislos. Der Ministerpräsident dürfte nunmehr auf die Annahme feiner Wahl verzichten. Beim Zen­trum, den Demokraten und Sozialdemokraten soll die Absicht bestehen, einen Vertreter des Zentrums zum Ministerpräsidenten zu wählen. Es wird in diesem Zusammenhang wiederum der Name Horion genannt, der den Versuch machen soll, die Unterstützung der Wirtschafts­partei für ein unter der Zentrumsführung stehendes Kabinett der Weimarer Koalition zu gewinnen. Eine andere, von den Blättern ver­zeichnete Version geht dahin, daß das Zentrum mit den Demokraten eine Minderheitsregierung bilden solle, die von Fall zu Fall sich auf wechselnde Mehrheiten stützen würde. Sollten jedoch diese Möglichkeiten scheitern, so bleibt, wie die Blätter hervorheben, nichts anderes als die Auflösung des Landtags übrig.

Berlin, 2. Febr. Ueber die Frage, ob Ministerpräsident Braun die Möglichkeiten, ein Kabinett zustande zu bringen, als erschöpft ansieht, verlautet aus parlamentarischen Krei. sen, daß damit zu rechnen ist, daß mit der Frak­tion der Deutschen Volkspartei nochmals Unter­handlungen gepflogen werden. Jedenfalls fei nicht anzunehmen, daß Braun seinen Auftrag vor Mittwoch abend bezw. Donnerstag rück'-

Partei zur Koalition zurückgehen wolle. Diese Frage wurde verneint. Eine andere Lösungs- möglichkeit müßte Gegenstand einer neuen Be­sprechung sein.

Berlin, 3. Febr. Zur Frage der Regie­rungsbildung in Preußen erfahren wir, daß Ministerpräsident Braun gestern dem Fraktions­vorsitzenden der Deuttzhen Volkspartei, dem Abgeordneten Dr. v on Campe, die Frage vorgelegt habe, ob die Fraktion der Deutschen Volkspartei unter feiner Ministerpräsidentschaft an der Regierng teilzunehmen und im Falle der Verneinung bereit sei, einem Kabinett der Weimarer Koalition gegenüber eine neutrale Haltung einzunehmen. Abgeordneter von Campe behielt die Antwort einer Sitzung der volksparteilichen Fraktion vor, die kommenden Mittwoch stattfinden wird, und versprach, den Beschluß der Fraktion dem Ministerpräsidenten bis Donnerstag mitzuteilen. Die Entscheidung Brauns über die Annahme oder Ablehnung der Wahl zum Ministerpräsidenten dürfte also vor­aussichtlich vor diesem Termin nicht fallen.

Mehere Bläter melden, daß die preußische Zentrumsfraktion wiederum an den Landes-

Hauptmann Horion in Düsseldorf herangetreten sei wegen Uebernahme der Ministerpräsidenten- schaft in Preußen. Horion werde in den nächste Tagen nach Berlin kommen, um sich mit bei

Tagen nach Führern bei

zu setzen.

sten

UM/ -W4.1UI lummen, um jiu/ iliu u^U der Zentrumsfraktion in Verbindung

Braun setzt seine Versuche fort.

ha s nichts zu tun. Es wird che des Ge­richts fein festzustellen, wieweit die in die Affäre verwickelten politischen und parlamentarischen Persönlichkeiten ein strafrechtliches Verschulden

Berlin. 2.

eute abend

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auf sich geladen haben. Das politische Inter,

änkt sich lebt! ltisker nur kr

iich auf minelle Bedeutung hat. Im Fall Barmat ist der politisch ins Gewicht fallende Tatbestand

utschen Volkspartei erscheine jedoch aus­geschlossen.

Aus den Kreisen der Deutschen Volkspartei wird dazu mitgeteilt, daß die Fragestellung, um die es sich bei der heutigen Besprechung han­delte, darauf gerichtet ist, ob die Deutsche Volks-

In ihr referierte Ministerpräsident Braun über seine Versuche, ein Kabinett zustande zu brin­gen. Er erklärte, daß er diese Versuche noch fortsetzen werde, da er noch nicht alle Möglich­keiten als erledigt ansehe.

Ausschuß in wenigen Tagen zugehen. Gegen­über den schiefen und von völlig falschen Voraussetzungen ausgehenden Darlegungen eines Teiles der Presse wird jedoch bereits jetzt in allgemeiner Hinsicht von zuständiger Seite folgendes festgestellt: Der im Herbst 1923 ge­faßte Entschluß der Reichsregierung, die Wie­deraufnahme der Arbeit im besetzten Gebiet durch Zustimmung zum Abschluß der Micum- vertrüge zu ermöglichen, war der Ausfluß des politischen Willens, den Weg der sogenannten Versackungspolitik

en Willens, den Weg der sogenannten ungspolitik gegenüber dem besetzten Ge­ter teinm Umständen zu beschreiten. Viele Srititter scheinen heute keine Vorstellung mehr davon zu haben, wie es im Herbst 1923 nach der Beendigung des passiven Wider­standes im besetzten Gebiet ausgesehen hat, so­weit die Besatzungsmächte die Wiederauf­nahme der Arbeit tatsächlich verhinderten. Die notwendige Voraussetzung für den Abschluß der Micumverträge war die Zusicherung der Reichsregierung, nach erfolgter Ordnung der Reichsfinanzen für die unter dem Micum- System von der Industrie geleisteten Vorschüsse auf Reparationslieferungen des Reichs Ersatz zu leisten. Nur so konnte allmählich Abhilfe geschaffen und die äußerste Not von der Bevöl­kerung abgewandt werden. Die loyale Ein­lösung dieser damals übernommenen Verpflich­tung deckt sich mit der bei der Reichsregierung und der Volksgesamtheit in gleicher Weise herrschenden Ueberzeugung, daß die besetzten Gebiete nicht zu einer Reparationsprovinz für das Reich werden dürfen. Ueber alles ein­zelne, insbesondere über die Höhe der Zah­lungen, wird die Denkschrift eingehende Aus­kunft geben.

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In Cmäniuna zu der halbamtlichen Mit

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der politisch ins Gewicht fallende Tatbestand durch den Untersuchungsausschuß nach zwei Seiten hin ziemlich restlos geklärt worden. Das Haupt der Gebrüder Barmat lebte während der letzten Kriegsjahre in Holland und ist erst während der ersten Jahre nach der Revolution nach Deutschland gekommen, um sich dann hier mit feinem ganzen Anhang festzunisten. Frage: Wie ist ihm der Uebergang auf deutsches Ge­biet ermöglicht worden? Das deutsche General­konsulat in Amsterdam hat im Jahre 1919 auf das entschiedenste vor Barmat gewarnt. Die Bochumer Handelskammer hat über ihn ein vernichtendes Urteil gefällt. DieBerliner Bolks-Zeitung", ein demokratisches Organ, hat chn damals schon alsGroß-Schieber" bekämpft. Es war klar, daß Herr Barmat die Absicht hatte, sich an der wirtschaftlichen Ausbeutung Deutschlands im größten Maßstabe zu beteili­gen. Der Verdacht, der gegen ihn aufkommen mußte, hat ihm denn auch im Anfang des Jah­res 1919 Schwierigkeiten bereitet. Er erhielt immer nur die Einreiseerlaubnis für ganz kurze Zech bis es ihm dann gelang, ein Dauervifum die Zeit von drei Monaten zu erhalten. Damit hatte Barmat in Deutschland Fuß ge­faßt.

. Es ist kein Zweifel, daß er diesen Erfolg leinen sozialdemokratischen Freunden verdankt.

ihn arbeitete der sozialdemokratische Land- togsabgeorbnete Franz Krüger, der damals im èro des Reichspräsidenten angestellt war und .r auch Hilfe im Preußischen Finanzministe- num fand, wie der Mißbrauch eines Stempels nar beweist. Barmat wurde durch feine fozial- oemokratischen Freunde auch bem bändigen "^MtottMefretär Töpfer bekannt und zuge- uyrt (Töpfer hat als Zeuge erklärt, Heilmann Zubringer gewesen). Töpfer gegenüber er sich durch das Versprechen deutsch- ieundlicher Propaganda in Holland in ein Licht und als trotz dieses Schwindels r.^èsstellung des Dauerpasses auf sich warten griff der sozialdemokratische Abgeordnete ^?^^ der Größen seiner Partei, durch n,sr\ , einer Beschwerde an den Reichs- m Ebert ein. Der Reichspräsident gab n^Z^lchwerde an das Auswärtige Amt weiter. vL'lbaren Einfluß scheint dieses letzte Mo- ift h âhr gehabt zu haben. Sicher aber aVn? i 5 den sozialdemokratischen Bemühun- L Ju. danken war, wenn die deutsche Gefandt- Uj»? Haag schließlich nach einigem Zögern

^Ww für drei Monate ausstelltL-

;e erklärt, Heilmann

Einmal auf deutschem Boden erfreute sich Herr Darmat weiter sozialdemokratischer Pro­tektion. Er wurde von Herrn Bauer und Herrn Gradnauer, dem heutigen sächsischen Gesandten, empfehlend bei der Staatsbank eingeführt. Herr Heilmann übernahm dann im besonderen Maße die Protektion des Herrn Julius Barmat. Er hat noch bei dem Wechsel in der Präsidentschaft der Staatsbank, bei dem Staatssekretär Schrö­der, dem neuen Präsidenten, eine Empfehlung anzubringen gewußt. Der frühere Präsident von Dombois hat als Zeuge ausgesagt, daß ihm solche Erbpfehlungen von Kunden durch po­litische Persönlichkeiten während seiner ganzen Amtszeit zum zweiten Male nicht vorgekommen sind. Herr Bauer und Herr Gradnâuer und natürlich auch Herr Heilmann haben die Dinge als ganz harmlos hingestellt. Aber es bleibt doch bestehen, daß in der ganzen Praxis der preußischen Staatsbank ausgerechnet sozialde­mokratische Parlamentarier die einzigen ge­wesen sind, die einen Geschäftsfreund dort lan­ciert haben. Die Affäre, die sich dann im Herbst 1920 abspielte, als die Familie Barmat von der russischen Grenze durch Deutschland nach Holland reifte, spielt eine verhältnismäßig un­tergeordnete Rolle. Sie zählt auch zu den sozial­demokratischen Begünstigungen, die man den Barmats hat zuteil werden lassen, während man sich um zahllose deutsche Familien, die damals im Grenzelend verkamen, nicht einen Deut kümmerte. Hier tritt außer Herrn Bauer der bisherige preußische Innenminister Seve­ring hervor. Wie sich in dem mündlichen oder schriftlichen Verkehr zwischen beiden die rumä­nische Familie Barmat in ein Mitglied der holländischen Gesandtschaft verwandest hat, ist unaufgeklärt geblieben.

Die sozialdemokxatische Presse sucht die Hauptschuld auf die Staatsbank zu schieben. Die Bank trägt gewiß einen großen Teil der Schuld. Sowohl Herr Dombois wie der jetzige Präsident, Staatssekretär Schröder, haben bei der Zeugenvernehmung diese Schuld weder sachlich noch durch chr persönliches Auftreten herabmindern können. Aber politisch bleibt doch die Hauptlast auf der Sozialdemokratie sitzen, die trotz ihrer Todfeindschaft gegen das kapita­listische System einem skupellosen auslänbifdjen Schieber in Deutschland den üppigsten Nähr­boden verschafft hat. Wieweit einzelne ihrer Mitglieder Nutznießer gewesen sind darüber muß die Gerichtsverhandlung Austlärung oeben»

Worftan-ssitzung d. Deutschnalivnalen

Berlin, 2. Februar. Der Parteivorstand der Teutichnationalen Volkspartei trat am 2. Februar 1925 im Preußischen Landtage zu Berlin zu einer Sitzung zusammen. Auf ihr kam die allgemeinpolitische Lage im Reiche und in Preußen zu gründlicher Aussprache, wobei natürlich die Regierungskrisis in Preußen einen breiten Raum einnabm. Der Parteivorsiand stimmte er St-llungnahme der Reichstagsfraktion wie der preußischen Landtagssraktion zu.

Der Parteivorstand beschloß, einen Parteiausschuß für die Ostmarkenfrage cinzmetzen, der in enger Zu­sammenarbeit mit den Parteimitgliedern in der Ost­mark die besonderen Belange derselben bearbeiten soll. Den Vorsitz dieses Ausschusses übernahm LandtaaS- abgeordilâr Schul,-Bromberg. Eine Aussprache ü er Organisationsfragen beschloß die ans allen Teilen des Reiches besuchte Tagung, an der u. a. auch Minister Schiele teilnalun.

Weiter nahm der Parte,Vorstand mit Dank davon Kennluis, jdaß die landw rtichaftlichen Sp tzenorgani- at o en einem Uebcrgreifen des landwirtschaftlichen Gei-ossenschaftèwesenS auf die Gebiete deè stä.tichen gewerblichen Mittelstandes cntgegenwirkcn wolle. So ist u. a. die geplante Gründung einer großen Brot- sa rik in Berlin aufgegeben worden. Der Parteivo - stand richtete an alle Parteimitglieder das brv gende Ersuchen, sich von allen Unternehmungen feinzuhalten, die gecignit seien, den um jene wirtschaftliche Er­tz lltuni schwer ringen. en gewerblichen und kaufmäuui- chrn Mittelstand zu schä igen.

Demokratische Partei.

Berlin, 2. Febr. In der Sitzung des Haupt- vorstandes der Deutschen Demokratrichen Partei er- atiete der Parteivorsitzende Koch-Weier einen Berichi über die politische Lage und begründete die Haltung der RcichsiagSsraktion zum Kabinett Lutder. In der anschließenden Aussprache wurde das Vorgehen der Reichstagsfraktion gebilligt.

Vom Deutschen Industrie- und Kandelstag.

Berlin, 2. Febr. Vom Deutschen Jndustrie- und Handcistag wurde RerchswirtschaitSminlltcr a. D. Hamm als Nachfolger des im Sommer vorigen Jahres vilstorbenen Dr. Brandt zum ersten geschäitsfüi-rendcn Präsioialmitglied bestellt. Präsident Franz v. Mendel- whn führte ihn in der heutigen Vorstandsitzung in lei« Amt ein, daS er am 9. Februar übernehmen wird.

Die Ruhrentschädigung.

Berlin, 2. Febr. Wie wir erfahren, wird die im Haushaltsausschuß des Reichstages seitens der Reichsregierung in Aussicht gestellte Denkschrift zur Frage der Ersatzleistung für die unter dem Micum-System von der Industrie ausgeführten. Reparationslieferungen dem

Leistungen an die Franzosen und Belgier forkzusehen, wenn der Werk ihnen gukgeschrie- ben und nach der Ordnung der Reichsfinanzen vergütet werde, von dem gesamten Reichskabinett mit Einschluß der ihm angehörenden sozialdemo­kratischen Minister gegeben wor­den ist Mitentscheidend war ein der Sa- binettssihullg vom 20. Oktober 1925 vorliegen­des Schreiben des sozialdemokratischen Berg­arbeiterverbandes, in dem daraus hingewiesen wird, daß ein versagen des Reichs bei der Finanzierung der Sachlieferungen zum Bür­gerkrieg in Deutschland und zum Chaos im Ruhrgebiet führen müsse. (Dennoch: Hetze um jeden preist)

Die Bauernschaft zur Schutzzollfrage»

Berlin, 2. Febr. Von der Vertrttcrtagung des Teutschen Bauernbundes ist einstimmig eine Ent- schliebung angenommen worden, in der der Vorstand und der Ausschuß ibre vollkommene Zustimmung zu den Bemühungen aus-prechen, die Verabschiedung bei Zolltarifs mit ausreichenden Schutz,öllen herbeizu- ,ühren. Angesichts der Haltung der Sozialdemokratie werde, um während der langen Zeitdauer Ler Handels­verträge etwa eintretende ruinöse Prelle zu mildern/ sie notwendige gesetzliche Regelung im Rttche nur âch eine Mehrheit Erledigung finden, die weder irekt noch indirekt auf die Stimmen der Sozialsemo- natie angewiesen ist.

Die letzte Diertelstunde.

Unter dem niederschmetternden Eindruck von größenwahnsinniger Ueberheblichkeit unserer Besieger" und der dauernden Versklavung durch dieselben erscheint uns wohl nichts furcht­barer und seelisch ergreifender als die sich nach und nach immer mehr durchsetzende Erkenntnis^ daß wir den Weltkrieg nur darum verloren haben, weil unsere Nerven eine Viertelstunde zu früh versagt haben. Alles Wegleugnen dieser entsetzlichen Tatsache Hilst nichts. Wir haben Be­weise für die Richtigkeit "^- ^ Gegenseite. Frankreich i . _ ,

unter Anwendung drakonischer Maßnahmen den gefährlichenDefaitismus" im eigenen Lande niederzuringen. Ganz offen durfte in der Kammer ein französischer Kriegsminister sagen, daß ihm so und so viele Mütter das Men ihrer Söhne zu danken hätten, well er anläßlich einer Meuterei ziemlich erheblichen Umfanges bei dem betreffenden Heerestest nur die Erschießung des zehnten Teiles der Truppe angeordnet hätte Und Herr Rollet wies in dem klassische« Interview mit dem famosen Mons. Sauerweib vom Pariser HetzblattMatin" im Rahmen feV ner Erklärung über die Organisation des fran­zösischen Volkes in Waffen ^ cklich darauf hin, daß Frankreich den UU». -tur dem Um»

t und zwar von der war es nur gelungen/