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LOy. Jahrgang.

General-Anzeiger / Zugleich amtliches Organ für den Landkreis Kanan

Erscheint ^nglich mit Ausnahme der Conn- und Feiertage. * ^ernfprech-Anfchluß Nr. 1237 und 1238.

gfptet8: Für den halben Monat 1 Reichsmark, für den ganzen Monat 2 Reichsmark ohne ^iäserlohn. Einzelnummer 10, Freitag und Samstag 12 Reichspfennig. Anzeigenpreise: Für 1 m Löhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 Reichspfennig, im Reklameteil von 68 mm Breite gh^Reichrpfennig. Offertengebühr: 80 Reichspfennig. Geschäftsstelle: Hammerstraße 9.

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Ar. 27

Montag -en 2. Februar

1925

Das Neueste.

._ Eine Konferenz der Finanzminister Mer deutschen Länder ist aus Mittwoch nach Ierlin einberufen. Gegenstand der Bera- Ungen ist der Finanzausgleich zwischen Reich, Landern und Genreinden.

Die Versuche des preußischen Minister- -rSsidenten Braun, eine Regierung zu bilden, gaben bisher keine Fortschritte gemacht.

In Washington haben die Ausführungen des Reichskanzlers Dr. Luther vor den aus- tändifchen Pressevertretern einen sehr gün- sngen Eindruck gemacht.

Der frühere lanastchrige Oberpräsident von Sachsen, v. Hegel, ist in Merseburg im Alter von 75 Jahren gestorben. Hegel hat sich seit seinem Ausscheiden aus dem Amt insbe­sondere firaiuu>en Bestrebungen gewidmet. Er war ein Enkel des Philosophen Hegel.

Trotzkis Nachfolger Frundse ist bereits wieder durch Sinowjew ersetzt worden.

Die türkische Regierung hat den grie­chischen Patriarchen aus Konstantinopel aus­gewiesen, was eine ungewöhnlich starke Er­regung hervorgerufen hat.

Wochenvorschau.

Außenpolitische Einheitsfront im Reich Auf. gaben der inneren Politik Die Krisis in Preußen.

Im Reiche geht die Politik ihren ruhigen Sang. Auf den furchtbaren Lärm, den die Linkspresse vor der Bildung des Kabinetts Dr. Lucher geschlagen hat, ist eine überraschende Stille gefolgt, in der das Kabinett sich seiner sachlichen Arbeit widmen kann. Einen besseren Beweis für die Richtigkeit der Kabinettsbildung

^VâWiW unangenehm. hr Versuch, aus den Ruhr­krediten und der nachträglichen Entschädigung der Ruhrindustrie eine Skandalaffäre zu machen, ist sicher auf das Gefühl zurückzufüh­ren, daß die Dinge im Reich eigentlich viel glatter und besser laufen, als es die Partei­doktrin der Linken gestattet. Der Versuch, die Entwicklung zu stören, ist aber ein ganz vergeb­liches Bemühen.

In der Außenpolitik hat sich der Reichskanz­ler Dr. Luther durch seine Rede im Reichstag und erst recht durch seine Rede vor den Vertre-

iern der ausländischen Presse in Berlin inner- politisch freie Bahn geschaffen. Auch die sozial« demokratische Presse kann an der letzterwähn­ten Rede nicht das geringste aussetzen. Dr. Luther hat in seiner Rede dem französischen Ministerpräsidenten sehr mannhaft geant­wortet. Er hat gegen die Schuldlüge protestiert and der Stimme eines Volkes Ausdruck ge­geben, das sich dagegen aufbäumt, inmitten einer waffenstarrenden Welt allein zum Objekt schmählicher Militärkontrolle gemacht zu wer­den. Aber er hat auf der andern Seite die Be­reitschaft der Regierung ausgesprochen, alle gerechten Beanstandungen der deutschen Ab- rustung abzustellen, über ein Kompromiß in der Räumungsfrage zu verhandeln und an einer Beratung für die Schaffung von Sicher- yeltsgarantien teilzunehmen. Ist das nicht eine geradezu schlagende Widerlegung der sozialdemokratischen und demokratischen Schlag­worte vom reaktionären Bürgerblock?

,.^. ^ dem Reichskanzler gelingt, inner- pAitlsch eine ähnliche Sammlung der Kräfte derbeizusiihren, wird sich im Laufe der nächsten Wochen zeigen. Den Willen dazu hat er jeden-

Und in der Sache selbst liegt auch nichts, was unbedingt zu einer Entzweiung der Par- leien fuhren müßte. Die Etatübersicht, die der wue Finanzminister jüngst übergeben hat, ist genug dafür, daß die Steuerkraft des Jüpchen Volkes in der letzten Zeit ^Pannt worden ist Wir werden sie den späteren Leistungsjahren wie- aufs Aeußerste entspannen müssen, ie& eine Erholungspause eintreten lien. In erster Linie kommt dabei die Er- i.'^^ung der Umsatz- und der Einkvmmen- ,m ü.rage. Das liegt aber auch durchaus ^^â^resse der breiten Massen. Auf dem Ge- c^r.Der Wirtschaft handelt es sich um die eines neuen Zolltarifs, dessen Vor- ^uch nicht mehr lange auf sich war- h Alen wird. Auch hier muß ein Ausgleich n.^7^9ensätze gefunden werden zwischen dem ij^^A'Sen Zollschutz unserer landwirtschaft- lebensn"? '"^?stwellen Produktion und^ der

^ ", ^wendigen Möglichkeit unsere Waren ^Jimen. Wer auf die Vertretung einser.

tiger Interessen verzichtet, kann an einem sol­chen Ausgleich mitarbeiten.

Die innerpolitische Schlacht wird gegen­wärtig in Preußen geschlagen. Man folgt mit Spannung den Bemühungen des Herrn Braun, ein neues preußisches Kabinett zustande zu bringen. Dieses Kabinett soll eine breitere Grundlage haben als die drei Koalitionspar­teien, sie mit ihrer Minderheitsziffer dar­stellen können, teils wegen der Siche­rung gegen den baldigen abermalige Sturz, teils wegen innerer Bedenken des Zentrums. Wo aber soll Herr Braun außerhalb der Weimarer Koalition die Stär­kung finden. Weder die deutsche Volkspartei noch die Wirtschaftspartei die einzigen, an die er sich wenden kann, denken daran, das Kabinett Braun wieder flott zu machen. Braun wird also voraussichtlich nach einigen vergeb­lichen Versuchen sein Mandat dem Landtage zurückgeben. Einige demokratische Zeitungen versuchen zwar den Anschein zu erwecken, als könne Herr Braun dann mit Zustimmung des Zentrums sein schon einmal verlorenes Spiel von neuem beginnen. Nach unserer Kenntnis der Dinge stimmt das nicht. Herr Braun wird wahrscheinlich sehr bald erledigt sein, noch ehe er ein Kabinett auf die Beine gebracht hat.

Stresemann an die akademische Jugend.

W. B. Halle a. S^ 1. Febr. Heute am zweiten Tage der akademischen Tagung der Deutschen Volkspartei sprach Außenminister Dr. Stresemann über die Frage akademi­scher Politik und führte dazu folgendes aus: Akademiker und Politik ist ein niemals aus­geschöpftes Thema, zu dem die neue Generation erneut Stellung nehmen muß. Wie sich die akademische Jugend zur Politik stellt, ist gewiß zunächst ihre eigene Angelegenheit, aber in ihren Folgerungen.rn eminentem totnae am Angelegenheit des Staates. Wir wurden durch den Weltkrieg in Zustände hineingeworfen, in denen alles flüssig und unsicher geworden ist Eine Umwertung aller Werte hat eingesetzt und ist noch nicht abgeschlossen. Hineingestellt in dieses typische Zeitalter der Unsicherheit, in dieses Jahrhundert des Druckes und des Kamp­fes in jeder Form und der äußeren und inneren Ruhelosigkeit, hat unsere Jugend Aufgaben zu- gewielsen erhalten, wie kaum in einem revolu­tionären Zeitalter. Die Jugend der Zeit nach der Reichsgründung verfügte über feste Sche­mata-, mochte sie ihre Heldenverehrung in Bis­marck, Moltke oder Roon, mochte sie sie in Max, Lasalle oder Engels sehen, sie hatte das ruhige Gleichgewicht der Seele, das von keiner Vorahnung künftiger Stürme berührt wurde. Sie war reich an organisatorischer Kraft, aber arm an wahrhaft großen Problemen. Sie hatte die ausschlaggebende Führerstellung in Deutschland und war deshalb mitverantwortlich vor der Geschichte. Diese Selbstsicherheit, die sie von der Politik fernhielt, weil sie darauf ver­traute, daß der Staat auch ohne starke Jnte- grenz seiner geistigen Schichten unter allen Um­ständen den richtigen Weg finden würde, ist zu­sammengebrochen. Wie ein Menetekel mutet es an, daß diejenige geistige Gentry, die über Deutschland verfügte und die ihm unzweifel­haft das beste Staatsbürgertum stellte, die sich aber ihn wesentlichen von der Politik fernhielt, durch den Zusammenbruch nach dem Weltkriege so unbarmherzig nicht nur aus jeder Führer- stellung herausgeworfen wurde, sondern bis zur Proletarisierung untersank.

Unser ganz anderen Bedingungen tritt heute die akademische Jugend in das Leben.

Unter schwerster Not und Selbstverleugnung ist chr das Studium allein möglich. Von ihr, Stellung zum öffentlichen Leben hängt unend­lich viel für unsere Zukunftsentwicklung ab. Das Ethos der neu sich aufbauenden akademi­schen Schichten darf uns nicht verlorengehen, wenn wir überhaupt zu gesunden Verhältnissen kommen sollen. Anders aber als früher muß

'er

diese Jugend dabei den öffentlichen Dingen gegenüberstehen. Im Wirbel der Entwicklung hat man das Volk und die Masse selbst zu ent­scheidenden Faktoren für die Willensbildung in der Politik gemacht. Das gilt aber nur theoretisch. Die Führerpersönlichkeit formt den Willen der Masse, und daraus erwächst gerade denen, die die Möglichkeit haben, geistig sich- rend zu sein, die Pflicht zur Betätigung im politischen Leben. Der Redner auf der Kanzel, die Richter und Rechtsberater des Volkes, Die Lehrer und Erzieher und dec Mann der Tech­nik stehen an «der Stelle, an der eine weitest­gehende Beeinflussung möglich ist. Weshalb blieb der Sozialismus mit fernen gerpaltigen

Hilfskräften nur verhältnismäßig kurze Zeit an der Führung des neuen Deutschland! Weshalb in ihm die innere geistige Krise? Weil es ihm nicht gelungen ist, mit seinen Ideen in die akademsche Jugend hmeinzukommen, und weil damit die Bewegung erstarrte unD sich nur auf bestimmte soziale Schichten erstreckte. Das in einer Zeit, in der unzweifelhaft dir akademische Welt sich mit Inbrunst in die Politik gestürzt hätte und für neue Deen durchaus empfänglich war. Die Betätigung im politischen Denken, die nicht gleichbedeutend zu sein braucht mit parteipolitischer Verbissenheit, ist im deutschen Studententum gewiß vorhanden, aber ein Blick auf die gewaltigen politischen Strömungen der Studentenschaft läßt sehr bezweifeln, ob diese Betätigung in die Tiefe geht. Die deutsche Studentenschaft rühmt sich, ein Hort nationalen Denkens zu sein, aber die Art, in der sich diese Gesinnung zum Ausdruck bringt, erscheint oft hohl und veräußerlicht und ist nicht aufgebaut auf geschichtlichem Denken. Stolz und Aner­kennung dessen, was war, ist selbstverständlich für jeden, der in der trüben Gegenwart ver­gangener großer Zeiten gedenkt. Aber das Festhalten an der Tradition darf nicht zur Er­starrung der Meinungen führen. Man darf nicht daran vorWergehen, daß wir die Krisis der Gegenwart nicht überwinden mit träumen­der Resignation, sondern nur mit werktätiger Mitarbeit in der Gegnwart. Vergessen wird auch vielfach bei der Heldenverehrung der Ver­gangenheit die unendliche Schwierigkeit, einen zusammengebrochenen Staat über den verlore­nen Weltkrieg und die Revolution hinaus ohne Macht zur inneren Konsolidierung zu führen. Die politische Betätigung der deutschen Akade­miker muß als Ausgangspunkt die Staats­bejahung haben.

Wir sönnen uns den Luxus eines Kampfes um die Staalsform nicht gönnen.

Reich und Staat sind von außen und innen be­droht. Nicht im Bekämpfen des Staates, weil seine äußere Form nicht gefällt, liegt der Aus­fluß nationaler Gesinnung, sondern in der Selbstüberwindung, die gerade da mitarbeitet, wo von ihr innerlich die größten Opfer verlangt werden. Vielfach paart sich mit der Verkennung der lebendigen Volkskräfte in unserem Innern ein gewisses unsoziales Denken, das die Auto- dikdaten in der Politik und Verwaltung über­haupt nicht gelten lassen will und sich darüber nicht klar ist, daß die Zurückstoßung vieler Volkskräfte, die in der Lage gewesen wären, in mancher Beziehung ein erstarrtes Beamtentum mit neuen Anregungen zu erfüllen, einer der Hauptfehler des alten Systems war. Man träumt von der Macht, wo Realität unsere Machtlosigkeit zeigt. Man vergißt, daß die ideale Kraft der Nation, der edelste Ersatz der materiellen Macht, nur lebendig wirken kann, wenn im gegebenen Augenblick die Herstellung der Volkseinheit zu ermöglichen ist. Man tritt an die Begriffe der Parteien zu stark vom Standpunkt der Dogmen heran und sieht nicht, daß eine Scheidung der Anschauungen längst nicht mehr bei den Grenzen der Parteien liegt, sondern daß in ihnen allen ein Ringen um neue Staatsanschauungen vor sich geht. Ver­kennen wir nicht, daß wir noch vollkommen im revolutionären Zeitalter leben und daß der Kampf um die Neugestaltung sozialen Denkens, der wirtschaftlichen Begriffe und des gesell­schaftlichen Aufbaues nicht ausgekämpst ist. In der Massenpsychose unserer Zeit tritt die Füb- rung des geistigen Deutschland ebenso wenig klar hervor wie die Führung der akademischen Jugend selbst innerhalb der Tendenzen, die die Jugend bewegen. Man hat manchmal auch die Empfindung, als wenn nach dem Auf­brausen der ersten Nachkriegsjahre ein gewißes Gefübl der Saturiertheit sich in der akademischen Jugend wieder geltend macht. Möge nie der Fachmann völlig siegen über den Menschen, der nach allgemeiner Bil­dung strebt. Möge man bei dem Rätselraten über den gewaltigen Einfluß jüdischer Kreise auf die Gestaltung des geistigen Denkens un­seres Volkes sich auch klar darüber sein, daß dieser Einfluß sich vielfach ergibt aus der Ueber- legenheit, die das Verbundensein jüdischer Kreise mit den geistigen Strömen der Gegen­wart ihnen vor denjenigen gibt, für die das Leben mit dem Fachwissen und der Erfüllung der Berufspflicht abgeschlossen ist. Die Zusam­menfassung studentischer Kreise der Deutschen Voltspartei soll nicht bedeuten, ein Einzwängen in politische Dogmen. Das würde dem Begriff einer liberalen Partei an sich widersprechen. Das Leben ist Entwicklung, auch das Leben der Parteien, die man oft opportunistisch schilt, sie nicht auf demselben Standpunkt verharren. un-

beschadet darum, daß die politische Entwick­lung sie andere Bahnen weist. Seien Sie Trä­ger der Entwicklung auch innerhalb der Partei, die keine Zukunftsberechtigung hätte, wenn sie Angst besäße vor der Jugend und ihren Idealen. Die Zukunft des deutschen Volkes liegt dunkel vor uns. Sie wird entscheidend bestimmt sein durch zuverlässige Einstellung derjenigen Kreise zum Staat und zur Politik, die dazu be­rufen sind, Träger dieser Zukunft zu werden. (Lebhafter Beifall.)

Günstiger Eindruck der Kanzlerrede in Washington.

Washington, 1. Febr. Die Rede des Reichs­kanzlers Luther hat einen ausgezeichneten Ein­druck in hiesigen Regierungskrisen gemacht. Auch im Kongreß und im Senat ist sie mit der größten Befriedigung ausgenommen worden. Besonderen Eindruck hat das Versprechen ge­macht, daß Deutschland jede ihm von den Alli­ierten nachgewiesene Nichterfüllung in der Entwaffnungsfrage, aber auch alle ihm sonst zur Kenntnis kommenden Fälle sofort abzu- stellen bereit sei. Weiter wurde günstig ver­merkt die mit Nachdruck versprochene Unter­stützung des internationalen Friedens und der in der gesamten Rede zutage tretende versöhnliche Ton. Besonders der letztere Um­stand hat Erstaunen unter den Senatoren ver­ursacht, zumal Luther in der amerikanischen Presse als ein Mann geschildert wurde, der den unbeugsamen Nationalisten nahestehe. Allgemein wird die Hoffnung ausgedrückt, daß die Rede den Weg für ein Kompromiß in der Frage der Räumung der Kölner Zone ebnen möge.

Aehnliche Hoffnungen knüpft man an die Londoner Rede Kelloggs, der besonders deut­lich den Standpunkt des Weisen Haufes zum Ausdruck gebracht hat, als er auf Deutschlands Gejuuoung unix MgutreMäSN^L â wies und dann die Hoffnung aussprach, daß die europäischen Streitfragen" eine befrie­digende Lösung finden werden. Der Hinweis auf dieeuropäischen Streitfragen" wird hier als eine Anspielung auf die Ruhrfrage und die Kölner Zone angesehen und man führt aus, daß ein Diplomatiker Vertreter der Ver­einigten Staaten nicht offener sprechen konnte, um die amerikanische Politik der NichteiN' Mischung nicht zu beeirtr.-y-yen.

Kommunistische Veiriebsräle- Konferenz.

Halle, 1. Febr. Die heute von kommunistischer Seite nach Halle einberufcne Beiriebsrât-konferenz für den mitteldeutschen Bergbau, zu der 66 Personen, rarunter 30 Betriebsräte erschienen- waren, während der mitteldeutsche Bergbau 255 Betriebe mit mehr als 2000 Betriebsräten umfaßt, wurde von dem kommu­nistischen Reichstagsabgeordneten Rosenbaum eröffnet. Reichstagsabgeordneter Koehnen betonte in seinem Referat die Notwendigkeit des Aufstiegs der Gewerk­schaftsbewegung den konimunistischcn Parte>zwecken dienstbar zu machen und die Führung in die Hände kommunistischer Funktionäre zu bringen, um so die von der K. P D. ausgestellten Forderungen durchzu­setzen. BiS zUm 8. Februar müßten die Kampfmaß­nahmen vorbereitet sein. I« Ruhrgebiet sei alles voi bereitet uns man warte nur auf die Mitwirkung der mitteldeutschen Bergarbeiter. Zunächst müsse die Forderung einer 40 piozenogen Lohnerhöhung ge­fordert werden. Eme von ter Konferenz angenommene Entschließung fordert die Herausgabe von angeblich 7000 Inhaftierten.

Auch Frundseverdächtig".

Berlin, 1. Febr. Nach einer Mitteilung der hiesigen russischen Botschaft ist jetzt auch der Nachfolger

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