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Hanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger / Zugleich amtliches Organ für den Landkreis Sana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. - Kernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

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Donnerstag den 29. Januar

1925

Herriots Verleiöigungsreöe

Die einzige Sicherheit Ser Rhein. Bewuhle gemeine Lüge. Deutschlands Rüstungen und Deutschlands Kriegsschul­

den über

Herriot wendet sich gegen die Behauptung I neu beziehen, zu studieren. Es sei ein Plan ent- ehemaligen Vorsitzenden der Repurations- morsen worden, den er vorerst der Kammer

oes ehemaliaen Vorsitzenden der Reparations- kommifston Dubois und erklärt im wesentlichen im Verlaufe seiner längeren Unterbrechung folgendes: Die verschiedenen Regierungen, die sich in Frankreich gefolgt sind, waren gezwun­gen, die Rechte Frankreichs einzu­schränken. Als ich zur Regierung kam, hatte ich alles Mögliche getan, um das zu ret­ten, was von diesen Resten noch übrig geblie­ben war. Ich hatte aber im August viel weni­ger Waffen zur Verfügung als meine Vorgän­ger, und als ich in die letzte Periode der Lon­doner Verhandlungen eintrat, hatte ich fast kei­nen Trumpf mehr in der Hand, um die ent­standenen Schwierigkeiten zu beseitigen. Ich kann also nicht zugeben, daß man alle Ver­antwortlichkeit meiner Regie­rung aufhalst.

Der Abg. Poncet, der eine zeitlang Pressechef bei der Besatzungsbehörde im Ruhr­gebiet war, widerspricht und erklärt, die jetzige Regierung habe das Ruhrpfand aufgegeben.

nicht mitteilen könne.

denn man habe doch das Rubrgsbiet nur besetzt, weil die letzten Jahre enttäuscht hätten.

Ministerpräsident Herriot erwidert: Sie loben immer nur die Ruhrbesetzung. Gewiß, ich erkenne an, daß unsere Soldaten und In­genieure trotz der Schwierigkeiten, die man ihnen bereitet hat, ihre Pflicht getan haben. Aber cs ist leicht zu beweisen, daß die Ruhrbe­setzung uns weniger eingebracht hat, als die Zachlieferungen, die zu unserer Verfügung ge­wesen wären, und die wir anzunehmen uns ge-

Der Abg. Fabry fragt: Wenn nun das, was der Völkerbund ausgearbeitet habe, nicht in die Praxis umgesetzt werde, was wolle die französische Regierung dann tun?

Ministerpräsident Herriot antwortet aus­weichend: Ich habe erklärt, daß wir, was uns betrifft, getan haben, was wir tun konnten. Herriot wandte sich dann unvermittelt zur

Frage der interalliierten Schulden mtb erklärte, Frankreich wolle seine Schulden nicht verleugnen. Seine Regierung werde dies unter keinen Umständen, namentlich gegenüber den Alliierten und Freunden, tun. Aber nach­dem man dies festgestellt habe, habe man auch das Recht, zu erklären, daß Frankreich wohl einen Appell an die Solidarität seiner Alliier­ten richten dürfe. Es seien über die Schulden- frage Verhandlungen ausgenommen worden. In Amerika gebe es viele Leute, die das Pro­blem von der moralischen Seite aus betrachten, Frankreich horche aufmerksam auf alle Worte, die von Amerika kämen, gerade in dem Augen­blick, in dem es sich diè größte Mühe gebe, neue Hilfsquellen für die Fortsetzung des Wie­deraufbaues der ehemaligen Kampfzone zu finden. In herrlichster Weise habe Winston Churchill mit Finanzminister Clementel über die Lösung der Schuldenfrage gesprochen. Es wäre ungerecht, wenn man nicht die Lage Frankreichs

Das die Kontrolle der (Entwaffnung Deutsch, londs anlange, müsse daran erinnert werden, daß die Kontrolloperationen eine Zeitlang un- terbrochen gewesen seien. Herriot verließt zahl­reiche Dokumente über die Arbeitsmethode der Kontrollkommission. Er wolle vor allen Dingen hier feststellen, was für Frankreich die Besetzung des linken Rheinufers bedeutet. Wenn wir er- klären, daß wir den Rhein nicht taffen wollen, wollen wir damit etwa sagen, daß wir immer dort bleiben und Imperialismus treiben wollen? Rein. und tausendmal nein! Aber viel­leicht ruht doch dort die letzte Bedingung für die Sicherheit Frankreichs.

Wenn Frankreich an dem Weltfrieden mit­arbeiten will, dann hat seine Regierung die Pflicht, zuerst die Sicherheit Frankreichs zu sichern. Frankreich sei in seinem Rechte, das beweisen die Friedensverhandlungen, als die Frage der Besetzung des linken Rheinufers auf­geworfen wurde. Als Ersatz für die unbe­grenzte Besetzung des linken Rheinufers haben dis Vereinigten Staaten und Großbritannien einen Garantiepakt angeboten. Lloyd George habe ausdrücklich erklärt:Im Falle eines An-

griffes sind wir bereit, Frankreich sofort einen unbegrenzten Beistand zu leisten." M Foch hat wiederholt diese französische vertreten im Rat der Vier. Der Minist

Marschall

ie These

sterpräsi- dent verliest die Protokolle über diese Sitzung und erinnert daran, daß der Entwurf eines Abkommens bestehe, nachdem eine Verletzung des Friedensvertrages durch Deutschland als ein Akt der Feindseligkeit betrachtet werde, und daß die Bereinigten Staaten sich mit Groß­britannien verpflichtet hätten, Frankreich zu Hilfe zu eilen. Das war die Grundlage eines

Garantiepaktes, den ich versucht habe, in Can­nes wieder aufleben zu lassen.

widerfahren lassen, die sich bemühten, daß bei Vertrag von Versailles ausgeführt werde.

Herriot fährt fort, über den Stand bei deutschen Entwaffnung zu sprechen. Er er­innert daran, daß durch die Kontrollkommis- sion 37 000 Kanonen, 87 000 Maschinenge­wehre, 4 500 000 Gewehre und 85 Millionen Patronen zerstört worden seien. Was Deutsch­land zurückbehalten habe, wisse man nicht) man könne es aber an dem ermessen, was matt entdeckt habe. An gewissen Stellen habe man mehr Reserven vorgefunden, als die Reichs­wehr an Material notwendig habe. Herriot spricht sogar von den Pferdesätteln und bedient sich auch noch der Angelegenheit der Ma­schinengewehrläufe, die bekanntlich ordnungs­gemäß von der Kontrollkommission bewilligt wurden. Die Alliierten hätten, um die Arbeits­losigkeit in Deutschland zu verhindern, die Um­stellung gewisser Arsenale in Friedensbe­triebe gestattet. Deutschland habe von diesem humanen Entgegenkommen Nutzen zu ziehen gewußt, um seine Arsenale zu behalten, ja sogar um sie zu vergrößern. Die militärischen Fabriken in Spandau und anderswo hätten Maschinen, um Waffen herzustellen, in Gang. Selbst Krupp habe sich bisher geweigert, die Maschinen zur Herstellung weittragender Ge­schütze zu zerstören. Der Artikel 169 des Ver­sailler Vertrages sei ein toter Buchstabe ge­blieben. So wird durch die Reichswehr und ihre Reserven das deutsche Heer wiederher­gestellt, das die wahre Verantwortung für den Krieg trage, der Europa in ein Blutbad umgewandelt habe. Deutschland habe entgegen den Bestimmungen des Friedensvertrages den Generalstab wiederhergestellt und unter der Leitung eines Generalissimus ein Ober­kommando und eine außerordentlich vervoll­kommnete Technik. Anläßlich der Reise des

stellungen auch ausgeführt worden. Ich will gewiß nicht den guten Willen der deutschen Re­gierung verteidigen, aber wenn man etwas er­halten will, dann muß man auch etwas be­stellen. Warum hat man nicht für 800 Millio- ten Goldmark Sacklieferungen angenommen? Man kann die Ruhrbesetzung vom Repara- äonsstandpunM und vom Sicherheitsstandpunkt aus betrachten. Was den ersteren anbetrifft, so frage ich Sie, wie man ohne Einschränkung und ohne Hintergedanken den Dawesplan hätte nnnehmen können und zu gleicher Zeit die Ruhrbesetzung fortführen? Der Abg. Poncet erklärt, beides sei möglich gewesen, ich aber sage nein! Man habe wählen müssen zwischen dem einen und dem anderen. Das franz. Parlament ist es gewesen, das gewählt hat. Als ich nach London gegangen bin, war der Dawesplan an­genommen. Meine Regierung hat eine schwere Erbschaft angetreten und deshalb muß ein für allemal mit der Legende gebrochen werden, daß die Ruhrbesetzung außer den Reparationen auch noch die Regelung der interalliierten cchuldènirage hätte einbringen können.

Das die Frage der Sicherheit anbetrifft, so erkläre ich, daß sie nicht durch die Ruhrbesetzung gewährleistet werden kann. Die Frage der Si- herheik liegt für Frankreich auf dem linken Rheinufer, was ich heute nachmittag in meiner Rede beweisen werde.

Herriot setzt seine Rede fort, um festzustellen, wie sich Frankreich gegenüber Deutschland benommen habe.

Die deutsche Regierung habe eine Note über die knegsvergntwortlichkeit angekündigt. Frank­reich sei, wie Belgien, in der brutalsten Weise Wirrsten worden. Deshalb habe die franzö- E Regierung erklärt: Wenn diese deutsche abgeschickt werden würde, würde sie sie ^utgegennehmen. Diese Entschlossenheit es verhindert, daß diese Frage, die nur ;r von den Geschichtsforschern diskutiert eroen könne, aufgeworfen worden sei.

französische Regierung habe alsdann eine ^on Eintritt Deutschlands in den W h ^halten. Sie hat darauf geantwor-

*r Vorteile erkennen könne, wenn M Mchlond in diesen eintrete, aber unter der bn»^ung, daß Deutschland keine Vorzugsbe- tosli § fordere, sondern wie alle anderen lan°,, .behandelt werde. Er könne schon jetzt daß die französische These triumphiert Deun^'. Präsident der Kontrollkommission in bie vom Völkerbund eingesetzt dessen' ^^ ein Franzose sein, ein General, erkenn..» ^?n in Frankreich allgemeine An- von m-»?-^?ben werde. Seit der Konferenz iional/Ä ^E." den Obersten Rat für die na= ne» z:. r^erdigung damit beauftragt, die Fra-

- ' W auf die Anwendung von Sonktio-

ihm zum Löben behilflich fein könne. Die Summe, die man Frankreich während des Krie­ges vorgeschossen habe, habe es ihm gestattet, sich zu verteidigen. Aber Frankreich habe wäh­rend dieser Zeit an Substanz verloren. Es sei gar nicht zweifelhaft, daß Frankreichs Alliierte geneigt seien, ihm zu helfen und es Haffe, da es immer loyal bleiben werde, daß man auch da­mit fortfahren werde. Vor allem aber rechne man mit der Solidarität seiner Alliierten.

Ministerpräsident Herriot schneidet sodann

die Frage der Anerkennung der Sowjet­regierung

an und erinnert im allgemeinen an die vorbe­reitenden Arbeiten, die die unter dem Vorsitze des Senators de Monzie stehende Kommission geleistet hat. Selbst ein Vertreter der Inhaber

der russischen Anleihen habe die Wiederauf­nahme der Beziehungen zu Rußland gebilligt. Es sei unmöglich, es noch länger außerhalb der europäischen Gemeinschaft zu lassen. Herriot fährt dann fort, er könne nicht zulasfen, daß der Zarismus allein füi sich fei, die vier M

r die Summen verantwort-

, . . illionen Franzosen hergege­

ben hätten, und die den respektablen Betrag von 30 Milliarden Goldfranken ausmachten. Es sei auch nicht richtig, zu behaupten, daß alle diese Schulden für den Zarismus koirtrahiert worden feien. Milliarden seien für Eisenbahnen, Industrien, Banken usw. hergegeben worden. Man könne also nicht behaupten, daß das russische Heer und die russische Verwaltung alles geschluckt hätten. Uebrigens

wenn das russische Heer nicht zu Beginn des Krieges in Ostpreußen eingefallen wäre, wäre vielleicht Paris erobert worden.

Wenn er die Beziehungen mit dem russischen Volke wieder habe aufnehmen wollen, so sei es, weil dieses große Volk der Verbündete Frank­reichs gewesen sei. Seine Absicht sei es, gut­gläubige Lösungen zu finden. Er werde sich nicht täuschen lassen und er werde vor allen Dingen keine bolschewistische Propaganda unter russischer Kontrolle dulden.

Herriot bespricht dann

die Frage der Räumung der Kölner Zone und fordert dafür die volle Aufmerksamkeit des Hauses. Er sagt, die Politik der französischen Regierung versucht, das Einverständnis mit seinen Alliierten zu erzielen. Niemals sind die Beziehungen zwischen Frankreich und England besser und herzlicher gewesen, als jetzt. Es kön­nen Diskussionen erfolgen, aber es kann nie­mals ein wirkliches Mißverständnis entstehen. Niemals habe man auf beiden Seiten besser be­griffen, daß die Entente zwischen Frankreich mb. Großbritannien für den Frieden unerläß­lich sei, den man erstrebe,

fv fährt Herriot fort, ist von Frankreich nur unter der Bedingung angenommen worden, daß England und die Vereinigten Staaten durch ihre Versprechungen im Falle eines An­griffes einzugreifen, das ersetzen würde, was an der Sicherheit Frankreichs fehle. Ich, so fährt Herriot fort, der ich die Unterschrift Frankreichs respektiere, ich, der kritisiert wurde, als ich auch in der Ruhrfrage die Unterschrift Frankreichs respektierte, ich habe das Recht, un­seren Alliierten zu sagen, wenn ich die letzte Schanze (Retranchement) der Sicherheit ver­teidige: Erinnert euch an die tragischen Um­stände, denen wir uns gegenüber sahen, als tbir die Kriegsregelung vornahmen, erinnert euch daran, daß der Dolch ein Zentimeter an eurem Herzen vorbeiging. Versuchen wir den Dolch von uns fern zu halten. Frankreich muß immer loyal bleiben, fährt der Ministerpräsi­dent fort. Wenn mein Land bedroht ist, habe ich das Recht, der ich alle Kritik erduldet habe, mich an die Alliierten zu wenden, damit die Verträge loyal ausgeführt werden. Ich habe das Recht, ihnen zu sagen, lest die Texte nach und, über­legt, ob euer Wort nicht auch engagiert wurde. Deutschland habe die Bedingungen des Frie­densvertrages, besonders hinsichtlich der Ab­rüstung nicht erfüllt.

Herriot versucht die Stipulierungen des Ver­trages von Versailles und setzt ihnen die an­geblichen deutschen Maßnahmen gegenüber. Er spricht von der Jnstruierung junger Rekruten und von der Ausbildung von Reservisten. Ein deutsches demokratisches Blatt habe erklärt, daß die Studenten militärisch ausgebildet würden. Die Ausgaben hierfür seien als Ausgaben für Fourage verbucht worden. Die Studenten feien entlassen worden, als die Kontrollkommission angelangt sei. Andere ähnliche Tatsachen seien festgestellt worden. Habe doch ein deutscher Mi­nister in einer Rede erklärt, er bedaure an den Veranstaltungen der militärischen Organisa­tionen nicht teilnehmen zu können.

Eine der ersten Fragen sei

die Frage dec deutschen Polizei.

Was habe Deutschland seit Juni 1920 ge­tan? Es habe keine der Verpflichtungen hin­sichtlich der Polizei erfüllt. Die alte Polizei be­stehe weiter und man habe die Schupo gegrün­det, die eine Reichspolizei sei. An die Stelle der alten Polizei sei eine Polizei militärischen Charakters getreten. Durch eine Malice be­schäftige man noch etwa 30 000 Mann in den Büros der Polizei, die zu den 150 000 Mann hinzugerechnet werden müßten. Herriot fährt fort, um zu einer Herabsetzung der Besetzung zu kommen, müsse Deutschland zuerst entmilitari­sieren.

Er wolle denen in Deutschland Gerechtigkeit

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Luftschiffhallen nicht zerstören. Es gebe in Deutschland Geister, die alles auf den Krieg einstellten. Unsere Bauern und unsere Sol- daten werden beleidigt. Er könne, wenn er wolle, Artikel und Reden verlesen, nicht nur von protestantischen Pastoren und General­stäblern. Während man zwischen Franzosen und Deutschen nur von geschäftlicher und in­dustrieller Annäherung sprechen sollte, ant­wortete man Frankreich mit haßerfüllten Worten. Das sage ich, so fuhr Herriot fort, un seren Alliierten, das sage ich unseren Freunden, das sage ich der englischen Demokratie, das sage ich Italien, jawohl Italien, denn die öster­reichischen Sozialisten haben uns verraten, daß die Deutschen ihr Land annektieren wollen, da­mit es sich in acht nehme, und damit nicht in Bayern auf Filzpankinen diejenigen Heran­schleichen, die für das große Blutbad mit ver­antwortlich sind. Ich sage unseren englischen Freunden, die nach Freiheit dürsten, vielleicht habt ihr Unrecht getan, die Rückkehr des deut­schen Kronprinzen so leicht zu nehmen. Ich sage ausdrücklich, um vorsichtig zu sein, vielleicht Aber ich sage ferner, vielleicht habt ihr auch Mn. recht getan, daß ihr die Kriegsschuldigen von Reichsgericht in Leipzig habt aburfeilen lassen

Herriot spricht auch vom Exkaiser. Es sei unmoralisch, zu denken. daß er, der den Krieg entfesselt und ihn genährt habe. und der di« Ursache dafür sei, daß so viele brave Männer heute unter dem Rasen lägen, daß er ein be­schauliches und komfortables Leben führen könne. Wenn man die Kleinen opfere, und sich nicht wage, die Großen zu bestrafen, beun­ruhigten sich die Völker und die Moralität würde dadurch unmöglich gemacht. Deshalb müsse er den Freunden Frankreichs Zurufen: «Rehmt Euch in Acht!"

Herriot lagt zum Schluffe: Ich habe gesprochen mit einer tiefen inlteren Ueberzeugung, aber offne Leidenschaft und ebne Haß. Frankreich hat keinen Haß. Frankreich bewabrt inmitten aller Gekahr und M kritischsten Augenblick feine Kaltblütigkeit und feine traditionelle Liebe zur Gerechtigkeit. Ich babe den Versuch gemacht, der Kammer die Politik meiner Re­gierung zu erläutern. Sie ist darauf gerichtet, dem Wiederaufbau Europas zu dienen.

Nack dem Bericht der Havalagentur haben samt, liche Mitglieder der Kammer mit Ausnahme der Kommunisten stärksten Beifall geklatscht.

(Fortsetzung der Debatte morgen.«

Die Kirchenwahle».

Stach dm jetzt vorliegenden Schlutzineldungen Lâek das Ergebnis der Kirchenwahlci: wurden in 48 Groß. Berliner Kacbengemeinden, in denen ein Wohlkamps stattgefnnden bot, 1637 Positive, 723 Liberale, 149 Angehörige der Gruppe der Mitte und 27 religiöse Loziabst-n gewählt. 15 bis 20 Prozent der neuae« wählten kirchlichen EeveiatzedMetrr ftO&ütf&/