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rmlrwsq wn 14. Januar

Nr. 11

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Besinnung kam, war die Tür offen. Ich befreite mich von den Trümmern und stellte beim Schein eines Streichholzes nur fest, wie noch einige Gestalten in dem Wagen herumtaumel­ten. Einem Mann, der mir gegenüberfaß, lief das Auge aus. Ich kam dann ins Freie und wurde weggeschafft."

Ein anderer Verletzter, der nur Hautabschür­fungen davontrug erzählte uns, daß er, am offenen Fenster stehend, das Geräusch eines herannahcndcn D-Zuges hörte. Er sprach da­rüber noch zu feinen Mitreisenden, als auf einmal mit einem furchtbaren Krach der Zu­sammenstoß erfolgte. Er wurde an die gegen­überliegende Seite des Wagens geschleudert und kam dann in die Nähe der Ausgangstür. Er konnte sich unter den Trümmern heraus­arbeiten und blieb zwischen den Gleisen liegen, bis er von der Feuerwehr abgeholt 'wurde. Sämtliche Verwundete stehen noch unter dem Eindruck dieser entsetzlichen Katastrophe, die bei fast allen zu einem Nervenschock geführt hat.

Die Tokeu.

Berlin, 13. Jan. Die Reichsbahngesellschaft teilt mit: Die Zahl der bei dem Eisenbahn­unglück in Herne Getöteten Hot sich auf 22. erhöht. Der Name des 22. Toten konnte noch nicht festgeftellt werden. Die Zahl der Verletz­ten beläuft sich auf 50 bis 60, darunter 21 Schwerverletzte. Da die Verletzten sich auf die verschiedensten Krankerchäuser verteilen, ver-

zögert sich die Feststellung der Namen. Alle Toten und die Mehrzahl der Verletzten gehören zu den Reisenden des Perfonenzu'ges, auf den der D-Zug aufgefahren ist. In dem D-Zug wurden nur wenige Personen leicht verletzt.

Die Namen der Getöteten sind: 1. (A>e- frau S 0 ltyfiak aus Ickern (Westfalen), 2. Hans V e st r i n g aus Henrichenburg (West­falen), 3. Johanna Korn aus Dortmund, 4. Johann Holtfilker aus Dortmund, 5.

. - ------------- -, für die Deutschen rechts und links des Rheins

Kaufmann Hoff aus Dortmund, 6. Georg ! darftelle. Die Rede wurde mit lebhaftem Bei- D a n j e l e r aus Herne, 7. Michael Witziak " aus Salzberg in Bayern, 8. Johanna Voll-

Mer aus Herne, 9. Gustav Hippenstiel aus Riemke in Westfalen, 10. Franz Grosch aus Dortmund, 11. Elisabeth Trente aus

Osterfeld (Westfalen), 12. K 0 rwitfch (Woh­nung unbekannt), 13. Richard Boß aus Dort- nnlnd, 14. Otto Horstmann aus Dortmund, 15. Karoline Jungs aus Castrop, 16. Lehre­rin Gertrud Tulhage aus Dortmund, 17. Wilhelm Br 0 ß aus Braunschweig, 18. Frl. Hildegard Dürbusch aus Dortmund, 19. die zehnjährige Frieda Grünenberg aus Herne,, 20. Frau Weiler aus Hamborn, de­ren beide Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren leben, 21. Stefan St 0 ltyfiak aus Ickern.

Als vermißt angemeldet wurden bei der Polizei zwei Personen. Die genaue Zahl der Toten beträgt somit 22, von' denen 12 im Katholischen Krankenhaus, 4 im Evange-

und 6 in der Tvtenhalle

Atzten be­trägt im ganzen 61, von denen aber zahlreiche stch in ihre Heimat zurückbegeben konnten.

Die Schwerverletzten.

Berlin, 13. Januar. Bisher tourten als schwer­verletzt feftgefteHi : Gustav Bodenstein-Wanne, Gustav B 0 d e u - RatSield, M ö n n i k e S ° Heine, August E ch2fer,Gelsenkirchen, Wiih. Woßkamp- Bretten klebciisaefährlich-, Walter Weller-Hamboru, Albert Well er-Hamborn (5 Jahre alt), Franz WiggerS-Köln, Karl Zomdeck-Dortmund, Hell­muth Treu de-Osterfeld, Heinrich Schulz, Hort- vann-Rauxel.

Der bayerische WinifterprSsident gegen öen Vertragsbruch.

Müacheu, 13. Han. In der heutigen ersten Wienerstgung des Landtages im neuen Jahre gaben vor dem Eintritt in die Tagesordnung Präsident Königsbauer und Ministerpräsident Held feierliche Erklärungen ab, in denen nach­drücklich Protest gegen oie Nichlräumung der Kölner Zone erhoben wurde. Das Haus hörte diese Ausführungen stehend an und nahm die Erklärungen des Ministerpräsidemen mit Bra­vorufen, auf. Als Held feine Rede beendet hatte, teilt der Präsident dem Hause mit, daß der kommunistische Abgeordnete Schlaffer be- obsichtige, eine Erklärung abzugeben. Sofort erhob sich der Deutschnatiouale Hilpert und be­antragte, dem Kommunisten das Wort zu einer solchen Erklärung nicht zu erteilen. Die Rechte naym Liefen iunnaq . ir Bravorufen auf, wäh­rend die kommunistischen Wgeordneten sich erhoben und in wilden Rufen dies als eine unerhörte Vergewaltigung bezeichneten. Die Situation wurde zeitweilig so kritisch, daß der Präsident, der sich kein Gehör mehr verschaffen konnte, mit Aufhebung der Sitzung drohte. Die Kommunisten erklärten in Zwischenrufen, daß sie nur gegen das Dawesgutachten protestieren

wollten. Unter fortgesetzter Unruhe im Hause! kam schließlich der Antrag Hilperts gegen die

Stimmen Oer Linken zur Annahme, soöaß die Kommunisten chre Erklärung nicht abgeben konnten. Auch nach der Abstimmung erfolgten «och scharfe Protestrufe von den kommunisti- schen Bänken, sodaß der Präsident wiederholt Ordnungsrufe erteilen mußte. Erft allmählich trat Beruhigung ein.

Dn seiner Erklärung über die Nichträumung der Kölner Zone führte der bayrische Minister­präsident H e l d u. a aus:

Die Erfüllung der durch Artikel 429 des Versailler Vertrages bestimmten Räumungs- psticht sei eine selbstverständliche Voraussetzung für die von Deulschionh im Londoner Abkam- me« übernommenen Verpflichtungen gewesen. Wie bei der Ruhrbeietzur.q so wußte auch Diesmal wieder zur Begründung des Verhal- Ttont^w ^H^rten die Behauptung herhalten. Deutschland habe die Bedmgungen des Frie- Kensvertrages nicht erfüllt. Nur sei diesmal

die Nichterfüllung auf dem Gebiete der militä­rischen Entwaffnung gesucht worden. Dabei seien die betreffenden Punkte der deutschen Regierung noch gar nicht zur Kenntnis ge­bracht worden: «och chatte man eine deutsche Gegenäußerung für notwendig erachtet. Auf derartige Behauptungen wage man solche Maß­nahmen zu gründen und zwar angesichts der Tatsache, daß Deutschland entwaffnet und seine militärische Ohnmacht absolut sei. Es handele sich eben hier um fadenscheinige Vorwände, während die wahren Gründe ganz anderer Art seien. Die Unterlassung der Ruhrräumung und die Aufrechterhaltung der Befetzung der Kölner Zone seien ein fortgesetzter Vertrags­bruch, den die Alliierten unter Frankreichs Fichrung gegen Deutschland begingen. Der Mi- nister fuhr fort: Es fehlen mir die Worte, um der Erbiterung Ausdruck zu geben, die das ganze deutsche Volk über diesen französischen Faustschlag empfindet. Was helfen all die schönen Worte über Befriedung und Wieder­aufbau, was alle Londoner Wmachungen, wenn die Toten auf der Gegenseite mit ihnen so sehr in Widerspruch stehen? Wo sollen die Lei- fhingen Herkommen, die von uns verlangt und erwartet werden, wenn man durch derartige Keulenschläge den deutschen Arm lähmt und die Seele immer wieder vergiftet, die den zur Vollendung des Werkes notwendigen Willen­impuls aufbringen sollen? Wie will man es rechtfertigen, daß Deutschland dem Völker­bund beitritt, wenn man immer wieder er­leben muh, daß Recht und Vertrag von seinen Gründern und Hauptpartnern vergewaltigt werden? Der Minister schloß, indem er seinen Brüdern am Rhein und besonders seinen Pfälzer Landsleuten seine Anteilnahme aus­sprach und ner^erte, daß das Ziel der Gegner nicht erreicht werden würde, sondern daß jede neue Unbill nur ein weiteres stärkeres Band

fall ausgenommen.

Amerika und Rutzsand.

Washington, 13. Jan. Wie verlautet, wird die Tohtit der Nichtoneikennung Rußlands, wie sie von Hugbes stets aufs ©innerste vertreten wurde, auch in ^ufun t uliveräudert bleiben, solange die augenblick­lichen Berdältniffe in R -'-land andauern.

Painlevè Kammerpräsident

Paris, 13. Jan. Das Eraebni? her heute nach­mittag in öffentlicher Slbfhmmung vorgenoaimerim Wahl des Präsisentcn der Kammer hat die Wreder- ivadl des bisherigen Präsidenten Pamleo» m t 313 gegen 24 kemwumstilche Stimmen, die der Abg. Kgditn auf sich v.-re mgte, ergeben. Die Oppo'ttion habe sich der Stimmabgabe enthalten. Der Senat bat be- ichloffen, sein Büro am kommutdcn Donnerstag zu len.

Äoughlon Botschasier in London.

-^lMM^t^Ä«. Hnvas m imt aaèWa Mngron

ameriraaischer Bolichafter w Loaeon ernannt. '

Das Mr stammen über

Sie omerrkamschsn Kiegsansprüche.

Washington, 13. Jan. Im Weißen Hause wurde erklärt, Präsident C»oüdqc betrachte das genfer Abkommen über die ameiikaniichen Kriegsaniprüche als eine faue Regciunq. Er gebe zu, bog es mach alles enthalte, was tue Verein,greii Staaten zu erreichen sachten, ober er fnue sich, daß eS Amerika nicht in we Lage des habgierigen Gläubigers versetzt. Diese R.gelung bi darf nach der Ansicht Loolidzes nicht der Genehmigung deS Äongrefle».

Die Umstellung SerFrisSr.KruspA.G.

Essen, 13. Jan. Der soeben veröffentlichte Geschäftsbericht der Friedr. Krupp A.-G. weist die Bilanzen nebst Gewinn- und Verlust-Rech­nungen für das mit dem 30. Juni 1923 abge- taufene Geschäftsjahr und das mit dem 30. September 1924 abgelaufene 21. Geschäftsjahr (15. Monate) sowie die Reichsmark-Eröff­nungsbilanz zürn 1. Oktober 1924 aus. Die Pa- piermark-Bilaitzen vermögen naturgemäß von dem Stand des Unternehmens kein zutreffendes Bild zu geben. Die Papiermarküberschütze der beiden letzten Geschäftsjahre, für die keine Divi­dende vertestt wird, sind nur scheinbar, die Kruppschen Werke haben vielmehr, wie der Ge­schäftsbericht sagt, infolge der unheilvollen Auswirkungen der politischen Ereignisse schwer Verluste unü Erschütterungen erlitten. Diesen Verlusten hat die Firma bei ihrer Umstellung auf Reichsmark durchaus Rechnung getragen.

Die Reichsmark-Eröffnungs-Bilanz zum 1. Oktober 1924 weist eine Bilanzsumme von 382 ML auf gegenüber 610 Mill, der Bilanz voni 30. Juni 1914. Auf der Aktivseite stehen Grundeigentum, Werksa,ltagen, Werksgeräte und Beförderungsmittel mit 188 Mill, zu Buch gegen 245 Mill, am 30. Juni 1914. Dabei ist ZU berücksichtigen, daß nunmehr Grundeigen­tum und Werksanlagen der Tochtergesellschaf­ten Germaniawerft (12,3 Mill.), Grusonwerk (6,3) sowie der Sieg-Lahn Bergbau G. m. b. H. (8,2) ausgeschieden sind. Vorräte, halb und ganz fertige Waren werden mit 68,37 Mill, ausgewiesen gegen 157,8 Mill, in 1914, Kassen- bestand, Reichsbank- und Postscheck-Guthaben mti 0,56 Mill. (1,1 Mill. 1914), Wechsel und Schecks mit 2,5 Mill. (4,1 in 1914) u. Bankgut­haben mit 7,7 Mill, gegen 44,4 Mill, in 1914, Wertpapiere und Beteiligungen stehen mit 57,5 Mill, zu Buch gegen 88 Mill, am 30. Juni 1914. Der große Bestand

1914. Der große Bestand an festverzinslichen Wertpapieren, den die Firma seit langen Jah- ren gehalten hatte, ist der Geldentwertung zuin Opfer gefallen, dieser Posten wird mit nur

0494 Mill. ausgewiesen gegen 66,3 Mill. in 1914. Andere Wertpapiere und Beteiligungen bei Fremden stehen mit 26,5 Mill, zu Buch ge­gen 21,9 Mill, in 1914 und Beteiligungen bei

ausgewiefen werden, mit 30,8 Mill. Waren- unb sonstige Schuldner stehen zu Buch mit rd. 35 Mill, gegen rd. 54 Mill, in 1914 und der zum erstenmale erscheinende Posten Schuldner aus Konzernverrechnung mit 8,8 Mill. Die Guthaben bei öffentlichen Sparkassen sind ganz zusammengeschrumpft und stellten sich am 1. Oktober 1924 auf rd. 0,039 Mill, gegen 9,8 Mill, in 1914.

Auf der Passivseite ist das Grundkapital, das zuletzt nom. 500 Mill. betrug, auf 160 Mill, zusammengelegt, auf gleiche Höhe wie bei der Gründung der Aktiengesellschaft 1903 (1914: 180 Mill.). Die Rücklagen betragen 40 Mill., davon 16 Mill, gesetzliche Rücklage und 24 Mill. Sonderrücklage (1914 zusammen 29,19 Mill.). Für Vorräte ist ein Berichtigungs­konto von 5,8 Mill, eingesetzt, als Deckung für Schäden und Verpflichtungen ein Betrag von 52,8 Millionen, davon für Schäden und Verpflichtungen allgemeiner Art und aus laufenden Verträgen 28,97 Mill, und

Wertung vorgesehen für das Vermögen der Pensionskasien und Stiftungen, das infolge der Geldentwertung so gut wie ganz verschwunden ist sowie für die Guchaben der Werksangehöri­gen bei der Firma und bei der Svareinrich- tung. Neueinzahlungen für Pensionskaffen und Stiftungen stehen mit 0,152 Mill, zu Buch und Guthaben der Werksangehörigen mit 0,488 Mill. (rd. 46 Mill, in 1914). Anleihen werden

Guthaben der Werksangehörigi Mill. (rd. 46 Mill, in 1914). Ar , mit 12,5 Mill, ausgewiesen gegen 51 Mill, in 1914, Hypotheken und Restkaufdelder mit 0,192 > auf nur SL

4 und

1914, Hypotheken und Restkaufg« Mill. Anzahlungen stellen sich

Mill, gegen 110,9 Mill, in 19L Kreditoren auf 87,6 Mill, gegen 105,6 Mill., davon Waren- und sonstige Gläubiger 27,1 Mill., Bank- und Akzeptschulden 27.6 Mill.,

Gläubiger aus Konzernverrechnung 25,9 Mill., rückständige Löhne, Gehälter, Steuern und so­ziale Beiträge 7 Mill. Die auf die Fried. Krupp Aktiengesellschaft entfallenden Obliga­tionen aus dem Jnduftriebslastungsgefetz in Höhe von 29 Mill, werden vor der Geldspalte ausgewiesen, sind also in die Bilanzsumme nicht eingerechnet.

Der Geschäftsbericht betont, daß auch im letzten Geschäftsjahr Kriegsmaterial in Esten nicht hergestellt wurde. Das Stahlwerk Annen, das seit langen Jahren Laufstabe für Gewehre walzt und jetzt als einziger Unterlieferant von rohgewalzten ungebohrten Gewehrlauf­stäben zugelasten ist, hat von der durch die in­teralliierte Kontrollkommission anerkannten Gewehrfabrik Simson in Suhl im Jahre 1924 einen Auftrag für etwa 25 000 Rohlinge er­halten. Der interalliierte ii-berwachungsaus-

schuß ist immer noch bei der Firma Krupp tätig Nachdem fest November 1918 9173 Arbeits- maschinen (44 Proz. des Gesamtbestandes) zer­streut oder zerstört und an Lehren und Vvrrrchttmgen ninb 9000 Tonnen vWmWf worden sind, steht eine Entscheidung ledig­lich noch aus über die Erhaltung einiger geringfügiger Anlagen auf dem Ver­suchsplatz Meppen sowie einer Anzahl von Werkzeugina schinèn. die für die Herstellung von Friedensmaterial notwendig sind. Die Durch­führung der Dawes-Gesetze bedeutet für das Kruppsche Gesamt-Unternehmen eine Belastung mit rund 34 Millionen Goldmark, wovon die Friedrich Krupp Aktiengesellschaft rund 14,5 Millionen veräußerlicher Emzelobligationen zu tragen haben wird. Die Zahl der Werksange­hörigen, einschließlich derjenigen der Tochter- unternehmungen, betrug am 30. Jnnj 1923 insgesamt 97 303, am 30. September 1924 ins­gesamt 71320.

Aus aller Welt.

Der BcrlUicr ^raueumörber geständig.

Der Gbauffenr Otto Witte wurde am Dienstag nd) zweimal vervört. Nachmittags gestand er 'chfießlich, daß er die tödlichen Schläge geführt bat. Nach seiner jetzigen Darstellung ist ein nnbelannfer innrer Mann hie Veranlassung zu dein Streit der Ermordeten gewesen, der an» bei der Bluttat zugegen war. Wabrsckernlicher ist aber, daß Wilke mit dem Mädchen allein gewsien ist. Keine Angaben werden weiter naâaeprüst.

Bekanntlich hatte Wilke angegeben, in der Rach' vom Sonntag jum Monlag bei s inen Eltern in yiaWorf 6ti*la en zu bah n. Beamte der Mord- ommishon die nach Mablsdorf gesandt wurden, stellten bei den Eltern fest, daß ihr Sohn in 'er glichen Nackt nicht doit genädstigt hatte. Tiob je er Aus'agen der Eltern blieb Wille bei feine. B-hauptung. Es ist weiter festgestellt, daß er Monta- Trub nm 6 /? Uhr in sehr aiugrregtem Zustande bn einer bekannten Familie et-chien und sich dort Sai olen, wollte. Er erzählte, daß er in b r Nacht ein Ma cken in die Garage genommen hatte und d«rt wegen Geidd ff renzen in Streit gelten war i-aS .U.ahd-en drohte, die Scherben des Auioè zu zertrümmern in ferner Wut habe er mm den Sammer gepackt und sie totgesii-lagen. Um 7Ubr er er bei einer anderen bekannten Familie, ebcii- >alls fe-ir aurgnegt ynb erzählte denieibcn Vorgang und bat wieder um Rat. Als die Familie ihm sagte, & ^n'u es n-cht glauben, nh er ferne Jacke sind Wme auf, zog das blutbefleckte H-mv hervor und lagst:J-a jebt ihr ja noch das Blut von dcm Ma-,chM I trotzdem biete beiden untereinander uw t ve,anntcn Familien unabhäiizrg voneinander hielt ^atfodie bekundeten, stritt Wille auch dreies bei einer ^cM-übrrneUung ab. Tas alles nützte ihm nichts ichlltßirch legte er doch ein Gestandu-s ab. '

«in ver-rrchsrisches Gewerbe.

Im Sâdo.wn Btilivk wurde eine 22 iäbrioe "bcuenu Behaftet, weil sie Sckutmädckeii iw Alt, upu b e 14 Jahren 1» ihre Wo nunn iv.tre uub tte ho t Wamteru zii-ührtc. Die poitgeilteilen Gr tiiiHelungen ergaben, bau die 53et haltete bereits seit einem Jahre ihr Verbrecher-sches viewerbe betr eb M bie ^oleei m ihre Wohvung emdiauo, sonn 4k

Sret Arbeiter in einem Oeltank erüjzF

Saarbrücken, 14 Jan. Bei Vornahau v NeiniguugSarbeiten eines im Saarbriickner Gz^ bahnhofeS stehenden OeltankS gerieten zwsi ^ Dudzweiler stammende Arbeiter, der 41 Jah^ Reinhardt SÄweigler und der 19 Jahre alte A^ irtfenfee, in das Bereich giftiger Gase Aas Hilferufe stieg der 18 jährige Sohn des Schwei^x^ den Tank. Allen drei Arbeitern ist er nickt gela^ zurückzukomnien. Sie erstickten daher an den in ^ Tank vorhandenen giftigen Gasen. Tie Verunglâ^ ivurden erst am anderen Tage entdeckt.

Die billige Kleischquelle »ei dem Mit» crberger Massenmörder.

Kreslau, 13. Jan. Wie dieAre lau-r Neuch Nachrichten" melden, haben Mitglieder der stlesi^ Innung einwandfrei festaestellt. daß der ®ünftet6et»g 'chaffenwörder Denke aNwö chentlich auf dem Sit^ Markt erschien und Fleisch feilbot. Ferner ist wiesen, daß bei verschiedenen Breslauer Eintvohn», die billige Münsterberaer Jleisckguelle bekannt und non ihnen auch Häusia in Anivruch genomet wurde. Mehrere Familienväter fuhren regelns nach Münsterb rg.

Ei» schweres NnplâS auf einer RevissonSfahrt.

DerSoff. Ztg." aus P ag zufolge, geriet 5 der Nabe der Stadt eine Draisine vor einen Gütnzij Das Fahrzeug wurde vom June erfaßt und ^ trümmert- Von den drei Insassen wurde ein Cb® rentbent der Staats bahn »nd en Ingenieur j«> getötet, während ein mitfahrender Eisenbahner k lenseren Verwundungen davonkam.

Mordanschlag von Bolk-fchulkindrrn auf ihren Lehrer.

Bad Sulza, 13. Jan. Zn der Schule zu 8»? snlza beschloß eine Anzahl Sckâler, die der Sein wegen schlechter Schularbeiten bestraft hatte, sich rächen. Sie virickafften sich einen Dolch und Schly ringe, um den Lehrer zu überfallen, kamen aber bum auf den Einfall, daß sie noch eines Revolver- bedürf« und schrieben, da sie in ihrem Ort keinen laufe sonnten, nach Einbeck. Der Waffcnhäridür mch zurück und nunmehr kam der von den Jungen drG aus .ernstgemeinte Mordanschlag auf den &6-1 heraus. Schulbehörde und Polizei beschäftigen st lel haft mit dem Falle. Dieser Vorfall ist auch 6 Zeichen der Zeit!

Ei« General-irettor unter Wucherverdacht verhaftet.

Wien, 12. Jan. Der Gcneralsire'tor der W? brotfabrik A.-G., der größten Brotfabrik Oest-rrechl Fried, wurde unter dem Verbackte der PreiStreib«! und des BrotwuckerS in Haft genommen. Ja bt Äerüaftim i w rd weiter gemeldet: Der V-rwaltund -at der Fabrik hat sich unter dem Eindruck der S« Haltung des Generaldirektor« zu emer Ermäßigu«, 'eS Broipreiies Ben 1200 Kronen für ein Brot fa nlußt gesehen, erklärte a-er, daß er sich in eint Zwangslage befinde und nur unter oem Druck in 'Behörden bandele- D-e Herabsetzung des Broivrrisi in einer Zeit, wo Getreide und Mebs im Prü ' eigen, sei sachlich unbegründet. In SSt-«,, tut®

Vereine» Vsr amMlttnqsn.

* Grfangverei«Germania" Heute ettai vunkt 8 Ubr Singstunde. Nack der ©ingßnibe fin-ü unsere dsisjâbrige Hauvtversauimlung statt. Alle Äil glieber sind hierzu eingcladen. 81

* Marine- und Kolonialtrupve» Derei« für Sana« und Umgebung. Zu dem M Tomrerstag ten 15. Januar, 8 Ubr abendS ii Hotel Siim Ries-u" fiattfinbensen Vortrag des Hm> Oberleutnant zur See RnfuhS in der Molch Ecsellschalt:Unsere R« ichsmar i n e", mitLiÄ hildern, sind die Kameraden freundlichst ringeln*« Zablre'ckes Grf et einen erwünscht. 1®

* Sllld. Bbd. Sana«. Mouat^verlammlung ais Donueistaa den 15. 1., abends 8 MirSte-WW* Mobr". Vortrag deS Herrn Studiemat 311« Eberhard Kön g". 1®

* Axaucngruvve der Deutschnationalk« Volkspartei. Die für Tonnersiaa den 8. > angesitz e Zujammeukm- t intBüroeivereiii" ist 0» Donnerstag, den 15. Januar, nachm. 4 Uhr seriell worden. Herr Jacklowsky aus Frankfurt wird ft>re4s über:Die deutschen Märchen lind ihr Geheimnis Die VolkeSstiinme, aus der Gott sstiwms fbnA Wir laben hierzu alle Frauen, auch die Lindfrauk«, herzlichst ein.

* CvangelisÄ-s Kasino. Mittwoch, den U Jänuar, abeudS^S Ubr JahreSversammlulla t« GasthausZum Elefanten", wozu alle Milgu d" eingelabeu sins.

* 1. Kananer FuMall Club 1R93 r. » Heute abend U-d Ubr findet eine anßerorhentlrch« öieneralperfammlimg im kleinen Saale derCentc»' balle" statt Da eine wichtige Tagesordnung W liegt, werden die Mitglieorr gebeten, recht zadlreÄ zu erscheinen.

* DDB. Donnerstag 8 Ubr abends im zum Sieten" Lichtbilder - Vortrag überSie benti® Rcichsmarine".

* Ruloff. Donnerstag 8 Ubr abends im zum Riesen" Lichtbiloer - Vortrag überD>e btiUI® ^eicbëmarnie*. , '

* BorstandSsttznns des Ttceschuhverei^ Heute, Luitwoch, ab nör 8 Ubr im Veie,nëz>mili« VorstandSsitzuug. Um püiiklliches Ericheineu E Vorstani Simtg ieder w rd hnngeuo gebeten. °

* Schütze»Verein <Junvschsitzen-SU>teilttnSts Am F e.tag, den 16. Januar 192j, ;/«9 Uhr W mntmliaig tutRestaurant Modi". HaupMmt o- Sejpreanntg'U: Masleuball am 31. Januar

Gezchaftlichss.

Musikakademie Hanart. Laut Inserat in heutigen Ausgabe mi'eres Bluttes, wur e >» Letnplon der Wlusikakaoemie b.r Unteiridit im Krumen Laute» uub Gitane'piel neu aufg nommw- Die Leitung die« neuen Unlerrichtsllasse ist "k * annt. n Lu ui spielet inrau Pauli Haarcr ^erifendaa» übertragen worden. ^.

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