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Frellaq ben 9. Januar

Nr. 7

Mann mit der Puppe erschrickt, sieht sich um imd bindet furchtsam seinen Schubriemen schnell fertig. Aufs neue ertönt das Wimmern. Nun gibt es kein Halten mehr. In tollen Sprüngen eilt er den Berg hinauf. Schwsißgcbadet und außer Atem kommt er zu Hause an, sinkt in die Arme seiner Gattin und weiß kein Wort her­varzubringen. Schleunigst wird die Schwester geholt, und nach und nach kehrt dem Ritter ohne Furcht und Tadel die Besinnung zurück. Und nun stelltLch auch heraus, woher das Wimmern im Walde gekommen war. Die ge­kaufte Puppe war eine solche mit künstlicher Stimme, und beim Bücken zum Schuhbinden wurde sie im Rucksack gedrückt, sodaß jener Klagelaut ertönte.

Hannover. 8. Jan. Als der D-Zug 7 am Mittwoch morgen fahrplanmäßig um 4 Uhr 11 Min. von Köln auf dem Bahnhof Hannover eintraf, mußten sich die etwa 22 Personen, die in Hannover ihr Reiseziel erreicht hatten, ge» -fallen lassen, daß sie zur Bahnhofs-Polizei­wache gebracht wurden. Die übrigen Fahr- gaste durften den Zug nicht verlassen, denn alle Türen waren von den Eisenbanschaffnern veschlosien worden. Die Veranlassung zu diesen Maßnahmen war die Beraubung eines etwa 28 Jahre alten Kaufmanns, der in Esten in einem Abteil zweiter Klasse eingestiegen war und dem während der Fahrt die Brieftasche mit etwa 1500 Mark während des Schlafens ge­stohlen worden ist. Er verdächtigte zwei Män­ner, von denen er glaubte, daß sie ein Schlaf- mittel angewandt hätten, um ihn in Schlaf M versetzen. Es handelt sich mutmaßlich um Zerstäubung eines Betäubungsmittels. In Hannover wurde die Polizei herbeigeholt, die mit dem Bestohlenen die Fahrt im D-Zuge nach Berlin fortsetzte, um unterwegs nach den Tätern zu forschen. Die 22 Personen, die hier in Hannover zur Wache gebracht worden sind, wurden alsbald wieder entlassen, da keine Gründe für die Täterschaft vorhanden waren.

Aschaffenburg, 8. Jan. Das Reichspost­ministerium, Abt. München, hat. als Eröff­nungstag für die zu errichtende Kraftpostlinie Miltenbera, Laudenbach, Dielbrunn, Erbach Odenw., Michelbach Oben®, den 8. Januar fest­gesetzt.

Höpfingen, 8. Jan. Der 18jahrige Knecht des Landwirts Bundschuh in Dörnberg brachte abends beim Futterschneiden die rechte Hand in die Maschine und wurde dieselbe ihm bis zum Handgelenk total zerschnitten.

. Aus aller Well.

«euer Schneefall im Riesenpedirge

Hirschberg, 8. Jan. Wie derBote aus dem Rttsengebiree" meldet, ist am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch im Gebirge ein neuer Schnee­fall eingetreten. Auch im Tal schneite <8 am Mitt- noch vormittag. Dom Kamm werden 2030 Ztmtr. Schnee gemeldet.

Tausend Todesopfer der Malaria.

Socrabaja (Java), 8. Jan. Die Malaria- Epidemie im Soerabajaschen, Distrikt Keda- mean, erforderte tausend Todesopfer.

Havuover-Berlin in 58 Mauken. Muf der non dem Deutschen Aero-Lloyd mit der Im- perial-Airway-Limitsd gemeinsam betriebenen Strecke LondonAmsterdamHannover Berlin ist der bisherige Schnelligkeitsrekord geschlagen. Die Flugzeit betrug bei voll bela­denen Maschinen mit Passagieren und Gepäck nur 4 Stunden 20 Minuten zwischen London und Berlin. Ganz besonders groß war die Ge­schwindigkeit auf der Linie HonncvcrBerlin, die in 58 Minuten zurückgelegt werden konnte.

Für so leichtfertig hielte ich eine geborene Kronawitter nun allerdings nicht, da ich selber eine bin und weiß, wie wir uns in solchen Dingen zu führen pflegen. Das gute Blut, das in uns Kronawittern pulst, bewahrt uns nicht nur vor Torheiten, sondern gibt uns auch den sichersten Blick für das Rechte. So war es auch, als ich zu meinem Mann, Karls Bruder, Neigung faßte. Ich hätte keinem andern ge­hören können. Also sprich dich ganz offen aus. Du weißt, wen du vor dir hast. Wollen wir nicht wieder in die Laube gehen?"

Gern."

Hand in Hand schreiten die beiden Frauen Lber den Flur zur Laube am Lindenhügel.

So hör« das Wunderbare", beginnt Ur» sula ihre Erzählung.Vor längerer Zeit schon hatte ich einen seltsamen Traum. Ich sah viele Männer, darunter auch solche aus Bekannten­kreisen, in einem spaßigen Tumult, wie bei einem Dattendorser Volksfest, sich um mich be­werben. Ich saß dabei als Königin auf er« höhtem Sitz, von unabsehbaren Menschenmas­sen umgeben, die an dem Treiben der Bewer­ber das größte Vergnügen hatten. Als ich vom Lärm dieser Leute erwachte, sah ich noch, wie im letzten Traumteilchen, blitzartig das Gesicht eines hochgewachsenen schönen Jünglings, der mir zur Seite stand und ebenfalls herzhaft lachte, ohne daß er mit der Menge um mich etwas gemein gehabt hätte. Ich hatte das deut­liche Gefühl, daß er zu mir gehörte, wie er mir amh im Traum am nächsten stand. Dieses Jünglingsgesicht übte im Augenblick zwischen Träumen und Erwachen schon einen unbe- schreiblichen Zauber auf mich aus und später, wenn ich mich daran erinnerte, stellte sich im­mer das gleiche Gefühl der Wonne ein. Ich sagte mir: das ist der einzige Mensch, den du lieben kannst. Ach, wünschte ich, wenn ich doch den schönen Traumjünglina einmal in Wirk­lichkeit sehen könnte, daß ich wüßte, wie er leibt und lebt, und daß ich mir die Wege zu »hm ebnen könnte. Es war gerade zu einer

Eine Käpenickiade auf dem Lande. Vor Weihnachten erschien in Reppow, Kreis Neu. stettin, ein Mann namens Schrank, der für äußerst billiges Geld Weizenmehl zum Kaufe anbot und 40 bis 60 Mk. Anzahlung verlangte. Der gewandte Verkäufer telephonierte auch in Zsugengegenwart mit der Güterabfertigung Falkenburg. Klar und deutlich vernahmen die Anwesenden, daß das Mehlmorgen früh" ab­gefahren werden könne. Nun hagelte es förm­lich Bestellungen. Fast von Haus zu Haus ver­langten die Bewohner das billige Weizenmehl. Die langen Leiterwagen wurden am Abend noch zur Fahrt fertig gemacht, und der allge­mein beliebt gewordene Verkäufer wurde hier und dort zum Essen eingeladen. Am nächsten Morgen fuhr eine stattliche Reihe Leiterwagen zur Güterabfertigung nach Falkenburg. Schrank bat die Fuhrleute, langsam bis zum Bahnhof vorzufahren, er werde gleich Nachkommen. Diese haben aber lange Zeit vergeblich auf den Ver­käufer gewartet, und merkwürdigerweise wußte man auch auf der Dienststelle nichts von dem auszuladenden Weizenmehl. Der Herr mit der gerissenen Geschäftspraxis wurde fett diesem Tage nicht mehr gesehen; er hat einen hübschen Batzen Geld mitgenommen.

Zum 88. Geburtstag Georg Schweinfurths.

Der bedeutende Geograph und Nestor der Afrika- forjchung Georg Schweinsurch vollendet sein 88. Le­bensjahr. Er erforschte 186466 die Flora des Nilgebiets, bereiste 186871 den Sudan und ent­deckte das

----i Amergoolt der Akka. Er schrieb:Im Her. zen von Afrika,Auf unbetretenen Wegen in Aegypten" und gab mit Ratzel Cmm Pascha Reise, berichte und Briefe heraus.

Erfinder oder Schwindler? Mit der angeb« lichen Erfindung des Ingenieurs WM Unruh, der bekanntlich behauptet hat, aus der Luft Elektrizität erzeugen zu können, hat sich das Gericht noch einmal zu beschäftigen. Unruh hatte sich als Freiherr v. Unruh " ausgegeben und behauptet, daß es ihm gelungen sei, mit Hilfe eigenartiger Anlagen von Klingelbatte­rien, Elektrizität aus der Luft zu gewinnen. Es gab auch Leute, die chm zur Verwertung dieser Erfindung Kapitalien zur Verfügung stellten. Bei Probevorführungen hatte der Apparat tat« sächlich funktioniert und Licht gespendet. Als dann aber die praktische Ausführung kommen sollte, war der Apparat regeimäßig in Unord­nung. In dem damaligen Betrugsprozeß wollte der Angeklagte das Prinzip, auf dem feine Er­findung beruhe, nicht preisgeben. Der Prozeß endete mit der Verurteilung des Angeklagten zu fünf Jahren Gefängnis. Gegen dieses Urteil

Zeit, als mancherlei Bewerber sich offen und heimlich anheischig machten, mich zu gewinnen.

Fortsetzung folgt.

Ein Tayebuch,

Die blonde Karen saß vor dem Kamin und blickte sinnend in die knisternde Glut. Das ge­mütliche und elegant eingerichtete Mädchenzim­mer war in ein fahles Dämmerlicht eingehüllt. Ab und zu zuckte ein schwacher Schein über die Gestalt des jungen Mädchens, das sich in einen bequemen Klubsessel schmiegte. Auf Karens Schoß lag ein in Gobelin gebundes Buch, me­chanisch tasteten ihre Hände über die mit ihren Schriftzügen bedeckten Blätter. Es war ihr Tagebuch . . . Mit ihm hielt sie eine Spanne Zeit in Händen, sorglosester, frohester Mäd­chenzeit. Wie oft hatte sie mit glühenden Wan­gen und klopfendem Herzen über diesem Buche gesessen und alle Erlebnisse sonniger Jugend auf seinen Blättern verzeichnet. Und nun wollte sie es den gierig leckenden Flammen opfern, all ihre Erinnerungen zu einem kleinen Häuflein Asche verbrennen? Ein leises Gefühl der Wehmut beschlich Karens Herz wie in plötzlicher Trauer strich sie. über die kühlen Seiten des Buches. Während sie so saß, ver­loren sich ihre Gedanken in die Vergangenheit. Sie verlebte jene Tage noch einmal, in denen chr das Tagebuch ihr liebster Freund und ein» Wer Vertrauter war. Die Umgebung chres Mädchenzimmers verschwand vor ihrem geisti­gen Auge lächelnd schritt sie hinein in das Land süßester Jugendsoligkeiten,. .,

Vorfrühling blühte um sie. Ein feiner Hauch vom ersten Veilchen trieb in den schon lauen Lüften. Noch waren Bäume und Strau­cher schwarz und kahl, die zarten Knospen hat­ten ihre Hülle noch nicht gesprengt. Aber lich­ter Sonnenschein träufelte schon Goldstäubchen über das Land. Unter dem durchsichtig blauen Himmel wanderte sie, Karen, den Hut in der Hand, und in ihrem Haar spielte der Früh­

hat der Angeklagte Berufung eingelegt, und die neue Verhandlung, zu der wieder Zeugen und Sachverständige aus ollen Teilen Deutsch­lands geladen sind, begann gestern vor der Strafkammer des Landgerichts I Berlin. Es fragt sich nun, ob der Angeklagte jetzt sein Ge­heimnis offenbaren will, falls er überhaupt wirklich eins ernsthafte Erfindung gemacht hat. Jedenfalls hat er im Gefängnis eine Schrift, die 96 Schreibmaschinenseiten umfaßt, über seine Erfindung fertiggestellt und bei Beginn der Verhandlung dem Gerichtshof überreicht. Außerdem ist ihm Gelegenheit gegeben worden, im Gefängnis an seinem Apparat zu arbeiten, was er auch getan hat. Nach seiner Behauptung soll der Apparat jetzt, wenn er auch noch einige kleine Mängel zeige, funktionieren. Das Gericht beschloß, im Laufe des gestrigen Nachmittags, eine informatorische Vorbesichtigung des Avva- rates im Gefängnis vorzunehmen. Die Ver­handlung dürfte mehrere Wochen dauern.

Von der Krnvbühne.

* Modern« Theater. Ab heute erscheint das große MmwerkGösta Berling" in zwei Teilen (welche zusammen vorgeführt werden) auf der Lein- mmtb, welches bei dem PubLkum die beifälligste Auf- nähme finden bürste. Mauritz Stiller, Schwedens größter Regisseur, hat den berühmten RomanGösta Berling" von Selma Lagerlöf, der bekannten schwe­dischen Dichterin, unter Mitwirkung von Lars Hanson, Jenny Hasselquist, Gevda Lunde guâst-Dcchl- ström, Greta Garbo zu einem seiner größten Film- werke geschaffen. Das Filmwerk hat bei seiner Auf­füllung im In- und Auslande die größten Erfolge erzielt und ist auch hier mieber der Beweis erbracht, daß derKintopp" nicht nur eine Stätte für nerven- kitzelnde Sensationen, sondern auch eine Kunststätte ist. Einer Berliner Zeitung entnehmen wir nach­stehenden Presseauszug:'ta Berling. Thraker am Nollendorfplatz. Die da über den Kintopp nach beute die Achseln zucken, sollten sich diesen Svenska-Film ansehen und staunend inne werben, was ein geist­volles Manuskript, pietätvolle, geniale Regie und individuell besetzte Rollen auf der Leinwand hervor­zaubern können. Die Titelrolle spielt ein inter­essanter Darsteller: Lars Hanson, nordisch schwer­blütig und doch mit glühendem Temperament. Die Majorin, die tragische weibliche Figur, ist in Gerda Lundeguist-Dahlströms Bild eine Erlösung von den kitschigen amerikanischen Heroinen und Müttern. Jede einzeln« Rolle ist hervorragend gut besetzt; Jenny Hasielquist in der prächtig erfaßten Rolle der Marianne und Greta Garda als schöne und be­seelte Gräfin Elisabeth Dobna mögen noch heraus- gegrifsen werden. Und die verträumte, düstere, lckwevmütige Landschaft der Umwelt Gösta Berlings. Schweden kann auf diesen seinen größten Film stolz sein.

2?unvf«nK«Vroqramme. 10. Januar.

Ar»,»tturt a. M. <470 m). 4.30-6 U. Run^- sirnknackmittaa in Musik und Wort. 6- 6.30 U. Die Lesestunde. Aus dem Roman.Die Schatz-niel" von C. L. Stevenson. Sprecher: L.Stueber. 77.30 II. ^nnkbochschnle Bredow. Vortrag Prof. Dr. Ran- mann :Deâ O?

8 30 u. Stunde des Frankfurter Bundes für Bolkr- stilduna. Vortrag Redakteur Navttali:Da? Steigen und Fallen der Wirtschaftskonjunktur*. 8.30 U. Ilebcrtragung vom Casseler Sender:Bruckner-Abend".

Vereine» Versammlungen.

* EefanpvcrcinSumser". Samstag abend

9 Ubr Ständchcn. Zusammenkunft um '/,9 Uhr am Stadttbeater. Erscheinen Aller unbedingt erforder­lich. Ter Vorstand. 5

* Verein der Kamerad«« «Hem. BerkehrS- tr«pp«n. Der Mim-Club Zweigverein Hanau veranstaltet am 10. Januar sein 1. Stiftungsfest im Saale der Turngcnicinde, Jahnstraße. Auf die an uns ergangene Einladung bin, weiden die Kameraden gebeten reckt zahlreich zu erscheinen. 1256

lingswind. Ihr zur Seite schritt ihr lieber, junger Freund, ihr luftiger Genosse bei allen Streichen. Ehrliche Freundschaft verband sie mit dein blonden Jobst, sie tauschten Vertrauen gegen Vertrauen. In köstlichen Stunden be­sprachen sie alle Gedanken, die sie bewegten, schöne und trübe lichte und ernste ... Es schimmerte feucht in Karens Augen, als sie aufseufzend den Kopf hob--

Dann war die goldene Frühlingszeit gekom- men. Maiensonne strahlte unermüdlich vom tiefblauen Himmel und Flieder und Goldregen blühten in schweren Mengen. Wie ein Blüten­hauch zog es durch Karens Träume ein kosender "Gruß einstiger Seligkeiten. In wei­chem Grase lag sie, die Hände unter dem Kopf verschränkt, und blickte den weißen Wolken nach, die langsam in flimmernder Höhe dahin- glitten. Da trat der zu ihr, dem damals alle ihre Gedanken gehört hatten, dessen Augen sie in einem zaubervollen Bann hielten. Sie sah sie vor sich diese Augen, die kalt sein konnten und in das arme Herz schneiden wie blanke Schwerter die sie aber auch hatte aufleuchten sehen in Glück und Jubel und sprühen in la- chender Freude. Oh, sie fand den Weg noch genau bis zu jener Bank unter der alten breit- ästigen Buche, die,in ihrer grünumwucherten Einsamkeit ein stilles Paradies bedeutete.

Aus Frühling wurde Sommer. Glatt wie ein unendlicher Teppich lag das Meer im Son­nenglanz, goldene Funken tanzten auf den sanften Wellen. Schwüle Sommerglut lastete am Strande, der kühlende Seewind drang kaum bis an die schon halbverfenkten Dünen­gräser. Unter ihren; grünen Sonnenschirm lag Karen in dem weißen, feinen Sande und ihr Ohr nahm andächtig das leise Rauschen des Meeres auf. Bis sie ein fröhliches Wort aus ihren Träumen aufschreckte. Der junge Edward stand vor ihr. In seinem weißen Strandan­zug mit dem sonnengebräunten Gesicht ein Bild strahlendster Gesundheit. An beide Hände faßte er Karen und zog sie kraftvoll empor.

Turn- u. Sportvereinigung 1860 e. $ (Wanderabteirung). Kommenden Sonntag ^ 11. Januar findet die 1. Ackterwanderung statt. %, mar!» 9 Ubr ab Kinrigbrücke. 45

* Kurzschrift . Bertinigung Gabelsbrrgn, Der Unterricht beainnt mieber am Dienstag dm 1; Januar. An diesem Tage beginnt auch ein neutt Ansängerkurstt« in ReichSkurzschrift. Anmeldungen b« Beginn abends 7 Uhr. 41

* .Hanauer Ruderklub Hasst« « D. Senk abend 0,8 Ubr Hallentraming in der Turnhalle btt Bez.-Schule L ,___ st

* 1. Hanauer Fußball Club 1893 e. y, Unser diesjähriges Winterfest ist auf den 24. 3cxuai verlegt worden. Der Maskenball findet am 22. Febr statt. 5!

L Hanauer SAwimmvereiu 1913 «. y, Heute abend Wiederbeginn der Turnstunde (7-8 Uh),

Bereinigung «hcm. tSstcr. Heute ab«! i/,9 Uhr Monatsversammlung imRest, zur Sonne" Voibespreckung Fahnenweihe. SamStag 6.18 gj Sanou-West, Besuch des Stiftungsfestes ehem. 166« Frankfurt a M. Liederhalle Laugestr. 51

* Reichsbund ».KriegsbeschLsigten, Kriegt- teilnehmer u. «rtegShinterblicbene«, Ortigr Hanau. Heute abend 8 Ubr Generalversammlung Restloser Erscheinen unbedingt nötig. i!

* Turn- U. Fecht-Slub tLpiel«rabt«Hung) Das Spiel Sonntaa gegen Kesielstadt in WilbelmSba! findet schon um 0,11 Uhr und nicht, wie irrtümlicher­weise angegeben war, um 2 Uhr statt 54

MM MM

Im Bewirte des Landesfinanzamtes Cosiel mir! auf Anordnung des Herrn Reicheministers der M nansen mit Wirkung vom 1. Januar 1925 ab bit VE^der^Gesellschaststeuer (Teil I AC Kapitals« kehrsteuevgesetz), der Börsenumsatzsteuer (Teil der Obligationenfteuer und

der Wechselsteuer

gemäß 8 21 Abs. 2 Reichsabgabenmdnung zuhm mengefaöf

bei dem Finanzamt Frankfurt Niedsnau b Frankfurt a. M.. Guialetifiraße 21, für bei Finanzamtsbezirk Hanau.

Zum Verkäufe von S teuerm arten bleiben all bisher damit betrauten Stellen befugt

Cassel, Januar 1925. M

Der Präsident des Landesjinanzamt».

Oeffeulliche Bekanntmachung.

Gemäß § 6 der Satzung bstr. Durchfühnmg de gesetzlichen und freiwilligen Fürsorge- und Wohl sahrtsaufgciLen innerhalb des Landkreises.Qanat werden hiermit alle im Scaife bestehenden freie Bereinigungen, die sich ganz ober vorwiegend mit de ?örberung bet Jugevdwohlfahrk besassen oder be ngendbewegung bienen, aufgefortert, innerhat eines Monats, spätestens bis zum 6. Februar d. 3« geeignete Vertreter vorzuschlagen. Die oorzuschlage« den Personen müssen bte Wählbarkeit zu Ehrer Ämtern des Kreises besitzen. Die e'n^ureichènden Vor schla-gslisten müssen mindestens 2 Vorschläge eni hatten. Das Vorschlagsrecht geht verloren, wenn bi oben angegebene Frist nicht pünktlich cingehalts wird. '

Hanau den 3. Januar 1925.

Der Vorsitzende des Kreisausschusjes. Kaiser.

Btrentoottltd für Berlin Mb Lpuckir«! Hori 6» al b. für Mr rebaUioneUen G-samImhaU Riq, rs Hull!«, für findiger Mb Wettamat August y tobt, alle in Hanau. Rotations­druck bet Wuis-nhaulivuchdrus-re, canau. Zr», Wncham'chluk Nr. 1287 und 1238. Poftschrck Frankfurt a. M, Nr. 26652. Bankkonto. ®tânbü6e Leitzbauk vanau.

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Lachend und scherzend sprangen sie die Dünen hinab, haschten sich um die verlassen stehenden Strandkörbe, kletterten hindurch durch aufge­spannte Fischernetze und suchten Muscheln und eigenartige Steine. .. .

Der buntgestaltete Herbst zog ins Land. Er brachte Sonnenschein und farbenfreudiger Blättergeriesel. Noch blühten letzte Rosen und die Bienen summten um die ersten fruchttra­genden Bäume. An folch' einem Herbsttage ge­schah es, daß Karen all diese Mädchenselig­keiten aufgab um einen einzigen Mann, den chr Herz als alleinigen Sieaer erkannt hatte, dem sie ihr Leben getrost darbrachte. So wurde Karen Braut. Als glückverheißendes Symbol ließ sie sich den schmalen Goldreif auf den Finger streifen, und sie küßte erst ihn und dann den Geliebten . . .

Mit einem kleinen Seufzer, halb noch träu­mend, hob Karen den Kopf. Sie lächelte und mit einer raschen Bewegung warf sie das kleine Buch in die rotleuchtende Glut des Kamin- feuers. Was waren all diese knospenkaften Er­lebnisse gegen die nun voll blühende Blume ihres Glückes? Aufzüngelnd verschlangen die Flammen die so sorgsam gehüteten, engbe­schriebenen Blätter. Karen aber küßte in inni­ger Andacht das goldene Ringlein an ihrer Hand. Wilhelm Matzke.

Vom Aller des Radiergummis. Der R«' dierguinmi taucht zum erstenmale als Handels­artikel um 1775 in Paris auf. Man besjan» damals kleine Kautschutstückchen von einem halben Zoll Seitenlänge zu verkaufen, die man peaux de nègres", alsoNegerhaut" (wahr­scheinlich nach der dunklen Farbe) nannte. Für das Stück verlangte man etwa 4 Fronten- Um 1770 hatte sie der englische Chemiker seph Pristley als Mittel empfohlen, um fehler­haft angebrachte Bleististstriche wegzuwischem