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ED Kassel, den (6. Dezember 1925

55. Zahrg

Ur. 50.

chen Besen gehandhabt mid berichtet davon im 76. Psalm.

VscheMaienörr.

$o .»M, Id. Dez. Dritter Sonntag im abuem. Eusebius, Bijch. u. M. t 871 in Bercelll.

Monta I, 17. Dez. Sturmius, Abt, Apostel brr Lachsen, t 779 in Fmda.

Dienstag, 18. Dez. Boni Tag, Messe bom Sonntag.

Mittwoch, 19. Dez. Quatember-Mittwoch.

Donnerstag, 20. Dez. Vigil vom hl. Thomas

Freitag, 21. Dez. Thomas, Apostel, f in Indien. Quatember-Freitag.

Samstaa, 22. Dez. Petrus Camsius, Bek, 1 1597 in Freiburg in der Schweiz. Quatember-Samstag.

Dritter KdvrntsssMiag.

(Eb. Joh. 1, 1928.)

In jener Zeit sandten die Juden von Jerusalem ^tiefiet und Leviten an Johannes ab, daß sie ihn fragen sollten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete es nicht und bekannte: Ich bin nickt Christus I Und sie fragten ihn: Was bemt ? Bist du Elias? Und er sprach: Ich bin es nicht! Bist du der Prophet? tlnd er antwortete: Nein! Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit wir denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, leie der Prophet Jsmas gesagt Die Abgesandten aber waren Pharisäer. Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du aber, wenn du nicht Christus, noch Elias, noch der Prophet bist? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser: aber in eurer Mitte steht der, den ihr nicht kennet. Dieser ist es, der nach mir kommen wird, der vor mir gewesen ist und dessen Schuhriemen aufzulösen ich nicht würdig bin. Dies ist zu Bethania geschehen, jenseits des Jordans, wo Jo­hannes taufte.

Ein goldener Sesen.

rfter ist in der heiligen Schrift vom Besen und vom Fegen die Rede. Der Heiland selbst erzählt vom unreinen Geist, daß er in das Haus un$ bs. ausgefegt fin-

^Wt^^ö det; ein andermal erwähnt er in . ~ ' . der Parabel eine Frau, die mit

dein Besen die ganze Stube umkehrt, um die ver­lorene Drachme zu finden. Der Apostel Paulus aber schreibt:Brüder, fegtet aus den alten Sauer- W.

Ounen solchen Besen habe ich heute im Sinn, äwâr einen goldenen TZen". der die ^eeie reinigt und schmückt, daß sie heller leuchtet 5 5 Pures Gold. Der Pjalnüst hat schon einen jol-

für die katholischen Gemeinden nafsels Erschein! seden Sonntag und koste! monatlich AusgabeAM Milliarden HL, 325 Milliarden Mk. (freibl.) v.edamom schluh Montag. Anzeigen-Preise: Colonelzeile im Anzeigenteil 0,10 Goldmark, Colonelzeile im Reklameteil 0,40 Goldm, für Ann.-Exp.: per Zeile im Anzeigenteil 50, im Reklameteil 159, mal Schlüsselzahl des Ver. deuisch. Zeitungsverl. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Ofs.-Geb. 0,10 Goldm. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Monlag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendructerei in Fulda sein.

Druck und Lerlog der Fulda« Mctlenbruterei

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Psalm 76: Eine Remigungskur für die Seele.

1. Zum Herrn hab' ich emporgerufen, Und er hat mir sein Ohr geliehen.

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Zu Gott hab' ich die Hand erhoben, Er hat micf) nicht im Stich gelassen. Trostlos und dürr ist meine Seele; Erquickt hat mich sein Angedenken. Die müden Augen floh der Schlummer; Ich schwieg vom Morgen bis zum Abend.

Ich übte miet) in der Betrachtung Und segle aus den Schmutz der Seele. .

Ich dachte an die alten Tage, Die Ewigkeit stand mir vor Augen. Wird Gott für immer uns verstoßen? Für ewig seine Huld entziehen?

Wird Wird

9. Wird

Wird Bald

er beschneiden sein Erbarnien, zürnen uns und unsern Kindern? sein Erbarmen er vergessen? er die Zornesgeißel schwingen? wird sich unser Schicksal wenden:

11.

Des Allerhöchsten Hand ist mächtig. Ich denke deiner großen Taten Und hab' im Sinne feine Wunder. All seine Werke will ich loben, In seine Liebe mich versenken.

Wir finden den Pjalmisten in gedrückter

Stim-

mung. Bon vielem Kummer und Leid ist seine Seele in Nacht und Finsternis eingehüllt. Seine Augen sind müde, seine Lippen stumm. Nur das Andenken an Gott ist ihm ein Tropfen Balsam, der Gedanke an seine Weisheit, Gerechtigkeit und Güte. Dann durchschreitet er in Gedankendie alten Tage", die Wege der Vergangenheit, und prüft im Lichte des Gesetzes seine Gedanken, Worte, Werke und Unterlassungen; er stellt also eineGewisfensenor- schung" an. Dann läßt erdie Ewigkeit" an seinem Auge oorübsrziehen, die Freuden des Himmels, die Qualen der Hölle. Er versenkt feinen Geist in das Meer der Betrachtung: er macht heiligeExerzitten". Glaubst du nicht, daß all diese Uebungen ein golde­ner Besen waren, mit welchem der Psalmensanger seine Seele ausfegte und sie wieder empfänglich machte für das göttliche Licht, das Licht der Wahr­heit und Gnade?--

Auch du sollst einen solchen goldenen Besen handhaben: ich meine das Bußsakrament. Die Haus­frauen wissen, daß der Besen aus verschiedenen Reisern zusammengesetzt ist, die dazu dienen, den Boden zu säubern. Ist es nicht ähnlich beim Buß- faframent, diesem göttlichen Werkzeug zur Reini­gung der Seele? Es besteht aus fünf kostbaren Teilen, die alle zur Seelenkur helfen müssen. Wenn auch nur eines davon aus eigener Schuld des Christen fehlt, so ist die ganze Kurnnmirkiam, schlägt sogar zum Schaden und zuin Tod der Seele aus. Gewissenserforschung. Reue. Varia k. Sündenbe-

kenntnis und Genugtuung bilden die erforderlichen Bestandlsile des Bußsakramentes.

Bei der Gewissenserforfchung mußt du sorg­fältig zu Werke gehen und darfst es nicht machen wie jene Hausfrauen, die in ihrer Bequemlichkeit nur den größten Unrat ausfegen, aber eine Un­menge von Staub und Schmutz übersehen und lie­gen lassen. Es gibt sehr oberflächliche Seelen, die meinen, wenn sie niemand umgebracht unö niemand bestohlen haben, dann fei alles in Ordnung. Rem, mein Christ, steige tiefer hinab in den Schacht der Seele, untersuche an der Hand eines guten Beicht- spiegels deine Verfehlungen und Unterlassungen m allen einzelnen Geboten und bezüglich deiner Stare despflichten..

Die Reue muß brennen wie eine Kohle, die aber . genommen wird vom Altare Gottes, genommen 'wird aus dem Glauben, aus der Beziehung zu Gott, dessen Strafe wir durch die Sünde verdient, dessen iebe und Gunst wir verscherzt haben. Geh lieber ohne Geld ins Wirtshaus als ohne Reue in den Beichtstuhl.

Mit der Reus muß als unzertrennlicher Bruder der Vorsatz marschieren, der sich erstrecken muß auf das Meiden nicht bloß der Sünde, sondern auch der Sündenwurzeln, der bösen Gelegenheiten.

Das Sündenbekenntnis muß vor allen Dingen aufrichtig fein, treuherzig, ehrlich, schlicht und ein­fach. Etwas Wesentliches verschweigen, heißt einen tödlichen Giftstoff in sich behalten. Solches Ver­schweigen im Beichtstuhl ist ein Faustschlag ins An­gesicht des hl. Geistes, ein Fest der Hölle, ein Trauertag für die Engel, eine Verschreibung der Seele an den Teufel. Ein aufrichtiges Bekenntnis ist ein klares Quellwasser, das die Seele labt und erfrischt.

Endlich die Genugtuung, die besteh! in der Ver­richtung der Buße, die der Beichtvater zur Strafe sowohl als auch zur Heilung dir als kluger Seslen- arzt verordnet hat.

Wie wohl ist es einem in einem Zimmer, das frisch ausgefegt, gelüftet und gereinigt ist. Noch viel wohler wird es dir sein, wenn bii mit dem goldenen Besen des Vußsakraments Ordnung ge­bracht hast in deine Seele. Wohlan, verrichten wir alle in diesen Tagen des Advents eine gute Beicht, und es wird uns zumute fein wie jenem Wirt, der nach langer Pause endlich wieder sich aufraffte zur hl. Beicht. Er sattelte sein Pferd und ritt in ein benachbartes Kloster, um Frieden zu machen mit dem Herrgott. An einem Saum im Klosterhof band er sein Rößlein an. Als er nun nach der Beicht freude­strahlend zurückkehrte, streichelte er zärtlich sein Reit- vferd und sprach zu ihm:Nun hast du wieder besser springen, wackeres Rößlein: denn du hast einen

Zentner leichier.

Der Burgpfarrer.

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^s^fLt dem Bonifefius-Verem!

Die Kot der Diaspora P defengteg!