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Wie hat er's gemacht?"

Der Rabbi Jesus spie auf die Erde und nahm den , strich ihn auf die Augen des Blinden und sagte, er solle sich waschen im Teiche Siloe. Da ging er hin, wusch sich und kam sehend zurück."

Es hat so großes Aussehen gegeben; sie haben sich heftig gestritten. Die einen für, die andern gegen den Propheten." }

Wie es immer ist. Er hat viele Feinde, viele Freunde, überall."

Ich würde mich fürchten, wenn ich ihn fähe."

Ich würde mich freuen und mutig sein. Er soll ein gar lieber Mann sein, freundlich, einfach, gütig mit jedermann.

Daz Land ist voll von seinen Wundertaten. Wie viel Elend und Kummer hat er schon meggenommen. So kßt's nie ein Prophet getan seit den ältesten Zeiten. Ich würde mich doch fürchten, wenn ich ihm begegnete."

Du würdest sehen, daß du die Furcht vergäßest. Wenn er nur käme. Wenn er schon zwei Tage von Samaria fort ist, muß er doch bald hier durchkommen."

Wer kann's wissen? Man läßt ihn nirgendwo ruhig durchziehen. Zu viele wollen seine heilende Wunderkraft verspüren."

Und seine Predigt hält ihn auf. Auf jedem Dorf- platz drängt sich das Volk um ihn, um ihn zu hören. Und wenn er die Herzen offen sieht, dann muß er reden. Und so herrlich redet er, so tröstend, so wahr, daß es wie reine Perlen und Heilend Del in die Seelen geht."

Käme er bald. Meine Kinder fragen schon den gan­zen Tag, ob der Rabbi Jesus noch nicht kommt."

Klein Maale hat der Mutter Wort aufgefangen.

Ich hab ein Sträußchen, das will ich Rabbi geben."

Sie hat's im Garten versteckt unter dem Kürbis­strauch."

Da kam Thresa, die alte Muhme von achtzig Jah­ren, an ihrem Stock. Die klugen, klaren Augen zeugten noch von ihrem Hellen Geist. Die Kinder im Dorf hatten sie alle gern, allen mußte sie die Hand reichen, wenn eines ihr begegnete. Muhme Thresa war ein Dorfheilig- tum. r

Laßt die Kinder alle segnen, Töchter!" sagte sie inütterlich.Das ist ein großer Gottesmann, und wem ein Heiliger die Hand aufgelegt, der kann's spüren sein Leben lang. Denkt an mein Enkelkind. War das ein Elend. Der arme Jungs. Ich sage euch, das ist unbe­schreiblich, einen bösen Geist zu haben, wie der arme Gareb. Stumm war der Junge, der böse Geist hielt seine Zunge gefesselt, kein Wort sprach er. Der Teu'el ritz den armen Sared auf die Erde, daß er schäumte und mit den Zähnen knirschte. Und blaß und mager war er, immer schlimmer, der Tod kam ihm bald ins Gesicht. Eon Kindheit an war er besessen. Der böse Geist hatte den Aermsten schon ins Feuer, ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Da war sein Vater zu den Män- iern gegangen, die immer mit dem Rabbi Jesu reisen nnd Tag und Nacht bei .ihm sind. Die konnten dem Bungen nicht helfen. Es war ein Auflauf von Volk um ie her, die Gelehrten in der Schrift und das Volk und die Leute des Rabbi zankten miteinander wegen des Lungen. Da hieß es auf einmal, der Meister kommt selber! Und da war's totenstill. Vor dem Rabbi hatten sie Scheu und Ehrfurcht. Er fragte, was es da gebe, und sie sagten cs ihm. Mein Sohn brachte den armen Cares vor den Rabbi und bat, er möchte doch helfen. Wie da der Rabbi den Knaben anschaute, wurde der Teufel wieder wild und riß den Jungen hin und her. Darf ihn an den Boden, daß er sich hin und Iyer wälzte mb der weiße Schaum ihm vor dem Mund stand. Der Suter rief:Hilf uns, erbarme Dich". Und der Rabbi igte:Wenn du glauben kannst! Alles ist dem mög» ch- der glaubt." Der Vater fing an zu meinen und gte:Herr. ich glaube". Jetzt hob der Rabbi den mger, drohte dem Geist und sprach:Tauber und

immer Geist, ich befehle dir, fahre aus von ihm uno hre nicht mehr in ihn hinein." Da tat der Geist einen ichrei durch den Knaben, zerrte ihn auf dem Boden Eend hin und her. Dann war er fort. Der arme -ared lag wie tot. Die Leute schrieen: Er ist tot, er tot! Liber der Rabbi Jesus hatte so ein mildes, reundliches Gesicht, er lächelte gütig und kückte ,.d) K ^de, nahm mein Enkcichsn bei der Hand und lchtels es auf. Und Sared stand auf, er konnte fpre- )en und hören und ist ein frisches, fröhliches Kind bis ute noch, Ich sage euch, Töchter, laßt eure Kinder kgnen, wenn der Rabbi Jelus kommt."

Muhme Thresa war erschöpft, so eifrig hatte sie ge- hatte es sie wieder gerührt, wenn sie vom

1 ^US und Ihrem Sared erzählte. Sie nickte mehr-

' 015 u'cWe sie logen, dos ist gewiß wahr, ihr

5 glaube», und ging auf ihren Stock gefügt, 'isiam davon.

Eine Gruppe von Frauen und Kindern hatte sich um die Erzählerin versammelt. Sie hatte das schon oft erzählt, aber sie konnte es nicht oft genug wiederholen. Die Frauen waren einstimmig darin: ja, üe wollten den Propheten bitten, ihre Lieblinge zu segnen. W.nri er nur käme, und wenn er nicht ungesehen vorüberging, etwa in dieser Nacht. Denn er mußte nahe sein.

*

Lag ein alter Mauerrest draußen aus dem Anger. Ein ausgetrockneter, versallener Brunnen, ein Stück des Brunnenrandes stand noch; und darüber streckte ein breiter, niedriger Baum seins dichten, dunklen Aeste weit hinaus. Dort saßen sie so gerne, die Frauen des Dorfes, und die Kleinen tummelten sich im Gras. Das war jo sonnige Mutterfreuds und Kinderseligkeit.

Glückliche Mütter. Unter dem grünen Laubdach, auf saftiggrünem Teppich waren eure Schätze und Kleinodien in eurer Obhut wohl geborgen. Am Abend stand der mächtige Eichbaum einsam da, wie ein treuer Wächter vor dem Dorf, der an die Seinen denkt, die in stiller Kammer sorglos schlafen, während er ihren Schlaf be­wacht und geduldig wartet auf die neue Sonne, die seine Kinder wiederbringt zu lustigem Spiel.

Die Jünger Jesu hatten ihn gesehen, wie er die reichbelaubten Aeste ausbreitete, wie um sie mit offenen Armen zu empfangen und zu abendlicher Rast einzu­laden. Sie gingen langsam durch den sanften Abend, über die grüne Steppe, durch das wogende Kornfeld, die Müden. Der Rabbi Jesus mit seinen Jüngern. Die Landschaft war so still und friedlich. Hier wollte er ausruhen. Ein idyllisches Plätzchen, zu einer ungestörten Abendruhe wie geschaffen. Er schaute im Kreis herum seine Jünger an, er wies auf den prächtigen Baum und den Mauerrest:Hier wollen wir ein wenig ruhen." Der müde Heiland fetzte sich auf den Rand des alten Brunnens, feine Jünger um ihn ins Gras, hinter ihn auf zerstreute Mauertrümmer. Jetzt war es ihm wohl. Hier war Gottes Friede.

Die Jünger, auch sie schwiegen. Der Meister wollte Ruhe haben und er liebte so sehr die friedliche Einsam­keit. Johannes, sein liebster Schüler, saß am Fuß bei Eiche und lehnte den Kopf an den dicken Stamm. Er schaute hinüber zum göttlichen Meister und las in seinen Zügen. Wie so mild und sehnsüchtig sein Auge war. Er suchte etwas in weiter Ferne, er dachte an lein großes Werk, eine Welt voll Seelen zu erlösen, dachte an alle Mühe und Liebe, an allen Schmerz und alles Blut, die er für die Seelen opfern wollte. Und doch würden viele ihm verloren gehen, und doch mußte der Fluch Gottes das Land und dis Stadt treffen. Warum hörten so viele nicht auf ihn, da er nur von Barm­herzigkeit und Verzeihung redete? Wie schade um die lieben Seelen, daß sie so blind sein wollten. . ..

(Schluß folgt.)

St Elisabeth. Wegen der Firmung ist die Gottes­dienstordnung an diesem Sonntag anders wie sonst an Sonntagen. Das Nähere ist aus der Gottssdienstord- nung zu ersehen.

St Elisabeth. Herr Kaplan Jestädt an St. Elisa­beth ist vom 26. d. M. ab zum Kuratus in Frankenberg ernannt. Sein Nachfolger an St. Elisabeth ist Herr Kaplan Dr. G ö r g e, z. Z. in Allendorf, Kr. Kirchhain.

St Familia. Sonntag, 25. Nov., abends 6 Ubr, wird Pater S ch m i tz S. J. über das Thema sprechen:Vom Sinn und Geist der Demokratie".

Volksverein für das katholische Deutschland. Die Volksvereinsveranstaltung durch Herrn Rektor Heinen von der Zentrale in M.-Gladbach findet in folgender Weise statt: Montag, 26. November, nachm. 5 Uhr, ist Geschäftsführer- und Vsrtrauensleutekonfsrenz, abends 8 Uhr Führerkursus. Dienstag, 27. November, abends 8 Uhr, Führerkursus, Mittwoch, 28. Nov., abends 8 Uhr, Frauen- und Jungfrausnkonfsrenz. Sämtliche Ver­sammlungen werden im Katholischen Gessllenhaus, Mit­telgasse, abgehalten. Herr Rektor Heinen wird in den Führerkursen behandeln: 1) Das Wesen lebendiger Volksgemeinschaft und die Ursachen ihres Verfalls; 2) Pflege der Familie als der Keimzelle einer gefunden Volksgemeinschaft; 3) Schule, Standesverein und Volks- verein und ihre Aufgaben bei der Wiedererweckung der Volksgemeinschaft. Alle Mitglieder und Freunde des Volksvereins, ganz besonders auch die Herren Güstlichm, Lehrer und Vorstände der katholischen Vereine sind zu allen Veranstaltungen herzlichst eingeladen.

St Iosephs-Krankenunkerstühungskasse. Den Mit­gliedern zur Nachricht, daß die Beiträge und Leistungen erhöht worden sind wie folgt: Krasse I Beitrag 7,5, täg­liches Krankengeld 6 Milliarden, Klasse II Beitrag 15, tägliches Krankengeld 12 Milld, Klasse III Beitrag 30, tägliches Krankengeld 24 Milld., Klasse IV Beitrag 45, tägliches Krankengeld 36 Milld. Wir bitten unsere Mit-

hlicdrr, die Beiträge so bald als möglich zu zahlen. Zahltag Sonntag morgen von 11%1 Uhr.

ktachol. Gesellenverein. Wir laden nochmals freund- liehst zu unserem heutigen Theaterabend in den Bürger- sälen (Obere Karlstraßc) ein. Ehrenmitglieder, Freunos und Gönner sind willkommen. Beginn 147 Uhr, Kassen­öffnung %6 Uhr.

Selbsthilfe kathol. Vereine in Skrrbesällen. Die ie den letzten Monaten unaufhörlich fortgeschrittene unö wohl auch weiter fortschreitende Geldentwertung machen es erforderlich, auch den Etat der Selbsthilfe kath. Ver­eine in Sterbefällen auf eine wertbeständige Grundlage zu bringen. Die Kommission hat sich aus diesem Grunde entschlossen, Beiträge und Leistungen nunmehr auf die Goldmarkbasis zu stellen. A's Beitrag wurde vorläufig eine Goldmarksumme von 0,10 angenommen. Die Zahlung kann geleistet werden in wertbeständigen Zahlungsmitteln (Rentenmark, Goldanleihe) oder auch in Papiermark. Papiergeld wird angenommen zu dem letzt- bekannten Berliner Mitteldollarkurs. Um Kursverluste zu vermeiden und eine wertbeständige Anlage des Gel. des zu ermöglichen, empfiehlt sich die sofortige Zollang der gen. Beiträge. Die Auszahlung erfolgt im Sterbe» falle ebenfalls in Goldmark resp, deren Gegenwert in Papiermark zum letztbekannten Berliner M i'elkurs. Zahlstunden sind am Sonntag, den 25. Nov., vormittags von 11% bis 1 Uhr im Kath. Gesellenhaus Mitt ln 42. Die Mitglieder werden gebeten, nach Möglichkeit Klein­geld nur soweit als nötig bei der Einzahlung zu ver­wenden.

Kath. Iünglingxvcrein St Marlen. Die Feier unse­res 18jährigen Stiftungsfestes verlief in glänzender Weise. Der Präses durfte ein hochüberfülltes Haus be­grüßen. Die jugendlichen Spieler zeigten sich ihrer Rol­len durchweg gewachsen. Große Anforderungen schau­spielerischen Könnens stellte besonders das HaupMilk des Abends. Denn es mußten schwere, innere Seelenkämpfe herausgearbeitet und dargestellt werden. Und das dürfte gelungen sein. Die heiteren Stücke lösten wahre Lach­salven im Saale aus, ein Zeichen, daß sie gut gefielen. Die Primaner Ebel und Fis her verrieten durch ihre musikalischen Darbietungen höhe künstlerische Begabung. Möchten die schönen Darbietungen unserer Jünglinge auch dazi beigetragen haben, daß die noch abseits stehen­den Jünglinge und Schüler höherer Schulen Interesse für unsere Vereinstätigkeit zeigen.

Volksverein für das katholische Deutschland. Die durch Herrn Rektor Heinen-M.-Gladbach abzuhaltenden Voltsvsreinsveranstaltungen finden vom 26.-28. No­vember statt. Das nähere Programm wird in der näch­sten Nummer des St. Elisabethblattes mitgeteilt.

was schenkft du zu Weihnachten?

ii.

Der Verlag Herder in Freiburg bietet zum bevor stehenden Weihnachtsfeste besonders an relig. Literatur sehr geeignete Fsstgeschenke dar. Die Bücher über Liturgie werden darunter vor allem Jnieresse finden. Die BücherreiheEcclesia orans" hat eine bedeutsame Fort­führung erfahren mit einem BändchenV o m g e« schichtlichen Werden der Liturgie" von A. Baumstark. Des weiteren hat Siudienrat Dr. Rosen­berg, wie er selbst bekennt, die Liebe und den Fleiß eines halben Lebens darangesetzt, die gesamten Hymnen des Breviers in ihrer Urform wissen­schaftlich genau festzustellen und von jedem Hymnus eine deutsche Nachdichtung in der Sprache der Gegenwart zu schaffen. Ernste religiöse Erbauung und reiner dichie- rischer Genuß vereinigen sich darin aufs treffe. Nicht nur Geistlichen, sondern allen Katholiken, die mit ihr^r Kirche leben wollen, wird das Werk willkommen sein. Die P s a l m e n ü b e r s e tz u n g von Athanasius Mil­ler O. S. B., die als 5. Bändchen der Sammlung in der 5. bis 10. Auflage erschienen ist, kann dasselbe Lob für sich beanspruchen. Dem Leben mit der Kirche soll auch Erich PrzywarasKirchenjahr" dienen. Der UntertitelDie christliche Spannungseinheit" deutet das Eigentümliche des Büchleins an: die Lösung der Ge­gensätze in einer höheren Einheit. Das geüankentiese Merkchen ist eine Ergänzung des eigenartigen fünfteili­gen Beirachtungsbuches des VerfassersVom Himmel- reich der Seele".

Gesunde Seelennahrung bieten eine Reihe wer voller religiöser Werkchen des Herderverlages. Wir deuten an Kühnels aus tiefem Erleben geborene und lebenmedenbe BetrachtungenV o n Gott und von uns"; wir denken an Schwarz' von echter Frömmigkeit durchwehtes LaienbetrachtungsbuchIch in Ihm", das so dankbare Aufnahme fand; wir denken an diereligiösen Ergüße" aus dem Schriftennachlaß Andreas Feys, des ersten Direktors der Genossenschaft vom armen Kinde Jesus, A u s Herzen st iefen", die als neue Nummer in der vornehm-gediegenen ReiheBücher für Seelenkul- iur" erschienen sind und die besonders in den Frauen­klöstern reiche Gelstessrüchte tragen metber.

Peter Lippert wird mit feinen Seelsorgerbriefen Von Seele zu Seele" vielen ein Arzt und Führer werden. Man bekennt beim Lesen unwillkürlich: Hier