Vochmkalender.
öonntag, 7. Olt Zwanzigster Sonnta?. na.b 9iin 'sten. Rosenkranzfest. Markus, P. u.Bek. écr i r . uc'chus, Marzellus, Apulejus, M.
Montag, 8. Okt. Yrigitta/ Witwe.
Dienstag, 9. Okt. Dionysius, Bisch. u .5.:. Simtttu« u. Eleutherius, M.
Mittwoch, 10. Okt. Franz Borgias, Bek.
Donnerstag, 11. Okt. Vom Tag. Messe vom Sonntag.
Freitag, 12. Okt. Vom Tag. Messe vom Sonntag
Samstag, 13. Okt. Eduard, Bek.
Zwanzigster Zsnntag nach Pfingsten.
(Evangel. Joh. 4, 46-54.)
In jener Zeit lebte ein Königlicher, dessen Sohn zu Kapharnaum krank lag. Da dieser gehört hatte, daß Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen sei, begab er sich zu ihm und bat ihn, daß er hinab komme und seinen Sohn heile; denn er war daran zu sterben. Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Königliche sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe mein Sohn stirbt. Jesus sprach zu ihm: Geh' hin, dein Sohn lebt. Und der Mann glaubte dem Worte, welches ihm Jesus gesagt hatte, und ging hin. Und da er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkündeten ihm und sagten, daß sein Sohn lebe. Da erforschte er von ihnen die Stunde, in welchèr es mit ihm besser geworden war Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da erkannte der Vater, daß es um dieselbe Stunde war, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause.
Es ist katholisch.
■it vollen Segeln fahren wir bereits im Rosenkraazmonak Ok- kobcr. Den Unverstand, der den Rosenkranz verspottet, könnte ich mit vielen Gründen widerlegen und heimschicken. Wir können ... , r, , sagen, daß dieses Gebet vom
Himmel stammt, daß es ein Meer ist von tiefem Lnhalt, eine Schatzkammer der Geheimnisse, ein Rüstzeug des Glaubens, ein Panzer gegen dis Holle, ein Schlüssel der Erhörung, eine Waffe des vieges, eine Perle der Schönheit. Ich habe aber noch einen anderen Grund, meinen Rosenkranz hochzuschätzen und zu lieben: den Rosenkranz beten, i ist katholisch.
Im Völkerkrieg fand man einen toten Soldaten. Niemand kannte ihn; selbst die Erkennungsmarke war verschwunden. Aber in seiner Tasche fand sich mi Rosenkranz. Mithin war es sonnenklar, der Wnn war katholisch und wurde katholisch beerdigt.
Ja, es ist katholisch, den Rosenkranz zu beten. Betrachte die Aikvaker in der Wüste, einen Paulus, Antonius, Pachomius und wie sie alle heißen, diese Helden der Einsamkeit, die Jahre und Jahrzehnte in der tiefsten Abgeschiedenheit Gott gedient haben. Was findest du in ihren Händen? Den Rosenkranz; zwar nicht in der heutigen Gestalt; aber immerhin eine Gebetsschnur, eine primitive Einrichtung, um die Anzahl der Pater noster, der Ave Maria und anderer Gebete festzustellen. Wir Menschen haben nun einmal das Bedürfnis, zu wissen und zu sagen: ich habe so und so viel gebetet. Und das mit Recht. Wenn der Kaufmann sagt: so viel Meter und so viel Zentner habe ich heute abgesetzt; wenn der Bankier sagt: so und so viel Milliarden habe ich heute umgesetzt; wenn der Landwirt sagt: so und so viel Morgen habe ich heute gepflügt: warum soll nicht der Katholik sagen dürfen: so und so viel habe ich heute gebetet? Freilich, Gott weiß es ohnehin; aber auch ich will es wissen und mich freuen in der Hoffnung des Lohnes.
Es ist katholisch. Glaubst du, daß die Mutter Gottes katholisch ist? Nun, dann wisse, daß auch der Rosenkranz katholisch ist. Denn Maria ist es, die den Rosenkranz erfunden und gestiftet hat. Nach alter Ueberlieferung ist sie dem hl. Dominikus erschienen und hat ihn den Rosenkranz in seiner heutigen Form und Gebetsart gelehrt. Dominikus hat ihn ehrfurchtsvoll angenommen, gepredigt, verbreitet, eingebürgert, und der Rosenkranz hat den Siegeslauf angetreten über die Welt. Und als die himmlische Frau in Lourdes erschien in blendend weißem Gewands, die goldenen Rosen auf den Füßen, den Schleier um das Haupt, was trug sie da in ihren ehrwürdigen Händen? Den Rosenkranz; und sie ließ die Perlen durch die Finger gleiten, als würde sie daran beten; und auch Bsr- nadetta, das begnadete Mädchen, hatte einen Rosenkranz bei sich; und die Himmelsmutter ließ sich herab, dem Kinde die richtige Art des Rosenkranz- gebetes zu lehren.
Es ist katholisch. Ist der Papst katholisch? Und der Papst ist es, der den Rosenkranz gutheißt, das Fest des Rosenkranzes einsetzte, das Beten des Rosenkranzes für den Oktober empfiehlt und vorschreibt; ein Papst, der in Enzykliken voll Weisheit und Kraft das Rofenkranzgebet verherrlicht und den Katholiken ans Herz gelegt hat.
Es ist katholisch. Sind die Priester katholisch? Und die Priester sind es, die den Rosenkranz weihen, das Rosenkranzgebet mit Wort und Beispiel empfehlen, welche Rosenkranzandachten in den Kirchen abholien, Rosenkranzbruderschaften und Vereine einführen und leiten.
Sind die Ordensleute katholisch? Die Benediktiner, Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten, Kapuziner, und all die vielen Ordensfrauen und barmherzigen Schwestern? Welches ist aber nach dem Brevier ihr Lieblingsgebet? Der Rosenkranz. Was siehst du am Habit eines Franziskaners und einer
Franziskanerin? Einen langen, großen Rosenkranz. Der Ritter von ehedem hatte das Schwert umgeschnallt; der Mönch aber trägt als Waffe uw) Schmuck den Rosenkranz.
Es ist katholisch. Was tun fromme, glaubens- feste Laien, wenn sie ein Bekenntnis ihres Glaubens ablegen wollen? Sie beten den Rosenkranz. Wenn sie eine Prozession, einen Bittgang veranstalten? Sie beten den Rosenkranz. Wenn sie eine Wallfahrt machen nach Kevelaer oder Einsiedeln oder Loretto? Sie beten laut und gemeinsam den Rosenkranz. Was bringt der Vater, die Mutter, der Bräutigam seinen Lieben mit von einer Wallfahrt? Mit einem Rosenkranz beschenkt und erfreut er die Seinen. Was tut der Katholik in Krankheit und auf dem Schmerzenslager, wo er vielleicht kein Gebetbuch halten kann mit feinen schwachen Händen, keinen Buchstaben lesen darf mit seinen empfindlichen Augen? Seine letzte Zuflucht, seine Freude und sein Trost ist der Rosenkranz. Und geht es in das dunkle Jenseits, und rüstet man sich zum entscheidenden Kampf, so greifen wir zum Rosenkranz. Ohne ihn wollen wir nicht leben und nicht sterben. Und sollte er untern müden Händen entfallen sein, so ist es einer der letzten Liebesdienste unserer Hinterbliebenen, daß sie uns den Rosenkranz in die starren, toten Hände drücken: ohne Rosenkranz wollen wir nicht begraben sein.
Es ist katholisch. Das ahnen die stonverkitâ Als Helene Most sich mit dem Gedanken trug, den katholischen Glauben anzunehmen, galt ihre erste Liebe der Mutter Gottes und ihrem Rosenkranz. Nach der Beschreibung, die sie in einem katholischen Buch gelesen hatte, machte sie sich an die Arbeit, eigenhändig einen Rosenkranz herzustellen. Das Material lieferte ein blitzender Perlenbesab von ihres »erstorbenen Mütterleins HochzeUsNew; sogar ein Kreuz aus Perlen, auf Draht genäht, gelang ihr. Nun war sie überglücklich mit ihrem Rosenkranz. Sie hielt ihn nachts um die Hände geschlungen mit dem Eesühl: nun mag die Welt untergehen; ich bin ja katholisch und besitze einen Rosenkranz! —
Auf dem Arbeitstisch des Basler Konvertiten, Dr. Speiser fand man nach seinem Tod» einen Zettel, von ihm eigenhändig beschrieben, mir folgenden Worten des hl. Kirchenvaters Augustinus; Kein größerer Reichtum, kein größerer Schatz, keine größere Ehre, kein größeres Gut auf dieser Erde als der katholische Glaube. Wohlan, mein Christ, im Rosenkranz hast du eine Verkörperung dieses Glaubens. Bete ihn darum mit Freuden, bete ihn mit Eifer, bete ihn mit Andacht, bete ihn besonders im -Oktober, bete ihn zumal in diesen bösen, schlimmen Zeiten; er wird dir werden ein Schlüssel der Gnade, ein Schlüssel der Zufriedenheit, ein Schlüssel der Verdienste, ein Schlüssel des Himmels. Der Burmffarrer.