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Diese Dummer ist den Deupriesfern

:: unserer Diözese geweiht. ;;

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Wochenkalender.

Sonntag, 22. Juli. Neunter Sonntag nach Pfingsten. Dtaria Magdalena, Büßerin.

Montag, 23. Juli. Apollinaris, Bisch, u. M., Liborius, Bischof und Bekenner.

Dienstag, 24. Juli. Vigil von Jakobus; Christina, Jungfrau und Märtyrerin.

Mittwoch, 25. Juli. Jakobus, Ap., Christophorus, M,

Donnerstag, 26. Juli. Anna, die Mutter der allersel, Jungfrau,

Freitag, 27. Juli. Pantaleon, Märtyrer.

Samstag, 28. Juli. Nazarius u. Celsus, M., Viktor,

Papst u. Märtyrer, Jnnocenz L, Papst u. Bekenner.

Neunter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 19, 4t47.)

In jener Zeit, da Jesus Jerusalem näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn doch auch du es erkenntest, und zwar an diesem deinem Tage, was dir zum Frieden dient! nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Ta^e über dich kommen, wo deine Feinde dich mit einem Walle umgeben, dich ringsum einschließen, und von allen Seiten dich beängstigen werden. Sie werden dich und deine Kinder, die in dir sind, zu Boden schmette-.n, und in dir keinen Stein auf dem andern lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht er­kannt hast. Und als er in den Tempel kam, fing er an, die Käufer und Verkäufer, die darin waren, hinaus- zutreiben, und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht. Und er lehrte täglich im Tempel.

Durch die rechte Cure.

n diesen Tagen findet im hohen Dome die Priestertveihe statt. Manche Gemeinde rüstet sich, den Neupriestern einen würdigen Empfang zu bereiten. Da ist unter dem katholischen Volk eine Freude, eine Begeisterung, ein Glaubens-

,cywung, als würde der Heiland selber erscheinen, und mit Recht. Denn in jedem Priester erkennt â Laubige Auge einen Stellvertreter Jesu Christi, lange darnach schickt der Bischof die Neupriester

-Merce an die Front, um die Schlachten des

Herrn zu schlagen, das Reich Christi zu verbreiten, Äe Gläubigen auf dem Pfad des Heils zu führen.

Das Volk nimmt sie mit offenen Armen auf und bringt ihnen Vertrauen entgegen. Warum? Weil das Volk weiß, daß die Neupriester durch die rechte Türe in den Schafstall kommen, die recht­mäßige Sendung haben.

In der Tat ist diese Sendung von so großer Wichtigkeit, daß der Heiland darüber eine eigene Parabel erzählt hat:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer nicht durch die Tür in den Schafstall geht, sondern anders­wo einsteigt, der ist ein Dieb und Räuber; wer aber durch die Tür eingeht, der ist der Hirt der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme und er ruft die eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine eigenen Schafe herausgesührt hat, so geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme; einem andern aber folgen sie nicht, sondern fliehen vor ihm, weil sie seine Stimme nicht kennen." Wiederum sprach Jesus: Ich bin die Türe zu den Schafen; alle, die bisl>er gekommen sind, sind Räuber und Diebe, und die Schafe haben nicht auf sie gehört: Ich bin die Türe zu den Schafen: wenn einer durch mich eingeht, io wird er das Heil erlangen und eingehen und Weide finden; der Dieb kommt nur, um zu rauben und zu morden und zu verderben; ich aber bin gekom­men, damit sie das Leben haben und es im Ueber- fluß haben. (Joh. 10.)

Mit dieser Parabel wollte der Heiland das Volk von damals und das Volk der Zukunft warnen vor falschen Lehrern. Und welches Kennzeichen hat er dem Volk gegeben? Schauen soll es, ob der Hirt durch die rechte Türe eingeht. Wer ist aber diese Türe? Der Heiland hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß er selber diese Türe ist. Klipp und klar hat er gesagt: ich bin die Türe! Und diese Erklärung hat er nicht nebenher und oberflächlich gegeben, sondern mit großer Förmlichkeit und Feier­lichkeit. Wie ein Schwur nehmen sich die Worte aus: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ich bin die Türe zum Schafstall.

Was soll aber das heißen? Daß nur diejenigen Männer wahre und echte Hirten sind, die von Mite selber gesandt werden. Schon im alten Bund war eine solche Sendung Grundbedingung für die Män­ner, die dem Volke Gottes Willen offenbaren sollten. Einer solchen Sendung erfreute sich Moses. Als er die Schafe tief in die Wüste hineingetrieben hatte, hörte er vom Dornbusch die Stimme des Herrn:Ich habe das Elend meines Volkes gesehen, und dich will ich senden, das Volk zu befreien." Einer solchen Sendung erfreute sich Isaias. Auf feurigem Thron sah er den Herrn und vor ihm Cherubim mit sechs Flügeln. Einer derselben nahm vom Altar mit einer Zange eine glühende Kohle und berührte damit die Zunge des Propheten. Da ertönte die Stimme Gottes:Wen soll ich senden, oder wer wird für uns gehen?" Da erfaßte den

Propheten der Wirbel der Begeisterung, daß er ausrief:Siehe, hier bin ich: sende mich." Einer solchen Sendung erfreute sich der Prophet Jeremias. Der Herr sprach zu ihm:Vom Mutterschohe an habe ich dich zum Propheten bestimmt." Der Pro- phet erschrak über eine solche Würde; wußte er ja, daß er zu einem hartnäckigen, eigensinnigen Volke sprechen mußte und daß er sein Leben müsse aufs Spiel setzen. Wie ein Kind fing er an zu stottern und sprach:A, A, A, Herrgott, ich bin wie ein Kind und kann nicht reden." Der Herr aber sprach zu ihm:Sage nicht: Ich bin ein Kind und kann nicht reden; denn überallhin, wohin ich dich senden werde, wirst du gehen, und was ich dir sagen werde, wirst du verkünden; ich mache dich zu einer eisernen Mauer und zu einer ehernen Säule; sie werden wider dich streiten, aber dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir."

Einer solchen Sendung erfreuten sich im neuen Bunde auch die Apostel. Am Tage seiner Auf­erstehung sprach der Herr zu ihnen:Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." Wie wenn er sagen wollte: die nämliche Machtvollkommenheit, die mir der Vater anvertraut hat mit seiner Sendung, die gebe ich euch; in meinem Namen sollt ihr lehren, ermahnen, verpflichten, heiligen, führen. So wurde der Heiland zur Tür für seine Apostel. Wie ist er aber auch zur Türe geworden für die späteren Seelsorger, da er doch in den Him» mel aufgefahren ist? Durch Uebertragung seiner Sendungsgewalt an die Apostel und ihre Nachfolger. Nach dem Tode Jesu ist die rechte Sendung von Petrus und den Aposteln, vom Papst und den Bi­schöfen ausgegangen. So hat der Papst den Augustinus nach England, den Bonifatius nach Deutschland, den Cyrillus und Methodius nach Böhmen, Mähren und Bulgarien, den Franz Xaver nach Indien und Japan gesandt. Kein Jahr ver­geht, ohne daß der Papst neue Glaubensboten in die Heidenländer entsendet. So haben auch unsere Pfarrer, Kapläne, Vikare und sonstigen Seelsorger ihre Sendung vom Bischof; der Bischof wieder von einem andern Bischof, dieser wieder von einem andern bis zurück auf einen Apostel und in letzter Linie bis zurück auf Ehristus, der die Türe ist zum Schafstall.

Katholisches Volk, die Augen auf und zur Türe geschaui! Sendlinge der Hölle, Heilsarmee, Adven­tisten,Bibelforscher" kommen zu euch mit Schriften, Traktaten, Büchern und in eigener Person. Fragt sie nach ihrem Ausweis, fragt sie nach ihrer Sen­dung; sind sie nicht vom Bischof, nicht von der ka­tholischen Kirche gesandt, dann kehret ihnen den Rücken und setzet ihnen den Stuhl vor die Türe. Eure Priester aber. die der Bischof euch sendet, die nehmet auf, die höret, von ihnen laßt euch die Sakramente spenden und euch führen auf dem schmalen Weg des Lebens:

Ehre hoch den Priesterstand;

Priester sind von Gott gesandt!

Der Burgpfarrer.