VochenkaknLer.
Sonntag, 11. ftcdr. Sonntag Quinquagesima.
Montag, 12. Sehr. Die 7 Stifter dcS Servitenordens, Bek. Die 26 japa .tuchen Mcirlyrer.
Dienstag, 13. Febr. Gregor II, Papst.
Mittwoch, 14. ivebr. Aschermittwoch, PalentinuS, B. u. M.
Donnerstag, 18. Uebr. Pom Ta^e. Faustinusu.Jovita. M.
Freitag, 16. Febr. Vom Tage. Juliana, Jgfr. u. M.
Samstaa, 17. Febr. Vom Tage.
Ewiges Gebet: 11. Febr. Elters, 12. Febr. Grussel- bach, 13. Febr. Hosbreber, 14. Febr. Steinhaus, 16. Febr. Flieden, 17. Febr. Molzbach.
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§ nniag Q iinq :agesima.
>Ev. Lut. 18, 31—43.)
In jen r Zeit nahm Jesus die Zwölfe zu sich, und sprach zu ihnen: Liehe wir cehen hinauf nach Jerusalem, und es lvird alles in Erfüllung gehen, was durch die Propheten über den Mens.hensohn geschrieben worden ist. Denn er wird den Hcioen überliefert, mighnnoeii, gegeitzelt und an icipieen werden: und nachdem sie ihn werden gegeißelt haben, werden sie ihn töten, und a>u dritten Ta e wird er wieder aufcrstehen. Sie aber verstanden nichts von bleien Din en: es war diese Rede vor ihnen verborgen, und sie begriffen nicht, was damit gesagt ward. Und es geschah, als er sich Jericho näherte, saß ein Blinder an dem Wege und bettelte. Und da er das Volk Vorbeiziegen Höne, fragte er, was das wäre? Sie aber sagten ihm, daß Jesus vm Nazareth vorbeikomme. Da rief er und sprach: Jesu, Sohn Davids, erbarme dich meiner! Uno die Vorangin,en, fuhren ihn an, ban er so weigen sollte. Er aber schrie noch Uielme.ir: Sohn Davids erbarme dich meiner! Da blieb Jesus stehen, unb befahl, ihn zu sich zu führen. Und als er sich genähert hatte, fra te er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er aber sprach: Herr, daß ich sehend werde. Uno Jesus sp ach zu ihm: 'sei sehend! § Glaube hat dir geholfen! Uni ,so- ^eich ward er ,.nd, und solgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, da es solches sah, lobte Gott.
Huf poften.
"âlt 65 sich also um einen Kriegs- LKFMW-H dienst? Lhne Zweifel. Denn so !^t der lebrnskundige Job: „Ein Kriegsdienst ist des Menschen Leben O)W» CMf Erden". Da müssen wir alle Ga? V°fi n Lichen und ^gen den ?": Feind rücken. Der Feind ist die Gl- iraßigkelt, die Gaumeniust. Der „Posten" aber ist die -Senupfawkeit, de Sebst'eeschrânkung, dir Maß auno, -US Allsten. S eh, das ist die Auffassung der Kirche, Sie bei der Asckenwrihr am konrrendm Mittwoch wlgendes Gebet verrollet:
„Gewähre uns, o Herr, den Posten unseres Kriegsdienstes unter Fasten e.n'unehnien".
v]t aber nicht das Fasten eine abgelebte, eine über- youe, em« unrernünfti-e Einrichtung? Keineweas. .,F^e hl kachoüfchr Kirche hält mit aller Zähigknt
G.aânstreue unerbittlich daran fest. All ihren
Anrehör'gen vom 21. bis zum 60. Lebensjahr schreibt sie für de Zeit rom Aschermittwoch bis Estern ein Fasten in irgend einer Art vor, wobei sie freilich auf die ZelitverhAtnisse unb auf die Kräfte eines joden einzelnen gebührende Rücksicht nimmt.
D-r moderne Mensch allerdings, der vom Unglauben, von Ler Fre ge sterei und vom Matermlismus angefrefen ist, hat für das Fasten nichts übrig als eine kühle Verachtung und ein überlegenes Lächeln. A s Christen aber, zural als katholifchr Christen, müssen mir unser Urteil über das Fasten nach dem Urteil und nach der Praxis unseres gölilichm Heilandes einrichten.
Und da muß ich zunächst fcf titelten, daß unser He'- land allerdings das verkehrte, das hochmütige, das pharisäische Fasten verworfm hat. Wenn ihr fastet, sprach er zu seinen Freunden, so sollt ihr nicht traurig sein wie die Heuchler; denn sie entstellen ihr Ant.itz, damit ihnen die Leute das Fasten ansehen: wahrlich, ich versichere euch, sie haben ihren Lohn schon dahin".
Hat nun der Heiland das Fasten überhaupt verworfen? Im Gegenteil: durch Wort und Beispiel hat er es nachdrücklich empfohlen. „Du aber, wenn du fastest, salbe kein Haupt und wasche dein Antlitz, damit die Menschen nicht merken, daß du fastest und nur dein Vater im Himmel es sieht, und der w'rd es dir vergelten." 2 a, es gibt eben dem Fasten erst seinen Wert, daß man es übt nicht mit Rücksicht auf die Menschen, so Lern mit Rücksicht auf Gott in aller Demut, E nsalt und Freudigkeit.
Und das Beispiel des Heilandes? Ist nicht fein ganzes Leben ein Fasten gewesen? War nicht feine Lebenshaltung die einfachste? Hat er nicht vom Almosen guter Menschen gelebt? Hat er nicht seinen Hunger mit Gerstenbrot und Fischen gest llt? Dazu kommt sein vierziatagiges Fasten in der Wüste, ohne Unterbrechung geübt, mit gänzlicher Enchaltsamk it von Speise und Trank. Kann also jemand ein Christ sein und zugleich ein Gegner und Verächter des Fastens?--—
Die Kuchenräter werden nicht müde, die Vorteile des Fastens ins Licht zu setzen. Leo der Große weiht ihm iolprnbes Loblied: „Was kann wirksamer sein als das Fasten? Durch feine Beobachtung nahen wir uns Gott, widerstehen dem Teufel, überwinden die lockenden Lüfte. Immer war das Fasten eine Speise der Tugend. Aus dem Fasten kommen hervor hui^e Gedanken, vernünftige Entschließungen, heilsame Vorsätze. Durch freiwillige Seibstpemigung stirbt das Fleisch den Lastern ab und erneuert sich der Geist durch TugrN'Len. Da aber das Heil unserer Seelen nicht durch bloßes Fasten erworben wird, so laßt uns das Fasten ergänzen durch Barmherzigkeit an den Armen. Die Enthaltung im Fasten werde zur Erquickung der Hungrigen. Läßt uns angelegen sein den Beistand der Witwen, die Unterstützung der Waisen, die Tröstung der Traurigen, den Frieden der Entzweiten. Laßt uns aufnehmen den Obdachlosen, helfen dem Bedrückten, bekleiden den Nackten, erquicken ten Kranken.
Unser Fasten muß ein harmonisches sein, das mit der Besserung des ganzen Menschen Hand in Hand
geht. Denn mir würden uns mit Recht kr'e Kritik der Ungläubigen zuziehen, sagt der hl. Gregorius, und würden aus bk Religion schweres Ärgernis laden, wenn einer zwar fasten, ab r dabei ein lockeres Leben führen würde. Denn unser Fasten darf nicht in bloßer Enthaltung von der Speise b stchen, sondern muß auch die Enthaltung von der Sünde enschließen.
Ziehen mir also aus den Posten. Dabei darf das Fasten nicht mit Exzessen eingeleitet werden. Geht man denn betrunken auf die Woche? Und du solltest in den sogenannten Faschinge tagen, die der Fastenzeit vorangchen, an Essen und Trinken, an Maskeraden und Narrheiten Eesallen finden? Das kommt mir ror wie das Gebühren eines Berrückten, der das Sparen damit anfängt, daß er sein ganzes Vermögen zum Fenster hinauswirft. Wenn jemals Ernst und Zurückhaltung am Platze waren in der Fastnacht, dann doppelt und dreifach in der diesjährigen, wo unser Vaterland bis aufs Blut drangsaliert wird
Keiner schrecke zurück vor einem vernünftigen Opfer während ter hl. Fastenzeit. Wie viel leiden und lra en jetzt deutsche Slammeebrüder um des Vaterlandes willen, tragen Mißhandlung, Gefangenschaft, Verbannung, tragen es mit Festigkeit und Mannesmut — und um des Himmelreiches willen sollten mir nichts ertragen?
Die Fastenzeit soll uns auf dem Pesten f nden. D'e e ne oder andere Beschränkung oder Abtötung muß jeder von uns auf sich nehmen, der auf den Namen eines Katholiken Anspruch macht- weniger essen, weniger trinken, weniger rauchen, weniger ins Wirtshaus gehen, weniger das Theater oder das Kino b.fuchen, weniger sich vergnügen — mehr beten, mehr Almosen geben, mehr schw igen, mehr Gutes tun, mehr Geduld und Liebe üben. Seid stark im Knüpfe wider den alten Drachen, und ihr werdet das ew-ge Leben erlangen. Der Burgpsarrer.
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Ein Lebensbild von Pfarrer P. I. Nau in Steinhaus
_ Enge Bande der Freundschaft verbanden Prof. Schick auch mit den PP. Franziskanern; besonders mit dem P. Generalminister Aloys Lauer und P. Kustos Damasus Hüsing. In seinem Testament erwähnt er, wie ihm P. Aloys ein Diplom verehrt habe, vermöge dessen alle Angehörigen bis zum 4. Grad teilnehmen an allen Verdiensten des Franziskanerordens. Auf Bitten des P. Damasus nahm er als Mitglied des 3. Ordens teil an einem Kapitel des 1. Ordens; an feiner Leiche meinte er heiße Tränen.
Gar zu gern hätte er gesehen die Gründung eines Franziskanerklösterchens im kathol. Oberhessen. In dem schönen Nachruf, den er im Boni- fatiusboten 1890 dem verstorbenen Herrn Dechant Philipp Müller von Amöneburg gewidmet, schreibt