Woche»ka!Llldsr.
Soimtag, 14. èan. 2. Sonntag nach Epiphanie. Hiwriris, u. Ächt. Felix, M.
Montag, 15. Jan. Pautus, Eremit. Maurus, Abt.
Dienstag, 16. Jan. Mqrcelllnus, P. u. M.
Mtttwoch, 17. Jan. Antonius, Abt.
Donncrètag, 18. Jan. Petri Stuhlfeicr zu Rom. Prisca, Jgfr. u. Lt.
Freitag, 16. Jan. Marius u. Martha, Eheleute u. M Kanut, Kg. u. M.
SamStag, 20. Jan. Fabianus u. Sebapianus, M.
Ewiger Gebet: 14. Jan. Spahl, 15. Jan Kranlucken, I 16. Jan. Schielo, 17 Jan. Zella, 18. Jan. Blankenau, .19. Inn, Burghaun, ?0^.^ss- Langenschwarz.
Zweiter Sonntag nach Epiphanie.
(Ev. Joh. 2, 1 - 15.)
Von dir Hochzeit zu Kaita.
Die Hand der MMchen Vorsehung.
/ Gamache.
ine Hochzeit wurde gehalten zu Kana . ^ ,;„wl.
in Galiläa. Arme Leute sind es talent gegeben und durch seine Hand Millionen von gewesen, die den Lebensbund ge- Menschen am Leben erhalten.
’ sch.ossen haben. Nur wenige und
. .. Als es sich darum handelte, die Israeliten -
j bescheidene Möbel standen im kleinen herauszuführen aus Aegyptens Knechtschaft und durch A w-um«^« Die Vorräte an Lebens- die Schrecken der Wüste ins gelobte Land zu bringen, mitteln waren nur für einige Tage da ist Gott nicht persönlich und unmittelbar vor den berechnet.^ Sicherbaren es gute, und edle Menschen. > Pharao getreten und vor dem Volke hergezogen/son- “ dern den Moses und Aron hat er zu Führern bestellt.
Und auf welche Weise hat Gott dem Elias das Leben gefristet? Die Witwe von Sarepta hat er beauftragt, den Propheten in Soft zu nehmen. Ist das nicht wunderbar? Gott hätte ja irgendwo in'
wivujuu. oiuyci ibutcji yurt wiuv w wvcii'iu^H. j Wie hätte sonst Maria, die reinste Jungfrau, die' Hochzett mit ihrer Gegenwart beehrt. Nicht bloß leiblich, sondern auch geistig waren sie verwandt mit der heiligen Iungfaru. Waren die Leute auch arm, so i hofften sie doch, durch Emsigkeit und Fleiß ihren Le- : bensunterhalt zu verdienen. Die zwei Gruirbbediitgun- I gen des Glückes lagen in ihrem Schoß: die gegen- I fettige Liebe und das Vertrauen auf Gott. Die Vor
sehung, welche auch bis Raben und Sperlinge nicht verhungern läßt, wird auch für sie sorgen; das war ihr Glaube, das ihre Ueberzeugung; und diese Uebrr- ' zeugung wurde nicht zuschanden. Gleich am Tag« der
Hochzeit zeigte sich ihnen die Vorsehung in wunider- barem Lichte. Und die Hand dieser Vorsehung war
., Als die Gäste beim fröhlichen Mahle saßen, huscht« plötzlich ein Schatten der Verlegenheit über die Gesichter. Der Wein war am Ausgeheu, Mit den Hellen Augen der Siebe und des Mitleids bemerkte es Maria. Die Mäser standen leer; die Tischgenossen schauten einander an. Eine große Beschämung stand den Brautleuten bevor. Wozu brauchen sie zu heiraten, wenn sie nicht einmal genug Wein haben zur Hochzeit? Doch Maria in ihrer Güte sann auif Abhilfe. Sie entdeckte eine gute Weinquelle: die Allmacht ihres Sohnes. Vertrauensvoll wendet sie sich an Jesus mit oen Worten: sie haben keinen Weint Als wollte sie sagen: mein lieber Sohn; unsere Verwandten sind in großer Verlegenheit; der Wein ist am Ausgehen; schaffe «nen genügenden Vorrat herbei! — „Meine Stunde noch nicht gekommen," erwiderte der Heiland, ^sulrgt diese Antwort nicht als Abweisung? Maria »wer gibt das Spiel nicht verloren. Sie tritt vor die
Diener des Hauses mit der Bitte: „Was immer mein Sohn euch sagen wird, das tut." Und der Heiland läßt die dort stehenden leeren Krüge mit Wasser füllen. Majestätisch beugt er sich darüber, breitet die Hände aus, ruft den Segen über das Wasser und siehe, es ist verwandelt in lauteren Wein. Aller Not ist abgeholfen. Die Gäste freuen sich, das Wunder wird angestaunt und in Umlauf gesetzt, der Glaube an Jesu übermenschliche, göttliche Würde bricht sich Bahn.
Siehe, das ist die Ordnung der göttlichen Vorsehung, daß sie zur Erreichung ihrer Absichten sich der Menschen als Werkzeuge bedient. Die allerseligste Jungfrau war gleichsam die Hand, das Werk
zeug der göttlichen Vorsehung, um Gottes Güte und , ., ..... . u„. ______________ ________ _,____
Allmacht ins Licht zu setzen, um bobrängten Menschen liegt die Entscheidung. Trägt euch darum alle in die zu helfen. * Aus vielen Stellen und Beispielen der Listen ein, ihr werdet damit Vollstrecker des göttlichen heiligen Schr.ft kannst du diese Regel der Vorsehung Willens und helft euren Kindern, daß sie das kostbarste herauslesen. So hatte Gott beschlossen, Aegyptèn und ' " * " ~......
Kanaan vor dem Hungertod zu retten. Der Man
ober, den er zum Brotherrn bestellte, war Joseph. Diesen hat er hervorgezogen aus dem Kerker, ihn auf . den Thron gesetzt, ihm Erleuchtung und Herrscher-
Loben gefristet?
der Wüste einen Tisch au-stellen und mit Lebensmitteln decken können. Das hat er nicht getan. Einer Witwe, die selber am Hungertuch nagte, hat er di« Aufgabe zugewiesen, für seinen Liebling Elias zu sorgen. Und das Werk' gelingt. Nicht .bloß der Prophet, auch die Witwe mit ihrem Söhnlein fristen ihr Leben aus dem Mehltopf, der nicht abnimmt, und aus dem Oelkrug, der nicht leer wird.
Sieh also, jede Hilfe durch Menschen ist eine Hand der Vorsehung. Kannst nicht auch du eine hand, em Werkzeug der Vorsehung werden? Ohne ZweifÄ. Du bist Vater oder Mutter und bist über Shber und Familie gesetzt. Dann hast du eine Anstellung von der göttlichen Vorsehung. Dir ist im Steife der Familie die Vermittlung der göttlichen Allmacht, Weisheit und Güte anvertraut. Die Eltern sind berufen, für das Leben, den Unterhalt, die Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Seht, christliche Ellern. das ist die selbstverständliche Aufgabe, die Gott euch zugowiesen hat. Wenn ihr diese Pflicht versäumt, so handelt ihr der Vorsehung entgegen und versündiget euch schw r. Deshalb die scharfe Mahnung des Völkerapostels: „Wenn jemand für die ©einigen und besonders für feine Hausgenossen nicht Sorge trägt, dann hat er seinen Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Heide" (1. Tim. 5, 8).
Mehr als je ist heute die Hand der Eltern die Lenkstange der göttlichen Vorsehung. Merke dir aber.
daß Gott keine erzwungenen, sondern freie Werkzeuge erwählt. Gott verlangt mithin, daß du deine ganze Kraft, deine Arbeit, dein Gebet, deine Lehre, dein Beispiel in die Wagschal« der Erziehung wirfst. Selbst der Nute muß im Notfall ein P.ätzchrn eingeräumt werden. Wer sie spart, haßt sein Kind. Verliere aber über der Strenge niemals die Milde, die Gute,
welche die erste Großmacht ist im Reiche der Erziehung. Erforsche dich also, ob du ein taugliches Werkzeug bist in Gottes Hand zum Segen der Familie. In diesen Tagen erwächst euch noch eine ganz besondere Pflicht, ihr sollt dafür eintreten, daß eure Kinder auch in Zukunft in knlhonschrn Schulen unterrichtet und erzogen werden können. In eurer Ha d
Gut, den heiligen katholischen Glauben, sich bewahren können.
Besinn« dich, ob du nicht auch andern gegenüber ein« Hand der Vorschung werden kannst. Du brauchst nur die Augen offen zu Heeben für die Not der Men- schen. Es ist nicht immer nötig, einen outen Wein aufzutischen; aber es handelt sich vielleicht um eine Spende von Lebensmitteln, um Ablieferung von Milch . ober Mehl, um Abgabe eines Kleidungsstückes, um einen Geldbeitrag. Oftmals genügt sogar eine freundliche Miene, ein gutes Wort, ein liebreicher Blick, um einen Menschen glücklich zu machen. Der Burgpfarrer.
gut die Erhaltung der konfessionellen Schule.
Zum Beginn der Unterschriftensammlung für Erhalt tung der konfessionellen Schule wurde am Sonntag folgender Hirtenbrief verlesen:
Geliebte Diözesanen!
Von einer Not ohne gleichen ist unser Volk Helin gesucht. Ueberall Elend, Krankheit, Leiden und Sterben^ Schlimmer noch ist die gottlose Entsittlichung, die im Lärm toller Vergnügungen die ernste Predigt überhört, die Gott selbst durch die Zeitereignisse hält. Unglaube und Unsittlichkeit werden unser Volk in den Abgrunlj stürzen, wenn keine Rettung kommt. Christus ist der Retter. Zurück zum Heiland der Welt, der auch uns den Frieden von Bethlehem bringt, wenn wir guten Willens sind und an dem sittlichen und religiösen Aufbau unseres Vaterlandes arbeiten. Bei der Jugend müssen wir anfangen. Von der Erziehung unserer Jugend hängt unsere Zukunft ab. Ist es da verwunderlich, wenn wir mit banger Sorge heute auf unsere Schule schauen, in der unsere Jugend erzogen wird? Wird die Schule wie bisher das gläubige Elternhaus unterstützen, die Kinder zu sittlich starken, überzeugungstreuen Christen zu er- ziehen, oder wird die Schule sie zur Religionslosigkeit und damit auch zur Sittenlosigkeit hinführen? bas ist die Schicksalsfrage unseres Volkes geworden.
Mit tiefstem Schmerz haben wir wahrgenommen,^ daß es Eltern gibt, die für ihre Kinder eine religions-' lose Schulerziehung wünschen. Welch eine schwere Der« antwortung werden sie einmal vor Gott zu tragen Habens