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^tdfag den 19. Dezember

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Auswertung der Mündelvermögen.

Das Jugendamt des Landkreises Hanau schreibt uns: Die 3. Steuernotverordnung sieht eine Aufwertung des Mündelvermögens vor. Eltern, Vormünder, Pfleger und Beistände sind verpflichtet, das von ihnen verwaltete Vermö­gen ihrer Kinder und Mündel bis zum 31. De­zember d. Js., unter Vorlage der Sparbücher, hei den betreffenden Sparkassen, zur Aufwer- hing anzumelden. Die Anmeldefrist dürfen sie nicht verstreichen lassen. Bei der beabsichtigten Aufwertung erfährt das Mündelvermögen eine bevorzugte Berücksichtigung. Die Anmeldung hat bei derjenigen Sparkasse zu erfolgen, bei der das Guthaben besteht. In der Anmeldung ist anzugeben, daß es sich um Mündelgeld handelt, damit eine bevorzugte Berücksichtigung stattfin­den kann.

Hypotheken, Grundschulden und Rentenschul- hen werden ohne Anmeldung auf 15 Prozent aufgewertet.

Die durch Hypothek gesicherte Forderung kann in solchen Fällen höher aufgewertet wer­den, in denen die Forderung auf den Beziehun­gen zwischen unterhaltspflichtigen oder unter» haltsberechtigten Personen oder aus den Be­ziehungen aus der Auselnandersetzung zwischen Miterben, geschiedener Ehegatten, Eâen unb Pflichtteilsberechtigten oder Eltern und Kinder beruht oder wenn es sich um eine Restkaufgeld- forderung handelt, die nach dem 31. Dezember 1918 begründet worden ist. Bei den zu Kinder, und Mündelvermögen gehörigen Hypotheken werden diese Voraussetzungen häufig vorliegen.

Der Antrag auf Aufwertung der Hypothe­kenforderung über 15 Prozent hinaus, ist bis zum 31. Dezember d. Js. bei dem Amtsgericht zu stellen, in dessen Bezirk das Grundbuch ge­führt wird.

* Voraussichtlich keine Erhöhung der Mete im Januar. DerBerl. Lokalanz." will erfahren haben, daß die zuständigen Stellen der Ansicht find, daß gegenwärtig Gründe für eine Er­höhung der Mieten nicht vorliegen. Es wird also für Januar böchstwahrscheinlich bei 66 Prozent und bei Schönheftsreparaturübernahme durch den Mieter bei 62 Prozent der Friedensmiete bleiben.

Der Weihnachtsmann klopft an die Tür mit schwerem Sack und langem Bart und mit dem glänzenden Lichterbaum. So wie wir den Knecht Ruprecht alle in Erinnerung haben, zeigt ihn uns O. O. Hoffmann in seiner wohl- gelungenen Sonderzeichnung für unsere illu­strierte BeilageWort und Bild". Die Bilder der Funkausstellung verdienen das besondere Interesse unserer Leser.

* Stadttheater. Aus dem Theaterbüro wird uns geschrieben: Einer der interessantesten Theaterabende wird heute Freitag in Szene gehen. Frank Wedekind, der bekannte Satyriker wird mit einem seiner besten Werke in Hanau

Male au Wort kommen. erfolg. reichstes WerkKönig Nicolo" oderSo ist das Leben", Schauspiel in drei Akten und neun Bil­dern mit einem Prolog wird zur Aufführung gelangen. Es ist ein Schauspiel ganz Original von elementarer Wirkung, erschütternder Menschlichkeit und bewundernswerter dichte­rischer Kraft. Sonntag nachmittag 3 Uhr findet nochmals eine Kindervorstellung statt, wobei zu kleinen Preisen das WeihnachtsmärchenDer Froschkönig" wiederholt wird. Abends 7% Uhr gelangt die melodienreiche OperetteBoccaccio" zur Aufführung. Für die Mittwoch-Abonnenten findet die 14. Abonn.-Vorstellung bereits am Montag, 22. Dezember statt, da am Mittwoch (Heiliger Abend) das Theater abends geschloffen bleibt- worauf ganz besonders aufmerksam ge­macht sei.

* GesangvereinSumfer. Der Verein hält auch in diesem Jahre wieder seinen vielverspre­chenden Weihnachtsabend mit Ball am 1. Feier­tag im großen Saale derCentralhalle" ab. Außer gesanglichen und humoristtschen Darbie­tungen geht auch eine mit großen Vorbereitun­gen verbundene Operette über die Bühne. Eine Liste zum Einzeichnen befindet sich im Umlauf, auch sind Karten durch alle Mitglieder zu haben.

Neue RelchsgrunüsStze für die öffentliche Fürsorge.

In seiner Sitzung vom 5. Dezember hat der Reichsrat dem Entwurf von Reichsgrundfätzen über Voraussetzung, Art und Maß der öffent­lichen Fürsorge zugestimmt. Diese Grundsätze sollen am 1. Januar in Kraft treten. Von da ab werden für die wichtigsten Gebiete der öffent­lichen Fürsorge im ganzen Reich einheitliche Be- sttmmungen gelten, ohne daß jedoch eine Sche­matisierung der Fürsorge beabsichtigt ist. Im Gegenteil: die Reichsgrundsätze lehnen eine ein­seitige Fürsorge, die alle Hilfsbedürftigen ohne Rücksicht auf Art und Ursache ihrer Not gleich­mäßig behandelt ab. Die Reichsregierung hat wie bisher so auch jetzt daran festgehalten, daß die Opfer des Krieges und der Geldentwertung, die KriegsbefchädiAen und Kriegshinterbliebe- nen sowie die Klein- und Sozialrentner mit be­sonderen Fürsorgemaßnahmen bedacht werden. Neben den allgemeinen Vorschriften enthalten daher die Fürsorgegrundsätze besondere Anord­nungen für die sogenanntegehobene" Für­sorge, die die Kleinrentner, Sozialrentner und die ihnen Gleichstehenden sowie die Kriegsbe­schädigten und Kriegshinterbliebenen umfaßt.

Die allgemeinen Fürsorgebesttmmungen ent­halten den Leitgedanken, daß die Fürsorge den Hilfsbedürftigen möglichst in den Stand setzen soll, sich und seinen unterhaltsberechttgten An­gehörigen den Lebensbedarf selbst zu beschaffen. Die Fürsorge wird deshalb alle Einrichtungen für Hilfsbedürftige, besonders solche zur Be­schäftigung Erwerbsbeschränkter in erster Linie zu fördern haben. Hilfsbedürftig ist, wer den notwendigen Lebensbedarf für sich und seine unterhaltsberechttgten Angehörigen nicht oder nicht mehr ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln beschaffen kann und ihn auch nicht von anderer Seite, insbesondere von seinen Ange­hörigen erhält.

Die neuen Grundsätze stellen auch klar, was in Zukunft an die Fürsorgebedürftigen gewährt werden soll: Lebensunterhalt, insbesondere Unterkunft, Nahrung, Kleidung, Pflege, Kran­kenhilfe, Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Daneben erhalten Minderjährige Erziehung zur Erwerbsbefähigung, Schwangeren und Wöch­nerinnen wird je nach Art und dem Grad ihrer Hilfsbedürftigkeit ärztliche Behandlung, Entbin­dungskostenbeitrag und Stillgeld gewährt unter Sicherstellung der Familienwochenhilfe im Sinne der Reichsversicherungsordnung. Blin­den, Taubstummen und Krüppeln wird die Er­werbsbefähigung gewährleistet, insbesondere auf dem Wege der produktiven Fürsorge. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit tritt eine Unterstützung bis zum Lebensende ein.

Eingehende Bestimmungen find darüber ge­troffen, welche eigenen Mittel der Hilfsbedürf- tige vor Gewährung der Fürsorge einzusetzen hat. Insbesondere 'dürfen die Fürsorgestellen bei Kleinrentnern und Sozialrentnern nicht ver- iis Re­gung geistiger, ^èstnder's wissenschaftlicher oder künstlerischer Bedürfnisse bienen, verwerten müssen, ehe ihnen aus öffentlichen Mitteln Hilfe zuteil wird. Für die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen wird als Mindestmaß der Hilfe das für die Kleinrentner vorgeschlagene Minimum gewährleistet. Im übrigen bleibt die bisherige besondere Sozialfürsorge für diese Kategorien aufrechterhalten.

Die Grundsätze des Reiches geben den Län­dern nur allgemeine Richtlinien für die Aus­übung ihrer Fürsorge, sie hindern sie keines­wegs, darüber hinaus weitere Hilfe zu gewäh­ren. Das gleiche gilt für die Fürsorgeverb-nde

* Den 4. Preis erhielt die Finna I. H i m m l e r in der anläßlich der Hafenein­weihung stattgefundenen Ausstellung im Schau­fensterwettbewerb in der Weltkugel. Die Preise waren von den Kraußwerken ausgesetzt worden.

* Freibankverkauf Samstag, 20. Dezember, von 88% Uhr für die Nr. 13011350; Preis pro Pfund Rindsleisch 50 Pfg.; Höchstgewicht 2 Pfund.

Jubilar-Ehrung. Im Bürgervereln fand gestern mittag eine schlichte Feier statt, die der Ehrung des Herrn Erdmann Schwenke galt, der am gestrigen Tage auf eine 25jährige Tätigkeit als Küchenchef im Bürgerverein zu­rückblicken konnte. In dem mit Blattpflanzen und Tannengrün reich geschmückten Gartensaal hatten sich Vertreter des Bürgervereins-Vor­standes und der Vereine, die im Bürgererein domizilieren, sowie Vertreter des Gastwirts- gewerbes und des Jnnungsausschuffes, und schließlich das gesamte Personal eingefunden, um dem Jubilar die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Herr Friedrich Deines tat dies im Namen des Bürgervereinsvorstandes in einer kurzen Ansprache, in der er die Ver­dienste des JubUars würdigte. Als äußeres Zeichen der Anerkennung für die den Bürger­vereinsmitgliedern geleistete Arbeit überreichte er dem Jubilar eine Geldspende, ferner ein von der Handelskammer verliehenes Diplom für langjährige Dienste in ein und derselben Firma. Herr Gaswerksdirektor v. G 8 ß l e r über­mittelte die Glückwünsche der Samftagia-Ge- sellschaft, ebenfalls eine Geldspende überrei­chend. Im Namen des Deutschen Gastwirtever­bandes übergab Herr Stadtverordneter An­ger dem Jubilar die Goldene Medaille für Fleiß und Treue. Den Glückwünschen schloß sich an Herr Syndikus Dr. B e n tz namens des Jnnungsausschuffes Hanau. Herr Wein- r a n ck gratulierte km Auftrag des Schwärmer- Stammtisches und überreichte eine Geld­spende, während Herr Otto Bracker die Glückwünsche und Spenden der Dienstags- Kegelgesellschaft bezw. des Stammtisches Hiddigeigei" übermittelte, und den Wunsch zum Ausdruck brachte, daß es dem Jubilar ver­gönnt fein möge, noch manche Proben feiner köstlichen Kochkunst abzulegen. Nachdem noch der Pächter des Bürgervereins, Herr H. G u t- mann, dem Jubilar für seine langjährigen treuen Dienste herzlich gedankt und ihm als äußere Anerkennung der Dankbarkett eine Spende überreicht hatte, schloß sich das Personal, das ebenfalls feit lan­gen Jahren im Dienste des Pächters steht, den Gratulationen an. Sichtlich gerührt ließ der Jubilar, für all die ihm zuteil gewordenen Ehrungen seinen Dank aussprechen. Im Laufe des Tages wurden dem Jubilar von den ver­schiedensten Seiten noch mancherlei Ehrungen zuteil; am Abend brachte der Brodtsche Män­nergesangverein dem Jubilar ein Ständchen, womit der Ehrentag einen stimmungsvollen Abschluß fand.

Landkreis Kamm.

Windecken, 19. Dez. (Weihnachtsfeier im Mädchenbund.) Zur Weihnachtsfeier des Ev. Mädchenbundes, die tm vorigen Jahre infolge der Ungunst der Zeitverhältniffe nicht stattfinden konnte, fanden sich am vergangenen

ämmen. Ihre wurden wohl noch

übertroffen Angespornt von dem ihnen ent- gegengebrachten großen Interesse gaben die Mädchen tn ihrem Singen und Sagen, in ihren ernsten und heiteren Darbietungen wirklich das Beste. Welch schöne Eröffnung bildete der zweistimmige Chor:Der Herr hat Großes an uns getan", dessen sich steigernde Kraft schon bernortraf. Weihnachtlich wurde es einem zu Mut, als die alten lieben Weihnachtslieder er­klangen, in die teilweise auch die Zuschauer mit ein stimmten wie in einer großen Familie! Andächtig lauschte man den verschiedenen Weih­nachtsgedichten, die, wie besonders das Wilden- bruchscheWeihnacht" und das Gedicht von Fr. Stolze, an Gedächtnis und Auffassung der Vor­tragenden hohe Anforderungen stellte, denen sie aber vollauf gerecht wurden. Der erste, rein auf das Weihnachtsfest abgeftimmte Teil der Feier, brachte nach dem Begrüßungswort des Herrn Pfarrer Lipphardt, der u. a. die Mädchenbund­sache in ihrem Verhältnis zur allgemeinen deut­schen Jugendbewegung kurz charakterisierte, ein schon vor drei Jahren aufgeführtes, aber von vielen Seiten wieder erbetenes Krippenspiel

(ein Weihnachtsspiel von Hilger), das auch dies­mal alle Anwesenden in seinen Bann zog und uns zu Zeugen machte der Geschichte von Beth- lehem, der Anbetung der Hirten, der Ankunft der hl. 3 Könige. Heiliger Ernst lag über dem ganzen Spiel. Joseph und Maria (Frl. S. Ste­phan und S. Simon) wirkten durch ihr wunder­bar schlichtes und natürliches Spiel. Was Wun­der, daß es nach dem Fallen des Vorhanges so froh, so feierlich durch den großen Raum klang:Stille Nacht, heilige Nacht". Der Zweite Teil war durchaus heiterer Art; nicht nur in den vorgetragenen Gedichten, vor allem in den Aufführungen. Schon die beiden kleinen Weihnachtsfestspiele:Als Nikolaus brummte* undChristkindleins Weihnachtskuchen" erreg- ten infolge ihres neckischen Spiels viel Heiter- keit. Zwischendurch wurde der Weihnachtsbaum abgebrannt. Sodann ein LustspielMüller und Schulze". Das Stück wurde flott und gut ge- spielt', das Fräulein (K. Dahl) erregte unser Mitleid, aber die Müllerdorte (ß. Schneider) rief mehrere Lachsalven hervor. Nicht weniger Frl. Gr. Fisher als Schwiegermamo in dem LustspielLieber Besuch". Nach einem kur­zen Dankes- und Schlußwort des Herrn Kreis- pfarrer D. Henß erklang noch ein gemeinsames Wechnachtslied. Di« Feier hatte ihr Ende er­reicht; aber in der Erinnerung wird sie noch eine Weile leben. War sie doch wieder ein schö­ner Ausdruck des Geistes, der in unserem- chenbund waltet, seines Ernstes und seiner Frische, seines Wollens und seines schönen Könnens. H. L

Dörnigheim, 17. Dez. Der älteste hier an- scisfige MännergesangvereinEintracht" ge­gründet 1860 veranstaltet wie alljährlich am ommenden Sonntag sowie am 1. Weihnachts- eiertag abends 7 Uhr im Saale zur Mainlust einen diesjährigen Theaterabend unter der be­währten Leitung feines bekannten Regisseurs Herrn Peter Boos (Mitglied des Vereins). Die Auswahl des Stückes, die OperetteDer Weg in's Paradies" scheint ein guter Griff gewesen zu sein. Ferner hat der Verein keine Müh« und Kosten gescheut, um einen wirklich unter­haltenden Abend zu bieten. Die Begleitung der Operette wird von einem Streichquartett des MusikvereinVorwärts", Fechenheim aus­geführt. Alles in allem versprechen diese beiden Abende recht interessant und unterhaltend zu werden, so daß die Besucher voll und ganz auf ihre Kosten kommen werden.

Wetterbericht.

Dorberlage bis ^reitaa abend : Trocken, leichter Nackttrost, schwacke Lustbewegung.

Witterungsaussichten bis SamStag: Keine Aende­rung.

Don der Sinobühne.

* Modernes Theater. Infolge des großen Erlolg-S bat die Direktion des Mod-rnen Tbeater? Hanni Weiße und ihr Ensemble noth für einen Abend "erpflicktet w das persönliche Gabsviel verlängert. Heute findet nun eine geschlossene Slhrtrtxmfetong statt find zwar im Rahmen em^S einmaligenBunten Mettck-Abends". DaS Programm entbâlt it. a. beide ersolareieden Sketsche:Die VenuS vom Kurbelkasten" . lein Blick - hinter die Kulissen des Films) undDas Mädel mit den zwei Herzen", eine lustige Sacke mit Gelang und Tanz. Außerdem läuft noch der Hanni Weiße-FilmTer Evangelimann". Beginn der Vor- Heflunn 8 Ubr.

* Ahoria-Lichtspiele. Ab beute gelangt daS SchmugglerdramaStürme" zur Auffübrung. Der Ruf, der dem Film vorangebt, läßt daraus schließen, sah man es bier mit einem Film der amerikanischen Lpitzenproduktion zu tun bat: House Paters spielt die Hauptrolle. In Amerika ist eS der größte unter den männlichen Stars und seine Filme sind überall Kassenmagnete. Dodo in Bagdad ist ein amüsantes Lubspiel mit dem beliebten Komiker Dodo. Die neue Hauskapelle illustriert die Bilder sinngemäß.

7 An der Spitze stehen jügerolÄ

mit de mantiseptiich wirtenden Zusatz, Tausende glânzenderBegutachtungen! Absatz vieler Millionen Pakete

Weisen Sie also elles andere, als ebensogut Jhnen dafür angeborene energisch rurüdt*

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BL 5, CAHN, ^âlkMMLM. 6