200. Jahrgang.
SanauerS Anzeiger
General-Anzeiger / Zugleich amtliches Organ für den Landkreis Kanan.
General-Anzeiger
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Nr. 298
Freilag den 19. Dezember
1924
Die Krise auf dem loten Punkl.
Auch die Miffiou des Reichskanzlers Marx gefcheilert. — Beharren der Fraktionen auf ihrem bisherigen Standpunkt.
In der Regierungskrise ist auch gestern ein Fortschritt nicht zu verzeichnen gewesen, und es ist auch nach Lage der Dinge nicht recht einzusehen, wie man aus der Sackgasse herauskommen will. Gestern morgen hat der Reichspräsident zuerst den Führer der Bayerischen Bolts» Partei, Domkapitular Leicht, und später den Reichskanzler Marx empfangen, mit dem er längere Zeit die durch die Beschlüsse der Fraktionen geschaffene neue Lage besprach. Alsdann wurde Reichskanzler Marx mit der Aufgabe betraut, durch Verhandlungen mit den Parteiführern festzustellen, welche Möglichkeiten für eine parlamentarische Regierungs- und Mehr- Heitsbildung vorhanden finb. Im Anschluß daran begab sich Reichskanzler Marx . in den Reichstag, um. hort mit den Parteiführern über die nunmehr zweckmäßig zu treffende Entscheidung Fühlung zu nehmen. Herr Marx ^verhandelte nacheinander mit den Führens sämtlicher Parteien, mit Ausnahme der Nationalsozialisten und Kommunisten.
Am Nachmittag empfing der Reichskanzler noch die Demokraten und die Führer der Deutschen Volkspartei. Die demokratischen Unterhändler erklärten, daß sie- unbedingt an ihrer ablehnenden,Haltung gegenüber dem Bürgerblock festhalten müßten, während die Führer der Deutschen Volkspartei, Dr. Scholz und Brüning haus, Herrn 1 Marx mittellten, der Beschluß der Deutschen
Aus streifen, die dc
Die Aalionalfoziallstev.
Berlin, 18. Dez. Die Landtagsfraktion der Nattonalfozialistrfchen Freiheitspartei trat heute zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen, in der auch eingehend die politische Lage und die Frage der Kabinettsbildung besprochen wurden. Zu den Gerüchten über eine etwaige formale Verschmelzung der völkischen Fraktion mit den Deutschnationalen, woraus für die Deutschnationalen der Anspruch auf den Präsidentensitz begründet werden konnte, erklärte auf eine Anfrage Abgeordneter Wulle: „Eine Fühlung mit den Deutfchnakionalen ist bisher nicht gesucht worden, wohl aber ist man von neutraler Seit« an uns und die Deutschnationalen herangetreten. Zu Verhandlungen irgend welcher Art zwischen den beiden Parteien ist es nicht gekommen. Jedenfalls wird die völkische Fraktion im Landtag alles unterstützen, was geeignet ist, zum SturzdesSystems Severing zu führen."
Die Sozialdemokratie für die Weimarer Koalttivn.
Berlin, 18. Dez. Die fozialdemokra - tische Fraktion des Reichstags hat am Schlüsse der heutigen Sitzung folgenden Beschluß bekannt gegeben:. Die sozialdemokratische Fraktion ist der Auffassung, daß aus Gründen der äußeren und inneren Politik eine Regierung des Bürgerblocks verhindert werden muß. Im Hinblick auf_bie Haltung der Deutschen Volks-
Memorandum und die Note werde» demnächst veröffentlicht werden.
Auch für Graus die Todesstrafe beantragt.
Hannover, 17. De,. Die Sitzung am Donnerstag begann mit dem Plädoyer bei Staatsanwalts gegen Grans.
Der Nnqcklagte Grans sitzt mit gebengten Schultern, das gesenkte fahle Antlitz dem redenden Staatsanwalt rugekehrt. Der Protest hat seine Nerven stark mitgenommen. Er macht, wenn man so lagen darf, einen abgekämpften Eindruck. Haarmann dagegen sicht wohl und munter ans»
Zum Schluß beantragte Oberstaatsanwalt Dr. Wilde gegen Grans wegen Anstiftung in den Fällen Honnapel und Wittig die Todesstrafe und oauernde Aberkennung der Ehrenrechte; wegen gewerbsmäßiger und gewohnheitsmäßiger Hehlerei beantragte er eine Zuchthausstrafe i on 3 Jahren und Stellung unter Polize auisicht. I
Der Angeklagte Haarmann erbat da» Wort zu einer Erklärung. In fließendem Vortrage gibt er zunächst noch einmal ein kurzes Bild feiner Jugend. Als der Vorsitzende ihn unterbricht und Haarman» fragt, ob er denn noch einmal alle» erzählen wolle erklärt Haarmann mit weinerlicher Stimme: »Ich bin nicht feige! Ich will aber ein gerechtes Urteil für mich und auch für GranS." Haarmann kommt in seinem Schlußwort immer wiever auf Gran» zu iprcchcn. Er bezeichnet ihn «18 keinen Engel, er
wolle ihn aber aus der anderen Seite auch nicht be* lasten. Haarmann wiederholt, daß Gran» jeweil» die Opfer gesehen habe.
Bork. : .Halten Sie denn da» aufrecht, mal Wie über Gran» gesagt haben
Haarmann : „Meine 91 ul sagen batte ich aufrecht. Ich bitte auch meine Glaubwürdigkeit nicht anzu« zweifeln, wenn ich auch als der größte Verbrecher hier hingestellt werde. Gran» wird die Stunde auch noch einmal erleben, wo er sich wird sagen: Ich habe all ein Lump an Haarmann gebandelt.
Der Angeklagte Gran» spricht in seinem Schluß« wort im Gegensatz zu Haarmann nicht mit der Ueberzeugung und G'wandtbeit Er wendet sich erneut gegen Haarmann, bet dem man nie wisse, wo die Wahrheit amhöre und wo die Dichtung anfange. Er bestreitet, daß ihn Haarmann ernährt habe.
Damit wird die Sitzung aufgehoben. Freitag, 10 Uhr vormittag», wird das Urteil gesprochen werden.
Kaarman« und Graus zum Tode verurleilt.
Hannover, 19. Dez. Im Haarmann-Prozeß wurde heute morgen das Urteil gefällt. Haarmann wurde wegen Mordes in 24 Fällen zum Tode, Erans wegen Anstiftung zum Mord in einem Falle zum Tode und wegen Beihilfe zum Mord zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Keine Räumung öer Kölner Zone
Eine ungeheuerliche Verleumdung Deutschlands.
Lord Curzon hat gestern im Oberhaus eine Erklärung abgegeben, in der zum ersten Male offiziell bestätigt wird, daß die Kölner Zone vertragswidrig über den 16. Januar hinaus be-
seien, daß die Kontrollkommission nicht imstande gewesen fei, ihre Arbeiten innerhalb des vorgesehenen Zeitpunktes abzuschließen, so müsse er ganz offen erklären, daß der Grund üM» hie dauer uö« o»»anbige Obstruktion bilde, die ihre Arbeiten während der letzten zwei Jahre seitens Deutschlands erfahren hätten. Dieser Umstand habe die Prüfung der militärischen Lage Deutschlands verzögert. Sobald der Bericht eingetroffen sei — er hoffe, daß er sich nicht mehr lange verzögern werde — würden die Alliierten zu einer Besprechung zusammentreten, um die Frage zu prüfen, bis zu welcher Ausdehnung die Bedingungen des Vertrages erfüllt seien und ob die e r st e Räumungsfrist in Kraft treten könne. Lord Curzon wies schließlich darauf hin, daß die britische Regierung, von diesen Bedenken abgesehen, natürlich nicht das geringste Bedenken trage, die Dauer der Besetzung zu verlängern. Je eher die Besetzung zu Ende gehe, desto besser sei das vom englischen, natürlich auch vom europäischen Gesichtspunkt.
Lord Curzon schloß: Wir wünschen zu einem Zustand der allgemeinen Befriedigung und Wiederherstellung der in Unordnung geratenen wirtschaftlichen Lage Mitteleuropas zu gelangen. Naturgemäß ist die verlängerte Anwesenheit fremder Trupen in diesem Gebiet nicht geeignet, zu diesem Ziele beizutragen. Das ist das allgemeine Ziel der Regierung. Aber aus den Gründen, die ich eben besprochen habe, ist es unmöglich, in diesem Augenblick schon die durch den Vertrag vorgesehene Räumung vorzunehmen.
Die Behauptung Lord Curzons, daß die verspätete Vorlegung des Berichts der I. M. K. K. auf die beständige und dauernde Obstruktion Deutschlands in den letzten zwei Jahren zurückzuführen sei, ist durchaus unverständlich. Allerdings wurden die Kontrollbesuche während der Dauer der rechtswidrigen Besetzung des Ruhrgebiets und die dadurch geschaffene Lage eingestellt, aber sowohl vor 8er Ruhrbesetzung wie nach der Aufgabe des passiven Widerstandes wurden der Kontrolltätigkeit der Alliierten in Deutschland seitens der amtlichen deutschen Stellen keinerlei Hindernisse in den Weg gelegt. Als Beweis dafür kann angeführt werden, daß die I. M. K. K. seit Beginn der Generalinspektion über 1700 Kontrollbesuche, abgesehen von einem belanglosen Zwischenfall, reibungslos hat durchführen können. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die Abrüstung Deutschlands durchgeführt ist Wenn belanglose Kleinigkeiten zum Vorwand genommen werden würden, um die Hinausschiebung der Räumung der Kölner Zone zu begründen, so wäre das ein Beweis dafür, daß auf der alliierten Seite Kräfte vorhanden sind, die die M i l i ärkontrolle zu pol.itischen Zielen mißbrauchen wollen.
arx nunmehr seine
Aufgabe als erledigt betrachtet.
Wie wir erfahren, istderEmpfangdes Reichskanzlers beim Reichspräsidenten auf Freitag vormittag verschoben worden. In amtlichen Kreisen wird die parlamentarische Lage am Abend mit dem Satz gekennzeichnet, daß die gestrigen Besprechungen zu keinem positiven Ergebnis geführt haben, weil sämtliche Fraktionen auf ihren Beschlüssen bestehen.
Fraklionssitzuuge».
Berlin. 18. Dez. Die Bayerische Volkspartei hat in ihrer Fraktionssitzung einstimmig folgendes beschlossen: 1. Aus innen- und außenpolitischen Gründen erachtet die Reichstagsfraktion der Bayerischen Volkspartei die umgehende Bildung einer arbeitsfähigen Reichsregierung für dringend geboten. Jede Verzögerung dec Regierungsbildung schädigt die Interessen des deutschen Volkes. 2. Getreu ihrer bisherigen Haltung im Hinblick auf das Ergebnis der jüngsten Wahlen erachtet die Fraktion die Bildung einer bürgerlichen Mehrheitsregierung für die einzig gegebene und wird eine solche Regierung unterstützen.
Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volks- parket
beschäftigt sich in ihrer gestrigen Sitzung nicht mit den Fragen der Regierungsbildung, sondern mit Anträgen, die im Reichstag einge- bracht werden sollen. Es handelt sich dabei um nicht weniger als 18 Anträge. Unter diesen ist besonders hervorzuheben ein Antrag, der die Wiedereinführung der Reichsfarben schwar- weiß-rot sowie Heraufsetzung des Wahlalters von 20 auf 25 Jahre verlangt. Ferner soll ein Ausschuß von 28 Mitgliedern eingesetzt werden, um die Reichsverfassung mit Rücksicht auf die Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich der Zuständigkeit der Verhältnisse zwischen Reich und Ländern einer Nachprüfung unterziehen. Ein Antrag wünscht, daß die Geschäftsordnung des Reichstags dahin überprüft werde, ob die Difzi- plinarbefugniffe des Reichstagspräsidenten zur Wahrung der Würde und des Ansehens des Reichstages ausreichen. Ein anderer Antrag verlangt die Aufhebung des Artikels 18 der Reichsoerfassung — Gliederung des Reiches — vorbehaltlich besonderer Bestimmungen über- ^renzberichtigungen. Schließlich wird beantragt, 'N einem Ausschuß von 28 Mitgliedern das ge= lOttite Problem der Aufwertung zu prüfen mit uvm Ziel der alsbaldigen Wiederverzinsung der vffentlichen Anleiben, der Erhöhung des Auf- Aertungssatzes und der rückwirkenden Kraft der uufMertungsvorfchriften.
lition, die gewöhnlich als Wirth-Koalition bezeichnet wird, bestand aus dem Zentrum, den Demokraten und den Sozialdemokraten. Die sozialdemokratische Fraktion hat ferner beschlossen, den Anspruch der stärksten Fraktion auf die Benennung des Reichstagspräsidenten zu erheben und dafür wieder den Abgeordneten Löbe vorzufchlagen.
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Zu dem Vorschlag der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, die Weimarer Koalition wieder zu bilden, bemerkt der „V o r w ä r t s": Die drei Parteien Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten stellen zusammen zahlenmäßig die stärkste Kombination dar, die nach dem Scheitern des Bürgerblocks auf der einen Seite und der großen Koalition auf der anderen Seite noch möglich sei. Mit 232 Mann stände die Weimarer Koalition gegen die höchstenfalls 216 Mann der Rechten. Aus eigener Kraft könne die Rechte eine solche Regierung nicht stürzen. Sie könne das nur mit Hilfe der 45 Kommunisten.
Das „Bert. Tageblatt" erklärt zu dem sozialdemokratischen Vorschlag: Auch wir würden es unter den gegebenen Behältnissen als das Erstrebenswerteste erachten. Aber wir verschließen nicht die Augen davor, daß es sich dabei um einen Block handelt, der zahlenmäßig nur eine Minderheit des Parlaments ausmacht.
Die „Germani a" bezeichnet dagegen die Weimarer Koalition nicht nur ziffernmäßig, sondern auch politisch als unmöglich. Das Blatt, das die politische Lage als augenblicklich so verworren wie möglich nennt, hält als einzig gangbaren Ausweg immer noch die schleunige Wiederherstellung der Regierung der Mittelparteien auf der bisherigen Grundlage.
Ob diese Lösung doch noch Tatsache wird, ist jedoch mehr als zweifelbaft, da die „Z e i t" heute wiederum die strikte Ablehnung der Deutschen Volkspartei, sich an einer Regierung der Mitte zu beteiligen, unterstreicht
Neue deutsche Völkerbundsuote.
Berkin, 18. Dez. Die im Völk rbundsrat vertretenen Regierungen, denen seinerzeit das deutche Memorandum über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund mitgeteilt worden war, haben daraus nunmehr sämtlich geantwortet. Da diese Antworten für einen der wichtigsten Punkte deS Memorandums, nämlich für die Frage der Beteiligung Deutschlands an kriegerischen Zwangsmaßnahmen des Völkerbundes, noch keiner! i Klärung brockten, hat die ReichSregierung weit-re Aufschlüsse über diesen Punkt verlangt.
Zu diesem Zweck hat sie das Problem in einer Note an den Völkerbund klargelegt, die zugleich den Regierungen der Ratsmächte mitaeteilt wird. Das
London, 18. Dez. (Oberhaus.) Auf eine Anfrage von Lord Beauchamps, ob die Regierung vor der Vertagung des Hauses eine Erklärung über die Räumung der Kölner Zone abgeben könne, berief sich der Lordpräsident des Geheimen Staatsrats Lord Curzon in seiner Erwiderung auf die Artikel des Versailler Vertrages, die sich auf die Räumungsfrage beziehen. Er erinnerte das Haus daran, daß die Frage der Räumung nicht eine Angelegenheit darstelle, die England allein angehe, sondern daß es Sache der Alliierten sei, die im V e r s a i l l e r D e r- trag niedergelegten Bedingungen zu prüfen. Infolgedessen könne die britische Regierung in dieser Angelegenheit nicht einseitig handeln, sondern erst nach vorheriger Beratung mit ihren Alliierten. Lord Curzon wies ferner darauf hin, daß die Vesatzungs- truppen des sogenannten Kölner Brückenkopfes nicht nur aus britischen Truppen beständen, sondern daß daran auch belgische Truppen und ein kleiner Teil der französischen Besatzungsarmee beteiligt seien. Das Haus wisse, daß die Bedingungen für die Räumung die Frage einschlössen, ob Deutschland die Bestimmungen des Versailler Vertrages loyal erfüllt habe. Diese Frage müsse geprüft werden, bevor die Räumung stattfinden könne und sie schließe natürlich die Gesamtheit der im Versailler Vertrag niederge- tegten und von Deutschland durch die Unterzeichnung des Vertrages angenommenen Bestimmungen ein. Was die Reparationsfrage angehe, fo bestehe fetzt allgemein die Hoffnung, daß seit der Annahme des Dawesplanes und der jetzt beginnenden Ausführung desselben diese Frage als gelöst betrachtet werden könne. Falls Deutschland auch fernerhin den Dawes- plan loyal durchführe, so stehe zu hoffen, daß sich keine Frage einer Teilverfehlung erheben werde. Ganz anders tagen die Verhältnisse mit Bezug auf die militärischen Bedingungen des Versailler Vertrages. Bevor die auf die Räumung Kölns bezüglichen Artikel )es Vertrages in Kraft treten könnten, müßten ich die Alliierten überzeugen, daß die militari* chen Bedingungen des Versailler Vertrages von Deutschland loyal durchgeführt wurden. Die augenblickliche Lage sei die, daß man jetzt einem Bericht der interalliierten Militärkommission entgegensetze, die seit mehr als zwei Monaten damit beschäftigt sei, die militärische Lage Deutschlands zu prüfen. So viel ihm bekannt sei, müsse es als unmöglich gelten, daß hiefer Bericht vordem! 0. Januar192 5, d. fk vor dem genauen Zeitpunkt, an dem die ersten fünf Jahre der Besetzung abtiefen, in die Hände der Regierung gelange.. Wenn das Haus ihn frage, welches die Gründe dafür