Selke *
biejenigen Bedingungen der Deklaration hingewiesen werden müsse, die England besondere Rechte und Vorrechte einräumten. Mt bieiem klaren Vorbehalt müsse die Verantwortung für die Regierung der Landes in den Händen der Aegypter bleiben. Unter Bczugnal-me auf die Schwierigkeiten der Franzosen in Tunis und Marokko schließt die „Times", die Ausgabe der Führung der erwachenden Völker Nordafrikas erfordere ein engerer Zusammenwirken unter den hauptsächlich dafür verantwortlichen W e st m â ch t e u.
Lovttdges Botschaft an den Kongretz.
Stcw Kork, 3. Dez. In seiner Botschaft an den Kongreß lehnte Coolidge den Völkerbund mit , den schärfsten Worten ab, sprach sich aber für ein Schiedsgericht auk, jedoch nur unter großen Einschränkungen, »a Amerika nicht in fiemde Angelegenheiten verwickelt zu werden wünscht. Eine zweite Abrüstungskonferenz, könne erst nach Erledigung der europäischen Pläne für die Konferenz stattfinden. Japan» Beunruhigung wegen der amerikanischen Flottenmanöver wies er unter der Begründung zurück, daß jedem Staat das Recht zustande, seine Streitkräfte zu entwickeln und daß ein Manöver keinerlei anderweitige, also feind- Wige Haltung bedeute.
Die Bluttat in Karger.
Siegen, 2. Dez. Zu der gestern gemeldeten Mordtat in saiger werden noch folgende Ein- eeiten gemeldet: Die Villa Angerstein
_t ziemlich verlassen jenseits der Bahn. Angerstein, ein Mann hoch in den dreißiger Jahren, Geschäftsführer von Van der Zyen, war gestern abend wie gewöhnlich zur Post gegangen. Als er von seinem Gange zurückkehrte, hörte er Tumult in seinem Hause. Beim Betreten des Grundstücks erhielt er einen Stich, der ins Herz treffen sollte, sein Ziel aber verfehlte. Er lief zurück und scyleppte sich noch in die Nähe des Hauses, in dem Direktor Müller von der Hansagesellschaft wohnt. Dort schrie er um Hilfe, worauf Bahnb/amte und in der Nähe weilende Leute herbeieilten. Inzwischen war die Tat im Hause Angersteins geschehen. Frau Angerstein fand man mit 18 Stichen tot imSchlafzimmer. Die Leiche ihrer Schwester lag in der Küche, die der Mutter der Frau Angerstein in dem Badezimmer. Im unteren Stockwerk befinden sich nur B^roräume. Dort fand man zweiBürogehilfener- schlagen auf. Auch z w e i Gärtnergehilfen, die im Garten mit Arbeiten besänftigt waren, wurden gleichfalls erschlagen vorgefunden. Die jungen Leute sind wahrscheinlich auf den Lärm hin zu Hilfe geeilt und von den Mördern überwältigt worden. Ein zwölfjähriges Kind wird vermißt. Die Bande hatte die oberen Stockwerke vollständig mit Benzin getränkt, das sie anscheinend aus einem Lastauto herangeimleppt hatten. Nach Anzünden des Hauses breiteten sich die Flammen so schnell aus, daß das Dienstmädchen in seinem Zimmer verbrannt ist. Ihre verkohlte Leiche ist aufgefunden worden. Angerstein selbst wurde ins Krankenhaus nach Haiger überführt. Wie man hört, find schon Monate vorher Angriffe gegen die Familie Angerstein gerichtet worden, die sich "am Ort großer Beliebtheit erfreute. Auch die Nacht vorher sind verdächtige teilte um das Haus herum bemerkt worden. Man hat ihnen aber weiter keine Beachtung geschenkt. Man nimmt an, daß die Bande aus 10 bis 20 Mann bestanden hat, die sich nach vollbrachter Tat wohl in die umliegenden Wälder zerstreut hat. Die Verbrecher haben mit großer Umsicht gearbeitet, das Telephon durchschnitten, um den Angegriffenen eine Verständigung mit der Stadt unmöglich zu machen, haben die Wasserleitung zerstört, damit der nachher angelegte Brand nicht gelöscht werden konnte, und einen Schäferhund umgebracht. Die Mörder hatten es wahrscheinlich auf die Lohngelder abgesehen, die in einem Kassenschrank unterge
Kunst und Wissenschaft.
Viertes Monkagskonzerl
-es Frankfurter Orchefterosiems.
. Drei Erstaufüfhrungen: Die „Fantastischen Miniaturen" des Frankfurter Komponisten Bernhard Sekles sind eine amüsante Orchester- spielerei. Sekles beherrscht natürlich' die Mittel und versteht sich auf Vielfarbigkeit und keckes Gemisch. Gedämpfte Streicher, solisti- sches Hervortreten bestimmter Instrumente, liebevolle Bevorzugung der Holzbläser, Harfenglissando, neckisches Schlagzeug — für äußerliche Phantastik ist gesorgt. Um die innerliche steht es weniger gut. Hier enthüllt sich die Arbeit als Belanglosigkeit und empfiehlt sich hauptsächlich durch verdienstvolle Kürze. Motivische — nicht thematische! — Erfindung und Harmonik tragen das Gepräge einer.Richtung, nicht das einer Persönlichkeit. Deshalb wirkt das Ganze wie ein Stück Mode von Vor- gsstern. Ob feine Entstehung weit genug zurückliegt, um diesen Eindruck zu erklären?
Von Claude Debussys Phantasie für Klavier und Orchester gilt Aehnliches. Debussy, be-
9ero°rben als Komponist von „Pellias E Mellsande" in Frankreich als Erlöser von ^^tz^rfcher Bestellung gepriesen, natürlich aud) lN Deutschland mit Heftigkeit bewundert, tft zweifellos auf seine Art ein bedeutender Könner seine Kunst, unter Ausschaltung des Melodisch-Linearen nur noch mit Akkord- folgen und koloristischen Mitteln sozusagen impressionistisch — pointolistisch Musik zu machen, kann man für erstaunlich erklären Das gestern gespielte Werk zeigt ihn noch nicht auf der Höhe dieser Kunst. Hier treten noch Linien und rhythmische Gebilde hervor, ja, das Allegro molto schien ein volkstümliches
MMwoch Mn 3. Dezember
bracht waren. Da die Täter gestört worden sind, ist ihnen der beabsichtigte Raub mißlungen.
Von der Behörde sind noch in der Nacht umfassende Maßnahmen zur Ergreifung der Mörder getroffen worden. Die ganze Gegend sowie sämtliche Bahnhöfe sind gesperrt. Fünf Polizeihunde wurden sofort auf die Spur der Mörder gesetzt. Es ist zu hoffen, daß diese Maßnahme bald zur Ergreifung der Raubgesellen führen werden. Der im Krankenhaus liegende Direktor Angerstein befindet sich auf dem Wege der Besserung; man hofft, daß er mit dem Leben davon kommen wird.
Schündung des deukfchen Nattorral- ttolzes.
Oberstleutnant a. D. Wilhelmi.
Das bentfcfie OffizierkorpS unserer ruhmreichen alten Armee gehört zu den nationalen Ueberlieferungen deS deutschen Volles auf die sie mit Recht stolz sein kann. Als Beleidigung deutschen Rationalliolzes„mir es angesehen werden, wenn der deutsche Staatsbürger Ignaz Wrobel in der Weltbühne vom 18. November 1924 fick wie folgt in einem Aussatz überschrieben „Der Fall Nathnsins" äußert:
„Ich habe im Jahre 1919 an dieser Stelle in einer langen Reibe von Aussätzen die Brutalitäten, die Dummheiten, die Roheiten, die Unterschlagungen und die Diebstähle, die viehische Knechtung der eigenen Landsleute und die erbormnngslo'e Behandlung Fremder durch die deutschen Offiziere gekennzeichnet.
Die deutsche Okkupation hatte eine wohn- finnige Wut, eine Weissglut von ^atz unter bett maßlos gequälten Bürgern bervorqe- rufen. Der bis zum Siedepunkt überhitzte Kessel, vier Jahre ohne Bentil entlud fi-h in einer Reths von Gerichtsverhandlungen gegen deutsche Offiziere und Mannschaften, und die wurden zur großen Befriedigung der französischen Bürger, die ihren Staat nun nicht mehr vergeblich angerufen hatte«, wenigstens formell bestraft."
Aus meiner Erfahrung möchte ich — sicher ans einer Millionen Zahl von Fällen anderer Kameraden — einige Beispiele gcaeunberstellen.
Im Herbst 1914 starb ein Hauptmann meines Regiments den Heldentat und wurde in Roye zur letzten Rube gebettet, die französischen Quartierwirte erschienen zur Beerdigung und spendeten Blumen auf das Grab.
Ein weitere? Beispiel vom Schluß deS Feldzuges 1918 vom Rückzüge durch Belgien, wo der Moment des seelischen Zwanges, aus Klugheit dem Sieger höflich gegenüber zu treten, doch wohl nicht in Frage kommt:
Ich lag in dem sauberen Häuschen einer sehr ordentlichen belgischen Arbeiterfamilie im Quartier, der Mann war in deutscher Gefanaenschaft. A'S ich mich beim Fortgehen für die auffallend freundliche Behandlung bedankte sagte die Frau: Ich babe vor kurzem einen Brief von meinem Mann bekommen: eS geht ihm aut, er schreibt lobend über feine Behandlung bei den Deutschen und da wollte ich mich erkenntlich zeigen.
Das Bild des deutschen Landwehrmannes der in Feindesland die Kinder der Familie auf dem Schoß vatte und als Frènnd' und Berater de? Hauses galt, wenn der Vater auch in der Front stand war, dock nichts Ungewöhnliches.
Als weiterer Fall tiefster Verletzung des National- stolzes muß die Vorderseite des 8-Uhr-Abendblattek vom 23. August 1924 angesehen werden. UeberfChrist: „Der ReichstagSkanipf um London". Eine Zeichnung: der Reichskanzler Marx an seinem Pult im Reichstag, soeben das Wort ergreifend. Unmittelbar neben de, Ueberschrift und in unmittelbarem Zusameuhang mit dem Bild des deutschen Reichskanzlers befindet sich in einem Kreis das Bild der Pola Negri — die wenn ich mich nicht irre Deutschland verraten bat — mit der Umschrift: „Pola Negri im Schatten von Paris."
Für jeden Nationalempfindenden übt diese Zusammenstellung, die nur einem Linkèblatt — wenn es sich auch Natiünalzeitung nennt — passieren kann, eine geradezu katastrophale Wirkung ans.
Und nun fei noch als letzter ein besonders krasser Fall mitgeteilt : In der Zeitschrift „Junge Menschen", welche die Jugend int Geist des Professor Schücking und Oiiiddc erziehen will, die sich reif machen soll zum Eintritt in jenen famosen republikanischen ReichSdund
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(provenzalifches?) Element zu enthalten. Gerade deshalb aber, weil hier noch von Musik im veralterten Sinne die Rede sein könnte, empfindet man die Unzulänglichkeit des Ereignisses. Um es auf gut deutsch „ohne Hörner und Klauen" zu sagen: dies Gestalten in Gestaltlosigkeit ist vernichtend langweilig. Dazu kommt die wenig glückliche Behandlung des Klavierparts, der vom Orchester fast durchweg überwuchert wird. Selbst Eduard Erdmann und der Bechsteinflügel kommen nicht auf. Man sah viel Kraft und Anstrengung, ohne sie recht zu hören. Man bedauerte die hervorragende Leistung eines hervorragenden Künstlers schnöd vertan zu sehen.
Die dritte Neuheit: La Balse von Ravel habe ich nicht mehr hören können.
Zum Gewinn wurde der Abend dadurch, daß der Moderne Handns O-âur-Symphonie (Nr. 13) gegenübertrat. Eine prächtige Gegenüberstellung! Haydn frisch, neu, jung und herrlich wie am ersten Tag. Und die andern? Greisenhaft, verkalkt, voller Schrullen und — schon abgetan. Denn das wurde einem seltsam klar: die jüngste Komponistengeneration hat im Kerne Recht, wenn sie nicht nur unter, sondern durch die Entwicklung unserer Musik einen dicken Strich machen will. Auf dem Weg, auf den wir gelangt waren, gab es kein Vorwärts mehr. Selbst ein verlegenes und ratloses Suchen, selbst ein neuer Irrweg ist schließlich dem gedankenlosen Trott ins Nichts vorzuziehen. —
So interessant — unbefriedigend der größere Teil der Vortragsfolge inhaltlich war, so vortrefflich war überall die Leistung des Orchesters. Den besonders herzlichen, ungemein lebhaften Beifall, den die Wiedergabe der Symphonie weckte, ließ Professor Wendel mit Recht der Gesamtheit der Spieler zuwenden.
W.
unter Führung te8 Triumvirats Haemsch—Preuß- Luppe ! |Unb für da? Reichsbanner Schwarz-rot-gold, ist die Rede des franrösitchcn Pazifisten Mark Sanglier in der französischen Depntiertenkammer abgedruckt. Nachdem dieser erwähnt hatte, daß durch die deutschen Friedensfreunde ein Wiederversöhnungsopfcr organisiert fei, sagte er unter anderem:
Ein Deutscher gab als WiederiöhnnngSopfer ein Bronzerelief Bismarcks mit folgenden Worten: Un- nlücklicherweiie besitze ich nichts anderes, vielleicht sönnen sie es schmelzen lassen. Ich möchte er opfern, um zu beweisen, daß ich mich ganz von diesem Geist befreit habe . . . Weiter berichtet Mark Sanglier eine große Anzahl junger deutscher Pazifisten hätten gesagt, wir wollen umsonst die zerstörten Gebiete wieder aufbanen. ES sind unsere Väter, unsere Armeen, die diese Länder verwüstet haben. Wir, die Jungen, die wir auf alle schuldbeladenen Traditionen der prenßischen Politik und des alldeutschen Militarismus verzichtet haben, wollen diese verwüsteten Regionen wieder berstellen.
Ich frage ob solche Schändungen des Nationalstolzes in irgend einem anderen Lande möglich wären ?
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DaS ist kommunistischer Grundsatz. Er ist von ihnen in Charkow in Sudrußland angewandt worden. Als dort die Unruhen ausbrachen, weil der sowjetistische Rat der Volkskommissare für die „höheren Interessen der Dritten Internationale" bei den Bauern Weizen enteigneten, schrieb die in Odessa erscheinende „Jswjestija" :
„Wenn der unstichhaltige Einwand erhoben wird, daß die Bevölkerung Hungers sterbe, so ist darauf zu erwidern, daß die kommumstische Politik sich nicht von Sentimentalitäten leiten lassen kann und unsere braven roten Truppen haben nur die verdienten Repressalien vollzogen, als sie den Mund der 18 000 Arbeiter und Vorstädter von Charkow, die revoltierten und die nach Odessa bereits verladenen Weizentransporte beraubt haben, mit Erde zustopften."
So sehen die
„ßegniilM aus MeM'asii“
aus, mit denen die Kommunistische Partei auch Deutschland beglücken will. Darum am 7. Dezember keine Stimme einem Kommunisten!
63. DelegierkerNag
des Milleldeulschen Kleinkaliber-Schützen- Verbandes.
(Eigenbericht.)
Großkarbea, 1. Dez. Auf dem Selzerbrunnen bei Goßkarben fand am letzten Sonntag nachmittag der 63. Delegiertentag des Mitteldeutschen Kleinkaliber-Schützenverbandes statt, der gut Aus den Verhändlungsgegen- ständsn ist besonders hervorzuhoben, daß eine Einteilung des Verbandsgebietes in Unterbezirke erfolgt, um in den einzelnen Bezirken intensivere Kleinarbeit leisten zu können. Voraussichtlich wird die Einteilung wie folgt vorgenommen: Bezirk Groß-Frankfurt (alle Vereine, die dort bereits bestehen), Nassau (Höchst usw.), Starkenburg (Bieber, Heusenstamm, Jügesheim usw.), Hanau (Fechenheim, Enkheim, Hochstadt, Mittelbuchen, Ostheim usw.), Oberhessen (Friedberg, Assenheim, Großkarben, Vilbel, Ock, stabt usw.). Die Delegiertenversammlung überläßt die endgültige Ausarbeitung dieser Neuerung dem Verban'dsvorstand und dem Ausschuß. Der Verband beabsichtigt für seine Mitglieder eine Kollektiv-Haftpflicht- uno Unfallversicherung einzugehen. Nach Erledigung einiger sich aus der Verhandlung ergebender Vorfragen, soll in einer Ausschußsitzung die Versicherung endgültig beschlossen werden. Auf Antrag des Vorstandes wurde weiter beschlossen, wie in der Schweiz die 10er Ringscheibe einzuführen und die gegenwärtig benutzte 20er Ringscheibe dergestalt zu ändern, daß die Ringe 11—20 im schwarzen Trefferfeld von 12 Cm. an liegen. Verschiedentlich wurde Klage über die Ungleichmäßigkeit der zur Zeit benützten Munition geführt, doch beschließt die Versammlung einen Antrag Höchst, der es dem Schützen freistellen sollte, welche 6 mm-Munition er verwenden wolle, vorerst zurückzustellen, bis zwei Delegierte des Verbandes die vorgesehene Aussprache mit den Munitionsfabriken hatten. Der Friedberger Schützenverein hatte beantragt, in 1925 versuchsweise die drei Verbandsschießen (An-, Ab- und Hauptschießen) zusammenzulegen, um das Hauptschießen würdig auszuge- stalten. Der Antrag wurde angenommen, da durch die Einteilung des Verbandes in Bezirke, innerhalb dieser entsprechende Schießen arrangiert werden können, die An- und Abschießen ersetzen. Das Verbandshauptschießen 1925 wurde, nachdem Enkheim verzichtet hatte, einstimmig Offenbach übertragen. Die Versammlung wurde von dem Verbandsvorsitzenden F. Gumsheimer-Frankfurt geleitet und dauerte bis in die Abendstunden hinein. Die Ausschußsitzung, welche die Bezirkseinteilung, Haftpflicht- und Unfallversicherung, ebenso die Beitragsfrage regeln soll, wird noch im Laufe des Monats Dezember stattfinden.
Aus aller Wett.
Zahlreiche Erkrankungen in einer Dresdener Gefangenenanstalt.
Dresden, 1. Dez. In der großen Gefangenenanstalt Dresden I waren in den letzten Tagen eine gapzs Anzahl zum Teil auch ernstere Erkrankungen der dort untergebrachten Gefangenen beiderlei Geschlechts zu verzeichnen, deren Ueberführung nach dem Krankenhause
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Dresden-Friedrichstadt sich erforderlich machte. Die Erkrankungen erstrecken sich auf die Ver- dauungsorgane und äußern sich in heftigen Magenbeschwerden und Darmkolik. Ob die Ursache etwa auf verdorbene Lebensmittel oder auf das Trinkwassr zurückzuführen ist, dürfte die behördliche Untersuchung bald ergeben, die in umfassender Weise eingeleitet worden ist, Ein Grund zu Besorgnissen besteht indessen nicht. Bereits umlaufende Gerüchte über Todesfälle beruhen auf Unwahrheit.
Merkwürdige Rekorde. In England Isaf kürzlich ein Wettlauf einer Regimentskapelle stattgefunden. Die Mannschaften mußten wäh. renb des Laufens blasen! — Ebenfalls in England hat man einen Rekord im Glockenläuten aufgestellt. Der Sieger hat 9 Stunden 48 Minuten ununterbrochen geläutet! — In Amerika hat ein Kaffeehauswirt einen Wettlauf weiblicher Hotelangestellten veranstaltet. Die Mädchen mußten während des Laufens ein gefülltes-Teeservice vor sich hertragen! — Ebenfalls in Amerika, und zwar in Madison, hat man ein Gänsederby veranstaltet. Vornehme Damen nahmen ihre Gänse an die Leine und trieben sie zum Laufen an. Wir können leiber nicht berichten, welche von den Gänsen die schnellste war, — wir müßten denn Iben Namen der Eigentümerin nennen!
Ein künstliches Echo aus dem Zimmer. Daz Institut für Architektur in London hat in Verbindung mit der Staatlichen Baukommission der Regierung und mehreren wissenschaftlichen Gesellfchaften Experimente angestellt, um den Schall des gesprochenen Wortes aus'bem Zimmer durch Wolle, Canevas, Kork, Holz und Pappe zu verstärken. Diese Experimente werden im Auftrage des Völkerbundes vorgenommen, der feinen Sitzungssaal in Genf so einzurichten wünscht, daß die Reden des Vorsitzenden außerhalb des Gebäudes sowohl für die Presse wie für die allgemeine Öffentlichkeit sofort gehört werden können.
Vereine^ Versammlungen.
* Gesangverein „Tonblüthe". Heute abem pünktlich ‘M Uhr Singstunde im Vereinslokal. 1766;j
* Gesangverein Germania" Heute abend ß 8 Uhr Singstunde. Die Herren vom Bergnügungs- U Ausschuß wollen alle anwesend sein. 1767
* Tnrngemeinde (Gesangsabteilüng). Heutc - abend MiO Uhr Singstunde; im Anschluß an dieselbe findet Mitgliederversammlung statt, zu der auch die W passiven Mitglieder hiermit eingeladen werden. 1772
* Gesangverein „Eintracht". Heute abend 8 10 Uhr Generalprobe; nach derselben Kartenausoabe an dir- Mitglieder. 1773
* Mar. Jünglings « Congregation. Heute abend ’W Uhr Versammlung. 1771 B
* 1. Hanauer Fußball • Club 1893 e. V. Heute abend ’P Uhr MonatSversammlnng. 1769 ■ * Radio - Club Mittwoch, den M L im „Hotel Lindenhof" Clnbabend. Die die A. V. Erl. werden in eigenem Interesse gebeten, • vollzählig zu erscheinen. (Papier und Bleistift mit« bringen). 1764 H
* Deutschnational« Volkspartei (Frauen- - gruppe.) Wir bitten alle Frauen zu einer Bc< yf iprechung mit Herrn Freischlad iür Donnerstag den H 4. Dezember, nachmittags 4 Uhr in den „Bürger- W verein". 13926
* D. H. V. Heute abend Monatsversammlung. I
* 1. Hanauer Schwimmverein 1918 e. B. | Heute abend pünktlich ff?9 Uhr wichtige MonatSven g sammlung im „Rest. Mohr" lBadeanstaltneubaui; | vorher 8 Uhr Jngendausschußsitzung. 1770 I
* Sirbeiter • Samariter ° Kolonne Hanau. Heute Riittwoch abend um 8 Uhr außerordentliche | Generalversammlung. Vollzähliges Erscheinen aller ß Aktiven erforderlich. 13941 |
* Dptfsart . Touristen»Verein. Die Hauptversammlung findet Donnerstag den 11. Dezem^r |
* Ziegenzuchtverein. Heute abend um 8 Uhr | Monatsversammlung im „Elefanten". Beschaffung | von Futtermitteln und Stroh. Besprechung über eie | abzuhaltende Weihnachtsfeier. 1^44 |
MM MM
Polizeiverordnnng.
Auf Grund der 88 5 und 6 der Verordnung von»
20. September 1867 G. S. S. 1529 über die Polizei- | Verwaltung in den neu erworbenen Landesteilen, - sowie des Artikels III der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924 (R. | G. Bl. S. 44) wird für den Bezirk der Landgemeinde - Niederissigheim folgende Polizeiverordnung erlassen: I
§ 1.
Verstöße gegen das erlassene Ortsstatut betr. Re- | gelang des Feuerlöschwesens in der Landgemeinde | Niederissigheim »ont 8. November 1924 werden mit I Geldstrafe von 1.— bis 150.— Reichsmark bezw. mit entsprechender Haft bestraft.
§2.
Diese Polizeiverordnung tritt am Tage ihrer $ Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig wird die tut« | term 25. November 1907 erlassene Polizeiverordnung hiermit aufgehoben.
Sliederissigheim den 8. November 1924.
Die Ortspolizeibehörde:
Lind. '
vVennHuslen.Hetserkeit dich piag|.
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