Einzelbild herunterladen
 

200. Jahrgang.

t

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Sana« a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1287 und 1238.

B «russ v reisfür die 2 Wochen vom 17. Bts 29. November i Goldmark ohne TrSgerlobn. Einzel- nnmmer 10 Freitags u. Samstags 12 Goldoieanig. Anzetgenoretsekfür die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Goldofergig. für die Neklamezeile (6S mm) 50 Goldviennig OsiertenaeLLK r 30 Eoldviennia Geschäftsstelle Hammerstraße 9.

Erfüll,ngsort und Gerichtsstand fit beide Teile banan a. Mai«. Für Pladvork Lritt und Erscheinung,tage der Anzeigen wird keine GewLHr geleistet. Im Falle höherer Gewalt Streik usw. hat der Beliebe, keinen Anivruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung de, Bezng,vrets«,

Nr. 280

Freilag den 28. November

1924

Das Neueste.

General von Nathusius ist gestern abend in Gaffel eingetroffen.

Das Reichsgericht hat gestern die von dem Ge- ueralstaatsanwalt in dem Prozeß gegen ThormanS Md Grandel eingelegten Revision verworfen. ES bleibt also bei dem freisprechenden Urteil der Berliner Schwurgericht?.

In Großbritannien und int Kanal herrscht starker Stum. Der KreuzerKalliope" ist ausgelaufen, um den in Seenot befindlichen Schiffen zu helfen. Die Schiffahrt ist vielfach unterbrochen. Ein Dampfer ist gesunken, 17 Mann find ertrunken.

In Kairo wurden drei Nationalisten verhaftet.

Minister-Wahlreden.

Str es ernenn.

Königsberg, 27. Nov,- In dem überfüllten Festsaale der Etadthalle in Königsberg sprach ReichS- nuBenmütiffer Stresemann am Donnerstag. vor mehreren Tausend Personen über die politische Lage. Ausgehend von der Entwicklung des letzten-. Jahres, die schließlich dazu geführt habe, daß das ^deutsche Volk eine stabile Währung nicht nur erhielt? sondern, daß diese Währung auch stabil blieb, behandelt Stresemann eingehend die außenpolitische -Lage, die mit Hilse der uns zur Verfügung stehenden Mittel einen Schritt vorwärts geführt worden sei. Dies müßten auch die anerkennen, bie geglaubt. hätten, über denSilberstreifen am außenpolitischen Horizont" spotten zu können und die die Außenpolitik der

die Aufbauschule.

Wichtiger als die Einheitsschule sei die Schaffung einer deutschen National­er z i e h u n g, die im Mittelpunkt aller Schul­bildung stehen müsse. Der Geist der Schule müsse deutsch sein, nicht römisch und nicht griechisch. Er betonte ferner die Wichtigkeit der religiösen Erziehung und gab in bezug auf die Simultanschule die Versicherung ab, daß sie dort bestehen bleiben- solle, wo sie aus dem Bedürfnis herausgewachsen-sei, daß aber die Konfessionsschule zu erhalten sei, wo man sie als bodenständig betrachten müsse, da nur dann ein Kulturkampf größeren Stils vermieden werden könne. Boelitz benutzte diese Gelegenheit, um den Angriff des Abgeordneten Lauscher (Ztr.) in Köln wegen der Reduzierung der Religions- in -st mm» w s

gaben, .»ent Vorwurf von der rechte« ®«te, ~D

gW Deutschland zur ReparationSprov'mz* gemacht

werde, stellte Stresemann entgegen, daß man gerade in Ostpreußen wohl Empfinden dafür haben würde, daß es die Pflicht des Reiches war, die von Poinearè zu den alleinigen Träger der Reparationsforderungen gemachten Provinzen des Rheins, der Ruhr und der Pfalz aus ihrer Lage zu befreien. Jnbezng auf die Vorgänge der letzten Monate verwahrte sich der Redner gegen die Angriffe, die von demokratischer Seite gegen die Deutsche Volkspartei wegen ihres Eintretens für die Einbeziehung der Deutschnationalen in die Regierung erhoben worden sind. Er erinnerte daran, daß bie Vertrauensmänner der Demokratischen Partei, «ie z. B. aus den Erklärungen des Rei'chswehr- minifters Geßler gegenüber der Deutschen Allg. Ztg. bervorging, damals in derselben Weise für eine Er­weiterung nach recht« eingetreten seien Ivie die volkS- parteilichen Minister. Zum Schluß gab Stresemann einen Ausblick in die Zukunft. Er habe gestern in Berlin zwei deutsche Männer kennengelernt, die ihm als Wegweiser in die deutsche Zukunft erschienen 'eien : Eckener und Flettner (Lebhafter Beifall.) Der Bau und die Ablieferung des ZcppelinlustschiffcS, die als Demütigung gedacht war, sei ein Werk geworden, das die deutsche Seele stolz aufflammen ließ. Sei das nicht ein Vorzeichen für den Wiederaufstieg Deutschlands, das auf diese Leistungen stolz sein werde? Es lebe in uns noch der Geist, der an eine deutsche Zukunft glaube. Lernen wir national denken Md fühlen, nicht in Ueberhebung, aber in den Ge- banten, daß wir zwar nicht allein, aber ebenso mit gutem Recht auf der Welt sind wie irgend ein anderes Volk aus dieser Erde. Wenn wir ein Ge­schlecht heranziehen, das an Deutschland glaubt, dann würde es auch glauben an Deutschlands Größe und Macht 1 Die Rede des Minister?, bie wiederholt von lebhaften Beifallskundgebungen unterbrochen ivilrde, löste zum Schluß stürmische Ovationen aus.

Boelitz.

Frankfurt a. M., 28. Nov. In einer öffent­lichen Wäblerversaminlung der Deutschen Volks­partei sprach gestern abend Kultusminister Boelitz über Kulturpolitik. Er führte u. a. aus: Der neue Reichstag habe überaus wichtige Auf­gaben. von denen er besonders die gerechte Re­gelung der- Aufwertung zur Hebung des Mittel­standes hervorhob. Um diese Aufgaben lösen zu können, müsse der Reichstag aktionsfähig sein, was nur bei einer starten Mitte her ^au sein würde. Weder der Sowjetstern noch das Haken­kreuz würde die Aktionsfähigkeit fördern, son­dern die Fortsetzung der geraden Politik, für die das Kabinett Stresemann, die Limen abge­geben habe. Keine vage Erfüllungspoutik, |on= dem durch Oster zur Freiheit.

In diesem Wahlkampfe treten zum ersten Male die wirtschaftlichen Probleme gegen die ideellen Gesichtspunkte zurück, die man als Hauptkraftquellen unseres Volkes erkannt habe. Deshalb beanspruche die Kulturpolitik die größte Aufmerksamkeit. Auch in den außerdeutschen Staaten habe man das erkannt, und diese hätten sich daher zu einer großzügigen Schulreform mit dem Ziele der Schaffung eines national denkenden Volkes entschlösset!. Der Minister trat dann warm für sein Werk der Einheits­schule ein, die nur die Verkörperung eines schon von Fichte und Stein ausgesprochenen Gedan­kens und allein imstande sei, die Einheit unseres Volkes zu erzielen. Die Einheitsschule sei im wesentlichen nicht ein Organisaticns- sondern ein Kulturprinzip; sie müsse ergänzt werden durch eine Reform der Volksschullehrer-Aus- bildung, der MädchenschulbUdung* die Frau sollte ebenso viel lernen wie der Mann und

MM den übrigen deutschen Staaten anreibe, die alle den Religionsunterricht in dieser Weise geregelt hätten, selbst das katholische Bayern.

Zum Schluß betonte der Minister die N o t - we ndigkeit freudiger Staatsbe­jahung, insbesondere durch die Jugend. Der Staat fei bleibend, die Staatsform veränderlich und daher sekundär. Wir müssen Staatsbürger erzsehen, die wissen, daß sie Kinder des Staates sind, und diesem Verhältnis zum Staate im Denken und Handeln jederzeit Rechnung tragen.

Marx.

Elberfeld, 27. Nov. In einer Wahlver­sammlung der Zentrumspartei führte Reichs­kanzler Dr. Marx u. a. aus: Lebhaft zu be­dauern ist die große Zersplitterung des deut­schen Volkes, die sich auch bei diesen Wahlen wieder zeigt. Nicht weniger als 25 verschiedene Listen sind für das Reich und 23 für Preußen eingereicht worden. Das ist ein Zeichen großer politischer Unreife. Auch die materiellen 3m teressen der verschiedenen Stände können mit Erfolg nur von den großen politischen Par­teien vertreten und geltend gemacht werden. Der Reichskanzler vemrteilte im weiteren Ver­lauf seiner Rede scharf die neuerdings tm Wahl­kampf immer stärker zutage tretenden antisemi­tischen Bestrebungen, die mit dem Gerste wahrer Volksgemeinschaft, aber auch mit dem Gerst des Christentums nicht zu vereinbaren sind. Die Ausführungendes Reichskanzlers wurdenwieder- Holt von lebhaftem Beifall unterbrochen. Nach Beendigung der Versammlung wurden dem Reichskanzler beim Verlassen der Stadthalle von der draußen harrenden vieltausendköpfigen Menge lebhafte Kundgebungen zuteil.

Die Keimkehr -es Generals von Nathusius.

Cassel, 27. November. General von Nathusius traf bente nachmittag aus den hiesigen Bahnhof ein. wo eine nach Tausenden zählende Menge ihn erwartete. Al? der General dem Zuge entstieg, wurde er mit Nöchrusen begrüßt. Der Oberpräst'-ent der Wains Hessen-Nassau, Dr. Schmauder, hieß ihn namens ter Reichs- und Staatsbehörden willkommen. _m der Begnadigung fei die Ungerechtigkeit nicht gut gemacht. Die Reichsregierung und das deutsche Volk, vor allem feine Landsleute in Cassel, erwarten, dall dem ^er­langen des Generals auf Revision stattgegeben w.rde und daß nicht eine Begnadigung, sondernein ^rsnpruch und damit eine Rehabilitierung der Ehre und des Namens des deutschen Generals und des Raffelet Bürgers eintrete. . . .

Der General betonte in Kitter Erwiderung, oab die Meldungen französischer Zeitungen, dag " dem Präsident der Republik für feine Begnadigung gebaut, habe, vollkommen 'alsch feien. . .

Er habe vielmehr zwei schreiben, eines an den Präsidenten der Rpublik und eines an bett Minister­präsidenten Herriot gerichtet, in denen er zum . u?-

druck brachte, daß er gegen die Begnadigung protestiere weil sie ein unmittelbares Schuldbekenntnis barste den würde. Er verlange nicht begnadigt zu werden, son­dern er verlange seinen Freispruch durch die von ihm beantragte Revision. Der General fuhr unter großen Ovationen im Automobil mit seiner Frau und seinen Freunden nach Wilhelmshöhe. -

Kerriots Wahlhilfe.

Herriot hat im Sinne der Richtlinien gehan­delt, die sein eigenes Blatt,Gre Nouvelle", an­läßlich des Falles Nathusius ausgegeben hat. Das Blatt schrieb nach der Denirteilung des Generals:

Mc stehen am Vorabend der deutschen Wahlen. Der Spruch von Lille kann zum Anlaß haben, daß dreißig Nationali- fien mehr in den Deutschen Reichstag ein- ziehen. UmjedenPreismußmandes- halb die Wirkung dieses Urteils verwischen.

Nicht weil man das Unrecht einsieht das gleichfalls linksstehende BlattOeuvre" hat die Stirn gehabt, gerade in diesen Tagen noch den General als entlarvten Dieb zu bezeichnen, sondern weil man die Erstarkung des natio­nalen Willens in Deutschland fürchtet, weil man weiß, daß die einzige Möglichkeit für Deutschland, wieder zu Macht und Ansehen zu kommen und damit auch sein Recht in der Welt zu finden, in der Kräftigung der natio­nalen Parteien besteht deshalb l^t man den General freigelassen. Als Wahl Hilfe für die deutschen Sozialisten ist dieser Akt gedacht, der nebenbei auch im eigensten Interesse Frank­reichs liegt, das sich mit dieser ganzen Ange­legenheit schon aufs schwerste kompromittiert hatte. Als Hilfe für die Sozialisten in Deutsch­land, von denen der bekannte französische Jour­

wollen. den die SozkaldernokraNe am finan­ziellen Ruin Deutschlands hakle, wir wün­schen. die Auferstehung Deutsch­lands nicht und hoffen daher auf die nächsten Wahlen auf den Sieg der zersetzenden Sozialdemo­kratie."

Mit Frechheit sucht derVorwärts" auch weiterhin diese Tatsachen einfach auf den Kopf zu stellen und die Liebestat Herriots für die deutsche Linke als deutschen Erfolg auszuposaunen. Wenn er noch einest Funken von Schamgefühl besäße, dann würde er angesichts dieser offenkundigen Parteinahme unserer Feinde jetzt wenigstens schweigen. Wenn Frankreich die deutschen Sozialisten im Wahlkampf unterstützt, so ist seine Absicht na­türlich die, sich dafür später um so unge­hinderter über deutsche Rechte hinwegsetzen zu können. Das dicke Ende würde im Falke eines Wahlsieges der deutschen Linken nicht lange aus sich warten lassen. Wir haben noch nicht ver­gessen, wie man in Paris bei feilem Streitfall mit Deutschland, besonders aber damals, als Deutschland an der Ruhr vergewaltigt wurde, die Kapitulationsbereitschaft der deutschen So­zialdemokratie als sicheren Faktor in seine Rechnung einsetzte und um so unverschämter auftrat. Das deutsche Volk hat es noch in der Hand, ob es dem Gegner, der nach wie vor nach seinem Leben trachtet, durch Wahl einer neuen Unterwerfungsregierung einen Frei­brief für neue Gewalttaten ausstellen oder ob es durch Bekundung seines S e l b st b e - h a u p t u n g s w i l l e n s der traditionellen französischen Politik gegen Deutschland Schranken setzen will.

Die Lage -er Relchsfinanz-n.

Berlin, 27. Nov. In der heutigen Morgen­presse wurden Nachrichten über den dem Reichs­rat zur Beratung vorliegenden Reich s - Haushaltsentwurf für 1925 verbreitet, die geeignet sind, ein völlig falsches Bild über die F i n a n z l a g e des Reiches zu geben. Es wird darin mitgeteilt, daß der Haushalts­entwurf der allgemeinen Reichsfinanzverwal­tung mit einem Ueberschuß von über 2^ Mil­liarden Reichsmark abschließe. Jedem Kenner unserer Finanzlage mußte sofort ausfallen, aast es sich hier nur um einen Ausschnitt aus dem Gesamthaushalt handelt, aus dem man kerne Rückschlüsse auf das Gesamtbild des Haushaltes ziehen kann. Der Verbreiter der Naoirrcht hat also nur einen kleinen Aufschnitt aus dem Ge- sanrthaushalt herausgegriffen, nämlich den Haushalt der allgemeinen ^inanzverwaltung, .

in vorn im mefenfticben die Einnahmen aus den er chien heute früh in l...... - ^ «MeneSÄ Ion* di°Steuer. 3nn«nminifter. S«t.r.t ,°I«°. Überweisungen an die Länder und Gemeinden des bisherigen ilnterstaatsfekretars Nagrischi,

veranschlagt werden, während die übrigen Teil« des Haushallsplanes, bie in der Hauvtsacke die Ausgabenetats der einzelnen Reichsverwal­tungszweige darnellen, unberücksichtigt gebüe- ben sind. Werden diese Ausgabenetats im Rah­men des Gesamtplanes mit berücksichtigt, so er­gibt sich, daß der Entwurf für 1925 sich im ordentlichen Haushalt in den Einnahmen und Ausgaben zwar ausgleicht, im außerordentlichen Haushalt dagegen ein Defizit aufweist. Es wird weiter behauptet, daß die Aufwandsgewer der Reichsminister gegenüber dem Vorjahre von 12 000 auf 30 000 Reichsmark heraufgesetzt seien. Hieraus könnte gefolgert wevden, daß dick Aufwandsgelder der einzelnen Reichsminsster in dieser Höhe festgesetzt werden sollen. Das fff natürlich nicht der Fall, sondern es handelt sicy um einen Sammelfonds, aus dem die Kosten für besondere repräsentative Aufwendungen sämtlicher Reichsminister bestritten werden sollen. Daß für Mehraufwendungen an Be­soldungsausgaben eine Pauschale von 300 Mil­lionen Mark veranschlagt ist, beruht darauf, daß die Vorarbeiten für die Aufstellung des Haushaltsplanes am 1. Juli abgeschlossen wer­den mußten, wobei zunächst nur die Besol­dungsausgaben nach dem Stande vom 1. Juli eingesetzt werden konnten. Der Betrag von 300 Millionen stellt den Bedarf für die beschlossene Vesoldungserhöhung und für die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses einschließlich der Rück­wirkungen auf die Pensionäre, Kriegsbeschä­digte usw. dar. Reserven für die künftige Be- soldungserhöhung sind darin nicht enthalten.

Auslandsdeuftche und Schwarz- weitz-rvl.

Xus Guapguil (Equadoi) wird geschrieben:

Nach Mstw Safiren imd in würdig groß« wenn meine ârc rau UkaWKWâ StzM fttt matiifias, vom deutschen Club Germania uneben aus Anlaß tes dreitägigen National-FreikieMestes hier an der Platza de San Francisco, dem bestgele- genen Platz. Ein Zeichen der Zeit! Zugleich hängte auch die deutsche Firma I. u. B. die gleiche F«hnc von ihrem Gelchäftslokal in der Hasenstraße heran?, der Dampser Emden lag im Fluß vor Anker. Gar nicht eigennützig bin ich hier zu erllären, daß meine banbera fin mancha bei jedem nationalen Festtage niemals fehlt. Die Flußboote bei den Regatten, bie Automobile usw. führten unsere schönen Fahnen in den alten Farben fin machas. Allgemein freute, man sich über das Wiedererscheinen einsichtsvoller Männer haben mir dies zum Ausdruck gebracht und sicher die Sympathie und allgemeine Beobachtung angefeuert. Das gereicht zu unserem Vorteil. Dem deutschen Club Germania im Guayaquil ist die Anerkennung nicht vorzuentbalten, daß er als von der Regierung aner­kannter Verband sich im alten Fahrwasser nun wieder öffentlich zeigt. ,

Nicht unbekannt darf dieser Vorfall bleiben, damit auch die übrigen Handelsvlätzc in ganz Amerika es es erfahren und beut Beispiel folgen, dort, wo es noch nicht geschehen ist, erwecken, was schon längst erweckt werden sollte, um so bett AuslandSblock fertig zu schmieden, der drüben nicht richtig gewürdigt wurde, aber bezeugt, was her Weimar-Kurzschluß ruckt beach­tete: Wie urteilen und handeln unsere Ausland« teutschen!

Reichsbanner als Ketzer zum Bürgerkrieg.

General Deimling sagte am 11. August i« Weimar: Wie Ihr im Kriege Euer Leben emgesetzt habt für Euer Vaterland, so seid Jbr auch setzt wieder auf Eurem Pollen, um für Staat und Vater­land einzutreten, wenn es im Inneren angegriffen ^Lic Wirkung dieser Worte sehen wir in sagendem Vers eines Bannerliedes, da? bet der Gründern sammlung in Stuttgart-Ost gesungen wurde.

O freudiger Tag, Wenn der Feind sich zeigt, Das Signal ruft zur siegreichen Schlacht. Die Kanone donnert, die Muskete knallt, Wir brechen der Fürsten Macht.

Und der Rittler erzittert vor Angst und vor Weh» Seinen Jüngern entsinket der Mut;

Dann geben wir bett Todesstoß der tienben schwarz-weiß-roten Brut.

:: Tirallala, tirallala, tirallala, tirallala! Hoch lebe das Reichsbanner Schwarz-rot-gold, Hoch lebe die deutsche Republik I ::

Und dies in der Republik des Friedens und be? Rechtes.

Nun wissen wir, wer zum Bürgerkrieg hetzt, gerade jetzt, wo erfreulicherweise ruhige Ueberlegung und Ordnung begonnen hatten, im deiitschen Volke wieder Einzug zu halten.

Eine Kusoedehule Verschwörung in Aegypten.

London, 27. Nov. Britisches MilitFt ' -' i den Wohnungen