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200. Jahrgang.

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kana« a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

He, u 8 s v reisfür die 2 Wochen vom 17. bis 29. November i Goldmark ohne Trägerlobn. Ginzel, nummer 10 Freitags u. Samstags 12 Soloorenalg. - ^nzetgenoreiierfür die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Goldofer-rig. für bie Nsklamezeile (68 mm) 50 GoldviennrqOfiertenaebllb r 30 Goldviennia Eeichaftsstelle Sammerstraffe o.

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Nr. 279 Donnerstag den 27. November 1924

Das Neueste.

General von Nathusius wurde gestern morgen auf freien Fuß gesetzt und ist sofort nach Deutschland abgereist.

Der Generalsekretär des Völkerbundes wird die Protestnote des ägyptischen Parlaments nicht weiter­geben.

Die Moskauer Internationale fordert ihre Genossen in Aegypten und im Sudan zur Fortführung des Kampfes gegen den englischen Imperialismus auf.

Nach einer Meldung aus Washington hat der Staatssekretär Hughes ein Uebereinkommen mit der österreichischen und ungarischen Regierung abgeschlossen, welches die Ansprüche, die seit dem 81. Juli 1914 aus dem Kriege entstanden sind, regelt.

> PoincarL der Mann ist, der neben Iswolsky )te Welt in das Blutbad des Weltkrieges ge­kürzt hat, enthüllt ihn als den verächtlichen Fälscher, als den betrügerischen Bankerotteur, als Mann ohne Ehre.

General v. Nalhufius auf freiem Fuß.

Paris, 26. Nov. Havas verbreitet folgende offizielle Nachricht aus Lille: Auf Veranlassung )es Kriegsministers, General Nollet, hat der Präpoent der Republik Doumergue, den vom Kriegsgericht in Lille zu einem Jahre Gefäng­nis verurteilten General v. Nathusius begna­digt. Der General hat das Untersuchungsge­fängnis heute vormittag um 6 Uhr verlassen und ist nach Forbach abgereist.

Saarbrücken, 26. Nov. General v. Nathusius ist heute abend in Saarbrücken eingetroffen und reist morgen früh um 6 Uhr nach Caffel weiter.

Eingabe des kyfkhâuserbundes an den Reichskanzler.

Zum Fall Nathusius hat der neicys-Krie- gerbundKyffhäuser^ folgende Eingabe an den Reichskanzler gerichtet: Zeitungsnachrichten zu­folge soll die Begnadigung des auf ehemals reichsländischem Boden verhafteten 68jährigen Generalmajors v. Nathusius durch den Präsi­denten der französischen Republik unmittelbar bevorstehen. Die in dem Deutt-Hen Reichskrie­gerbundKyffhäuser" vereinigten 2^ Millionen ehemaligen Angehörigen der früheren deutschen Armee, Marine und Schutztruppen aller Dienst­grade sind der Ansicht, daß ein derartiger Gna­denakt des franzö^^n Präsidenten durchaus nicht geeignet ist, das durch die Verurteilung des Generals nicht nur an ihm, sondern an dem ganzen deutschen Volke begangene, vom Reichspräsidenten anerkannte schwere Unrecht wiedergutzum.achen. Vielmehr würde durch einen oerartigen Schritt der --MiMMventzM- gierung, den man nur als erste weitere Infamie bezeichnen könnte, der Verdacht des Diebstahls oder einer sonstigen strafbaren Handlung nach wie vor weiterhin auf den Schultern des alten Offiziers lasten. Wir alten Soldaten erwarten auf das bestimmteste von der Reichsregierung, daß sie alles unternimmt, um die Aushebung des Liller Urteils nicht? auf dem Gnadenwege, sondern von Rechtswegen zu erreichen.

Girre Frechheit des Oeuvre.

Wie. unerhört die Einstellung der gesamten franzö­sischen Oeffentlichkeit gegenüber dem Falle NatbubuS ist und daß nur Gründe der Ovportunität der ja gerade auch vom Oeuvre ausgesprochene Wunsch, auf ne deutschen Wahlen zu wirken und keinerlei Sinn für Gerechtigkeit und für dieBegnadigung" des un­schuldig verurteilten deutschen Generals maßgebend mar, dafür bietet die soeben eingetroffene Nummer des Oeuvre einen Beleg, in dem die als erlogen erwiesenen Anschuldigungen gegen den General frech als Tatsachen genommen werden.Dieser General hat ein Tafel« »erbice eingeoackt, das ihm nicht g-börte, und hat es nach Berlin dirigiert", in biefer Tonart schildert das französische Linksblatt den Taibenand, und weiter beschwert sich das Oeuvre darüber, daß man die großen Verbrecher habe laufen lassen und jetzt nach sechs Jahreneinen armen kleinen Boche-General" vor die Schranken schleppe,der eine ganz kleine Spitzbüberei cgangen habe, wie deren zwanzig am Tage in den großen Warenhäusern vorkämen". Das ist der Ton deS neuen, des versöhnlichen, des linkSgerichten Frank­reichs! Pfui Teufel!

Für Schwarz-weiß-rot.

München, 26. Nov. Der Präsident des auf­gelösten Reistages, Exzellenz Wallraf, sprach gestern abend in München in einer deutsâmatio- nalen Versammlung.Der größte SaalMllnchsns reichte nicht aus, um alle, die Einlaß begehrten, fassen zu können. Schon lange vor Beginn mußte der Saal polizeilich gesperrt werden. Wallraf beschäftigte sich in seiner, immer wie­der von stürmischem Beifall unterbrochenen Rede mit der Innen- und Äußenporul». Deutsch­lands. Er erklärte, daß Ebert in seinem poli­tischen Spiel bisher die rote Kugel sehr stark be­vorzugt habe. Eine reine Politik der Mitte gäbe es überhaupt nicht, denn diese Mitte müsse sich entweder nach rechts oder nach links anlehnen. Dr. Wallraf beschäftigte sich ferner mit der Hal­tung der ^eutschnationalen zum Dawesgut­achten. Die Deutschnationalen würden jederzeit, nicht nur gestern, sondern heute und morgen, für Schwarz-weiß-rot eintreten, bis diese Fahne wieder siegre'^ über ^en deutschen Gauen wehe. Wallraf rechnete dann mit der Politik der beiden Reichskanzler Wirth und Marx ab, und prägte das stürmisch begrüße und um- iubelte Wortspiel: Bismarck hat uns den Wahl­spruch hinterlassen:Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt!" Unsere Außen­

Poinearè ein Mann von Ehre ?

Der Vater des Krieges Poincars ist auch der Vater der Lüge. Unter seiner Minister. Präsidentschaft begann die Verschwörung, deren einer Partner er selber, deren andererJswolsky war. Unter ihm als Präsidenten der franzö­sischen Republik gelangte sie zum Ziel, an dem sich der blutige Weltkonflikt erhob, der mehr als vier Jahre hindurch die Erde erschütterte. Unter seiner Präsidentschaft wurde in Versailles derFriede" diktiert, der die Völker aller Fest­länder in ein Chaos stürzte. Unter ihm als Ministerpräsidenten wurde mit dem Einbruch ins Ruhrgebiet dieser sogenannte Friede ge­brochen. Am Ende des neuen Kampfes stand der wirtschaftliche und finanzielle Zusammen­bruch.

Das ist die Bilanz eines Dutzends Regie­rungsjahre, die die Herrfcherzert des Poincaris- mus ausfüllen. Eine Bilanz, die das Geständ­nis des Bankrotts bedeutete und durch den Sturz des Franken auf ein Viertel seines Wer- Firma wurde deren bisherigen Geschäftsführer entzogen.

Immerhin, es kann jemand in Konkurs ge­raten und doch ein Ehrenmann bleiben, wenn der Bankerott die Buchführung im Einklang mit den Tatsachen zeigt und keine Fälschungen ausdeckt. Die Fälschung aber ist Tatsache in Poincares politischer Geschäftsführung. Er hat in den Büchern, Die den Orangedeckel tragen, seine Unschuld am Kriegsausbruch als Aktiv­posten eingetragen, und er hat vor dem Tribu­nal der Sieger in Versailles die Schuldlüge gegen die unterlegenen Völker erhoben. Er ist bei der Täuschung der Oeffentlichkeit geblieben auch als fein Kredit im Ausland ins Schwan­ken geriet. Er hat geglaubt, durch Schweigen der Zweifel Herr zu werden, und hat damit aufs Neue zu fälschen versucht, weil er schwieg obwohl er wußte, daß seiner eigenen Unschulds­behauptung der offene Verdacht seiner.Schuld als Kriegsurheber entgegentrat. Heute weiß man, daß er diesen Verdacht kannte. Denn heute, wo ihm aus den Aktenstücken des ver­storbenen Botschafters Frankreichs in Peters­burg, Georges Louis, die Stimme des An­klägers aus dem Grabe entgegenschallt, heute gesteht er, daß er seit dem Juni d. Js. die gegen ihn erhobenen Beschludigung mit Iswolski zusammen der Kriegmacyer zu sein, gekannt hat und trotzdem geschwiegen hat. Denn durch die Agence Havas (f. PariserJournal" vom 19. November) läßt er durchblicken, daß er von den Enthüllungen des Dr. Charles Hartmann in der Deutschen Rundschau" aus den russischen Archiven wußte. Poincarâ verweist in der Havas-Note auf eine Bemerkung Hartmanns, in der dieser mitteilte, daß ihm Aufzeichnungen des Botschafters Georges Louis zur Verfügung standen, und daß siezur richtigen Seit, ohne die Erlaubnis Poincarës gedruckt werden als der beste Beweis für die Art, in der die Wel über die Verantwortung für den Krieg be­trogen ist". Poincars will natürlich mit diesem Hinweis auf Hartmanns Anmerkung die jetzi­gen Veröffentlichungen aus den Dokumenten von Georges Louis als deutsche Machenschaften verdächtigen. Es wird ihm nicht gelingen. Die Welt hat auf die Stimme des Botschafters aus dem Grabe aufgehorcht und wird sich durch Ver­dächtigungen nicht zum Schweigen bringen lassen.

Also Poincarè schwieg, als ihm die Jswolsky- lchen Briefe, die ihn der Kriegsurheberschaft beschuldigten, aus den Veröffentlichungen Hartmanns in derDeutschen Rundschau" be­kannt wurden. Er schwieg, weil er sie nicht widerlegen konnte.' Seine Verdächtigung in der Agence Havas ist daher nicht eine Diskreditie­rung der Anklage, die Georges Louis aus dem Grabe gegen ihn erhebt, sie ist der Beweis für die Richtigkeit der furchtbaren Beschuldigung,

politik aber hat dieses Bismarckwort umge­dreht und handelt nach dem Grundsatz:Wir Deutsche fürchten Gott nicht, sonst alles in der Welt!'^ Wir wollen keine konfessionellen Kämpfe haben, wollen, daß sich alles zu dem Kampfe für Schwarz-weiß-rot zusammenfinde. Dr. Wallraf schloß: Wer an das Licht des Christentums glaubt, wer ein neues deutsches Vaterland will, wer für Deutschlands Volk eine gesunde Wirtschaft an Stelle der zum Tode ver­urteilten sozialistischen Experimente gesetzt sehen will, der wähle Schwarz-weiß-rot!

Entweihung der Burschenschafter- sorben.

Ein Protest der deutschen Burschenschaften.

Der Berliner Vettretertag alter Herren deutscher Burschenschaften hat nachstehende Ent­schließung gefaßt:

Der Berliner Dertretertag alter Herren deutscher Burschenschaften wehrt sich mit aller Schärfe und in aller Oeffentlichkeit dagegen, daß das ReichsbannerSchwarz-rot-gold" diese Farben der deutschen Burschenschaft als geisti­ges Erbe für sich in Anspruch nimmt. Der Wahlspruch der deutschen Burschenschaft :Ehre, Freiheit, Vaterland" beweist unwiderleglich, wie weit die deutsche Burschenschaft schwäch­lichem Pazifismus und zersetzendem Interna­tionalismus fernsteht,"

Nieder Las Vaterland!

Der Nation-illiberalen Korrespondenz wird ans

Gera gemeldet: ,

Eine volksparteiliche Versammlung tn Gera am Montag den 24. November wurde mit einem Hoch auf das Vaterland geschlossen. Die Ange- börtgen des stark in Uniform vertretenen. Reichs­banners Sckwarzrotgold schrien statthoch"nieder ion. Die widerwärtige Maskerare dieser angeblich überparieiischen, in Wirst chket nichts als rot gefärbten Gesellschaft ist nur dazu bestimmt, den gut-n Michel zu täuschen. Das Hock auf die Internationale, aus- gebracht als Gegenleistung gegen ein Hoch auf das oeutiche Vaterland was will man noch mehr zur Kennzeichnung des innersten Wesens dieser Hörpng- Truppe?

Eine stürmische Wühlerversammluna.

Krefeld. 26. Nov. Als gestern abend die so- zialdemokratyche Partei eine Wahlversamm­lung abhielt, drang eine große Sprengkolonne arbeitsloser Syndikalisten unter Führung des aus der Separatistenzeit bekannten Alfons Wallraf in den Saal ein und besetzte das Po­dium. Es kam darauf zu lebhaften Ausein­andersetzungen zwischen den anwesenden Reichsbannerleuten und den Eindringlingen und zu einer wüsten Schlägerei, wobei u. a. der Abgeordnete Thabor Lewerentz sowie der Re­dakteur der sozialdemokratischenNiederrheini­schen Volkstribüne" Ojel verletzt wurden. Schließlich wurden die Eindringlinge vom Po­dium entfernt. Als dann der Landtagsabgeord­nete Meyer-Solingen zu forschen begann, drang an der Spitze einer von Wallraf geführ­ten Kolonne belgische Gendarmerie in den Saal ein und untersuchte die anwesenden Abgeord­neten und Reichsbannerleute nach Waffen. Der Abgeordnete Thabor forderte kraft feines Haus- rechtes die anwesenden Syndikalisten und Se­paratisten auf, den Saal zu verlassen, worauf es zu einem neuen Tumult kam, sodaß die Ver­sammlung geschlossen wurde. Die Räumung des Saales erfolgte unter der Aufsicht der belgischen Beamten in Ruhe. Die sozialdemokratische Kar­tei hat heute Protest an das Auswärtige Amt in Berlin, an den belaifdten Sozialistenführer Vandervelde und an den französischen Minister­präsidenten Herriot gerichtet.

Dr. Eckener in Berlin.

Berlin, 26. Nov. Zu Ehren des Führers des Z. R. 3, Dr. Eckener, fand heute beim Reichspräsidenten ein Frühstück statt, ,/m dem außer Dr. Eckener u. a. die Reichsminister Geßler, Luther, Stresemann, Hamm, Graf Kanitz, preußischer Staatsminister v. Richter, General v. Seeckt, württembergischer Gesandter Dr. Boßler, Krupp v. Bohlen, Professor Jun­kers-Dessau, Schiffsbauingenieur Mettner so­wie eine Reihe führender Vertreter der In­dustrie, der Gewerkschaften, der Mnanzmclt. der Wissenschaft und der Presse teilnah nen- Wähiend der Tafel hielt

der Reichspräsident

folgende Ansprache:

Es ist mir eine lebhafte Freude. Ihnen, Herr Dr. Eckener, und Jbren Mitarbeitern

nach Ihrer glücklich und erfolgreich vollendeten Fahrt und Ihrer Rückkehr in die Heimat den herzlichen Willkommgruß des Deutschen Reiches hier zu entbieten. Mit diesem Gruß gebe ich zugleich dem bewundernden Dank des gesamten deutschen Volkes an Sie und die anderen kühnen Luftfahrer für Ihre großen Leistungen herzlichen Ausdrua. Unser Dank umfaßt alle Männer' die als Erbauer, Ingenieure und Arbeiter an dem so trefflich bewährten Luftschiff mit bester Kraft zu­sammenarbeiten. Ihre Fahrt war begleitet von den besten Wünschen und den zuversicht­lichen Hoffnungen des ganzen deuffchen Volke-, Nicht nur aus sportlichen Interessen, weil man sich begeisterte an dem Wagemut des Unter­nehmens und an der Kühnheit der Fahrt, jubelte man Ihnen und dem Luftschiff zu; es war mehr als das: Wir alle sehen in diesem Werk und dieser Fahrt den Ausdruck tech­nischen Könnens Deutschlands trotz allem und des ungebrochenen deutschen Willens zur Selbstbehauptung und des stolzen Ver­trauens unserer Nation in sich und ihre Zu­kunft. Diesem Gefühle der Deutschen haben Sie, haben Ihre Mitarbeiter an dem Schiff und der Fahrt durch das gute Gelingen ver­stärktes Leben gegeben. In der Welt aber haben Sie deutsche Arbeit und deutsches Son­nen erneut zu Ehren gebracht und unserem Lande neue Sympathien errungen. So war der Bau dieses Schiffes und seine glückhafte Fahrt, trotzdem sie im Zeichen der Reparations­leistung stand, dennoch eine nationale Tat, für die mir oem Erbauer und Führer von Herzen Dank und Anerkennung darbringen. Ich bitte Sie, meine Herren, mit mir das Glas zu er­heben auf den kühnen Kapitän Dr. Eckener und feine Kameraden auf der Zeppelinwerft und alle ihre Mitarbeiter."

Dr. Lckener

wie folgt:Tief bewegt nehme ich die überaus herzlichen Begrüßungsworte, die Sie. Herr Reichspräsident, an mich und meine Kameraden gerichtet haben, entaegen. Ich erfuhr von ganz Deutschland so viel Beweise der Sympathie unb Anerkennung, daß ich nicht weiß, ob sie tm Einklang stehen mit der bescheidenen Leistung, die wir vollbracht haben. Bei der 6^^8e^ Fahrt hatten wir außerordentlich Glück. Gluck erstens insofern, als wir beim deutschen Volke Anerkennung gefunden haben, auf die wir nicht rechnen durften. Glück hatten wir weiter mit dem Wetter. Nicht, als ob mir gutes Wetter gehabt hätten, ganz im Gegenteil fan­den wirZchlechtes Wetter vor, aber es hat uns erlaubt, zu beweisen, was man mit unserem Luftschiff machen kann. Glück hatten mir weiter insofern, als mir bei der Fahrt über Newyork ein Wetter vorfanden, das man am besten als Theaterwetter" bezeichnen kann und das unser Schiff sozusagen in bengalischer Beleuchtung vor strahlendem Himmel zeigte. Gluck hatten wir schließlich darin, daß mir drüben m Ame­rika eine Situation und Stimmung vorfanden, die aus unserer rein technischen 21nae eqenfjett eine politische machte. Ich habe mir tn zimertra erzählen lassen, daß sich in den Vereinigten Staaten eine psychologische Stimmung heraus­gebildet hat, die zeigt, daß das amerikanische Volk geneigt ist zu einer Wiederannäherung an uns und' nur nach einem Anlaß sucht, um diesem Gefühl Ausdruck zu geben. Das amerikanische Volk hat mit einer ge­wissen Beaeisterung die von uns h/n ge­st reckte Hondergriffenu n d-s l ch b o - reit erklärt, wieder gut Freuni zu werden mit den Deutschen. Da­ist der allgemeine Ausdruck, den ich drüben ge­funden habe, in der Bevölkerung sowohl, wie bei den Vertretern der amerikanischen Regie- rung. Ich darf der Genugtuung über den un­verdienten Erfolg Ausdruck geben, indem ich Sie bitte, mit mir das Glas zu erheben auf die guten Beziehungen zwischen dem amerikani­schen und dem deutschen Volke, die sich so er­freulich entwickelt haben. Mögen sie, weiter gestärkt werden und zu einer wirklichen Freundschaft beider Völker führen!"

Gewl»rk''chaften und Kandelsverkräge-

DemVorwärts" zufolge haben die Gewerkschaften pini Zwecke ihrer Heranziehung zu den Handelsver­tragsverhandlungen in den letzten Tagen verschiedene Schritte unternommen. Heute wollen sie gemeinsam beim AuSwättigen Auit vorsprechen. Wenn nöü6- loll ein gemeinsamer Schritt beim Reichskabinett tolaen.